Hardware

  • Das Möchtegern-PC SAMSUNG Tablet Tab S7 im Test..

    ..oder: ein Tablet, das glaubt ein PC zu sein – kann dieser Größenwahn gut gehen?..

    Mehr durch Zufall lest Ihr hier den Samsung Tab S7 Test. Ja, denn seit neuestem bin ich Besitzer eines Tablets – genauer dem SAMSUNG Tab S7. Lange hatte ich mich gegen den Einsatz derlei Tand gesträubt: 1 NAS, 2 Laptops, 1 Gaming-PC und verschiedene Smartphones deckten bisher meine Bedürfnisse zum arbeiten und zur Kommunikation mit der Außenwelt ausreichend ab. Mehr durch Zufall drängte sich mir das Bedürfnis eines Tablets auf – die “KENWOOD Cooking Chef XL connect” (Test dazu hier) nutzte mittels einer App das “Guided Cooking” – und in der Küche mit von Teig verschmierten Fingern auf einem kleinen Handy-Display rum grabschen zu müssen, schien mir alles andere als zielführend zu sein.ZBook 15 G3 SAMSUNG S7 Huawei P30 Pro

    (Bild rechts: ein Teil meines “Büros” – das Huawei P30 Pro, das HP ZBook 15 G3 und der “Neuankömmling” das SAMSUNG Tab S7. Im Vergleich zum Tablet wirkt das Notebook riesig – ist es aber nicht. Übrigens kostet die HP Tastatur des Notebook ungefähr 50,00 € – und die hat wenigstens einen vernünftigen Anschlag, 10er Tastatur und ist obendrein in 3 Stufen beleuchtet. Das zum Thema Ersatzteil – und Zubehörpreise.)

    Ein Fehlkauf: das SAMSUNG Tab A7

    Aufgrund der anfänglich bescheidenen Ansprüche kaufte ich zuerst das aktuelle SAMSUNG Tab A7 für ca. 230,00 €. Allerdings war ich von diesem Billig-Tablet so enttäuscht, dass ich es bereits 2 Tage später zurücksandte. Optisch war es durchaus wertig – aber die Ausstattung? Zum weglaufen.  Gesichtserkennung mit Kamera? Die Kamera ist so lausig und lichtschwach, dass dies nicht einmal bei Festbeleuchtung klappte. Ich habe tatsächlich wiederholt nachgeschaut ob ich eine Schutzfolie übersehen habe, die eventuell die Linse vernebelt – aber dem war nicht so – die Kamera ist wirklich so (verzeiht das Wort) kacke!

    Zur miesen Kamera passt auch die Display Auflösung, die irgendwann im EDV-Mittelalter ausreichend war. Auch der abgespeckte Arbeitsspeicher mit nur 3 GB brachte eher Frust als Lust. Und sollte die Info auf der SAMSUNG Webseite stimmen – eine Bedienungsanleitung oder überhaupt zielführende Infos zur Hardware gibt es ja leider nicht – ist dort noch der uralte USB 2.0 Standard verbaut. Gut, für knapp 200 € kann man nicht viel verlangen. Aber hören wir auf auf dem unschuldigen Ding rumzuhacken – es kann ja nichts dafür. Das Leistungsspektrum des A7 ist jedenfalls für etwas ambitionierte User nicht geeignet..


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    (Bild links: Das Tablet SAMSUNG Tab S7 – hier mit der praktischen (aber völlig überteuerten) Original Samsung Tastatur mit Touchpad. Das Gerät ist toll geeignet um Videos zu schauen, hat die aktuell schnellste 865+ OctaCore CPU, hochauflösendes Display mit 2560 x 1600 Pixeln, einen Superklang aus 4 eingebauten Lautsprechern und der Akku hat mit 8000 mAh genug Power um einen ganzen Tag durchzuhalten.)

    SAMSUNG Galaxy 7S Tablet 800pxAber welches Tablet sollte es dann sein? Ein iPad aus Hause Apple schloss ich erstmal aus – die Preise waren mir doch etwas zu happig. Zum Vergleich: das aktuelle SAMSUNG Tab S7 Tablet mit 128 GB und integriertem Pen kostest 681,00 € – dazu kam das Book Cover Keyboard EF-DT870, welches 194,86 € kostet. Das Samsung hat dazu den Vorteil, dass man eine Micro-SD Speicherkarte einbauen kann – die kostete mit 256 GB Kapazität 65,00 €. Damit kam das Tablet auf insgesamt 931,86 €.

    Das iPad Pro wäre mit der gleichen vergleichbaren Ausstattung im Grundpreis mit 256 GB Speicher auf 964,05 € für das iPad + 151,00 € für den Pencil + 330,45 € (ja das ist kein Scherz! Apple will für eine pieselige Tastatur fast 350 Euro haben) = insgesamt 1445,50 € gekommen. Über 500 Euro mehr, nur um einen Apfel  – der auch noch angebissen ist – auf der Rückseite zu haben? Nee…

    Das Tab S7 – die Features

    Da es von dem Tab S7 auch eine + Version mit größerem Bildschirm gibt, sind diese beiden Modelle die direkten Konkurrenten zu den Apple iPads der Pro-Serie, die auch in 2 Größen erhältlich sind. Also schauen wir uns das Samsung S7 Tablet genauer an, denn es ist wirklich von der Hardware ein richtig tolles Gerät:

    • Das Gehäuse ist absolut hochwertig – mich erinnert der Rand aus gebürstetem Edelstahl und den planen Glasdisplay an mein altes iPhone 4S. Optisch ähnelt es damit auch den aktuellen iPads und iPhones, die sich an dem damaligen Design orientieren. Auf der Rückseite ist eine magnetische Ladefläche für den beiliegenden S-Pen. Die Objektive der Kameras stehen etwas hervor – dies stört aber nicht.
    • es gibt nur einen einzigen USB-C Anschluss am unteren Gehäuserand. Hierüber wird das Gerät geladen und auch Hardware kann dort eingesteckt werden. Des weiteren einen Schacht für eine Micro-SD Karte für bis zu 1TB Speicher. Der Ein-und Ausschalter fungiert gleichzeitig als Fingerabdrucksensor. Daneben befindet sich die Lautstärke-Wippe, die ich allerdings als etwas klein empfinde.
    • die CPU ist ein topaktueller Qualcomm Snapdragon 865+ OctaCore Prozessor – damit schlägt sich dieses Tablet in den Benchmarks hervorragend (die Tab S7 Reihe und die Apple iPads teilen sich die vorderen Plätze)  und ist gleichauf mit den Apple Tablets und deren aktuellen Bionik 12Z CPUs
    • das 11” Display ist ein kontrastreiches ITPS Touch-Panel mit 2560 x 1600 Pixeln (WQXGA) Auflösung ohne Notch, da die Kamera im Rahmen verbaut ist. Das Display ist sehr gut und kann 120 Hertz – kann aber zum Energiesparen auch auf die gängige 60 Hertz Bildwiederholrate eingestellt werden.
    • das Tablet hat 4 eingebaute Lautsprecher und Dolby Atmos – der Klang ist richtig kraftvoll und kann locker einen ganzen Raum beschallen.
    • der Akku hat eine Kapazität von ca. 8.000 mAh und hält damit locker einen ganzen Tag durch – im Standby hatte ich nach 3 Tagen noch über 50% Akkuladung. Natürlich wird Schnellladen mit bis zu 45 Watt unterstützt aber leider kein induktives laden.
    • die 2 Hauptkameras auf der Gehäuserückseite erfassen die Kameraopfer mit 13 und 5 Megapixeln auf und liefern ordentliche Bilder und Videos (Videos in bis zu 4k mit 30 fps). Wunder sollte man aber nicht von den Ergebnissen erwarten – an die aktuellen Smartphone-Kameras vom Kaliber eines Huawei P40 Pro kommen die natürlich nicht heran. Jedoch sind die Bilder im Vergleich zum Tab A7 um Welten besser. Die Front-Kamera kann zur Face-ID Entsperrung genutzt werden. Auch die Kamera-App bringt genügend Features mit – und naturgemäß nutzt man aufgrund der Unhandlichkeit beim fotografieren eher selten ein Tablet.
    • als Betriebssystem kommt Android 10 zum Einsatz. Es gibt zusätzliche Apps um das Tablet professionell zu nutzen – besonders ist hier SAMSUNG DeX (Desktop Extension?) zu nennen. Grade an Menschen die gern zeichnen hat Samsung gedacht. Die professionelle “Clip Studio Paint” App ist für 6 Monate kostenlos. Diese App ist überaus mächtig und kann sogar 3D Modelle importieren um mit Ihnen zu arbeiten. In Verbindung mit dem S Pen kann man dann das Tablet als Grafiktablett nutzen.
    • bei den S Modellen legt Samsung den S-Pen als Zubehör kostenlos dazu, mit dem man direkt auf dem Display zeichnen kann. Die Rückseite des Tab S7 hat extra neben der Kamera eine magnetische Ladestation für den Stift. So ist er immer griffbereit und geladen. Das Display hat eine eingebaute Logik, die das aufstützen mit dem Handballen beim zeichnen erkennt.  Dadurch ist unverkrampftes malen möglich.

