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  • Angriff der KI – Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..

    Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra – wenn das Handy dank KI cleverer ist als der Besitzer..

    Hidiho liebe Community! Seit heute (24. Januar 2024) ist das funkelnagelneue SAMSUNG Galaxy S24 erhältlich. Wie man es von mir kennt, habe ich mir das Top-Modell S24 Ultra gegönnt. War das klug? Wahrscheinlich nicht –  Immerhin habe ich ja den Vorgänger S23 Ultra und bin damit sehr zufrieden. Mehr noch: ich habe vor nicht allzu langer Zeit geschrieben, dass es dieses Jahr keinen SAMSUNG Smartphone-Test mehr geben wird. (Und das stimmt ja irgendwie auch: geschrieben hatte ich das letztes Jahr und das Jahr ging bis 31.12.2023 – wir haben also bereits ein neues Jahr. Dann darf ich ja wieder Geld für SAMSUNG Schnickschnack verplempern.)

    Nennt es von mir aus Spitzfindig oder tituliert mich als Lügenmaul –  ich gebe zu, was meine Wahrheitsliebe angeht, da können zahlreiche Ex-Freundinnen tränenreiche Geschichten zu meinen Treue-Versprechen erzählen. Doch das ist ein Thema was ich hier lieber nicht vertiefen sollte. Und fragt Sie auch nicht – Frauen neigen ja immer gleich so zum dramatisieren..

    Aber beim SAMSUNG Test habe ich nicht gelogen – das schwöre ich, so wahr ich Deutschlands bekanntester unbekannter Blogger bin. Deshalb gibt es hier jetzt den Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..

    Warum das SAMSUNG Galaxy S24 Ultra in die Dr. NERD Labs kam..

    Tatsächlich konnte ich dem neuen Flaggship aus dem Hause SAMSUNG nicht widerstehen, denn das Angebot reizte mich: es gab von meinem Mobilfunk-Anbieter die Option das SAMSUNG S24 Ultra mit 512 GB zum Preis des Modells mit 256 GB zu erhalten – dazu gab es auch noch die SAMSUNG Galaxy Watch6 in 40 Millimeter Durchmesser mit Bluetooth. Zusätzliches Trade-In (also das eintauschen eines vorhandenen Smartphones) hätte nochmals den Preis gesenkt. (Im Prinzip also das gleiche Angebot wie auf der Original SAMSUNG Webseite.)

    Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra - SAMSUNG Webseite

    (Bild oben: auf der Webseite wirbt SAMSUNG mit der AI des neuen SAMSUNG Galaxy S24 – schauen wir mal, wie clever es im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra wirklich ist..)

    Da das ganze Zinsfrei und auf 2 bis 3 Jahre monatlich gezahlt werden kann, war folgender Plan in meinem Krämer-Hirn gereift:

    • Bestellung des S24 Ultra mit 256GB + Uhr zum Preis von 1.449,00 €.
    • Trade-In erschien mir finanziell unattraktiv – dehalb: Verkauf des S23 Ultra mit 512 GB und der Watch6 (denn ich habe die Watch5 Pro mit LTE, die eine wesentlich längere Akkulaufzeit hat und auch noch ein paar andere Features mehr als die neueren Modelle) für knapp 1.000 – 1.200 € bei ebay sollte etwas mehr Geld einspielen.
    • Dann bleibt ein Gap von 250 – 450 € für das neue Smartphone, welches ja nun dann bis zu 7 Jahre Software-Updates bekommt.

    Das wäre ein Wertverlust von knapp 20 bis 30 € im Monat für das Jahr – ein Verlust, mit dem ich ganz gut leben kann und der euch dafür einen neuen Testbericht beschert – Ja, so bin ich, was mache ich nicht alles für meine geliebte Community!…


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    Als Farbe wählte ich für den Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra das helle Titanium Gray – diese Farbe ist die gleiche, wie von meiner SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro (Test hier), das fand ich cool, dass endlich mal Uhr und Smartphone die gleiche Farbe haben. In der Vergangenheit waren ja die kostenlosen Beigaben von SAMSUNG farblich eher maximal unpassend, da konnte man zu einem burgundyfarbenem Handy auch mal hellblaue Buds Pro kriegen – eine Farbwahl die so schreiend schräg ist, dass ein Blindenhund wütend bellt bei der Farbzusammenstellung. Doch bei mir hatte sich der Distributor erbarmt: jetzt gab es zu einem hellgrauen S24 Ultra eine graphitfarbene Watch5.

    Farblich passte das also, aber da die Uhr sowieso wieder verkauft wird – Schwamm drüber..

    das Unboxing..

    Pünktlich zum offiziellen Erscheinungstermin (24.1.2024) bekam ich über den Distributor Arvato die beiden SAMSUNG Geräte per DHL geliefert.

    Das Unboxing der Uhr lasse ich mal außen vor, da die ja Originalverpackt wieder „zur Sonne geht“ – beschränken wir uns also auf das Schächtelchen des S24 Ultra.

    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..(Bild links: zum verwechseln ähnlich sind die beiden Kartons des diesjährigen und letztjährigen Ultra Modells. Naja, Gehäuse gleich, Kamera-Setup gleich, Zubehör gleich – da kann man ja mal auf bewährtes Verpackungsmaterial zurück greifen.)

    Im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra gibt es da keinen wirklichen Unterschied. Im ersten Moment fällt einem nicht mal auf, dass man das neue Gerät bekommen hat – die Kartons und die aufgedruckten Kameras sehen sich fast bis zum letzten i-Tüpfelchen ähnlich. Nur ein kleiner angedeuteter Schatten am Gerät und die Zahl in der Modellbezeichnung lässt den aufmerksamen Beobachter erkennen, dass ein aktuelleres Modell Einzug gehalten hat.

    Im inneren des Kartons, der erfreulicherweise auf Kunststoff-Formteile zum sichern des Smartphones und Drahtbändchen zum fixieren des USB-C Kabels verzichtet, ist es aufgeräumt – oder sagen wir mal sparsam möbliert. Im Schächtelchen ist das SAMSUNG S24 Ultra, ein SIM-Karten-Auswerftool und ein USB-C auf USB-C Kabel – that’s all. Minimalistisch, wie man es von SAMSUNG gewohnt ist. Netzteil, Hülle, Schutzfolie – mit solch überflüssigem Schnickschnack punkten nur chinesische Smartphones. Koreanische Smartphones haben derlei Anbiederungen an Kunden nicht nötig..

    Die Inbetriebnahme –  ein perfekter Klon dank SmartSwitch

    Also mal das schicke Teil eingeschaltet. Der bekannte schmucklose Bootscreen erschien und etwas später erschien die ebenfalls schmucklose Installationsroutine. Der Akku war mit 51% halbvoll geladen – das sollte also soweit reichen.

    Da ich mein S23 Ultra klonen wollte, um auf einer identischen Oberfläche arbeiten zu können, wählte ich die Option, dass ein bestehendes ANDROID Smartphone geklont werden sollte. Aus Geschwindigkeitsgründen wählte ich nicht die Möglichkeit dies über das heimische WLAN zu machen, sondern popelte ein USB-C Kabel in die Buchsen der beiden Ultras.

    Das dauerte trotz schneller Kabelverbindung etwas länger, denn mein mit 512 GB  ausgestattetes S23 Ultra war mit über 250 GB an Daten, Fotos, Videos und Programmen vollgestopft.

    Es dauerte schon so geschätzte 2 Stunden und der Akku war mit nur noch 30% Ladung sichtlich geschrumpft. Wie man es kennt muss man ja leider dann trotzdem immer noch alle Berechtigungen neu erteilen, Passwörter eingeben usw. Das dauerte dann ungefähr nochmal eine Stunde..

    Doch dann war das „Neue“ einsatzbereit!

    Die Hardware – echt ein dickes Brett..

    Hat man die beiden Schutzfolien abgezogen kommt ein echt schickes Teil zum Vorschein! Das Titan-Gehäuse wirkt einfach Mega-Edel! Die Lautstärkewippe und der Ein/Aus-Schalter sind etwas größer als beim Vorgänger, was das drücken der Tasten erleichtert. Das Gehäuse ist matt schimmernd und fühlt sich in der Hand etwas wärmer an, als das polierte Aluminiumgehäuse des S23 Ultra.

    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..(Bild rechts: War beim letztjährigen Vergleich des S22 Ultra mit dem S23 Ultra noch ein ziemlich starker Unterschied bei den Rundungen zu erkennen, ist dieses Jahr im Vergleich S23 Ultra mit dem S24 Ultra kaum ein Unterschied zu bemerken. Auffällig ist aber das 2. „Loch“ oben im Gehäuse – ich vermute, dass dies ein zweites Mikrofon ist.)

    Im Vergleich zum S22 Ultra fällt einem kaum auf, dass die Gehäusekanten etwas weniger stark abgerundet sind. Was auffällt ist das nun komplett plane Display, welches ohne Wölbung im Titangehäuse sitzt. Allerdings merkt man eine kleine Kante am Übergang von Gehäuse zum Display, wenn man mit dem Finger vorsichtig darüberstreicht.

    SAMSUNG gibt hier an, dass das Display 2600 Nits hell ist, was eine neue Bestmarke aufstellt und sogar das iPhone 15 Pro Max schlägt. Wenn man ehrlich ist, dann sind wir hier aber im Bereich „Ingenieurs-Porno“ – schon die Helligkeit des letztjährigen S23 Ultra war völlig ausreichend – ebenso wie eine Auflösung von 3120 x 1440 Pixeln.


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    Meine 27″ Zoll-Monitore im Büro haben grade mal diese Auflösung und sind superscharf. Diese Pixelanzahl auf einem Display, das nur 6,8″ Zoll groß ist und die Pixel mit bis zu 120 Herz pro Sekunde wiederholt? Wer da glaubt, das Display wäre unscharf, der gehört fröhlich winkend zurückgelassen – dem ist dann echt nicht mehr zu helfen..

    Ein Punkt, der wichtiger ist: das Display aus dem neuen Corning® Gorilla® Armor Glas soll nicht mehr so stark reflektieren. DAS ist mal eine echte Verbesserung, denn was nutzt mir ein Display, dass so hell ist, dass ich damit ein Lagerfeuer anzünden kann, wenn es so stark reflektiert, dass ich trotzdem nichts darauf erkennen kann?

    Bei meinem S23 Ultra habe ich als Displayschutz-Folie nach mehreren glänzenden Folien eine Folie genommen, die matt ist. Ich kann das absolut empfehlen. Egal in welchem Blickwinkel man auf das Display blickt – es ist immer gut abzulesen!  der Autor

    In Zahlen sieht das so aus: die Größe des Gehäuses ist bei beiden im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra fast identisch – und das Gewicht ist mit 232 zu 223 Gramm ebenfalls quasi unverändert. Auch die Displaygröße ist mit 6,8″ bei beiden Modellen gleich.


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    Selbst die 5 runden Kamerabuckel wirken im ersten Moment identisch platziert – sind Sie aber nicht. Das merkt man, wenn man versucht dem neuen Spielzeug die Schutzhülle des letztjährigen Topmodells überzustreifen – das passt mal wieder nicht, da das „neue“ knapp 1 Millimeter breiter aber 0,3 Millimeter flacher als der Vorgänger. Nicht viel – reicht aber aus, dass Du Dir neue Schutzhüllen für das teure Teil kaufen musst…

    Der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 – ein Träumchen..

    Vergleich S23 ultra gegen s24 Ultra - geekbench 6 Ergebnis(Bild links: Das Ergebnis im Geekbench – Test: Das SAMSUNG Galaxy S24 Ultra lässt im direkten Vergleich alles hinter sich.)

    Im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra gibt sich auch in den anderen Disziplinen das beste Stück Mobilfunkbereich-Hardware aus dem Hause SAMSUNG keine Blöße – dank des neuen speziell für SAMSUNG übertakteten Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Prozessors ist das SAMSUNG rasant schnell!

    Ich hatte den Verzicht, mir dieses Jahr das neue Modell zu kaufen, auch damit begründet, dass wir mittlerweile an einem Punkt sind, an dem die Prozessorgeschwindigkeit nicht mehr so rasant wächst – Stichwort Mooresches Gesetz. Von einer Verdoppelung sind wir tatsächlich weit entfernt – aber 15% schnellere CPU-Geschwindigkeit jedes Jahr ist ja auch etwas – auch wenn dies Werte sind, die man als Anwender nicht mehr bemerkt, weil selbst das Vorgänger-Modell schnell genug war ohne jede Verzögerung zu reagieren.

    In der unteren Tabelle sieht man ganz gut wie sich die CPU-Geschwindigkeit im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra entwickelt hat. Der ungeliebte Exynos aus dem S22 Ultra hat nach 2 Jahren bereits einen Rückstand von 50% im SingleCore Wert und fast 100% Rückstand im Multicore.

       S22 Ultra  S23 Ultra  S24 Ultra
     Singlecore  1135  1447  1654
     Multicore  2979  4734  5799

     

    Eine schnellere CPU bedeutet aber auch höheren Stromverbrauch und damit verbunden auch mehr Hitzeentwicklung. SAMSUNG hat dem S24 Ultra deshalb die größte Vapor-Kammer ever gegönnt – die ist nun doppelt so groß wie beim Vorgänger.

    Im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra haut das S24 Ultra beim Antutu 3D-Benchmark ganz ordentliche Framezahlen raus: Onscreen zwischen 36 und 42 Frames per Second und Offscreen zwischen 24 und 31 Frames.  Dabei wird die Rückseite des S24 Ultra merklich warm. Man verbrennt sich jetzt nicht grade die Hände – es fühlt sich eher an, als hätte man eine warme Tasse Kakao in der Hand. Das ist ja bei den momentanen Temperaturen da draußen ganz schön – gemessene 34,9° C auf der Rückseite ist aber schon ordentlich.

    Auch beim 3DMark Test ballert das S24 Ultra einen raus. Ein Score von 4697 ist eine Hausnummer. Zum Vergleich: das diesjährige AppleTop-Smartphone iPhone 15 Pro Max schafft hier nur einen Wert von 3527.

    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..(Bild rechts: Das war das letztjährige Geekbench 6 Ergebnis im Vergleich S22 Ultra gegen S23 Ultra. Der damals in Deutschland verbaute Exynos Prozessor war leider nicht der Burner in Sachen Speed. Der diesjährige EXYNOS Chip schlägt sich allerdings in den Benchmarks wacker.)

    Der Chip aus dem Hause Qualcomm scheint also ordentlich Mukkis zu haben. Dazu hat das S24 Ultra Wifi 7 an Bord – jetzt fehlt dir nur noch ein Router, der das Datenvolumen auch verarbeiten kann und eine Datenleitung, die den erforderlichen Datenfluss schafft – na gut, lassen wir mal Deutschland als Entwicklungsland im Bereich Internetgeschwindigkeit außen vor – bei deiner 50 MBit Leitung bist Du selbst mit deinem Uralt Schröchel auf der sicheren Seite – aber in anderen Ländern werden die Daten nur so fliegen!

    der Sound? Gut aber nicht für die Disco geeignet..

    Haptik, Optik ist also alles Tutti. Hardware im großen und ganzen auch Top. Die Lautstärke der Lautsprecher ist gut und druckvoll – bei maximaler Lautstärke schräpelt es aber ganz ordentlich aus den Schlitzen. Da das S24 Ultra sowohl oben, wie auch unten Lautsprecher zur Wiedergabe des Audiosignals hat, erscheint der Klang etwas satter. Echter Stereoklang wie aus der heimischen HiFi-Anlage ist aber damit nicht möglich – außer man nagelt sich das Teil waagerecht an die Stirn..


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    die Kamera – im Detail verbessert..

    Was im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra nicht vergessen werden darf ist die Kamera – das Aushängeschild des Top-Modells. Hier hat SAMSUNG punktuell sowohl bei der Kamera selbst, aber auch beim User-Interface und bei den Funktionen nachgebessert.

    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..(Bild rechts: hier liegt die SAMSUNG Galaxy watch5 Pro LTE auf dem neuen SAMSUNG S24 Ultra. Man kann ganz gut erkennen, dass die beiden Farben gut zusammen passen. Die watch5 Pro ist ja ebenfalls aus Titan gefertigt.)

    Man hat den 200 Megapixel großen Sensor unverändert gelassen, den 10fachen optischen Zoom entfernt (da der das erfasste Bild auf einen winzigen 10 Megapixel großen Sensor werfen musste, was qualitativ zu abstrichen führte) dafür aber dem 5fach Zoom einen 50 Megapixel großen Sensor spendiert. Beim 10fach Zoom wird einfach der entsprechende Bereich vom Sensor des 5fach Zooms vergrößert und zusätzlich digital verbessert. Eine Verdoppelung des Zooms digital bringt also trotzdem mehr Bildpixel.

    Wie das im Alltag aussieht – da werden sicher einige YouTuber Vergleichsvideos zu machen. Ich sehe das im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra aktuell nicht so dramatisch, wie es sich anhört.

    Dafür punktet die Kamera mit verbesserten Funktionen und reichlich Unterstützung durch die allgegenwärtige KI.

    So wurde der Modus „Regie-Ansicht“ durch die Funktion „Dual-Aufnahme“ ersetzt. Der ist ähnlich – unterstützt aber die Möglichkeit das Video wie angezeigt mit der zweiten eingeblendeter Kamera aufzuzeichnen oder gleichzeitig mit 2 Kameras aufzunehmen. So kann man beispielsweise sowohl ein Porträt-Video seines angsterfüllten Gesichts mit der Frontkamera erstellen und gleichzeitig mit der Hauptkamera die Abfahrt auf einer schwarzen Skipiste. In der nächsten Einstellung dann in der Porträt-Kamera dein schmerzverzerrtes Gesicht und mit der Hauptkamera einen sich vor lachen ausschüttenden Sanitäter der versucht deine doppelt gebrochenen Beine wieder halbwegs grade zu richten..

    Diese Funktion benötigt naturgemäß superschnellen Speicher, denn in hoher Auflösung müssen da ordentlich Daten in die Register geknallt werden. SAMSUNG verbaut da wie auch beim Vorgänger LPDDR5X Memory.

    Ach ja – da war ja noch der Stift..

    Wie auch schon beim S22 Ultra (da war der Stift zwar noch nicht serienmäßig dabei – das Display unterstütze die Eingabe aber – konnte aber mit einer speziellen Hülle ans Handy geklöppelt werden), ebenso wie beim S23 Ultra, hat auch das S24 Ultra den Stylus-Pen. Dieser ist wie beim Vorgänger in einer „Garage“ im Gehäuse geparkt, bis man durch drücken des Knopfes am obenen Ende den Stift aus der Verankerung löst.

    Beim S24 Ultra ist der S-Pen sogar in der Farbe des Smartphone-Gehäuses. Auch ein kleines Detail an dem SAMSUNG gearbeitet hat.

    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..(Bild rechts: Stift und Uhr helfen dem S24 Ultra Besitzer optimale Fotos zu schießen – und das, ohne dass es jemand bemerkt. Einfach das Handy irgendwo mit dem Objektiv in Richtung des Motivs platzieren, auf der Uhr feinjustieren und mit dem Stylus-Pen herein oder herauszoomen, und Foto oder Video aufnehmen.)

    Der Stift dient aber nicht nur zum zeichnen, schreiben oder als filigranes Werkzeug bei Bildbearbeitung und Videoschnitt, sondern er erfüllt noch wesentlich mehr Funktionen. Er kann durch drücken des Buttons Fotos aufnehmen, durch drehen in der Luft den Zoom vergrößern oder verkleinern und noch so einiges mehr. In Verbindung mit einer SAMSUNG Watch kann man auf der Uhr eine Vorschau des Fotos sehen und dann im geeigneten Moment auf den Button am Pen drücken.

    Das ist etwas, was wohl im Smartphone-Bereich ziemlich einmalig ist.

    Der Akku? Das könnte ein Problemkind werden..

    Was mir im Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra aufgefallen ist: der Akku scheint sich schneller des Stroms zu entledigen, als das Vorgänger-Modell. Da nutzt es auch nichts, wenn man den Energiesparmodus aktiviert, dem Akku geht schnell die Puste aus. Ob es daran liegt, dass ich jetzt am Anfang viel teste oder der Akku noch lernt vernünftig mit den Ressourcen umzugehen – da wird noch ein Auge drauf zu halten sein. Mit dem S23 Ultra kam ich über 2 Tage mit dem Akku aus – das sehe ich beim S24 Ultra noch in weiter Ferne..

    Was die Ladegeschwindigkeit angeht, da setzt SAMSUNG auf kontrollierte Langsamkeit. Maximal 45 Watt – entsprechendes SAMSUNG Ladegerät vorausgesetzt – tröpfeln per Kabel in den Akku zurück. Am Anfang lädt das gerät durchaus schnell, je voller der Akku ist umso langsamer und schonender wird der geladen. Bei leerem Akku ist das S24 Ultra in knapp einer halben Stunde zu knapp 65% aufgeladen – damit kommt man normalerweise über den Tag – jedenfalls das S23 Ultra.

    Da QI-laden mit 15 Watt unterstützt wird, kann man das Smartphone aber Nachts einfach auf ein Ladepad legen und morgens ist der Laberknochen vollgeladen. Nutzt man in der SAMSUNG Health App die Schlafüberwachung soll das Gerät ja sowieso neben dem Bett auf einer Ladestation liegen. Man schlägt da also 2 Fliegen mit einer Klappe..

    Update nach einer Woche: die Befürchtung, dass der Akku nicht so lange durchhält hat sich als unbegründet erwiesen – obwohl der Stromblock die ersten Tage ziemlich schnell leer war hat sich die Entladezeit nun auf ein gutes Maß eingependelt – es ist tatsächlich machbar über 2 Tage mit einer ladung auszukommen. Vorausgesetzt, man schaut nicht stundenlang YouTube-Videos..


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    Die Hardware haben wir im großen und ganzen abgeklopft. Viel hat beim Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra zum Vorgänger nicht verändert: SAMSUNG hat an einigen Stellen Dinge verbessert ohne aber epochale Veränderungen zu machen. Wo hätte man das auch machen sollen? Das S23 Ultra war schon fast perfekt und war bei allen Tests heißer Anwärter auf den Königsthron. Die Klientel, die das Top-Modell kauft ist möglicherweise auch kein Fan von ständig neuen Design-Interpretationen, sondern mag das Understatement. Verbessern wo möglich – verändern wo nötig, das schien die Devise zu sein, die auch aufgeht.

    Kids are Welcome – ein Modus speziell für Kinder

    In meinem letztjährigen Test des S23 Ultra hatte ich schon erwähnt, dass SAMSUNG durchaus ein Herz für Kinder hat und eine kleine spezielle Softwareumgebung für Kiddies zur Verfügung stellt. Das kenne ich von keinem anderen Hersteller. Es gibt einen eigenen  Internet-Browser, ein paar nette Spiele und ohne die biometrische Authentifizierung des Besitzers kann das Kind nicht den Modus verlassen. Sinnvoll – was würde wohl passieren, wenn der neugierige Naseweis auf Whatsapp die freizügigen Fotos deiner neuen Arbeitskollegin sieht und bei Mama petzt – ich erwähnte ja schon dass Frauen zum dramatisieren neigen..

    Die Software – das OneUi 6.1 bringt KI auf’s Smartphone

    Mit der neuen Software-Version der hauseigenen Benutzeroberfläche One UI in der Version 6.1 bringt SAMSUNG etliche kleine Helferlein auf das S24 Ultra. Fast überall ist nun das AI-Icon zu finden, dass dem User neue und wirklich überraschende Funktionen bietet.

    Einiges funktioniert tatsächlich auf dem Telefon – leider ist aber für einige Funktionen eine Verbindung ins Internet nötig. Inwiefern die Übertragung dieser Daten Datenschutzrechtlich relevant sein könnte oder auch nicht – das ist sicher irgendwann mal rechtlich interessant – soll aber hier und jetzt kein Thema sein. Das entfernen von Objekten aus Bildern funktionierte ja schon seit dem letzten update auf dem S23 super – auch ohne Internet.

    Ich werde auch viele KI Funktionen sicher nicht nutzen. Es ist ein nettes „Nice to Have“ genauso wie der im Gehäuse steckende Stylus Pen, der nur zur Demonstration einmal im Monat aus dem Gehäuse gezogen wird und ansonsten buchstäblich ein „Nischendasein“ führt.

    „DeX“ – die „Desktop Extension“ könnte mit KI besser werden

    Sinnvoller ist da schon die Verknüpfelung mit dem Microsoft Universum mittels Smartphone Link von microsoft oder dem SAMSUNG Programm „DeX“.  Steckt man ein USB-C Kabel mit HDMI-Anschluß am anderen Ende ins SAMSUNG Handy und einen geeigneten Monitor, erkennt das Handy das und wechselt in den DeX-Modus.

    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..(Bild rechts: SAMSUNG DeX in Aktion – mittels eines USB-C auf HDMI-Kabel ist ein großer Monitor angeschlossen und das S24 Ultra wechselt auf Wunsch in den Desktop Extension-Modus.  Damit kann man fast wie auf dem PC arbeiten. Wie gesagt – fast..)

    Das Display des Smartphones wird zu einem Touchpad und mittels Bluetooth Maus und Keyboard lassen sich auf dem großen Display Office-Anwendungen starten. Das funktioniert soweit ganz gut, ist aber in meinen Augen kein professionelles arbeiten wie an einem „echten“ Büro-Rechner mit vollwertigem Officepaket..

    Eine andere Möglichkeit ist das von Microsoft kostenlos verfügbare Programm Smartphone Link. Dieses Programm spiegelt das Display des Handys – allerdings zeigt es das Display nur hochkant an, das bedeutet der meiste Platz des Monitors ist verschwendet.

    Off Topic: Ein paar nachdenkliche Worte zum Thema KI oder AI..

    Natürlich ist um künstliche Intelligenz ein echter Hype entstanden und es wird versucht auf Teufel komm raus diese Leistung zu vermarkten. Wer mal in letzter Zeit als Microsoft O365 User in seinen Account geschaut hat, der wird feststellen, dass sich Microsoft für die Nutzung derer KI (den „Copilot“) mit knapp 20 € im Monat vergolden lässt. Dieser Preis ist in Relation zu dem ganzen Officepaket, was im Jahr grade mal 60 € kostet und von 5 Usern genutzt werden kann, natürlich Irrsinn.

