Modernes LebenRezepte

Putenburger Rezept – das „GERMAN“ Original..

..oder: von wegen Putenburger - das ist ein "Putenplattfleischklops in Brot"

..oder: von wegen Putenburger – das ist ein „Putenplattfleischklops in Brot“

Heidiho liebe Community! Wie steht’s mit euch? Mögt Ihr die immer häufiger auftretenden Anglizismen? ICH HASSE DIE!

Doch auch weitab vom Berufsalltag (grade bei mir in der IT gibt es kaum noch German Words – it’s all voll in the Englisch Speak übertranslatet – da ist eine Hauptplatine ein Mainboard und eine Aufgabe ist ein Task, und, und, und.. manchmal träume ich sogar in schlechtem Englisch – und wache schweissgebadet auf, weil ich den google Übersetzer auf meinem im Traum sehr störrischem tragbarem Heim-Computer nicht starten kann) haben sich immer mehr Begriffe aus dem englischsprachigem Raum etabliert und manifestiert. 

Apropos Heim Computer, die sich in dein Leben einmischen: lest doch mal beim Buddy – der hat einen Rechner aus dem Hause dessen Namen ich nicht aussprechen darf, weil dann mein Windows Rechner direkt einen Bluescreen anzeigt, den auch nur er hört – was wahrscheinlich besser ist. Lest mal seine Geschichten aus dem Agenturalltag – ihr werdet euch vor lachen abrollen..

Putenburger Rezept - das "GERMAN" Original..(Bild rechts: Der Fleischwolf-Vorsatz der KENWOOD Cooking Chef XL darf mal in Aktion treten. Der kann nicht nur Fleisch zerfasern und mittels verschiedener Tüllen sogar Würste füllen, sondern auch Spritzgebäck für Weihnachten kann man damit einfach herstellen.)

Auch in der Küche und im Haushalt werden uns diese Begriffe untergeschoben – „COFFEE TO GO“ – hinfort mit Dir! Es heisst „ein Kaffee zum mitnehmen“! Und nix mit Ahornsirup, Hafermilch und ähnlichem Blödsinn. Ein Kaffee enthält Kaffee und maximal Milch von glücklichen Kühen und einer Prise gutem deutschen Zucker aus deutschen Zuckerrüben – ENDE! Genauso ist es mit dem Hamburger! Schon das pieselige Sesambrötchen mit dem nichtssagendem Geschmack eines Wattebällchens. Wüüürrrg.. So, das musste mal gesagt werden!

Widmen wir uns also meinem Rezept, welches von unbedarften Koch-Amateuren wahrscheinlich Putenburger genannt würde – doch weit gefehlt, es ist ein „Putenplattfleischklops in Brot“. Urdeutsch sozusagen! JEDER DER WAS ANDERES BEHAUPTET IST VOLL DOOF UND SOLL HEUTE ABEND HUNGRIG INS BETT!

Putenburger Rezept(Bild links: der fertige „Putenplattfleischklops in Brot“ – leckerer und ernährungstechnisch wertvoller als jeder Hamburger. Dazu hält er länger satt. Ein echtes Power-Food – Entschuldigung, meine natürlich „Kraft-Essen“ )

Warum mache ich einen Burger (meine natürlich Plattfleischklops in Brot) aus Putenfleisch und nehme dafür kein Rindfleisch? Der Grund sind die Kalorien! Während Gehacktes aus Rindfleisch ca. 230 Kalorien hat, kommt die Pute mit knapp 110 Kalorien nicht mal auf die Hälfte. 

Ich habe nämlich seit 2 Wochen mit dem laufen meine Probleme, da ich bei einem unserer dienstäglichen „philosphischen Spaziergängen“ mit dem Fußknöchel umgeknickt bin und seitdem eher humpelnder Weise unterwegs bin. Das zeigt sich sofort auf der Waage: ohne tägliche Bewegung zeigt die Ziffernanzeige des Anzeigefensters täglich etwas mehr an.


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Da gibt es nur 2 Möglichkeiten: entweder weniger essen – ooooder, das gleiche essen aber dabei weniger Kalorien zu sich nehmen. Ich habe mich für Tor 2 entschieden und esse das gleiche – aber Kalorienbewusster: 2 x am Tag eine übersichtliche Mahlzeit und Abends einen Salat.