    Zubehör und Preispolitik

    Ein Wort zum Zubehör: Es ist ja schön, dass das Tab S7 schnellladen mit 45 Watt unterstützt – dann aber nur ein billiges 15 Watt Ladegerät beigelegt wird. Ebenso es ist löblich, dass SAMSUNG dem S7 den S Pen beilegt und das Tablet auch diverse Magnethalterungen am Gehäuse, sowie eine Ladevorrichtung hat, aber auf der anderen Seite ist der Preis in Höhe von fast 200,00 € für die optional erhältliche Tastatur mit Touchpad völlig überhöht (und die Tasten sind nicht mal beleuchtet). Zur Erinnerung: Für 200,00 € bekommt man das komplette Tablet A7. Auf Amazon gibt es Tastatur-Cover für das S7 um die 40,00 € – und die sind auch nicht viel schlechter. Na, und das Apple für eine Tablet Tastatur fast 350,00 € verlangt, das ist schon an der Grenze zum Wucher!


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    (Bild rechts: Die Werbung gaukelt es vor – ein Tablet ist ein gleichwertiger PC oder Laptop-Ersatz. Wer das glaubt, der hat im Büro wohl nur aus dem Fenster geguckt, anstatt produktiv zu arbeiten. Die Realität ist eine gänzlich andere..)

    SAMSUNG Werbung

    Werbung vs. Realität

    Doch wie ist es mit der in der TV-Werbung frechen Behauptung: “Morgens ein PC – Abends ein Tablet!..”?

    Das ist – wie so vieles in der Werbung – reine Augenwischerei. Ich weiß ja nicht, wie sich die Jungs in der SAMSUNG Werbeabteilung das arbeiten der Menschen außerhalb ihrer Phantasie-Blase so vorstellen? Scheinbar reicht es mit dem S-Pen ein paar bunte Kringel auf den Bildschirm zu malen, das Tablet der Sekrätärin auf den Schreibtisch zu knallen und ihr zuzurufen: “Frau Meier, kümmern Sie sich bitte darum!..”, während man das Büro Richtung Golfplatz verlässt..

    Fangen wir doch mit dem grundsätzlichen Dingen an – der Kommunikation: In Firmen wird dazu meistens das Programm Outlook von Microsoft genutzt. Die Windows Desktop-Variante ist mit der Outlook-App nicht mal ansatzweise zu vergleichen. Es gibt keine Filter, keine Regeln, keine email-Verteilerlisten, kein Adressbuch, und und und…

    Die Android-Variante von Outlook ist nichts weiter wie jedes andere kostenlose Mail-Programm, dem Microsoft zufällig den Namen Outlook gegeben hat, weil Ihnen grad kein Besserer einfiel.

    Was ist mit den anderen Microsoft Office Programmen – sorry, meine natürlich Apps – wie Excel und Word? Das mächtige Word mutiert zu einem besseren HTML-Editor. Ca. 90% der Einstellmöglichkeiten der Windows Desktopvariante sind nicht vorhanden – selbst eingebettete Schriftarten werden nicht korrekt angezeigt.  Versucht mal einen Serienbrief zu schreiben. Geht nicht? Siehste..

    Ähnlich sieht es bei Excel aus. Die Dateien lassen sich öffnen, sehen auch ganz gut aus, aber wehe, es geht ans bearbeiten – dann ist Schicht am Schacht, wie man im Pott sagt. Ich möchte mal eine Buchhalterin sehen, wenn die auf einer klappernden Mini-Tastatur ohne Zehnerblock Buchungen eingeben soll – ich schätze nach einer halben Stunde stirbt das Tablet den “Flieg aus dem Fenster”-Tod..


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    Ich will Microsoft da keine Vorwürfe machen, denn schließlich haben die natürlich hauptsächlich vor, ihr Desktop-Betriebssystem Windows 10 und die Desktop-Version von Office 365 zu verkaufen. Bei anderen Software-Herstellern ist es aber vermutlich ähnlich. Viele bekannte Firmen bieten deshalb erst gar keine App Varianten Ihrer Desktop Programme an.

    Geht es um malen oder zeichnen, dann sind die Tablets super geeignet – aber im normalen Büro-Alltag haben die nichts verloren. Ausnahmen sind hier vielleicht die Tablets mit dem Windows Betriebssystem obwohl die auch eher Spielzeuge für Abteilungsleiter mit Minderwertigkeitskomplexen sind und die Teile nach einer Woche ihr Restdasein ungenutzt im Schrank verbringen.

    Nun, auch das SAMSUNG Tablet Tab S7 kann da nichts für – es kann ja nur mit den Apps arbeiten, die man installieren kann.

    Die Produktseite: eine Verkaufsshow ohne wirkliche Infos!

