Dein Blog wird nicht gelesen? Dann liegt es vielleicht nur am Menü..

Dein Blog wird nicht gelesen? Dann liegt es vielleicht nur am Menü..

..oder: Dank dem WordPress Plugin Ubermenu wird deine Blog Navigation attraktiv.

Man kennt das ja – man schaut sich seine Besuchsstatistiken an und freut dich, dass google Hunderte von Leute vorbeischickt, damit Sie sich auf dem Blog nicht nur die angefragten Infos holen, sondern sich auch ein paar Stunden bei anderen tollen Beiträgen aufhalten, doch bei näherem hinsehen stellt man fest, dass der Besucher auf eine einzige Seite geht– und 10 Sekunden später wieder weg ist, ohne auch nur einen Blick auf die ganzen anderen tollen Beiträge geworfen zu haben.

Verwirrt kratzt man sich am Kopf und fragt sich, was den Besucher wohl zu so einer übereilten Flucht getrieben hat, dass er sich weder registriert hat um Mitglied der einzigartigen NERD-O-MANIA Community zu werden, kein Statement zum wunderbar geschriebenen Beitrag verfasst hat – nein, nicht mal durch simples Mausklicken eine Bewertung abgegeben hat, um dem Beitrag den Respekt zu erweisen, den er deiner Meinung nach verdient hat.

guter Besucher

(Ja, so was gibt es tatsächlich: ein Besucher, der obwohl draußen schönstes Grillwetter war, fast 2 Stunden auf dem Blog war und etliche Beiträge konsumiert hat. Vielen Dank dafür lieber Unbekannter! Leider kommt dies nicht so häufig vor – 90% der Besucher haben Aufenthaltszeiten von weniger als 10 Sekunden.)

Okay, versuchen wir den Schuldigen zu finden und reduzieren den Fall auf die beteiligten Anwesenden. Zum Einen ist da der nach spiritueller Erleuchtung suchende Besucher – auf der anderen Seite dein hinreißend geschriebener Artikel in dem Du dein ganzes schriftstellerisches Herzblut gelegt hast..

Welche Möglichkeiten gibt es:

  1. der nette Besucher ist einfach nur ein geiziger, undankbarer Idiot, der sich zwar gerne billig Infos aus dem Internet besorgt und sich zu dem Zweck Berichte von unabhängigen Blogs durchliest, statt auch nur einen Cent in eine Fachzeitschrift zu dem Thema zu investieren.
  2. Der Blogbeitrag hat deinen Besucher nicht vom Stuhl gehauen (ein beliebter und absolut alberner Anglizismus ist wohl das Wort “geflasht”), weshalb er enttäuscht wieder von dannen zog.
  3. er war vom Blogbeitrag begeistert – wollte auch gerne noch andere lesen – kam aber mit der Navigation eures Blogs nicht klar und zog ebenfalls enttäuscht wieder von dannen.

Klammern wir mal Punkt 1 aus, denn so was wie geizige, undankbare Idioten gibt es ja nicht – denn Du hast ja noch jeden gut geschriebenem Beitrag wenigstens mal bei Facebook geliked, positiv bewertet oder sogar bei so richtig guten, die dich “flashten”, mehr als einen einzeiligen Kommentar geschrieben, nicht wahr?

Der Schuldige ist also entweder der Beitrag, der beim Leser vielleicht nicht das erhoffte Thema hatte oder der komplette Blog, weil er sich dem Besucher als unübersichtliches “Etwas” darstellt, bei dem man andere und vielleicht relevantere Beiträge nicht finden kann, weil die Navigation (nennen wir es beim Namen!) KACKE ist.

In der Tat war ich selber schon auf Blogs, bei denen ich vergeblich nach einer Navigation oder wenigstens etwas Ähnlichem suchte. Dass es sich dort um Blogs handelt, die andere Blogger coachen wollen den eigenen Blog in eine monetäre Goldgrube zu verwandeln macht es noch schlimmer. Sorry – aber einige Blogger-Kollegen haben es echt nicht drauf!

