Sonntagsgedanken

Sonntagsgedanken: vom Tod des Schupos, warum Küssen in der Öffentlichkeit eine Gefahr für den Weltfrieden ist, und warum Jussuf nicht Carlos ist..

 

..oder: Victim blaming at its Best – die Umstrukturierung des Rechtssystems in der BRD geht fleißig weiter

Ja ja ja, liebe Leser – es ist mal wieder soweit. Lange Zeit habe ich mich ja bei den kritischen und zum Nachdenken anregenden Sonntagsgedanken zurück gehalten – zu groß erschien mir das Risiko mir den Mund zu verbrennen: „Ich bin ja kein Nazi aber..“ – so fangen in den sozialen Netzwerken generell Statements von Menschen an, bei denen nach 3 Sätzen lesen Ihres Geschreibsels klar ist, dass Sie eben doch ganz klar zu der Gruppe der „Glatzen“ zu zählen sind, wenn Sie über Ausländer wettern und sich auf “Fakten” beziehen, die Sie ohne deren Inhalt auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen teilen, und den Sie ganz im Sinne eines fundierten Journalisten, zweckmäßigerweise von dem Schwippschwager der Putzfrau des Bruder Ihrer Nachbarin gehört haben: krude zusammengesponnene Geschichten ohne Substanz, auf die dann immer noch ein Detail draufgesetzt wird um mit der Keule auf hilflose bedürftige Menschen die alles verloren haben, einzuschlagen.

Doch nicht nur Rechte Kommentarschreiber werden in die Nazi-Schublade gestopft – eigentlich jeder der etwas Kritisches zum Thema Flüchtlingsproblematik beisteuert, ist automatisch einer der bösen rechten Schläger – ist eben dumm, wenn es nur 2 Schubladen gibt, in denen Kommentatoren zu dem Thema gesteckt werden: die weltfremden Gutmenschen und die Rechtsradikalen Brutalos. Vielleicht sind Menschen in diesem Land aber auch nur zu dämlich kritische Meinungen als solche zu akzeptieren oder zumindest zu erkennen? 20 Jahre RTL II haben die Birnen der Bürger in diesem Land merklich weich gemacht – das merke ich leider jeden Tag. Blogbeiträge wie dieser, der mehr als 10 Wörter umfasst, liest niemand konzentriert zu Ende  – wenn ich daran denke dass wir früher die Karl May Schinken mit hunderten Seiten verschlungen haben. Man muss schon Mitleid mit den ganzen Dumpfbacken haben.

Doch springen wir vom Bodensatz fehlgeschlagener Schulbildung und Erziehung zu den wirklich wichtigen Dingen: Die Ansammlung chaotischer Entscheidungen unserer Regierung und deren ausführenden Organen in immer kürzeren Zeitabständen, bringt mich leider nun dazu doch etwas zum Besten zu geben – würde ich es nicht tun, dann würde ich wahrscheinlich in 5 Minuten vor Wut platzen.. Pow

(Bild: vor Wut geplatzt? – könnte in diesem Land bald passieren – vielleicht ist es aber auch nur wieder ein Bömbchen radikaler Islamisten)

Deshalb hier meine ureigensten Gedanken zum Thema Flüchtlingsproblematik, den Umgang mit den „Neubürgern“ hier in diesem Land, der Scheinheiligkeit unserer Regierung, die das Phänomen geschafft hat das Projekt “Refugees welcome”von einem jubelndem „wir schaffen das“, in eine verlogene „aus den Augen aus dem Sinn“ Schmonzette gewandelt zu haben.

Doch fangen wir an die einzelnen Teile der Überschrift aufzudröseln und widmen wir uns später dem Thema..

Ältere Menschen kennen sicher noch den Begriff “Schupo” – jüngere Menschen wissen nichts damit anzufangen – zu Recht, denn den Schupo gibt es nicht mehr. SchupoEr starb irgendwann als die Länder anfingen die Haushalte zusammen zu streichen und Personal abzubauen. Schupo bedeutet Schutzpolizist – und beschützt von der Polizei fühle ich mich schon seit Jahren nicht mehr.  In Dortmund gibt es “No Go-Areas”, in denen sich die Polizei nicht mehr hineinwagt, weil Sie fest in den Händen krimineller ausländischer Großfamilien sind – eine Armutserklärung an den Rechtsstaat.

