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Wenn Daten löschen unter Windows zum Albtraum wird: Filexile lässt dich wieder ruhig schlafen..

..oder: wenn die Microsoft Bordmittel ausgereizt sind – dann ist der Zeitpunkt für Filexile!

Vielleicht kennt Ihr ja folgendes Szenario unter den Microsoft Betriebssystemen: Solange man eine Festplatte nur intern betreibt, funktionieren Löschvorgänge von Dateien problemlos – unter Umständen werden Administratrorrechte benötigt, die man durch einfachen bestätigen temporär erhält.

Zugriffsrechte DateiDoch es gibt Situationen, da funktioniert das löschen mit Bordmitteln nicht – sei es, weil die Berechtigungen zum löschen fehlen und nicht gesetzt werden können, sei es, weil Dateinamen ungültige Zeichen enthalten oder der Dateiname zu lang ist – sei es, weil ein Verzeichnis nicht leer ist, usw.. Windows findet einige Möglichkeiten, uns stundenlang mit Löschversuchen zu beschäftigen, die aber alle nichts bringen, weil Windows sich standhaft weigert auch nur eine einzige Datei in den Papierkorb zu verschieben.

(Bild links: Administrator aber keine Zugriffsrechte? Da wir es wohl beim löschen Fehlermeldungen hageln..)

Ich hatte diese Woche dieses Problem welches mich stundenlang beschäftigte – aber letztlich mit Bordmitteln nicht zu lösen war..

An meine neue Fritz!Box 7590 wollte ich als NAS-Laufwerk meine 4 Terrabyte BUFFALO Quadstore Festplatte anschließen (mit 4 Festplatten zu jeweils 1 TB als Raid 5 eingerichtet, deshalb nur 3 Terrabyte Speicher nutzbar). Das anschließen war ja kein Problem: jeder Depp kann einen USB Stecker in die Fritz!Box stecken.

Doch die Probleme traten beim indexieren der Dateien auf: es gab einen Ordner BUDATA, welcher Sicherungen diverser Betriebssysteme enthielt und der seit 2015 auf der Festplatte quasi verrottete – denn das damals dafür benutzte Backup-Programm wurde gegen ein besseres eingetauscht. In der Zeit halbherzig durchgeführte Löschversuche scheiterten aufgrund aller möglichen Fehlermeldungen.

Dieser Ordner enthielt 230 Gigabyte an Daten – das schlimme daran: es waren etliche 0 Byte Dateien, die den Index der Fritz!Box mit Müll füllten, dazu waren es insgesamt über 2 Millionen Dateien. Die Fritzbox kam bei diesem Ordner ins straucheln. Der Index lief bereits bei diesem Müllordner über.

Nun, den Ordner benötigte ich wie gesagt, nicht mehr – also nochmals versuchen den zu löschen – und schon war der halbe Pfingstmontag mit allen möglichen Versuchen, diesen Müll von der Platte zu fegen verplempert. Egal was ich versuchte – die Bemühungen gingen allesamt ins Leere, weil es dem damaligen Programm gelungen war, Dateinamen mit ungültigen Zeichen (Dazu noch über 256 Zeichen Pfadlänge) in das NTFS – Dateisystem zu schreiben. Selbst die Rechte ließen sich nicht sauber übernehmen: Als angemeldeter Administrator sollte ich mir Administratorrechte vom Administrator geben lassen, sagte mir Windows 10 – da fängt man schon mal an sich den Kopf zu kratzen..

Weder abgesicherter Modus, noch Kommandozeile funktionierten. Dieser Ordner wollte mir echt zeigen, wer der stärkere ist.

Filexile GUIIrgendwann musste mir google helfen. Und tatsächlich wurde ich fündig: ein kleines Freeware-Tool (knapp 1 Megabyte groß) namens “FILEXILE” löste alle meine Probleme! In der Programmbeschreibung heißt es auf englisch: “Simple program intended to delete and remove stubborn directories and files that cannot be removed by other means either because the path is too long, the name is invalid, or any of other errors that can be incurred upon file or directory deletion.” – übersetzt sagt es uns: Einfaches Programm zum Löschen und Entfernen von hartnäckigen Verzeichnissen und Dateien, die nicht mit anderen Mitteln entfernt werden können, entweder weil der Pfad zu lang ist, der Name ungültig ist oder andere Fehler, die beim Löschen von Dateien oder Verzeichnissen auftreten können.

Zugegebenermaßen ist die Optik nicht der Kracher – muss aber auch nicht, denn das Programm hat nur einen Zweck: Dateien zu löschen, die sich nicht löschen lassen – und das macht es zuverlässig. Abends das Programm gestartet – morgens mal geschaut und festgestellt, dass die Festplatte knapp 100 GB mehr Speicher hatte, als den Abend zuvor – und Abends als ich von der Arbeit kam, war alles erledigt, der Ordner war nur noch eine schlechte Erinnerung – dafür hatte ich 230 Gigabyte mehr Speicherplatz auf meinem Backup-Medium. Was hat das Programm noch zu bieten?

  • Es schaut automatisch nach Updates (die aktuelle Version 3.0 ist allerdings bereits über 1 Jahr untouched – das lässt vermuten, dass hier wohl keine Updates mehr kommen)
  • es bindet sich auf Wunsch im Windows Explorer ein, so dass Dateien bequem über das Kontext-Menü entfernt werden können
  • es hat eine Schutzfunktion, die das löschen von System-Dateien verhindern soll ( das habe ich aber aus verständlichen Gründen nicht getestet)
  • es hat Multi-Threading, so dass man bis zu 128 Dateien gleichzeitig löschen kann (dies ist aber von der verfügbaren Hardware abhängig)

Das war soweit der Überblick.

Was gab’s sonst noch? Na klar – auch das indexieren der Fritz!Box klappte nun einwandfrei und ich kann nun endlich von überall auf meine Daten zugreifen.

Wer ähnliche Probleme hat: hier ist der Link zum Programm Filexile. Das Programm ist Freeware.

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FILEXILE im Test

Preis/Leistungsverhältnis
Installation
Funktionsumfang
Kompatibilität
Usability

Gesamt

Es gibt Tools, die machen nur ein Ding, doch das machen Sie richtig gut: Filexile ist so eines. Es hat nur eine Aufgabe - Dateien, denen man mit Bordmittel nicht mehr beikommt von der Platte zu fegen - und das macht es perfekt. Dazu ist es Freeware und Open Source. Absolute Empfehlung!

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Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

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