Eine gute Navigation erfüllt folgende Punkte:

  • Sie ist klar strukturiert – eventuell sogar farblich nach Bereichen unterteilt
  • Sie bildet den kompletten Inhalt inklusive Unterbereichen des Blogs ab
  • Sie ist für den Besucher immer und vor allem schnell erreichbar

Nicht alle Theme-Entwickler legen auf diese Dinge wert, doch bei den von mir in letzter Zeit eingesetzten Themes haben sich die Entwickler Mühe gegeben – und bei einigen Premium Themes von Themeforest ist das WordPress Plugin “Ubermenu” teilweise (also in leicht abgespeckter Form) integriert. Und dieses Menü hat es wirklich in sich, denn es bietet fantastische Möglichkeiten den Besucher schnellstens – und dazu als optischen Leckerbissen zubereitet – mit Infos zu versorgen.

Ubermenu

(SO geil – sorry für das unanständige Wort – kann ein Menü aussehen! Icons, Bilder, Widgets, dynamischer Inhalt – Dies alles lässt sich ins Menü einbinden. Wer sich hier trotzdem nicht auf dem Blog zurecht findet, der sollte wirklich nicht mehr ins Internet gehen.)

Klare Strukturierung nach Bereichen und Unterbereichen im normalen WordPress Menü-Interface ist also das erste, was man machen sollte – wenn es das Theme unterstützt ( ‘Magic-Mag’ und ‘Powermag’ können das), kann man die Kategorien auch noch farblich kenntlich machen.  Es gibt aber auch Plugins dafür, die man kostenlos nutzen kann.  Das WorPress Plugin  ‘Category Color’ ist sehr gut dafür geeignet. Der Vorteil für den Besucher: er erkennt sofort in welchem Bereich des Blogs er sich rumtreibt. Bei einem Multithemenblog (die ja lt. den Gurus im Internet keine Überlebenschance haben – trotzdem bin ich nach 7 Jahren immer noch dabei – ganz so falsch kann es also nicht sein, was ich tue) ist das durchaus sinnvoll.

Ebenfalls sehr sinnvoll – grade bei textlastigen Bloggern wie mir, die ja immer Blogbeiträge schreiben, mit denen man – sollte man Sie ausdrucken – dem New Yorker Telefonbuch Konkurrenz machen könnte, ist eine sogenannte mitschwebende Navigation – im WordPress-Jargon “Sticky” genannt. Da ist es dann egal, wie weit man eine Seite herunterscrollt – die Navigation kommt immer mit und man kann einen anderen Bereich aufsuchen, ohne lange scrollen zu müssen. Vervollständigt wird dies durch einen kleinen Button unten auf der Seite, mit dem man sofort wieder nach oben katapultiert wird. Einzelne Themes haben dies integriert – einfach in der Beschreibung mal danach suchen. Es gibt aber auch dafür Plugins wie zum Beispiel myStickymenu.

Während ‚Category Color‘  und ‚myStickymenu‘ kostenlos verfügbar sind, ist das Plugin ‚Ubermenu‘ kostenpflichtig. Aktuell kostet es bei Themeforest 18 US-$.  Der Preis ist durchaus gerechtfertigt – die Möglichkeit im Gegenzug ein einzigartiges Menü zu “bauen” welches sonst kein anderer Blog hat ist unbezahlbar. Leider ist das erstellen der Menüs nicht ganz einfach. Es gibt aber sehr gute Videos (leider nur auf Englisch), die einem die verschiedenen Möglichkeiten erläutern.

ubermenu GUI im Menübuilder

Das Plugin bindet sich sowohl oben in der Admin-Leiste ein, um schnellen Zugriff auf die umfangreichen Einstellungen im Verwaltungsbereich des Plugins zu haben, es bindet sich aber auch direkt in den WordPress-Menübuilder ein, damit man das Menü direkt – also quasi vor Ort – bearbeiten kann.