    Kleiner Exkurs: Und selbst die hauseigenen Apps von SAMSUNG sind nicht das gelbe vom Ei. Als Besitzer der SAMSUNG Watch 3 kann ich die SAMSUNG Health App nicht auf dem teuren TAB S7 installieren, da ich nicht die LTE Variante gekauft habe und die App nur mit Mobilfunkanbindung läuft. SAMSUNG hat wohl noch nichts davon gehört, dass man Smartphones als Hotspot nutzen kann und es möglich ist Wi-Fi fähige Geräte in einem Mesh zu betreiben und die Geräte untereinander kommunizieren. Und wer glaubt, dies wäre ein aktuelles Problem – über dieses Problem ärgern sich User in den Foren seit 3 Jahren ohne das SAMSUNG meint etwas verbessern zu müssen.. Doctor Nerd

    Ein Wort noch zur SAMSUNG Webseite. Hier orientiert man sich an der von Apple – alles ist toll, wird blumenreich beschrieben – aber wirkliche Fakten und technische Details findet man selbst auf den Supportseiten kaum. Eine Bedienungsanleitung für das Tab A7 gibt es beispielsweise nicht (für das S7 glücklicherweise schon). Überhaupt sind die technischen Daten scheinbar für den User nicht interessant. Da lobe ich mir den Hersteller HP, der zeigt, wie es richtig geht. Einfach die Produktbezeichnung oder Nummer und „Quickspecs“ eingeben und man bekommt zu jeder Hardware ein PDF angeboten in denen alle Infos, erhältliches kompatibles Zubehör und Ausstattungsvarianten aufgelistet sind.

    Was bleibt als Fazit? Das SAMSUNG Tab S7 ist ein tolles und leistungsstarkes Tablet mit viel Power. Es gibt nichts daran auszusetzen. Der Preis für das Tablet ist aber meines Erachtens nach etwas zu hoch – 200,00 € weniger wären realistischer. Dazu kommen die Apothekenpreise für das Zubehör. Hier melkt SAMSUNG den Kunden leider noch mal so richtig.

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    p align=“justify“>Wie sehr Ihr das? Ist das SAMSUNG Tab S7 ein tolles Gerät oder nutzt ihr Tablets von anderen Herstellern? Und ärgert Ihr euch euch über Webseiten auf denen alles in den höchsten Tönen gelobt wird – aber kaum wirkliche Fakten zu finden sind?

    Das SAMSUNG Tab S7 im Test

    Preis/Leistungsverhältnis - 75%
    Aussehen - 90%
    Verarbeitung - 90%
    Haptik - 91%
    Kompatibilität - 88%
    Zubehör - 73%
    Energieverbrauch - 87%

    85%

    Ergebnis

    Samsung hat neue Tablets vorgestellt. Sowohl die A als auch die S Serie haben neue Mitglieder mit der Nummer "7" bekommen. Taugen die Geräte was? Ich habe beide getestet. Hier mein Ergebnis: Zum Tab A7 kann ich nur eins sagen: FINGER WEG! Stimmen die Infos auf der SAMSUNG Webseite ist dort noch der USB 2.0 Standard verbaut. Wie das mit einem USB C-Anschluss einhergehen soll ist fraglich. Auch der Rest der Hardware ist eher aus der Ramschkiste als State of the Art. Das Tab S7 ist das genaue Gegenteil! Hier ist alles an verbauter Hardware auf höchstem Standard. Im innern des Tablets werkelt der Qualcomm Snapdragon 865+, der damit in den Benchmarks den Spitzenplatz einnimmt (gleichauf mit den aktuellen Apple iPads). Das Display ist 11" groß und hat eine Auflösung von 250 x 1600 Pixeln. Außerdem hat es eine Bildwiederholrate von 120 Hz, die man um Akku zu sparen auch auf 60 Hz heruntertakten kann. Der Akku im "kleinen" S7 mit 11" hat eine Kapazität von 8.000 mAh - damit kommt man gut über den Tag. Schnelladen wird mit bis zu 45 Watt unterstützt - im Lieferunfang ist aber leider nur ein 15 Watt Adapter. Das Gehäuse ist aus Metall und Glas, sehr wertig verarbeitet und orientiert sich vom Design an der aktuellen Apple Hardware. Als Betriebssstem kommt das ANDROID in Version 10 zum Einsatz mit den typischen Samsung Anpassungen. Im Lieferunfang bereits enthalten ist der S-Pen, mit dem man das Tablet auch als Zeichentablet nutzen kann. Auch Zeichensoftware ist bereits vorinstalliert. Die Preise beginnen bei 681,00 € (für das 11" Modell mit Wi-Fi und 128 GB) und gehen hoch bis 1149,00 € (für das 12,4" Modell mit 5G). Die Preise finde ich etwas happig. Besonders beim Zubehör hält SAMSUNG hier die Hand sehr weit auf. Ebenfalls ein Kritikpunkt: auf der Webseite sind technische Infos kaum zu finden.

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  • die richtige PC-Netzteilstärke bestimmen – so geht’s..

    ..oder: welches PC-Netzteil liefert genügend Strom?

    Erinnert ihr euch noch? Früher, so in den 90er Jahren war der Netzteilkauf einfach – denn in den hässlichen eierschalenfarbenen Gehäusen war das Netzteil schon ab Werk eingebaut. Dort versah es unbemerkt jahrelang seinen Dienst – meistens war es immer noch intakt, wenn man das Gehäuse gegen ein anderes austauschte.

    alter PCDoch die Zeiten sind lange vorbei. Irgendwann bemerkten die Gehäuse-Hersteller, dass es lukrativer ist, die Metallboxen ohne Stromwandler auszuliefern und auch die Hardware der PCs wurde im laufe der Jahre immer umfangreicher und leistungshungriger. In Hardcore Gamer PCs sind manchmal mehrere Grafikkarten verbaut.  Bei einem Stromverbrauch von über 200 Watt je Karte, wäre jedes der alten Netzteile überfordert.

    (Bild links: PC Gehäuse aus den 90er Jahren – funktional, aber schön ist anders. Irgendwann war Schwarz das neue Weiß und die Gehäuse-Designer konnten tatsächlich schöne UND funktionelle Gehäuse bauen. Dabei liessen sie aus Gründen der Gewinnoptimierung die vorher bereits verbauten Netzteile weg.)

    Aber wie kann man ausrechnen, welches Netzteil man benötigt, wenn man die Standardkonfiguration eines simplen Office-PCs  (Onboard-Grafik und eine HDD) verlässt um sich selber einen Server zusammenzubauen, der mehrere Speicherriegel, ein halbes Dutzend Festplatten, etliche USB- Geräte und eine High-End Grafikkarte enthält, damit der Admin auch mal ein bisschen zocken kann? Braucht man 300 Watt? 500 Watt? 800 Watt? Vielleicht sogar eines mit Kabelmanagement? Die Palette an angebotenen Netzteilen reicht bis über 1000 Watt – und sind dementsprechend teuer. Doch braucht man so ein Kraftpaket? Und muss es ein so teures sein, denn je höher die Wattzahl des Netzteils wird, ums schneller kommt man in Preisbereiche, bei denen man schwer ins schlucken kommt. 200 € für ein Netzteil? Da gab es früher 2 Netzteile für – inklusive den Gehäusen!

    Es macht also Sinn den Strombedarf des heimischen PCs vorher zu berechnen – es lässt sich so schnell ein 50 Euro Schein sparen.

    Aber wie kann man den Strombedarf berechnen? Bei den meisten Hardwarekomponenten findet man die Angaben nicht oder nicht so ohne weiteres.

    rm850_sideview_aGlücklicherweise bieten einige Hersteller von Netzteilen Online Tools an, die einem helfen die benötigte Wattzahl  des PCs und damit des Netzteils ohne besondere Kenntnisse zu berechnen. Diese Online-Tools von Enermax  oder  be quiet helfen dabei, die richtige PC-Netzteilstärke zu finden. Ich persönlich finde das Enermax Tool umfangreicher. Man wählt Mainboard-Sockel, CPU, CPU-Frequenz, die Grafikkarte, Anzahl belegter Speicherbänke, die Anzahl der angeschlossenen Festplatten (IDE, S-ATA, SSD), wie viele USB Ports mit Geräten belegt sind. Das war’s. Dann noch auf “Calculate” klicken und das Ergebnis wird angezeigt.