Doch ich will euch ja nicht mit meinen Krankheitsgeschichten und Wehwehchen langweilen, sondern euch ein lecker Rezept präsentieren – also Bitte: „DA ISSES“: 

Rezept: „Putenplattfleischklops in Brot“

Was brauchen wir für das Rezept? Um das Putenbrustfleisch zu „Hack“ zu verarbeiten braucht man einen Fleischwolf. Ich benutze dafür den Fleischwolf-Vorsatz meiner KENWOOD Cooking Chef XL.

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 Gr. Putenfleisch (Putenbrustfilet) – ausreichend für 4 Flachfleischklopse
  • 5 Eier (4 für die Brote – 1 für das binden des Fleischbräts)
  • 4 halbe Scheiben Emmentaler oder Gouda 
  • ca. 100 Gr. Paniermehl
  • 100 ml Speiseöl
  • 4 große Scheiben Brot (ich kann das Brot „Feuerlaib“ vom Dortmunder Citybäcker wärmstens empfehlen)
  • Salz und Pfeffer zum würzen

die Zubereitung:

Zuerst schneiden wir für das Putenburger Rezept (meine natürlich für den „Putenplattfleischklops in Brot“) das Putenfleisch in handliche fingergroße Stücke und stecken die in den Zuführtrichter des Wolfs – die Geschwindigkeit wähle ich niedrig. (1-2). Den Wolf habe ich mit der mittelgroßen Scheibe bestückt. Da wird das Fleisch nicht zu matschig und pampig. Mit dem beiliegendem Stopfer kann man etwas nachhelfen, falls das Fleischstück nicht von alleine vor die drehbare Schnecke fällt. 

Putenburger Rezept(Bild rechts: hier werden gleich mal 8 Klopse auf Vorrat gebraten. Fertig gebraten halten sich die Bratlinge ein paar Tage im Kühlschrank – aber so alt werden die sicher nicht, weil die viel zu lecker sind..)

Das fertige Brät ist von der Konsistenz etwas feucht und matschig – da müssen wir noch mal bei, um das zu ändern. Etwas Paniermehl und 1 Ei und etwas durchkneten und schon haben wir eine festere Bindung. Magic, oder?..

Nun kommt der etwas eklige Part: das Putenfleischhack formen wir mit den Händen zu Bällen, rollen die zuerst in den Händen, drücken die schon mal flach und legen die dann ins heiße Fett.

Beachte: Das Fett sollte hoch genug sein um knapp bis zum unteren Drittel der Fleischbrätlinge zu reichen, damit das Fleisch richtig durchgebraten ist. Sollten die Brätlinge innen noch Rosa sein, dann nochmal in die Pfanne (alternativ geht auch die Mikrowelle bei höchster Stufe: der Vorteil, die Fladen bräunen nicht mehr und können auch nicht anbrennen.

Um die Fladen noch flacher zu bekommen drücke ich noch mit einem Pfannenwender auf das Plattfleischklöpschen – je dünner umso besser.


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In der Pfanne lassen wir die gut anbräunen und wenden die ab und zu, um eine gleichmäßige Bräunung zu bekommen..

Ein Tip zum wenden: heißes Fett ist so eine Sache – Fettspritzer können echt schmerzhaft sein, wenn beim wenden so ein Fladen vom Pfannenwender ins Fett klatscht und das Fett dabei aus der Pfanne fliegt.

Gefahrloser ist es einen Fladen beim wenden auf einen anderen in der Pfanne zu legen und dann mit dem Pfannenwender von dort den bereits gewendeten Klops ins Fett gleiten zu lassen.

Haben die Fleischfladen die gewünschte Bräunung, lege die auf einen Teller damit Sie etwas abkühlen..

Nun schneide die 4 Scheiben Brot in der Mitte durch und toaste die noch mal ein bisserl an um den Geschmack des Brotes etwas mehr zu betonen. Jeweils eine Scheibe für Ober – und Unterteil brauchen wir für einen „Putenburger“. Je nach Geschmack kann man Remoulade, Barbeque-Sauce, Ketchup oder Aioli auf das Brot streichen um den Geschmack noch weiter zu verbesasern.

In die Pfanne schlagen wir nun vorsichtig die Eier und mit dem Pfannenwender schieben wir allzu naseweises Eiklar zurück in Richtung des Eidotters, damit das Spiegelei ungefähr die Form des Brotes, bzw. des Fleischklopses bekommt. Ist das Eiklar soweit gestockt, dass es nicht mehr in alle Richtungen davonläuft noch mal kurz den Pfannendeckel für 2-3 Minuten auf die Pfanne geben. Der Herd kann aber bereits ausgemacht werden. Durch die vom Öl abgegebene Resthitze gart das Ei von alleine weiter.