Meiner Meinung nach ist es ein tolles Tool um ein wirklich ins Auge fallende Menü zu kreieren und ein schönes Nice-to-have – zwingend notwendig ist es (je nach Optionen des verwendeten Themes) aber nicht. Da es leider auch nicht wirklich einfach ist, damit perfekte Menüs zu bauen (Kenntnisse in PHP sind auch nötig, wenn man es manuell integrieren muss, weil die automatische Integration bei zickigen Themes nicht klappt), würde ich es nur Anwendern empfehlen, die bereits Erfahrung mit WordPress haben und der englischen Sprache mächtig sind, da sowohl die Dokumentation, als auch die Lernvideos auf Englisch sind.

Wer keine 18 US-$ ausgeben will, weil Ihn die Vielzahl an Funktionen schlichtweg überfordert, aber trotzdem tolle Menüs haben möchte, der sollte bei Themeforest bei den Themes nach dem Punkt Megamenu suchen. Dann sind im Theme bereits einige schicke Features integriert. Das Theme AVADA hat dies zum Beispiel, aber auch das aktuell von mir eingesetzte Magic-Mac.

Unten gibt’s eine Review – schreibt doch mal, ob Ihr mit eurem Menü zufrieden seid, oder das auch gerne ein bisschen aufpeppen würdet.

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..oder: Dank dem WordPress Plugin Ubermenu wird deine Blog Navigation attraktiv.
Das Plugin Ubermenu ist wirklich eine eierlegende Wollmilchsau wenn es um das erstellen von Menüs in WordPress Themes geht. Doch leider ist die Komplexität auch ein Nachteil. Für einen Anfänger ist es kaum möglich ein Menü so hinzu bekommen, dass es so aussieht wie er möchte. Die Vielzahl an Schaltern und Optionen überfordert den User einfach. Bei der Usability kann ich nur einen Punkt vergeben - das einrichten des Menüs ist einfach zu hakelig und umständlich. Ein visuelles Tool ähnlich wie der Menübuilder von woorockets.com wäre eine wesentliche Erleichterung.

Das Plugin Ubermenu im Test

Preis/Leistungsverhältnis
Installation
Funktionsumfang
Kompatibilität
Usability
Support

Ergebnis

Das Plugin Ubermenu ist wirklich eine eierlegende Wollmilchsau wenn es um das erstellen von Menüs in WordPress Themes geht. Doch leider ist die Komplexität auch ein Nachteil. Für einen Anfänger ist es kaum möglich ein Menü so hinzu bekommen, dass es so aussieht wie er möchte. Die Vielzahl an Schaltern und Optionen überfordert den User einfach. Bei der Usability kann ich nur einen Punkt vergeben - das einrichten des Menüs ist einfach zu hakelig und umständlich. Ein visuelles Tool ähnlich wie der Menübuilder von woorockets.com wäre eine wesentliche Erleichterung.

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Leserwertung: 4.7 ( 1 Bewertungen)
By | 2017-03-15T23:14:26+00:00 Montag, 15. Juni 2015|Categories: Angetestet! Software und Apps.., Werbung & andere Lügen, WordPress intern|Tags: , , , |3 Comments

About the Author:

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut „bester Allround-Blogger“ von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen – Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv – schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

  • Sven

    Aha. Soso. Na denn.
    „Klare Strukturierung nach Bereichen und Unterbereichen im normalen WordPress Menü-Interface ist also das erste, was man machen sollte – wenn es das Theme unterstützt.“ Genau, wenn …. Und wenn nicht? Dann bleibt alles so, wie es ist 😉

    • Peter Awiszus

      Hi Sven,
      das Problem werden hauptsächlich die Blogger haben, die Ihren Blog bei WordPress.com hosten lassen, da die ja keine Drittanbieter Plugins installieren können. Für jeden Blogger, der selber bei einem freien Provider hosten lässt und damit auch selber volle Kontrolle über die Plugin-Installation hat, der kann über die 2 Plugins ‚category Color‘ und ‚Ubermenu‘ sein Theme dahingehend „tunen“. Das war auch der Grund, dass ich sehr schnell bei WP.Com weg bin und erst bei 1&1 und seit mehreren Jahren bei Media-to-Business hosten lasse.

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