    Ich sehe auch den Sinn dahinter nicht – das muss ich ganz klar sagen. Wenn ich einen Brief nicht mehr selber formulieren muss, sondern das eine KI macht – wofür bin ich dann noch gut? Zum Korrektur lesen? Und was ist mit der Ressourcen-Verschwendung? Die Rechenleistung der KI muss ja von Hardware erbracht werden – und die muss bei den Anfragen ja immens sein! Das erinnert fast an die stromvernichtenden Serverfarmen beim Crypto-Mining.

    SAMSUNG (so wie andere Firmen auch) versucht die Anwender zum Nutzen der Dienste zu animieren (und ab Anfang 2026 auch dafür zu zahlen). Man soll nicht mehr den google Chrome Browser benutzen, sondern den SAMSUNG Browser. Auch beim bezahlen möchte SAMSUNG gerne, dass man deren Wallett benutzt und nicht das von google. Warum? Ist doch klar: man will ein möglichst genaues Profil von Dir erstellen.

    Wenn ich weiß, welche Programme du auf deinem Smartphone installiert hast, welche Spiele du spielst, auf welchen Webseiten du browst, welche Suchanfragen Du stellst, was du kaufst, welches Kreditkartenlimit du hast und wo du wohnst, dann kann ich schon ein ziemlich genaues Persönlichkeitsprofil erstellen. Sagt Dir das Wort Datenkrake was? Wenn Du die KI nutzt werden die Daten auf fremde Server übertragen und dort verarbeitet – besser kann man dich nicht kontrollieren und ausspionieren.

    Auch wenn aktuell alle wie wild KI nutzen – tue ich ja auch um damit lizenzfreie Bilder wie das Beitragsbild zu erstellen (KI-Generierungstext übrigens:ein Terminator T2 der aus dem Display eines riesigen Smartphone klettert„) – Ich denke, das Thema KI wird sich spätestens totlaufen wenn die Kunden nicht mehr bereit sind diese Dienste für teuer Geld zu kaufen, weil sie festgestellt haben, dass die Kosten/Nutzen-Rechnung nicht aufgeht.

    SAMSUNG Galaxy S24 Ultra Pro und Kontra

    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..

    Pro

    • sehr hochwertig verarbeitet
    • sehr gelungenes Kamera-Setup
    • mit 2.600 Nits eines der besten und hellsten Displays
    • KI-Funktionen
    • spezielle Software für Kinder
    • gute Akkulaufzeit
    • mit Qualcomm 8Gen3 aktuell schnellster Prozessor verbaut
    • WiFi 7 fähig
    • einziges Smartphone mit integriertem Stift
    • 7 Jahre Updates und Sicherheitspatches
    Angriff der KI - Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra..

    Kontra

    • Ladezeiten etwas lang im Vergleich zu anderen Herstellern
    • nur notwendigstes Zubehör wird mitgeliefert

    Fazit: Das S24 Ultra ist besser als das S23 Ultra – aber….

    Zum Abschluß des SAMSUNG Galaxy S24 Ultra Test und dem Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra kann ich sagen: ja, das S24 Ultra ist besser als das S23 Ultra. Doch das ist es nur marginal – denn das Vorjahresmodell war bereits ein absolutes Top-Modell an dem es kaum etwas zu verbessern gab. Wer also noch ein „altes“ S23 Ultra hat, der braucht wirklich nicht umzusteigen. SAMSUNG hat angedeutet, dass mit dem Update auf das One UI 6.1 auch das S23 Ultra die bisher als Alleinstellungsmerkmal nur für die neuen leistungsstarken S24er Modelle reservierten KI-Funktionen erhalten.


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    Der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2  ist potent genug um auch die nächsten Jahre noch völlig ausreichend zu sein. Auch die Kamera ist beim Vorgänger so gut, dass ein Update nicht wirklich nötig ist. SAMSUNG hat dort auch weitestgehend die Sensoren vom letzten Jahr verbaut, weil die immer noch zum besten gehören was in Smartphones verbaut wird.

    Und wie steht es mit euch? Spielt ihr nach dem SAMSUNG Galaxy S24 Ultra Test und dem Vergleich S23 Ultra gegen S24 Ultra mit dem Gedanken euch einer KI auszuliefern oder steht ihr diesem ganzen Hype um künstliche Intelligenz eher skeptisch gegenüber?

    Lasst es mich wissen und lasst einen Kommentar da..

    Kurzüberblick des Tests S24 Ultra

    Preis/Leistungsverhältnis - 92%
    Aussehen - 93%
    Verarbeitung - 95%
    Haptik - 89%
    Kompatibilität - 92%
    Installation / Ersteinrichtung - 91%
    Zubehör - 53%
    Energieverbrauch - 86%

    86%

    Gesamtergebnis

    Preis/Leistungsverhältnis: das Preisleistungsverhältnis ist fair. Das Gerät ist im absoluten Premium-Sektor angesiedelt, hat eines der besten Displays, den schnellsten Prozessor, eine ausgereifte Software und den Stylus-Pen, den kein anderes Smartphone hat. Aussehen: das Aussehen ist wie immer eine Geschmackssache. Ich mag das schlichte, kantige fast Bauhaus-mäßige Design. Verarbeitung: Die Verarbeitung ist auf Top-Niveau und dem Preis angemessen. Es gibt keine scharfen Kanten, unsauber eingefasste Displays oder Farbabweichungen. Haptik: die Haptik ist sogar noch besser als bei dem Vorgänger mit poliertem Aluminiumrahmen. Das Gehäuse des S24 Ultra ist aus Titan, und fühlt sich etwas angenehmer an. Kompatibilität: Das S24 Ultra fühlt sich sowohl im Android, wie auch im Microsoft-Universum zu Hause. Sofware wie das "Smartphone-Link" von microsoft und "DeX" von SAMSUNG ermöglichen übergreifendes arbeiten sogar auf Office-Ebene. Installation / Ersteinrichtung: die Ersteinrichtung funktioniert mittels der Software SmartSwitch problemlos - einfach ein Kabel an beide Geräte stöpseln oder über das heimische WLAN verbinden. Der Rest ist in wenigen Schritten gemacht und man hat einen Klon des vorigen Gerätes. Zubehör: hier gibt es wie immer Abzug, denn SAMSUNG spart an allem und gibt nur das absolut notwendigste mit, um das Smartphone in Betrieb nehmen zu können. Energieverbrauch: über den Energieverbrauch kann ich noch keine zuverlässige Aussage machen - er scheint etwas hoch zu sein, was aber auch daran liegt, dass ich das neue S24 Ultra auf Herz und Nieren teste und auch der Akku und das Betriebssystem noch die Energieeinstellungen lernen. Nach einigen Tagen im Einsatz hat sich die Befürchtung als unbegründet erwiesen.

    User Rating: 4.58 ( 2 votes)
  • Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test – endlich hat es den Namen absolut verdient!

    ..oder: „das Bessere ist des Guten Tod!.. (frei nach Voltaire)

    Hidiho liebe Community! Heute gibt es einen besonderen Test – einen ultimativen – oder besser einen ULTRAmativen sozusagen. Denn heute tritt das nagelneue SAMSUNG Galaxy S23 Ultra gegen den Vorgänger, das SAMSUNG Galaxy S22 Ultra an! Dieser SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test wird sicher interessant, denn obwohl die Optik bis auf wenige minimale Änderungen gleich ist, hat sich doch unter der Haube so einiges getan!

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test beginnt!

    Da der Test wohl doch etwas umfangreicher wird (vielleicht sogar mehrteilig) – genug der Worte gewechselt: Fangen wir mit dem ULTRAmativem SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test an!

    Unboxing-Erlebnis? Vergiss es..

    Der ganze Unboxing-Krempel ist im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test in gefühlt 10 Sekunden erledigt: die beiden Laschen an den Papiersiegeln abziehen – Oberteil hochnehmen – Handy rausnehmen – Feddisch!

    SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - Unboxing(Bild links: eine Unboxing – Collage. Oben ist das S23 Ultra von der Schutzfolie befreit, unten ist es noch damit beklebt. Statt einer Kunststoff-Folie, die schwer verrottet, hat man sich hier für einen auf Papier basierendem Schutzfilm entschieden. Auch der Karton wirkt sehr schmucklos und erinnert eher an eine „Bulk“-Verpackung)

    Was direkt mal Positiv auffällt: SAMSUNG reduziert den Müll drastisch. Der Handy-Karton ist aus Pappe, wirkt eher schmucklos und die sonst bekannten Siegel aus glänzender Folie wurden durch Umweltschonendere Papierlaschen ersetzt. Auch im Karton gibt es keine Draht oder Kunststoff-Teile, sondern alles was das Zubehör zusammenhält, ist aus schnell kompostierbarer Pappe. Das finde ich beim SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test mal richtig gut.

    Auch das Samsung viele Dinge aus recyceltem Kunststoff herstellt, ist ein Schritt in die richtige Richtung: dem ressourcenschonenden Umgang mit diesem Planeten..

    Doch zurück zum Auspack-Erlebnis im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test: Nachdem man dann noch die beiden schützenden Papieraufkleber abgezogen hat, liegt die Schönheit, wie Sie das Werk geschaffen hat, vor einem – und es hat wirklich das vom Vorgänger bekannte und ziemlich puristische Design, und ebenso ein tolles Finish!

    Wer im Karton noch versteckte Goodies erwartet, der kennt SAMSUNG schlecht. Weder eine Silikon-Hülle, noch ein Netzteil, wie man es von anderen asiatischen Smartphone-Herstellern kennt, liegt mit dabei. Auch von einer ab Werk aufgebrachten Display-Schutzfolie hält man bei SAMSUNG nicht viel. Ein USB-C auf USB-C Kabel und der bekannte Eierpicker mit dem man den SIM-Karten-Einsatz aus dem Gehäuse pfriemelt – das war’s dann auch schon. Überschaubar halt, wie man es von SAMSUNG gewohnt ist.

    Auch sonst bietet das schnell abgeschlossene Unboxing-Event währen des SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test keine Möglichkeit, vor Freude kleine spitze Begeisterungsschreie auszustoßen – außer man ist Fan davon, sich an den beiliegenden Papierpamphleten mit Minischrift die Augen zu verderben.SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - S22 gegen S23

    (Bild rechts: vor dem SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test sind die beiden Kontrahenten noch friedlich vereint – ist das nach dem Test immer noch so – oder erleben wir vielleicht einen Kantersieg des S23 Ultra gegen seinen grade mal ein Jahr alten Konkurrenten?)

    Doch widmen wir uns im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test wieder dem Haupt-Akteur – dem SAMSUNG Galaxy S23 Ultra: Es ist fast schon zu filigran, denn aufgrund des glatten Displays aus „Corning Victus Glas 2“ und dem ebenfalls sehr glattem Rahmen aus Metall flutscht einem das Handy fast aus der Hand. Da es knapp 230 Gramm wiegt, zieht die Gravitation das schicke Teil merklich Richtung Erdmittelpunkt.

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    Ohne Schutzhülle habe ich jetzt während des SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test bei Temperaturen draußen um 0 Grad, das Handy während des Tests lieber in der Tasche gelassen, als es bei eintreffenden Nachrichten aus der Tasche meiner Winterjacke zu fischen – zu groß die Gefahr, dass es wegen der klammen Finger auf den Boden purzelt. Zwar soll das neue Glas so einen Sturz aushalten – aber bei einem Preis von fast 1.400 €? – man muss ja nicht alles ausprobieren…

    In fast allen SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test Vergleichen, liest man als Kritikpunkt, dass das S23 Ultra im Vergleich zum Vorgänger wesentlich teurer geworden ist. Das möchte ich mal etwas relativieren! Selbst für mein S21 Ultra mit 256 GB Speicher bezahlte ich vor 2 Jahren schon fast 1.200 €. Ein Jahr darauf, beim S22 Ultra hatte SAMSUNG die Preise nicht angehoben. Das S23 Ultra mit 512 GB Speicher habe ich aktuell für 1356 € gekauft. Es ist damit nicht teurer als das S21 vor 2 Jahren und das S22 Ultra vom letzen Jahr (in der gleichen Ausstattung). Zum Vergleich: ein iPhone 14 Pro Max mit 512 GB Speicher kostet 1.839 €!! Der Autor

    Als Besitzer des Vorgängers S22 Ultra denkt man erst, dass man ein weiteres S22 Ultra bekommen hat: von der Optik her, könnten es im ersten Moment Zwilligsbrüder sein (und nein, das Wort gender ich nicht!).

    Die Designsprache? Minimalistisch aber gelungen!

    Ganz kurz am Rande, weil es auch da wieder viele Nörgler gibt, dass SAMSUNG sich beim Design nichts Neues hat einfallen lassen. Im Ernst? Das ist ein ganz schwaches Argument, denn Apple macht dies seit Jahren so und fährt mit der Strategie sehr gut.

    Deshalb ganz klar gesagt – im Gegenteil, SAMSUNG hat alles richtig gemacht!

    Mir persönlich gefällt während dem SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test der minimalistische, fast klassische Bauhaus-Stil – und mit den 5 einzelnen, hervorstehenden Objektiv-Linsen erkennt man sofort, dass man das Flaggschiff aus der SAMSUNG Smartphone-Kollektion in der Hand hat. Vorjahresmodell oder das aktuelle? Wen stört’s? Die Käufergruppe des Top-Modells mögen vielleicht sogar Understatement und möchten nicht drauf angesprochen werden, ob das schon „das Neue Ultra?“ ist..

    Und Fakt ist doch eher: von vorne und von der Seite sehen die Smartphones heutzutage alle gleich aus – also versuchen die Designer die Rückseite mit den Kamerablöcken eindrucksvoll zu gestalten. Das Ergebnis sind dann geometrische Gebilde denen man werbewirksame Namen gibt: Honor nennt seinen Kamerakreis „Eye of the Muse“, Vivo „Extreme Imagination“, OnePlus 11 verkauft es als „die Form der Macht“.

    Doch auch wenn man die einzelnen Kameras in einem schwarzen, runden Gebilde versteckt, welches optisch an eine einzige große Kameralinse einer professionellen DSLR-Kamera erinnert – es bleiben halt winzige einzelne Kameras, jede für ihre speziellen Einsatzzwecke optimiert.

    Gleich und doch nicht gleich – es gibt Unterschiede..

    Beim genaueren hinsehen gibt es aber trotzdem im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test ein paar minimale Änderungen, die dem flüchtigen Betrachter entgehen: Der Metallrahmen des Gehäuses ist weniger abgerundet, die 5 markanten Kameralinsen sind eine Winzigkeit größer, haben nun einen etwas anderen Abstand und der Ein/Ausschalter und die Lautstärkewippe sind minimal nach unten verschoben. Nicht viel – vielleicht 3 Millimeter – aber das reicht schon aus, dass die alten Hüllen des Vorgängers nicht mehr passen. Na gut – die Handyhüllenhersteller und Händler wollen ja auch etwas Geld verdienen.

    SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - Gehäuseunterschiede S22 und S23(Bild links: auf den ersten Blick sehen beide Ultra-Modelle gleich aus – doch das täuscht. Das merkt man spätestens, wenn man versucht das S23 Ultra in die Hülle des Vorgängers zu packen! Wenn man von oben auf die Gehäuse schaut, sieht man schon, dass das Neue S23 Ultra etwas „fülliger“ geworden ist.)

    Das einschalten ist mit dem Button auf der rechten Gehäuseseite rasch erledigt. Es kommt der bekannte Installations-Bildschirm des ANDROID Bestriebssystems. Dann folgt direkt die Frage ob man ein vorhandenes Smartphone klonen will, um die Apps und Einstellungen zu übernehmen – klar wollte ich das bis dato eingesetzte S22 Ultra auf das neue Spielerchen kopieren.

    Dank dem beiliegendem USB-C auf USB-C Kabel ging das koppeln fix. Mittels der App „SAMSUNG Smart Switch Mobile“, die es im google Play Store gibt, ist dies – je nach Füllstand des Gerätespeichers – relativ zügig abgeschlossen.

    Danach startet das Handy und die Benutzeroberfläche sieht genauso aus, wie man es von dem geklonten Gerät gewohnt ist: KLWP war aktiv, mein angepasstes KLWP-Theme funktionierte, alle Ordner und Icons waren da und wurden auch korrekt angezeigt.

    Klar, die Login-Daten der einzelnen Apps werden nicht mit kopiert – es verging also noch einige Zeit, bis ich mittels der in KeePass 2 (sehr empfehlenswertes Programm – vor allem für Leute mit hunderten Accounts) gespeicherten Zugangsdaten zu meinen Konten das neue Schmuckstück so richtig nutzen konnte.

    Einige Apps ließen sich nur durch Deinstallation und anschließender Neuinstallation zur Zusammenarbeit bewegen. Das geht letztlich schneller als sich in der Systemsteuerung durch alle Berechtigungen zu fummeln.

    Die Hardware des Galaxy S23 Ultra? Wie es der Name schon sagt: ULTRA..

    Dass das Display knackescharf ist, dass muss ich wohl nicht extra sagen, oder? Hey, die SAMSUNG Chip-Bräter stellen High-End Displays für Fernseher her und auch für andere Smartphone-Hersteller und deren Speichermodule sind auch Spitze – glaubt irgend Jemand, die würden sich die Blöße geben und in ihrem Flagship patzen? Eben…

    Wer auf technische Details im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test steht: Das Display regelt stufenlos von 1-120 Hertz, hat eine maximale Auflösung von 3088×1440 Pixeln, eine maximale Helligkeit von 1750 Nits und kann damit schon fast als Taschenlampe genutzt werden. Wäre es noch heller könnte man wahrscheinlich damit beim Camping das Lagerfeuer anzünden…

    Aber auch das Display des Vorgängers war gut – sehr gut sogar. Hier würde ich im direkten Vergleich keinen ganzen Punkt mehr für das S23 Ultra vergeben.

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!(Bild rechts: Uff! Das ist mal eine starke Ansage – im Benchmark „Geekbench 5“ haut das S23 Ultra einen raus, dass es kracht: 1447 Punkte zu 1135 Punkten (multi-Core 4734 zu 2979) – fast ein Drittel schneller als das Vorgänger-Modell S22 Ultra. Das ist nicht nur ein Sieg – das ist eine Deklassierung!)

    Standardmässig ist die Display-Auflösung beim S23 Ultra ab Werk auf FHD+ (2316 x 1080 Pixel) eingestellt. Das reicht auch total. Wer noch mehr Schärfe braucht, der kann noch auf WQHD+ stellen und bekommt damit 3088 x 1440 Pixel auf die Netzhaut gebeamt..

    Doch kommen wir im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test gleich mal zum nächsten Highlight! Die CPU ist ENDLICH, ENDLICH, ENDLICH nicht mehr der bräsige EXYNOS, sondern man hat den High-End Chip Snapdragen 8Gen2 verbaut! Der wurde sogar etwas übertaktet – und das merkt man sofort!

    Der Snapdragon 8Gen2 – endlich ein Chip der dem S23 Ultra gerecht wird!

    Sorry, wenn ich jetzt während des SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test anfange zu schwärmen, aber was der Snapdragon an Geschwindigkeit aus dem neuen S23 rausholt ist gigantisch! Der Geekbench-Vergleich des S22 Ultra mit dem S23 Ultra beweist das eindrucksvoll: obwohl beide Geräte identisch konfiguriert sind (KLWP als Live Wallpaper, NovaLauncher 8 als Launcher, usw..) und die gleichen Hintergrundprogramme nebenher laufen, ballert das S23 Ultra einen Bestwert in die Geekbenchmark-Liste! Und der ist eine echte Hausnummer – Teufel noch eins! 1447 Punkte zu 1135 Punkten? Das ist nicht mal ein bisschen mehr – da liegen Welten zwischen!

    Die CPU-Performance merkt man auch in Betrieb: obwohl der SnapDragon 8Gen2 Chip effizienter mit dem Strom umgeht und deshalb Akkuschonender ist, ist er Raketenschnell! Scrollen zwischen den Bildschirmen, öffnen von Apps, browsen im Web – es gibt quasi keine Verzögerungen mehr! Im direkten Vergleich würde ich hier gleich 2 Punkte mehr an das S23 Ultra vergeben!..

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!(Bild links: 62% Akkuladung und noch 22 Stunden Laufzeit? Naja, ich habe da Bedenken, dass das stimmen könnte – aber die Akku-Laufzeit ist schon wesentlich besser als beim Vorgänger..[Edit nach 2 Wochen: die Akkuleistung ist wirklich so ausdauernd])

    Der Akku: nicht größer – aber länger durchhaltend – dank optimierter CPU

    Thema Akku: der entleert sich nun nicht so schnell wie der des Vorgängers. obwohl er nicht größer geworden ist, sondern mit 5.000 mAh genauso viel Kapazität hat.

    Geht man in die Battereieeinstellungen des Smartphones werden dort Restlaufzeiten angezeigt, die ich schwer glauben kann (und die – fürchte ich – auch nicht ganz die Realität wiedergeben).

    Aber als Beispiel für meinen Tagesablauf nehme ich das S23 Ultra morgens so um 5:00 bis 6:00 Uhr mit 100% Akkuladung vom Ladepad und Abends um 18:00 Uhr (nach ungefähr einer Stunde Telefonie über Teams, Whatsapp oder anderen Apps, 3 Stunden Musik hören – mittels der Bud Pro in-Ear Ohrsteckern über Bluetooth – während meiner Workouts und zahlreichen Whatsapp-Nachrichten, checken auf emails und schauen was mein Blog so an Zugriffszahlen hat, usw.) ist es noch bei guten 63% Akkuladung.

    Der Vorgänger zeigte da schon mal strömliche Auflösungserscheinungen und war mit 20% weniger Akkustand präsent. 2 Tage hielt das S22 Ultra bei mir nie durch – das S23 Ultra könnte das unter Umständen schaffen.

    Update (06.03.2023):Wer die Option „Energiesparen“ aktiviert kommt tatsächlich mit einer Akkuladung wesentlich weiter. Ich habe Morgens das S23 Ultra mit 100% Ladung vom Ladekissen genommen, kam komplett über 2 ganze Tage (mit mittlerer Nutzung) und hatte am dritten  Morgens immer noch gigantische 48% Ladung! Das ist wirklich eine enorme Verbesserung!

    Der Autor

    Das laden wird seitens SAMSUNG leider nur mit maximal 45 Watt (entsprechendes Ladeteil vorhanden) unterstützt. Da sind andere Hersteller schneller. Auch induktives laden wird unterstützt, ebenso wie Reverse Loading. Auch hier gibt es ein kleines Pünktchen mehr für „das Neue“..

    Der Speicher? Raketenschnell!…

    Was gibt es sonst noch interessantes zu erwähnen im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test? Gibt es beim Akku keine Neuerungen, so ist das beim verbauten Speicher anders. SAMSUNG verbaut im S23 Ultra tatsächlich <strong>doppelt!</strong> so schnellen Speicher, wie im S22 Ultra.

    Dies ist sicher auch nötig, denn die neue 200 Megapixel-Kamera (ja, Ihr habt richtig gelesen – SAMSUNG hat die Kamera des S22 Ultra noch mal ordentlich aufgebohrt und aus 108 Megapixeln satte 200 gemacht!) kann nun 8K Videos mit 30 Frames/Sek in den Speicher ballern. Um diesen Datenstrom zu verarbeiten und abzuspeichern braucht es ein funktionierendes Gespann aus CPU, Chipsatz, RAM und Hauptspeicher. Hier macht SAMSUNG ganz klar dem bisherigen Video-König iPhone Pro Max eine Ansage!

    Dass SAMSUNG die Ansage in Richtung Apple durchaus ernst meint, merkt man an einem Video von Ridley Scott (genau: der Regisseur von Blade Runner, Alien, Königreich der Himmel, uvm..) der mit dem SAMSUNG S23 Ultra einen Kurzfilm in 8K gedreht hat. Natürlich wird er das Smartphone dabei nicht selbst in der Hand gehalten haben, sondern zum Einsatz kamen sicher professionelles Equipment wie Kamera Rig, Vorsatzobjektive und Software zum nachbearbeiten. Trotzdem zeigt es die enorme Leistungsfähigkeit der S23 Ultra Kamera!

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    Die Kamera? Die Kirsche auf der Torte..

    Widmen wir uns auch gleich im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test nun endlich dem wichtigsten Punkt: Der Kamera! Wie schneidet Sie denn nun im direkten Vergleich mit dem S22 Ultra (natürlich in der EXYNOS-Version) ab? Bringt die doppelt so hohe Megapixel-Anzahl doppelt so gute Bilder zustande?

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!(Bild links: auch wenn es ziemlich schmal erscheint, lässt sich das S23 Ultra doch ganz gut aufrecht stellen um damit Fotos machen zu können. Allerdings muss man den S-Pen dafür herausziehen, da dessen Druckknopf zum herausziehen ein Kippfaktor ist. Noch stabiler steht das S23 Ultra in einer vernünftigen Schutzhülle)

    Natürlich tut Sie das nicht! Die Kamera des S22 Ultra war schon gut – auch wenn es da einige Software-Updates für brauchte. Rein technisch kann eine Smartphone-Kamera schon physikalisch nicht so gut sein wie eine Profi-Kamera mit einem viel größerem Kamera-Sensor – aber ich will verdammt sein – Sie ist verdammt nah dran!

    Seien wir ehrlich – was heutige Smartphones aus den paar Kubikzentimetern Platz im Smartphone-Gehäuse herausholen ist der reine Wahnsinn.

    Ich bin ja noch Smartphone-Besitzer der ersten Stunde (ja ich bin schon alt) und die ersten Kamera-Handys hatten eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln. So sahen die Ergebnisse der Kameras dann auch aus. Das S23 Ultra stampft bei der 200 Megapixel-Einstellung eine Datenflut von unglaublichen 16.000 x 12.000 Pixeln in den Handyspeicher und der unscharfe Pixelbrei von damals wich Schnappschüssen mit unglaublichem Detail-Reichtum.