    Die Ergebnisse der Tools unterscheiden sich dabei leider um einiges. Eventuell liegt es daran, dass das Enermax Online-Tool umfangreicher ist und mehr Verbraucher einschließt. Meine Konfiguration benötigte bei Enermax 606 Watt, bei be quiet aber nur  447 Watt.  150 Watt Verbrauch Unterschied? Die machen sich natürlich sofort auch im Preis bemerkbar, weil man gleich eine ganze Leistungsstufe höher ist.

    Trotzdem kann man dies Tools nutzen, um wenigsten einen ungefähren Ansatz zur benötigten PC-Netzteil Stärke zu haben. Dass teuer nicht unbedingt auch besser sein muss, musste ich selber am eigenen PC erfahren: mein über 160 € teures Corsair Netzteil mit 850 Watt – mit Kabelmanagement,  80 PLUS  Gold Zertifizierung und 5 Jahren Garantie strich nach nicht einmal anderthalb Jahren die Segel. Das äußerte sich, wenn die Grafikkarte GTX 970 bei 3D-Spielen stark gefordert wurde. Pfft – und der PC bootete neu. Mein ASUS Mainboard meldete dann dass es aufgrund instabiler Spannung den PC notabgeschaltet hatte. Ein Blick in das BIOS im Bereich „Monitor“ zeigte, dass statt 12 Volt nur 10,46 Volt Leistung am Board ankamen. Eindeutig zu wenig..
    Das einschicken zwecks Reklamation dauert 4-6 Wochen. 6 Wochen ohne Rechner? Für die Zeit musste ich mir ein billiges Ersatznetzteil bestellen – und da kamen mir diese Tools grade Recht – denn die half mir ein Netzteil in der Preisklasse bis 60 Euro zu finden, welches sogar Kabelmanagement hat.

    Probiert die Tools doch mal aus – vielleicht findet Ihr auch heraus, dass Ihr beim nächsten Netzteilkauf eine ordentliche Portion sparen könnt.

    Online PC Netzteil Ermittler im Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Funktionsumfang
    Usability

    Gesamtergebnis

    das finden der richtigen PC Netzteil-Leistungsklasse kann den normalen User schnell ins grübeln bringen. Doch auch ein Modder oder jemand der einen Gamer PC bauen möchte, muss wissen, welches Netzteil genug Leistung bringt, damit alle Komponenten ausreichend mit Strom versorgt werden. Die Online Tools von Enermax und be quiet helfen auf einfache Art und Weise die richtige Leistungsklasse zu finden.

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  • 1 x Herzverpflanzung bitte – mein Server bekommt ein neues Leben..

    ..oder: nach 5 Jahren war es höchste Zeit für ein Hardware-Upgrade

    Mit diesem Beitrag nehmen ich auch an der Blogparade von esm-Computer teil. Mehr Infos Hier.

    Seitdem ich meine ersten zaghaften Selbstversuche in Sachen PC unternahm – es muss so 1995 gewesen sein, denn damals kam Windows 95 auf den Markt und mein erster PC war ein Pentium 60 von Packard Bell – ist viel passiert. Die Rechenleistung die heute ein gut ausgestatteter PC von Haus aus mitbringt wäre damals als Supercomputer betitelt worden. Eine Firma die den hatte, von der wurde ehrfürchtig erschauernd gesprochen und nur wenige ausgewählte Personen durften in die speziell gesicherten Räume um an diesem edlen Rechenknecht arbeiten zu dürfen. Als ich in den 90ern beim Fraunhofer Institut werkelte hatte man dort einen CRAY Supercomputer mit 16 Prozessoren. Das Teil war ein schicker metallicroter, mannshohen Schrank in der Form eines Cola-Automaten – und das für den läppischen Preis von damals knackigen 60.000,00 D-Mark. Dafür gab es bei VW gleich 3 nagelneue Golf GTIs. Gigabyte, 64 Bit oder Multiprozessor waren Begriffe, die es in der PC-Welt nicht gab.

    Windows 95 – als Betriebssystem mit multimedialen Fähigkeiten konzipiert war ein Zwitter – denn eigentlich war das für damalige Verhältnisse revolutionäre Betriebssystem ein grafischer Aufsatz für das darunter werkelnde DOS 7.0. Windows 95 wurde als ein 32 Bit Betriebssystem vermarktet – doch durch den immer im Hintergrund mitlaufenden 16 Bit DOS-Unterbau, hatte man viele Altlasten an Bord, wie zum Beispiel die Unfähigkeit lange Namen zu speichern. DOS konnte nur Dateien mit maximal 8 Buchstaben langen Namen + 3 Buchstaben für die Erweiterung speichern. Waren Dateinamen länger wurden Sie mit einer Tilde ‚~‘ und einer Zahl (Bsp: „Leserbr~1.doc“) gekürzt. Windows hatte um dies zu umgehen das VFAT Dateisystem entwickelt – damit waren Dateinamen bis 255 Buchstaben möglich. Schaute man sich die Eigenschaften einer Datei an, dann wurde aber auch immer der DOS-Name angezeigt.

    Sprach man von „hardwarehungrigen“ Spielen, dann brauchten die jedes Quentchen Arbeitsspeicher, liefen meist nicht unter Windows sondern unter DOS und wer in der Lage war eine Config.Sys und eine Autoexec-Bat Datei so umzuschreiben, dass das geliebte Spiel auf dem Windows 95 Rechner lief, der war auf einer Stufe mit Gott und konnte quasi das Erstgeborene einfordern.

     MS Flusi 5 flight simulator X

    (2 mal der Microsoft Flugsimulator. Links die „Steinzeit“-Version 5.0 – installiert von 2 Disketten! Maximale Auflösung 640×360 Pixel. Rechts der letzte von Microsoft veröffentlichte Flusi – die Version X – Installation von DVD. Auflösung so hoch wie der Rechner kann. P.S. wer mal eine Zeitreise in die PC-Welt vor 20 Jahren machen möchte – den Flusi gibt es kostenlos HIER zum download)

    Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Spiele laufen dank der DirectX Schnittstelle ohne dass es manueller Eingriffe bedarf, die heutigen CPUs von Intel haben nicht mehr nur einen sondern bis zu 6 Kernen, Betriebssysteme können natürlich 64 Bit, Arbeitsspeicher wird nicht mehr in Kilobyte sondern in Gigabyte angegeben und Festplatten nicht mehr im Megabyte sondern gleich im Terabyte. Witzigerweise braucht man diese Rechenleistung im täglichen Büroleben nicht wirklich – es gibt Menschen, die schreiben Ihre Briefe immer noch auf einem betagten Laptop mit Windows 3.1 und uralt Office 4.2 – deshalb ist der Brief aber nicht schlechter, als wenn er mit dem aktuellen Microsoft Word 365 geschrieben worden wäre.

