Apple & Co.Smartphones & Zubehör

Das Apple IPhone wird durch Apps erst schön…

..oder: 3 Monate mit Siri und Co. – ein Zwischenbericht (Teil 1)…

IPhone 4s Rocks! So könnte man es einfach ausdrücken. Nachdem ich es jetzt knapp 3 Monate im Dauer-Einsatz habe, ist es Zeit mal eine Bewertung abzugeben, wie es sich im mobilen Alltag verhält.

Tatsache ist: Hätte es das IPhone damals schon gegeben – MacGyver hätte sein berühmtes Schweizer Messer sofort gegen dieses Mobiltelefon eingetauscht – denn dieses Handy schlägt sein pieseliges Messer um Längen – vorausgesetzt es ist ein Stromanschluss für den in Windeseile leer gesaugten Akku in der Nähe. Selbst Bierflaschenöffnen geht mit dem IPhone. Wozu sonst hat es den stabilen Metallrahmen?..

McGyver Messer

(Dieses berühmte Messer kann alles – doch das IPhone kann alles besser – Stromanschluss vorausgesetzt!)

Doch im Ernst: Hat man sich erst mal mit der Philosophie von Apple angefreundet, gefällt es einem immer mehr. WLAN-Anbindung? Wird ein Netz gefunden kommt die Frage nach dem Passwort und fertig. Bei anderen Handys muss man erst 5 Schritte durch Menüs klicken und die richtige Verschlüsselung wählen und andere Parameter, die man kaum weiß, wenn man das Netz nicht selber eingerichtet hat. Dies ist beim IPhone DAU-sicher, obwohl ein echter IT-ler wie ich natürlich immer gerne an den Schrauben fummeln will, und wissen, was dann da so für Protokolle im Hintergrund laufen, welche Ports aktiv und eben alles so Dinge, weshalb wir uns von einem normalen User unterscheiden, der eigentlich nur ins Internet will…

Auch die bei den Vorgängern häufig auftretenden Verbindungsabbrüche (hervorgerufen durch Kurzschluss zwischen den beiden Antennen im Metallrahmen, die durch feuchte Hände und den “Todesgriff” ausgelöst wurden) habe ich noch nicht gehabt. Dies liegt lt. Apple an einem Firmware-Update, welches den Kurzschluss erkennt und automatisch umschaltet. Dies funktioniert in der Praxis einwandfrei.

Man gewöhnt sich schnell an einige Dinge. So ertappe ich mich dabei, dass ich immer häufiger ‘SIRI’ etwas diktiere, anstatt es über die Bildschirmtastatur langwierig einzutippen. Wenn Siri auch im Alltagsbetrieb so Ihre Macken hat, die Spracherkennung ist hervorragend. Klar, ein bisschen nachbessern muss man, aber grade bei längeren Texten ist der Zeitgewinn trotz Text- und Interpunktionskorrektur noch enorm.

Die 8Megapixel-Kamera macht Superfotos – am Tag! Nachts kann man die Qualität vergessen, da trotz Blitz die Bilder zu verrauscht sind..

Ein weitere Pluspunkt ist die Synchronisation mit Microsoft Outlook. Auch hier greift wieder das Konzept der Einfachheit. Wo andere Handy-Hersteller erst spezielle Software installieren müssen, um auf die Handydaten zuzugreifen (NOKIA benutzt dafür die Nokia PC-Suite oder auch die OVI Suite), geschieht dies beim PC über das vielfach schon installierte Itunes.

ITunes mit IPhone

(Auf PC installiertes ITunes mit angeschlossenem IPhone – Konfiguration und Datenabgleich inklusive)

Auf dem obigen Bild sieht man das Apple ITune wenn ein IPhone angeschlossen ist. die roten Umrandungen kennzeichnen die speziellen IPhone Optionen.

Zu 1: Wird das IPhone mit dem PC verbunden, wird unter Geräte in der linken Leiste das IPhone angezeigt

zu 2: Oben hat man Zugriff auf Systemeigenschaften, installierte Apps, Iconanordnung und installierte Musik und andere Mediendaten, welche den Speicher füllen

zu 3: bei 3a sieht man die verschiedenen Screens des IPhones. Bei 3b den jeweiligen in 3a gewählten. Hier kann man bequem die Icons anders anordnen. Das geht zwar auch über das IPhone direkt – ist aber über ITunes bequemer.

zu 4: unten sieht man die Auflistung des belegten Speichers. Wie man sieht sind auch 32 GB schnell gefüllt. Ob man allerdings 951 Lieder braucht mit einer Spieldauer von 4,3 Tagen?