    Im Laufe der Jahre ging bei Smartphones die Entwicklung immer weiter und immer schneller voran. Ein Smartphone ohne vernünftige Kamera ist heute – im Zeitalter von Instagram und anderen sozialen Netzwerken, ebenso wie von den ganzen Ihr ganzes Leben vermarktende Influencern – nicht mehr verkäuflich. Das Smartphone ist im Gegensatz zu einer echten DSLR-Kamera immer dabei, da erwartet man, dass das teure Teil auch Mega-Fotos und Videos schießt!

    In den letzten 2 Jahren waren die Kameras der SAMSUNG Ultra Modelle eher so lala.. . für das S21 Ultra Platz 59 (mit lausigen 115 Punkten) bei DXO-Mark, für das S22 Ultra Platz 24 (immerhin schon 131 Punkte) – das ist nicht grade die Refernz für ein Topmodell.

    Das S23 Ultra kann im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test da mit 140 Punkten eine ganz gute Marke setzen – auch wenn es technisch bedingt – wie fast alle Smartphones – bei schlechten Lichtverhältnissen schwächelt. Was den Detail-Reichtum, Farbwiedergabe und Videoqualität angeht – da ist das S23 Ultra dem S22 eben noch einmal einen ganzen Schritt voraus. Das S22 Ultra war schon beeindruckend gut – aber das S23 macht alles noch eine ganze Ecke besser!

    Im DXOMark-Test kommt das SAMSUNG S23 Ultra mit 140 Punkten auf einen guten 10. Platz im Kamera-Ranking (das S22 Ultra aus dem vorigen Jahr kam nur auf einen 24. Platz). 10. Platz? Ja, das hört sich erst mal bescheiden an. Man muss aber sehen, dass einige Top-Platzierungen auf Handys fallen, die in Deutschland nicht erhältlich (Honor Magic 4 Ultimate), oder kaum gebrauchbar (HUAWEI-Bann) sind. Dass die Apple iPhones mit dem iPhone 14 Pro und Pro Max hier mit 6 Punkten Differenz merklich besser abschneiden liegt an der nochmal besseren Video-Qualität.

    Der Autor

    Auch hier geht im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test der Punkt ganz klar an das neue Flaggschiff aus dem Hause SAMSUNG. Da der Kamera-Test aber hier den Rahmen sprengen würde, gibt es dafür einen eigenen Blog-Beitrag..

    Das One UI 5.1 – ein Betriebssystem das keine Wünsche offen lässt.

    Im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test habe ich nun schon einiges zur Hardware geschrieben – es wird Zeit sich das Betriebssystem dahinter anzuschauen. Fast jeder Smartphone-Hersteller hat eine eigene Benutzeroberfläche für seine Smartphones im Portfolio, welches sich an das entsprechende ANDROID-Betriebssystem von google anpasst, bzw. dessen Funktionen integriert.

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!(Bild rechts: wer sein S23 Ultra noch persönlicher gestalten will und nicht nur auf den google Play Store fixiert ist, der findet im SAMSUNG eigenen GALAXY Store reichlich Futter um die Benutzeroberfläche an den eigenen Geschmack anzupassen.)

    Bei der Usability und dem Leistungsumfang gibt es aber Qualitätsunterschiede. Auch hier kann ich SAMSUNG nur Bestwerte geben. Das Betriebssystem erschlägt einen fast mit Funktionen (gut, einige sind etwas versteckt, um den Benutzer nicht zu verwirren) – bietet aber auch über das notwendige hinausgehende Funktionen.

    Im Honor Magic 4 Pro Test  hatte ich bereits festgestellt, dass Kernfunktionen vom ANDROID Betriebssystem wie „Material You“ bei anderen Herstellern fehlen. SAMSUNG geht hier den umgekehrten Weg und spendiert sogar noch zusätzliche Funktionen.

    Über den Galaxy Store lassen sich Themes, Hintergrundbilder, Schriften und Icons herunterladen – dort gibt es bereits genug kostenloses Material um dein ganz persönliches S23 Ultra zu erstellen. Wer bereit ist auch etwas Geld auszugeben, der bekommt dann auch noch speziellere Themes mit Animationen, Videos und noch mehr.

    Wer noch kreativer unterwegs ist: Mittels der „Good Lock“ App aus dem SAMSUNG Store kann man sein Smartphone auf so vielfältige Art und Weise anpassen, dass wirklich jeder sein Lieblingslayout zusammenbasteln kann. Es würde den Rahmen sprengen hier noch weiter drauf einzugehen. Ladet euch die kostenlose App einfach herunter und schaut mal selbst, was alles geht..

    SAMSUNG DeX – und das S23 ULTRA wird zum mobilen Office

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!(Bild links: SAMSUNG DeX in Aktion – die SAMSUNG eigene (D)esktop (EX)tension macht aus dem Smartphone einen PC, sobald ein Monitor (beispielsweise mittels USB-C Kabel) angeschlossen ist. Das Display mutiert dann zu einem Touchpad. Das funktioniert sogar in der Praxis richtig gut!)

    Im Marketing fällt häufig der Begriff „Alleinstellungsmerkmal“ – also etwas, von dem sich ein Anbieter/Händler/Produkt von allen anderen Konkurrenten unterscheidet. Das SAMSUNG „DeX“ ist so etwas.

    Diese App – sofern sie mit einem externen Monitor (klappt Super über ein USB-C Kabel) verbunden ist – verwandelt das SAMSUNG Handy in einen PC, mit dem man durchaus effizient arbeiten kann. Das Display des Handys dunkelt sich ab und wird zu Touchscreen mit Mausbuttons. Eine Tastatur lässt sich mittels Bluetooth einfach koppeln – schon arbeitet man mit dem Handy fast wie am heimischen PC.

    Das S23 Ultra – noch besser mit der SAMSUNG watch5..

    Wenn man bereit ist noch ein paar hundert Euro mehr auszugeben und sich eine SAMSUNG Smartwatch zuzulegen, der hat noch ein paar coole Funktionen mehr zur Verfügung.  Die Nutzung von an die eigene Person angepasste Avatare hatte ich ja schon kurz in meinem Test der SAMSUNG Galaxy watch5 Pro geschrieben.

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!(Bild rechts: James Bond pur – also nicht ich – aber die Fotoaufnahme. Auf der Uhr sieht man die Vorschau des Fotos und mit dem versteckt in der Hand gehaltenen S-Pen wurde der Auslöser gedrückt.)

    Mit der Uhr kann man aber ein Feature nutzen, welches schon fast eines Gimmicks aus der Ideen-Schmiede von „Q“ (genau, der Tüftler aus James Bond) würdig ist: Mit der Uhr kann man die Kamera des S23 Ultra steuern!

    Man stellt das Handy in Richtung des zu fotografierenden Objekts auf – das geht mit den entsprechenden Cases ganz gut – und selbst wenn die Kamera nicht aktiv ist, kann man mittels der Kamera-App das Smartphone aufwecken, zwischen Video und Foto-Aufnahme umschalten und sogar zoomen. Auf dem Display der Uhr wird das Vorschau-Bild dann angezeigt.

    Falls Dir das Gefummel auf der Uhr um den Auslöser zu drücken zu auffällig ist: mit dem S-Pen, der im Handy steckt kann man mittels Doppeldruck auf den Button zwischen Haupt und Selfie-Kamera umschalten. Mit einem einzelnen Druck auf den seitlichen Button des S-Pen wird dann ein Foto aufgenommen. Das ist cool – und zumindest ein netter Party-Gag!

    Kids are welcome…

    Ein Punkt, der bei vielen Tests gar nicht genannt wird, weil die Testberichte sich nicht an diese Klientel richten ist die Integration von SAMSUNG „Kids“. Man stellt seinen Kindern eine nett designte Oberfläche zur Verfügung mit einigen wirklich nett gemachten Spielen und Beschäftigungen. Das Handy ist derweil in einem Sicherheitsmodus und die Kinder können aus dem Spielbereich nicht auf andere Bereiche des Handys zugreifen. Der Spielmodi wird erst aufgehoben, mittels Freigabe des Handy-Besitzers.

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!

    (Bild oben: SAMSUNGs Kids world ist eine App-Sammlung, die dem Junior nur begrenzten Zugriff auf das Handy gewährt. Das nett gemachte Crocos Adventure ist ein Spiel, das beim Kind die räumliche Vorstellungskraft schult. Da es einige interessante Dinge zu entdecken gibt, kann sich ein Kind da durchaus einige Stunden mit beschäftigen, ohne dass es langweilig wird)

    Wer mal eine längere Reise im Auto mit seinen Kindern plant, hat da etwas mit denen die sich eine Zeitlang beschäftigen können. Ob ich denen aber mein S23 Ultra zum spielen geben würde – na, da denk ich noch mal drüber nach..

    Ein bisschen Kritik muss sein..

    wenn es ein paar Punkte gibt, bei denen ich meckern muss, dann ist es zum einen die etwas unglückliche Palette von Gehäusefarben, die SAMSUNG für das S23 Ultra anbietet. Diese Pastelltöne hauen mich echt nicht vom Stuhl. Das Vorjahresmodell in Burgundy war für mich seit Jahren die schickste Farbe. Weil es die nicht gab, habe ich mehr aus Verlegenheit das Cremefarbene Modell gekauft.

    Und dass SAMSUNG mit einer Superschnellladefunktion wirbt, ist etwas … Hmm, sagen wir mal.. „Ansichtssache“.. 45 Watt Ladeleistung bei einem Schnellladegarät ist vielleicht im SAMSUNG Universum schnell – andere Hersteller laden doppelt und dreifach so schnell. Auch Induktiv ist bei 15 Watt Schluß mit Ladestromabgabe. Da sollte man etwas echt nicht so nennen – oder wenigstens das Wort „Super“ aus der Produktbezeichnung weglassen..

    Davon ab ist die Ladegeschwindigkeit aber ausreichend: Die wenigsten Anwender werden den Akku bis auf das letzte Prozent auslutschen – Tiefenentladung tut keinem Akku gut – und wer bei 15 -20 % Restakku das S23 Ultra an einen USB-C Stecker fummelt, an dem auf der anderen Seite das Schnellladegerät hängt, der hat nach knapp 1 Stunde wieder 100% Akku. Induktiv dauert es leider dann eben 3x so lange – was kein Problem ist, wenn man es Nachts neben sich auf ein Ladepad legt.

    Und ein weiterer Kritikpunkt im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test ist das Design des Original Clear View Cover von SAMSUNG. Auch hier hat SAMSUNG gepatzt. Das Case des Vorgängers hatte auf der Vorderseite einen Ausschnitt, der genau so groß war, wie der hintere Kamerablock. Klappte man das Cover komplett auf um Fotos zu machen, hatten die Kameralinsen freie Sicht. Das Cover für das S23 Ultra hat auf Display-Seite einen kleineren Ausschnitt. Klappt man es komplett auf, verdeckt es halb das untere Objektiv. Wer hat das denn zur Produktion durchgewunken?

    S22 Ultra oder S23 Ultra?..

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!(Bild rechts: Das SAMSUNG Galaxy S23 Ultra und die neue SAMSUNG watch5 Pro sind im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test ein tolles Gespann – gerade im Bereich Fitness, Tracking und Gesundheit. Die SAMSUNG Health App lässt keine Wünsche offen. Vieles ist dort bereits kostenlos integriert, wo andere Anbieter auf kostenpflichtige Dienste von Drittanbietern verweisen.)

    Das S23 Ultra zeigt sich im SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test mit Abstand besser als das Vorjahresmodell S22 Ultra. Trotzdem ist das S22 Ultra kein schlechtes Smartphone. Wenn ich nicht ein bisschen Technik-Gaga wäre, würde ich das S22 Ultra weiter einsetzen. Leistungsmäßig hat es mir schon gereicht und die Foto und Video-Qualität fand ich auch schon völlig ausreichend. Wer es hat kann es sicher noch einige Jahre weiter einsetzen. Doch wer umsteigt, bekommt eben noch ein gutes Stück Leistung mehr.

    Wen der Preis von über 1.000,- € abschreckt, der kann sicher bei ebay das Vorjahresmodell zu einem relativ kommoden Preis bekommen – aktuell liegt das gebrauchte S22 Ultra dort bei 600,- – 800,- € – je nach Zustand und Ausstattung.

    In Summe – das beste Smartphone der Welt.. (sorry Apple-Fanboys)

    Wenn man eine Summe aus dem Fazit über alle Bereiche hinweg zieht, dann ist für mich das neue S23 Ultra nach dem SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test das beste Smartphone der Welt:

    • dank dem neuen SnapDragon 8Gen2 Chip spielt es nun endlich Leistungsmässig ganz oben mit.
    • die Hardware ist auf höchstem Niveau – es gibt in keinem Bereich Aussetzer. Selbst wenn man nicht das hellste Display verbaut hat – es ist hell genug. Die Lautsprecher klingen satt, Fingerabdruck-Sensor und Gesichtserkennung funktionieren zuverlässig
    • Es hat als Alleinstellungsmerkmal einen Stift, mit dem sich zusätzlich zu den normalen malen, Zeichnen und Notizen erstellen noch einiges andere anstellen lässt.
    • das Betriebssystem in der angepassten One UI 5.1 Version ist perfekt an die Hardware angepasst und umfangreich.
    • die Kamera – selbst wenn es bei DXOMark nicht unter die Top 5 reichen sollte – gehört zu den besten, die derzeit verbaut werden und hat von SAMSUNG dank diverser zusätzliche Apps wie „Expert RAW“ und Features wie „Astrofoto“ Funktionen, die einmalig sind
    • in Verbindung mit der SAMSUNG Galaxy Watch5 hat man noch mehr Funktionen zur Kamera-Steuerung, wie manuellen Zoom, Auslösen eines Videos oder Fotos über die Uhr (das ist schon verdächtig nahe an James Bond)
    • die „Kids“ Plattform für Kinder ist eine Funktion, die ich so bei anderen Handy-Herstellern nicht gesehen habe, aber durchaus sinnvoll finde
    • es arbeitet perfekt mit dem Microsoft Windows – Universum zusammen. Via Apps wie „DeX“ von Samsung oder „Smartphone-Link“ von Microsoft kann man das Smartphone über den PC steuern

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    SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test

    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!

    +

    • mit übertaktetem Snapdragon 8 Gen2 sehr schnelle CPU
    • durch integrierten S-Pen Funktionen, die kein anderes Smartphone hat
    • lange Versorgung mit neuen Android-Versionen
    • sehr schnell im bereitstellen von Updates
    • 802.11ax (Wi-Fi 6) Datenübertragung möglich
    • einziges Smartphone mit echtem optischem 10fach Zoom
    • sehr viele Kamerafunktionen inkl. RAW
    • 8K Videos mit 30fps möglich
    • spezieller Spielmodus für Kinder
    Der SAMSUNG Galaxy S23 Ultra Test - endlich hat es den Namen absolut verdient!

    -

    • mangels Schnelladefunktion relativ lange Akku-Ladezeiten
    • kein Netzteil im Lieferumfang
    • kein Slot zur Speichererweiterung

    Und jetzt Du! Was meinst Du? Würde dich das S23 Ultra reizen? Oder gibt es beim iPhone (oder einem anderen Smartphone) ein Killer-Feature welches das S23 Ultra alt aussehen lässt?

    Das SAMSUNG S23 Ultra im Test

    Preis/Leistungsverhältnis - 95%
    Aussehen - 95%
    Verarbeitung - 93%
    Haptik - 94%
    Kompatibilität - 90%
    Bedienung - 90%
    Zubehör - 60%
    Energieverbrauch - 93%

    89%

    Gesamtergebnis

    Preis/Leistungsverhältnis: Auch wenn man häufig liest, das S23 Ultra wäre zu teuer - im letzten Jahr ist alles teurer geworden, und dass SAMSUNG seine erhöhten Kosten an den Verbraucher weitergibt, ist mal klar. In Summe bekommt man aber ein Smartphone, welches im direkten Vergleich nicht teurer ist, als das vor 2 Jahren veröffentlichte S21 Ultra. Aktuell bietet SAMSUNG das Handy mit doppeltem Speicher für das gleiche Geld an. Ich habe für das Modell mit 512 GB Speicher 1.356 € bezahlt. Das finde ich nicht zu teuer. Ein vergleichbares iPhone 14 Pro Max würde mit 1.800 € ein wesentlich größeres Loch in den Geldbeutel reissen. Aussehen: Das Aussehen ist wie immer Geschmackssache. Mir gefällt die puristische Optik mit den 5 Kameralinsen auf der Rückseite. Eventuell ist das für die nächsten Jahre das Corporate Design der Handys aus dem Hause SAMSUNG. Ich hätte da nichts gegen. Verarbeitung: Die Verarbeitung ist makellos. Es gibt keine fühlbaren Kanten bei den Übergängen im Gehäuse, die Buttons haben einen guten Druckpunkt, das Display ist gleichmäßig hell. Haptik: Dementsprechend ist die Haptik ebenfalls auf Top-Niveau. Die Gehäuse-Rückseite aus Glas ist matt - dadurch sieht man keine Fingerabdrücke, was ich wesentlich angenehmer finde, als die hochglanz-Rückseiten bei anderen Smartphones. Kompatibilität: Die Kompatibilität ist mit dem Microsoft Universum gut umgesetzt. Mit der Microsoft App "link für Windows" oder der SAMSUNG App "DeX" kann man Inhalte einfach zwischen den Geräten übertragen, und sogar über den PC mit dem Smartphone telefonieren. Bedienung: Die Bedienung ist wie man es von den üblichen ANDROID-Smartphones gewohnt ist. SAMSUNG bietet aber immer noch ein kleines bisschen mehr, was Umsteiger von anderen Smartphones überraschen könnte. Zubehör: Beim Zubehör zeigt sich SAMSUNG leider von der geizigen Seite. Weder gibt es eine ab Werk aufgebrachte Display-Schutzfolie, noch eine Silikon-Hülle - noch weniger ein Ladegerät. Das ist ein Kritikpunkt der zu massivem Punktabzug führt. Energieverbrauch: Beim Energieverbrauch ist das S23 Ultra auf einem sehr guten Weg (in meinem täglichen Gebrauchs-Schema erreichte ich eine mehr als doppelt so lange Akku-Laufzeit, als mit dem S22 Ultra) und reiht sich dank dem Snapdragon 8Gen2 weit vor dem Vorgänger ein. FAZIT: Für mich ist das Teil eine klare Kaufempfehlung.

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  • Der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test: optisch schick und sexy – aber wie gut ist die Uhr?..

    ..oder: ist die SAMSUNG Galaxy Watch5 der Apple Watch Ultra Killer?

    HidiHo liebe Community! Bevor Ihr mich an den Pranger stellt, weil ich mich doch dazu herabgelassen habe ein Stück Hardware mit dem verhassten „S“ im Namen zu kaufen – es gab Gründe! Deshalb gibt es hier den SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test.

    wozu der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test? Es gibt Gründe..

    Nein, diesmal bekam ich die Uhr nicht über einen Tausch-Deal bei ebay Kleinanzeigen, wie das SAMSUNG S22 Ultra, sondern ich habe es bewusst gekauft. Der Grund war ein eher unrühmlicher: die schicke withings Horizon Scanwatch, die ich seit Februar 2022 regelmäßig getragen habe, ist, was das erfassen der Blutsauerstoffdaten angeht, eine launische Diva.

    SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test(Bild: die SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Grey Titanium 45mm Bluetooth + 4G mit grauem D-Buckle Sport Band. Das Zifferblatt ist von FACER.)

    Die withings Horizon Uhr hat ja nun nicht grade die ultimative Anzahl von Sensoren verbaut – da sollte man erwarten, dass die, welche verbaut sind, wenigstens einwandfrei funktionieren. Und wenn ein billiges China Pulsoximeter für 20 € den Blutsauerstoff zuverlässig misst, sollte dies eine Uhr im Wert von einem halben Tausender doch wohl auch können, oder?

    Tja, lieber Leser – weit gefehlt. Bei 2 von 5 Messungen lieferte die Uhr kein erkennbares Ergebnis, sondern zeigte die Meldung, dass man die Uhr korrekt anlegen soll, um ein Ergebnis zu bekommen.

    Am Anfang schob ich die schlechte Mess-Quote auf das Spiel zwischen Handgelenk und Metallarmband, welches naturgemäß nie ganz eng um das Handgelenk gebunden wird. Doch auch mit dem Silikon-Armband, welches ich bei Workouts straff ums Handgelenk zog, hatten die Messergebnisse die Charakterzüge eines Auto-Blinkers: Geht – geht nicht – geht – geht nicht…

    Dadurch wurde auch mein Fitnesslevel arg geschröpft. Selbst nach einem 20 Kilometer-Marsch, war für die withings App anhand der erfassten Daten mein Fitness-Level auf dem Niveau eines Pflastersteins – oder noch  schlechter.

    Der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test: optisch schick und sexy - aber wie gut ist die Uhr?..(Bild rechts: die SAMSUNG Galaxy Watch5 kann nicht nur ein EKG messen. Auch Blutdruck, Blutsauerstoff und selbst die Körperzusammensetzung werden von der Uhr analysiert. Während des schlafens wird auch noch das schnarchen aufgenommen und der Blutsauerstoff gemessen um Schlafapnoe zu erkennen. SPOILER: Die SAMSUNG watch5 Pro hat sogar einen Temperatursensor verbaut, der aber offiziell nicht erwähnt wird. Damit wäre es möglich die Körpertemperatur zu messen. Warum diese Funktion noch nicht aktiviert ist, ist aber unbekannt.)

    Dass ein EKG nicht vernünftig erfasst werden kann, das liegt an meinem implantiertem Herzschrittmacher – doch dieses Problem habe ich bei allen Fitness-Uhren gehabt, da mache ich der withings keine Vorwürfe. Wenn aber zwei der zwei verbauten Sensoren nicht vernünftig funktionieren, dann kann man wohl von einem Fehlkauf sprechen – zumindest muss man den Sinn der Uhr hinterfragen. Nur schick aussehen – das reicht dann eben nicht bei dem Preis..

    Nachdem ich nun seit einigen Wochen als Smartphone das SAMSUNG Galaxy S22 Ultra mein Eigen nenne (hier geht es zu meinem Test), besuchte ich mehr aus Gewohnheit die SAMSUNG Webseite. Ich hatte ja bereits zwei Uhren aus dem Hause SAMSUNG gekauft – die SAMSUNG Gear und die SAMSUNG Galaxy watch3. Die Version mit der Nummer 4 im Namen hatte ich ausgelassen, da der Mehrwert des watch3 Nachfolgers in meinen Augen den Mehrpreis nicht wert war und ich deshalb lieber die Horizon kaufte.

    Die Version 5 hat allerdings nun noch mal ordentlich an Features nachgelegt und preislich konnte ich anstatt Sie für über 500 € bei SAMSUNG zu kaufen, für unter 400 € bei Amazon erstehen. Es ist sogar das Pro Modell mit LTE, damit könnte ich per eSim sogar mit der Uhr telefonieren.

    Der Plan ist also die Horizon wieder zu verkaufen um den Preis für das neue Modell zu refinanzieren. Und da ich Sie nun habe, kann ich Sie auch für die Community testen. Deshalb gibt es nun den SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test für euch!

    Die SAMSUNG Galaxy Watch5 – eine kurze Übersicht

    Die watch5 hat ein paar interessante Features, welche auch in der neuen Apple Watch Ultra Einzug gehalten hat. Das Tracken von Strecken, einen Kompass und eine Hinweg = Rückweg-Funktion – doch dazu später mehr..

    Eines fällt beim ersten Betrachten im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test nicht sofort auf, aber als Betriebssystem wurde das SAMSUNG eigene TIZEN durch das google Wear OS abgelöst. Die Optik des neuen Betriebssystems gefällt mir ganz gut (sofern man die denn sieht, denn meistens sieht man ja auf das Zifferblatt um Infos abzurufen) – es gibt aber einen unschönen Punkt: die zahlreichen Zifferblätter, welche ich auf der watch3 einsetzte, kann ich bei der watch5 gar nicht erst installieren, denn die alten Zifferblätter waren im Hauseigenen Galaxy Store und die neuen sind im google Play-Store.

    Da man beim aufrufen der GALAXY wear App automatisch auf die entsprechenden Shops gelangt, kann man die leider nicht laden – auch der Versuch, die über die getätigten Einkäufe auf die neue Uhr zu laden schlägt leider fehl.

    SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test(Bild links: andere schicke Zifferblätter gibt es im google Store. Leider sind die mit dem google wear OS verwendeten watchfaces nicht mit den Vorgänger-Modellen kompatibel.)

    Nun kosten die watchfaces kein Vermögen – im Schnitt kostet ein schickes Zifferblatt zwischen 1 und 2 € – es ist aber blöd, wenn es bestimmte liebgewonnene Zifferblätter nicht im google Store gibt, weil die Designer es dort nicht anbieten.

    Apropos Zifferblatt – da gibt es von SAMSUNG bei der watch5 von Haus aus, ganz interessant gestylte Zifferblätter, die auf den sportlichen Charakter der Uhr zugeschnitten sind. Eines, welches aber aus dem Rahmen springt, möchte ich noch erwähnen. Es wird sicher nicht jedermanns Geschmack sein – viele werden es sogar als kindisch empfinden – aber es besteht die Möglichkeit als Zifferblatt einen Avatar zu benutzen.

    Man kann dafür sogar ein Foto von sich selber machen oder aus der Foto-Galerie auswählen und die Eckdaten werden dann schon ziemlich gut übernommen: im Test wurde meine blaue Jeans, das weisse T-Shirt, die Brille und mein Haarloser Kopf erkannt. Dann folgte die Feinanpassung: Kopfform, Augenfarbe, Nasenform, Lippendicke, Mundgröße, und etliches mehr lässt sich anpassen.

