Software

  • Windows XP Mode unter Windows 8 kostenlos nachrüsten..

    ..oder: Windows 8 mal nicht Metro sondern richtig Retro

    Mit dem erscheinen von Windows 8 haben sich bei microsoft generell viele Dinge geändert. Jeder der auf die Webseite der Softwareschmiede aus Redmond surft wird dies feststellen.  Das Windows 8 Kacheldesign hat auch auf deren Internet-Auftritt  seine Spuren hinterlassen. Alles ist quietschebunt  – und ausführliche Informationen sind kaum zu finden. Alles zielt darauf ab den Anwender nur mit dem nötigsten zu versorgen, um Ihn nicht über die Maßen zu verwirren.

    Die Überlegung von microsoft scheint in die Richtung zu gehen, dass erfahrene Anwender und Entwickler ihre Infos aus dem Microsoft TechNet beziehen – für den normalen Anwender  ist die abgespeckte Version ausreichend.

    Dazu hat man das Gefühl, dass es die Betriebssysteme Vista und Windows 7 nicht mehr auf diesem Planeten gibt. Die Abkündigung der noch in Windows 7 vorhandenen Desktop Gadgets mit der Begründung “die Anwender wollten die nicht mehr” war doch sehr fadenscheinig.

    Doch kommen wir zum eigentlichen Thema:

    Die neue Windows 8 Kacheloberfläche alias Metro spaltet die User-Gemeinde in 2 Lager.  Die einen finden es schick und einfach zu handhaben (meistens werden dies Touchscreen User sein) – die anderen (welche oldfashioned mit der Maus arbeiten) fluchen, weil es mit allen bekannten Windows Oberflächen bricht, und (nennen wir es mal netterweise) Gewöhnungsbedürftig ist.

    Windows-XP-Mode-unter-Windows-8.jpg

    (Windows XP Modus unter Windows 8 – dank VMLite kinderleicht zu realisieren. Da man die Anzahl der CPUs einstellen kann, läuft der XP-Modus nun auch auf meinem Server. Windows versucht alle Kerne zu nutzen – da meine CPU aber nicht den Hardware Abstraction Layer unterstützt, den der Windows integrierte Modus vorgibt, lief es bisher nicht..)

    Bereits wenige Tage nach erscheinen von Windows 8 haben rührige Programmierer Tools zur Verfügung gestellt, welche die unbeliebte Kacheloberfläche umgingen und den von allen vorigen Windows Versionen bekannten Start-Button wieder in die Benutzeroberfläche integrierten.

    Damit war es allerdings immer noch Windows 8.  Besitzer der Vorgänger Versionen werden vielleicht bemerkt haben, dass Windows 8 grafisch eher den Eindruck einer optisch aufgepeppten Windows 3.1 Version machte.

    Windows 8 lässt zudem auch ein Feature vermissen, welches unter Vista und Windows 7 von Anwendern mit älterer Software gern genutzt wurde. Die Rede ist vom XP-Modus. Diese virtuelle Maschine war bei den größeren Windows Editionen (Ultimate) integriert, bzw. konnte nachinstalliert werden.

    Auf der Microsoft Webseite gab, bzw. gibt es ein komplettes Windows XP Image zum Download (hier der Link: Windows XP Mode). Man musste es nur dort herunterladen und man hatte ein Fix und Fertig aktiviertes  Windows XP.

    Dann unter Windows den XP-Modus anklicken und schon startete das altbekannte und beliebte Betriebssystem und alte Programme, welche nicht mit den moderneren Betriebssystemen klar kamen erlebten ihren zweiten Frühling.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Ich bin ein Freund virtueller Maschinen. Alleine das surfen ist wesentlich sicherer, da die virtuelle Maschine in einer eigenen Hardwareumgebung läuft und (in der Regel) keinen Zugriff auf lokale Laufwerke und das Wirtsbetriebssystem hat. Dies  ist für eine Vireninfektion aber notwendig.

    Windows XP Mode unter Windows 8 kostenlos nachrüsten..

    (so sollte es NICHT sein! Wenn das Wirtsbetriebssystem Zugriff auf alle Partitionen hat, können sich Viren an andere Dateien hängen – zudem gibt es Viren, welche Dateien auf Laufwerken verschlüsseln. Kompletter Datenverlust im schlimmsten Fall! Das Gastbetriebssystem darf maximal auf eine gemeinsame Partition zugreifen. Am besten wird der Datenaustausch nur über das CD/DVD Rom Laufwerk erlaubt)

    Damit bleiben Viren in der vorgegaukelten Hardware gefangen und haben keine Möglichkeit auf das Gastsystem überzugreifen.

    Ist das virtuelle System infiziert, reicht das löschen der Container-Datei und das einbinden einer Kopie und alles ist wieder “Tutti”.

    Ich installiere deshalb nach einer Virenattacke (die i.d.R. aus Sicherheitsgründen eine Neuinstallation erfordert – dies legt jedenfalls microsoft allen Usern ans Herz, da ein einmal korrumpierter Rechner nie mehr als 100% sicher angesehen werden kann) bei allen Geschädigten eine virtuelle Maschine. Es gibt reichlich kostenlose Software, von namhaften Herstellern welche man nutzen kann. Von ORACLE Virtual Box (vormals SUN xVM VirtualBox), das betagte Virtual-PC von microsoft, den VMWare Player von VMWare – um nur die großen zu nennen.

    Windows XP Mode unter Windows 8 kostenlos nachrüsten..

    (die kostenlose Microsoft Virtualisierungssoftware “Virtual PC 2007” läuft unter Windows 8 nicht mehr. Dafür gibt es Hyper-V)

    Vielleicht ein kleiner Hinweis: eine 100%ige Sicherheit gibt es auch mit virtuellen Maschinen nicht. Einigen speziell programmierten Viren gelingt es über den Arbeitsspeicher (der für beide Betriebssysteme geteilt wird) aufs Wirtssystem zu “springen”. Glücklicherweise kann nicht jeder Hacker so etwas programmieren.

