Privat

Tanz in den Mai 2010…

..oder: Jedes Jahr wieder Stress pur!

..oder: Jedes Jahr wieder Stress pur!

Puuuh! Geschafft!! Endlich wieder zuhause. Der diesjährige Tanz in den Mai war für mich mal wieder Stress pur! Ein knallharter 24 Stunden Tag – und trotzdem habe ich nicht all das geschafft, was ich erledigen wollte.

Aber langsam – gehen wir chronologisch vor:

  • 6:00 Uhr – Aufgestanden und gefrühstückt. Dabei festgestellt, dass Brot, Margarine, Salami u. Co. nur noch in Spurenelementen im Kühlschrank aufzufinden sind, und mir vorgenommen, dagegen etwas zu unternehmen.
  • 7:30 Uhr – Wohnung aufgeräumt und gespült – dabei die Erkenntnis gewonnen, dass sich die Abends zuvor genossene Blumenkohl-Sparcelcremesuppe  (selbstgemacht) mit Gouda und Mozzarella, und die extrem lecker war, wegen der  geschmolzenen und verkrusteten Käseüberreste extrem schlecht von Töpfen und Schneebesen entfernen lässt. Mir vorgenommen, mal langsam wieder ein Weibchen mit Spül-Diplom an meinem Leben teilhaben zu lassen.
  • 9:00 Uhr – Auf den Weg in die City gemacht – ZU FUSS!
  • 10:00 Uhr – Treffen mit meiner Mutter in der City zum shoppen. Nike’s erstanden. Fast auch einen Nervenzusammenbruch. Mit Frauen Schuhe kaufen? Ein absolutes ‚No Go‘ – selbst wenn es die eigene Mutter ist..
  • 11:30 Uhr – Von Muttern abgeseilt und zum Army Shop Münsterstraße gewetzt – Cargo-Hose und Gürtel gekauft.
  • 12:00 Uhr – Wieder auf dem Weg nach Hause. Diesmal per U-Bahn, da mir die Zeit weglief..
  • 12:30 Uhr – Bis Hombruch durchgefahren, da mir wieder einfiel, dass mein Kühlschrank ziemlich leer ist – dazu ist ja Samstag Feiertag – und (falls Übernachtungsgäste in Form von Weibsvolk überraschenderweise nächtigen würden) weder Wein noch Sekt im Kühlschrank. Und Pimmel-Gummis (auch als Präservative bekannt) sind auch aus..
  • 13:00 Uhr – Lebensmittel im Kaufland eingekauft – Kartoffeln und Zwiebeln vergessen, bzw. nicht gekauft, weil ich schon mit den anderen Sachen bepackt war, wie ein Packesel. Ich hoffe die 2 Flaschen Wein und der Champagner sind ein guter Ersatz für Kartoffeln. Kartoffeln (auch wenn sie rund sind) sind auch nicht unbedingt Erzeugnisse der heimischen Flora, welche man dem menschlichen Weibchen aus dem Bauchnabel nascht. Ich hoffe, ich habe die richtige Wahl getroffen..
  • 14:00 Uhr – Wieder zu Hause – erst mal gebadet, und dabei 2 Caipis genossen. Dabei festgestellt, dass nur noch 1 Limette da ist – wusste doch, dass ich was Wichtiges vergessen habe..
  • 15:00 Uhr – Wieder an der Haltestelle ‚Am Beilstück‘ –, denn um 15:30 treffen wir uns, um nach Castrop-Rauxel zur Europa-Halle zu fahren. Lichtanlage überprüfen, letzte Aufbauten und Soundcheck.
  • 15:30 Uhr – “on the Way” to Castrop-Rauxel. Wir stellen leider fest, dass es noch einige andere Bundesbürger gibt, die vor haben das lange Wochenende auf der Autobahn zu verbringen..

  • 16:15 Uhr – Trotzdem noch pünktlich an der Europahalle. Die Elektriker wollten um 16:00 Uhr da sein, um uns Strom zu geben. Es ist aber niemand da. Wir warten….
  • 17:00 Uhr – wir warten immer noch….
  • 17:15 Uhr – Ein schwatzhafter Elektriker, der pausenlos sabbelt kommt endlich, um uns den Strom zu geben, damit wir endlich anfangen können.
  • 18:00 Uhr – Alles ist in Ordnung. Nur der Bass ist viel zu laut. Der Subwoofer ist direkt unter der Bühne, und so laut eingestellt, dass die Bühne vibriert wie eine Lautsprechermembran, und ich mir vorkomme, wie in der Werbung, in der der Typ auf dem Lautsprecher liegt, und lauter Kugeln springen – Nur dass ich mir mehr wie die Kugel vorkomme. Es fühlt sich an, als würde man auf einem Rüttelsieb stehen – oder auf einem Meer von Vibratoren. Das Gerüttel geht hoch bis zum Steissbein. Jetzt weiß ich weshalb die Künstler immer so ein fröhliches Gesicht “on Stage” machen, und woher der Begriff „Bühnensau“ kommt. Die CD-Player finden die Akustik ebenfalls bescheiden, und springen gegenseitig bei jedem basslastigem Lied um die Wette..