    Der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test: optisch schick und sexy - aber wie gut ist die Uhr?..(Bild rechts: im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test fiel mir noch ein weiteres nettes Gimmick, welches eher Kiddies anspricht auf. Das ist die Möglichkeit eigene Avatare als Zifferblatt zu verwenden. Die reagieren dann auch interaktiv – weisen durch witzige Aktionen auf neue Nachrichten hin. Hat man ein Emoji erstellt ist das sogar übergreifend im SAMSUNG Universum: man kann es dann auch auf dem Smartphone beim chatten benutzen  )

    Natürlich wird der Emoji nicht photorealistisch, aber es ist schon irgendwie strange, wenn der fertige Avatar auf der Uhr faxen macht und dir beim aktivieren der Uhr zuwinkt oder versucht den orangefarbenen Punkt (ein optisches Signal für eingegangene Nachrichten) von der linken Seite des Displays abzureissen.

    Die vergeblichen Versuche erinnern irgendwie an die vorwitzige Büroklammer „Karl Klammer“ – ein Versuch von Microsoft so etwas wie einen virtuellen Assistenten in das damalige Office 97 zu integrieren. Wer kann sich nicht an das klopfen an die Monitorscheibe erinnern (ja, damals gab es eben noch Röhrenmonitore und die „Röhren“ waren aus dickem Glas, da hörte sich das klopfen an die Scheibe schon anders an, als bei den heutigen Kunststoffdisplays).

    Doch fangen wir bei diesem Test von Anfang an an – der Verpackung. Unboxing-Fans aufgemerkt…

    Das SAMSUNG Galaxy Watch5 Unboxing – keine Überraschung..

    Als mir DHL das Paket mit der Uhr lieferte, kam nach öffnen des Versankartons ein schmaler schwarzer Karton zum Vorschein. Nach durchschneiden der Siegel aus durchsichtigen Kunststoff-Aufklebern und anheben des Deckels wurde die schicke Uhr sichtbar. Ich habe die Version in edel aussehendem silbernem Titan mit dem grauem D-Buckle Sport Band gekauft – ich wollte mal weg von den schwarzen Modellen.

    Die Verpackung besteht tatsächlich nur aus Papier und Pappe – selbst das Formteil in dem die Uhr gehalten wird ist aus gepresster Pappe um weniger Müll zu verursachen. Die früher verwendeten Drahtbinder um Kabel zusammen zu halten findet man auch nicht mehr. Dafür wurde ein Pappschuber designet, indem alles an Zubehör und dem üblichen kleingedrucktem Papierkram passt. Der findet sich im Deckel der Verpackung. Tatsächlich habe ich nämlich erst danach im unteren Teil der Verpackung gesucht, indem die Uhr lag.

    Das finde ich generell gut (also nicht, dass ich erst mal im unteren Teil der Verpackung alles absuche, um verzweifelt nach dem Ladepad zu suchen, sondern dass bei der Herstellung von Verpackungen nicht mehr soviel Ressourcen des Planeten verballert werden) – das sollten mehr Hersteller machen…

    In der Verpackung ist außer der Uhr mit dem bereits angebrachtem Armband und dem üblichen Papierkram, den bei der kleinen Schrift eh keiner lesen kann, noch ein Ladepad – sogar eines mit Schnellladefunktion. Das war’s dann aber auch schon mit dem Inhalt. Mehr gibt’s nicht für über 500 € UVP..


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    ..das Äußere der SAMSUNG watch5 Pro – angenehm dezent..

    ich hatte bisher immer die schwarzen Versionen der SAMSUNG watch – bei der watch5 machte ich aber eine Ausnahme, weil mir das dezente metallisch schimmernde Design gefiel. Das Uhr-Gehäuse ist ( wie bei der Apple watch Ultra auch) aus Titan, welches metallisch-grau schimmert. Bei der watch5 Pro verzichtet SAMSUNG auf eine drehbare Lünette zum steuern, sondern die Apps wollen über den Touchscreen gesteuert werden.

    Im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test gibt es zwischen der watch5 Pro und der watch5 einen sichtbaren Unterschied: während bei der „normalen“ watch5 das Uhrglas-Display bündig mit der Oberkante des Gehäuses abschließt und randlos ist, ist es bei der watch5 Pro abgesenkt und dazu mit einem ca. 3 Millimeter breitem Plastikrand versehen.
    Dies schützt das Display bei Outdoor-Sportarten vor Schrammen – eventuell ist in dem Plastikrahmen auch die Antennentechnik für die LTE-Funktion – das kann ich aber nur mutmaßen. Beim streichen über das Display fühlt sich das am Anfang etwas ungewohnt an, weil der Kunststoff eine andere Oberfläche als das Glas hat, und man zwangsläufig über beide Materialien streicht, um die Uhr zu bedienen

    (Bild links: die SAMSUNG Galaxy watch5 „klebt“ mittels Magneten am Ladepad. Hier erkennt man gut das metallisch graue Gehäuse und das farblich gut dazu passende Armband aus biegsamen Gummi. Die Ladeanzeige irritiert: Am Anfang wird die Uhr schnell geladen – erst kurz vor voll schaltet der Ladestrom runter und lädt gemächlich bis 100%)
    Die Auflösung des Displays und die Helligkeit sind sehr gut. Hatte die watch3 noch eine maximale Auflösung von 396×396 Pixeln, so hat die watch5 Pro bei einem etwas größerem Display von 1,4″ eine Auflösung von 456×456 Pixeln. Man kann wirklich sagen, dass das Display knackescharf ist. Das Glas der Uhr ist nicht – wie man vermutet – aus Corning Glas, sondern aus Saphirglas, welches bei hochwertigen klassischen Uhren verbaut wird.

    Die bekannten zwei Buttons an der Seite der Uhr sind ziemlich groß und haben einen schönen Druckpunkt. Das war übrigens ein weiterer Kritikpunkt bei der withings Horizon – deren mittig angeordnete und etwas weiter hervorstehende Krone wurde häufig ungewollt betätigt, wenn man das Handgelenk anwinkelte. Jedesmal wollte die Uhr dann ein Workout starten – das nervte schon ziemlich, wenn man unter einem Schreibtisch einen Stecker in eine Verteilerdose stecken wollte und man sich auf dem Handgelenk abstützte, was dann prompt zum Beginn eines ungewollten Workouts führte..

    Um dies zu vermeiden kann man die SAMSUNG watch5 Pro sogar so einstellen, dass die Buttons auf der anderen Seite der Uhr sind. Dazu ist es möglich, dass man in den Einstellungen das Layout der Uhr ändert. Das Display dreht sich dann um 180° und dann sollte man nur noch das Armband kurz anders anbringen – das schließen eines verkehrt herum angebrachten Armbands ist nichts für Grobmotoriker (für euch getestet).

    Doch dank der auch ohne Werkzeug zu öffnenden Schnellverschlüsse, ist das in Sekunden erledigt. Schon stören die beiden Buttons nicht mehr am Handgelenk. Ich finde aber die „normale“ Anordnung für mich persönlich passender – wollte es aber mal kurz erwähnen, weil das sicher nicht jeder, der diese Uhr trägt weiß.

    Das Gehäuse der watch5 misst 45 Millimeter im Durchmesser. Das ist schon ein ziemlicher Klopper! An zierlichen Handgelenken könnte die Uhr deshalb etwas deplatziert aussehen. Dazu kommt, dass die Uhr unterhalb von dem knapp 9 Millimeter hohen Gehäuses auch noch einen gewölbten Kunststoff-Boden in Höhe von fast 6 Millimetern hat. Damit kommt die Uhr auf eine Höhe von stattliche 1,5 Zentimetern. Das ist schon alles andere als Filigran.


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    Beim Armband hat man sich die Vielzahl an Möglichkeiten wohl bei Apple abgeschaut – SAMSUNG hat mit dem Bespoke Studio eine Plattform geschaffen auf der man sich seine SAMSUNG Uhr mit etlichen verschiedenen Leder, Kunststoff und Metallarmbänder verändern und an seinen persönlichen Geschmack anpassen kann.

    (Bild links: hier liegt die Uhr auf dem SAMSUNG Tablet S7, auf dem die SAMSUNG Health App mittels heruntergeladener APK Datei installiert ist. Gut erkennbar ist die Faltschließe des D-Buckle Sport Uhr Armbands.)
    Das von mir gewählte D-Buckle Sport Band ist ein Zwitter: es hat die Faltschließe eines Metallarmbandes und die Flexibilität eines Kautschuk-Bandes. Dazu ist es millimetergenau einstellbar, weil es nicht in vorgegebene Rastungen einschnappt, sondern die Klemme an jeder beliebigen Stelle das Armband fixiert.

    Im heutigen SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test gewinnt auch hier die SAMSUNG gegen die withings Horizon, denn auch wenn die Horizon bei dem Metallarmband ein „halbes“ Glied mitlieferte um das Armband exakter an den Umfang des Handgelenks anzupassen – die Dicke eines Handgelenks ändert sich im Laufe des Tages. Sitzt die Uhr Morgens beim aufstehen noch locker am Gelenk, kann Sie Abends fest wie eine Handfessel sitzen. Hier kann nicht mal eben schnell ohne Werkzeug das Armband etwas mehr Spiel geben – bei der SAMSUNG ist das ohne weiteres möglich.

    Die Unterseite der Uhr ist dann leider etwas enttäuschend. Eine etwas billig wirkende Kunststoffabdeckung beherbergt die Phalanx an Sensoren, die dort die Körperfunktionen des Trägers überwachen und messen. Da hätte ich etwas mehr erwartet..

    Laden ohne Ladepuck? Möglich aber umständlich..

    Ein Punkt, der etwas stört ist das laden ohne den mitgelieferten Schnellladepuck. Im Alltagsbetrieb hat man den kaum dabei, was nicht das Problem ist, denn die Uhr kann man mittels reversiblem laden auch auf SAMSUNG Smartphones, die diese Funktion unterstützen oder anderen QI fähigen Ladestationen wieder mit dem notwendigen Strom versorgen.

    Der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test: optisch schick und sexy - aber wie gut ist die Uhr?..
    SAMSUNG Galaxy watch5 Test – das laden ohne Ladepuck

    (Bild rechts: Geht – ist aber umständlich: das laden ohne den beiliegenden Ladepuck. Will man auf einer Powerbank laden, weil man den Ladenüpsel mal wieder verschludert hat, muss man erst mal das Armband auseinander pfriemeln und es etwas umbiegen, damit das störrische Teil nicht immer wieder von der Kontaktfläche hoppst. )

    Doch das gestaltet sich durch das starre Armband schwierig. Es ist nicht möglich, die Uhr mit auf den Arm eingestellten und fixierter Größe angepasstem Armband auf das Smartphone oder eine Powerbank zu legen. Es hat nicht den korrekten Abstand zum Ladekontakt – immer hebt es sich ab und das laden des Akkus stoppt.
    Nur, wenn man das Armband öffnet (damit meine ich nicht, nur die Schließe öffnen, sondern das Armband komplett aus der Schliße ziehen, so dass man 2 offene Armband-Enden hat, lässt sich das Armband so biegen, dass das laden funktioniert.
    Da das anschließende anpassen der korrekten Armbandgröße bei dem D-Buckle-Sportband etwas aufwändiger ist, gibt es hier etwas Abzug in den Punkten, auch wenn diese Lademöglichkeit eher selten sein wird, da es mit dem beiliegendem Schnellladepuck eben – wie der Name schon sagt – wesentlich schneller geht

    Die Hardware der Uhr – da gibt es nichts zu meckern..

    Und wie sieht es mit den „Innereien“ der Uhr in unserem SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test aus? Da gibt es echt nichts zu meckern. Als Taktgeber werkelt eine SAMSUNG Exynos W920 Dual-Core CPU mit einem Takt von 1.18 GHz und mit 16 GB Speicher ist die Uhr durchaus kommod ausgestattet. Das Display ist bei einem Durchmesser von 34,6mm wirklich hell und mit einer Auflösung von 456×456 Pixeln und 16 Millionen Farben auch sehr scharf.

    Die Uhr hat einen integrierten GPS-Empfänger und muss deshalb zum tracken von Strecken nicht mit einem GPS-fähigem Handy gekoppelt sein. Dazu ist es LTE-fähig und kann mittels einer eSim als vollwertiges Telefon genutzt werden. Auch NFC ist an Bord und damit lässt sich die Uhr auch zum bezahlen in Geschäften nutzen.
    Damit diese ganzen technischen Spielereien etwas länger durchhalten, hat SAMSUNG der Uhr den größten bisher in Smartwatches verbauten Akku spendiert. Mit einem 590mAh-Klotz sollen lt. SAMSUNG bis zu 80 Stunden Laufzeit erreicht werden, bis die Uhr wieder auf das Ladepad muss.


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    In der Disziplin „Akkulaufzeit“ schlägt die SAMSUNG watch5 die Apple watches komplett: schon die normalen Apple Uhren haben nur eine Akkulaufzeit von 18 Stunden – die Ultra hat zwar mit 36 Stunden einen doppelt so lange, wie die anderen Apple watches – aber trotzdem nur eine halb so lange Laufzeit wie die SAMSUNG watch5 mit Ihren 80 Stunden.

    Dank der Schnellladefunktion ist die Uhr dann bereits innerhalb einer Stunde wieder bei 80% – was für ca. 2 Tage Tragedauer reicht. Ich komme mit der Uhr bei durchaus überdurchschnittlicher Nutzung auf weit über 2 Tage – abhängig davon, welche Körpertracking-Funktionen und Display-Einstellungen ich nutze (AOD – also die Always On Display Einstellung habe ich aber deaktiviert). Weniger ambitionierte Träger werden sicher auch 3 Tage schaffen – was für eine Smartwatch ein sehr guter Wert ist.

    Die watch5 Pro unterstützt WLAN 802.11 a/b/g/n 2.4 und 5GHz, Bluetooth Version 5.2 und die Bluetooth-Profile A2DP, AVRCP, HFP, HSP. Sie steckt auch Einiges weg: Sie ist bis 5 Atmosphären wasserdicht und IP68 zertifiziert, sowie nach dem Militärstandard MIL-STD-810H. (INFO: US Militärstandard (MIL-STD-810H). Schutz gegen folgende äußere Einflüsse: Direkte Sonneneinstrahlung, Temperaturen im Bereich von 71°C bis zu -40°C, gefrierenden Regen, bis zu 72 Stunden Staub, Widerstand gegen mechanische Stöße und Vibrationen.)

    Hier hat die Apple watch Ultra im Bereich Wassersport Vorteile: Sie hält einer Wassersäule von 10 ATM stand und darf für Tauchgänge bis 40 Metern genutzt werden.

    Die SAMSUNG Galaxy watch5 – die Grundeinrichtung..

    Okay – die Innereien sind ganz interessant – doch jetzt wollen wir die Uhr im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test mal langsam anlegen. Das Armband muss man nach der Entnahme aus  dem Karton erst in die gegenüberliegende Armband-Schließe einschieben und dann verriegeln. Das Armband ist nämlich von der Befestigung her ein Zwitter: es hat eine Faltschließe, wie man es von Metall-Armbändern kennt, ist aber so flexibel wie ein Kautschukarmband.

    Das Armbandende wird dann nur Millimetergenau eingeklemmt und sitzt daraufhin Bombenfest. Die Faltschließe ist nicht mechanisch und rastet mittels Metallfedern ein, sondern magnetisch und schnappt dank sehr hoher Zugkraft des Magneten zuverlässig ein.  Das ist schon echt innovativ und das anlegen der Uhr geht echt fix.

    Hat man den perfekten Sitz am Handgelenk gefunden, geht’s an Eingemachte – die Uhr will mit einem Smartphone (möglichst von SAMSUNG, um alle Funktionen nutzen zu können) gekoppelt werden. Das funktioniert dank der SAMSUNG Wearable App echt easy. Dass eine neue Uhr im heimischen SAMSUNG-Mikrokosmos Eintritt gewährt, merkte dann auch die Wearable App und lud für die watch5 die korrekte Version herunter.

    Uhrzeit und Datum müssen nicht eingestellt werden – die werden einfach vom gekoppelten Smartphone übernommen. Wer will kann nun noch ein anderes Zifferblatt wählen und das war’s dann eigentlich auch schon – die Uhr ist einsatzbereit..


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    Die Galaxy watch5 wird durch die SAMSUNG Health App erst schön..

    Das Highlight der SAMSUNG watch5 in Zusammenarbeit mit der SAMSUNG Health App, ist sicher die Möglichkeit eine umfassende Erfassung aller Parameter für eine ganzheitliche Körperüberwachung zu ermöglichen. Dies ist eines der Totschlagargumente für die Uhr im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test.

    Die Health App importiert dazu Daten aus google Fit, der withings Health App, aber auch Blutzuckerdaten diverser Blutzuckergeräte wie dem Accu-Check Guide und vielen anderen. Auch die Erfassung von Lebensmitteln ist möglich und auch gut umgesetzt, da sich auf eine große Online-Datenbank zugreifen lässt. Als Besitzer eines SAMSUNG Smartphones bekommt man noch weitere Goodies freigeschaltet: EKG und Blutdruck lassen sich ebenfalls messen.

    INFO: Die Uhr hat einen nicht offiziellen Wärmesensor an der Unterseite des Gehäuses verbaut, mit dem man die Körpertemperatur erfassen könnte – doch der ist nicht aktiv. Apples neue watch hat diesen Sensor auch – allerdings ist der dort auch aktiviert. Warum SAMSUNG die Funktion dieses Sensors bei der Uhr nicht freigibt – darüber lässt sich nur spekulieren..

    Was die Vielzahl an überwachten Daten angeht – da kann man wirklich nicht klagen. Auch wenn es offiziell nicht von SAMSUNG unterstützt wird – es macht Sinn, die App auf einem Tablet zu installieren (die dafür benötigte .APK Datei ist  relativ leicht im Internet zu finden), damit man es etwas übersichtlicher hat.

    Der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test: optisch schick und sexy - aber wie gut ist die Uhr?..

    (Bild oben: der Screenshot von meinem SAMSUNG Tablet 7S zeigt es – die SAMSUNG Health App lässt sich besser von einem Tablet aus überwachen. Warum SAMSUNG stur darauf beharrt, dass die nur für Smartphones installierbar ist – Tja, SAMSUNG halt, da isses wieder..)

    Tatsächlich lässt die SAMSUNG Health App keine Wünsche offen. Während bei withings die Nahrungsmittelaufnahme über einen Drittanbieter erfolgt, der aber gerne Geld dafür haben möchte (der kostenlose Account ist so mit Werbung überfrachtet, dass man sich vorkommt als hätte man grade die schlechteste Clickbait verseuchte Webseite der Internet-Hölle gefunden), ist bei SAMSUNG die Erfassung der Lebensmittel kostenlos. Nicht nur das: Sie ist sogar extrem gut umgesetzt.

    Der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test: optisch schick und sexy - aber wie gut ist die Uhr?..(Bild links: SAMSUNG zeigt, wie eine optimale Nahrungskontrolle funktionieren kann: aus einer riesigen Lebensmitteldatenbank kann man sich die verputzten Leckereien zusammen suchen und dann zu zeitlich vordefinierten Mahlzeiten aufaddieren. Manchmal erschrickt man, was für ein kleiner Haps eines vorwitzigen Schmackofatz, das nicht schnell genug in den Kühlschrank flüchten konnte, an Kalorien hat)

    So lassen sich einzelne Lebensmittel zu Speisen zusammenfügen und als Gericht abspeichern, Die einzelnen Bestandteile der Nahrung wie Kohlehydrate, Kalorien, Fett, Eiweiß, Vitamine werden übersichtlich auf die Tagesdosis angezeigt und auf einer Animation in Zitronenform kann man direkt sehen, wieviel man zu sich genommen hat – und wieviel man noch schluckern kann.
    Kalorienaufnahme ist das Eine – Kalorien verbrennen das andere, da hat die Health App in Verbindung mit der watch5 ein ganzes Bündel an Workouts parat.

    Auch hier ist die SAMSUNG health App im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test eine Nasenlänge vor der withings App, denn nach meinen stundenlangen Spaziergängen gehe ich gerne noch auf die Rudermaschine. SAMSUNG bietet hier 2 Rudertrainings an: zum einen das reale in einem Boot stattfindende und darüber hinaus das zu Hause durchgeführte Rudern auf einer stationären Rudermaschine.

    Bei der Erfassung meiner Ruder-Workouts zeigte mir die withings App hinterher sinnlose GPS-Daten, als wäre ich wild durch den Häuserblock gerudert. Und das obwohl ich mit der Rudermaschine das Zimmer nicht verlassen hatte..

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit mittels der watch5 die Körperzusammensetzung zu messen um zu sehen, wie sich das Körpergewicht zusammensetzt – denn Gewicht ist ja nicht gleich Gewicht. Ein durchtrainierter Sportler mit 100 Kilogramm Gewicht hat wesentlich weniger Fett, aber dafür mehr Muskeln  als ein untrainierter Schwabbel der das gleiche Gewicht hat, aber zu 90% aus Fett und Sahnetörtchen besteht.

    Mittels der Körperimpedanzmessung legt man dann nur Mittel und Ringfinger auf die beiden Buttons der Uhr – wartet knapp 30 Sekunden und man sieht, wie sich das Körpergewicht zusammensetzt. Das ist schon ein nettes aber auch wichtiges Feature.


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    Ab nach draußen – die Uhr will tracken!

    Die große Stunde im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test schlägt, wenn die Uhr für Outdoor Sportarten genutzt wird. Hier gibt es was die Vielzahl an Möglichkeiten angeht keine Kompromisse: Gehen, Wandern, Hiking, Laufen… schon was man alles per pedes machen kann, übersteigt alles, was ich mir vorstellen könnte, zu tun.

    Ein interessantes Feature (welches aber nur beim Workout „laufen“ verfügbar ist) ist der „Lauftrainer“, der die Beinbewegungen analysiert – erkennt, wie man die Füße aufsetzt und dem Läufer Tipps zur Optimierung gibt.

    Ganz neu in der watch5 (und nun auch von Apple in den aktuellen Modellen angeboten) ist eine Hinweg = Rückweg Navigation und ein Kompass im Display. Das kann in unwegsamen Gelände hilfreich sein, wenn man sich verlaufen hat und man keine Möglichkeit sieht einen anderen Weg aus der Wildnis zu finden. Im Ruhrgebiet ist dies sicher nicht so häufig der Fall, obwohl ich im Dortmunder Norden da nicht so sicher bin. Dort lauern aber auch erfahrungsgemäß eher andere Gefahren als das verdursten in der Wüste – obwohl auch dort für allzu unbedarfte Reisende eine latente Gefahr für Leib und Leben besteht..

    Der SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test: optisch schick und sexy - aber wie gut ist die Uhr?..(Bild rechts: ein Zifferblatt welches ich für Outdoor-Aktivitäten für meine Ansprüche konfiguriert habe: Außen ist der sich automatisch in Nord-Richtung zeigende Kompass, die Uhr zeigt die Zeit Analog an, der innere Kreis die Akkuladung, oberhalb der Zeiger das aktuelle Wetter – und unten ist ein Shortcut für das „Gehen“-Workout. Einmal mit dem Finger drauf getippt und die Uhr beginnt mit dem Tracking.)

    Da die Uhr auch einen Kompass für Outdoor-Aktivitäten bereithält, gibt es auch spezielle Zifferblätter, bei denen eine sich automatisch am magnetischen Nordpol ausrichtende drehende Lünette dem Sportler die richtige Himmelsrichtung weist. Überhaupt sind die von SAMSUNG bereits vorinstallierten Zifferblätter extrem anpassungsfähig.

    Im Fall der Fälle, den man hoffentlich nie braucht, hat die Uhr auch eine Sturzerkennung und kann selbstständig einen Notfallkontakt anrufen. Auch dies bieten die aktuellen Apple watches. Darüber hinaus bietet  – allerdings auch nur die apple watch Ultra – eine Sirene, welche mit 86 Dezibel einen sehr lauten Alarmton abgibt.

    Um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test besser vergleichen zu können, habe ich unterhalb eine Tabelle der Features der einzelnen Uhren zusammengestellt. Die ist vielleicht nicht ganz vollständig, zeigt aber im großen und ganzen die Besonderheiten: die Apple watch kann mit Temperaturerkennung punkten, die SAMSUNG dagegen mit der Messung der Körperzusammensetzung. Beim Speicher ist die Apple watch mit 32 GB doppelt so gut bestückt, wie die Samsung mit 16 GB. Bei der CPU setzen beide noch auf eine Dual-Core CPU. Ob man eine 86 Dezibel laute Sirene und Tauch-Features benötigt, wie Sie die Ultra watch von Apple bietet – das muss jeder selbst wissen – auch ob diese Features 500 € Mehrpreis wert sind.

    SAMSUNG watch5 Pro gegen Apple watch (Ultra)
    SAMSUNG watch5 Pro Apple watch 8 Apple watch 8 Ultra
    Material Titan Aluminium Titan
    Gewicht 47 Gramm 39 Gr. Alu / 52 Gr. Edelstahl 61 Gramm
    Displaygröße 45mm 41/45mm 49mm
    Auflösung 321 ppi
    Helligkeit 1000 nits 1000 nits 2000 nits
    Zertifizierungen: IP68, MIL-STD-810H IP6X, MIL-STD 810H IP6X, MIL-STD 810H, EN13319
    Sensoren: L1 GPS/ Glonass/ Beidou/ Galileo L1 GPS / GLONASS / QZSS und BeiDou /
    Galileo
    L1 und L5 GPS, GLONASS / QZSS und
    BeiDou /Galileo
    Kompass Kompass Kompass
    Barometer (Höhenmesser) Höhenmesser Höhenmesser
    Blutsauerstoff Sensor Blutsauerstoff Sensor Blutsauerstoff Sensor
    elektrisches Herzsignal Elektrischer Herzsensor Elektrischer Herzsensor
    Optische Herzfrequenz Optischer Herzsensor Optischer Herzsensor
    bioelektrische Impedanzanalyse
    Sensor vorhanden
    aber nicht aktiv
    Körpertemperaturmessung Körpertemperaturmessung
    Beschleunigungsmesser High-g Beschleunigungs­sensor High-g Beschleunigungs­sensor
    Gyroskop Gyrosensor Gyrosensor
    Umgebungsllichtsensor Umgebungsllichtsensor Umgebungsllichtsensor
    Wassertemperatur Sensor
    Tiefenmesser
    Wassergeschützt: 5ATM 5ATM 10ATM
    CPU: Exynos W920 Dual-Core 1,18 GHz Apple S8 Dualcore Apple S8 Dualcore
    Speicher: 16 GB 32 GB 32 GB
    OS: Wear OS Powered by
    Samsung (Wear OS 3.5)
    watchOS watchOS
    Unfall /Sturz – Notruf: Ja Ja Ja
    Watnsignal / Sirene: Nein Ja Ja
    Sprachassistent: Ja / Bixby / google Assistant Ja / Siri Ja / Siri

    Derwohl dieser SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test bis jetzt schon einer der längsten Test-Beiträge ist, die ich bisher geschrieben habe, konnte ich doch viele Themen nur am Rand anreissen. Ich hoffe trotzdem, dass ich euch einen kleinen Überblick über die Uhr rüberbringen konnte.

    Und wie steht’s bei Dir nach dem SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test? Die SAMSUNG watch 5 Pro hat fast die gleichen Features wie die fast doppelt so teure Apple watch Ultra. Würdest Du lieber die SAMSUNG Uhr kaufen – oder doch eher die doppelt so teure Apple watch?

    SAMSUNG Galaxy Watch5 Pro Test

    Preis/Leistungsverhältnis - 88%
    Aussehen - 90%
    Verarbeitung - 90%
    Haptik - 93%
    Kompatibilität - 82%
    Installation - 92%
    Zubehör - 86%
    Energieverbrauch - 90%

    89%

    Ergebnis

    Die SAMSUNG watch5 Pro ist ein starkes Stück Smartwatch und lässt kaum Raum für Nörgeleien. Die Hardware ist hochwertig - auch wenn der Prozessor noch der gleiche ist, wie beim Vorgänger-Modell - man hat nie das Gefühl, dass die Uhr zu lahm reagieren würde.. Das Display ist hell und scharf, der Akku mit fast 600 mAH fast schon riesig, das Gehäuse aus fast unkaputtbarem Titan, das Armband ist angenehm zu tragen und es gibt einige neue und ziemlich coole Features. In Verbindung mit der SAMSUNG Health App und der (nur mit SAMSUNG Smartphones nutzbaren) SAMSUNG Health Monitor App lassen sich fast alle Körperparameter überwachen. Aufgrund der langen Akkulaufzeit ist die Uhr auch für Ausdauersport und einen Wochenend-Trip geeignet. Beim Preis lohnt es sich fernab von der SAMSUNG Homepage nach Angeboten zu suchen - da kann man mindestens 100 € und mehr sparen. Da ist dann das Preis/Leistungsverhältnis durchaus in Ordnung. Das Aussehen ist sicher Geschmackssache - mir persönlich gefällt es sehr gut. Die Verarbeitung ist hochwertig - der Gehäusedeckel aus billigem Kunststoff trübt etwas das Gesamtbild und gibt einen kleinen Punktabzug. Die Haptik dagegen kann wieder überzeugen und gibt fast volle Punktzahl. Abzüge gibt es dagegen wieder im Bereich Kompatibilität, denn SAMSUNG kann es einfach nicht lassen bestimmte Funktionen nur mit Hauseigener Hardware zu ermöglichen. Installation, Koppelung und Verbindung mit dem heimischen WLAN ist dafür wieder sehr einfach und schnell erledigt. Das Zubehör ist mager: nur ein Ladepad - aber was soll man bei einer Uhr auch noch großartig an Zubehör beigeben - obwohl ein zweites Armband wäre ja mal was (das gab es auch schon und withings liefert mit der "HORIZON Scanwatch" auch ein weiteres Armband mit (sogar das Werkzeug um es anzubringen). Top ist die Uhr hingegen wieder beim Energieverbrauch - mit einem 590 maH Akku hat SAMSUNG den größten Akku in die Uhr gepackt, den Sie jemals für eine watch entwickelt haben. Zusammenfassend muss ich sagen, dass diese Uhr für mich eine klare Empfehlung darstellt.

    User Rating: 4.68 ( 4 votes)
  • Der SAMSUNG S22 Ultra Test.

    VIELLEICHT DOCH
    DAS BESTE
    SMARTPHONE DER WELT?

            <h3>Wieso doch wieder SAMSUNG?</h3>     
        <p style="text-align: justify;">Ja, ja - ich weiß.. ich habe SAMSUNG vor einiger Zeit abgeschworen, weil mir verschiedenen Dinge echt sauer aufgestossen sind. Doch irgendwie kam ich zum SAMSUNG S22 Ultra Test, wie eine Jungfrau zum Kind - nämlich über ebay Kleinanzeigen - und ich muss sagen, das schicke Teil in der Farbe Burgundy begeistert mich wie noch kein Smartphone davor.</p>
    

    Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass ich das HONOR Magic 4 Pro vor einiger Zeit getestet hatte?

    Die von allen Seiten ertönenden Lobeshymnen auf die „grandiose“ Kameraqualität machten mich (der es eigentlich besser wissen müsste) blind und deshalb erwarb ich das Teil – um es nach 2 Wochen wieder enttäuscht bei ebay Kleinanzeigen zu verhökern.

    direkt zum Inhalt:

    Es gab einfach zu viel, was mich an dem Honor gestört hatte. Das Magic UI Betriebssystem war eher halbherzig umgesetzt – viele ANDROID 12 Features fehlten – und dazu war die Kameraqualität im direkten Vergleich mit meinem S21 Ultra auch kein Quantensprung. Also weg damit und das Geld zurück auf’s Konto, um Bares für neuen Technik-Schnickschnack zu haben.

    Nun, wer das Käuferverhalten bei ebay Kleinanzeigen kennt, der weiss was für Nachrichten ich für ein Handy mit Zubehör im Wert von über 1.000 € bekam: „was ist unterste Preis“, „Gebe 300, hole sofort ab“, „tausche gegen eine Playstation“ und ähnliche nette Statements trudelten massenhaft ein. 


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    Doch es gab nach einer Woche einen Lichtblick: ein Käufer bot mir an, sein 3 Monate altes SAMSUNG S22 Ultra und zusätzlich die SAMSUNG Buds Pro gegen mein HONOR Magic 4 Pro, die Uhr und die Honor Earbuds zu tauschen.

    Eigentlich hätte ich lieber das Konto wieder aufgefrischt, aber da das bisher bei mir im Einsatz befindliche SAMSUNG S21 Ultra auch noch recht hoch bei ebay gehandelt wird, sagte ich zu. Der Käufer kam extra aus Kamp-Lintfort bis nach Dortmund – er war wirklich ein echter HONOR Fan. Am Ende waren wir beide glücklich, denn ein paar Tage später wurde ich auch das S21 Ultra für einen guten Preis los.

    Warum komme ich aber zu der blasphemischen These, dass das S22 Ultra das (vielleicht) beste Smartphone der Welt ist?

    Nun, es begeistert mich echt! Egal, ob es die Stift-Funktion oder das Betriebssystem ist, die Vielzahl an Funktionen, die Fotoqualität – alles ist einfach WOW!

    Das Äußere? Wohltuend schicker..

    Doch beginnen wir mit dem Äußeren dieses Schmuckstücks. Denn das S22 Ultra ist das einzige Smartphone von SAMSUNG das sich optisch von allen anderen Modellen der S21 und S22 Reihe unterscheidet. Und dazu muss ich anmerken, dass ich die Optik wesentlich moderner, unaufdringlicher und auch schicker finde.

    War der Vorgänger noch rundlich und sah aus, als hätte er ein paar Gehäuse-Gramm zuviel auf den Rippen, wirkt das S22 Ultra fast grazil – und das, obwohl im rechten Gehäuseteil noch der S-Pen versteckt ist.

    Dieser Stift soll uns jetzt im erstem Moment mal nicht interessieren – interessanter ist das SAMSUNG Cover, welches einige Features bei dem Smartphone aktiviert.

    Ein Cover? Mehr als nur das..

    Wo bei anderen Herstellern ein Cover zum Schutz des teuren Spielzeugs, einfach nur ein Cover ist, ist bei SAMSUNG ein Cover ein sinnvolles Zubehör, welches weitere Features im Betriebssystem aktiviert.

    So sieht man beim von mir eingesetztem ClearView Cover, im Always-On-Display – welches sich nun von der Größe und vom Platz an das Cover anpasst – die Uhrzeit mit einem von mir erstelltem Hintergrund, aber auch wenn beispielsweise jemand anruft. Der Clou dabei: ich muss das Cover gar nicht öffnen, sondern kann durch streichen auf das angezeigte Feld im Display-Fenster den Anruf entgegen nehmen.


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    Ebenso wird durch Einblendungen in das kleine Benachrichtigungsfeld auf Nachrichten hingewiesen. Das ganze ist schon sehr durchdacht – und die Optionen, die SAMSUNG zum konfigurieren anbietet sind so zahlreich, dass da bestimmt jeder User (und auch Poweruser) zufrieden gestellt wird.

    Wenn das Smartphone zum PC wird.

    Ein weiteres echt cooles Feature, welches ich in dieser Form so gar nicht kannte, ist die Möglichkeit einen großen Monitor mittels USB-C Anschluß an das S22 Ultra anzuschließen.

    Ich habe hier in meinem Büro 3 der HP Monitore aus dem Business Bereich (HP EliteDisplay E273q). Diese Monitore erkennen automatisch an welchem Eingang ein Video-Signal ankommt und schalten dann dementsprechend um (sofern nicht bereits eine andere Quelle einen Eingang belegt)

    Das Handy-Display schaltet dann automatisch um und aus dem Smartphone-Display wird ein Touchpad. Ebenso wird die Benutzeroberfläche des Smartphones auf den großen Monitor angezeigt. Wenn man dann noch eine Bluetooth-Tastatur mit dem Handy koppelt, ist das fast wie arbeiten am PC..

                                                            <img width="960" height="683" src="https://www.nerd-o-mania.de/wordpress/wp-content/uploads/2022/10/S22-Ultra-als-PC1200px-960x683.jpg" alt="" loading="lazy" />                                                         
        Bild oben: kaum ist das Kabel mit einem USB-C Anschluß eingesteckt meint das S22 Ultra zum PC mutieren zu dürfen. Microsoft hatte vor  knapp 8 Jahren schon mal die gleiche Idee mit dem Windows Handy - die Jungs hatten dafür damals den Namen "Continuum" gewählt. Die Idee war eigentlich gut - setzte sich aber nicht durch. Genausowenig wie das Windows-Handy.</p>       
            <h3>Vom Feinsten - die Kamera des S22 Ultra!</h3>       
        <p style="text-align: justify;">Doch kommen wir jetzt mal direkt zum wichtigsten Teil des S22 Ultra (jedenfalls für mich!) - die Kamera! Und die ist wirklich die Beste, die ich bisher bei meinen Smartphones einsetzen konnte.
    

    Echt jetzt – was die Eierköpfe von SAMSUNG da an tollen Features in die Kamera integrieren, da können sich alle anderen Smartphone-Hersteller mal eine dicke Scheibe von abschneiden. 

    Das liegt an der Kamera-KI, die so genial ist, dass man als User wirklich nur noch auf den Auslöser drücken muss – und selbst das nicht, denn die Kamera reagiert auch auf das Wort „Klick“ und schießt dann ein Foto.

    Ich habe mal gesagt: „wenn eine Handy-Kamera es schafft, den Mond vernünftig abzulichten, dann ist Sie für mich endlich gut genug!“..

    Bisher hat das noch keines meiner zahlreichen Smartphones geschaffft – bis auf das S22 Ultra!

                                                            <img width="960" height="627" src="https://www.nerd-o-mania.de/wordpress/wp-content/uploads/2022/10/der-Mond-fotografiert-mit-dem-S22-Ultra-1200px-e1664718159736-960x627.jpg" alt="" loading="lazy" />                                                         
        Bild oben: ein klarer Sternenhimmel, das SAMSUNG S22 Ultra und der optische 10fach Zoom und der Mond ist fast perfekt auf "die Platte gebannt". Damit habe ich den König der Fotohandys gefunden..</p><p style="text-align: justify;">Den Mond abzulichten ist toll und zeigt was für Qualitäten diese Kamera hat, doch damit sind die Möglichkeiten der Kamera noch lange nicht erschöpft. Sehr eindrucksvoll ist die Bildstabilisierung, an die Keines meiner bisher im Einsatz befindlichen Smartphones heranreicht. 
    

    Besonders bei großen Zoom-Stufen ist es fast atemberaubend, wie sich das Objektiv an das Motiv „krallt“, obwohl kaum jemand eine so ruhige Hand hat, dass er eine 50fache Vergrößerung wackelfrei über längere Zeit auf ein Motiv halten kann. Dies liegt sicher auch an der Steuerung der Kameralinse durch einen Elektromotor. Dieser Mikro-Gimbal gleicht das zittern von Händen spielerisch aus.

    Dass in der Foto-Abteilung Mechanik werkeln muss, merkt man, wenn man das Handy etwas schüttelt – dann hört man nämlich ein leichtes Rappeln. Ein Zeichen dafür, dass sich im Inneren bewegliche Teile befinden müssen..

    SAMSUNG S22 Ultra Test

    (Bild oben: von 1fach bis 100fachem Zoom im direkten Vergleich – für Gif Animation auf das Bild klicken. Der 100fache Zoom lässt schon Schwächen erkennen, es lässt sich aber noch mit viel gutem Willen auf dem Nummernschild das Wort „Audi Zentrum Dortmund“ entziffern. Allerdings darf man nicht vergessen, dass hier freihändig und ohne Stativ geschossen wurde.)

    Meine Lobeshymne auf die Kamera ist aber noch nicht beendet, denn es gibt noch so viel mehr Möglichkeiten mit der Kamera außergewöhnliche Aufnahmen und auch beeindruckende Videos zu machen.

    Das besondere an der SAMSUNG S22 Ultra-Kamera ist der „echte“ 10fach Zoom. Der ist in der Tat optisch – was bedeutet, dass dort keine Bildinformationen verloren gehen, wie beim digitalen Zoom, bei dem das Bild einfach nur vergrößert wird. SAMSUNG wirbt sogar mit einem 100fach Zoom – das ist zugegebenermaßen eher Sinnfrei, denn irgendwo ist auch bei der besten Handy-Kamera Schluss und das Ergebnis eines solchen Megazooms ist meistens etwas für den digitalen Abfalleimer.

    Es gibt aber echte Features, die einen durchaus in Erstaunen versetzen. Kaum richtet man das Objektiv der Kamera auf eine Zeitung oder ein anderes Druckerzeugnis, umfasst die KI das erkannte Objekt mit einem gelben Zieh-Rahmen mit Punkten und bietet Dir an durch klick auf scannen den Inhalt zu erfassen.

    SAMSUNG S22 Ultra Test

    (Bild oben: OCR am Handy – ja, das klappt richtig gut. Selbst verschnörkelte Schrift macht die Texterkennung ohne aus dem Tritt zu geraten)

    Das Bild und der komplette Inhalt wird dann begradigt und der Text in dem Dokument per OCR erfasst. Diese OCR-Erkennung ist so gut, dass selbst Kunstschriften erkannt werden. Ich habe bisher noch nicht einmal einen dermaßen erfassten Text korrigieren müssen

     

    Letztens konnte ich  die tollen Kameraqualitäten sogar sehr gut bei meinem Job gebrauchen. Alle Seriennummern der aufgestellten Monitore mussten in den Büroräumen des Quartiers erfasst werden, um die zu inventarisieren. 


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    Die ersten 2 Tage eierte ich mit meinem Laptop und einem kabelgebundenem Handscanner durch die Büros – es war eine elende Plackerei! Die Monitore mussten gedreht werden um Platz für den Handscanner zu haben, manche Etiketten konnte er nicht lesen, weil die Herstellerfirma reflektierendes Material für die Aufkleber benutzt hatte. Bei vielen mussten sogar die Kabel abmontiert werden, weil die so verlegt waren, dass Sie auf dem Schreibtisch nicht sichtbar sind und deshalb kein Spiel zum ziehen hatten. Dann erinnerte ich mich an mein S22 Ultra und den 10fachen optischen Zoom. Damit liessen sich die Seriennummern sogar vom Schreibtisch gegenüber bequem abfotografieren und in meine Inventarisierungsliste eintragen. 

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich jetzt schon ganz heiss auf das S23 Ultra bin, welches mit einer 200 Megapixel-Kamera und ohne den nur für einige EU-Länder gedachten und eher unbeliebtem EXYNOS Chip herauskommt – bzw. herauskommen soll.
    Doktor Nerd

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    Auch was die Videoqualitäten angeht ist das S22 ganz grosses Kino:  4K Videos (zwar nur mit 28 Bildern pro Sekunde – aber immerhin), die Möglichkeit Hochkantvideos aufzunehmen – ein Feature welches besonders von den ganzen TikTok-Anhängern gerne genutzt wird, aber auch Profi-Videos bei denen man sowohl die Video-Parameter vorgeben kann, als auch zusätzliche Mikrofone einbinden kann lassen sich erstellen.

    Dass sich auch Zeitraffer und Slow-Motion Filme erstellen lassen ist ebenfalls klar, oder? Ein weiteres Feature soll auch noch kommen: ein Zeitraffermodus für „Astrofotos“ ist in der Mache – also wahrscheinlich die Möglichkeit den Sternenhimmel im Zeitraffermodus einzufangen.

            <h3>Das One Ui - tatsächlich die Nummer 1 unter den Smartphone Betriebssystemen?</h3>       
        <p style="text-align: justify;">Gesteuert wird das alles von dem One UI Betriebssystem, welches in Version 4.1.1 letztens noch ein größeres Update mit einigen weiteren Kamera-Goodies bekam. Es basiert auf dem google ANDROID Betriebssystem und jeder Smartphone-Hersteller hat da mehr oder weniger Lust das Betriebssystem für den Anwender mit sinnvollen (und leider auch manchmal überflüssigen) Features zu versehen.</p>
    

    SAMSUNG macht hier vor, wie es optimal ist. Nicht nur, dass das Betriebssystem alle von google in die jeweils aktuellen OS-Versionen eingebauten Features implementiert hat – SAMSUNG bietet sogar etliche kostenlose Apps in dem eigenen Galaxy Store an, um das Betriebssystem noch stärker auf die eigenen Vorlieben anzupassen.

    Das Schweizer Messer um das SAMSUNG One UI „aufzubohren“ ist die App „GoodLock“. Die machbaren Änderungen gehen von animierten Startbildschirmen über blinkende Tastaturen bis zur Navigation mit Streichgesten. 

    Ich mag beispielsweise das darin enthaltene Tool „One Hand Operation +“ und die damit verbundene Möglichkeit, durch streichen über den Bildschirm beim Musik hören, zum nächsten oder aber auch vorherigem Titel zu springen.

    Doch damit ist noch lange nicht Schluß – es gibt in dem Tool noch etliches mehr zu entdecken. So lassen sich wie im unteren Bild gezeigt, die geöffneten Apps anders darstellen. 

    Der SAMSUNG S22 Ultra Test.

    Bild links: das kleine aber feine Tool „GoodLock“ von SAMSUNG (oder deren Entwickler) kann dein SAMSUNG Handy so aussehen lassen, wie Du es gerne möchtest.

    Es ist wirklich ersaunlich, was alles möglich ist. Hier ist das Tool „Task Changer“ im Einsatz und der User kann wählen, wie er sich die im Hintergrund laufenden Tasks anzeigen lassen will..

    Leute, wir müssen auch noch über die Buds Pro von SAMSUNG sprechen, denn wie oben bereits geschrieben, bekam ich zum SAMSUNG S22 Ultra auch noch die SAMSUNG Galaxy Buds Pro..

    Ich hatte bisher etliche in-Ear Kopfhörer im Gebrauch – keiner hat mich so überzeugt, wie die Buds Pro! Der Klang ist echt Super und für mich persönlich sind das die Ohrstöpsel, bei denen ich in keinem einzigen Moment das Gefühl hatte, dass die gleich aus den Ohren plumpsen, weil Sie nicht kilometerweit aus dem Ohr ragen wie die SONY WF-1000XM3, so fipsig leicht wie die SAMSUNG Buds Live oder man damit aussieht, als hätte man sich den Aufsatz seiner Zahnbürste versehentlich ins Ohr gerammt, wie bei den AirPods Lookalikes aus dem Hause HONOR – den Earbuds Pro.

    Das Gehäuse, das auch als Ladekapsel dient, ist angenehm abgerundet und vergleichsweise klein – damit passt es auch in meine enge Jeans-Hosentasche, wenn ich stundenlange Powermärsche mache. Die Ladekapsel braucht man aber meistens gar nicht, denn selbst 3 Stunden und länger halten die Akkus der Ohrhörer durch. Das kommt auch etwas auf die Lautstärke beim Hören an.

    Das SAMSUNG S22 Ultra im Test

    Preis/Leistungsverhältnis - 89%
    Aussehen - 94%
    Verarbeitung - 90%
    Haptik - 91%
    Kompatibilität - 92%
    Installation / Ersteinrichtung - 91%
    Zubehör - 91%
    Energieverbrauch - 61%

    87%

    Gesamtergebnis

    Das SAMSUNG S22 Ultra überzeugt auf der ganzen Linie. Hier stimmt alles - zumindest macht es kein Mitbewerber besser! Optik und Haptik stimmen, die Verarbeitungsqualität ist auf höchstem Niveau. Der Preis ist hoch - aber für das, was geboten wird angemessen. Mit einem Early Bird Angebot lässt sich sich sicher der eine oder andere Hunderter einsparen. Die Kompatibilität ist mit Windows Rechnern gewährleistet - man scheint da mit Microsoft zusammen zuarbeiten. Jedenfalls lassen einige Hinweistexte in den Apps darauf schließen. Mittels der Microsoft App "Smartphone-Link" kann man übergreifend arbeiten. Die Installation, bzw. das klonen eines vorhandenen Handys funktioniert ebenfalls sehr gut. Hier haben alle Hersteller Ihre Hausaufgaben gemacht. Das Original-Zubehör aus dem Hause SAMSUNG ist leider etwas teuer - da können andere Vertriebskanäle sinnvoller sein.. Der einzige Kritikpunkt ist der Akku - bzw. dessen Laufzeit. Für solch ein Business-Arbeitstier ist die Leistung zu schwach. Man kommt damit kaum über den Tag. da die Ladegeschwindigkeit auch nicht grade vom Hocker haut, wäre hier ein Punkt für Verbesserungen..

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  • Der Fall SAMSUNG: ist Fakten weglassen das gleiche wie Lügen, oder journalistische Freiheit?..

    ..oder: wenn Blogger Menschen in der Abhängigkeitsfalle sind, wird die Wahrheit häufig verzerrt..

    Hidiho liebe Community! Wie steht es bei euch eigentlich so mit der Liebe zur Wahrheit? Seid Ihr immer ehrlich? Oder flunkert Ihr auch schon mal, wenn es euch zugute kommt? Lügt Ihr vielleicht im Berufsalltag auf Anweisung der Firma einen Kunden an, der auf Ware wartet – sagt ihm, dass der Wareneingang wahrscheinlich heute im Zentrallager eintrifft, und er bevorzugt beliefert wird – obwohl ihr genau wisst, dass die Ware in China noch gar nicht in der Produktion ist und nicht vor 4-5 Wochen versandt werden kann?

    Und ist Fakten weglassen, das gleiche wie lügen – nur die sanfte Version? Darum soll es heute hier gehen.

    Der Fall SAMSUNG: ist Fakten weglassen das gleiche wie Lügen, oder journalistische Freiheit?..(Bild links: das neue SAMSUNG S22 Ultra. Das geilste Smartphone des Planeten, oder? Tja, die einen sagen so, die anderen so..)

    Wie komme ich ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt auf das Thema lügen vs. Wahrheitsliebe?

    Man könnte meinen, dass es mit der aktuellen politischen Lage in der Ukraine zusammenhängt – oder mit der Aufarbeitung des Sturms auf das Capitol unter Trump?

    Nein, diese Themen haben nur rudimentär damit zu tun, obwohl auch hier hinter jeder Lüge die Gier nach Macht und finanziellen Interessen steht und ich sowohl beim dunklen Parabelritter, wie auch in der ZDF Mediathek dazu beängstigende Videos fand. Doch das soll hier wie gesagt, nicht das Thema sein, denn im Kern unterscheiden sich Putin, Trump und Co. nicht von großen Unternehmen – denn auch die manipulieren die Wahrheit zu einem Zerrbild in dem die eigenen Interessen eindeutig den Vorrang haben. Oder glaubt Ihr den Scheiss mit dem Umweltbewußtsein und der Nachhaltigkeit bei der Produktion wirklich?

    Fakt ist: “eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden – dann wird Sie irgendwann zur Wahrheit..”. Dieses simple Schema machen sich Diktatoren auf diesem Planeten schon seit ewigen Zeiten zu nutze, um einen Grund für Kriege, Genozid und andere Verbrechen zu rechtfertigen. Wie war das mit den Massenvernichtungswaffen die Saddam Hussein “bewiesenermaßen” gehabt haben soll? Es war der Auslöser für “Desert Storm”. Bei jedem Krieg sterben unschuldige Menschen. Das vergessen viele gern.

    Wie war das mit dem Märchen der gestohlenen Wahl  in den USA, als Trump versuchte in einem Handstreich an die Macht zu kommen, indem er seine Anhänger so anstachelte, dass man das Capitol stürmen wollte. Auch hier starben unschuldige Menschen auf beiden Seiten, deren einziger Fehler es war so dumm zu sein, den Lügen eines Psychopathen zu glauben. Die Geschichte zeigt uns doch leider auch, dass man damit straflos durchkommt. Oder wie kann es sein, dass Donald Trump immer noch auf freiem Fuß ist – schlimmer noch, er sich schon wieder mit seinem dümmlichen Grinsen zur Wiederwahl aufstellt um erneut zu versuchen, Amerika in eine Diktatur zu verwandeln – diesmal dann vielleicht sogar mit Erfolg und mit Hilfe der nicht wenig zahlreichen rechtsradikalen Republikaner? Denn wieso konnte man nach dem fast Putsch-Versuch beim Impeachment-Verfahren keine 2/3 Mehrheit bekommen? Nur, weil es verbohrte Republikaner gab, die genauso denken wie Trump. Ein Impeachment-Verfahren hätte aber davor bewahrt Trump erneut im weißen Haus zu sehen.

    Na, und die immer noch zahlreichen Schwurbler, die immer noch draußen rumrennen, mit Ihrem Ruf nach Freiheit und weg von der “Merkel-Diktatur” – ihr merkt: dumme und mit Lügen leicht beeinflussbare Menschen findet man auch direkt vor der eigenen Haustür – man muss dafür nicht mal in andere Länder reisen um Vollidioten zu finden..

    Oder glaubst Du wirklich, dass die Märchen, die Putin uns zur Begründung des Krieges gegen die Ukraine auftischt wahr sind? Dann solltest Du auch mal lieber anfangen ein Plakat zu malen und dir einen Eimer über den Kopf stülpen…

    Die Weltpolitik wollen wir aber hier verlassen, denn es geht um einen anderen Krieg, bei dem zwar keine Menschen sterben, sondern die Wahrheit. Das ist ja auch ein altes Zitat: “Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst..”. Und es geht um Geld – UM VIEL GELD!!

    Den Anstoß zu diesem Beitrag gab nämlich eigentlich ein Video von Mrwhosetheboss. Das habe ich hier unten verlinkt. Das Video ist auf Englisch – sollte aber verständlich sein:

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Es gibt – ja, wer hätte das gedacht –  auch eine nicht so schöne Kehrseite für uns Blogger. Da ist es völlig egal, ob es Tech-Blogger oder Blogger aus anderen Sparten sind – es betrifft wahrscheinlich alle: Unternehmen versuchen, oder besser nehmen Einfluss auf den Inhalt der Blogbeiträge, bzw. der Videos von YouTubern um negative Fakten zu verschleiern! Das Druckmittel sind finanzielle Strafen wegen Vertragsverletzungen oder Sperren.

    Es wird gezielt vorgegeben, was gesagt werden darf, welche Features gezeigt werden dürfen und, und, und..

    Nicht nur das – Zitate, die von den erfolgreichen YouTubern genannt werden, sind zum Teil aus dem Zusammenhang gerissen – die Bitte an die Unternehmen, diesen Text wieder von der Webseite zu entfernen wird abgelehnt (im oben verlinkten Video ab Minute 10:40). Auf der anderen Seite ist man auf Herstellerseite direkt angepisst, wenn es Vergleichstest des Produktes mit anderen Herstellern gibt und das eigene Produkt da mies abschneidet. Dann kommt sofort die Aufforderung, das Video von YouTube zu entfernen.

    Leider fällt auch hier häufiger der Name SAMSUNG – und vielleicht ist euch ja aufgefallen, dass momentan überall die Werbung für das neue SAMSUNG Galaxy S22 Ultra omnipräsent ist – egal ob im TV, in google Discover  oder auf YouTube – überall prahlt SAMSUNG mit den tollen neuen Features der Kamera.. ich sage nur “Nightographie” oder sollte ich sagen ”Nichtsographie”?.

    Der Fall SAMSUNG: ist Fakten weglassen das gleiche wie Lügen, oder journalistische Freiheit?..(Bild links: DXO-Mark hat es getestet – Uuups… nur auf Platz 10? Ein echter Sportler sagt: Platz 2 ist schon der 1. Verlierer! Dass sowohl XIAOMI als auch HUAWEI mit den letztjährigen Top-Modellen weit vor SAMSUNG landen zeigt, dass die Kamera die Lobeshymnen, die SAMSUNG über die rausposaunt, bei weitem nicht verdient. Quelle: DXO Mark)

    Aber wie passt dann dazu der Testbericht von DXO-Mark? Dort landet das S22 Ultra nur auf einem mäßigen 10. Platz. Das ist weit hinter den letztjährigen Topmodellen von HUAWEI und XIAOMI und nur einen Punkt (131 zu 130) vor dem im Jahr 2020 erschienen Apple iPhone 12 Pro Max. Kann man dann das aktuelle Top-Modell als solches bezeichnen? Und wieso schreiben die meisten Tech-Blogger, dass die Kamera toll ist?

    Ja nun.. Es gibt da einen alten Spruch meiner Oma: “wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe..” – ich glaube, den Sinn muss ich nicht erklären, oder?

    (Bild rechts: Fast wie ein Fotostudio – wenn es denn die App gibt. Oder es gibt Sie, wird aber für das letztjährige Topmodell nicht angezeigt, obwohl die Kameras bis auf minimale Unterschiede identisch sind..)

    Der Fall SAMSUNG: ist Fakten weglassen das gleiche wie Lügen, oder journalistische Freiheit?..Dass SAMSUNG äußerst bedenkliche Wege geht um nur immer das neueste Modell zu verkaufen, hatte ich ja schon in früheren Beiträgen angesprochen. Aktuell erkennt man dies auch an folgendem Feature, welches auf der SAMSUNG Produktwebseite für das neue Top-Modell S22 Ultra beworben wird, aber für das letztjährige Top-Modell, dem S21 Ultra nicht zum Download verfügbar ist: die “Expert RAW” Kamera App.

    Die ist für das S21 Ultra weder in SAMSUNG Store noch auf Google Play verfügbar. Nichtsdestotrotz gibt es diese App, bzw. die .APK Datei dort zum Download – und auch nicht erst seit erscheinen des S22 Ultra, sondern schon länger.

    Versucht man Sie zu installieren, bekommt man die Meldung, dass diese App nicht mit meinen SAMSUNG Produkten kompatibel ist.

    Abhilfe schafft nur das installieren über Umwege. Aber eben nicht über die offiziellen Plattformen, sondern nur über Hintertüren. Und ein “normaler” User scheut sich eventuell diesen Weg zu gehen um die App von nicht SAMSUNG Webseiten zu laden.

    Ein weiterer Bug betrifft das Display. Vermehrt schreiben User, dass sich farbige Streifen auf dem Display zeigen. Die gehören da natürlich nicht hin. Ob es ein Software-Bug oder Hardware-Bug ist oder nicht, wird noch geprüft.

    Damit nicht genug: der nun beiliegende S-Pen hat mehr Funktionen, als der für das letztjährige Top-Modell S21 Ultra. Auch hier gibt es zwar – und zwar NUR – bereits im S21 Ultra die Unterstützung für den S-Pen, ebenso wie eine spezielle Original-Hülle von SAMSUNG mit dem Pen, aber die Funktionen sind halt sehr beschnitten. Da fragt man sich als User doch: “WIESO?”

    Nach meinen schlechten Erfahrungen mit SAMSUNG werden die neuen Features auch wohl nicht in die ANDROID-Betriebssystemupdates des Vorgängers implementiert werden. Das letztjährige Top-Modell ist also quasi schon wieder eine alte Schorke bei der man froh sein muss auf ebay noch hundert Euro dafür zu kriegen – schneller kann man sein Geld echt nicht verbrennen..

    SAMSUNG verbaut – falls Ihr das nicht wusstet – in seinen Smartphones unterschiedliche Prozessoren. Für Europa wird die hauseigenen EXYNOS CPU verbaut, im Rest der Welt kommt QUALCOMM zum Einsatz. Schon beim letzten Top-Modell dem S21 Ultra vermutete man, dass die miesen Kamera-Ergebnisse (damals nur Platz 21 beim DXO Mark) mit dem EXYNOS Chip zusammen hängen würden. Auch das diesjährige Top-Modell S22 Ultra fährt wieder zweigleisig. Wo andere Teile der Welt bereits den aktuellen Top-Chip QUALCOMM Snapdragon 8 Gen 1 serviert bekommen, verlötet SAMSUNG immer noch fröhlich in Europa sein Eigengewächs in die Smartphones. Besonders für Gamer dürfte das eine schlechte Nachricht sein. Je nach Benchmark ist die GPU des Qualcomm bis zu 50% schneller.

    Es gibt aber noch mehr Negatives zu berichten – wenn ich schon mal dabei bin. Wie ich ja auch in meinem SAMSUNG Galaxy S21 Ultra Test geschrieben habe, beschränkt man sich bei SAMSUNG beim Lieferumfang auf das absolut notwendigste. Auf ein Ladegerät wird “zwecks Ressourcenschonung des Planeten..” (HAHAHA! .. ich muss echt lachen, wenn ich das lese..) verzichtet.

    Der Fall SAMSUNG: ist Fakten weglassen das gleiche wie Lügen, oder journalistische Freiheit?..Toll, dass es extra für das S22 Ultra nun ein 45 Watt Ladegerät gibt. Damit kann man sein tolles neues SAMSUNG Smartphone in Windeseile aufladen – glaubt man der SAMSUNG Webseite. Nur dumm, dass es absolute Geldverschwendung ist, es zu kaufen. Denn nachdem sich einige Käufer wunderten, warum das laden mit 45 Watt so lange dauert, wurde mal nachgeprüft: die 45 Watt liegen nur kurze Zeit an – danach lädt das Ladegerät mit 35 und kurz darauf sogar nur noch mit 25 Watt – also auf dem Niveau jedes billigen Netzteils. Die Zeitersparnis beträgt nur maximal 5 Minuten bei einer kompletten Ladung.

    Dazu passt der ganze Auftritt der SAMSUNG Webseite. Fast hinter jedem in riesigen Lettern angepriesenem Feature stehen winzige Ziffern, zu denen man erst stundenlang runterscrollen muss, um dann lesen zu dürfen, dass dieses Feature je nach Land, Farbe, Ausstattung, Geschlecht, Haarfarbe oder Stand der Sonne, eventuell, vielleicht oder unter Umständen nicht zur Verfügung stehen könnte. WAS SOLL DAS? Wenn ich Produktinformationen suche, dann will ich nicht die Ausschlusskriterien, die mich vom Kauf abhalten könnten, erst mit der Lupe suchen müssen, sondern auch die müssten übersichtlich und in akzeptabler Größe angezeigt werden. Wörter wie „eventuell“, „vielleicht“, „unter Umständen“ und ähnliches will ich nicht lesen. Ich will klipp und klar wissen, ob die Funktion bei mir funktioniert oder nicht. ENDE! Für mich ist so etwas eine Vorstufe der Verbrauchertäuschung.

    Wie steht es mit euch? Brennt Ihr darauf, das neue tolle S22 Ultra zu besitzen – euch an den geilen Features zu erfreuen, eure Einrichtung und Bekleidung stylisch an die schicken Farben eures neuen Lieblings-Smartphones anzupassen – oder ist es euch auch “tu matsch..”?

    Was meint Ihr? Sollten sich Blogger darauf beschränken nur “politisch korrekt” zu berichten – nur Vorteile eines Produktes aufzeigen und negative Dinge unter den Tisch fallen zu lassen, um von den Unternehmen besser gerankt zu werden – was natürlich finanziell von Vorteil wäre – letztlich beschwert sich ja kein Kunde bei den Bloggern und YouTubern, bei einem eventuellen Fehlkauf, sondern wenn beim Support des Herstellers. Na, und wie der abläuft, da kann ich euch ein Lied von singen. Oder würdet Ihr lieber die schonungslose Wahrheit lesen – auch wenn es euch vielleicht davon abhält etwas zu kaufen, auf das Ihr eigentlich euer Auge geworfen habt?

    Oder glaubt Ihr eventuell sogar, ich will SAMSUNG nur schlecht machen, weil ich mich über deren Produktpolitik ärgere? Lasst mir ruhig eure Meinung da – ich freue mich über jeden konstruktiven Beitrag..

  • Auf Nimmer Wiedersehen SAMSUNG – auf diesem Blog in Zukunft nicht mehr!..

    ..oder: wie ein Global Player Support, Nachhaltigkeit und Verkaufspraktiken interpretiert, hat Konsequenzen..

    HidiHo liebe Community! Oder auch: „Auf Nimmer Wiedersehen SAMSUNG“ – denn Heute gibt es mal einen Beitrag, der sich gewaschen hat – beim lesen werden einige verdutzte Gesichter machen: ist diese Geschichte doch fast etwas für eine Comedy Sendung – wenn es mich nicht selber betroffen hätte..

    Und vielleicht würde ich sogar ein Auge zudrücken, wenn der Global Player SAMSUNG – denn um den geht es hier – sich nicht in den letzten 2 Jahren immer mehr auf das Niveau einer Hinterhof-Autoschrauberbutze herunternavigiert hätte – Nein, noch schlimmer: Jeder schmierige Karossen-Panscher, der einen nach einem 3fachen Salto Mortale verunfallten Totalschaden die glatt gebügelte und zu 50% aus Spachtelmasse bestehende Karosse als Unfallfrei verkauft, verdient dagegen einen Orden mit der Aufschrift: “Verkäufer Ihres Vertrauens”..

    Doch dröseln wir mal chronologisch auf, warum ich Produkte von SAMSUNG nicht mehr käuflich erwerbe, um hier auf meinem Blog das Testergebnis zu veröffentlichen und auch generell dem Hersteller ein schlechtes Zeugnis ausstelle:

    (Zur Info: Das was ich teste, kaufe ich auch selber – von daher geben alle meine Tests, Reviews und Meinungen meine eigene ungeschönte, aber auch ehrliche Meinung wieder. Und die ist nicht uneingeschränkt positiv schöngefärbt, um es mir nicht mit dem Hersteller zu vermiesen, um dann – quasi zur Strafe – keine weiteren kostenlosen Test-Exemplare mehr zur Verfügung gestellt zu bekommen)

    Auf Nimmer Wiedersehen SAMSUNG – auf diesem Blog in Zukunft nicht mehr!..(Bild rechts: meine Produkte sind zu sehen – meine Rechnungen will mir SAMSUNG aber nicht zeigen. Klar, Datenschutz ist ja wichtig. Aber wieso kann ich dann die Seriennummern sehen und warum kann ich mein Profil bearbeiten? Die Logik dahinter hinkt ja wohl ganz schön..) 

    • seit Juli 2018 war ich stolzer Besitzer der HUAWEI Smartphones. Zuerst war das P20 Pro Bestandteil meines Equipments (Test hier). Ein Jahr später – also August 2019 rüstete ich auf: das HUAWEI P30 Pro ersetzte das Vorgängermodell. Mit diesem Top-Handy war ich wunschlos glücklich. Das was mir an einem Smartphone am wichtigsten ist – die Kamera – war überragend. Zu der Zeit kaufte ich auch meine erste SAMSUNG Smartwatch: die Gear S3 frontier. Diese Uhr funktionierte noch ohne Einschränkungen mit der Health-App von SAMSUNG. Alles hätte also so schön sein können..
    • doch im August 2020 kaufte ich die Samsung Galaxy Watch3 (Test und weitere Infos dazu hier) – und damit fingen meine Probleme mit SAMSUNG und der äußerst rigiden und Kundenunfreundlichen Produktpolitik an. Der Kaufentscheid für die neue Smartwatch waren die zusätzlichen Gesundheits- und Körpersensoren. Lt. Aussage SAMSUNGS sollte sowohl eine EKG Funktion, Blutdruckmessung wie auch Sturzerkennung problemlos mit anderen Smartphones funktionieren. Auch aufgrund dieser (im nachhinein falschen) Aussage kaufte ich diese Uhr.
    • Die EKG-Funktion und Blutdruck-Funktionen waren am Anfang nicht in Deutschland zugelassen sondern wurde noch von den zuständigen Gesundheits-Behörden geprüft. Da kann ich SAMSUNG nun keinen Vorwurf machen. Doch der Pferdefuß kam später: als die Zulassung mit Verspätung dann endlich kam, wurde diese nur für Smartphones von SAMSUNG frei gegeben. Auch dazu hatte ich zu dem Zeitpunkt (im Februar 2021) einen Blogbeitrag geschrieben. An die vorige Aussage, dass dieses Feature auch auf Smartphones anderer Hersteller angezeigt werden könnte, wollte sich bei SAMSUNG plötzlich niemand mehr erinnern.
    • Zähneknirschend verkaufte ich das HUAWEI P30 Pro und kaufte im April 2021 das Smartphone Top-Modell von SAMSUNG – das S21 Ultra, eigentlich aber nur, damit ich dieses für mich wichtige Feature der Herzfunktionsüberwachung nutzen konnte. Und auch, weil nur das Top-Modell auch eine Top-Kamera haben sollte. Doch die ersten Kameratests zeigten schon, dass dieses S21 Ultra nicht mit der überragenden Kamera des HUAWEI P30 Pro mithalten konnte. Diverse softwareseitige Nachbesserungen des Herstellers verbesserten zwar das Kameraergebnis marginal – ließen das Top-Modell von SAMSUNG aber nicht mal annähernd in die TOP-Ten des renommierten DxOMark vorrücken.
    • Im August 2021 wurde die neue Galaxy Watch 4 veröffentlicht. Natürlich hatte auch diese Uhr wieder neue Funktionen: unter anderem eine Schlafapnoe-Erkennung die aus den Werten der Blutsauerstoffmessung und dem mit (natürlich nur mittels dem Mikrofon eines unterstützten SAMSUNG Smartphones) aufgenommenen schnarchen des Schläfers aussagekräftige Werte zur Schlafqualität errechnen konnte. Auch mit der neuen Watch4 versucht SAMSUNG die Kunden zu nötigen, ein Smartphone aus eigenem Hause zu kaufen. Dass es technisch kein Problem wäre, diese Funktion auch auf Smartphones anderer Hersteller zu ermöglichen, haben die Entwickler der XDA-Developers hier dokumentiert.
    Dass es möglich ist genau andersrum zu agieren zeigt zum Beispiel withings mit deren Körperwaage: Am Anfang hatte diese Waage die Möglichkeit der Pulswellengeschwindigkeit eingebaut, musste die aber aus rechtlichen Gründen deaktivieren. Später wurde diese nicht nur wieder freigegeben, sondern seit ein paar Monaten gibt es auch die Möglichkeit das Gefäßalter zu bestimmen – alles mit der gleichen unveränderten Hardware. Da kann sich SAMSUNG mal eine Scheibe von abschneiden!
    • Die Uhr von mir – obwohl aus dem Jahr zuvor, hat ebenfalls die Sensoren für die Blutsauerstoffmessung und das SAMSUNG Smartphone Topmodell habe ich auch. Trotzdem wurde diese Funktion wieder nur dem neuesten Smartwatch Modell vorbehalten. Ein Anfrage meinerseits an den Support wurde lapidar abgetan mit der Aussage, dass diese Mess-Funktion nur manuell durchgeführt werden könnte – was absoluter Quatsch ist, denn softwaremäßig wäre es ein leichtes diese Funktion freizuschalten. Zu diesem Fauxpas habe ich bereits seinerzeit einen Artikel veröffentlicht.
    • doch das war noch nicht das Ende negativer Erfahrungen mit SAMSUNG und der rigiden Verkaufspolitik, denn das nächste verständnislose Kopfschütteln trat bei mir auf als ich im November 2020 das SAMSUNG Tablet S7 kaufte – auch dies hatte ich im Test. Eigentlich nur als Bedienhilfe für die Kenwood Cooking Chef XL gedacht um damit Rezepte vom Tablet an die Kenwood zu schicken, kam ich auf die absurde Idee, die SAMSUNG Health-App auf das Tablet zu installieren. Auf einem großen Tablet Display würden die zahlreichen Infos wohl besser dargestellt werden, als auf einem kleinen Handy-Display. Doch weit gefehlt: die App wurde gar nicht erst im Shop angezeigt, denn Sie ist nicht für das Tablet frei gegeben. Dazu gibt es folgenden Hinweis in der SAMSUNG Community. Findige Entwickler haben aber die .APK-Datei zum Download bereitgestellt. Anhand des Fotos kann man sehen, dass diese App eben doch ohne Probleme auf einem Tablet läuft.
    • Etwas, was mich nicht selbst betraf, aber ein weiteres Puzzle-Steinchen war um mir ein Bild dieses Herstellers zu machen, ist folgende Geschichte, die für SAMSUNG wohl rechtliche Konsequenzen haben wird. Man kann von der Sache halten, was man will – aber wäre ich Hersteller würde ich NIEMALS versuchen einem Kunden ein minderwertigeres Produkt als das ausgepreiste anzudrehen. Im Gegenteil: grade jetzt, wo die Veröffentlichung des S22 unmittelbar bevorsteht, würde ich Größe zeigen und das benötigte Kontingent dort abzweigen und an die Kunden verteilen.

    Das, was Du bisher gelesen hast, war aber nur eine Einstimmung auf das folgende Desaster. Bleib stark! Was nun kommt, lässt Dir die Haare zu Berge stehen – Versprochen!

    Auf Nimmer Wiedersehen SAMSUNG – auf diesem Blog in Zukunft nicht mehr!..(Bild links: von wegen, die Health App von SAMSUNG ist nicht für das Tablet aus eigenem Haus geeignet. Die läuft sogar sehr gut. Natürlich kann Sie sich nicht mit der Uhr verbinden – dass muss Sie aber auch nicht. Die Synchronisation läuft ja über den SAMSUNG Account, und auf den kann ich aus dem heimischen WLAN zugreifen)

    Mir reichte es nun – ich wollte mich von meiner sämtlichen SAMSUNG Hardware trennen, benötigte als Eigentumsnachweis aber dafür die Rechnungen. Dafür loggte ich mich auf meinem SAMSUNG Account ein, sah meine Produkte und schaute in meine Kundenhistorie um die Bestellungen und die damit verbundenen Rechnungen herunterzuladen.

    Ich klickte mich durch die Webseite und fand zwar eine Übersicht meiner Produkte – immerhin 9 Stück an der Zahl – aber die einzigste noch vorhandene Rechnung war die meines letzten Kaufs: ein Silikon-Cover mit S-Pen für das S21 Ultra.

    Doch wo waren die Rechnungen des ganzen Rests abgeblieben?

    Auf der Mitte der Seite gab es einen Hinweis:

    Du hast deine Bestellung vor dem 14.07.2021 platziert?
    Dann bitten wir dich folgenden Link zu verwenden: https://www.samsung.com/de/web/old-order-search

    Zu dumm, dass man auf der Seite zwingend die Bestellnummer eingeben musste um weiterzukommen – denn die war natürlich – genau wie die Rechnungen – nicht mehr unter meinem Kundenkonto zu finden.

    Bis dahin war ich noch guten Mutes, dass es nur eine email benötigen würde, um die Rechnungskopien zu bekommen. Also schrieb ich eine Mail an den SAMSUNG Support. Was nun geschah, kann als Lehrbeispiel für den SJGS (schlechtesten jemals geleisteten Support) herhalten.

    Am Samstag, 25. Dezember 2021 um 08:52 PM schrieb ich an den SAMSUNG Support (im folgenden Verlauf sind alle Namen entfernt worden und alle Daten anonymisiert worden):

    Betreff: Rechnungskopie Tablet S7 und Tastatur SM-T870

    Hallo Support-Team, aufgrund der Umstellung eurer Webseite sind fast alle Kaufdaten von mir nicht mehr verfügbar. Wer kommt denn auf so einen Blödsinn?

    Da ich sowohl mein Tablet SAMSUNG Galaxy S7 (SM-T870 – Seriennummer: x9x9x9x9) wie auch die von mir später erworbene Tastatur EF-DT870 (SN: X9X9X9) verkaufe, benötige ich den Eigentumsnachweis in Form der Bestellunterlagen oder der Rechnung. Das Kaufdatum müsste so um den Oktober bis November 2020 sein..

    Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüßen [Signatur]

    am gleichen Tag bekam ich die Bestätigung, dass die Mail bei SAMSUNG angekommen war und schnellstens bearbeitet werden würde – so weit, so gut, dachte ich.

    Am 28.12.2021 bekam ich eine Antwort vom Support:

    Hallo XXX, vielen Dank für deine Mail!

    Bitte entschuldige die verspätete Antwort, aktuell erreicht uns ein sehr hohes Aufkommen an Anfragen, welches wir versuchen so schnell wie möglich zu bewältigen. Schick uns bitte deine Bestellnummer (die fängt mit DE211 an) damit wir dir die Rechnung nachschicken können.

    Herzlichen Dank und bleib gesund!

    Freundliche Grüße aus Schwalbach

    Das war zwar nett – aber die Bestellnummer hatte ich ja nicht. Hätte ich Sie, dann hätte ich Sie ja schon auf der Webseite, die ich ein paar Tage vorher besucht hatte eingegeben. Diese Mail war also nicht hilfreich. Ich schrieb also am gleichen Tag noch zurück:

    Hallo, das ist ja das Problem!

    Woher soll ich die Bestellnummer wissen, wenn es zu meinen in meinem Account aufgeführten Geräten keine Daten mehr gibt, die älter sind als 6 Monate? Genau deshalb habe ich ja die Seriennummer mitgeschickt. Ich bitte nochmals höflich um Übersendung der Rechnungen – gerne als PDF per mail.

    Mit freundlichen Grüßen [Signatur]

    Auch hier bekam ich am gleichen Tag die Eingangsbestätigung und den Hinweis, dass sich die Mitarbeiter darauf freuen mein Problem zu lösen – na dann kann ja nix mehr anbrennen, oder? Ja, denkste.. Bereits am gleichen Tag, dem 28.12.2012 bekam ich eine Antwort:

    Hallo Herr XXX, bitte entschuldigen Sie die verzögerte Antwort.

    Unsere Aktionen erfreuen sich größter Beliebtheit! Deshalb erreicht uns ein hohes Aufkommen an Anfragen. Leider kann ich mit Ihren Serien-nummern keine Bestellung auffinden. Wir brauchen Ihre Bestellnummer oder z.B. den Vor-und Zunamen mit dem Sie die Bestellung getätigt haben.

    Ich hoffe Ihr Anliegen damit zufriedenstellend gelöst zu haben und freue mich über Ihre positive Bewertung zu meiner Person am Ende der E-Mail.

    Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit. Falls Fragen offengeblieben sind, antworten Sie einfach auf diese E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir sind für Sie da! Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Weihnachtszeit.

    Freundliche Grüße aus Schwalbach

    Ab dieser Mail möchte ich ein paar Dinge anmerken, weil da Dinge stehen, die m.E.n im Support gar nicht gehen und die mir als Kunde auch – sagen wir es ganz klar – scheißegal sind! Am 28.12. ist die Weihnachtszeit vorbei – da sollte man mal die Textbausteine langsam anpassen. Gut, möglicherweise ist die zentrale IT nur während der Weihnachtszeit knapp besetzt um das zu ändern und das ist auch nur eine Kleinigkeit.

