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das neue WooCommerce 2.1 – Internetverkauf in der nächsten Generation..

oder: das WooCommerce Shop System 2.1 ist jetzt noch besser – der Test!

Seit einiger Zeit setze ich das Theme “AVADA” von Themeforest ein. Das liegt an den fast grenzenlosen Einstellungsmöglichkeiten des Themes und der Implementierung verschiedener hochwertiger Zusatzsoftware. avada Theme in nerd-o-mania style

Avada original Style Ich hatte im ersten Test ja schon geschrieben, dass es sich schon alleine für die integrierten Slider lohnen würde, 55 $ (was umgerechnet etwa 40 € entspricht) auszugeben. Der Revolution Slider und der Layer Slider lassen durch ihre fast unbegrenzten Animationsmöglichkeiten einen Blog äußerst dynamisch auftreten. Da man die Slideshows unbegrenzt in Anzahl der Slides und Größe der Show erstellen kann und die in diesem Theme auf jeder Seite eingesetzt werden können, ist Langeweile für den Besucher ein Fremdwort.

Ich habe auf der ersten Seite eine relativ große Begrüßungs-Slideshow gebastelt und auf der Shopseite einen weiteren in einem wesentlich schmaleren Bändchendesign.

Da ich der absolute Slider Maniac bin, werden sicher weitere folgen. Zum Vergleich habe ich links und rechts das Original-Theme und das von mir an mein NERD-O-MANIA Layout angepasste Theme direkt gegenüber gestellt. Man erkennt kaum, dass es sich noch um das gleiche Theme handelt – und dabei habe ich noch nicht mal alle Register gezogen, sondern das Theme nur ziemlich moderat verändert. Wie bereits beschrieben hat das AVADA Theme bereits etliche Kompatibilitäten eingebaut – so sind BuddyPress und BBPress, wenn Sie vom User installiert werden und aktiviert im Avada Stil. Ich hatte in der Vergangenheit leider auch Themes, bei denen die Forum Software optisch wie ein Fremdkörper wirkte, da die Layouts und CSS Style nicht passten. Hier wirkt das alles aus einem Guss.

Auch, und das ist sicher genauso wichtig, beim WooCommerce Shop.

Mit dem wollen wir uns hier deshalb auch näher befassen, denn es gab vor nicht allzu langer Zeit ein Update – und zwar eines mit einem Versionssprung von 1.6 auf 2.1 – und damit haben im kostenlosen Shop-System viele Neuerungen Einzug gehalten.

woocommerce Produktbearbeitung

Dass es sich bei der Version 2.x nicht um ein kleines kosmetisches Update handelte, sondern um eine komplett neue Version, merkte man an dem Meldungen, die ich bereits vor dem Update des WooCommerce Shop Systems bekam. Die Software Entwickler von MarketPress (dessen Plugin “WooCommerce German Market” ich einsetze, um für den deutschen Raum Rechtssicherheit bezüglich der aktuellen Rechtsprechung im Bereich Verkäufe, die unter das Fernabsatzgesetz fallen, zu haben)  warnten eindringlich vor dem Update – es würde den Shop zerstören. Nach der Entwarnung installierte ich dann das Update – und stellte fest: die im Theme implementierten Seiten der Avada Entwickler waren nicht kompatibel. Der Shop zickte rum und war in dem Zustand nicht zu gebrauchen. Zeitweilig hatte ich sogar eine “ERROR 500” Fehlermeldung und der komplette Blog war aus dem Internet verschwunden, bzw. zeigte das Aufrufen von www.nerd-o-mania.de/wordpress nur eine weiße leere Seite an. Die Entwickler des Themes reagierten zügig und stellten einen Patch bereit – eine vollständige Umarbeitung des Themes nimmt etwas Zeit in Anspruch und wird in einem der nächsten Updates enthalten sein.

Aber was ist denn jetzt so neu, dass der Woo Shop ein komplettes Theme zerbröselt  – und ist es gerechtfertigt dem Shop eine komplett neue Versionsnummer zu attestieren?

Ich würde dies bejahen – doch schauen wir uns „den Neuen“ mal im Detail an..

Was zuerst an Neuerungen auffällt: Woo hat viele Plug-In aus dem Basis-Shop entfernt und sie in externe Plug-In gepackt. Viele sehr nützliche davon sind kostenlos – einige sind auch neu und erst seit Version 2.1 erhältlich. Schauen wir uns mal am Beispiel meines Wallpaper-Packs die oben abgebildete Produktbearbeitungsseite im Detail an:

1. Hier kann der Produkttyp gewählt werden: Einfaches Produkt, Gruppiertes Produkt, Externes/Affiliate Produkt oder Variables Produkt. Die Beschreibung ist insoweit selbsterklärend. Beim Wallpaper Pack ist es ein einfaches Produkt (weil alle Wallpaper in einer Datei sind).