  • 19:00 Uhr – Die Anlage klingt nun vernünftig. Trotzdem schlägt der Bass bei manchen Liedern durch, und sorgt schon mal bei den CD-Playern für einen kurzen Aussetzer.
  • 20:00 Uhr – Einlass der Tanzwütigen. Wir haben schlimme Vorahnungen – Es sieht aus, als hätte ein Hospiz alle Insassen dort hingekarrt – statt knackiger, junger Tanzmäuse 70jährige Omas mit lila Haaren. Ein DJ bekommt einen Weinkrampf wegen des alten Publikums. Wir lassen den ersten Videoblock laufen..
  • 21:00 Uhr – Das Publikum ist doch noch wesentlich jünger geworden, wenn ich mich auch immer noch sehr jung fühle und den Altersdurchschnitt ziemlich nach unten drücke..

(Blick auf die Bühne von der Tanzfläche aufgenommen. Es ist kurz vor 20:00 Uhr. Alle Vorbereitungen abgschlossen – die Gäste können kommen… )

  • 21:30 Uhr – Es geht Los! Die Halle ist gut gefüllt, und die Tanzfläche füllt sich zusehends. Die Mummelgreise sind mittlerweile von ihren Zivis zurück in ihre Muffbuden gebracht worden, und die Optik der nun auf der Tanzfläche agierenden Damen ist wesentlich augenfreundlicher. Dank dem warmen Wetter zeigen die jungen Damen eindrucksvoll was Sie an Aktivposten mitbringen…
  • 22:00 Uhr – Die Stimmung ist richtig gut. Der Saal ist rappelvoll. Dies kommt aber auch dadurch, dass es im Außenbereich mit dem Biergarten jetzt ziemlich kalt geworden ist. In einem kleinen Saal legen 2 andere DJs auf. Die kamen um kurz vor 20:00 Uhr, und hatten außer einem kleinen Mischpult nix dabei. Dazu war das Teil aus Sperrholz, mit Nägeln zusammengewichst, und dann als „Finish“ schwarz angemalt – selbst ein altersschwaches Billy Regal hätte dagegen wie ein edles Möbelstück gewirkt.. Dazu spielten Sie Chillout-Mucke – nicht unbedingt die Töne, die zum zappeln motivieren. Einige Gäste beschwerten sich da auch drüber, dass die Disco “da oben” Kacke wär. Tja, Shit happens. Wir spielten unten die Disco-Klassiker aus den 70ern, 80ern und 90er Jahren. Mukke, die in die Beine geht und gute Laune macht. Trotzdem: Allen kann man es natürlich wieder nicht rechtmachen. So beschwert sich ein knapp 20jähriger Bengel, “solche Musik” will doch keiner hören. Tja, was erwartet er bei einer Ü30 Party? Dann soll er lieber nach Hause und ‘VIVA’ gucken. Wieder andere wollen deutsche Schlager hören, diverse hätten gerne Discofox. Wenigstens will keiner Wiener Walzer.
  • 00:00 Uhr – Mitternacht. Jetzt geht’s ans knutschen. Einige Mädels aus dem Innenraum winken wild, um mich zum Bühnenrand zu navigieren. Scheinbar wollen Sie mir ihre schmutzigen Zungen in den Mund stopfen. Von denen sieht mir keine aus, als würde Sie ohne Navisystem meine verdreckten Käsetöppe finden. – Ich winke ab..
  • 00:15 Uhr – Im Außenbereich tritt ein Feuerschlucker auf. Dem schrägen Aussehen, dem seltsamen Verhalten, und der ungelenken Gestik nach scheint er seine Brandbeschleuniger nicht nur zu spucken, sondern auch zu konsumieren..
  • 02:00 Uhr – Es wird langsam leerer. Trotzdem ist der Saal noch gut gefüllt. Getreu dem alten Spruch: „je später der Abend umso voller die Gäste“, versuchen immer wieder ein paar Spritnasen uns zu erklären, welche Musik ‚geschpült‘ werden soll. Da an der Bühne Security steht, wird der Wunsch auf die Bühne zu klettern zu einem schmerzhaften Ereignis. Ich nutze ein paar Minuten Leerlauf dazu mal meine Beine hochzulegen..
  • 4:00 Uhr – Endlich Ende! Jedenfalls mit Musik machen. Jetzt muss noch der Abbau der ganzen Soundanlage gemacht werden..
  • 5:00 Uhr – Schneller als erwartet haben wir alles abgebaut. Auch das Equipment für die obige Disco für die 2 Gast-Dj’s, denn die hatten außer ihrem Holzkistchen kein eigenes Equipment. Eigentlich könnte man dann auch gleich mit BPM-Studio oder Virtual DJ eine Playliste erstellen, und die den Abend ablaufen lassen. Oder einen Ghettoblaster auf einen Stuhl stellen..
  • 5:30 Uhr – Ich bin endlich zu Hause. Meine Füße könnte ich mir vor Schmerzen fast in den Hintern schieben. Ich hatte ja die neuen gestern erstandenen Nikes angezogen, und das rächte sich bereits nach ein paar Stunden mit ziemlichen Fußschmerzen, welche im Laufe des Abends immer stärker wurden. Jetzt nur noch kurz duschen, einen “Schlummifix”, und dann ab in’s Bett Bubu machen. Ich glaube, ich hätte jetzt nicht mal Bock auf Sex..
  • 10:00 Uhr – Welcher MNLverdamm… MNL Idiot ruft mich jetzt schon an??

Nachdem ich gegen 10:00 schon wieder aus dem Bett geklingelt wurde, lass ich mal 2 Maschinen Wäsche durchlaufen, mach mir einen starken Kaffee, und versuch aus Ermangelung einer jungen knackigen Putzhilfe, weiter die blöden Käsereste aus den Töpfen zu puhlen..

 

letzte Änderung: 03.05.2010 03:28 Uhr

Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein Eisen zu heiß..)

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