    Es interessiert mich aber ganz sicher nicht, ob der Support in Arbeit untergeht, der Web-Shop geräubert wird oder Schwalbach in Flammen steht! Ich habe als Kunde ein verdammtes Problem und das will ich gelöst bekommen. ENDE! Auch dass wieder auf die Bestellnummer verwiesen wird, bei der schon vorher klar ist, dass ich die nicht habe, ist Blödsinn und zeigt, dass hier jemand bei der Arbeit gar nicht nachdenkt. Und der Hinweis auf alternativ den Vor und Zunamen? Sorry! Liest der Supporter die Mails nicht? Hätte der mal einen Blick in die Signatur geworfen, die am Ende der Mail steht, wäre die Frage überflüssig. Scheinbar nicht, und selbst wenn die Mail-Signatur nicht zwangsläufig auch der Käufer sein muss, dann hätte ich – um mich nicht als Volldepp zu outen – an seiner Stelle den Satz so formuliert: “Ist der Name in der Signatur, der, unter dem Sie die Produkte bestellt haben? Oder wurde das unter einem anderen Namen bestellt? Geben Sie mir doch bitte kurzes Feedback, dann werde ich mich persönlich darum kümmern.“

    Wenn nach einer solchen Nichtleistung dann der Satz kommt: “Ich hoffe Ihr Anliegen damit zufriedenstellend gelöst zu haben und freue mich über Ihre positive Bewertung zu meiner Person am Ende der E-Mail.”, ist das eine pure Frechheit!
    Doch es wurde noch schlimmer:
    Zwar schon mit 180 Puls, aber noch höflich, schrieb ich einen Tag später – es war der 29.12.2021 folgende Mail zurück:

    Hallo lieber Support,

    der Name unter dem bestellt wurde, ist der gleiche wie in der email-Signatur: [Signatur]

    Auch hier bekam ich am gleichen Tag die Eingangsbestätigung – dafür dauerte die Beantwortung nun schon länger. Am 8.1.2022 bekam ich wieder eine Mail vom Support:

    Hallo XXX, vielen Dank für deine Mail!

    Wir entschuldigen uns für die verzögerte Antwort. Unsere Aktionen erfreuen sich größter Beliebtheit! Deshalb erreicht uns ein hohes Aufkommen an Anfragen.

    Die Rechnung zu deiner Bestellung können wir dir nur für das Bestellte Silicone Cover für das Galaxy S21 Ultra 5G senden, wir haben mit diesen Daten nur diese Bestellung gefunden. Wir würden dir gerne helfen aber leider finden wir diese Bestellung nicht.

    Hast du keine Rechnung früher bekommen auf deine Mail mit der Bestellungsnummer?. Danke im Voraus auf deine Antwort, Verständnis und Geduld.

    Den Status und deine Rechnung kannst du alternativ auch ganz einfach und bequem über den folgenden Link abrufen: https://shop.samsung.com/de/mypage/orders

    Falls du den Link nicht öffnen kannst, kopiere ihn bitte in die Adresszeile eines Browsers und drücke ENTER. Warst Du zufrieden mit unserem Service? Dann freuen wir uns über Deine Bewertung mit einem einfachen Klick in der Zufriedenheitsbefragung am Ende dieser E-Mail. Falls Fragen offengeblieben sind, antworte einfach auf diese E-Mail oder ruf uns an. Wir sind für Dich da!

    Herzlichen Dank und bleib gesund!

    OK, auch hier ein paar Worte zu der Mail: Wie bereits erwähnt interessiert es den Kunden nicht, warum der Support so zögerlich reagiert. Der subtil versteckte Hinweis doch mal in den Angeboten zu schnuppern um vielleicht noch mehr Geld für den Schrott auszugeben, mit dem ich grade Probleme habe ist vielleicht auch nicht sonderlich zielführend und deeskalierend.

    Der angegebene Link ist Blödsinn, denn wie ja bereits im Verlauf mehr als einmal geschrieben habe ich keine Bestellnummer. Die brauche ich aber um auf der Seite meine Bestellungen zu sehen. Also entweder hat der Supporter keine Ahnung von der eigenen Webseitenstruktur, oder er denkt einfach nicht mit. Dass auch hier die Aufforderung zu einer positiven Bewertung kommt, obwohl der Kunde unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt wird ist – na, na? Genau – Du weißt was ich meine..

    Dementsprechend war meine Mail vom 8.1.2022 durchaus gepfeffert, denn es waren nun bereits fast 2 Wochen um und ich war meinen Rechnungen nicht ein Stück näher gekommen:

    Hallo Support Team, so langsam platzt mir der Kragen!

    Die Rechnung für das blöde Silikon Cover sehe ich selber!

    Ich bitte nochmals um die Übersendung der Rechnungskopien der angefragten Produkte aus meiner ersten Mail! Wenn SAMSUNG schon den Zugang zum Kundenportal absichert wie Fort Knox, dass man erst immer durch die ganze Bude laufen muss um das Handy zu suchen damit man den blöden Code eingeben kann, dann kann man ja wohl auch die Kaufhistorie Online im Kundenportal lassen.

    Sie einfach nach einem halben Jahr zu löschen und darauf zu verweisen, dass man für die Suche die Bestellnummer braucht zieht nicht – denn die ist ja ebenfalls weg!

    Nehmen sie sich mal ein Beispiel beim Otto Versandhandel, Paypal oder bei Amazon – um nur 3 zu nennen. Da kann ich selbst nach Jahren noch immer sehen, was ich wann gekauft habe und dort auf die Rechnungen zugreifen. SAMSUNG als Global Player ist dazu nicht in der Lage?  – oder sollte ich lieber schreiben nicht willens?

    Ich möchte darauf hinweisen, dass sowohl das HGB sowie das UStG eine Verwahrdauer von Geschäftsunterlagen von 6-10 Jahren vorschreibt. Die Antwort „wir können nichts finden“ ist deshalb lächerlich. Dann suchen Sie mal richtig!

    Ich gebe Ihnen letztmalig 7 Werktage Zeit die Rechnungsunterlagen beizubringen – ansonsten werde ich zum Thema Samsung Support und den seltsamen Geschäftspraktiken (siehe bspw. hier: https://stadt-bremerhaven.de/samsung-superdeals-moeglicherweise-rechtswidriges-vorgehen-des-herstellers/) einen gepfefferten Blogbeitrag schreiben. Ebenfalls behalte ich mir gerichtliche Schritte vor.

    Hochachtungsvoll {Signatur]

    Wie gewohnt, bekam ich noch am gleichen Tag die Bestätigung, dass meine Mail angekommen ist und alle Mitarbeiter in Schwalbach darauf erpicht mir zu helfen.. wie schön – doch irgendwie wollte ich das nicht so recht glauben..

    Diesmal reagierte der SAMSUNG Support schneller – bereits 2 Tage später – am 10.1.2022 bekam ich eine Mail einer Mitarbeiterin, die mein Problem gelöst hatte – so dachte Sie:

    vielen Dank für deine Mail!

    Ich habe dir soeben die Rechnung auf deine Email zugesandt.

    Die Rechnung zu deiner Bestellung erhältst du in den nächsten Tagen automatisch mit unserer Zustellbestätigung. Den Status und deine Rechnung kannst du alternativ auch ganz einfach und bequem über den folgenden Link abrufen: https://shop.samsung.com/de/mypage/orders

    Falls du den Link nicht öffnen kannst, kopiere ihn bitte in die Adresszeile eines Browsers und drücke ENTER. Warst Du zufrieden mit unserem Service? Dann freuen wir uns über Deine Bewertung mit einem einfachen Klick in der Zufriedenheitsbefragung am Ende dieser E-Mail. Falls Fragen offengeblieben sind, antworte einfach auf diese E-Mail oder ruf uns an. Wir sind für Dich da!

    Herzlichen Dank und bleib gesund!

    Freundliche Grüße aus Schwalbach

    Ich konnte es selber kaum glauben, dass doch jemand in Schwalbach meine Rechnungen gefunden hatte. Beim Blick in den E-Mail-Anhang relativierte sich auch mein kurzzeitiges Glücksgefühl: Nicht die Rechnungen des Tablets und der Tastatur schickte mir die nette Dame, sondern die Rechnung des Silikon-Covers. Also dem einzigen Produkt, welches ich auch selber in meinem Account sehen konnte und dessen Rechnung ich hatte.

    Anmerkung: Diese Mail lässt alles vermissen, was einen guten Supporter auszeichnet. Weder wurde die Mail richtig gelesen, denn im Betreff steht ganz klar, welche Rechnungen ich brauche, noch wurde der Mail Verlauf durchgelesen – denn dann wäre klar gewesen, dass es nicht um das Silikon-Cover geht. Dass es hier auch nicht um eine aktuelle Bestellung geht, die noch auf dem Versandweg ist macht den Kohl dann auch nicht mehr fett. Das hier ist ein einziges Totalversagen. Als Schulnote wäre das eine 6 mit Sternchen!

    Doch ich gab nicht auf. Zum wiederholten Male antwortete ich auf die Mail. Der Betreff bei den vielen “AW:AW:AW:AW:AW:” in der Betreffzeile ließ sich fast nur noch erahnen – gut dass ich hier an einem 27” Monitor sitze. Es wäre sonst eng geworden. Am 11.1.2022 schrieb ich nach der Einnahme eines Blutdrucksenkers zurück:

    Hallo, ich weiß nicht, was so schwer an meiner Mail zu verstehen ist?

    Im Betreff steht doch schon was ich benötige. Warum schicken Sie mir die Rechnung von dem Silikon-Case?

    Ich benötige die Rechnungen der im Betreff genannten Produkte: Tablet S7 und Tastatur SM-T870 Anbei die Paypal-Daten der Käufe. Damit sollten Sie die Rechnungen ja finden können. Folgende 2 Rechnungen brauche ich als Eigentumsnachweis: Datum: 29. Oktober 2020 Betrag: 194,86 € PayPal Transaktionscode: xxxxx Bestelldetails: DExxxx-xxxx Rechnungsnummer: 9999999 Datum: 30.09.2020 Betrag: 685,00 € PayPal Transaktionscode: xxxxxx Bestelldetails: DExxxxxx-xxxxxx Rechnungsnummer: 999999

    Bitte lesen Sie den Mail-Verlauf – dann haben Sie alle Infos.

    mfg [Signatur]

    Wie gewohnt bekam ich innerhalb kürzester Zeit die Info, dass alle Menschen in Schwalbach bereits Heiligenstatuen von mir schnitzen würden und ich gute Chancen hätte selig gesprochen zu werden. Danach passierte erst mal nicht..

    Die Zeit ging ins Land.. es verging Woche um Woche… und noch eine Woche..

    Ich war bereits drauf und dran ein Einschreiben mit Rückschein an den Geschäftsführer Man Young Kim zu schreiben um Ihm persönlich zu fragen, ob er sich so guten Support vorstellt und ob er meine Rechnungen vielleicht versehentlich verschlampt hat oder die zusammengefaltet unter einer Ecke seines Schreibtischs stecken um das wackeln zu verhindern – als ich am 1.2.2022 (also locker 3 Wochen nach meiner letzten Mail) eine Mail von SAMSUNG bekam. Als Anhang tatsächlich endlich die beiden Rechnungen. Dafür musste ich 5 emails schreiben und es hat mich 6 Wochen Zeit gekostet. WOW!

    So, und jetzt sag Du was dazu…

  • SONY WH-1000XM3, Sony WF-1000XM3 und SAMSUNG Galaxy Buds Live im Test..

    ..oder: “hast Du Bohnen in den Ohren?”…

    Hidiho liebe Community! Willkommen beim Test SONY WF-1000XM3 gegen Galaxy Buds Live. Warum es diesen Test gibt? Ihr habt es sicher auch schon gemerkt: Der Sommer neigt sich dem Ende zu – die Temperaturen sinken, das Wetter ist “usselig”, wie man im Pott sagt. Brr.. so nasskalt, da zieht man sich fürs Spazierengehen draußen ein bisschen dicker an. Schal, Handschuhe, Mütze und nicht zu vergessen die doofe Covid-19 Maske, gehören leider jetzt zum Outfit dazu.

    Blöd, wenn man gern beim stundenlangem einsamen Kilometer runterreißen um sein Gewichtsziel zu erreichen, etwas Musik zur Abwechslung hören möchte. Pudelmütze und Over-Ear-Kopfhörer? Das klappt nicht richtig, denn die Mütze verhindert, dass der bisher von mir im Einsatz befindliche SONY WH-1000XM3 Kopfhörer richtig sitzt. Alle naselang verrutscht das Ding und der Klang durch eine umgekrempelte Mütze ist auch nicht grade dazu angetan spitze Begeisterungsschreie auszustoßen ..

    Der letzte Black Friday war die Lösung meines Problems: gleich 2 der kleinen In-Ear Ohrhörer (oder heißt es bei denen auch Kopfhörer?) landeten aufgrund der stark reduzierten Preise erst im Einkaufswagen der bekannten Online-Shops und folgerichtig Augenblicke später in den Dr. Nerd Labors zur weiteren Begutachtung.

    Test Sony WF-1000XM3 SAMSUNG Galaxy Buds Live(Bild links: Da liegt ‘ne Menge Schallübertragungsgedöns – Der SONY WH-1000XM3 als klassischer Over-Ear Kopfhörer, die Sony WF-1000XM3 und die SAMSUNG Galaxy Buds Live dagegen als in-Ear Ohrstöpsel. Je nachdem, für was man die einsetzen möchte oder welche Klangqualität man möchte, sollte man das entsprechend geeignete Konzept wählen. Spoileralarm: die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht..)

    Da waren zum einen der SONY WF-1000XM3 – zum anderen die SAMSUNG Galaxy Buds Live. Die Buds hatten auf der Webseite von SAMSUNG einen Listenpreis von 169,00 €. Ich habe Sie mit dem Black Friday Rabatt für 69,00 € gekauft. Die SONY waren mit einem Kaufpreis von 99,00 € etwas teurer – doch deren Listenpreis lag auch bei 249,00 € (aktuell bei 149,00 € auf der SONY Webseite, da es mit dem SONY WF-1000XM4 bereits einen Nachfolger gibt). Also 2 Paar der qualitativ besseren Ohrhörer für 170,00 €, anstatt für 420,00 €. Da kann man nicht meckern, oder?

    Warum der Test WF-1000XM3 gegen Galaxy Buds Live? Mein Dank geht raus an Covid-19!..

    Früher habe ich tatsächlich häufig während der Fahrt zur Arbeit in der S-Bahn die SONY WH-1000XM3 Over-Ear Kopfhörer getragen. In den Zügen der S-Bahn ist es glücklicherweise nicht so kalt, dass man eine Mütze braucht. Als Brillenträger gibt es natürlich das bekannte Problem, dass das Ohrpolster auf das Ohr drückt – das wiederum auf den Brillenbügel. Das ist echt unangenehm bei längerer Fahrt..

    Und dank Covid und den Beförderungsbestimmungen, dürfen um die Ohren auch noch die Schlaufen der Covid-Ansteckungsverhinderungsmasken geklöppelt werden. Das fahren in der S-Bahn ist also vergleichsweise mit dem berühmten 3. Grad bei Verhörmethoden: Brille beschlagen wegen der warmen Atemluft, die durch die Maske an die Brillengläser klopft, wunde Ohren wegen dem scheuerndem Maskengezampel und dann noch einen Kopfhörer, der versucht die Ohrmuschel über die Brillenbügel in eine andere Form zu pressen? Danke. Auch meine Leidensfähigkeit kennt Grenzen..

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    (Video oben: Ja, die älteren Semester kennen dies Video von Gus Backus vielleicht noch. Und wie oft haben früher Eltern ihre Kinder gefragt: „Hast Du eigentlich Bohnen in den Ohren?“ wenn Die nicht gehört haben. Damals gab es aber die Buds Live noch nicht..)

    Eine Zeitlang habe ich dann die bekannten kabelgebundenen kleinen Ohrstöpsel getragen. Nervend war es, wenn man den Kopf drehte, weil da häufig wegen einem zu kurz bemessenem Kabel, die Stöpsel aus dem Ohr gezupft wurden. Auch blöd, dass man immer eine Hemdentasche oder Innentasche der Jacke suchen musste, die weit genug oben am Kopf war um das dämliche rausgezuppel der Stöpsel zu vermeiden. Auch blieben die doofen Kabel ständig an Sitzlehnen oder anderen vorstehenden Teilen hängen. Das rausreißen der Dinger wenn man grade irgendwo aussteigt und man erst mal damit beschäftigt ist, die blöden baumelnden Ohrstöpsel wieder einzufangen und das Kabel um die Lehne entwirren – natürlich mitten im Gang stehend um die anderen Fahrgäste beim aussteigen zu blockieren. Immer wieder schön, wenn einen andere Mitfahrer für den größten Trottel des Tages halten..


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    Um derlei Fallstricken des Schicksals aus dem Wege zu gehen, wollte ich diese neumodischen Dinger mal ausprobieren.

    Und wie tragen sich diese kabellosen Ohrstöpsel im Vergleich zu den kabelgebundenen Pendants oder “richtigen” Kopfhörern? Und wie ist überhaupt der Klang im Vergleich zu einem großen Kopfhörer? Das erfährst Du jetzt..

    Das einsetzen und tragen von Ohrhörern – oder: “Hallo Erdanziehungskraft!”

    Wenn ich ehrlich bin, bin ich etwas zwiespältig, was den Tragekomfort und den Halt im Ohr angeht. Das liegt daran, dass im Gehäuse der kabellosen Ohrhörer natürlich neben der reinen Technik zur Schallerzeugung eben auch ein ausreichend großer Akku und die Bluetooth-Technik untergebracht werden muss. Das macht den Ohrhörer schwerer als ein reines kabelgebundenes Modell. Ein Platz für eine ausreichend große Bedienfläche muss auch vorhanden sein um die wichtigsten Funktionen aufrufen zu können. Ein größeres Gehäuse bedeutet aber gleichzeitig mehr Gewicht. Jetzt kommt die Physik ins Spiel: höhere Masse reagiert stärker auf die Erdanziehungskraft.

    Natürlich kommt bei den Kabelgebundenen Ausführungen noch das Gewicht des Kabels hinzu. In der Praxis merkt man davon aber kaum etwas. Ein wichtiger Vorteil des Kabels ist aber folgender: Purzelt einem ein Ohrstöpsel während des Tragens aus dem Ohr, dann hängt er immer noch an der “Sicherheitsleine”. Grade bei den hochpreisigen Ohrstöpseln von 200 oder mehr Euro Anschaffungspreis geht es da schnell ins Geld – vor allem weil man die nicht einzeln bekommen kann, um ein verlorenes Stöpselchen zu ersetzen – es muss immer ein ganzes Paar gekauft werden.

    Da die Stöpsel nur ins Ohr gesteckt werden und entweder in den Gehörgang geschoben (wie bei den SONY WF-1000XM3) oder in die Ohrmuschel gedreht (wie bei den SAMSUNG Buds), ist der Halt eher mittelprächtig. Solange man die beiden Ohrhörer unter einer Mütze oder einem Stirnband trägt, kann da nichts passieren. Aber beim fahren auf dem Rad (obwohl ich aus Sicherheitsgründen das tragen dort nicht empfehlen würde) und ein Schlagloch – da würde ich schon mal einen Satz neue Ohrhörer bestellen, denn das Teil fliegt meterweit durch die Gegend. Viel Spaß beim suchen..

    Ein großer Kopfhörer hält durch den gefederten Bügel besser. Da der SONY WH-1000XM3 auch gut gepolstert ist liegt er kaum merklich oben auf dem Kopf auf und durch das Over-Ear Prinzip umschließen die Ohrmuscheln das Ohr komplett und liegen am Kopf an anstatt wie ein On-Ear Kopfhörer auf der Ohrmuschel aufzuliegen und dort die Ohrmuschel zu belasten.

    Test Sony WF-1000XM3 SAMSUNG Galaxy Buds Live(Bild rechts: selbst mir passieren manchmal dumme Fehler. beim Test WF-1000XM3 gegen Galaxy Buds Live wunderte ich mich am Anfang über den schlechten Klang der SAMSUNG Bugs Live, bis ich dahinterkam, dass ich die für Schallkanäle mit Lautsprechermembranen gehaltenen “Auswüchse” nicht in den Gehörgang stecken soll, sondern die der Befestigung in der Ohrmuschel dienen. Der Klang kommt genau am anderen Ende heraus.)

    Selbst das einsetzen ins Ohr war nicht so einfach, wie ich mir das vorstellte. Besonders bei den SAMSUNG Galaxy Buds Live habe ich mich am Anfang ziemlich dämlich angestellt, weil ich die Ohrhörer zwar ins richtige Ohr gesteckt hatte – aber um 180° Grad verkehrt herum. Ich war im Glauben, dass der “Nüpsel” ins Ohr gehören würde. Doch der gehört in die Ohrmuschel. Muss man auch erst mal drauf kommen..

    Der Tragekomfort? So semi..

    Da jedes menschliche Ohr anders ist, gibt es Adapter, damit die Ohrhörer passen. Es hat sich zum Standard herauskristallisiert, dass bei Steckern, die im Gehörgang fixiert werden, 3 verschieden große “Einsätze” mitgeliefert werden um eine hohe Passgenauigkeit und einen guten Tragekomfort zu gewährleisten. Beim SONY ist man da generös: zusätzlich zu 3 Silikonpolstern gibt es auch 3 “Antislip” Schaumstoff-Einsätze.

    Bei SAMSUNG ist man (wie könnte es nach meinen Erfahrungen auch anders sein) wesentlich spartanischer: grade mal eine andere Passstück-Variante ist dabei. Richtig passen davon tut keine..

    Da sind wir auch schon beim leidlichen Punkt: Der Befestigung – oder der Frage: wie schafft man es ein Großserienprodukt so zu konstruieren, dass es in jedes menschliche Ohr passt? Antwort: Gar nicht!

    Der SONY wird in den Anfang des Gehörgangs geschoben und soll dort mittels den passenden Adaptern fixiert werden. Ist der Adapter zu klein, hat der Ohrstecker Spiel und purzelt bei der kleinsten Bewegung wieder raus. Der Effekt verstärkt sich wenn Körperschweiß mit im Spiel ist, was während sportlicher Betätigung häufiger auftritt. Ist der Adapter aber zu dick, hat man ständig ein Druckgefühl im Ohr, was einem auf Dauer auch auf den Sack geht, weil es einfach nervt. Dazu finde ich die “Tontrompete” zu kurz. Eine etwas längere Tontrompete – eventuell sogar flexibel – und das Problem wäre vom Tisch.


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    Der SAMSUNG hat keinerlei Ambitionen sich Zugang zum Gehörgang zu verschaffen. Na gut, was nicht im Gehörgang sitzt, kann dort nicht drücken. Der Bud liegt auf dem Eingang zum Gehörgang auf und hofft, dass schon alles gut gehen wird. Das funktioniert sogar aufgrund der Bohnenform, die sich in etwa der Anatomie der menschlichen Ohrmuschel anpasst. Das Gefühl, dass dies ein stabiler Halt ist, stellt sich aber trotzdem irgendwie nicht ein.

    Wir ziehen Resümee: Was den Tragekomfort angeht, ist ein großer Bügel-Kopfhörer meiner Meinung nach immer noch die beste Wahl.

    Die Bedienung? Von einfach über gewöhnungsbedürftig bis nervig..

    Es geht weiter mit dem Test WF-1000XM3 gegen Galaxy Buds Live:

    Wie funktioniert denn die Bedienung der drei Vergleichsaspiranten? Fangen wir beim großen Bruder, dem Over-Ear Kopfhörer SONY WH-1000XM3 an. Der hat an der linken Ohrmuschel 2 Buttons. Einen benutzt man zum ein-und ausschalten, den anderen zum wählen der Geräuschunterdrückung. Die Steuerung erfolgt durch tippen auf die großen Außenflächen der linken und rechten Ohrmuscheln. Da die wirklich groß sind ist Falschbedienung fast ausgeschlossen.

    Sony Wearable App(Bild links: zu hochpreisigen Kopfhörern gehört auch eine App. Hier die von SONY. Die Stärke der Umgebungsgeräuschfilterung lässt sich in mehreren Stufen anpassen. Gut erkennbar sind auch die Ladestände von Etui und Ohrstöpseln)

    Bei den kleinen in-Ear Ohrhörern gibt es keine drückbaren Schalter sondern nur ziemlich kleine Sensorflächen. Ein nerviger Effekt tritt beim einsetzen auf, weil man nicht vermeiden kann mit den Fingern auf den Sensorflächen zu landen, wodurch der Ohrhörer fortwährend ein- und ausgeschaltet wird und anfängt Musik zu dudeln oder unvermittelt wieder stoppt. Bei den Sony Ohrhörern sind die Sensorflächen relativ gut zu erreichen – auch weil Sie aus der Ohrmuschel herausragen.

    Test Sony WF-1000XM3 SAMSUNG Galaxy Buds Live(Bild rechts: Auch die SAMSUNG Buds haben eine App zum steuern. Die ist aber in der Wearable App integriert)

    Die SAMSUNG Buds reagieren zwar auch auf Berührung, doch da die Buds in der Ohrmuschel liegen ist deren Sensorfläche schlecht zu erreichen. Meistens braucht man dafür mehrere Versuche, bis man den gewünschten Effekt erreicht. Da man auch nicht ganz sicher ist, ob man die richtige Stelle erwischt hat tippt man nochmal – und das wird als Doppeltipp gewertet – schon stoppt die Musik nicht, sondern das nächste Lied wird gespielt.

    Im Test WF-1000XM3 gegen Galaxy Buds Live funktionierte das telefonieren mit Ihnen vergleichsweise gut – auch der Klang ist OK. Ebenso sind die Mikrofone empfindlich genug damit auch das Gegenüber einen gut verstehen kann. Beim tragen einer Mütze ist das allerdings schon wieder anders, denn das Mikrofon wird dann ja abgedeckt.

    Und wie ist nun der Klang?