2. Da es sich um einen virtuellen Artikel handelt, der nicht physisch versandt wird, sondern als Download bereit gestellt wird, werden hier die beiden Häkchen gesetzt. Trotzdem könnte man für den Download natürlich Geld verlangen – viele Softwarefirmen wie Nero oder Autodesk bieten ja zum Beispiel eine Download-Version und eine DVD –Version an. Dann kann man den Download erst nach erfolgter Bezahlung und Login mit dem Benutzerkonto durchführen. Ebenso kann man einstellen wie oft der Artikel von einem Kunden herunter geladen werden darf – und ob der Download-Link nur für eine bestimmte Anzahl von Tagen gültig sein soll, z. Bsp.  3 Tage nach Zahlung, Auch der Download-Typ kann noch eingestellt werden, je nachdem ob es ich um eine App/Software oder um Musik handelt. Man sieht, dass Woo sich da einiges an Gedanken gemacht hat, um alle möglichen Szenarien eines Verkaufs abzudecken. Das sieht man auch, wenn man sich die anderen Registerkarten anschaut.

3. Unter Bestand kann man die Anzahl der verfügbaren Artikel eingeben – es ist zwar keine richtige Lagerverwaltung, sondern eher rudimentär – aber man verhindert zuverlässig, dass man mehr Produkte verkauft, als man hat – grade bei Vorkasse Geschäften ärgerlich für beide Seiten, wenn schon eine Zahlung geleistet wurde, und das Geld dann zurück überwiesen werden muss, was sich die Banken gerne monetär vergelten lassen.

Der Tab “Verlinkte Produkte” geht in den Bereich Upselling und Cross-Selling. Also zum Beispiel kauft jemand, der eine preiswerte Zahnbürste kauft, vielleicht auch eine qualitativ bessere zum gleichen Preis  oder leicht höheren Preis, wenn Sie ihm gezeigt wird (Upselling) oder zur erwähnten Zahnbürste zusätzlich Zahnpasta und Zahnseide (Cross-Selling). Hier würde man dann passende Produkte kombinieren.

woocommerce Shirt VariationenIn Attributen werden die Eigenschaften des Artikels definiert – die vorher in einem anderen Bereich des Shops angelegt worden sind. Attribute sind zum Beispiel Farbe, Größe, Gewicht, Anzahl und ähnliches. Da man den Shop nach Attributen durchsuchen, bzw. Filter setzen kann, macht es Sinn, hier planvoll vorzugehen. Die einzelnen Attribute können jedem Produkt separat zugeordnet werden – so gibt es das NERD-O-MANIA Shirt nur in weiß und schwarz, aber die Notfallbox nur in Rot. Dafür gibt es das Shirt in definierten Größen: S, M, L, XL, XXL.

Ein tolles Feature finden wir unter Variationen: gibt es von einem Produkt verschiedenen Ausführungen, können wir für jede Version ein Foto hinterlegen, welches sofort eine Vorschau des Produktes anzeigt. wenn man als Kunde in den Listenfeldern des Shops die entsprechende Ausführung anklickt. Ihr könnt euch dies im Shop bei dem NERD-O-MANIA Shirt gerne mal ansehen.

Überhaupt ist die Möglichkeit ein variables Produkt erstellen zu können ein sinnvolles Feature, weil man nicht für jede Variation einen eigenen Artikel anlegen muss.artikelvarianten woo commerce

Schaut euch dies mal bei der Geschenk-Notfallbox an. Es wäre ein Riesenaufwand, würde man für jede mögliche Spirituose, Zeitschrift und Limo-Dose ein neues Produkt anlegen. Bei 5 Spirituosen, 6 Zeitschriften und 4 Limos müssten wir fast 120 Artikel anlegen. Aber so erstellt man im Vorfeld nur die einzelnen Variationen, ordnet Sie zu – und  der Kunde kann Sie bequem über den Shop nach eigener Wahl zusammen stellen. Der Versender muss nur den Karton entsprechend bestücken.

Der Reiter “Erweitert” bietet uns einige Möglichkeiten Produktspezifische Infos beim Kauf mitzuteilen. So ist die Notfallbox nur gegen Alternachweis ab mindestens 18 Jahre zu erwerben. Außerdem kann man hier eine benutzerdefinierte Reihenfolge der Artikel einstellen und erlauben, ob der Kunde zu dem Produkt Bewertungen und Rezensionen abgeben kann oder nicht.

Die restlichen Reiter sind nicht sehr spannend und selbsterklärend. Bei Lieferzeit können wir wie der Name sagt, eine Lieferzeit wählen und bei den Versandoptionen kann man die Kosten deaktivieren – wenn es sich bei dem Artikel um einen Download handelt, beispielsweise. Bei Preis pro Einheit kann der normale Preis und ein Sonderpreis hinterlegt werden.

Der unterste Reiter “Video” ist dafür aber aus mehreren Gründen interessant. Zum einen handelt es sich hier um ein kostenloses Plugin, welches nachinstalliert werden kann – zum anderen bietet es wie der Name sagt, die Möglichkeit ein Produktvideo anzuzeigen. Grade dieses Feature ist sehr sinnvoll.

