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Dumm – dümmer – Deutscher..

Gehe ich in den Rombergpark sind am Eingang nette Schilder: Hunde bitte anleinen, Vögel nicht füttern, Radfahren verboten steht dort klar leserlich drauf – sogar als Piktogramm nochmal für die ganz doofen, die scheinbar zu blöd zum lesen sind. Ich nenne meine Parkrunde deshalb mittlerweile “Idioten-Triathlon”, denn es finden sich immer Knaller-Familien, die Ihren Sonntagsausflug damit verbringen ihrem Balg das Radfahren ausgerechnet dort beizubringen, wo Sonntags die Spazierwege so voller Menschen sind, wie zu Weihnachten die Kaufhäuser (dass dabei regelmäßig Fußgängergruppen als Notlandeplatz zweckentfremdet werden ist klar, oder), und während Papi versucht das heulende Blag aus dem Wust von verbogenen Fahrradteilen und abgetrennten Gliedmaßen der Jogger zu fummeln lässt sein Weibchen den blöden Köter hinter den brütenden Wasservögeln herjagen, während Sie denen alte Brotstücke hinwirft. Unglaublich? Nee, pure grausame Realität.

Ganz bizarr wird es aber in allen Formen der Einkaufstempel. Von Supermarkt bis Shopping Mal mit hunderten Shop in Shops – da sollte man echt nur noch hin, wenn man medikamentös ruhig gestellt ist, da sonst Gefahr besteht Verursacher einer Massenschlägerei zu sein.

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(Finde den Fehler! Rolltreppe, hunderte von Menschen, am Ende der Rolltreppe stehenbleiben, weil man nicht weiß, wo man hinmuss)

Ich kann nicht verstehen, dass Leute – die offensichtlich sogar einen gutbezahlten Job haben, wenn man von deren Kleidung ausgeht – nicht in der Lage sind die einfachsten Dinge des täglichen Lebens halbwegs unfallfrei bewältigen zu können. Einzukaufen ist scheinbar schon so kompliziert wie höhere Mathematik.

Hier folgt eine Werbeanzeige:

Und wer das Foto der vollen Rolltreppe sieht, kann sich vorstellen was passiert, wenn Papa Dösig und Mama Dull sich erst mal seelenruhig und breit wie ein russischer Türsteher mitten vor die Rolltreppe stellen um in Ruhe auf den Schildern, die NEBEN der Rolltreppe sind (dort angebracht, damit man sich NEBEN die Rolltreppe stellt um Sie zu lesen) herauszufinden wo man hin muss..

Der Topscorer ist dann, wen die gleichen Leuchten direkt am Ende der Rolltreppe stehenbleiben wie 2 hundertjährige Eichen, weil man sich nicht entscheiden kann, ob man links oder rechts rum will, während hinter ihnen die nächsten auf der Rolltreppe in Panik geraten um nicht zwischen den beiden bekloppten Panzersperren und den von hinter Ihnen auf der Rolltreppe heranwabernden Menschenmassen zerdrückt zu werden.

Das nächste Erlebnis des zwischenmenschlichen Miteinander kann man erleben, wenn man vollbepackt mit Tüten versucht aus dem Kaufhaus hinaus ins Freie zu flüchten. Hat man den Fehler gemacht, zu viele Geschenke zu kaufen, so dass beide Hände durch Tüten blockiert sind,  muss man elendig in der Kaufhölle verhungern. Türen aufhalten? Es stehen hundert Leute hinter dir, die alle raus wollen, Du hast 2 schwere Tüten in den Händen und kannst die Arme kaum hochkriegen um die Tür aufzudrücken. Rate was passiert?

A.) Es stürmen sofort 20 hilfsbereite Menschen vor, die Dir bereitwillig die Tür öffnen

B.) Es wird darauf gewartet, dass jemand von der Security kommt, der sich des Problems annimmt

C.) Du schiebst die Tür auf, indem Du mit deiner Wange fest an die Glasscheibe presst, was sowohl hässliche Fettflecken auf der Scheibe hinterlässt, als auch dein teures Brillengestell ruiniert

D.) die geile Blonde mit den Riesenhupen, die direkt hinter Dir steht, lädt dich zu einem Candle-Light Dinner ein, weil Sie Mitleid mit Dir hat und dich so süss hilflos findet

Genau: B und C sind richtig! A nicht – und D auch nicht, leider..

Aber nicht nur in Kaufhäusern trifft man jederzeit auf einen Zonk, der sein Gehirn morgens auf dem Nachttischen hat liegen lassen. Auch in Supermärkten ist derlei absurdes Verhalten zu finden. Beispiel? Momentan haben ja alle Supermärkte in Ihren Haupt-Gängen Sonderverkaufsflächen oder Displays aufgestellt – der Bewegungsraum ist also sehr eingeschränkt, in der Regel passt jeweils ein Einkaufswagen links und rechts am Display vorbei.  Viele Zeitgenossen lassen Ihren Einkaufswagen dann einfach mitten im  Hauptgang (der jetzt nur noch ein Gässchen ist) stehen, weil Sie in den Seitengängen minutenlang nach irgend etwas suchen. Währenddessen blockiert der Einkaufswagen den Weg. Ich habe sogar schon erlebt, dass der Weg auf beiden Seiten von 2 herrenlosen, teilbefüllten Einkaufswagen blockiert war, so dass man erst mal einen Schlenker durch einen nicht versperrten Seitengang nehmen musste. Wieso um alles in der Welt können die Idioten den Scheiss Einkaufswagen nicht vor Kopf des Displays stellen. Dort stört er niemanden und der Weg ist für alle anderen frei. Einfach mal Hirn einschalten.