Bringt das IPhone von Haus aus schon eine Menge mit: mit den geeigneten Apps wird es noch besser. Dazu sind die meisten mit Preisen von kostenlos bis über 79 Cent und in Ausnahmen auch mal mehreren Euro verhältnismäßig günstig. Ein nützliches Tool zum Preis eines Kaffees? Da muss man nicht lange überlegen.

Doch auch bei den Apps gibt es schwarze Schafe! Es lohnt sich die Rezensionen zu lesen, häufig erkennt man dort schon, dass die Software nur dazu dient dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Hier und in den nächsten Beiträgen kommt deshalb eine Übersicht von Apps aus verschiedensten Bereichen, die ich auf meinem 4S installiert habe und als sinnvoll ansehe. Diese Liste legt natürlich keinen Wert auf Vollständigkeit!

FITNESS:

Im Bereich Fitness setze ich verschiedene Apps ein, da ich mit der Zeit feststellte, dass einige Apps doch noch besser geeignet sind als andere. SPORTSTRACKER (ein Überlebender aus der Zeit der Nokia Beta Labs) ist eigentlich nur noch auf dem IPhone, weil ich damals bei Nokia Sportstracker einen Account hatte.

Leider hat Sportstracker verschlafen, die Möglichkeit einen HF (für Herzfrequenz-Gurt) zu integrieren – was dazu führt, dass diese Software zwar noch auf dem IPhone ist, aber defacto nicht mehr benutzt wird und eigentlich nur noch auf die Deinstallation wartet.

wahoo Herzgurt

(WAHOO Herzfrequenzgurt mit ANT+ Dongle. Für ein optimales Training unerlässlich, um immer im optimalen Pulsbereich zu sein. Leider muss unten in das IPhone ein Dongle eingesteckt werden, um die Signale zu empfangen. Bluetooth wurde leider beim Erwerb des Gurtes noch nicht unterstützt – allerdings hat Wahoo nun einen solchen im Angebot. Funktioniert aber nur mit dem 4S)

Es gibt bessere Tracking Software – dazu mit mehr Funktionen. runtastic PRO ist zum Beispiel Eine davon!

Warum ich neben dieser Software, die eigentlich alles kann noch die Software Endomondo Pro und ISmooth Run installiert habe liegt an einigen Bugs, die runtastic Pro hatte. So wurde die Musik während meiner Aktivitäten in einer grausigen Qualität angespielt. Leise, dumpf – Aber bei einem Preis von grade mal 2 Euro? Pff, da mach ich mir keinen großen Kopf, sondern installier einfach was anderes!

IMG_0346

(Runtastic Pro – Software um sportliche Aktivitäten im Outdoor Bereich aufzuzeichnen. Da über einen Dongle auch ein HF-Gurt zum aufzeichnen des Herzschlages unter Belastung aufgezeichnet werden kann, ist die Software ein durchaus ernsthaftes Instrument.)

Trotzdem ist die Software ganz gut – nervig ist, dass man nicht selber Trainingspläne erstellen kann, sondern gezwungen ist für einen überteuerten Preis Pläne von Guido Baumann herunter zu laden. Aber 14,99 € für einen Plan? Sorry, aber das sehe ich dann doch nicht ein.

Ansonsten hat die Software fast alle Funktionen, die man von einem professionellem Tracking-Programm erwarten kann. Dank eingebautem GPS-Modul wird die Strecke aufgezeichnet und kann dann in die sozialen Netzwerke gepostet werden. Leider fehlen Runtastic Pro Exportmodule.

Das kann wiederum ISmoothRun besser. Die Software ist im ganzen was die Funktionen angeht, umfangreicher und besser durchdacht. Allerdings ist die Benutzeroberfläche nicht so gut, und die Menüführung hat Schwächen. Das größte Plus:   Dank verschiedener Exportoptionen kann man sich selber eine Email mit verschiedenen Dateiformaten senden. Die Dateien lassen sich unter anderem in Google Earth anzeigen. Ganz praktisch, wenn man seiner Freundin zeigen will, dass man nicht so ein Couch-Potato ist, wie Sie immer behauptet. Während es Trainings werden alle möglichen Parameter über die IPhone Sensoren (und falls angeschlossen über externe Sensoren, wie HF-Gurte) aufgezeichnet und umgerechnet.