(Bild: SCHUPO – wie es Ihn damals gab. Ein Beschützer der Bürger. Nee, musste nicht suchen – der ist ausgestorben wie die Dinosaurier)

Ich mache den Dortmunder Polizisten (und auch allen anderen Schupos in diesem Land) keine Vorwürfe – Sie schieben Überstunden, müssen sich anfeinden lassen und  wenn Sie mal einen Täter gefasst haben, ist der schneller wieder auf freiem Fuß, als der Beamte seinen Bericht geschrieben hat. Finden Razzien statt, findet man bestenfalls 2 oder 3 böse Buben, gegen die Haftbefehlt erlassen wurde – aber wer glaubt, es wären Gangster, der irrt. Man freut sich schon wenn man einen erwischt, der eine eidesstattliche Versicherung nicht ablegen wollte. Damit der Bürger nicht vollends glaubt, die Polizei wäre nicht präsent, werden dann lieber Blitzer-Marathons veranstaltet. Autofahrer werden dann zur Kasse gebeten um diesen Riesenaufwand wenigstens teilweise wieder zu finanzieren. Die Autofahrer, die mit Tempo 37 durch eine Tempo 30 Zone heizen sind aber nicht die wirklich bösen Buben. Die sind ganz woanders zu suchen. Und wenn die Straftaten zunehmen (alleine in Dortmund stiegen die Wohnungseinbrüche im letzten Jahr um 25% und im Jahr davor um 20%) wird irgendwann das Verständnis für die Nöte der Polizei kippen. Dabei ist die Lösung einfach und logisch:  mehr Polizeikräfte. Und letztens las ich sogar die glückliche Kunde dass Dortmund dieses Jahr endlich 50 neue Polizisten bekommt. Nun muss man nicht vor Freude klatschen, denn was nicht im Beitrag stand ist, wie viele der 3.500 Dortmunder Polizisten dieses Jahr in Ruhestand gehen.  Gehen wir von einer homogenen Altersstruktur aus, werden wohl genauso viele ausscheiden. Also eine “Dutzi-dutzi-Baby-Beruhigungs-Meldung” für die Doofen, die nicht bis 3 zählen können – 50 neue Polizisten, die eigentlich nur ausgebrannte ausgeschiedene Beamte ersetzen sollen also dafür sorgen, dass hier die Kriminalität sinkt? Da muss ich aber jetzt echt mal lachen. Ein mündiger Bürger fühlt sich nur noch verarscht, denn Kriminalitätsbekämpfung setzt neben erfahrenen Beamten eben auch Manpower voraus..

Der Leser hat es hoffentlich bemerkt? Unsere Regierung denkt weder logisch noch moralisch– und wie man es hier gewohnt ist, wird erst mal lange rumgeeiert, beispielsweise wie im Fall Love Parade in Duisburg, bei dem Menschen zu Tode kamen und nach etlichen Jahren niemand zur Verantwortung gezogen wird. „Niemand“ heißen auch die meisten Intensivtäter. Ein guter Strafverteidiger impft dem Täter ein, was er zu sagen hat um mit Kulleraugen die selbst Bambi vor Neid hätten erblassen lassen, ein „es tut mir ja soooo leid“ zu schluchzen. Dann wird vielleicht noch ein wohlwollendes psychologisches Gutachten des oder der Täter erstellt und eine kriminelle Zukunftsprognose – und schon gibt’s statt Knast eine Bewährungsstrafe oder gleich Einstellung des Verfahrens um Steuergelder zu sparen, das Opfer bekommt Schmerzensgeld zugesprochen, schaut jedoch in die Röhre, weil der Täter natürlich mittellos ist (natürlich springt der Staat nicht ein, wo kämen wir denn da hin) – womit man mitten drin ist, im “Victims blaming” zu Deutsch: “Täter-Opfer-Umkehr”.