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Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

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17 Geistesblitze

  1. Zeitung vor die Wohnungstür legen? Oho — Vorsicht! Das habe ich gerade vor einigen Wochen erlebt. Dachte mir, nimmste mal die Zeitung mit rein, ehe der Wind sie zerfleddert und legst sie der Nachbarin vor die Tür. Den Anpfiff gab es bei der nächsten Begegnung im Treppenhaus. Sie fand es unverschämt, dass ich mich an ihrer Zeitung vergriffen habe. Manchmal lässt mich dieses Leben ziemlich ratlos zurück…

    1. ah, da wollt ichs bloß berichtigen, bin ich bei grad WordPress rausgeflogen, musste mich wieder neu anmelden und hab zudem noch eine Betstätigungsmail fürs Abonnement der HACKENBUSH TIMES bekommen. natürlich sofort bestätigt. ^^

        1. ich hätte das natürlich als Gentleman, der ich ja nun mal bin, geflissentlich überlesen und dies deiner schrottigen Tastatur angelastet. Eine Freudsche Fehlleistung hätte ich erst bei einem Wort wie Bettbetätigungsmail unterstellt.. ^^

  2. Da hat sich mächtig was angesammelt – und jedes einzelne davon ist wahr, auch wenn die lieben Kindlein nichts für ihre Arschlocheltern können, die dank eigener Doofheit (nicht mit Unintelligenz zu verwechseln, aber schon gar nicht!) aus den kleinen Hoffnungsträgern weitere Hoffnungslose machen. Sie sind nämlich genauso oft bürgerliche Akademiker wie Vollprolls, diese erwachsenen Konsum- und Egozombies. Besonders häufig, und da bist du im Nachteil, trifft man sie in Großstädten an, weil man sich da anscheinend weniger genieren muß, es gibt ja – und das als Rechtfertigung – so viele andere auch, die dasselbe tun, also … warum nicht den ÜVi mit den Einkaufstaschen laufen lassen – ist doch gesund, und womöglich denkt er nachher, er darf mit nach oben, ins Körbchen und dann hat man ihn an der Backe, und er will jeden Sonnabend mit einem zusammen die Zeitung lesen. Oder so.
    Die Leute sind, und das ist das Absurde daran, zugleich aggressiver, offensiver und trotzdem sozial weniger selbstbwußt und ängstlicher. Das scheint paradox, aber sie finden es wohl einfacher, Situationen zu schaffen, die schlicht sind: machen, was man will, und wenn’s einem nicht paßt, kann er das ja sagen. Nicht daß es etwas ändern würde. Aber dann kann man ihm seinerseits sagen, er sei ein intoleranter A…, und sich selbst damit aufwerten, weil, wer sich, seine Kinder und seinen Hund verteidigt, per se gut ist, weil er sich für sie gegen die kalte, reglementierende Spießerwelt einsetzt. Klar?
    Und der Blondine mußt natürlich du mit deinen sechs Einkaufstüten in der Hand und zwischen den Zähnen die Tür aufhalten. Wenn du ihr dann folgst, wird sie nicht von candle-light sprechen, sondern von Armleuchtern, aber immerhin, sie spricht dann doch – danke sagen diese Menschen an den Türen nämlich nie, egal ob Frau oder Mann. Und du glaubst gar nicht, wie blöde Männer einem im Weg stehen können, links auf der Rolltreppe oder breit auf dem U-Bahnsteig, und sich sichtlich freuen, wenn man ausweicht, anstatt ungebremst mit einem netten „Entschuldigen Sie bitte!“ durch die Gruppe durchzubrechen. Macht- und Egospielchen, alles miteinander.

      1. Ach hier ist es immer voll – aber zur Mittagszeit ganz besonders. Ich werd mal nachträglich die „E“s, „U“s, „N“s und was sonst noch so fehlt in deinen letzten Beitrag pflanzen – liest sich sonst so seltsam.. hihi..
        – und Du hast Recht. Ballungszentren sind der Horror, weil man IMMER einen sieht, der die eigenen Moralvorstellungen mit Füßen tritt. Sozusagen „antimoralische Reizüberflutung“.. boahh solche Worte fallen mir ein? Liegt bestimmt daran, dass ich in letzter Zeit hauptsächlich alte DVDs anschaue… ^^

        1. ‚Antimoralische Reizüberflutung‘ klingt eher nach heimlichem, aber überbordendem arte-Konsum.
          Meine Tippfehler waren vorher nicht wenige, aber seit ich mir eine andere Tastatur angeschafft habe, die einen härteren Anschlag braucht, ist es eine Katastrophe (die ich leider immer im Eifer vergesse zu überprüfen) – vor allem bei den Es. Dafür sind die Buchstaben immer noch alle auf den Tasten, was beim vorigen Microsoft-Produkt binnen einer Woche bereits in Schwund war. Anscheinend haben die immernoch keine Labortests entwickelt, wie handcremeresistent ihr Krempel sein muß, denn dieses Problem kenne ich nur von Frauen. Diese hier war spottbillig – keine Sau kent den Namen, man muß die Buchstaben aus ihr herausprügeln – aber sie hält.

        2. Du hast mich ertappt.. ich gestehe, dass ich tatsächlich ab und zu ARTE schaue, weil ich sonst Angst habe vom Fernsehprogramm der Privaten (obwohl ja Arte auch Privat ist) Hirnsausen zu kriegen..

auch interessant..
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