    Es gibt aber Bereiche in denen man NIE genug Rechenleistung haben kann – und da sind wir dann im Multimedia-Bereich: Bildbearbeitung, Videoschnitt, Filmeffekte in Echtzeit, 3D Visualisierungen und nicht zu vergessen natürlich Spiele fordern die komplette Rechenpower ab.

    Aufgrund der Architektur des PCs – die auf dem „von Neumann“ – Rechner basiert, hat der PC immer einen „Flaschenhals“, der durch die leistungsschwächste Komponente verursacht wird. So nützt der schnellste Prozessor nichts, wenn die Daten über den Datenbus nur im Schneckentempo transportiert werden – und eine High-End Grafikkarte macht auf einem uralten Mainboard mit ebenso altem Prozessor, der schon während des Bootens beim Register zählen des Arbeitsspeichers vor Hitze rot glühend ist, keinen Sinn.

    neue Hardware

    Auch bei meinem Server war nun nach 7 Jahren Dauerbetrieb das Ende der Fahnenstange erreicht. Es wurde zwar immer wieder mal partiell aufgerüstet, aber das betagte ASUS P5Q Mainboard und der Intel Core 2 Prozessor aus dem Jahr 2007 waren nun wirklich nicht mehr zeitgemäß und das rendern einer aufwändigen Szene dauerte unter 3ds max mit der erwähnten Hardware dann schon mal 14 Stunden und mehr. Auch das Spielen lief nicht mehr wirklich gut. Die ebenfalls betagte AMD HD4800 Grafikkarte konnte die aktuellen Spiele nicht mehr berechnen, denn DirectX 11 war Ihr fremd, weshalb Shooter wie “Wolfenstein – the new Order” oder “Crysis 3” nur Wunschträume waren.

    crysis 3 Spielszene

    (Bild oben: so eine bombastische Grafik mit Lichtstrahlen, Reflektionen, Schatten und anderen Augenfreuden braucht auch die entsprechende Hardware. Bis letzte Woche konnte ich von Spieletiteln wie Crysis 3 und neueren Spielen nur träumen. Und Solitär ist nun wirklich kein vollwertiger Ersatz für einen Frustabbau, wenn einen das Leben mal wieder Knüppel zwischen die Beine wirft. Bild: ©Videogames)

    Bereits letztes Jahr spielte ich mit dem Gedanken an – diesmal nicht kriegerisch gemeint – “aufrüsten”. Es war die Zeit als ich für meinen damaligen Arbeitgeber zu Hause den Messestand für die FIBO 2014 visualisierte und ich mehrere Stunden warten musste, bis ich ein fertiges Bild hatte. Auch der damalige Titel Crysis 3, der auf meinem Rechner nicht starten wollte, bescherte mir Tränen des Kummers, denn so eine gigantische Grafik gab es lange nicht zu sehen.

    Nachdem auch “Wolfenstein – the new Order” nicht auf meinem PC mein Spielerherz erfreuen wollte war klar: es ist an der Zeit, den Rechner in den Jungbrunnen zu schmeißen und ihm damit einen zweiten Frühling zu bescheren. Auch wenn man ja im IT-Sektor sagt: “never change a running system” – so ging es auf Dauer nicht weiter.

    Am einfachsten wäre es natürlich gewesen, einfach auf die Webseiten der bekannten PC- Versandhäuser zu gehen und sich so ein Ding von der Stange zu bestellen. Doch zum einen bekommt man nie die Hardware, die man möchte – zum anderen hatte ich viele Komponenten, die noch absolut in Ordnung waren und die ich weiter einsetzen wollte. Mein hochwertiges Chieftec Gehäuse und das große Netzteil mit 800 Watt, welches nicht grade billig war, wollte ich unbedingt weiter einsetzen.

    Also wurde eine Einkaufstour gestartet und der Server bekam ein komplett neues (und wieder auf mehrere Jahre Dauerbetrieb ausgerichtetes) Herz. Im Warenkorb landete eine ziemlich aktuelle NVIDIA Geforce GTX760 Grafikkarte für knapp 200,00 € – die so auf Platz 15 bei den aktuellen Performance-Tests landet, ein 16 GB Corsair Speicherkit für 150,00 €, ein Intel Core i5-4570 (6MB Cache, 3.20 GHz Turbo 3.60 GHz) Prozessor für ebenfalls 150,00 € und als Basis für das ganze ein ASUS Z97-PRO(WI-FI AC) Mainboard mit UEFI Bios für knapp 160,00 €. Die Wi-Fi Unterstützung habe ich genommen, weil der Server dieses Jahr wieder in einen anderen Raum in meiner Wohnung umzieht und ich keine Lust habe 20 Meter Netzwerk-Kabel zu verlegen. Als letztes fanden noch 2 Festplatten-Adapter IDE/SATA für jeweils knapp 10 Euro den Weg in den Einkaufskorb – das neue ASUS Board hat keinen IDE-Steckplatz mehr an Bord – ich aber leider außer 4 SATA Platten auch noch 2 IDE Platten im Server (auf denen die Betriebssysteme sind). Alles zusammen schlug mit ca. 700 Euro zu Buche. Die einzelnen Komponenten waren nicht topaktuell und auch nicht High End – dies hätte den Preisrahmen gesprengt, aber eine solide Basis für die nächsten Jahre. Großen Wert legte ich diesmal auf ausreichend Arbeitsspeicher. Der DDR3 Speicher-Kit von Corsair war mit 150,00 Euro vergleichsweise günstig (hätte ich mein altes Board mit dem alten DDR2 Speicher auf diese Menge aufrüsten wollen, ich wäre arm geworden: die Preise für 16 GB DDR2 schwanken zwischen 400 und 1200 Euro), außerdem gibt Corsair auf den Speicher 10 Jahre Garantie – also quasi “Lifetime Warranty”, denn in meinem Alter fragt man sich, ob man das Ende der 10 Jahres-Garantiezeit überhaupt noch erlebt..

    der Einbau

    schnodder

    Als ich alle Komponenten zu Hause hatte, ging es los: Dank dem sehr guten Chieftec Gehäuse war das öffnen der Seitenwände kein Problem. Innerhalb von einer Viertelstunde waren die alten Komponenten entfernt (das reinigen des nun nackten Servers dauerte aber wesentlich länger, denn dabei wurde dann auch mal der Server komplett innen gereinigt. Kaum zu glauben, was sich für ein “Schnodder” im Lüfterstrom sammelt).

    (Bild links: Raucherlunge eines PCs nach 6 Jahren Dauerbetrieb. Dieses Bild ist nix für empfindliche Naturen. Die 6 Festplatten sind nur noch ansatzweise zu erahnen. Dass die Kühlung hier nicht mehr optimal funktioniert ist wahrscheinlich. Das muss mal erst alles “weggefegt” werden, bevor der Zusammenbau losgeht..)

    Der Einbau der Komponenten verlief reibungslos. Der Prozessor, der zugehörige Lüfter und der Arbeitsspeicher waren im ausgebauten Board in weniger als 10 Minuten verbaut. Das komplettierte Mainboard war dann in knapp 5 Minuten an seinem angestammten Platz und bombenfest verschraubt. Die 2 IDE Platten mussten von der seitlichen Plattenphalanx in die Frontschächte versetzt werden, da durch den Adapter die Baulänge der Festplatte nun zu groß war und sich die Gehäuseseite nicht mehr schloss.  Nur noch die Grafikkarte einstecken und die schraubenlose Sicherung der Steckkarten einklipsen – Kabel aufstecken und dann alles wieder zusammen bauen – externe Hardwarekabel von Monitor und Peripheriegeräten und Netzteil anschließen – Startknopf drücken – uuund… NICHTS!