4. Ein weiteres kostenloses Plug-In von Woo wird hier aktiviert, bzw. deaktiviert. Es handelt sich um eine eigenen Fotoleiste in der die Produkte in hochauflösenden Fotos angezeigt werden können.

5. die Produktgalerie-Bilder sind kleinere Bilder, die unter dem Hauptbild angezeigt werden und über eine Buttons durchgeblättert werden können.

6. Das Produktbild ist ein großes Vorschaubild, welches auch Seitenübergreifend angezeigt wird.

Damit sind wir mit dem Backend des Shops fast fertig – doch ein wichtiger und umfangreicher Punkt fehlt noch: Die Widgets

Shop Backend Übersicht Die meisten Themes bieten unter WordPress die Option mehrere Sidebars zu erstellen, und die je nach Seite entsprechend zu wählen. Auch das Avada Theme bietet diese Option. So gibt es für BuddyPress eine angepasste Sidebar und auch für den Shop gibt es eine eigene Sidebar, welche mit den gewünschten Widgets bestückt werden kann.

Schauen wir uns den Shop an, wie er sich dem Kunden präsentiert.

1. Dass der Warenkorb hier oben so übersichtlich angezeigt wird, ist im Theme implementiert. Es gibt aber auch die Möglichkeit den Warenkorb als Widget in der Sidebar anzuzeigen.

2. auch die Icons sind im Theme implementiert und werden bei anderen Themes nicht dargestellt – lassen sich aber über angepasste Widgets (zum Beispiel in reinem HTML) nachbauen und in die Sidebar packen.

3. Eine Slideshow auf jeder Seite ist nicht bei jedem Theme möglich. WooCommerce bietet eigene Slideshows für den Shop an – die kosten allerdings Geld. Avada bringt selber 4 verschiedene Slider mit, die mehr als genug Funktionen bieten – dieses Geld kann man also getrost sparen

4. ein kostenloses Plug-in, welches nur der reinen Optik dient ist die Anzeige der akzeptierten Zahlungsmethoden.

5. ebenfalls kostenlos aber funktionell ist ein weiteres Plug-In: die Möglichkeit zwischen Listen – und Gitterlayout umzuschalten. Auch dieses Plug-In lässt sich von der Woo Webseite herunterladen.

6. ein sinnvolles Tool ist die Möglichkeit dem Preisbereich von den Waren einzugrenzen. Will man ein Geschenk für zum Beispiel maximal 50,00 € kaufen, dann kann man die Regler auf den Wert stellen und es werden nur die Produkte angezeigt, die den gewählten Verkaufspreis haben.

7. Ein weiteres Widget bietet die Möglichkeit Artikel nach Farbe zu filtern. Frauen würden hier wahrscheinlich die Farbe “Pink” wählen. Diese Option ist sinnvoll, wenn man zu bestehenden farblich vorhandenen Accessoires eines in der gleichen Farbe sucht.

8. Eine Volltextsuche, die nur in den Produkten sucht und den Rest des Blogs außen vor lässt, komplettiert die Optionen, welche Woo kostenlos zur Verfügung stellt. Diese sollten aber eigentlich reichen.

Es gibt auch noch Plug-Ins von Woo, welche nicht in den Widgets auftauchen, sondern nur im Backend. Es gibt eines, welches automatisch bei Sonderangeboten auf den Produkten anzeigt, wie viel man spart, und ein anderes, welches anzeigt, wenn man ein neues Produkt im Shop aufnimmt. Dank beiliegenden Language-Dateien im PO Format lässt sich jeder Text ziemlich schnell eindeutschen.

Damit habt Ihr erst mal schon mal einen groben Überblick über den Shop. Im Admin-Bereich habt Ihr noch die Möglichkeit euch Statistiken anzeigen zu lassen, Mails zu versenden und optisch anzupassen, die Kunden zu verwalten und vieles mehr.

Doch dies ist genug Stoff für einen eigenen Beitrag zum neuen WooCommerce Shop 2.1.

Im Anschluss findet Ihr die Testzusammenfassung von mir:

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WooCommerce 2.1 - der Test!

Preis - Leistungsverhältnis - 100%
Usability - 85%
Funktionsumfang - 92%
Sprachanpassung - 86%
Support - 80%

89%

Endergebnis

Der WooCommerce Shop hat noch mal nachgelegt. Was schon gut war ist noch besser geworden. Der immer noch kostenlose Shop bietet genug um einen professionellen Auftritt zu ermöglichen. Die Sprachanpassung in die deutsche Sprache ist perfekt umgesetzt. Dazu kann man mit vielen kostenlosen Widgets den Shop anpassen. Testurteil: Unbedingt empfehlenswert!

User Rating: 4.16 ( 25 votes)

Datum letzte Änderung: 19.02.2014 07:21 Uhr

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Schlagworte

Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

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Geistesblitz da lassen..

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