    Dass blöde daran ist – niemand nutzt Sie, obwohl die Sicherheit nur einen Mausklick entfernt ist. Fragt man dann nach, weshalb nach 3 Tagen über den Besuch der gleichen Porno-Seite der gleiche Virus aufs System kommt, obwohl manb den Leuten quasi ein Supersicheres System gegeben hat, kommen nur dicke Backen. Ich lasse mir die Ignoranz und Dummheit der Leute mittlerweile fürstlich bezahlen – nur so lernen einige scheinbar: es muss im Geldbeutel weh tun.

    Doch zurück zu den virtuellen Maschinen:

    Windows 8 selber hat ebenfalls eine virtuelle Maschine eingebaut, die man allerdings erst aktivieren muss. Microsoft legt die aber nur den Pro Versionen bei – dazu nur den 64 Bit Versionen. Man findet die Installation unter Start > Systemsteuerung > Programme und Features > auf der linken Seite Windows Features aktivieren oder deaktivieren > Hyper-V (alles anklicken)..

    Leider setzt Hyper-V wiederum genau definierte CPUs voraus, welche bestimmte Befehle unterstützen. Bei mir war wieder das Ergebnis, dass Hyper-V sich wegen fehlender CPU-Unterstützung nicht installieren ließ. Dies kann natürlich auf anderen Rechnern mit anderen CPUs tadellos funktionieren. Wer die eingebaute virtuelle Maschine nutzen möchte – einfach bei google mal nach Windows 8 und Hyper-V suchen.

    Da Hyper-V nicht auf allen Rechnern funktioniert, kann man ein kostenloses Programm namens VMLite XP Mode für Windows 7 zur Virtualisierung nutzen.

    Die Installation ist einfach. Installation im Administrator-Modus > Treiberinstallation erlauben > auf die heruntergeladene Windows XP Datei verweisen. Der Rest läuft automatisch.

    Windows XP Mode unter Windows 8 kostenlos nachrüsten..

    (Hier lässt sich einstellen, inwieweit die Hardware des Gastrechners genutzt werden darf. Als erstes habe ich den Zugriff auf alle Partitionen bis auf einer entzogen um Virenbefall zu verhindern)

    Das gute an VMLite XP Mode ist, dass der Cursor nicht im Gastsystem gefangen ist (häufig muss man erst auf der Tastatur Kürzel eingeben, um den Mauszeiger aus der virtuellen Maschine zu befreien. Dies ist hier absolut dynamisch – der Mauszeiger ist in der einen Sekunde noch im XP Style und aus dem Fenster gezogen ist er sofort in Windows 8 Optik.

    Ich kann nur empfehlen es mal auszuprobieren.

    VMLite XP Mode unter Win 8 - der Test

    Installation
    Funktionsumfang
    Preis / Leistung
    Sicherheit

    Ergebnis

    für ein kostenloses Tool ein must Have! Virtuelle Maschinen sind immer praktisch, wenn man mal alte Software nutzen will - aber auch um den Produktiv-Rechner vor Virenangriffen zu schützen. Wenn es dann noch so einfach zu installieren ist, wie VMLite, sollte man nicht zweimal überlegen, ob man es nutzt.

    User Rating: 3.1 ( 6 votes)
  • Das Dutzend ist voll – NERO 12 Platinum im Test..

    ..oder: lohnt sich das Update auf die neue Brennsuite?

    Man kann sagen, was man will – NERO ist die umfassendste Softwarelösung, wenn es um das erstellen von beschreibbaren Medien geht.

    Leider wissen viele Anwender nicht was Sie mit den einzelnen Modulen anfangen sollen – häufig fällt dann das Wort überladen. Das ist natürlich falsch und tut der Software aus Karlsbad bitter Unrecht. Richtig müsste es heißen komplett!

    NERO-GUI-Windows-8.jpg

    (Für Windows 8 konzipiert – das war zwar auch schon in NERO 11 vorhanden, trotzdem sieht die Metro GUI von NERO schick aus)

    In Version 11 und 12 hat AHEAD die Nero-Suite sogar von einigen Modulen befreit. Soundtrax und Cover-Designer sind in dem mehrere hundert Megabyte großem Installationspaket nicht mehr enthalten und werden deshalb nicht mitinstalliert. Es wird aber beim Start des Programms darauf hingewiesen, dass diese Tools kostenlos auf der Website herunter zu laden sind. Diese Module lassen sich auch ohne ein erworbenes NERO Programm installieren – nett von AHEAD diese sinnvollen und umfangreichen Module als Freeware abzugeben.

    Zurück zum Thema überladen: Wenn man nur seine MP3 Dateien auf eine CD/DVD brennen will,  braucht ein User natürlich nicht mal das große Nero Burning Rom Hauptmodul – es reicht das Brennmodul Nero Express – aber wenn es richtig perfekt werden soll, und es darum geht die unterschiedlichen Pegel der Sound-Dateien auszugleichen, oder wenn eine komplette Audiomontage erstellt werden soll, die als Mix ohne Pause läuft, aber trotzdem jedes Lied einzeln anwählbar ist, dann ist es ganz sinnvoll dass Nero das kostenlose Tool Soundtrax hat.  Dort lassen sich sogar die bekannten VST Module aus dem Hause Steinberg einbinden.

    Nero-Soundtrax-effekte.jpg

    (Sound-Bearbeitung mit Nero Soundtrax. Wie man auf dem Bild sieht, sollten das wohl ausreichend Effekte sein, um Audio-Dateien zu bearbeiten. Da sich auch die professionellen VST – Module von Steinberg einbinden lassen, hat man ein mächtiges Werkzeug)

    Und wenn man das ganze auch noch bedrucken will, dann ist der Cover Designer ein sehr mächtiges Tool.