IMG_0300So wird die Schrittfrequenz, Entfernung, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch, überwundene Höhenmeter uvm. getrackt und gibt eine aussagekräftige Übersicht über das Training.

 

(ISmoothrun – die durchdachteste und umfangreichste Sportsoftware für das IPhone. Dank der Möglichkeit selber Trainingspläne zu erstellen und sie in verschiedene Formate zu exportieren, ist diese Software Punktsieger vor runtastic Pro, Endomondo Pro und Co.)

Auch grade im Bereich Trainings-Pläne geht der Punkt klar an ISmoothrun. So kann man minutengenaue Zeitabschnitte definieren in denen man die gewünschte Strecke und Herzfrequenz eingibt. Zum Beispiel erst 5 Minuten lockeres aufwärmen, dann 10 Minuten langsames joggen, gefolgt von einem 3 Kilometer langen Lauf, der unter 8 Minuten absolviert werden soll.  Das Training wird ständig überwacht und mittels akustischer Ausgabe in Form einer weiblichen Stimme wird mit Kommandos wie : “Schneller, langsamer, Tempo halten”, dafür gesorgt, dass man das Trainingsziel erreicht.

Datum letzte Änderung: 22.01.2012

Schlagworte

Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

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3 Geistesblitze

  1. Guter Artikel Peter, insbesondere dass du gleich die Schwachstellen mit beschreibst. Nervige Bildschirmtastatureingaben, Schönwetterkamera, kratziger Sound und umfangreiches Nachbessern von Spracheingaben. Dafür 600 Euro ausgeben. Nein, bestimmt nicht. Wahrscheinlich ist das Gerät wohl auch das Beste was der Markt derzeit bietet. Somit sind Smartphones für mich uninteressant. Hier bewahrheitet sich der alte Satz: In Multifunktionsgeräten ist immer eine schwache Komponente. Darum sind sie ja auch billiger als 3-4 Endgeräte.
    Für mich ist die Alternative mein Laptop, meine Kameras, ein Notzugang über Surfstick ins Internet und damit hat sich das. Auf dem Laptop läuft alles was ich brauche. Auf Outlook bin ich nicht angewiesen oder andere teure Software. Meine beiden Kameras liefern exakte Bilder, auch nachts. Die eine (ixus-400), lässt sich überall hin mitnehmen und liefert sehr gute Bilder mit wenig rauschen. Bin ich mit dem Auto unterwegs kann ich zur Not anhalten, den Surfstick aufs Dach packen und bei Google Maps nach dem Weg suchen. Das erspart mir das NAVI, das ich eh wenig benötigen würde. Ich gehöre noch zu der Generation, die gelernt hat Karten zu lesen :).
    Hätte ich deine Ansprüche, dann machte ich mir Gedanken um ein vernünftiges Gerät für Jogger, statt einer App zu vertrauen. Dazu ein Handy für 20 Euro. Das ist zwar nicht supercool, aber du kannst das meiste abdecken und der Kauf einer Harley rückt wieder etwas näher.

    1. Hallo Michael,
      Ja, da ist natürlich was dran, dass ein Multifunktionsgerät immer eine schwache Komponente hat. Aber die Alternative wäre folgendes mit sich rumzuschleppen: ein Navisystem im Taschenformat für knapp 100 Euro, einen Walkman für knapp 100, nachtlichttaugliche Kamera für 200, noch nen Lappi für 400 um im Internet mit vernünftiger augenschonender Auflösung zu surfen umd um Mails abzurufen.. klar – Handy für ’nen fuffi noch dazu. Aber dann würde man sich tot schleppen und beim laufen klappern wie ein Klüngelkerl.. ^^
      Sofern sich die Ausrutscher in Grenzen halten, kann ich damit leben mich nur mit einem Handy bewaffnet durch das gefährliche Großstadtleben zu schlagen.. 🙂

      1. P.S. Die Harley ist schon ein Stück näher gerutscht – Samstag habe ich schon wieder ein Teil meiner Wishlist abgehakt.. mehr in einem der nächsten Blogbeiträge.. 😉

Geistesblitz da lassen..

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