Zur Werkzeugleiste springen
AlltagsabenteuerFernsehen und MedienUnterhaltung

Dumm – dümmer – Deutscher..

..oder: warum es (mir) langsam peinlich ist ein Deutscher zu sein.

In den letzten Monaten waren meine Blogbeiträge relativ kurz. Deshalb eine Warnung an alle Leser: “DIESER WIRD LANG, LAAANG! Denn er handelt von einem Thema, welches mir seit Wochen auf der Seele brennt, Höllenfeuer gleich, um mal diesen Begriff zu verwenden, und da wäre es Verschwendung, wenn ich da einen profanen Zweizeiler absetzen würde, gelle? Doch beginnen wir mit meiner ganz persönlichen Abrechnung zum Thema: “der Deutsche – eine Negativ-Evolution!”

 

Seit einigen Monaten (und jetzt zur Weihnachtszeit ganz besonders auffällig zu beobachten – was wohl an der extremen Zusammenballung von Dumpfbacken in den Geschäften liegt) ist mir ein Phänomen aufgefallen, was mir ein echtes Unbehagen beschert:

Die Deutschen werden immer dümmer! Und hier möchte ich nicht das vage Wort anscheinend aussprechen, sondern laut rufen: “`GANZ BESTIMMT!”

Und dies bei allen bekannten Facetten der Dummheit – sei es im sozialen Bereich, bei der Allgemeinbildung, im Beruf oder im ganz normalen täglichen Leben. Sollte man bei einigen Probanden einen Electroencephalographen anschließen, die Hirnströme vieler Zeitgenossen würden nicht mal ein Energiesparlämpchen zum glimmen bringen. Medizinisch sozusagen Hirntod, wenn die Entengrütze, die manche im Kopf spazieren tragen keinen Mucks mehr von sich gibt, die anderen Organe aber noch fröhlich: “Trink’mer noch a Glaserl Wein” singen..

Hier folgt eine Werbeanzeige:

Jaja, jetzt kommt wieder die “Früher war alles besser” – Nummer. Aber ich kann mich noch daran erinnern, dass die ‘Mitmenschen’ (ein Wort über das man mal nachdenken sollte), früher mit Ihrem Auto neben einem hielten, wenn man die Straße entlang ging und man gefragt wurde: “wo willst Du hin? Soll ich dich mitnehmen?”.  Ja, so war das früher in der guten alten Zeit. Das gute Daran – du musstest nicht mal eine Einkaufstasche am langen Arm führen als Schlüsselreiz. Solche Nettigkeiten zwischen Hausbewohnern waren völlig normal.

Wie gesagt – früher, als es in Deutschland noch Erziehung, Anstand und ein ‘Miteinander’ gab..

Heute können deine Nachbarn an der Kasse direkt hinter dir stehen, und während Du 10 Minuten später auf der einzigen Straße, die von der Mall wegführt, schweißnass einen 45 Kilo Rucksack auf dem Rücken balancierst, der dich bei jedem Schritt Richtung Erdboden ziehen will,  damit Du dem Newtonschen Apfel gleich ein Beweis für die Erdanziehungskraft abgibst,  fahren die Knaller in Ihrem Auto an Dir vorbei – und tun so, als hätten Sie dich nicht gesehen..

Oder die Morgenzeitung: Früher hatte mir meine Erziehungsberechtigten beigebracht – “wenn Du die Zeitung von unten holst, dann nimm gleich alle mit, und leg Sie den entsprechenden Parteien vor die Wohnungstür”. Sozusagen Pfadfindermäßig jeden Tag mit einer guten Tat beginnen – und das während die anderen noch selig pennen (und auf Non-Profit Basis). Heute musst Du froh sein, dass dein Spacken von Nachbar die Zeitung nicht vorher klaut und Sie als Toilettenpapier umfunktioniert, oder sein krimineller Sohn bei dir anschellt, und anstatt dir lieb deine Morgen-Zeitung in die Hand zu drücken hält er ein brennendes Feuerzeug unter dieselbe und sagt: “Alda – willze haben, kost zwanzisch Euro sonst ist das Ding Asche”

Doch im heutigen Konglomerat der Schwachköpfe gibt es noch mehr Dinge, bei denen ich mir an den Kopf fasse und denke: “OH MEIN GOTT – LASS HIRN VOM HIMMEL REGNEN!”