    Der Druck auf den Start Button verlief ernüchternd, denn es passierte rein gar nichts. Kein Lüfter lief an, kein Piepsignal des Mainboards, kein Bild auf den Monitoren. Der Rechner war scheinbar stromlos. Doch dies konnte nicht sein – auf dem Mainboard leuchtete ein ‘Power On’ Button rot – es musste also Strom auf dem Board sein.

    Dumm, wenn so gar keine Meldung kommt – denn dann kann man im schlimmsten Fall alles nochmal komplett rausreißen um alle Bauschritte auf korrekte Ausführung zu prüfen und zu wiederholen. Doch ich hatte einen Verdacht, der sich bestätigte. Die beiden Kabel im Stecker des Powerswitches waren ausgeleiert. Ich hatte Sie zwar wie angegeben mit der lesbaren Seite nach außen auf den Steckplatz gesetzt, doch sie hatten keinen richtigen Kontakt und schlossen deshalb den Stromkreis nicht. Ein bisschen pressen mit einer Zange plättete die Hülse und die Kabel saßen wieder fest.  Trotzdem hatte mich diese unvorhergesehene Fehlersuche eine halbe Stunde gekostet.

    Danach funktionierte der Bootvorgang einwandfrei. Das neue UEFI BIOS was sich wohltuend benutzerfreundlich dank grafischen Symbolen und Mausbedienung von den urzeitlichen Bios-Versionen mit dem Charme eines Dos Rechners abhebt ist schon eine Klasse für sich.  Für einen technischen Laien ist aber auch das UEFI Bios nicht geeignet. Auch ich fand etliche Punkte bei denen ich erst im Handbuch nachlesen musste, was sich hinter dem Punkt verbergen könnte.

    uefie

    (ein modernes BIOS lässt sich nun auch mit der Maus bedienen und per Internet updaten. Dank Dual-BIOS mit Failsafe Funktion sind die Zeiten in denen ein falscher Handgriff den sofortigen Tod eines Rechners bedeuteten vorbei. )

    Leider ließ sich aufgrund einer komplett neuen Hardware-Umgebung mit anderem Mainboard-Chipsatz, anderer CPU und anderem Grafikkarten Chip nur Windows 8.1 booten. Die anderen beiden Windows 7 Systeme auf dem Server crashen beim booten mit einem Bluescreen (warum dies ausgerechnet bei Windows 8.1 nicht der Fall war kann ich nicht sagen – auf Hardware-Wechsel reagiert die 8er Version eigentlich zickiger als die 7er Version).. Natürlich musste Windows 8.1 nach dieser ausgiebigen Hardwareänderung neu aktiviert werden – also gegen Morgens um 2 Uhr das automatische Telefonsystem benutzt, weil die Internetaktivierung nicht funktionierte. 

    Auch die beiden anderen Systeme muss ich nach einer Reparaturinstallation neu aktivieren. Doch aktuell läuft ja wenigstens eine stabil – sonst könnte ich ja diesen Bericht nicht schreiben. Die neue Rechnergeschwindigkeit haut mich glatt von den Socken – dazu hat das neue Board eine temperaturabhängige Lüftersteuerung (die hatte das alte ASUS Board zwar auch – aber für alle Gehäuselüfter war nur ein Anschluss vorhanden und die Steuerung klappte eher leidlich – weshalb mein Server ständig die Lüfter mit höchster Drehzahl – und unbeschreiblichem Lärm betrieb), und die funktioniert so perfekt, dass ich häufig nachschaue ob der Rechner überhaupt läuft. Bei Autodesk 3ds max könnte ich fast vor Freude weinen – da jeder Rechenkern der CPU einzelne Bereiche eines Bildes berechnet werden nun statt 2 gleich 4 Bereiche gerendert – dazu mit knapp 8facher Geschwindigkeit. Das schlägt sich wirklich positiv nieder. Brauchte es vorher 16 Stunden für eine Grafik, ist das Bild nun in einer Stunde fertig.

    Einbauprobleme

    Es gab aber noch einige weitere Klippen zu umschiffen. So musste Autodesk neu aktiviert werden – die Hardware passte nicht zur Lizenz. Auch die Antiviren-Software Bit Defender kam mir in die Quere. Es blieb mir nichts anderes übrig als Sie vorübergehend zu deinstallieren. Nachdem alle Programme wieder liefen wollte ich das Anti-VirenProgramm wieder installieren. Ohne Erfolg. Es endete jedesmal mit einem Bluescreen beim Download. Ich konnte machen was ich wollte – ich kam bis zu einem bestimmten Punkt – der Download startete  – und Bit Defender riss das System in den Hardwarehimmel…

    Das war nun wirklich blöd, denn bei einem neuen Rechner ständig einen BSOD zu haben ist natürlich Käse. Da aber der Rechner bereist mit der hardware mehrere Stunden gelaufen war und auch das extrem Hardwarehungrige Grafikrendern dem Rechner nichts ausmachte, musste der Fehler woanders sein. Also gegoogelt nach dem Crashdump Ereignis “Clock watchdog timeout”.

    Da gab es dann alle möglichen Tips und Rezepte, angefangen von Hühnerknöchelchen werfen, über “SFC /scannow”, wursteln in der Registry  bis zur kompletten Neuinstallation. Vieles erschien mir nicht einleuchtend weil unlogisch. Doch ein Tip war goldrichtig und es wert ausprobiert zu werden. Es handelte sich um die installierte ASUS Software “AI Suite”. Diese Software steuert sehr hardwarenah die PC-Komponenten auf dem Mainboard. Beim Download versucht Bit-Defender auf den Speicher zuzugreifen um nach Viren zu scannen. Das Asus Tool wehrt sich – und Windows lässt den Speicherzugriff nicht zu – Folge ist ein schöner Bluescreen. Also die AI Suite deinstalliert – was nicht einfach ist, denn die hat keine Deinstallationsroutine. Das bedeutet den Task-Manager öffnen, und alle einzelnen Komponenten aus dem Programmverzeichnis löschen. Bei den Fehlermeldungen, dass die Datei geöffnet ist im Taskmanager danach suchen, beenden und nochmals entfernen versuchen. Nach einer Viertelstunde war die Asus Suite entfernt und der Download und die Installation von Bit Defender klappte ohne Probleme.

    Das ist schon echter Wahnsinn! Na und was soll ich sagen? ‘Crysis 3’ und ‘Wolfenstein – the new Order’ laufen natürlich auch problemlos..