    Hat man die beiden Ohrstöpsel mal im direkten Vergleich – einmal den SONY in das linke und den SAMSUNG ins rechte Ohr gesteckt und schaltet mal während der Wiedergabe vom Smartphone durch die Ohrhörer, dann steht der Sieger schon nach wenigen Sekunden fest. Der SONY WF-1000XM3!

    Das Konzept, den Schall direkt in den Gehörgang zu pusten ist einfach effizienter. Das merkt man direkt an der Lautstärke. Bei gleichem Lautstärkepegel auf dem Telefon ist der SONY gefühlt doppelt so laut, wie die SAMSUNG Buds Life. Selbst bei höchster Laufstärkenstufe auf dem Telefon sind die Buds noch im Bereich “Echt? Das war schon alles?”. Das erstaunt auch deshalb, weil die Membrane der Lautsprecher mit 12 mm Durchmesser vergleichsweise groß ist. SONY hat bei den In-Ear nur 6 mm Durchmesser (der Over-Ear hat 40 mm Durchmesser). Doppelter Durchmesser ist aber nicht doppelte Fläche, sondern vierfache Fläche. Der Klang müsste also umso kräftiger sein, je größer die schwingende Schallmembran ist. Dazu ist der Ton der Buds im direkten Vergleich mit dem SONY schwammig, ja fast plärrend und besteht hauptsächlich aus Mitten. Der SONY differenziert die einzelnen Frequenzen klarer und hat einen echten Bass-Wumms.


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    Wie gesagt – dies ist das Ergebnis im direkten Hör-Vergleich mit dem SONY, der preislich und Ausstattungsmäßig aber auch in einer anderen Liga ist. Im Vergleich mit anderen In-Ear Ohrstöpseln wird der Bud Life wahrscheinlich sogar recht gut abschneiden.

    Es muss ehrlicherweise auch gesagt werden, dass selbst der beste In-Ear Ohrhörer klanglich nicht an einen qualitativ hochwertigen “echten” Kopfhörer wie den WH-1000XM3 herankommt. Auch das ist der Akustik und den Gesetzen der Physik geschuldet. Einen wirklich umfangreichen Frequenzgang von 4 Hz bis 40.000 Hz bekommt nur der “echte” Kopfhörer Sony WH-1000XM3 hin. Und auch den nur mit Kabel. Bei Bluetooth-Verbindung fängt die niedrigste übertragbare Frequenz bei 20 Hz an – geht dann aber auch bis 40.000 Hz, sofern das Format LDAC gewählt wird. Das wird den meisten Benutzern ziemlich wurscht sein. Dies sind so hohe Frequenzen, die ein Techno-Jünger nach 10 Jahren Dauerbeschallung in der Disco eh nicht mehr hören kann..

    In reinen technischen Daten sieht das so aus:

    Sony WH-1000XM3

    Sony WF-1000XM3

    SAMSUNG Galaxy
    Buds life

    Kopf-Ohrhörerformat

    Over-Ear

    In-Ear

    In-Ear

    KOPFHÖRER-TYP geschlossen, dynamisch geschlossen, dynamisch

    keine Angabe

    Gewicht

    255 Gramm (Stück)

    8,5 Gramm (Stück)

    5,6 Gramm (Stück)

    Frequenzgang 20–20.000 Hz (44,1 kHz Sampling)
    20–40.000 Hz (LDAC 96 kHz Sampling, 990 Kbit/s)
    4–40.000 Hz (bei Kabelbetrieb)
    20 Hz–20.000 Hz (Sampling 44,1 kHz)

    keine Angabe

    Bluetooth

    4.2

    5.0

    5.0

    Akkulaufzeit Musik (NC an) Max. 30 Stunden (NC EIN) Max. 6 Stunden (NC EIN)

    keine Angabe

    Akkulaufzeit Musik (NC aus) Max. 38 Stunden (NC AUS) Max. 8 Stunden (NC AUS) Maximal 6 Stunden
    AKKULAUFZEIT
    (UNUNTERBROCHENE GESPRÄCHSZEIT)

    Max. 20 Stunden (geschätzt)

    Max. 4 Stunden (NC EIN)
    Max. 4,5 Stunden (NC AUS)
    Max. 4,5 Stunden (NC AUS)
    Akkuladezeit Ca. 3 Stunden (Komplettladung) Ca. 1,5 Stunden

    keine Angabe

    Besonderheiten DSEE HX
    auch Kabelbetrieb möglich
    DSEE HX induktives Laden
    des Etuis möglich

    So klein und schon Noise Cancelling?

    Beide Ohrhörer und auch der Kopfhörer sollen ja auch ein wirksames Noise Cancelling haben. Ich bin kein Hörgeräte-Akustiker aber natürlich stelle ich mir die Frage, wie man Schall unterdrückt, der ungehindert in den Gehörgang eindringen kann? Der Sony macht ja quasi schon durch seine “Presspassung” den Gehörgang dicht. Da ist für Schall von außen kaum noch eine Möglichkeit störend auf den – der himmlischen Musik lauschenden – Zeitgenossen einzuwirken. Doch glaubt es oder nicht – auch die SAMSUNG Buds Life schaffen es die Umgebungsgeräusche wirkungsvoll abzuschirmen. Dies funktioniert tatsächlich ziemlich gut, selbst wenn die Lautstärke komplett herunter geregelt ist.

    Noise Cancelling Prinzip(Bild links: das Prinzip aktiver Geräuschunterdrückung. Parallel zur Schallwelle des störenden Geräuschs wird eine weitere Schallwelle erzeugt, die genau entgegengesetzte Polarität hat. Die beiden Wellen heben sich gegenseitig auf. Das Prinzip nennt sich “destruktive Interferenz”)

    Dazu sollte man wissen wie Noise Cancelling funktioniert. Es kommt nämlich nicht darauf an anderen Schall nicht ins Ohr kommen zu lassen, sondern die ins Ohr eintretenden Störgeräusche mit einem genau berechnetem Gegenschall aufzuheben. Dazu werden die zu unterdrückenden Umgebungsgeräusche mit dem integriertem Mikrofon aufgenommen und ein genau berechneter Schall mit gegensätzlicher Wellenform erzeugt. Schall ist ja eine Wellenform mit Bergen und Tälern – wenn man diese Welle genau andersrum abspielt, hebt sich der Schall auf.

    Dies funktioniert bei einem gleichbleibendem längerem Geräusch mit gleicher Frequenz sehr gut – stößt aber bei plötzlichen lauten Geräuschen an seine Grenzen. Das liegt daran, dass der störende Schallimpuls  zuerst über das Mikrofon aufgenommen werden muss, als Störgeräusch erkannt, und dann der genau passende Gegenschall erzeugt werden muss. Das dauert nun mal einen kleinen Moment. Trotzdem kann man bei allen 3 Kopf- und Ohrhörern sagen: “Jau, Noise Cancelling funktioniert!”

    Bedienung? Dafür gibt’s doch ‘ne App!

    Wie es sich für namhafte und etwas kostspieligere Ohrhörer gehört, lassen sich die Mukkestöpsel per Software konfigurieren. Bei den Buds ist die Möglichkeit zur Konfiguration in den Einstellungen der SAMSUNG Wearable App integriert. Bei iPhone Usern, die die Buds benutzen wollen gibt es eine extra App nur für die Buds. Dies liegt möglicherweise daran, dass SAMSUNG die neuen Galaxy Watch 4 mit dem google Betriebssystem ausliefert. Diese Uhren sind nicht mehr unter iPhones nutzbar. Tja, Krieg der Welten..


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    Die SONY haben dafür auch eine eigene App, die man im jeweiligen Apple oder google Play Store herunterladen kann. In den Apps kann man grundlegende Funktionen zur Steuerung aber auch die Klangeigenschaften einstellen. Im Test WF-1000XM3 gegen Galaxy Buds Live gibt es hier einen Gleichstand..

    Hallo Akku! Bist Du noch da?

    Am Anfang hatte ich ja kurz geschrieben, dass die kleinen Biester einen Akku brauchen um zu funktionieren. Ist ja klar, wenn der Strom nicht aus dem Kabel kommt, um die Lautsprechermembranen zum schwingen zu bringen und die Funktionen zu steuern, dann muss er im Stöpsel irgendwo gespeichert werden. Die verbauten Mini-Akkus sind konzipiert ca. 4-6 Stunden Musik zu spenden. Das variiert auch etwas, ob man mit NC (Noise Cancelling) unterwegs ist oder dabei auch mal telefoniert.

    Danach müssen die Stöpsel wieder in das Etui zum laden. Denn das ist ein weiteres Manko: Akkulaufzeiten von 21 oder sogar 24 Stunden beziehen sich nicht darauf, dass die Minis 24 Stunden im Ohr bleiben können, sondern dass die Ladeetuis, die man also besser immer auch dabei haben sollte, selber genug Saft gespeichert haben um die leergelutschten Ohrstöpsel 3 bis 4 mal mit dem nötigen Strom neu aufzuladen.

    Da die Ohrstöpsel NUR in dem Lade Etui geladen werden können, sollten die also auch gut geladen sein, sonst ist es schnell mit der Musik vorbei. Das SAMSUNG Buds Ladeschälchen lässt sich dabei auch induktiv laden. Besitzer eines SAMSUNG Handys, welches auch das “Wireless Power Share” unterstützt, kann leergepumpte Ladeschälchen wieder etwas auffrischen. Deren Akku ist mit 472 mAh nur ein zehntel so groß, wie der Akku des SAMSUNG S21 Ultra. Theoretisch könnte man also mit dem Handy einige Tage die quäkenden Bohnen am Leben erhalten.

    Tja, wer ein SAMSUNG Smartphone hat, der weiß, dass das reine Utopie ist, denn der Akku meines S21 Ultra hält manchmal nicht mal einen ganzen Tag durch.

    Bereits nach 5 Minuten Ladung verspricht SAMSUNG bereits wieder 1 Stunde Soundbeschallung durch die Buds.

    Und sonst so?…

    Nach 2 Wochen intensivem Test WF-1000XM3 gegen Galaxy Buds Live komme ich zu folgendem Ergebnis. Klangmäßig gewinnen beide Sony Produkte – sowohl Mini wie Maxi, vom Tragekomfort tendiere ich eher zu den Buds, weil die sehr leicht sind und man Sie im Ohr kaum spürt.


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    Eines muss ich noch erwähnen, weil es mich doch stört. Und das ist ein ziemlich “körperliches” Problem. Egal wie gut die Körperpflege ausgeprägt ist – es wird sich kaum vermeiden lassen, dass sich sowohl an den Buds – aber noch mehr an den Sony (aufgrund der Befestigung im Gehörgang) während des Tragens, sowohl Hautschuppen, wie auch Ohrenschmalz absetzt. Da kann man mit dem Wattestäbchen vorher hundert mal im Ohr rumprockeln, die Dinger versiffen einfach. Das ist normal – aber auch eben etwas eklig, wenn man die Stöpsel nach dem Gebrauch wieder von den körperlichen Abfallprodukten befreien muss. Und das sollte man auf jeden Fall tun! Wer da also Probleme damit hat, sollte sich den Gebrauch überlegen..

    SONY WH-1000XM3, Sony WF-1000XM3 und SAMSUNG Galaxy Buds Live im Test..

    Vergleichstest In-Ear Ohrhörer

    Preis/Leistungsverhältnis - 100%
    Aussehen - 79%
    Verarbeitung - 81%
    Haptik - 84%
    Kompatibilität - 82%
    Installation - 84%
    Zubehör - 83%
    Energieverbrauch - 85%

    85%

    Ergebnis

    Kopfhörer oder Ohrhörer? Und wenn Ohrhörer, welche? Hier im Vergleich der klassische SONY WH-1000XM3 Over-Ear Bluetooth Kopfhörer, gegen die Sony WF-1000XM3 und SAMSUNG Galaxy Buds Live Ohrhörer. Beim Preis/Leistungsverhältnis gibt es volle Punktzahl. Das liegt aber nur daran, weil ich die In-Ears während dem Black Friday zu stark ermäßigten Preisen erstanden habe. Das mittlerweile erschienene SONY Nachfolgemodell hat einen Listenpreis von 279,00 €. So viel Knete für ein paar Mukkestöpsel? Neee.. Beim Aussehen gibt sich auch keiner der drei Testkandidaten eine Blöße. Die Optik ist wertig, Verarbeitung gut, Haptik passt. Das war bei Markenherstellern aber auch nicht anders zu erwarten. In Punkto Kompatibilität gibt es keine Abstriche. Alle 3 funktionieren sowohl unter Windows, ANDROID und auch Apples IOS. Die Installation der erforderlichen Apps ist selbsterklärend und klappt sofort. Die Erkennung der Hardware ebenso. Beim Zubehör gibt sich SAMSUNG gewohnt knauserig. SONY ist da wesentlich generöser. Auch die Aufbewahrungsboxen mit Ladefunktion wirken bei den SONY wesentlich hochwertiger als das Plastikschächtelchen, die von den SAMSUNG Marketing-Experten mit einer "Schmuck-Schatulle" verglichen wird. Ja, Phantasie muss man haben.. Allerdings lässt sich die "Schmuck-Schatulle" induktiv laden - das sinnvolle Feature hat man bei SONY vergessen. Als Sieger in diesem Vergleich gehen beide SONY Lösungen durchs Ziel. Sie erzeugen einfach mehr durch Tragekomfort, Klangqualität und Ausstattung. Die SAMSUNG Buds Life kommen erst als zweiter Sieger durchs Ziel. Abstriche gab es bei der gewöhnungsbedürftigen Befestigung und der nicht ganz so guten Klangqualität.

    User Rating: 4.6 ( 2 votes)
  • SAMSUNG hat die Schlaffunktion der Health App verbessert – leider funktioniert dies nicht wie gewünscht..

    ..oder: wenn die Technik Dir ein Schnippchen schlägt..

    Vor einigen Tagen gab es in der SAMSUNG Health App – wahrscheinlich im Rahmen der Vorstellung der neuen SAMSUNG Galaxy Watch 4 – ein Update, welches die Schlafdiagnose verbessern sollte. Hierfür werden dann die Daten der Blutsauerstoffmessung mit hinzugezogen, die die SAMSUNG Watch während des Schlafs regelmäßig erfasst.

    SAMSUNG hat die Schlaffunktion der Health App verbessert – leider funktioniert dies nicht wie gewünscht..(Bild Links: Neu in der App ist die Erfassung der Blutsauerstoffsättigung während man schläft. Eigentlich löblich – wenn es denn funktionieren würde. Doch leider scheint die Uhr des Nachts Probleme zu haben, den Sauerstoff über den Armsensor zu messen. Umso verwunderlicher ist es, dass dies manuell hervorragend funktioniert.)

    Ein Abfall des Blutsauerstoffwertes ist ein Alarmsignal für Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafens. Dauern die Aussetzer längere Zeit an wird das Gehirn unzureichend mit Sauerstoff versorgt). da man selber während man schläft nichts davon mitbekommt ist damit nicht zu spaßen. Einige meiner Freunde müssen spezielle Schlafmasken tragen um dies zu verhindert.


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    Nun, das erfassen des Blutsauerstoffs ist bei dem Vorgänger der GALAXY Watch3 (mein Test Hier) ebenfalls integriert und auch der Blutsauerstoff-Sensor ist dort verbaut. Das erfassen des Sauerstoffwertes funktioniert auch zuverlässig und weitestgehend genau. Abgeglichen wurde der Wert von mir mit einem klinisch zugelassenem Pulsoximeter. Die Funktion des kontinuierlichen Messens während des Schlafens hatte SAMSUNG aber bis dato noch nicht in die App integriert.

    Nun ist Sie nach dem Update in die Schlafdatenerfassung zwar integriert, aber die App mäkelt jedes Mal an, dass keine Sauerstoffdaten erfasst wurden. Ich soll die Uhr während des Schlafens am Handgelenk tragen. Das ist natürlich ein geistreicher Tipp – Wie soll die Uhr denn die anderen Daten erfolgreich tracken, wenn man Sie nicht am Handgelenk trägt?

    Eine Anfrage beim SAMSUNG Support, warum dies nicht funktioniert wurde mit dem Satz:

    „vielen Dank für Ihre Anfrage.
    Sie möchten die automatische Überwachung Ihres Blutsauerstoffwertes über Nacht, das kann ich gut verstehen.
    Diese Funktion ist derzeit mit Ihrem Gerät nur manuell abrufbar. „

    beantwortet. Was heißt derzeit? Kommt noch ein Update? Ist es dann für die Watch3 verfügbar – oder wird wieder nur das neue Modell unterstützt? Warum wird sowas nicht im Vorfeld kommuniziert?

    Ich fühle mich an die Nummer mit der versprochenen EKG-Funktion erinnert. Am Anfang versprochen, dann monatelang nicht verfügbar und als es verfügbar war, wurde es nur von bestimmten SAMSUNG Smartphones unterstützt (obwohl dies in der Ankündigung noch anders klang)

    Das mit dem Blutsauerstoff messen ist also schon mal Käse (warum es nicht funktioniert weiß ich nicht! Edit: Auflösung oben im Kästchen) – ist aber leider nicht das einzige Manko, was bei der Schlafaufzeichnung anzumäkeln ist.

    Wie man auf dem Bild erkennt, scheint es bei mir keine Tiefschlafphasen zu geben. Meine Sleep-Matte von Withings sagt da aber etwas anderes. Bei der habe ich genügend Tiefschlafphasen. Finde den Fehler…

    HSM-Träger? Bitte draußen bleiben..

    Der Fehler liegt in der Art und Weise, wie SAMSUNG und Withings die Tiefschlafphase erkennen: Die Sensoren der SAMSUNG Galaxy Watch3 Uhr koppeln die Tiefschlafphase an das absinken des Herzschlags. Die SLEEP – Matte von Withings über das Bewegungsmuster des Körpers, sowie Herzschlag und Atmung.


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    Doch das messen der SAMSUNG Watch über das absinken des Herzschlags, kann bei mir nicht funktionieren, da mein Herzschlag durch einen implantierten Herzschrittmacher immer bei mindestens 60 Schlägen in der Minute ist.  Die Uhr wartet also vergeblich auf ein absenken des Herzschlags und geht davon aus, dass ich maximal in einer Leichtschlafphase bin.

    Hier muss SAMSUNG also nochmal ans Reißbrett – oder man baut einen Button ein, der bei HSM-Trägern ein anderes Messprofil benutzt.

    Wie sind eure Erfahrungen mit der App? Klappt das erfassen des Schlafs korrekt und funktioniert die Sauerstoffmessung während des schlafens?

    Die SAMSUNG Health App nach dem Update

    Preis/Leistungsverhältnis - 9.2
    Funktionsumfang - 9.2
    Kompatibilität - 6.9
    Bedienung - 7.2
    Installation - 8.9

    8.3

    Gesamt

    Die App ist kostenlos - deshalb bekommt Sie da fast die volle Punktzahl. Leider gibt es Abstriche im Bereich Funktionsumfang, denn da nerven einige Fehler - und Funktionen die nicht funktionieren sind natürlich ein NoGo.. Die Kompatibilität ist natürlich auf die hauseigenen Produkte beschränkt. Manchmal sogar nur auf ausgewählte Modelle. Das gibt ebenfalls Abzug. Die Bedienung wäre besser bewertet worden, wenn man nicht durch 2 unterschiedliche Apps manövrieren müsste. EKG und Blutdruck benötigen die Samsung Health Monitor - App, die anderen Funktionen laufen unter der Samsung Health - App. Die Installation bereitet keine Probleme - dafür gibt es wieder etwas mehr Punkte.

    User Rating: 4.38 ( 2 votes)
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  • Das SAMSUNG Galaxy Watch3 Update sorgt für Ärger bei Kunden..

    ..oder: wenn Produkte nur durch Koppelgeschäfte funktionieren – was sagt da eigentlich das HGB?

    Gestern war es soweit! Das lang ersehnte Update der SAMSUNG Galaxy Watch3 (Testbericht)  für den deutschen Markt konnte installiert werden. Es sollte die bereits bei erscheinen der Uhr angekündigten Funktionen des Ein-Kanal EKGs und der Blutdruck-Messung nachliefern. Dies war für mich letztes Jahr im August der Kaufentscheid für diese Uhr, da ich gesundheitlich aufgrund Herzschrittmacher, Übergewicht und Diabetes meine Körperfunktionen etwas genauer im Blick haben sollte.

    SAMSUNG Watch3 update 800px(Bild links: Das Samsung Galaxy Watch3 Update bei der Installation. Leider bringt das Update die Funktionen nur auf die Uhr, wenn das verbundene Smartphone auch von SAMSUNG ist. Bei allen anderen Herstellern sagt SAMSUNG: „Do kumms hier net rein!“. Und selbst auf meinem nagelneuen SAMSUNG Tablet S7 lässt sich nicht mal die Health App installieren. SAMSUNG lässt die Installation nämlich nur auf Geräten mit SIM-Karten zu.)

    Das SAMSUNG Galaxy Watch3 Update für die Uhr startete, es dauerte ein wenig, da es zwar relativ schnell auf das Handy heruntergeladen war aber dann erst per Bluetooth an die Uhr geschickt wurde. Dann dauerte die Installation auch noch ein paar Minuten – aber letztlich war nach knapp einer halben Stunde die Uhr mit der neuen Firmware einsatzbereit und ich war gespannt wie ein Flitzebogen, wie das mit den neuen Funktionen klappen würde.

    Also startete ich die Health App auf der Uhr und scrollte die bekannte Liste der Funktionen runter… und dann scrollte ich wieder hoch in die andere Richtung… und wieder runter…. es half nichts. Ich sah nichts neues.


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    Also mal auf der SAMSUNG Webseite geschaut: Aha.. bei aktivierter Health-App oberen Button 30 Sekunden lang drücken für das EKG. Nun also gespannt den Button gedrückt – nachdem mein Zeigefinger eine Einbuchtung tief wie der Krater COPERNICUS auf unserem Erdenmond hatte, ließ ich los und erkannte, dass hier etwas nicht stimmen konnte.

    Also nochmal gecheckt: Update verfügbar? Nöö, die App auf dem Smartphone sagte: aktuelle Version installiert. Vielleicht nicht auf der Uhr richtig geladen? Also Uhr rebootet..

    Neee.. Half alles nix: Die Funktionen, die eigentlich vorhanden sein sollten, waren nicht da. Auch in der App gab es keinen Hinweis darauf, wo der Fehler lag.. was zum Teufel?!

    (Bild rechts: Ja, schau genau hin! Das ist der Original Ausschnitt der SAMSUNG Webseite mit einem riesigen Bild der Blutdruck-Funktion…. und ganz winzig klein – so dass man es kaum bemerkt, steht der Satz, dass die Funktion NUR mit einem SAMSUNG Smartphone funktioniert. Selbst auf Tablets von SAMSUNG nicht!)

    Samsung - Werbung und Wirklichkeit

    Recherche hilft!

    Nachdem ich im Internet etwas tiefer recherchiert hatte – da sieht man mal wozu Blogs gut sind (nur mal wieder für alle, die rumkrähen “wer liest denn heute noch Blog”)  – las ich, dass diese Funktionen NUR dann freigeschaltet werden, wenn die SAMSUNG Watch3 mit einem SAMSUNG Smartphone gekoppelt ist.

    Und selbst auf meinem teuren nagelneuen SAMSUNG Tablet S7 funktioniert es nicht, weil die erforderliche SAMSUNG HEALTH APP sich gar nicht erst auf Geräten ohne SIM-Karte installieren lässt. Was haben die Jungs von SAMSUNG denn da bitte für schlechtes Zeug geraucht?

    Sagt euch das HGB etwas? Und der Begriff “Koppelgeschäft”? Dann vielleicht der Begriff “arglistig verschwiegener Mangel”? Oder der Begriff “unlauterer Wettbewerb”?

    Wenn ich Funktionen nur in Verbindung mit bestimmter Hardware nutzen kann – selbstverständlich nur von euch, dann hätte dies schon bei erscheinen der Uhr publik gemacht werden müssen, denn die seinerseits beworbenen Funktionen waren ja für viele Kunden der Kaufentscheid. SAMSUNG war da damals ja nicht der einzige Hersteller, der das anbot. Hier hat man sich durch das weglassen dieser für den Kunden wichtigen Information einen unlauteren Wettbewerbsvorteil verschafft.

    Und zu sagen, dass für die Berechnung der Daten zwingend ein Samsung Smartphone genutzt wird ist albern. Die Sensoren zur Datenerfassung sind ja in der Uhr verbaut und nicht auf dem Handy. Im schlimmsten Fall gibt eben die App die zu verarbeitenden Daten an die CPU des jeweiligen ANDROID-Smartphones weiter. Herzschlag und Blutsauerstoffmessung der Uhr funktionieren ja auch auf jedem ANDOROID-Handy

    Auch dass ich selbst auf dem neuesten und teuerstem Tablet von SAMSUNG nicht mal die erforderliche App installiert bekomme, um die Gesundheitsdaten etwas übersichtlicher angezeigt zu bekommen, ist eine billige Farce. Warum muss ich einen zweiten Mobilfunkvertrag abschließen, wenn ich schon einen auf einem anderen Endgerät habe? Will ich ins Internet, dann benutze ich das andere Gerät als Hotspot – wo ist euer verdammtes Problem?

    Ich werde jedenfalls SAMSUNG mal anschreiben und Sie höflich aber bestimmt bitten sowohl die Watch3 als auch das Tablet 7S zurück zunehmen und mir den Kaufpreis zu erstatten, da ich es nicht nutzen kann – mal sehen was SAMSUNG zurück schreibt..

    stay tuned

    SAMSUNG Galaxy Watch3 Update

    neue Funktionen
    Kompatibilität
    Preis/Leistungsverhältnis
    Installation
    Zubehör

    Ergebnis

    Das war ja mal gar nichts! Beim erscheinen wurden Funktionen versprochen, die schon in der Uhr verbaut sind, aber noch durch den Regulierungsprozess der Behörden müssen und nun kann man Sie nicht nutzen, wenn man nicht auch noch zusätzlich ein SAMSUNG Smartphone hat. Da gibt es eine Bewertung für, dass euch die Ohren schlackern, liebe SAMSUNG Werbe-Abteilung!

    User Rating: 4.5 ( 1 votes)
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