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Welches Schweinderl hätten’s gern?…

..oder: frei nach Hamlet: “WordPress oder BuddyPress – das ist hier die Frage”..

Dortmund-Barop – Au Mann, das war aber mal ein arbeitsames Wochenende für mich. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich auf einigen Public Viewing Events rumzutreiben. Doch dann kam mir Freitag erst unser Nordic Walking, wo ich mich etwas festschwatzte, dann ein leerer Kühlschrank, der zuvor mal wieder mit Schmackofatz befüllt werden musste, und später auch das WordPress Update 3.0 dazwischen.

Ich nutze seit Anfang dieses Blogs vor knapp 3 Monaten die Version 2.9.2 von WordPress. Das Update von dieser stabilen Version auf 3.0 war unproblematisch. – Vorgehen wie in den Foren beschrieben durchgeführt: Zuerst die komplette SQL-Datenbank des Servers gesichert, dann das komplette Wordpress Verzeichnis auf meinen lokalen Server kopiert, alle Plugins deaktiviert und dann aktualisiert. Dies dauerte zwar einige Zeit (knapp 1 Stunde), aber ohne Datensicherung wollte ich das Risiko nicht eingehen. Dann auf den “Aktualisieren”-Button geklickt. Knapp 2 Minuten später war mein Blog wieder online.

Leider zeigte sich im weiteren Betrieb, dass das “neue” Wordpress noch ein bisserl rumzickt. Da meine Installation wegen dem integriertem BuddyPress und einigen speicherfressenden Plugins auf der letzten Rille läuft (dies ist eigentlich unmöglich, da mir angezeigt wird, dass ich 256 MB Speicher habe, und WordPress braucht grade mal etwas um die 30 MB – aber scheinbar haben viele, die ihren Blog bei 1&1 hosten dieses Problem), was sich manchmal durch Speicherzuordnungsfehlern im Backend bemerkbar macht, war die Installation der neuen Version ein Risiko, denn Sie benötigt ein paar MB mehr Arbeitsspeicher.  Demzufolge hagelte es denn auch erst mal memoryallocate Fehlermeldungen. Das war nicht so toll.. vor allem, weil die neue WordPress Version alles updaten wollte, was sich an Plugins in der Installation wiederfand. Etwas blauäugig drückte ich den Button “aktualisieren” – es gab eine (nicht mal sonderlich hübsche) Meldung: “System wird in den Warungsmodus versetzt. Bitte versuchen Sie es in einer Minute wieder!” Und schon wurde ich aus meiner eigenen WP Installation rausgekegelt. Aus einer Minute wurden zehn, aber die Wartungsmeldung wollte nicht weichen. Natürlich funktionierte auch das Login nicht mehr. Der Blog war tot. Nee ehrlich, dieser Wartungsmodus verdient wohl noch etwas Nacharbeit. Eventuell sollte er sich nach spätestens 20 Minuten abschalten und das update als fehlgeschlagen klassifizieren.

Ich konnte jedenfalls erst mal über den FTP-Zugang zusehen, dass ich wieder ins WP Verzeichnis kam, und dann wurde mit brutaler Gewalt, der Ordner des schiefgelaufenen Updates umbenannt. Erneutes drücken von F5 zeigte mir glücklicherweise wieder meinen Blog. Nach Anmeldung sah ich dann im Backend, dass eine Installation fehlgeschlagen war. Leider gab es nur die Option, den Versuch zu wiederholen. Ziemlich doof das..

Also das Plugin komplett gelöscht.. Das dies nun nicht mehr da war, schien WordPress zu bemerken. Jedenfalls war danach die blöde Statusmeldung weg.

Nun fing ich an, am Speicherbedarf rumzuschrauben. Die wp_config.php bekam 2 Einträge:

define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ’96M‘);
define(‚WP_CACHE‘, true);

In die PHP.ini kam dann auch noch die freundliche Aufforderung an WordPress bitte 96 Megabyte Speicher zu nutzen.. Doch es nutzte alles nichts. WordPress zickte rum wie eine pubertierende 16jährige, die nicht einsieht um 19:00 Uhr ins Bett zu gehen.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, funktionierte mein bis Dato im Einsatz befindliches CAPTCHA-Tool (ein Captcha-Tool ist eine Aufgabe, die ein menschlicher Kommentator lösen muss, damit ausgeschlossen werden kann, dass ein Spam-Bot eine Mail an dich senden kann. – Meistens müssen dazu verzerrte Texte aus Bildern in ein Feld eingetragen werden) nicht mehr, weshalb ich es abschalten musste. Die Folge waren reichlich Spam-Mails aus China und Russland. Nach knapp 2 Stunden hatte ich eines gefunden, welches sowohl mit WP 3.0 als auch mit meinem aufwendigem Theme funktionierte. Kurz installiert und konfiguriert. Danach war wieder herrliche Ruhe im Posteingang.

(Boah! Muss das sein? Spam ohne Ende, kaum dass das Captcha Tool mal eine halbe Stunde aus war.  Also seid nicht böse, wenn ihr als Besucher diese kleine Hürde der Sicherheitsabfrage lösen müsst.)

Nachdem ich durch endloses probieren von abschalten und einschalten der Plugins die größten Speicherfresser gefunden und deaktiviert hatte, testete ich den kompletten Blog noch mit dem BuddyPress Plugin.