1 2 3 4Nächste Seite
Schlagworte

Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

verwandte Artikel

17 Geistesblitze

  1. Zeitung vor die Wohnungstür legen? Oho — Vorsicht! Das habe ich gerade vor einigen Wochen erlebt. Dachte mir, nimmste mal die Zeitung mit rein, ehe der Wind sie zerfleddert und legst sie der Nachbarin vor die Tür. Den Anpfiff gab es bei der nächsten Begegnung im Treppenhaus. Sie fand es unverschämt, dass ich mich an ihrer Zeitung vergriffen habe. Manchmal lässt mich dieses Leben ziemlich ratlos zurück…

    1. ah, da wollt ichs bloß berichtigen, bin ich bei grad WordPress rausgeflogen, musste mich wieder neu anmelden und hab zudem noch eine Betstätigungsmail fürs Abonnement der HACKENBUSH TIMES bekommen. natürlich sofort bestätigt. ^^

        1. ich hätte das natürlich als Gentleman, der ich ja nun mal bin, geflissentlich überlesen und dies deiner schrottigen Tastatur angelastet. Eine Freudsche Fehlleistung hätte ich erst bei einem Wort wie Bettbetätigungsmail unterstellt.. ^^

  2. Da hat sich mächtig was angesammelt – und jedes einzelne davon ist wahr, auch wenn die lieben Kindlein nichts für ihre Arschlocheltern können, die dank eigener Doofheit (nicht mit Unintelligenz zu verwechseln, aber schon gar nicht!) aus den kleinen Hoffnungsträgern weitere Hoffnungslose machen. Sie sind nämlich genauso oft bürgerliche Akademiker wie Vollprolls, diese erwachsenen Konsum- und Egozombies. Besonders häufig, und da bist du im Nachteil, trifft man sie in Großstädten an, weil man sich da anscheinend weniger genieren muß, es gibt ja – und das als Rechtfertigung – so viele andere auch, die dasselbe tun, also … warum nicht den ÜVi mit den Einkaufstaschen laufen lassen – ist doch gesund, und womöglich denkt er nachher, er darf mit nach oben, ins Körbchen und dann hat man ihn an der Backe, und er will jeden Sonnabend mit einem zusammen die Zeitung lesen. Oder so.
    Die Leute sind, und das ist das Absurde daran, zugleich aggressiver, offensiver und trotzdem sozial weniger selbstbwußt und ängstlicher. Das scheint paradox, aber sie finden es wohl einfacher, Situationen zu schaffen, die schlicht sind: machen, was man will, und wenn’s einem nicht paßt, kann er das ja sagen. Nicht daß es etwas ändern würde. Aber dann kann man ihm seinerseits sagen, er sei ein intoleranter A…, und sich selbst damit aufwerten, weil, wer sich, seine Kinder und seinen Hund verteidigt, per se gut ist, weil er sich für sie gegen die kalte, reglementierende Spießerwelt einsetzt. Klar?
    Und der Blondine mußt natürlich du mit deinen sechs Einkaufstüten in der Hand und zwischen den Zähnen die Tür aufhalten. Wenn du ihr dann folgst, wird sie nicht von candle-light sprechen, sondern von Armleuchtern, aber immerhin, sie spricht dann doch – danke sagen diese Menschen an den Türen nämlich nie, egal ob Frau oder Mann. Und du glaubst gar nicht, wie blöde Männer einem im Weg stehen können, links auf der Rolltreppe oder breit auf dem U-Bahnsteig, und sich sichtlich freuen, wenn man ausweicht, anstatt ungebremst mit einem netten „Entschuldigen Sie bitte!“ durch die Gruppe durchzubrechen. Macht- und Egospielchen, alles miteinander.

      1. Ach hier ist es immer voll – aber zur Mittagszeit ganz besonders. Ich werd mal nachträglich die „E“s, „U“s, „N“s und was sonst noch so fehlt in deinen letzten Beitrag pflanzen – liest sich sonst so seltsam.. hihi..
        – und Du hast Recht. Ballungszentren sind der Horror, weil man IMMER einen sieht, der die eigenen Moralvorstellungen mit Füßen tritt. Sozusagen „antimoralische Reizüberflutung“.. boahh solche Worte fallen mir ein? Liegt bestimmt daran, dass ich in letzter Zeit hauptsächlich alte DVDs anschaue… ^^

        1. ‚Antimoralische Reizüberflutung‘ klingt eher nach heimlichem, aber überbordendem arte-Konsum.
          Meine Tippfehler waren vorher nicht wenige, aber seit ich mir eine andere Tastatur angeschafft habe, die einen härteren Anschlag braucht, ist es eine Katastrophe (die ich leider immer im Eifer vergesse zu überprüfen) – vor allem bei den Es. Dafür sind die Buchstaben immer noch alle auf den Tasten, was beim vorigen Microsoft-Produkt binnen einer Woche bereits in Schwund war. Anscheinend haben die immernoch keine Labortests entwickelt, wie handcremeresistent ihr Krempel sein muß, denn dieses Problem kenne ich nur von Frauen. Diese hier war spottbillig – keine Sau kent den Namen, man muß die Buchstaben aus ihr herausprügeln – aber sie hält.

        2. Du hast mich ertappt.. ich gestehe, dass ich tatsächlich ab und zu ARTE schaue, weil ich sonst Angst habe vom Fernsehprogramm der Privaten (obwohl ja Arte auch Privat ist) Hirnsausen zu kriegen..

Back to top button
Close
Close
%d Bloggern gefällt das: