QNAP TVS-473e

  • QNAP QTS 5.1 Final veröffentlicht – gibt es im Release interessante Neuerungen?

    QNAP QTS 5.1 Final Release veröffentlicht – das ist neu..

    Hidiho liebe Community. Nachdem ich letztens nach längerer Auszeit mal wieder meine QNAP NAS – die schon etwas ältere TVS-473e aus dem Jahr 2019 (Test HIER!) – gebootet hatte, um Musik und Video-Bibliotheken auf mein neues ZBook zu kopieren, informierte mich das QTS Betriebssystem der NAS darüber, dass ein Firmware-Update auf das QNAP QTS 5.1 Final installiert werden sollte.

    Wer mehr über die QNAP NAS-Systeme wissen will, der sollte mal auf der Homepage von denen vorbeischauen – packt aber etwas Geld ein – die Dinger sind nicht billig.

    Warum die QNAP nicht – wie eigentlich für eine NAS üblich 365 Tage im Jahr und 24 Stunden täglich am Strom hängt, ist der hohe Stromverbrauch: die QNAP ist mit 60 bis 70 Watt im Dauerbetrieb ein echter Stromfresser. Das merkt man auf der Jahresabrechnung direkt – umsomehr bei den aktuellen horrenden Strompreisen.

    der Autor

    QNAP QTS 5.1 Neuerungen – es wird sicherer..

    Hier handelte es sich scheinbar um ein größeres Release, denn von 5.0.irgendwas sprang man auf die Version 5.1.0.2444. Wer sich mit solchen Software-Versionsnummer auskennt, der weiß, dass es sich nicht nur um die Behebung von Bugfixes geht, sondern dass es ein Update ist, welches eventuell tiefer ins System eingreift und vielleicht sogar einige neue Funktionen mitbringt.

    QNAP QTS 5.1 Final - Neuerungen: Anmelung per 2-Faktor-Authentifizierung(Bild links: Bei der Anmeldung direkt der erste Schreck – die Sicherheitsfrage als alternative Authentifizierung ist entfernt worden. Dafür gibt es nun ein paar andere Möglichkeiten, sich gegenüber dem System zu legitimieren. Zu blöd, wenn man die vorher nicht aktiviert hat..)

    Tatsächlich hat bei mir die Installation für ein paar „AHA!“- Momente gesorgt, denn die Anmeldung an der NAS war nicht mal eben so möglich. Die von mir schon vor Monaten eingerichtete 2-Faktor-Authentizierung funktionierte nämlich nicht mehr. Ich hatte eine selbstdefinierte Sicherheitsfrage für die Anmeldung eingerichtet. Die war im Rahmen der neuen Sicherheitsrichlinien aber entfernt worden. Zu dumm, wenn dann auch noch der google Authentifikator nicht akzepiert wird – den hatte ich nämlich ebenfalls mit der NAS gekoppelt.

    Die von der google Authenticator-App mit schöner Regelmäßigkeit generierten Anmelde-Codes, wurden von der damit gekoppelten NAS ebenso regelmäßig als nicht korrekt eingestuft – die alternative Anmeldung mittels Sicherheitsfrage wurde gar nicht angeboten. – mir schwante böses…

    qnap qts 5.1 final - Anmeldeoptionen(Bild rechts: Sicherheitsfrage? Pustekuchen – gut, dass man bei QNAP daran gedacht hat, dass es auch User gibt, die sich um die Sicherheit ihrer NAS keine großen Gedanken machen und denen noch ein paar alternative Methoden vor die Füße wirft..)

    Beim klicken durch die Optionen gab es unter anderem die Möglichkeit sich einen Code an seine im Benutzer-Profil hinterlegte email-Adresse schicken zu lassen. Ich war froh, dass ich seinerzeit meine echte mail-Adresse in meinem Profil hinterlegt hatte und auch den Haken bei der Option gesetzt, dass die Mail-Adresse zur Zusendung eines vergessenen Passwortes genutzt werden darf. Sonst hätte sich max.mustermann@web.de wahrscheinlich über die Mail im Posteingang gewundert.

    Mittels des nur 5 Minuten lang gültigem Codes (man sollte da ein Auge auf die Einstellungen des Zeitinervalls der Mail-Aktualisierungen in seinem Mail-Programm haben) konnte ich mich dann an meine QNAP anmelden.

    QNAP QTS 5.1 Final veröffentlicht - gibt es im Release interessante Neuerungen?(Bild links: ein paar ganz offensichtliche und sofort ins Auge springende Neuerungen sind hier rot umrandet: 1. als Administrator bekommt man einen Stern auf seinem Profil angezeigt, der direkt optisch signalisiert, dass man besser aufpassen soll, was man hier tut und 2. ganz oben rechts ist direkt der Link zur QNAP Webseite und der Anmeldung an seinem Konto.)

    Der Code ist aber nur die halbe Miete – denn zur Interpretation des QR-Codes braucht man eine spezielle Authentifizierungs-App von QNAP. Warum man sich hier weder auf die bewährte microsoft-App, noch auf die von google verläßt? Keine Ahnung!

    Also im Play-Store (gibt’s natürlich auch im Apple Store für IOS-Geräte) die geforderte QNAP App heruntergeladen, installiert und die Einrichtung mittels des QR-Codes durchgeführt – ein paar Sekunden später erschien die Benutzeroberfläche der QNAP..


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    Schon beim ersten Anblick der Benutzeroberfläche fielen mir bei der QNAP QTS 5.1 Final einige Änderungen auf:

    Usability im QNAP QTS 5.1 Final – ganz klar verbessert..

    Ganz oben rechts ist nun ein Icon, welches direkt zu der Webseite von QNAP verlinkt. Benutzer von QNAP Hardware kennen dieses Links, die es ermöglichen über die QNAP Server auf die eigene NAS über deren einmaligen Namen zugreifen zu können. Leider ist dies aber auch den „bösen Buben“ bekannt, weshalb dort drüber häufig Angriffe aus die QNAP NAS-Geräte erfolgen.

    Deshalb habe ich diese Funktion auf meiner QNAP deaktiviert. Ich nutze stattdessen außerhalb meines lokalen WLANS einen VPN Tunnel über meine Fritz!Box.. der Autor

    Als angemeldeter User sieht man an einem Sternchen an seinem Profil auch direkt, dass man mit Administrator-Rechten auf der NAS unterwegs ist.

    Auch erwähnenswert in den QTS 5.1 Neuerungen: Wenn man sich sein Profil aufruft, dann ist es nun auch möglich in den Einstellungen der Benutzeroberfläche die Icon-Größe zu ändern. Es gibt zwar nur die beiden Werte groß oder klein – aber klein ist schon eine wesentlich bessere Darstellung als die häufig angemeckerte große Darstellung der Icons.

    QNAP QTS 5.1 – die Dateisuche in „File Station“ wird besser..

    QNAP QTS 5.1 Final veröffentlicht - gibt es im Release interessante Neuerungen?War’s das mit den QNAP QTS 5.1 Final Neuerungen? Nein… Es gibt noch etliche sinnvolle Verbesserungen mehr – sowohl im technischen Bereich, als auch in der Usability.

    (Bild links: eigentlich nur eine Kleinigkeit – aber eine echt sinnvolle. Grade bei Speichermedien wie einer NAS ist eine Übersicht über die zuletzt benutzten, gelöschten oder hochgeladenen Dateien echt nützlich. Dieses Feature gibt es nun in in der QNAP QTS 5.1 Final.)

    Neu ist Beispielsweise bei der aktuelle QNAP Firmware im Bereich Usability, dass im „Explorer“ der NAS – dem Programm „File Station“ nun zuoberst die zuletzt benutzten Dateien angezeigt werden.

    Das ist zwar eigentlich nur eine Kleinigkeit – aber eine durchaus sinnvolle, die man irgendwie schon lange aus Windows kennt.

    QNAP QTS 5.1 Neuerungen - klarere Designsprache(Bild rechts: auch bei der Optik einzelner Programm-Bestandteile – wie hier bei „Speicher & Snapshots“ – hat man etwas an der Optik gefeilt und ist weg vom verspielten Design zu einer klaren Design-Sprache)

    Gedanken hat man sich auch bei der Benutzeroberfläche von einigen Anwendungen gemacht. QNAP hat zwar teilweise immer noch verspielte Ansätze bei der Darstellung – aber der Trend geht nun doch zu einer klareren und sachlicheren Design-Sprache.

    Ein weiteres, sehr cooles Feature in der QNAP QTS 5.1 ist die Integration der sehr schnellen Volltextsuche QSirch im Kontextmenü, die als eigene (in der Pro Version kostenpflichtige Version) App eine sehr gute Suchfunktion bietet. Die QSirch Suche in Verbindung mit der QNAP AI Core und QuMagie ist eine der besten Bildsuchen, die es gibt. Mittels Geo-Tagging zeigt dir die Suche auf einer Weltkarte an, wo Du welches Bild aufgenommen hat. Selbst Text wird in Bildern erkannt und indiziert.

    QNAP QTS 5.1 FINAL – und eine KI zum fürchten gut..

    qnap qts 5.1 final - QSirch mit verbesserten Funktionen im Bereich KI-Bilderkennung und OCR

    (Bild oben: QSirch in Aktion mit aktivem QNAP AI Core und QuMagie. Auf das Suchwort „Paprika“ bei der Bildersuche erkannte die KI sowohl ein Bild mit einem Teller mit Snack-Paprika (das aber weder das Wort Paprika im Dateinamen hatte und auch nicht mit dem Begriff „getaggt“ war)- aber auch ein uraltes Dokument aus dem Jahr 2007, welches ich damals eingescannt hatte und das irgendwo im Text das Wort „Paprika“ enthält. Das ist zwar genial, was die KI heute alles kann – macht aber auch ein bisschen Angst)

    zur Info: das Wort „taggen“ ist eine Möglichkeit, Bildern Schlagworte zuzuweisen. Ein Bild von einem Foto am Strand kann also beispielsweise getaggt werden mit: Strand, Sand, Himmel, Wolken, Meer, Schiffe, Ozean, Urlaub, usw. – hier wird also nicht der Bildinhalt an sich erkannt, sondern nach Schlagwörtern gesucht. Die intelligente KI von QNAP braucht diese „Tags“ nicht. Diese Software ist so gut, dass Sie Bildinhalte automatisch erkennt. Und jetzt kriegst Du wahrscheinlich rote Ohren, bei den Bildern, die Du da so auf deiner NAS gehamstert hast, woll? der Autor

    Auch eine nochmals verbesserte Personensuche gibt es in der Version QNAP QTS 5.1: dazu muss nur ein einziges Foto der Person namentlich benannt werden – den Rest macht die Gesichtserkennung der KI. Und ich muss sagen, dass ich erschrocken bin, dass die KI selbst aus unscharfen und in ungünstigen Winkeln aufgenommenen Bildern noch zuverlässig die Referenz-Person erkennen konnte.

    kleiner Spoiler: Ich weiß nicht, wer von euch die Serie „Person of Interest“ gesehen hat – diese KI zeigt, dass wir nur noch einen Katzensprung davon entfernt sind.

    Den Beweis dafür liefert die Kamera-Überwachungssoftware QVR Pro und die kostenpflichtigen Add-on Programme wie QVR Face, QVR Door Access, QVR Face Insight und QVR Human. Zutrittskontrolle und Überwachung mittels Gesichtserkennung – das ist bei QNAP mittlerweile ein alter Hut..

    QNAP QTS 5.1 – Tempo, Tempo: SMB macht den Datentransfer flott..

    Eher im technischen Bereich – hier im Bereich Netzwerk-Geschwindigkeit – ist bei der QNAP QTS 5.1 Final die Möglichkeit die vorhandenen Netzwerkadapter zu bündeln um die Geschwindigkeit zu erhöhen: Hier geht es aber nicht um Port-Bündelung (das wird von der Fritz!Box auch leider nicht unterstützt), sondern das Stichwort ist SMB Multichannel, sowie das beschleunigen der Signierung durch die AES-128-GMAC Signaturbeschleunigung (nur in Windows Server 2022 und Windows 11 Clients). Auf den QNAP NAS-Systemen mit 64Bit x86 CPUs ist hier eine Verdoppelung der Geschwindigkeit zu erwarten, auf ARM 64Bit Prozessoren sogar eine Verzehnfachung.

    zur Info: Das Server Message Block (SMB) – Protokoll ist ein Netzwerk-Dateifreigabeprotokoll, das es Anwendungen auf einem Computer ermöglicht, Dateien zu lesen und zu schreiben und Dienste von Serverprogrammen in einem Computernetzwerk anzufordern

    der Autor

    Das Multichannel-Verfahren verlagert die Last auf alle verfügbaren Netzwerk-Schnittstellen und dieses Protokoll wird lt. AVM auch von den Fritz!Boxen in den Versionen 1, 2 und 3 unterstützt (wobei das Protokoll 1 aus Sicherheitsgründen deaktiviert ist, aber in den Einstellungen der Fritz!Box aktiviert werden kann). Man erreicht also durch eine vervielfachte Bandbreite eine erhöhte Netzwerkleistung.


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    Mehr in den Bereich Datensicherheit geht die Funktion des automatischen Plattenaustausches in einem RAID-Verbund (wenn ein Ersatzlaufwerk definiert ist) – bevor die anhand überwachter Smart-Parameter oder mittels dem DA Drive Analyzer vor einem möglichen Ausfall stehenden Festplatten ausfallen, werden die Daten von der kritischen Platte auf das Ersatzlaufwerk verschoben.

    Die RAID-Sicherheit ist damit weiter vorhanden und die (defekte) Platte kann als Hot Spare im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Dadurch hat die NAS weder Ausfallzeiten noch Performance-Verluste.

    QNAP QTS 5.1 im Überblick

    QNAP QTS 5.1 Final veröffentlicht - gibt es im Release interessante Neuerungen?

    Pro

    • neue Sicherheitsfeatures
    • höhere Datensicherheit durch automatische Spare Integration
    • verbesserte Netzwerkgeschwindigkeit dank SMB Multichannel
    • verbesserte Integration von QSirch
    • bessere Bild und OCR-Erkennungsleistung der KI
    QNAP QTS 5.1 Final veröffentlicht - gibt es im Release interessante Neuerungen?

    Kontra

    • eigene App zur Authentifizierung

    Das war jetzt eine kurze Übersicht über die durchaus interessanten neuen Features im ersten QNAP QTS 5.1 Test. Wie sieht es bei euch aus? Habt Ihr schon Erfahrungen mit der neuen Version gemacht – Positiv oder auch Negativ? Dann last es mich wissen..

    QNAP QTS 5.1 Final im ersten Test

    Preis/Leistungsverhältnis - 94%
    Sicherheit - 79%
    Funktionsumfang - 95%
    Kompatibilität - 100%
    Bedienung - 88%
    Installation - 90%

    91%

    Gesamtergebnis

    QNAP hat mit dem Consumer Betriebssystem Ihrer NAS-Systeme - dem QTS - eine bewährte Benutzeroberfläche entwickelt. Die Version 5.1 ist ein neues Zwischen-Release welches einige Verbesserungen mitbringt. Die Verbesserungen ziehen sich über alle Bereiche: Benutzeroberfläche, Sicherheit, Performance. Man hat an vielen Schrauben gedreht um das QTS noch sicherer und intuitiver zu machen. Das ist auch nötig, denn die QNAP NAS-Systeme gehören zu den am meisten attackierten Geräten bei Hacker-Angriffen. Preis/Leistungsverhältnis: da es kostenlos bei den NAS-Servern vorinstalliert ist und auch eine relativ lange Laufzeit hat, gibt es hier eine hohe Punktzahl. Sicherheit: dank rigoroser 2-Faktor-Authentifizierung ist QNAP auf einem guten Weg. Inwiefern Angriffe über Backdoors möglich sind muss sich noch zeigen. Funktionsumfang: der Funktionsumfang ist gut und lässt sich über den QNAP App-Store auch noch erweitern. Eine gute Idee ist die Integration von QSirch in die File Station App. Kompatibilität: die Kompatibilität ist natürlich nur für Hardware aus dem Hause QNAP gegeben - da aber auch zu 100%. Bedienung: Die Bedienung ist teilweise immer noch etwas verspielt - aber man ist auf einem guten Weg. Installation: bei der Installation gibt es keine Probleme. Man bestätigt nur kurz, dass man die Version installieren will - den Rest macht die QNAP.

    User Rating: 3.43 ( 2 votes)
  • ULINK DA Drive Analyzer für QNAP ist Online..

    ..oder: mit QTS 5.0 versprochenes Key Feature ist nun verfügbar..

    Hidiho liebe Community! Seit Heute Morgen (jedenfalls war es bei mir so) ist es da: das von QNAP angekündigte Key-Feature des ULINK DA Drive Analyzers ist online und funktionsfähig.

    ULINK Drive Analyzer online(Bild links: Seit dem 4.12. ist es bereits im App-Center der QNAP. Jetzt sogar mit dem richtigen Icon. Das installieren gelang – das nötige anmelden an das Portal nicht. Das ist seit dem letzten QNAP QTS Firmware Update auf QTS 5.0.0.1870 build 20211201 anders. Ob es ursächlich an einem Bug im QTS 5.0 lag, oder der Anmelde-Server zu ULINK noch nicht Online – was soll’s. Jetzt funktioniert es.)

    Zu der neuen Betriebssystemversion der QNAP – dem QTS 5.0 hatte ich bereits HIER einen Beitrag geschrieben. Dort fiel mir schon auf, dass dieses beworbene Tool gar nicht verfügbar war. Nach meiner Anfrage beim QNAP Support, sollte das Release-Datum am 6.12.2021 sein. Ich schrieb HIER kurz darüber.

    Bereits am 4.12. war es im App-Center der QNAP verfügbar und ließ sich auch installieren. Das nutzte nur nicht viel, denn wenn man sich anmelden wollte, erschien zwar ein Fenster um sich mit dem QNAP-Konto anzumelden – doch der Anmeldeversuch wurde mit einer Fehlermeldung beendet.

    Da isser! Der ULINK DA Drive Analyzer für QNAP ist Online

    Ich schrieb nochmal eine Anfrage an den Support. Seit heute morgen ist das Problem mit der Anmeldung gefixt. Der ULINK Drive Analyzer ist nun online.

    ULINK Drive Analyzer online(Bild rechts: Der Drive Analyzer auf meiner TVS-473e in Aktion. Jedes überwachte Laufwerk benötigt zuerst mal eine Lizenz. Eine Lizenz ist “FREE”. Wer mehr Festplatten hat – was in einer NAS wohl wahrscheinlich ist – der muss im Lizenz-Center welche Ordern)

    Wenn man die App startet, kommt wie gewohnt der Anmelde-Bildschirm zum QNAP-Account – doch nun funktioniert die Anmeldung und die Benutzeroberfläche des Drive Analyzers wird angezeigt und die im System verbauten Festplatten werden grafisch übersichtlich aufgelistet.


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    Der Drive Analyzer – die Benutzeroberfläche

    Zuerst fällt auf, dass eine Festplatte blau markiert ist. Diese hat eine freie Lizenz des Drive Analyzers. Und nur lizenzierte Festplatten werden in die Überprüfung aufgenommen. Das ist durchaus sinnvoll, denn je nach Konfiguration des NAS braucht man nicht jede Festplatte zu überwachen. Meine in der QM2-Zusatzkarte verbauten 4 M.2 NVMe – SSDs zum Beispiel, können zum aktuellen Zeitpunkt nicht überwacht werden. Die für das Tiering benutzten SATA SSDs im M.2 Format aber schon.

    In der App gibt es dazu folgenden Hinweis: Die Unterstützung für SAS- und NVMe-Laufwerke ist für eine zukünftige Version der App geplant. Es scheint also noch ein bisschen zu dauern, bis bei mir alle Laufwerke überwacht werden können.

    ULINK Drive Analyzer online(Bild links: Der Drive Analyzer startet! Das wichtigste zuerst: der Erwerb von Lizenzen, denn ohne die wird nur ein mickriges Laufwerk überwacht. Das ist bei Raid-Systemen natürlich etwas unzweckmäßig und nicht besonders intelligent.)

    Das Ordern von neuen Lizenzen ist kein Problem: In der Software ist ein Link der automatisch zum Lizenz-Fenster führt. Aktuell sind die Lizenzen kostenlos, da es sich um zeitlich begrenzte Trial-Versionen handelt. Nachdem die Lizenzen gekauft sind werden Sie im Lizenz-Center aktiviert. Da Sie kostenlos sind, sind keine Zahlungsinformationen nötig.


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    Die Lizenzen werden dann Laufwerken zuweisen oder von Festplatten, welche nicht mehr überwacht werden sollen auf andere verschoben. Hat man die Lizenzen zugewiesen, fängt das Datensammeln an. Mindestens 15 Tage benötigt die App beziehungsweise die Datenbank von ULINK bis aus Millionen von Festplattendaten eine zuverlässige Vorhersage getroffen werden kann. Seitdem der ULINK Drive Analyzer online ist, sollte das ja klappen. Na, schauen wir mal in 15 Tagen wieder rein. Ich bleib an dem Thema dran.

    Wie ist es bei euch? Nutzt Ihr auch eine QNAP? War der Drive Analyzer bei euch direkt verfügbar – und nutzt Ihr ihn überhaupt?

  • Dein WordPress auf der NAS? Warum nicht? Hier der Test..

    ..oder: WordPress goes NAS – und das klappt sogar (leidlich)..

    Hidiho liebe Community! Ihr wisst ja, dass ich immer etwas brauche um meinen grauen Zellen zu beschäftigen. Aktuell ist das Thema “Hackintosh” nicht so im Fokus, dafür hat es mir meine NAS wieder angetan. Das QTS Update von QNAP von der bereits mehrere Jahre alten Version 4.6 auf das neue 5.0 hat mich gezwungen, mich mal wieder auf das kleine Kästchen zu konzentrieren.

    Dass die neue Version 5.0 noch nicht das gelbe vom Ei ist hatte ich in diesem Beitrag ja schon geschrieben. Aber nutzt ja nix. Jetzt ist Sie nun mal auf der NAS. Im Rahmen des Tests hielt ich es für eine gute Idee, mich mal dem Thema WordPress auf der NAS zu widmen. Ich als Blogger mit eigener Domain und WordPress-“Profi” sollte das ja im Schlaf beherrschen. Und vielleicht ist das Thema für Dich ja auch interessant?

    Dein WordPress auf der NAS? Warum nicht? Hier der Test..(Bild links: Der Blog – oder Webseite – auf einer NAS? Ja, das geht mit einer QNAP NAS sogar ziemlich einfach. Hier ist meine Webseite NERD-O-MANIA auf der NAS lokal eingerichtet (erkenntlich an der lokalen IP-Adresse im Browserfenster) – ich habe aber ein anderes Theme zum testen benutzt, weil ich vorhabe dieses Theme demnächst auf meiner Webseite einzusetzen)

    Da ist zuerst die Frage: “Warum soll ich WordPress auf einer NAS laufen lassen, wenn ich es doch auf meiner Webhoster-Account habe?”

    WordPress auf der NAS? Es gibt Gründe..

    Da gibt es mehrere Antworten. Zum einen ist es natürlich so, dass man neue Themes ausprobieren kann und Anpassungen – grade wenn es Dinge sind, die relativ langwierig zum umsetzen sind, wäre es ja blöd, wenn die Webseite stundenlang im Wartungsmodus ist – oder noch schlimmer wegen Inkompatibilitäten völlig wegknallt und man einen halben Tag dran sitzt um den Fehler zu finden.

    WordPress auf der NAS(Bild links: die aktuelle Webseite www.nerd-o-mania.de, wie Sie aktuell im Internet zu sehen ist. Das Jannah-Theme gefällt mir ganz gut, hat tolle Features – aber die Seite erschlägt einen fast mit den Funktionen. Dazu kommt, dass die schön gestylten Foren nicht genutzt werden.)

    Dann ist es nie falsch, wenn man Daten doppelt hat und eine 1:1 Sicherung ist eigentlich das beste, was man haben kann.

    Im schlimmsten Fall – wenn man seinen Original-Blog so hingerichtet hat, dass womöglich tagelang nichts mehr geht, kann man je nach Konfiguration die lokale Webseite auch per Redirekt von einer schnell angelegten HTML-Seite ansprechen. Dann ist der Inhalt wenigstens für Besucher sichtbar.

    Die NAS bekommt eine eigene Web-Adresse

    Denn QNAP hat eine Technik namens “myQNAPcloud”, die es erlaubt, der lokalen NAS einen Namen zu geben, der auch im Internet auffindbar ist. Die Nomenklatur ist: “mein_Nas_Name.myqnapcloud.com”. Je nach Portnummer wird man dann auf die entsprechende Anwendung geleitet. Das geht ziemlich komfortabel mit der FritzBox, da die UPnP-Portweiterleitung unterstützt und die NAS mit dem AVM-Router kommuniziert um der Box zu sagen, welche Anwendung auf welchem Port läuft.

    WordPress auf der NAS(Bild rechts: wie kommt WordPress auf die NAS? Bei QNAP ist das so einfach wie eine andere App zu installieren. Sogar einfacher als bei meinem Webhoster. Alles läuft automatisch. Sogar die Datenbank wird automatisch angelegt und eingebunden)

    Zum anderen kann man mit dem CMS auch ein kleines Info-System für das lokale Intranet einer Firma gestalten. Da es Plugins für alle möglichen Gelegenheiten gibt, wäre ein Forum für die Mitarbeiter interessant – also quasi ein “schwarzes Brett” für die Kollegen: Da wären Vertretungsfragen eine Idee, oder das bilden von Fahrgemeinschaften, oder, oder, oder.

    WordPress: so flexibel wie man will..

    Auch Kalender-Plugins sind möglich: interne und externe Meetings könnten dort für Kollegen eingetragen werden – sogar mit Karten und Routenplaner. Teilnahmen an Schulungen könnten gebucht werden – oder Schichtpläne veröffentlicht.


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    Selbst ein Shop wäre möglich. Falls eine Firma groß genug ist und Merchandise Artikel hat – warum Sie nicht über einen lokalen Shop an die Mitarbeiter verscherbeln.

    Es gibt also durchaus Gründe, warum man mal darüber nachdenken könnte, WordPress lokal auf einer NAS zu hosten.

    Und wie kommt die WordPress-Installation nun auf die NAS? Bei QNAP ist das kein Problem – die Installations-App findet man im App-Center, wenn man sich alle Apps anzeigen lässt. Die dort angezeigte Version ist irreführend, da dort noch die Version 5.7.2 steht – installiert wird aber die aktuelle 5.8.1.

    Die Installation? EASY!

    Wer schon mal WordPress installiert hat, wird sich wundern, wie schnell die Installation geht: Usernamen und Passwort wählen (ein starkes wird schon automatisch vorgeschlagen (ich sichere Passwörter übrigens in dem kostenlosen KeePass 2 Programm)) und das war’s auch schon: die Daten werden aus dem Netz heruntergeladen und nach wenigen Minuten ist die WordPress-Installation bereit und man kann sich als Super-User anmelden.

    WordPress auf der NAS(Bild links: Tja, wo ist die WordPress-Installation? Im File-Manager gibt es keinen Hinweis darauf in der wp-config.php scheint es etwas mit “Docker” zu tun zu haben. Jedenfalls gibt es Verweise auf github und Docker in der Datei. In den Foren habe ich keine Antwort gefunden – aber dafür habe ich selber eine gangbare Lösung gefunden. Das WordPress-Plugin “WP-Dateimanager” konnte ganze Ordner hochladen und Verzeichnisse erstellen. Damit konnte ich auch aufwendige Themes, die ich bei Themeforest erworben hatte, hochladen und aktivieren)

    Der Rest ist gewohnt – doch es gibt einen Haken: im File Manager (dem Explorer der NAS) gibt es keinen Hinweis, wo sich der Ordner der WordPress Installation befindet. Da in der Konfigurations-Datei die Größe der hochzuladenden Datei auf (scheinbar) 2MB (Standard) beschränkt war, denn größere Dateien ließen sich nicht hochladen, ließen sich auch viele Themes nicht installieren, denn die zip-Dateien mit etwas aufwendigeren Themes sind gerne mal 4-6 Megabyte gross.

    Was es zu beachten gilt..

    Eine Lösung war das WordPress Plugin “WP-Dateimanager”, der ähnlich wie File-Zilla funktioniert – nur, dass er es eben direkt aus WordPress heraus macht.

    Dieses Plugin kann ich empfehlen – es gibt eine “Free”-Version mit eingeschränkten Funktionen, die normalerweise für die Installation auf der QNAP reicht.

    Die Inhalte von deiner normalen Webseite auf die der NAS zu bekommen ist ebenfalls einfach zu realisieren – wenn man noch nicht 20 Jahre bloggt, wie ich. Dann muss man den Export und Import Scheibchenweise machen, da alle Beiträge und Kommentare bei mir knapp 25 Megabyte groß sind. Da steigt WordPress aus.


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    Technisch hat WordPres die Import und Export-Funktion bereits an Bord – man muss nur in den Einstellungen wählen wohin man exportieren möchte, dann wird das korrekte WordPress Modul installiert und man kann wählen, was man exportieren möchte.

    Ich habe mich für eine zeitliche Unterteilung entschieden – Kategorien machten bei mir keinen Sinn, da ich in manchen Kategorien kaum Beiträge habe, in anderen platzt die generierte XML-Datei aus den Nähten und kann nicht importiert werden. Da ich aber relativ regelmäßig Beiträge veröffentliche, war die Aufteilung nach Jahren für mich die sinnvollste Lösung.

    Wie seht Ihr das? Ist eine WordPress Installation für euch interessant? Habt Ihr das vielleicht sogar schon mal realisiert – und wie sind eure Erfahrungen?

    WordPress auf der NAS? Der Test!

    Preis/Leistungsverhältnis - 95%
    Funktionsumfang - 94%
    Kompatibilität - 91%
    Bedienung - 93%
    Installation - 91%

    93%

    Gesamt

    WordPress goes NAS? Ja, warum nicht. Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, ein WordPress CMS auf seiner NAS zu nutzen. An der Installation sollte es nicht scheitern - die ist mit ein paar Mausklicks erledigt. Dazu ist es kostenlos. Und viele sinnvolle Funktionen lassen sich mit kostenlosen Plugins nachrüsten. Selbst das veröffentlichen im Internet ist mittels der QNAP-Technologie "MyQNAPcloud" möglich, da der NAS-Name ähnlich wie der Webseiten-Name in eine DNS-Adresse aufgelöst wird.

    User Rating: 4.35 ( 2 votes)
  • Die TurboNAS QNAP TVS-473e im Test– eine NAS die ihrem Namen alle Ehre macht..

    ..oder: schnell, schneller, QNAP TVS-473e  – die NAS, die nie außer Atem ist!

    Vor knapp einem halben Jahr hatte ich für euch hier den Test der QNAP TS-431P2 veröffentlicht und mit Gut bewertet. Diese Note bekommt Sie auch immer noch – Sie ist eine ideale Einsteiger-NAS, die dank sicherem RAID 5, ausreichendem Speicher und Quadcore-Prozessor sowohl die Standard-Aufgaben (Datensicherung) als auch zusätzliche Aufgaben (Mail-Server, Terminplanung, DLNA-Server), schnell und sicher erledigt.

    Doch leider ist Sie in einem Punkt leider nicht so leistungsfähig gewesen, wie gewünscht: Das streamen von Videos über das heimische Netzwerk wurde leider zu oft mit der Meldung “Dieser Server ist nicht leistungsfähig genug um Videos konvertieren zu können” quittiert. Dies lag wahrscheinlich an dem 32 BIT ARM Prozessor der Annapurna Labs. Bei allen anderen Anwendungen lief er Top – aber Multimedia? Das war nicht seine Kernkompetenz (das war jetzt mal ein echter Flachwitz – Kernkompetenz.. kapiert?) Was also tun?

    QNAP TVS-473e VollausstattungDie TS-431P2 sollte gegen ein anderes Modell eingetauscht werden, welches insbesondere im Multimedia-Bereich genügend Power bieten sollte. Es sollte auch eine NAS von QNAP sein, denn dort kann man die Festplatteninhalte – sofern sie slotidentisch wieder eingesetzt werden – übernehmen.

    Die Suche auf der QNAP Webseite führte mich dann zur TVS-473e – im oberen KMU Bereich angesiedelt, mit schnellem AMD Quad-Core Prozessor, einem integriertem Grafikchip und der Möglichkeit 64 Gigabyte RAM zu verwalten. Das war für mich das Kaufargument. So viel RAM kann sonst kaum eine ansprechen.

    (Bild Links: Die QNAP TVS-473e – schon keine NAS mehr sondern ein leistungsfähiger PC mit Datenspeicher. Gut erkennbar ist das LED-Punktmatrix-Display, welches verschiedene Infos anzeigt. Oben auf der NAS sichtbar ist der magnetische Kranz mit den 4 Stabantennen der QWA-AC2600 WLAN Steckkarte, die es als Zubehör für ca. 130,00 € zu kaufen gibt. Nur für den Fall, dass die 4 Gigabit-Ethernet-Anschlüsse nicht reichen)

    Überdies bietet Sie noch die Möglichkeit  2 x M.2 SSDs zusätzlich einzubauen und 2 Erweiterungskarten (hier kann man wählen zwischen Karten mit Platz für 2 oder 4 x M.2 SSDs, Karten mit schnellem WLAN im 2,4 und 5 Ghz Bereich oder mit Netzwerkkarten, die Daten mit 40Gbps durchs Netzwerk schießen) .

    Dass diese NAS den Preis der TS-431P2  bei weitem übersteigt ist klar. Die “kleine” NAS kostete komplett knapp 900,00 €, wobei der Preis sich ungefähr 50:50 für Gehäuse und Festplatten aufteilte.

    Die “große” kostet in meiner Ausstattung fast 2500,00 €, deren Preis sich wie folgt aufteilt:

    • 1 x QNAP TVS-473e Leergehäuse = 800,00 €,
    • 4 x WD RED 4 TB HDD Festplatten = 500,00 €,
    • 4 x 16 GB RAM = 320,00 €,
    • 2 x 512 GB M.2 SSDs = 200,00 €,
    • 1 x QNAP WLAN Steckkarte = 120,00 €,
    • 1 x QNAP QM2 4P-342 Erweiterungskarte = 200,00 €
    • 4 x 1TB M.2 SSDs = 450,00 €.

    NAS und Tiering

    Damit, und mit dem neuen Betriebssystem QTS 4.4.1, welches Auto-Tiering beherrscht, stellt die QNAP in Sachen Geschwindigkeit so ziemlich alles in den Schatten.

    (Bild Rechts: schematische Darstellung von Tiering – häufig aufgerufene Dateien werden auf die schnellsten Datenträger verschoben. Daten die selten aufgerufen werden landen auf den langsameren Datenträgern. Ändern sich die Zugriffe, werden die Dateien automatisch angepasst – das sogenannte Auto Tiering.)

    QNAP TieringWer wissen möchte, was Auto-Tiering bedeutet, dann hier eine kurze Erklärung: Auto-Tiering sortiert die gespeicherten Festplatten-Daten Blockweise so, dass die am meisten benutzten Daten auf den schnellsten Speichermedien sind und zwar unabhängig vom Speichertyp – also SSD oder HDD. Wenn Du also Beispielsweise sehr oft Helene Fischer von deinen auf der NAS gespeicherten Alben hörst, wird die Tiering-Intelligenz die von den HDDs auf die SSDs verschieben, während die weniger oft gespielten Alben auf den HDDs bleiben. Da dieser Vorgang sowohl dynamisch als auch vom Betriebssystem verwaltet und gesteuert ist, muss man sich um nichts weiteres kümmern.

    (Bild Links: Erweiterung wird bei der TVS-473e groß geschrieben – hier im Bild die WLAN Erweiterungskarte QWA-AC2600, die sowohl im 2,4 GHz, wie auch im 5 GHz Bereich funkt.)

    QWA-AC2600 WLAN Adapter

    Die Hardware

    Der wesentlich höhere Preis macht sich aber auch in vielen anderen Bereichen bemerkbar. Während das Gehäuse der TS-431P2 komplett aus Kunststoff ist, und nur die Bodenplatte und Rückseite aus Metall, ist das Gehäuse der QNAP TVS-473e komplett aus champagnerfarbenem Metall – die Farbe ist sicher Geschmackssache –  und wirkt schon deshalb robuster. Auch die Festplatten-Trays sind besser verarbeitet und luxuriöser ausgestattet. Die Festplatten müssen im Gegensatz zur ‘431’ nicht geschraubt werden sondern werden mit Klick-Schienen befestigt. Durch Gummilager sind Sie überdies akustisch entkoppelt und das Tray lässt sich durch einen Schieber verriegeln.

    Ebenso wird bei der TVS-473e das Thema Erweiterungen groß geschrieben. Neben den mindestens 4 Laufwerktrays, in die wahlweise HDDs oder SSDs eingesetzt werden können (die TVS x73e Serie gibt es auch mit 6 und 8 Laufwerkstrays) – kann man auch noch zwei M.2 SSDs ins Gehäuse verbauen. Darüber hinaus stehen noch 2 PCIe Stecklätze für Erweiterungskarten zur Verfügung.

    Auch bei der Anzahl der möglichen RAM-Steckplätze wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Statt einer Bank mit maximal 8 GB RAM, wie bei der TS-431-P2, stehen 4 Bänke mit jeweils maximal 16 GB verwaltungsfähigem Speicher zur Verfügung – dadurch warten in der höchsten Ausbaustufe üppige 64 GB RAM darauf gefüllt zu werden.

    TVS-473e Hybrid Desk StationEin Novum: die TVS-473e kann aufgrund der verbauten CPU und des Grafikprozessors mittels einer der 2 HDMI-Anschlüsse wie ein normaler PC genutzt werden. Mit der Anwendung QvPC kann die Turbo NAS durch Anschluss eines HDMI-Displays und mit Hilfe der „HybridDesk Station (HD Station)“ für mehrere Anwendungen mit verschiedenen Desktops als PC verwendet werden.

    (Bild Rechts: mittels HDMI Kabel und einem Monitor kann man direkt auf die QNAP TVS-473e zugreifen. Ein externer Rechner mit Browser ist dann überflüssig)

    Selbst Visualisierungen mit virtuellen Maschinen sind möglich. Bei 64 GB installiertem RAM kann man locker 8-16 GB für eine virtuelle Windows 10 Installation entbehren. Bei der Performance merkt man kaum einen Unterschied zu einem normalen PC.

    Erworben habe ich die QNAP Online und ein paar Tage später wurde ein großer Karton angeliefert. Dort drin – geschützt durch Luftpolster – war der Verkaufskarton der QNAP.

    Was bekommt man?

    Wie üblich war der Karton durch geformten Schaumstoff exakt auf das Gehäuse der NAS abgestimmt. Die NAS selber war nochmal izum Schutz vor Nässe in einen stabilen Kunststoff-Beutel eingepackt. Da klapperte nichts und der Karton hätte auch ein paar Stöße ausgehalten ohne dass der NAS etwas passeirt wäre. Im Karton war neben der NAS ein weiterer Karton, der das Zubehör enthielt: 2 Netzwerk-Kabel zum Anschluß an einen Router und ein Beutel Kleinteile, der sowohl Schrauben für HDDs als auch SSDs enthielt, 2 Kühlkörper, Befestigungsschrauben und Abstandsschraube für die M.2 Festplatten und natürlich einen der üblichen Quick Installation Guides.

    Und wie klappt die Integration ins heimische Netzwerk? Schlicht und einfach supereinfach.

    Anschließen, einschalten – dies dauerte bei dem Gerät etwas länger, bis es bereit ist, da es erst die Hardware initialisiert, den Speicher checkt und das Betriebssystem lädt. Das Display zeigt dann die IP-Adresse an, die die NAS vom Router bekommen hat und schon kann man mit einem Browser auf die NAS zugreifen.


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    Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die QNAP trotz der nun wirklich reichlich im Hintergrund laufenden und nicht grade ressourcenschonenden Programme ihren Dienst versieht. Allerdings liegt dies auch am großzügig bemessenem RAM. Mit den ab Werk verbauten 4 GB Ram (gibt es auch mit 8 GB Ram) kommt leider gar kein Spaß auf. Selbst die Einstellungen in der Systemsteuerung laufen nur in Zeitlupe ab – viele Anwendungen lassen sich erst gar nicht installieren, wie QSirch oder QuMagie. Aber grade diese Programme machen bei einer NAS Sinn.

    QSIRCH - LandkartensucheQsirch ist ein sehr leistungsfähiges Suchtool, – ähnlich wie die kostenpflichtige Copernic Desktop-Search – welches die Dateien auf der NAS indiziert und auch Vorschaubilder anzeigt. Fotos lassen sich über eine Weltkarte anzeigen – praktisch für Weltenbummler..