Ich hoffe, dass die Leser nicht verwirrt sind, wenn mal von BuddyPress, und mal von WordPress die Rede ist. Ich werde deshalb mal kurz den Unterschied erklären:

Im Gegensatz zu BuddyPress, ist der bekannte WordPress Blog ein sehr leistungsfähiges CMS-System, welches das Hauptaugenmerk auf das bloggen richtet.

(BuddyPress Screenshot. Hier liegt der Fokus ganz klar auf Interaktion von vielen Membern. Das bloggen ist eher eine nötige Pflicht – geht aber auch)

Trotzdem enthält WordPress auch noch Funktionen zur Benutzerverwaltung, Verwaltung von Kommentaren und ähnlichem. Viele Funktionen lassen sich überdies durch Plugins nachinstallieren. Eine andere Möglichkeit Funktionen hinzuzufügen, ist das verwenden der sogenannten Widgets, die einfach auf die entsprechenden Seitenleisten gezogen werden.

 

(Das WordPress –Layout. Die Unterschiede sind nicht groß, aber entscheidend für das Handling)

BuddyPress wiederum ist keine eigenständige Software, wie man vermuten könnte, sondern ein Plugin für WordPress und legt den Schwerpunkt auf Interaktion der Besucher und Nutzer untereinander. Man könnte es als “Foren-Software mit Blogfunktion” bezeichnen.

Nun kommt der entscheidende Punkt: BuddyPress läuft auch unter einem aktiviertem WordPress-Blog. WordPress wird dann zu einem Zwitter mit einer Mischung aus beiden Systemen. Im WordPress Backend, gibt es unter dem Menüpunkt ‘BuddyPress’ eine Schritt für Schritt-Integration in das bestehende Theme. Du erkennst den aktivierten BP-Aufsatz in meinem WP-Theme an der schmalen Leiste ganz oben in meinem Blog. Die Punkte ‘petersplace.net Blog’, ‘Anmelden’ und ‘Registrieren’ gehören zu BuddyPress, und ermöglichen meinen Besuchern sich an meinem Blog anzumelden, und untereinander zu diskutieren. – Und dies dank einem leistungsfähigem Chat-Plugin, sogar in Echtzeit.

Ich habe mal 2 Screenshots von meinem aktuell genutzen ‘Atahualpa’ WP-Theme und dem ‘Darwin’ BP-Theme gemacht, damit die kleinen aber wichtigen Unterschiede erkennbar sind.

1. Die Suche bei BuddyPress sucht nicht nach Text in Blogtexten, sondern nach Benutzern, Gruppen und Foren.

2. Es werden nur die Hauptseiten des Blogs, nicht die Kategorien angezeigt

3. Das Handling um zu den BuddyPress-Funktionen zu kommen ist besser.

4. (nicht im Bild) In WordPress werden die Gruppen nicht als Seiten angezeigt, sondern Sie müssen über die obere Leiste angesprungen werden.

Zu 4: Hier musste ich mir mit einer Krücke behelfen, da die Seiten der BP-Gruppen nicht in WordPress auftauchen. Ich erstellte 2 Seiten namens ‘Diskussions-Gruppen’ und ‘Forum’, und verlinkte von dort auf die entsprechenden BuddyPress-Seiten.

5. (nicht im Bild) Die Content-Filterung ist mehr auf den User zugeschnitten. Man erkennt auf dem oberen Bild von BuddyPress, dass mehr User-Infos angezeigt werden, und es auch eine Auflistung von Usern, welche Online sind. (Dies lässt sich aber auch in WordPress über ein Widget realisieren)

Ich hatte gestern mal so ein bisserl mit dem BuddyPress-Themes rumgedaddelt, und das Darwin-Theme gefiel mir zugegebenermaßen sehr gut. Wenn ich dort die Farben von dem knallbunten zu den von mir bevorzugten Grautönen im Stylesheet ummodeln würde, könnte ich mich glatt an die funktionale BuddyPress-Umgebung gewöhnen.

Na, und für meinen riesigen weiblichen Fanclub wäre das wahrscheinlich wie Weihnachten, Ostern und Hochzeit auf einmal – Ihr Superduper-Liebling quasi rund um die Uhr und in Echtzeit für “SIE” erreichbar.

Na, vielleicht überleg ich mir das dann doch lieber noch mal – wir wissen ja, dass ich zu 100% inkompatibel zum Frauen-Universum bin… 😆

letzte Änderung: 21.06.2010 01:24 Uhr

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Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein Eisen zu heiß..)

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2 Geistesblitze

    1. Aber Claus..
      Der Unterschied ist doch ganz einfach:
      – Bei microsoft wachst Du morgens auf, und dein Blog ist Schrott
      – bei WordPress kannst Du deinen Blog selber schrotten, haha
      Nein, es zwingt dich ja niemand was zu verändern. Es ist sogar möglich die Updates mithilfe eines Plugins (sowas gibt es auch bei microsoft für die Betriebssystem-Service-Packs – nennt sich „SP Blocking Tool“ und sollte es auch für die Spaces geben, damit nicht so’n Krampf wie letztens passiert) auszublenden. Trotzdem habe ich nach dem Update MEHR statt WENIGER Funktionen. Das ist der grosse Unterschied.. 😉

Geistesblitz da lassen..

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