    Fazit

    Fazit: Die Herzverpflanzung hat trotz kleiner Problemchen gut geklappt. Durch die Weiterbenutzung des Gehäuses, DVD-Brenners, Netzteil, Kabeln und Lüftern konnten über 200,00 € gespart werden, so dass  der Preis von 700,00 € für einen neuen Rechner mit hoher Leistung als preiswert bezeichnet werden kann. Die einzelnen Komponenten arbeiten sehr gut zusammen. Das Sahnestück ist das ASUS Board mit einer sehr pompöser Ausstattung – USB 3.0 an allen Anschlüssen, Gigabit Ethernet, exzellentem BIOS und  umfangreichen Overclocker Optionen. NVIDIA GTX 760Auch die 16 Gigabyte RAM machen sich im täglichen Gebrauch angenehm bemerkbar – es gibt quasi keine Auslagerung mehr und Programme stehen quasi augenblicklich bereit. In Zusammenarbeit mit der Intel I5 CPU der 4. Generation, die ungefähr 10 mal schneller rechnet als der alte Prozessor, sind Multimedia -Anwendungen nun in Windeseile erledigt. Grade 3ds max profitiert von den 4 Kernen und dem großen Arbeitsspeicher. Ein weiteres Feature ist eine Onboard Grafikkarte. Mit den 2 Anschlüssen der Grafikkarte sind nun Arbeitsumgebungen mit 3 Monitoren möglich.

    Da nun auch USB 3.0 an allen USB-Anschlüssen anliegt, ist auch der Datentransfer zu meinem Quad-Store Backup Raid kein Thema mehr – die Daten flitzen nur so durch das Kabel.

    Das Thema High-End Grafikkarten ist wohl eher für Enthusiasten interessant. Ein Gamer kann für eine High-End Grafikkarte locker 600,00 € und mehr ausgeben und wird über die NVIDIA GTX 760 Grafikkarte eher lächeln. Doch die Karte ist völlig ausreichend hat nicht nur 2 DVI Ausgänge sondern auch einen HDMI und einen Display Port und macht auch bei aktuellen Ego-Shootern eine gute Figur. Mit 2 GB Ram ist Sie ausreichend ausgestattet und passte mit 200,00 € noch so eben ins selbstgesetzte Preislimit.

    Dazu gibt es – obwohl von mir selbst gebaut – unten eine Review.

    Datum letzte Änderung: 29.06.2014 09:33 Uhr

  • Wer die Wahl hat, hat die Qual..

    ..oder: Nokia N9 vs. IPhone 4S – das ist keine Frage!

    Zugegebenermaßen bin ich seit Jahrzenten ein Nokia Handy Fan. Angefangen mit einem Handy, dessen Bezeichnung ich nicht mal mehr kenne, über das 7650, N95, 6234, X6 und N900 war ich immer von der Qualität der Nokia Handys überzeugt. Ach nein, eigentlich hat der Kauf des X6 schon meine rosarot gefärbte Nokia-Brille getrübt. Die Verarbeitung war kacke, wenn man mal diesen etwas derben Begriff benutzen darf.

    Wer die Wahl hat, hat die Qual..Wer die Wahl hat, hat die Qual..

    (Handys aus besseren Zeiten: Der Communicator 9500 sprengte von der Größe und vom Gewicht her jede Hemdtasche – und sorgte in der Hose für
    eine riesige Ausbeulung. Das N95 benutze ich immer noch. Warum NOKIA für dieses Handy die Navigation nicht kostenlos abgibt, ist allerdings unverständlich)

    Der Akkufachdeckel war locker, der Akku klapperte wie eine mexikanische Springbohne im dafür vorgesehenen Fach und musste mit einigen Streifen Toilettenpapier fixiert werden, die Kameraqualität war grauslig, weil immer mit Grauschleier versehen und bei hellem Tageslicht war das Display kaum abzulesen.

    Nokia X6

    (Das NOKIA X6. Leider ein Griff ins Klo, was die Qualität anging. Der Akkufachdeckel aus Weichplastik, welches sich nach dem öffnen nicht mehr schließen ließ – erst ein neuer Deckel für 8 Euro brachte Besserung – eine Kamera, welche mit Blitz aufgenommene Bilder immer mit einem weißen Bereich überbelichtete, und diverse andere Schwächen.)

    Ich verkaufte dieses Stück Elektronik-Schrott nach 4 Wochen wieder – 2 Wochen war das Teil davon in Reparatur – natürlich ohne dass die Mängel beseitigt werden konnten.

    Das Nachfolgemodell war das N900. Nachfolgemodell stimmt in diesem Sinne nicht, das es schon lange vor dem X6 auf dem Markt war. Aber es war ein Handy, welches noch die alten Nokia Tugenden aufwies. Grundstabil, aber auch ein echter Klotz!

    N900

    (Das N900. Ein Handy wie aus Urzeiten. Schwer, klobig – ein echtes Männerhandy! Aber grundsolide. Wenn Nokia Produktpflege betreiben würde, würde ich es noch jahrelang weiter benutzen)

    Das besondere an dem Handy: Es hatte als einziges das MAEMO Betriebssystem. Ein sehr innovatives, schnelles und optisch wesentlich ansprechenderes OS als das bisher verbaute Symbian.  Dazu gab es jede Menge kostenloser Apps, dank einer rührigen Entwickler-Community..

    Doch kein Licht ohne Schatten. Das Handy hat leider ein sehr empfindliches Display. Dies besteht nur aus Kunststoff, und nicht aus Glas, wie man es bei einem Flaggschiff der N Serie eigentlich erwarten könnte. Dies musste bereits einmal für knapp 80 € getauscht werden. Ein Preis der sich in Grenzen hält – aber eigentlich unnötig wäre, wenn man ein paar Cent mehr bei der Produktion ausgegeben hätte..

    Nun geistert seit ein paar Wochen das Nachfolgemodell durch die Medien. das NOKIA N9 wird auf der hauseigenen Webseite in den schönsten Farben beschrieben.

    Jedoch kann man es in Deutschland nicht erwerben. Überhaupt kommt dieses Handy nur in ein paar Ländern auf den Markt. Das was ich eigentlich als den positivsten Aspekt gesehen habe – das Betriebssystem MeeGo (der offizielle Nachfolger des nicht mehr weiter entwickelten Maemos) wurde bei näherem hinsehen zu einem großen Manko. Denn Nokia entwickelt es nicht weiter.

    Dies lässt vermuten, dass es wieder an der Community hängt, dafür Verbesserungen zu entwickeln. Und wie Nokia zu Nischenprodukten steht, musste ich am N900 erfahren. Die eigentlich sehr guten Nokia Maps gibt es beim N900 nur in einer abgespeckten Version. Erstaunlich, wo auf dem N9 eine neue Version installiert ist, die wesentlich mehr Optionen bietet (und die eigentlich kompatibel sein müssten).Nokia-N9-Colours

    (Das N9. Das aktuelle Topmodell – Leider mit veralteter und nicht mehr zeitgemäßer Hardware. Ich bin gespannt, wie lange NOKIA damit noch durchkommt, wenn selbst Newcomer wie Samsung schon bessere Hardware bieten)

    Dies zum Trotz war ich bereit, dieses Handy zu erwerben. Bei Amazon wurde es als Reimport für 719,00 € angeboten. Ich hatte es auch schon im Einkaufswagen – doch irgendwie fehlten mir auf der Nokia Webseite die technischen Daten des Geräts in Bezug auf den Prozessor.

    Nach Recherche im Web  stellte ich fest. Alles wieder nur mittelmäßig! Das Display mit 854 Pixel grad mal 50 Pixel mehr als mein altes N900, der Prozessor ein Singlecore mit 1 GhZ. Dies in Verbindung mit einer 8 Megapixel-Kamera? Da wird man feststellen, dass Multitasking nicht mehr funktioniert. Mein N900, mit fast identischer Hardware bringt allenfalls stockende Videos zustande, wenn im Hintergrund auch noch die Navigationssoftware aktiv ist. Echtes Multitasking ist was anderes. Dazu bieten andere Hersteller schon seit längerem Dualcore CPUs in Handys an.