    (Bild links: das Programm Qsirch im Einsatz = Indizierte Bilder lassen sich praktisch entweder über eine Landkarte suchen, oder durch Texteingabe. Ebenfalls möglich ist das setzen von Filtern, wie Datum, Dateigröße oder Datentyp. Office Dokumente sind ebenfalls indizier- und filterbar)

    Video-Überwachung mit der TVS-473e

    Ebenfalls ein Highlight ist die Surveillance-Station und das QVR Pro. Beide dienen zur Einrichtung und Ansteuerung von Überwachungskameras. Waren es bei der ‘431’ noch “nur” 4, sind es bei der ‘473’ schon 8 Kameras, die angeschlossen werden können. Damit kann man schon fast ein ganzes Einkaufs-Center überwachen. Selbst weitere Kameras lassen sich über ein Lizenzupgrade hinzufügen.

    QVR Pro

    (Bild oben: Bis zu 8 Kameras lassen sich bei der TVS-473e  verwalten und deren Aufnahmen auf der NAS speichern. Da man auch selber einen Grundriss erstellen kann und dort die Position der Kameras und den Aufnahmewinkel anzeigen, ist das schon ganz großes Überwachungs- Kino.)

    Doch genug von den Standard-Programmen – die liefen unter der TS-432P2 auch schon gut und wurden auch als gut getestet. Für mich ist der PLEX Media-Server das absolute Highlight, für das es sich schon alleine gelohnt hat, sich diese NAS zu holen!


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    Der Plex Media-Server ist eine Anwendung, die man entweder kostenlos (mit reduziertem Umfang), monatlich für 4,99€ oder einmalig für 119,99€ (lebenslang) erhalten kann. Darüber hinaus ist auch eine jährliche Zahlung von 39,99€ möglich um auf die Premium-Features zugreifen zu können. Über den Plex Server werde ich in Kürze einen eigenen Blogbeitrag schreiben.

    Beim Strom kein Kostverächter

    Beim Stromverbrauch ist die NAS mit ca. 60 Watt kein Kostverächter. Beim 24-Stunden Dauerbetrieb sind am Tag 1,3 KWh verbrannt. Bei den aktuellen Strompreisen sind knapp 130 € Stromkosten pro Jahr einzuplanen. Aber selbst bei nur 18 Stunden Betrieb am Tag ist ein Hundert €-Schein für die NAS einzukalkulieren. Dies sollte man bedenken, wenn man sich für eine NAS interessiert.

    Negatives gibt es auch..

    Einen Nachteil, der in meiner Konfiguration auftritt, muss ich noch erwähnen: Der Einbau von 2 x M.2 SSDs führt zwar zu einem Geschwindigkeitsplus – ist aber mit einer übermäßigen Geräuschentwicklung verbunden. Werden die SSDs zu heiß (was leider sehr häufig auftritt), veranstalten die insgesamt 3 Gehäuselüfter ein Höllenkonzert. Das Überhitzungsproblem tritt sogar bei Installation von aufwendigen Kühlkörpern auf den Controllern der SSDs auf. Da die SSDs sich dann auf über 70° Celsius erhitzen leidet auch deren Lebensdauer darunter. Wenn aber bereits nach 33 Tagen die Lebensdauer einer SSD auf 88% herunter gesunken ist, dann ist der ziemlich teure Speicherbaustein nach nicht mal 10 Monaten schrottreif und muss ersetzt werden. Dies widerspricht eigentlich dem Tiering-Gedanken, der ja auch darauf abzielt kostengünstig zu sein.


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    Die Lärmbelästigung tritt aber nur beim Betrieb mit zusätzlichen SSDs auf. Beim konventionellen Betrieb mit 4 HDDs ist die QNAP angenehm flüsterleise.

    Für mich ist die TVS-473e aufgrund des schnellen Prozessors, dem leistungsfähigem Grafikchip und der Möglichkeit 64 GB Ram zu verwalten die beste Multimedia-NAS.

    Was meint Ihr?  Gibt es für den Bereich eine bessere NAS (gerne auch von Synology)? Mit welcher streamt Ihr eure Videos im heimischen Netzwerk?

    Die TVS-473e im Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Aussehen
    Verarbeitung
    Haptik
    Kompatibilität
    Installation
    Zubehör
    Energieverbrauch

    Gesamtergebnis

    Die TVS-473e ist eine hervorragende Multimedia-NAS. Sie streamt Videos in allen Auflösungen durchs Netzwerk, transkodiert auf Wunsch die Filme dabei sogar in verschiedenen Auflösungen und speichert Sie auf den Datenträgern ab. Optik und Haptik machen einen guten Eindruck und die Verarbeitung ist gut. Über das LED-Display mit Punktmatrix-Anzeige können Infos angezeigt werden - bei Fehlern werden die Störungen ebenfalls dort eingeblendet. Das Gehäuseinnere könnte etwas besser designt sein - beim Einbau der zusätzlichen Steckkarten muss leider das Netzteil ausgebaut werden. Beim Stromverbrauch ist die NAS mit ca. 60 Watt kein Kostverächter. Beim 24-Stunden Dauerbetrieb sind am Tag 1,3 KWh verbrannt. Bei den aktuellen Strompreisen sind knapp 130 € Stromkosten einzuplanen. Aber selbst bei nur 18 Stunden Betrieb am Tag ist ein Hundert €-Schein für die NAS einzukalkulieren. Die Integration ins heimische Netzwerk ist einfach. Das Display zeigt die IP-Adresse an und über den Webbrowser kann man auf die NAS zugreifen. Die NAS kann auch als Backup-Medium für APPLE genunutzt werden. Die Macs erkennen die QNAP und fragen ob es als Time-Machine genutzt werden soll. In der höchsten Ausbaustufe mit 64 GB Ram ist die NAS der Hammer - man hat das Gefühl, dass alles in Echtzeit geht. Schliesst man einen Monitor an einen der 2 vorhandene HDMI Ausgänge an, sowie eine Maus und Tastatur über USB, arbeitet man auch quasi direkt auf der NAS.

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