Kommt man beispielsweise als Ortsfremder Reisender Nachts in Dortmund mit dem Zug an und geht aus dem falschen Ausgang ein paar Minuten in die falsche Richtung stehen die Chancen gut, dass man Geld, Handy und körperliche Unversehrtheit verliert.

Geht man zur Polizei – sofern man dies noch kann, wird man sehr wahrscheinlich dumm angeschaut: Denn natürlich ist man selbst Schuld – was treibt man sich auch in solchen Gegenden rum. Tja, leider gibt es keine Warnschilder, an denen man erkennt, dass man sich in ein rechtloses Gebiet begibt. Ist ja nicht schlimm – außer für den Betroffenen – So ein einzelner Kollateralschaden, naja, Shit Happens eben. Davon wird die Kriminalstatistik einer Großstadt nicht übermäßig belastet – doch Großereignisse wie in der Silvesternacht in Köln – da wird unsere im Dornröschenschlaf liegende Regierung plötzlich wach und handelt mit der ganzen Strenge zu der ein Rechtsstaat fähig ist.

Jetzt würde ein normal vernunftbegabter Homo Sapiens glauben, dass hart gegen die Täter vorgegangen wird und an einer lückenlosen Aufklärung Bedarf besteht. In anderen Ländern wäre das wahrscheinlich sogar so – doch nicht in ‘Muttiland’. Nicht nur, dass die betroffenen Frauen, gegen die sich die sexuellen Übergriffe richteten, im nachhinein als Flittchen hingestellt werden, weil Sie sich erdreisten sich bei einer Party so aufreizend zu kleiden und Ihnen suggeriert wird, jeder hätte die Möglichkeit einen Bösewicht auf eine Armlänge Abstand von sich zu halten (Lustiger Umstand: ausgerechnet Die, die dies sagte müsste es ja eigentlich besser wissen – hatte Ihr doch ein Attentäter kurz vor Ihrer Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin ein Messer in den Hals gerammt).

Nun hat man die Ursache gefunden – und damit auch gleich einen Grund, warum man die meisten Täter mit einer Verwarnung laufen lassen kann, um sich bloß nicht dem Vorwurf des Rassismus auszusetzen: die sexistische Werbung ist Schuld! Unsere muslimischen Neubürger, die sexuell noch in der Steinzeit leben, Frauen als Eigentum behandeln und mittels Prügeln zum Sex zwingen dürfen, kamen mit der aufreizenden Werbung nicht klar, interpretierten die Aussage falsch und sahen in jeder deutschen Frau eine Schlampe, die sich gerne begrabschen lässt – oder besser noch gleich penetrieren. Diese notgeil machende Werbung will unser Justizminister Maas nun abschaffen, damit Ruhe einkehre in diesem Land und sexuelle Übergriffe nicht mehr vorkommen..

Richtig gelesen: da fragt man sich, wie kaputt müssen die Leute im Justizministerium sein – und was rauchen die für Zeug? Was kommt als nächstes? Schrittweises Verbot von Miniröcken und bauchfreien Tops – und hin zur Burka?

Modeentwicklung 2016-2030

(Bild: geht es nach Justizminister Maas werden wir uns wohl auch in Sachen Mode auf einschneidende Veränderungen einstellen müssen.)

Es kann doch nicht sein, dass man quasi Freibriefe für Straftäter ausstellt und uns unsere sexuelle Freiheit, die in Jahrzehnten erkämpft wurde beschneidet, bloß damit man sich nicht dem Vorwurf von Rassismus aussetzt.

Wie Muslime die Ehre der Ehefrauen sehen kann man hier gerne im Video anschauen – Gänsehaut garantiert!