    Über 700 Euro für ein Handy berappen, welches wahrscheinlich ein Exot bleiben wird und nur mittelmäßige Leistung hat? Das kam dann doch nicht in Frage.

    Wie ein Wink des Himmels wurde mir da plötzlich im Ticker angezeigt, dass Steve Jobs gestorben war. Als ich dem Link folgte, kam ich auch auf die Apple Webseite. Und wie der Zufall es wollte, wurde dort das neue IPhone 4S vorgestellt. Auch mit 8 Megapixel Kamera. Mit einem Display, welches geradezu opulente 960 Pixel hat und damit 10% mehr als das Topmodell von Nokia. Mit einem Dualcore Prozessor und dem nagelneuen Apple IOS 5. Dazu in der gleichen Preisklasse. Für das 32GB Modell möchte Apple 739,00 €. Grade mal 20 Euro mehr für ein klar besseres Handy?

    iphone_4_16_gb

    (IPhone 4 oder 4s? Optisch kein Unterschied. Der Unterschied liegt unter der Haube. Bessere Hardware und ein neues Betriebssystem machen die zum wahrscheinlich besten und vielseitigstem Handy der Welt)

    Keine Frage: Das IPhone schien mir doch bei weitem die bessere Wahl. Am 7.10 konnte man es offiziell auf der Website vorbestellen. Das Geld, welches ich für die Neuanschaffung eines coolen Handys eingeplant hatte, machte also nicht eine finnische Firma reicher, sondern ein amerikanisches Unternehmen.

    Tja NOKIA, tut mir leid – aber immer nur alten Wein in neuen
    Schläuchen zu verkaufen  – sowas funktioniert nur eine begrenzte Zeit…

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  • Von Netzteilen und Menschen.. (Frei nach John Steinbeck)

    ..oder: Wenn die Leistungsfähigkeit im Alter nachlässt..

    Was haben alte Menschen und PC-Netzteile gemeinsam?
    Nun ja, wenn Sie älter werden, lässt die Leistungsfähigkeit rapide nach.  Ich bemerkte vor ein paar Wochen an meinem Server seltsame Verhaltensmuster, die ich aber nicht auf das Alter zurückführte. So wurden beim booten nicht alle Festplatten erkannt – was ich auf einen Wackelkontakt in der Kabelverbindung zwischen Mainboard und Festplatte schob.

    viagra.jpg(Bild links: Okay, das kann man bei nachlassender Leistung auch nehmen – hilft nur nicht bei einem PC!)

    Meistens wurde bei erneutem booten die Festplatte eingebunden, so dass ich erst mal keinen Handlungsbedarf sah. Waren die Festplatten erst mal erkannt, liefen Sie auch einwandfrei.

    Irgendwann blieb es aber nicht bei den Erkennungsproblemen der Festplatte.

    Dass mein Server ein ernstes technisches Problem hatte, merkte ich daran, dass der Rechner sich im laufenden Betrieb ohne Vorwarnung ausschaltete. Dies war äußerst ärgerlich, da ich zu dem Zeitpunkt grade das sehr Hardwarehungrige 3ds max in Betrieb hatte, um ein paar Renderings zu erstellen. Da pro Bild knapp 8 Stunden für die Berechnung anfielen, war dieses aussteigen nach der Hälfte extrem ärgerlich! Da der Rechner danach auch wie ein Auto mit leerer Batterie nicht mehr bootete, sondern nur noch  ein hilfloses surren der Lüfter von sich gab, welches aber nach ein paar Sekunden erstarb, weil der Rechner sich komplett tot stellte.

    Handeln tat also Not, denn  wenn sich ein Rechner so benimmt, macht das arbeiten echt keinen Spaß.

    Nun, da es irgendwas mit der Stromversorgung zu tun hatte, war klar.

    Aber was? Ich öffnete das Gehäuse des Servers um mir das Innenleben mal näher anzuschauen. Die Kabel saßen alle fest…

    Hmm, das ließ den Verdacht aufkommen, dass der Fehler nicht ganz so trivial war, wie angenommen. Ich überlegte:

    Das Verhalten trat ein paar Tage, nachdem ich 4 spezielle Gehäuselüfter eingebaut hatte, auf. Ob es sein konnte, dass die Leistung des Netzteils nicht mehr ausreichte, und es sich quasi zwangsabschaltete, wenn es bis auf das letzte Watt ausgequetscht wurde?

    Ich wusste, dass Netzteile im laufe der Zeit in der Leistung nachlassen, und nach ein paar Jahren nicht mehr die volle Leistung abgeben. Ich schaute also nach, was das eingebaute Netzteil für eine Leistung hatte.

    Netzteil2.jpg

    (Bild rechts: das PC-Netzteil – ein Bauteil, was man nicht vernachlässigen sollte, versorgt es doch den kompletten PC mit leckerem Strom aus nachwachsenden Rohstoffen.)

    Da stand: 425 Watt. Damit war klar, wo das Problem lag. Bei 6 Festplatten, 6 Lüftern und einer etliche Watt verbrauchenden Grafikkarte war das viel zu wenig. Ich wunderte mich, dass der Server nicht schon lange vorher gestreikt hatte.

    Ein neues Netzteil musste also her – dazu eines, welches genügend Leistung hatte. Knapp 850 Watt waren die Empfehlung, zu welcher man mir in einem PC-Laden, bei meiner Hardwareausstattung riet.

    Doch zu welchem sollte ich greifen?

    Mittlerweile haben die Händler festgestellt, dass man mit Netzteilen richtig Kasse machen kann – früher waren die in den Gehäusen schon eingebaut, und für knapp 100,00 D-Mark bekam man ein ganz passables Gehäuse inklusive Netzteil!

    Für die äquivalente Zahl in Euro bekommt man heute ein höherwertiges Netzteil – ohne Gehäuse – versteht sich!

    Also nee, 130 Euro für ein Netzteil? Das war ich nun wirklich nicht bereit auszugeben. Klar, der Verkäufer versucht mir das teil schmackhaft zu reden: Leistungsreserven, Top-Qualität, namhafter Hersteller, Gamer-Modell, bla bla, bla…

    Ich lächelte freundlich und fragte nach dem preiswertestem Netzteil. Für 56,99 € erstand ich ein sehr leises und vom Preis-Leistungs-Verhältnis vernünftiges Netzteil, was zwar keinen klangvollen Namen hat, aber dafür preiswert war. Auf hochtrabende Marken-Namen kam es mir auch nicht an.  Warum auch? In meinen PC’s liefen seit dem ich denken kann, Billig-Netzteile von HEC und Fortron. Kein einziges verabschiedete sich wegen eines Defekts. Im Gegenteil: in Testberichten rangieren diese Stromversorger im Mittelfeld. Zwar unauffällig, aber dafür äußerst preiswert.

    Und was soll ich sagen? Nach dem Einbau des neuen Netzteils läuft mein Server wieder wie geschmiert und ohne Zicken!

    letzte Änderung: 10.01.2011 00:06 Uhr

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