    Auch das selbst erstellen von DVDs ist ohne irgendwelche Zusatzsoftware möglich.

    Angenommen man möchte eine DVD erstellen, auf dem mehrere Kinofilme von Einzel-Dvds zusammen gestellt sind, dann kann man die Hauptfilme extrahieren, nachbearbeiten (z.B. Kapitel erstellen, Tonpegel anpassen, Videoeffekte einbauen, uvm.) und neu zusammen stellen.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Zu diesem Zweck bietet Nero etliche schicke Vorlagen an – dank umfangreicher Editiermöglichkeit kann man aber fast alles noch nach eigenen Vorstellungen verändern.

    Das Ergebnis sieht hinterher nicht schlechter aus als eine gekaufte DVD.

    Überhaupt hat AHEAD schon in Version 11 und jetzt auch noch mal mehr in NERO 12 viele tolle Designs und Filter in das Nero Vision Programmteil gepackt. Ein Stummfilm mit den typischen Sepia-Farben, Klaviermusik, Flimmerbildern ist mit 2 Klicks erstellt. Aber auch die 50er und 60er Jahre mit Ihren überzeichneten Farben sind als Filter schnell über einen Film gelegt. Mit ein bisschen Kreativität kann man da ordentlich was zaubern.

    Doch auch ein paar kleine Verbesserungen, die man leicht übersehen kann, bringt NERO 12 mit.

    DVD-Erstellung-2.jpg

    (DVD Erstellung mit Nero Vision – hier mit eigenem Intro-Video und angepasstem Hintergrundbild. Die Video-Vorschau auf den Buttons lässt sich auch bearbeiten. Das Programm-Modul ist relativ einfach, aber trotzdem mächtig in der Vielfalt. Wer mal versucht hat mit Adobe Encore eine DVD zu erstellen, wird feststellen: mit Nero geht’s 10 mal schneller – dazu, ohne dass das Ergebnis in irgendeiner Form billig wirkt)

    Es gibt jetzt die Option, eine Autorun-Funktion in CDs oder DVDs einzubinden. Man muss nur auf die zu öffnende Datei verweisen und das Icon wählen – den Rest macht NERO.

    Nero-12-Autorun.jpg

    (ganz neu in NERO 12 ist die Möglichkeit eine bestimmte Datei beim Start auszuführen. Die Autorun-Funktion gibt es ja schon seit Windows 95 – gut, dass Sie endlich mal genutzt wird)

    Lohnt sich der Umstieg von NERO 11 auf 12 für die paar Änderungen?

    Wer die Version 11 hat, ist gut versorgt und kann auf die paar Änderungen verzichten – aber AHEAD hat ein interessantes Angebot in seinem Webshop, weshalb ich von 11 auf 12 upgedatet habe.

    Im Preis von 39,90 für das Upgrade von NERO 11 Platinum auf 12 Platinum ist die Software TAXMAN enthalten. Diese bekannte Software ist ideal, wenn man seine Steuererklärung machen muss. Es steht zwar LE also Limited Edition darauf, aber limitiert ist da, soweit ich erkennen kann, nichts. Die Software TAXMAN kommt als fetter 1,3 Gigabyte Download-Brocken daher. Wohl dem, der nicht mehr mit einem Akustik-Koppler seine Internetverbindung aufbaut.

    NERO 12 in der Platinum Version kommt mit dem Content-Pack ebenfalls auf über ein Gigabyte – die Festplatten sollten also noch einiges an Gigabyte freien Speicherplatz haben, will man alles installieren.

    Einen zwingenden Grund zum umsteigen gibt es also eigentlich nicht – die Neuerungen bei NERO 12 halten sich in Grenzen.

    Aber wer immer das neueste haben will, oder seine Steuererklärung noch vor der Brust hat, der sollte zuschlagen!

    NERO 12 PLatinum - der Test

    Preis / Leistungsverhältnis
    Funktionsumfang
    Usability
    Support

    Ergebnis

    NERO 12 ist ein echter Brocken - fast 2 Gigabyte gehen bei der Installation vom freien Festplattenspeicher drauf - doch dafür bekommt man nicht nur ein Brennprogramm, sondern eine Software die quasi ein Schweizer Messer im Bereich Multimedia ist. Dafür ist der Preis als Schnäppchen zu bezeichnen.

    User Rating: 4.6 ( 1 votes)
  • Navigation per Pedes mit dem IPhone? Möglich ja – aber gut? Der Test..

    ..oder: I’m Walkin’ von Fats Domino ist bei Navigations Apps leider nur zu wahr..

    Vielleicht kann sich noch jemand an die ARAL Werbung erinnern, die vor Jahren mal im Fernsehen lief? Ein Auto blieb irgendwo im Nirgendwo liegen, der Fahrer stieg aus und machte sich mit einem Benzinkanister auf den Weg zur nächsten Tankstelle – dazu erklang das Lied von Fats Domino “I’m walkin”.

    i m walking

    (wer kennt das noch? Werbung aus der Zeit, als der Spritpreis pro Liter noch in Mark und Pfennigen deklariert wurde)

    Bei heutigen Spritpreisen ist das volltanken ein Luxus, den sich kaum noch jemand erlauben kann. Die Wahl vieler unterbezahlter Jobber ist: Voller Tank und leerer Magen oder umgekehrt.  Wenn der automobile Spritvernichter also mal wegen eines staubtrockenen Tanks mitten in der Pampa liegenbleibt, und der Autobesitzer den physikalischen Umstand lernt, dass der Verbrennungsprozess des Viertaktmotors mit Luft alleine nicht funktioniert, wäre es gut, ein Navigationsgerät zu haben, welches einem  auf schnellsten Weg zurück in die Zivilisation bringt. Abhängig von der Großwetterlage, ist man schließlich froh für jeden Kilometer, den man sich beim laufen sparen kann.

    Ich habe deshalb im Selbstversuch diverse Navigations-Apps auf Fußgängertauglichkeit geprüft.




    Der größte Unterschied zwischen Auto und Fußgänger Modus ist für die Navigationssoftware der komplizierteste: Einen Weg zu finden, der auf der einen Seite wirklich der kürzeste ist, auf der anderen Seite aber auch gangbar – wäre ja wirklich dumm, wenn das Navi-System einen kilometerweit über einen Feldweg scheucht – am Ende aber ein verschlossenes Tor steht.

    Anhand der Strecke, die ich Morgens zur Arbeit gehe, und die ein paar Fallstricke für Navi-Apps bereithält, habe ich die Alltagstauglichkeit bei Apps mit Fußgänger-Modus getestet.

    Die Teststrecke (6,2 Kilometer) geht von Dortmund-Barop  bis nach Dortmund-Kley.

    Es gibt 2 Stellen auf der Strecke, bei denen sich zeigt, ob die App für die Navigation per Pedes taugt, oder ob man den Speicherplatz auf dem IPhone lieber für ein paar Stunden Musik eintauscht – immerhin werden bei der Installation bis zu 2 Gigabyte Kartenmaterial installiert.

    Falle 1: ‘Am Beilstück’ gibt es einen kleinen Durchgang für Fußgänger – Autos kommen wegen Absperrpfählen dort nicht hindurch. Abkürzung zur Auto-Route ca. 300 Meter

    Falle 2:  Am Ende der ‘Emil-Figge-Straße’ führt ein Spazierweg durch den Technologie-Park auf die Brennabor-Straße zurück. Abkürzung ca. 200 Meter.

    Sygic 1

    (Prompt in die Falle getappt. Der optimale Weg ist der mit den roten Pfeilen – und er ist auch ohne Probleme passierbar. Hier patzt die Sygic App. Sie ist aber noch wesentlich besser als Tom Tom)

    Im Test waren die folgenden kostenpflichtigen Apps:

    • TomTom Europe
    • Sygic D-A-CH

    sowie die kostenlosen Apps:

    • Google Maps
    • Navi 2+  (Skobbler)
    • IOS 6 Karten (vorinstalliert und auf TomTom Material basierend)

    Klarer Verlierer: alles wo TomTom drin werkelt.

    Stellt man bei TomTom (mit dem Kartenmaterial Europa) die Benutzerführung von KFZ auf Fußgänger um, passieren eigentlich nur 3 Dinge: Bei Fernzielen wie Frankfurt wird eine Meldung ausgegeben, dass dieses Ziel im Fußgängermodus nicht zu erreichen ist, die Strecke führt nicht mehr über Bundesautobahnen und die Dauer des Trips wird auf Fußgängertempo angepasst. Damit hat TomTom seines Glaubens nach die Strecke für Fußgänger optimiert. Ja, wenn mal alles im Leben so einfach wäre…

    Bei der Wegführung patzt Tom Tom dafür nämlich derart grob, dass die App wegen Gesundheitsgefährdung für Fußgänger nicht zu empfehlen ist – die Software versucht einen immer auf Hauptstraßen zum Ziel zu schicken, was der Gesundheit des Tippelbruders aufgrund der hohen Abgasbelastung nicht förderlich ist.

    weiter rechte Seite >

    Eine Suche nach kürzeren Alternativen hält die Software scheinbar nicht für nötig – die Entwickler mussten wohl nie in Ihrem Leben zu Fuß gehen – sonst hätte man dem Punkt etwas mehr Bedeutung bei gemessen.

    Dass es möglich ist, einen wirklich optimierten Weg zu berechnen und anzuzeigen, zeigen grade die kostenlosen Produkte Skobbler (Navi 2+) und die google Maps.

    IMG_2112

    (nicht in die Falle getappt! Google Maps zeigt, dass das Grundprinzip der Fußgängernavigation verstanden wurde – hier wird am Ende der Emil-Figge Straße ein kurzes Stück durch den “Technologie-Park” gelotst. Folgt man der Route anderer Navi-Systeme würde man einen großen Haken schlagen, weil man über die gelbe Hauptstraße geführt wird)

    Ebenfalls gut geeignet ist Skobbler. Obwohl auf anderem Kartenmaterial basierend – nämlich dem Open Street Map Projekt (welches von einer großen Community immer Up-to-Date gehalten wird) – schlägt es TomTom um Längen. Dazu ist die App kostenlos. Nur wenn man Karten auf dem IPhone fest installieren möchte um teuren Datentransfer beim Download der temporären Karten zu vermeiden, muss man bezahlen. Für ein Land zahlt man 2,69 €, für einen Kontinent 5,49 und die ganze Welt gehört einem für 9,99 €.  Das ist nahezu geschenkt im Vergleich zu anderen kostenpflichtigen Apps.

    IMG_2108

    (Test ebenfalls mit Gut bestanden. Skobbler als echte Navigations-Software zeigt auch im Fußgänger-Modus, dass es den Sinn einer Navigation verstanden hat. Auch hier führt die Software einen ein kurzes Stück durch den Techno-Park, um nicht den großen Bogen über die Hauptstraße schlagen zu müssen)

    Fußgängermodus im TomTom Verständnis zeigt, wie es nicht gemacht werden sollte. Die Wegführung orientiert sich nur an Straßen, welche für KFZ zugelassen sind. Dazu herrscht die Logik vor, dass Hauptstraßen schneller zum Ziel führen als Seitenstraßen (dies mag bei motorbetriebenen Fahrzeugen stimmen – für Fußgänger ist der Punkt unbedeutend).

    IMG_2120

    (Fußgängerroute a la TomTom – weshalb hier ein Riesenhaken geschlagen wird, weiß nur TomTom (eventuell soll der Spaziergang zum Training für den New York-Marathon ausarten?) – der optimale Weg ist der grün eingezeichnete.)

    Zusammenfassend kann man sagen, dass TomTom zwar für KFZ-Navigation geeignet ist, mutiert man aber zum Fußgänger kann man die App getrost löschen und dafür lieber ein bisschen Wandermusik auf’s IPhone laden.




    Wie es richtig gemacht wird zeigen Skobbler und die google Maps. Da auf dem IPhone mit dem IOS 6 die google Maps gegen TomTom Karten getauscht wurden, ist das Ergebnis der Routen-Berechnung ebenfalls nicht Fußgängertauglich. Sygic liegt vom Ergebnis irgendwo dazwischen – da es aber eine Menge Funktionen mitbringt, würde ich der Software Platz 2 geben – hinter Skobbler, aber vor den google Maps. Abgeschlagen am Ende des Testfeldes sind die vorinstallierten IOS Maps (Version 6.x) und TomTom.

    Datum letzte Änderung: 09.05.2013 03:42 Uhr

    [/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
  • Windows 8 – Metro oder Retro?..

    ..oder: ein Leben ohne Startbutton ist möglich – es lohnt sich nur nicht (frei nach LORIOT)…

    PROLOG: Einmal pro gefühlter Jahreshalbdekade gelingt es Microsoft ein wirklich gutes Betriebssystem zu entwickeln. Windows 3.11, Windows 98 SE, Windows 2000, Windows XP und zuletzt Windows 7 waren Betriebssysteme, die stabil liefen und übersichtlich in der Usability waren. Was bedeutet dies im Umkehrschluss? Die anderen 5 Jahre kommt nur Kernschrott aus der Softwareschmiede mit dem M im Logo. Auf der anderen Seite (nennen wir Sie die MURKS-Seite, finden wir namhafte Vertreter wie Windows 95, Windows ME und nicht zuletzt das gar nicht mal so alte Windows Vista. Das Beste an Vista war noch das Poker-Spiel “Texas Hold’em”, welches man ausgiebig in der Zeit spielen konnte, während das Betriebssystem bemüht war 3 Dateien auf eine Diskette zu kopieren, und der Satz: “ich geh mal schnell ein paar Dateien kopieren” war damals unter IT-lern eine gängige Abschiedsfloskel nach durchzechter Nacht und ein echter Schenkelklopfer. Er löste zeitweise sogar den Satz: “ich hol mal eben Zigaretten” ab, wenn sich der männliche Ehepartner von seiner Angetrauten trennen wollte..

    vista_rechnet

    (Bild: Wer Vista auf dem Rechner hatte, fühlte sich wie im Theaterstück ”warten auf Godot”. Da konnten einfache Dateioperationen schon mal die Dauer eines sozialistischen 5 Jahresplanes übersteigen)

    Nachdem ich vorgestern als einer der ersten eine 64 Bit Pro Systembuilder Version des neuen Windows 8 bekommen hatte, und die auch sofort installiert habe, ist klar – es gibt einen neuen heißen Aspiranten für die MURKS-Seite!! Soweit das Vorwort..

    Vorgestern bekam ich das neue Windows 8 Pro (64 Bit) als Systembuilder Version geliefert. Das Unboxing Erlebnis möchte ich mal als bescheiden beschreiben. Ein Karton, gefüllt mit Rechnung, Lieferschein und zu Hauf Werbeflyern, in dem ein billiger Pappumschlag lag.

    win-8-SB-Verpackung

    (Bild: Unboxing für Arme – 5 Sekunden maximal und das Windows Auspack-Erlebnis ist Geschichte.. Pappschuber in Pappumschlag, der nur deshalb so groß ist, weil Microsoft seine ellenlange OEM-Builder Lizenz draufdrucken musste – und als Tipp für Microsoft: legt eine Lupe bei, damit man den Installationscode entziffern kann..)

    Nun, ich will da mal nicht maulen – schließlich ist die System Builder Version nur für Hersteller gedacht, und das Installationsmedium muss deshalb nicht in einem Hochglanz Schicki-Micki-Behältnis dabei sein. Wenn man dafür 200 Euro spart, soll es mir Recht sein.

    Da ich noch auf einer Partition des Servers die Consumer Preview von Windows 8 installiert hatte, bei der aber so ziemlich alle Programme (sorry, die heißen ja jetzt alle Apps) abkackten, wenn man versuchte die zu starten, war klar, welche Partition für das neue Superbetriebssystem von Microsoft platt gebügelt werden würde.

    Also neu gebootet, im Bios die Bootreihenfolge auf “zuerst DVD First – dann Festplatte” eingestellt, und los ging’s.

    Bei der Installationsroutine gab’s keine Überraschung. Der übliche Bildschirm, die übliche: “drücken Sie eine beliebige Taste um von CD/DVD zu starten”, und die Installation begann.

    Alles lief gut – bis zu dem Punkt an dem ich den Installationscode eingeben sollte. Ich brauchte 5 Anläufe um auf dem Miniaufkleber einen Zahlen-Buchstaben-Code zu entziffern. Das lag nicht daran, dass ich im Alter zum Legastheniker mutiere, sondern am winzigen OEM-Lizenz-Aufkleber, auf dem in noch winzigeren Buchstaben, die nur noch halb so groß sind wie die auf den alten Aufklebern (ich habe nachgemessen:  die Redmonder Druckmaschinen schaffen ein technisches Wunder, indem Sie 3 Zeilen kryptisches Buchstaben-Wirrwar – natürlich inklusive Zeilenabstand – auf 5 Millimeter Höhe quetschen können) an den zum verwechseln ähnlichen Buchstaben, wie das  Y, das fast wie ein V aussah, der 8, die man für ein B halten konnte und an dem dunkelblauen Hintergrund, auf dem in schwarzen Lettern der Code eingeprägt war.