Gut, der nette Herr aus dem Video mag nicht für alle Imane sprechen – es gibt auch genug in diesem Land, die einen fortschrittlicheren und moderneren Umgang mit dem Koran und der Partnerin predigen. Die Aufgabe der muslimischen Geistlichen muss daher sein, diesen mit unseren Gesellschaftsformen kompatiblen Koran zu predigen. Dies müsste in den Flüchtlingslagern bereits beginnen – doch glaubt man den Nachrichten, stehen dort bestenfalls Salafisten um die grade eingetroffenen Flüchtlinge auf Spur für deren krude Ideen zu bringen.

Nochmals an die Adresse von Herrn Maas, in aller Klarheit: „Nicht wir müssen unsere Werte aufgeben um den Neubürgern das Leben hier so angenehm wie möglich zu machen, sondern die Hilfesuchenden haben sich an unsere Gesetze, Kultur und Werte anzupassen. Stichwort Leitkultur – Wer das nicht will oder kann hat hier nichts verloren!“

Playboy 2030 Version 2

(Bild: wenn es hier so weitergeht vielleicht auch bald Realität: meine Vision vom Playboy im Jahre 2030)

Ich sage es offen heraus: ich war keiner jener Menschen, die mit Transparenten auf denen “Refugees welcome!” geschrieben stand freudestrahlend auf das eintreffen der ersten Flüchtlinge zu warten. Das liegt daran, dass ich mehr Kopf- als Herzmensch bin und mich nicht so schnell von Emotionen im rationellen Handeln beeinflussen lasse.

Von Anfang an war ich gegen die Aufnahme der Flüchtlinge – doch aus anderen Gründen als Rassismus. Ich möchte dass man mich richtig versteht: Ich bin auch der Meinung, dass diesen Menschen geholfen werden muss – dies bin ich den eigenen Moralvorstellungen schuldig.

Doch die quasi noch in einem anderen Jahrhundert lebenden Flüchtlinge nach hier kommen zu lassen war von Anfang an falsch. Dass die Menschen sich in Lebensgefahr brachten um aufs europäische Festland in Sicherheit zu gelangen, war längst abzusehen und  dem Umstand zu schulden, dass die Zustände in den Zeltstädten auf dem afrikanischen Kontinent, in denen die Flüchtlinge hausten menschenunwürdig war. Menschenrechtsorganisationen hatten schon viele Monate auf diesen Umstand hingewiesen und gewarnt – und dies war auch der EU und unserer Regierung unter Merkel und Co. bekannt – und wie gewohnt, hatte man mal wieder gepflegt weggeschaut.  Hätte man zu dem Zeitpunkt mal ein paar Milliarden € (ein Klacks im Vergleich zu den 60 Milliarden, die man den Banken zur Rettung in den Arsch schieben konnte) in die Hand genommen, um dort für Nahrung und Unterkunft zu sorgen, hätten die dort hungernden und dahinvegetierenden Menschen gar keinen Grund gehabt zu fliehen, bzw. der Flüchtlingsstrom wäre wesentlich niedriger.

Doch wenn Mutti eins kann, dann ist das aussitzen. Regieren unter Merkel ist wie ein Tanz für Polit-Zombies. Man geht mal 1 Schritt vor – dann 2 zurück, dreht sich im um 180° Grad und fängt wieder von vorne an, um dann wieder auf der Stelle zu stehen und zu hoffen , dass sich das Problem in der Zeit von selbst gelöst hat. Nur dumm dass nicht alle Probleme sich von selber lösen. Ich muss es leider sagen – die Regierung unter Merkel ist für mich seit Jahren das schlimmste was diesem Land zustoßen konnte – wer zum Teufel wählt die eigentlich immer wieder?

Natürlich gibt es offizielle Verlautbarungen, dass wir die Flüchtlinge benötigen, um langfristig den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern. Meine Meinung dazu: Völliger Quatsch! Das ist auf dem gleichen Wahrheitsgehalt wie die Aussagen, dass Deutschland die Asylsuchenden aus dem osteuropäischem Raum als Facharbeiter braucht, oder dass Ausländer prozentual nicht mehr Straftaten begehen als Deutsche. Statistisch geschönte Falschmeldungen, die uns wider besseren Wissens suggerieren sollen, dass ja alles ja gar nicht so schlimm ist. Die im Zusammenhang mit den Vorfällen in Köln veröffentlichten bundesweiten Kriminalstatistiken sagen etwas anderes aus.