Jetzt darfst Du die leckeren „Putenplattfleischklopse in Brot“ zusammenbauen: unten eine bestrichene Scheibe Brot – darauf ein Fleischklops – darauf die halbe Scheibe Käse – darauf das Ei – darauf die obere Scheibe Brot. Nicht zu feste drücken: das Eigelb läuft sonst gerne aus und versaut den ganzen Teller.


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Beim Essen sollte man deshalb etwas aufpassen – das Ei kleckert ganz gerne raus. Geschmacklich ist das Teil wesentlich leckerer als ein Burger – er hat auch den Vorteil, dass er wesentlich länger satt hält, denn das Weizenmischbrot sättigt wesentlich länger als die nur Luft und schnelle Kohlehydrate enthaltenden Sesam-Brötchen.

Dazu passt gut ein Eisberg-Salat mit Miniromatomaten und Schafskäse.

Probiert es mal aus und schreibt mir, wie es euch geschmeckt hat..

P.S: Demnächst kommt mal wieder was technisches: Ein Test der SAMSUNG Galaxy Watch 5..

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Doktor Nerd

Peter, auch bekannt als DOKTOR NERD, hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er war früher in sozialen Netzwerken aktiv - bis er feststellte, dass die sozialen Netzwerke ohne Ihn besser dran sind (und umgekehrt!). Hier schreibt er über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein… More »

6 Kommentare

  1. Pute ist sowieso klasse. Super Fleisch ohne Sehnen oder Fett, als Gulasch gemacht beispielsweise wird das butterzart. Wenn Du dann noch irgendwo einen Ökobauern hast, bist Du auch nicht gleich nach Genuss mit Antibiotika geimpft. 😉 Als Bullete /Fleischklopps /Frikadelle hab ich das noch nicht probiert, das hole ich aber nach. Sieht jedenfalls vielversprechend aus.

    1. Hallo Peter,
      ja, das einzige was beim Putenbrustfilet stört ist diese blöde Haut. Die kann man ganz gut mit 2 Gabeln abziehen. Ab und an hat so ein Stück auch eine Sehne da drin – da schneide ich dran längs. Es geht halt nix über richtig scharfe Messer in der Küche. 😉
      Die Putenplattfleischklopse werden jedenfalls ein Dauergast in meiner Küche werden – ich finde die Mega als schnellen Snack.. 🙂
      CU
      P.

  2. Oh, das sieht aber gut aus!
    Denke mal, dass ich das Rezept heute abend mal ausprobieren werde.
    Und danke für den Tipp mit dem Wenden! Ich habe die Buletten immer auf einen extra Teller abgelegt, dann gedreht und vorsichtig wieder in die Pfanne gelegt. So kann ich mir jetzt den dreckigen Teller sparen!

    1. Hallo Claudia!
      Ich glaube Du bist neu hier? Dann ein herzliches Willkommen.
      Ja, das ist Pute mal anders – klar, man mus das Fleisch nicht „wolfen“, sondern man kann die Putenbrust auch Stückweise abschneiden, mittels Schmetterlings-Schnitt aufklappen, etwas mürbe klopfen und dann wie ein Kotelett panieren und braten (das ist auch etwas saftiger) – aber beim panieren mit Mehl, Ei, und Panade bleibt immer etwas über, was entsorgt werden muss – und 3 Teller müssen auch in die Spülmaschine.
      Ja, der Trick mit dem wenden war eigentlich ein Zufall, weil mir häufiger so ein Fleisch-Fladen, ein vorwitziger Kartoffelpuffer – oder eben besagte panierte Schnitzel beim wenden ins Fett plumpsten und ich am quicken war, weil so heiße Fettspritzer echt doof sind und übel zwirbeln.
      Als mir einmal so ein missglückter Wendeversuch auf die anderen in der Pfanne selig vor sich hin bruzzelnden Lebensmittel fiel, der befürchtete Spritzregen ausblieb und ich auch total easy mit dem Pfannenwender nun das Teil ganz einfach von dort abheben und ins Fett gleiten lassen konnte, dachte ich mir: das machste jetzt immer so..
      Und warum soll man solche Tips nicht weitergeben.. 😉
      Bleib gesund
      CU
      P.

Geistesblitz da lassen..

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