    Es nutzte nix: Obwohl ich nicht blind bin wie ein Grottenolm, musste ich, um Erfolg zu haben, den Aufkleber mit meinem IPhone abtelefonieren und vergrößern. Nachdem ich diese unfreiwillige Captcha-Prüfung endlich gemeistert hatte, lief auch die Installation ohne weitere Probleme bis zu Ende ab.

    Ich wünsche jetzt schon allen OEM-Herstellern viel Spaß bei der Augenarzt – Konsultierung wegen Augenüberanstrengung.

    Die nächste ungewohnte Überraschung erlebte ich beim Reboot. Da auf meinem Server mehrere Betriebssysteme installiert sind – zum Teil um die anderen zu reparieren, bzw. um noch arbeiten zu können, falls eines lahm gelegt ist (ich sag nur: “BKA-Virus”) – habe ich ein Bootmenü, welches mir erlaubt das gewünschte Betriebssystem zu wählen. Dieses hatte die Installation komplett gekillt.

    Windows 8 wähnte sich allein als Herr über 6 Festplatten und zeigte mir dies auch nachdrücklich (verwundern kann einen nur, dass das neue (endlich!) grafische Bootmenü der Windows 8 Consumer Preview so ziemlich das einzige war, was funktionierte). Nun weg ist weg, und was weg ist holt man sich wieder.

    Windows 8 Bootmenü

    (Bild: Um diesen Bootscreen sehen zu können, muss man schon echt vom Glück geküsst sein. Bei mir wird in 9 von 10 Bootvorgängen der textbasierte Windows 7 Bootscreen angezeigt – Naja, aber Hauptsache ist ja, dass der Server überhaupt bootet, oder?)

    Doch bevor ich dazu kam das Bootmenü mittels BCDEdit wieder herzustellen, musste ich erst eine ellenlange Benutzereinrichtung über mich ergehen lassen, die eine halbe Stunde meiner kostbaren Lebenszeit verschlang.

    Das liegt daran, dass das neue Windows 8 sich als Internet-Betriebssystem versteht, was immer online ist, und deshalb vorhandene Benutzer-Accounts bei msn einbindet. Soweit ganz richtig und logisch – aber wer hat seine Account-Details parat? Mein Passwort ist kryptisch mit Sonderzeichen, Groß-u. Kleinschreibung  (so wie es auch seitens Microsoft empfohlen wird),  das habe ich zwar auf einer Backup-Platte, aber sicher nicht im Kopf – nur kommt man dort nicht bei der Account-Einrichtung hin (also auf die Backup – Platte)…

    In der Hoffnung, dass man dies alles später noch würde hinzufügen können, richtete ich also einen Standard-User ein. Eine neue Option bei der Legitimation eines Users ist die Möglichkeit einen Pin-Code einzugeben. Diese Idee scheint nicht ganz unlogisch, wenn man Windows 8 hauptsächlich als Betriebssystem für mobile Geräte sieht.

    Doch irgendwann war auch dies vollbracht – Windows 8 startete und zeigte mir seinen Desktop, den ich mittlerweile seit einigen Tagen testweise als operatives System nutze, um keinen unqualifizierten Schnellschuss in Sachen Usability abzugeben – doch leider finde ich auch nach nunmehr fast einer Woche irgendwie keinen Zugang zu dem “Ding”.

    Ist man kein Besitzer eines Touchscreens sollte man schon mal frische Batterien in die Funkmaus packen, denn man fährt mit dem kabellosen Zeigegerät wie auf einem Idiotenrundkurs in die äußersten Ecken des Monitors. Rechts unten um die Einstellungen anzuzeigen – links unten um das Start-Menü im Kachelstyle anzuzeigen – oben in die Mitte um Fenster zu schließen. Vielleicht hätte man Windows 8 besser Winopoly genannt, denn das ganze erinnert doch eher an das altbekannte Brettspiel, als an ein modernes Betriebssystem. Gut dass ich noch die ganzen alten Tastatur-Befehle kenne. Wenigstens die funktionieren noch.

    Alt und F4 ist die meistgenutzte Kombination. Dies hauptsächlich, weil Microsoft bei den Apps, welche eigentlich für ein knapp 4 Zoll Handy-Display programmiert wurden und deshalb auf einem 21 Zoll Monitor, weil wegen der Darstellung in Riesenlettern, völlig bescheuert aussehen, gefühlte 3 Informationen bereithält – dabei aber den Close-Button nicht integriert hat.

    Mail App

    (Bild: Metro-Style = Minimalistik Pur! Wer’s mag. Und wer genau hinschaut, wird feststellen: es gibt keinen Button um die Anwendung zu beenden)

    Fairerweise muss man sagen, dass Microsoft Anwendungen (oder Apps) nicht mehr durch klicken eines Buttons, sondern durch fassen am oberen Bildschirmrand (die Zeiger der Maus verwandeln sich dann in eine Hand) und ziehen der App an den unteren Bildschirmrand geschlossen werden. Wäre dies durchgängig, wäre es wenigstens nachzuvollziehen. Doch bei Apps fehlt der Button, bei anderen Programmen ist er da. Die Folge: man sucht erst mal verzweifelt. Da ist ALT+F4 immer die bessere Wahl..

    Apropos Optik: die ist jetzt “optimiert” – so würden es wohl Werbefachleute deklarieren. Ich nenn es “billig”!