Zu glauben, dass die auf niedrigem Bildungsniveau und der deutschen Sprache nicht mächtigen Flüchtlinge hier den Jobmotor anwerfen ist doch das Geschwafel von Idioten. Wir haben hier im Land über 5 Millionen Arbeitslose von denen mindestens die Hälfte wesentlich besser qualifiziert sind – und selbst die kriegen keinen Job.

(Anmerkung: unsere Regierung gibt ja jedes Jahr sinkende Arbeitslosenzahlen heraus und freut sich ein Bein ab, „dass ihre Arbeitsmarktpolitik greift“. Was nicht dort drin steht, ist, dass es hauptsächlich geschafft wird durch Aufstockerjobs. Der in Arbeit Vermittelte verdient also weniger als HARTZ IV und muss noch zusätzlich Grundsicherung beantragen. Solche Jobs belasten die Sozialkassen, anstatt dort mal ein paar Euro rein zu spülen. Solche arme Säue die von den Arbeitgebern mit Hilfe des Arbeitsamtes und der Arge ausgebeutet werden, als in Arbeit zu zählen ist reine Statistikschönfärberei)

Natürlich braucht dieses Land dringend Kinder – aus denen werden Berufstätige, die dann fleißig in die Sozialkassen einzahlen, um die Rentner nicht vor Hunger sterben zu lassen. Doch dies funktioniert nur, wenn die Kinder auch in Arbeit sind – und damit meine ich keine Aufstockerjobs. Zu hoffen, dass dies Problem durch die Kinder der Zuwanderer gelöst wird, finde ich eher unrealistisch. Es muss also dafür gesorgt werden, dass Berufstätige steuerlich entlastet werden oder Geldgeschenke bekommen, damit das Kinder kriegen für Deutsche wieder interessant wird. Dazu gehört auch, dass es genügend Kita-Plätze gibt.

Der Vorschlag, Flüchtlinge für weniger als den Mindestlohn arbeiten zu lassen, ist auch so eine Schnapsidee – der Name Mindestlohn sagt es doch schon: der Mindestlohn ist das mindeste, was man in diesem Land verdienen darf um wenigstens nicht auf Sozialhilfe angewiesen sein zu müssen. Flüchtlinge für weniger arbeiten zu lassen führt nur zu einer Wettbewerbsverzerrung und führt zu Futterneid unter den “normalen” Bedürftigen. Die Stimmung gegen Flüchtlinge ist eh schon kurz vorm kippen – man sollte nicht noch mit solchen dummen Ideen Öl ins Feuer gießen.

Kommen wir zu einem anderen Punkt der Überschrift: Ein guter Bloggerkollege und Expolizist, mit dem ich auch häufiger privat “schnacke”, hat in einem der letzten Gespräche die Angst vor der Flüchtlingswelle relativiert. Er meinte, dass dies damals als die Gastarbeiter kamen auch so gewesen wäre, aber dann doch nichts schlimmes passiert ist. Doch meiner Meinung nach kann man das nicht miteinander vergleichen, denn die wirtschaftlichen und sozialen Umstände waren völlig anders gelagert – vergleichen wir mal:

