Dies und Das

ein schönes Weihnachtsgeschenk…

..oder: warum ist es schwierig einfache Regeln zu befolgen?

Meine engeren Bekannten wissen es: ich bin ein großer William Shakespeare Fan. Unglaublich viele Sätze aus seinen Werken haben den Einzug in unseren Sprachgebrauch gehalten. Ich denke viele Leser wissen gar nicht, dass bekannte Zitate wie: “ich wittere Morgenluft”, “es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt”, “es ist was faul im Staate Dänemark”, “sein oder nichtsein, das ist hier die Frage” und “Schwachheit, dein Name ist Weib”, alle aus ‘Hamlet’ stammen. Überhaupt gibt es grade in Hamlet eine Stelle, die ich persönlich äußerst wichtig finde. Es ist fast so etwas wie die 10 Gebote der Empathie. Was ich meine, ist der Dialog zwischen Polonius und seinem Sohn Laertes, kurz bevor der nach Frankreich segelt:


Hier, empfange meinen Segen, und diese wenigen Lebens-Regeln, womit ich dich begleite, schreib in dein Gedächtnis ein:
– Gib den Gedanken, die du hegst, nicht Zunge, noch einem ungebührlichen die Tat.
– Leutselig sei, doch nicht gemein.
– Den Freund, der dein, und dessen Wahl erprobt, mit eisernen Reifen klammer ihn an dein Herz.
– Doch härte deine Hand nicht durch Begrüßung Von jedem neugeheckten Bruder.
– Hüte dich, in Händel zu geraten; bist du drin, führ sie, dass sich dein Feind vor dir mag hüten.
– Dein Ohr leih jedem, wenigen deine Stimme;
– Nimm Rat von allen, aber spar dein Urteil.
– Die Kleidung kostbar, wie’s dein Beutel kann, doch nicht ins Grillenhafte: reich, nicht bunt; Denn es verkündigt oft die Tracht den Mann, und die vom ersten Rang und Stand in Frankreich sind darin ausgesucht und edler Sitte.
– Kein Borger sei und auch Verleiher nicht; sich und den Freund verliert das Darlehn oft, und Borgen stumpft der Wirtschaft Spitze ab.
– Dies über alles: Sei dir selber treu!
– Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage, du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen.
Leb wohl! Mein Segen mit dir!

(Hamlet erster Aufzug, 3 Szene)


Auch wenn mir in letzer Zeit immer häufiger der bekannte “Sein oder Nichtsein”- Hamlet Monolog durch den Kopf geht, so muss das Leben doch weitergehen. Keine Angst – ich bin noch nicht Suizid gefährdet. Ich denke nur in letzter Zeit über vieles nach…

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(aus meiner Shake”the”Beer DVD-Sammlung! Der wohl bekannteste Dialog (besser wohl Monolog) aus Hamlet. Die ewige Frage nach dem Sinn des Lebens. Und ja, das ist Mel Gibson als Hamlet, in einer hervorragenden Verfilmung des Stückes von Franco Zeffirelli)

Trotzdem hat der Hamlet-Monolog einiges, über das ich nachdenke, wenn die Sorgen, die einem massiv die Lebensfreude rauben, auf einen einprasseln.

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Ja! Shakespeare gibt uns viel für’s Leben mit. Da müssen nicht erst die Zeugen Jehovas kommen, um uns Bibel- Lesestunden aufschwatzen zu wollen. Alleine in Hamlet (die anderen Werke will ich hier mal außer acht lassen, obwohl auch in Romeo & Julia vieles steckt, was ich traurigerweise momentan in meinem Leben wiederfinde), ist vieles, was einem hilft, das Leben in einer ehrenvollen, erwachsenen Form zu leben. In anderen Werken auch, aber ich will hier nicht alle Stücke auseinander dröseln.

Unglücklicherweise “kann man zwar den Esel zum Wasser führen, aber man kann ihn nicht zum trinken zwingen”, wie meine Oma ganz richtig sagte. Leider stimmt das.

Denn lesen bedeutet leider nicht gleichzeitig auch verstehen. Und selbst das erklären findet häufig nicht den Weg in das Bewusstsein. Das finde ich dann doch deprimierend.

Shakespeare Compendium 2 (ein echt aufwendig gemachtes Buch! Wunderschöne Illustrationen, gebundener Ledereinband mit Gold-Applikationen)

Aber vergessen wir mal die Trübseligkeiten. Bald ist Weihnachten, und es wird Zeit für das Geschenke organisieren. Ein richtig tolles Geschenk ist ein Buch, dass ich mir vor ein paar Jahren bei der Mayerschen Buchhandlung selbst geschenkt habe. Es ist das Buch: “Shakespeare – The Library”! Ich habe selten so ein aufwendig gemachtes Buch gesehen. Über 1200 Seiten stark, 5 Kilo schwer, der Einband mit Gold-Druck, die Seiten am Rand vergoldet, der Text in Originalenglisch, reich bebildert mit alten Kohlezeichnungen, sowie auf Hochglanzpapier: wunderschöne, farbige, alte Theaterplakate und Illustrationen.

Shakespeare Compendium 1

Das ganze Buch hat statt 199,00 Euro nur 49,00 Euro gekostet. Das finde ich schon fast nachgeworfen, für so ein Superbuch! Und wer Shakespeare nicht so mag – das Buch gibt es in ganz ähnlicher Form mit den Werken von Sir Arthur Conan Doyle. Na, und spannende Detektiv-Geschichten mit Sherlock Holmes liest glaube ich jeder gern.

Und wenn man es schon nicht liest, dann kann man damit auf jeden Fall ziemlich schwere Beulen verursachen, wenn man damit im Streit nach seinem Partner wirft…

letzte Änderung: 9.11.2009 15:47 Uhr

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Doktor Nerd

Peter (aka Doktor Nerd) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein Eisen zu heiß..)

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8 Kommentare

  1. Von Sherlock habe ich nicht alle…..aber TKKG gesammelte Werke…die könnte ich noch entbehren ;-)))Lach….vielleicht möchte die jemand….;-))

  2. @Tina – Hey.. ich wollte hier niemanden in Depressionen stürzen! Reicht doch, wenn ich einen Durchhänger habe.. und danke für den Tätschler… ^^

  3. Ein charmanter, bescheidener, wunderbarer Weihnachtswunsch!Zu schade, um damit nach jemandem zu werfen. da findet sich bestimmt etwas anderes…- Dies über alles: Sei dir selber treu!Das sagt alles aus!! Guter Blog..tätschel….schnief…

Geistesblitz da lassen..

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