    AERO-Design

    (Bild: AERO – Design. So sahen bis vor kurzem noch Betriebssysteme aus dem Hause Microsoft aus. Bis – ja bis Windows 8 kam. Schaut euch die Fenster im direkten Vergleich an – Transparenz und Glow-Effekte bei den Buttons, sowie abgerundete Kanten bei Windows Vista und Windows 7 – unten Langeweile in Reinkultur. An dieser Optik hätten wohl nur Spartaner Spass..)

    win-3.1-Style.jpg

    (Bild: Metro? Wohl eher Retro! Nix mehr mit schickem AERO-Design, abgerundeten Kanten und Transparenz. Pures Windows 3.1 Feeling aus den späten 80ern. Also Microsoft: “auf die Oberfläche geht’s gar nicht”..)

    Das nächste was mir auffiel, war die eher kärgliche Darstellung der Fenster. Von Vista und Windows 7 das schicke AERO-Design mit den abgerundeten Ecken und der Transparenz gewöhnt, dachte ich erst an einen Fehler des Betriebssystems.

    Klar, das kannte ich ja von Vista und Co. – wenn Windows nicht Aktiviert ist, werden bestimmte grafische Effekte abgeschaltet. Also zuerst mal Windows aktivieren. Gesagt, getan – Doch von wegen: die Fenster blieben im 3.1 Retro-Style..

    Also ab in die Systemeinstellungen und bei ‘Anpassungen’ gesucht. Genauer bei ‘Fensterfarbe und – darstellung’. Da gibt es den Button ‘Transparenz aktivieren’ – Ja, aber nur bei Windows 7. Und bei Windows 8? Fehlanzeige!

    Aber ein Power-User kennt ja die Betriebssysteme aus dem Effeff. Also tiefer bohren!!

    Wieder in die Systemsteuerung. Und dann gekonnt über System > erweiterte Systemeinstellungen > Reiter ‘Erweitert’ > visuelle Effekte, Prozessorzeitplanung und Co. – um ernüchtert festzustellen: wieder ins Leere gelaufen!

    Ich suchte und suchte – es gab scheinbar keine Option das Betriebssystem halbwegs schick aussehen zu lassen.

    Hätte ich vorher gegoogelt, hätte ich mir das ganze suchen sparen können – tatsächlich ist Windows 8 von jeglichem schmückendem Zierrat befreit.

    Damit ist Windows rein optisch ein echter Totalausfall. Dass die Kontextmenüs jetzt wie bei Office-Anwendungen im Ribbon-Style oben auf den Fenstern sind, kann den Gesamteindruck nicht mehr rausreißen. Das ganze Betriebssystem ist nicht Ihm nicht Ihr. Es ist nicht konsequent genug umgesetzt, sondern wirkt unfertig.

    Aber Hey, Leute – es ist nicht alles schlecht, was Windows 8  mitbringt.

    Es gibt ein echt tolles Solitaire Spiel – und das entschädigt für vieles.

    solitaire-de-Luxe_thumb.jpg

    (Bild: Nach so vielen bösen Worten, nun einige des Trostes. Es gibt einige sehr schöne Spiele, die Windows 8 mitbringt. Mahjongg und Solitaire De Luxe sind optisch schick und lassen sich dazu in mehreren Varianten spielen und vom Design anpassen)

    Na gut, das ist vielleicht insgesamt ein bisschen wenig, nach den ganzen nicht ganz so tollen Neuigkeiten – aber immerhin – es gibt Hoffnung. Und wer den Prolog am Anfang genau gelesen hat, weiss ja auch, was er von Betriebssystemen zu halten hat, die tolle Spiele mitbringen, gelle? Wir nutzen spielerisch die Zeit, bis wieder ein brauchbares Betriebssystem auf den Markt kommt!

    Datum letzte Änderung: 9.11.2012 03:55 Uhr

    Windows 8 - der erste Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Funktionsumfang
    Usability
    Optik

    Ergebnis

    Windows 8 ist das "neue" Betriebssystem von Microsoft. Es bricht mit einigen altbekannten - und bewährten Standards. Dazu bringt es mit der "Metro" betitelten Benutzeroberfläche ein sehr gewöhnungsbedürftiges Look and Feel mit. Die Installation ist simpel und stellt auch Anfänger nicht vor Komplikationen. Neu ist die Verwendung eines Online-Kontos und die Einbindung von Apps. Der Funktionsumfang ist grade ausreichend und reißt nicht vom Hocker. Die Usability ist zweigeteilt. Die Trennung und Nutzung von normalen Programmen und Apps stellt den benutzer immer wieder vor das Problem: was muss ich jetzt tun? Dazu ist die Optik schlicht - wenn man das Wort öde vermeiden will. Es fehlt wirklich jeglicher Pep und optischer Reiz.

    User Rating: 3.35 ( 1 votes)
  • Hier folgt eine Werbeanzeige
  • LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    ..oder: es gibt eine neue “Du kommst aus dem Gefängnis frei”-Karte für Apples IOS 5.1.1

    Meine gottseidank recht lockere Beziehung mit SIRI, der nervigen IPhone 4S Zicke –  (von Apples Werbefachleuten realitätsverachtend: “Siri. Dein intelligenter, hilfsbereiter Assistent. Du musst ihn nur fragen.” tituliert) – holpert mittlerweile seit fast einem Dreiviertel Jahr mit Hochs und Tiefs (meistens Tiefs) vor sich hin.

    Wäre Sie eine reale Freundin – ich hätte Sie schon längst wegen Blödheit und Faulheit abserviert und die Türschlösser ausgetauscht. Soll SIRI mir mal meine Mails vorlesen, bekomme ich sofort ins Gesicht, bzw. auf’s Retina Display geknallt: ”Ich kann deine Mails leider nicht vorlesen!” Grade mal bequemt sich die verzogene Prinzessin dazu mir meine empfangenen SMS vorzulesen. da ich aber kaum welche bekomme, bekomme ich meistens als Antwort: “Du hast keine neuen SMS zum vorlesen” – und man kann fast den amüsierten Unterton aus Ihrer Stimme heraushören, weil Sie es geschafft hat, sich mal wieder vor einer Arbeit zu drücken.

    LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    (DAS wäre eine SIRI nach meinem Geschmack. Kein androgynes Dööfchen, die einen mit Ihren blöden Gezicke nervt, sondern ein nett anzuschauendes, jüngeres Weibchen, welches sich freut einem vermögendem älteren Herrn für ein paar Euroscheinchen mit einfachen Dienstleistungen oder Handreichungen verwöhnen zu dürfen)

    Dies zieht sich quer durch alle Bereiche – möchte ich etwas von SIRI kommt meistens als Antwort, dass Sie das nicht kann (meiner Meinung nach WILL das Luder nur nicht), oder Sie spielt die Begriffsstutzige und fragt scheinheilig: ”ich habe leider nicht verstanden, was Du damit meinst”.  Irgendwann gibt man genervt auf, weil man gegen soviel weibliche Sturheit eh nicht ankommt und man seine Ehre wenigstens noch retten kann, wenn man sich selber sagt, dass der klügere nachgibt.

    Diskussionen mit SIRI? Da sollte man lieber vorher schon mal ein paar RIOPAN Magen Tabletten einwerfen, denn es könnte sonst schnell passieren, dass einem ein Magengeschwür in Kalbskopfgröße wächst.

    LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    (Diskussion mit SIRI. Spätestens nach 2 sinnvollen Sätzen ist Schluss mit lustig und Siri stellt sich dumm. Dazu neigt Sie wie hier zu sehen zur Arroganz.)

    Siri ist darüber hinaus auch sexuell ziemlich verklemmt, denn nett gemeinte Anfragen, ob man nicht mal die Beziehung in Form eines Quickies etwas vertiefen könnte, werden sofort mit einem angewidertem: ”ICH VERSTEHE NICHT WAS DU MEINST!” abgeschmettert!

    Auch hier reiht sich SIRI nahtlos in die Liste meiner Ex-Freundinnen aus der Spezies Homo Sapiens ein, obwohl Sie wohl eher als Homo Silicium bezeichnet werden müsste.

    Eigentlich ist das Verhalten unlogisch – also wieder typisch weiblich – denn die Spracherkennung bei Texten, wenn man Sie nicht über das pieselige Display eintippt, sondern ins Mikrofon spricht, ist extrem hoch. Warum längere Sätze einwandfrei erkannt werden, aber einfache Befehle nicht? Da kann man nur spekulieren. Ich würde SIRI mal unterstellen, dass Sie da eine Art  Cyberprämenstruelles Syndrom auslebt…

    Das war jetzt ein langes Vorwort, aber dies hat mit dem eigentlichen Blogbeitrag insofern zu tun, als dass ich mein IPhone 4S bereits vor einigen Monaten “Jailbreakte” (ich berichtete bereits HIER darüber).

    Für diejenigen, welche nicht wissen, was damit gemeint ist: APPLE vertritt die Meinung, dass aus Gründen der Stabilität oder Optik, der Benutzer auf viele Funktionen nicht zugreifen darf, um Sie zu verändern. Das, was man von jedem Windows PC oder Nokia Handy kennt, dass anpassen der Optik mittels Themes, ist beim Iphone auf das ändern des Hintergrundbildes beschränkt. Und selbstverständlich möchte Apple nicht, dass Software von anderen Quellen als vom hauseigenen IStore gekauft werden kann

    Findige Entwickler um Jay Freeman haben eine eigene Community gegründet und über das CYDIA Portal lässt sich das IPhone über etliche Themes an eigene Vorstellungen anpassen ohne gezwungen zu sein, die altbackene APPLE Optik zu benutzen.

    LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2) LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    (2 meiner Lieblingsthemes sind hier zu sehen. Pages mit einem animierten Hintergrund, der jederzeit das Wetter und den Sonnenstand anzeigt und UINIQUE, ein Theme welches optisch ein echtes Lekkerli ist.)

    Apple versucht natürlich alles, dass Ihre Hardware nicht verändert werden kann. Die CYDIANER müssen also wie Hacker nach Schwachstellen im Betriebssystem suchen, um Zugriff auf das Handy zu bekommen. Und mit jedem Update des Betriebssystems wird es schwieriger für die Hacker, denn APPLE schließt nach und nach die Schwachstellen.

    Mein IPhone wurde ab Werk mit dem IOS 5.0 ausgeliefert und relativ schnell schob Apple das Mini-Update 5.01 nach. Es dauerte mehrere Wochen, bis die cleveren Jungs aus der Community für diese OS Version einen Jailbreak anbieten konnten.

    Und grade für das IPHONE 4S mit seiner besseren Hardware war hier wochenlang Stand der Dinge, dass die danach veröffentlichten Updates nicht installiert werden durften, weil es für diese Softwareversion in Verbindung mit dem DUAL Core keine Möglichkeit gab einen Jailbreak durchzuführen. Updatete man, war alle auf CYDIA erworbene Software futsch, da sich diese Software nur über ein frei geschaltetes IPHONE installieren lässt.

    Zurück auf die vorige Version kann man auch nicht. Dies lässt Apple nicht zu. Da hieß es warten oder verzichten.

    Es dauerte tatsächlich mehrere Wochen bis man beim 4S eine Lücke entdeckte, um das Jailbreak wieder möglich zu machen.

    Der Vorteil soll an verbesserter Akkulaufzeit und anderen Verbesserungen unter der Haube liegen.

    So weit so gut. Ich könnte fast zufrieden sein, wenn.. ja wenn es Apple geschaffft hätte SIRI endlich von Ihrer Zickigkeit zu befreien. Aber dann wäre natürlich der Name SIRI falsch, sondern ER müsste dann SIRIUS heissen..

    Datum letzte Änderung: 29.05.2012 06:30 Uhr

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"