  • Damals: in Deutschland florierte die Wirtschaft, es herrschte fast Vollbeschäftigung (zwischen 1960 und 1970 lag die Arbeitslosenquote bei 2-4%) und die Gastarbeiter wurden dringend gebraucht – Heute: die Wirtschaft stagniert, seit Jahren ist die Arbeitslosenquote bei mehreren Millionen.
  • Damals: die Gastarbeiter bekamen schnell relativ gut bezahlte Arbeit und zahlten in die Sozialkassen – Heute: es gibt keine oder kaum Arbeit, die Sozialkassen müssen die Menschen versorgen.
  • Damals: die Gastarbeiter kamen aus Spanien, Italien und der Türkei. Spanien und Italien sind überwiegend katholisch, also unserem christlichem Glauben nahestehend – Heute: die Flüchtlinge sind überwiegend Muslime und haben weder mit unserem Glauben noch mit unserer Kultur Gemeinsamkeiten.
  • Damals: die Gastarbeiter arbeiteten mit deutschen Kollegen zusammen und lernten so auch die deutsche Kultur und die Menschen kennen, so dass Berührungsängste zwischen den Kulturen abgebaut wurden – Heute: die Flüchtlinge leben in Zelten, werden sich selbst überlassen und deutsche Kultur lernen Sie – wenn überhaupt – hautnah in Sachsen bei Busfahrten kennen.
  • Damals: die Kriminalität in Deutschland war vergleichsweise gering und die Tätergruppe homogen  – Heute: die Kriminalität hat einen neuen Rekordwert erreicht. Leider sind die Täter überwiegend Ausländer.

Tja, das waren meine Gedanken zu den letzten Vorfällen in Sachen BRD – Jan Böhmermann lasse ich mal außen vor. Dies würde den Rahmen sprengen. Wie sind eure Gedanken dazu – denkt Ihr ähnlich, oder bin ich aufgrund meiner Skepsis auch ein Nazi?

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Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

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2 Geistesblitze

  1. Moin Peter,
    schön, dass du dich mal wieder zu dem äußerst, was die Nation – zumindest in den Medien – so bewegt. In vielen Punkten stimme ich dir zu, das ein oder andere interpretiere ich als Ironie, und ich erlaube mir zu meinem Verständnis zu drei Komplexen Nachfragen zu stellen:
    1. Ist Angst nicht ein Gefühl und wenn ja, gilt es das dann nicht zu definieren bzw. zu relativieren? Angst vor welcher Bedrohung und welchen Stellenwert hat sie?
    2. Was verstehst du unter den „Wertvorstellungen unseres christlichen Glaubens?“ Was sind für dich die Unterschiede gegenüber den Werten eines Moslems? Sollten unsere Werte nicht, unabhängig vom Glauben, humanistisch geprägt sein? Den ethischen Grundsatz „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ findest du vom Sinn her in den Büchern aller großen Religionen. Bist du der Meinung, dass sich Christen und die knapp 30 Mio Konfessionslosen in Deutschland mehr daran halten als Muslime?
    3. Woher hast du deine Erkenntnis, dass „die Kriminalität einen neuen Rekordwert erreicht hat und dass die Täter überwiegend Ausländer sind“? Meinst du mit „Ausländer“, bezogen auf den „neuen Rekordwert“, die Flüchtlinge (so kann man das im Kontext verstehen), oder insgesamt die über 8 Mio Menschen in Deutschland ohne deutsche Staatsangehörigkeit? Die mir vorliegenden Zahlen können deine Aussage leider nicht bestätigen. Falls du dich auf irgendwelche regionale PKS-Zahlen berufen solltest, bitte ich dich zu berücksichtigen, dass in der PKS auch alle ausländerspezifischen Delikte enthalten sind, die ausschließlich nur von Ausländern begangen werden können, wie bspw. die unerlaubte Einreise oder der unerlaubter Aufenthalt. Aber sind das Fälle, die wir gemeinhin mit „Kriminalität“ in Verbindung bringen?
    Viele Grüße von der Ostsee

    1. Hallo Sven,
      danke für deinen kritischen und durchaus angebrachten Beitrag. ich möchte gerne versuchen Dir die Fragen zu deiner Zufriedenheit zu beantworten.
      zu 1.: Angst ist leider ein Gefühl, dass man nicht durch Gesetze aus den Genen der Menschen bekommt. Sie ist auch nicht rational – oder warum haben wir vor einer winzigen Spinne Angst, obwohl wir eigentlich wissen, dass Sie uns nichts tuen kann? Ich glaube dass in diesem Zusammenhang (beim Thema Zuwanderung und dem ganzen Rattenschwanz an Problemen der damit einherkommt) Angst und Wut einen gefährlichen Gefühlscocktail mixen. Angst lähmt oder bringt den Fluchtreflex an die Oberfläche – Wut schüttet andere Hormone aus, die aggressiv und zum kämpfen führen – alles dies hindert am rationalen denken, sondern lässt uns emotional handeln.
      Ich habe keine Angst – noch nicht. Die könnte ich aber bekommen, wenn sich irgendwann die Frage stellt, wie die ganzen Neubürger versorgt werden sollen. Die Steuergelder waren für die bisherigen Bezieher von Hartz IV schon knapp – nun kommen noch mal 50 % dazu. Meine Befürchtung: der Hartz IV Satz wird gesenkt. Spätestens dann habe ich Angst, Nicht nur, weil mein Job nicht bis zur Rente sicher ist und ich befürchte, irgendwann Hartz IV Bezieher zu sein. Sicher würde so eine Entscheidung für sozialen Sprengstoff sorgen und der Hartz IV Satz ist auch an eine Rechenformel gekoppelt – doch wie oft wurden solche Berechnungen neu nach unten veranschlagt? Ich traue unserer Wendehals-Regierung nicht über den Weg. Das ist vielleicht der Punkt, der in mir die größte Wut weckt.
      Ich habe keine Angst davor, dass mir ein Migrant meinen Job wegnimmt – dazu setzt er zu viel Fachwissen und jahrelange Erfahrung voraus. Ich denke, dass brauchen auch die wenigsten, die in Arbeit sind, haben und selbst ein Großteil der Arbeitssuchenden nicht. Es könnte sich aber auf die Beschäftigungslosen auswirken, die weder einen Schulabschluss noch eine Ausbildung haben.
      zu 2.: was ich meine ist die Verkettung des Glaubens mit dem täglichen Leben einerseits und der Verzahnung der Staatsführung mit der Religion anderseits. Ich selber bin Atheist. Trotzdem halte ich mich an die 10 Gebote – nicht weil ich „christlich“ bin, sondern weil dies auch die Regeln sind, die ich mir in der Erziehung beigebracht wurden um sein eigenes Leben im friedlichen Konsens mit anderen Menschen leben zu können. Wir haben hier glücklicherweise eine Trennung von Glauben und Regierung – was uns ermöglicht dem Glauben zu folgen, oder eben auch nicht. Niemand verlangt von uns Sonntags in die Kirche zu gehen und wenn jemand eine Bibel zerreißt, dann zerreißt er eben nur ein Buch – es hat nichts mit Gotteslästerung zu tun. Unser Glaube ist doch da mehr pragmatisch. Dort sehe ich das größte Problem. Im Prinzip sind wir ja tatsächlich „Ungläubige“, weil die Kirche bei uns im täglichen Leben kaum noch einen Stellenwert hat. Von mir aus kann jeder Muslim 20 mal am Tag gen Mekka beten – solange er akzeptiert, dass es andere Glaubensrichtungen gibt, die den gleichen Stellenwert haben wie seine Eigene.
      3.: im PKS Jahrbuch von 2014 heisst es: „Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der deutschen Tatverdächtigen um –1,5 % gesunken, die der nicht-deutschen Tatverdächtigen jedoch um +14,7 % gestiegen. Der starke Anstieg der Tatverdächtigenzahlen bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt in der hohen Anzahl der ausländerrechtlichen Verstöße (z.B. unerlaubte Einreise und unerlaubter Aufenthalt) im Zusammenhang mit Migrationsströmen begründet.“
      Es stehen ca. 1,5 Millionen deutschen knapp 600.000 nichtdeutsche Tatverdächtige gegenüber. Prozentual auf die Bevölkerungszahl sind „nichtdeutsche“ prozentual wesentlich häufiger in Straftaten verwickelt. Ich denke aber mal, dass dies nicht nur allein durch Verstöße gegen Ausländerrecht so stark nach oben gegangen ist. Die Statistik ist von 2014 – nicht von 2015.

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