PI KoslowskiUnterhaltung

Das Geheimnis der Frau mit den blauen Schuhen..

..oder: Koslowski stellt eine Falle..

Was macht Man(n), wenn das Wochenende mal wieder Wettermäßig ins Wasser fällt, und er die Kreativität, die er normalerweise auf dem Dancefloor mit seinen jungen weiblichen LAG’s auslebt, nun zuhause kanalisieren muss? Genau! er schreibt Geschichten!

Glaubst Du nicht?

Na, hier mein Erstlingswerk –  eine Social (nicht zu verwechseln mit Science)-Fiction-Detektiv-Geschichte:

PROLOG: Es ist das Jahr 2059. Die Erde ist nach den 2 Energiekriegen kurz vor dem Kollaps – Die Erdölquellen sind größtenteils versiegt. Die teuren Offshore Bohrungen haben den Preis für Rohöl unbezahlbar gemacht. Rigorose Energiegesetze sorgen dafür, dass mit den letzten verbliebenen Ressourcen der Erde pfleglich umgegangen wird.

Die Weltmeere sind leergefischt, die Regenwälder abgehholzt. Auf deren Grund wird nun in Monokultur Raps angebaut, um wenigstens Treibstoff für Fahrzeuge herstellen zu können.  Deshalb ist Energie im Jahr 2059 ein teurer Luxus  – und steht deshalb nur Reichen und Superreichen in ausreichendem Maß zur Verfügung. In dieser Welt versucht unser Held ums Überleben zu kämpfen – und dies in einem schlechtbezahltem Job als Privatdetektiv.

UND GENAU HIER BEGINNT UNSERE GESCHICHTE!

Bsssst… Bssst… Bssssttt.. das nervige Geräusch des Wakeners ertönte…langsam versuchte Koslowskis Gehirn wieder in die Wirklichkeit zu finden, obwohl der Rest des Körpers nach der durchzechten Nacht und dem viel zu kurzem Schlaf sagte: “Bleib liegen, Blödmann!”

Mit geschlossenen Augen, um den herrlichen Halbschlaf nicht durch Tageslicht zu zerstören, tastete seine Hand in Richtung des nervigen Geräusches. Seine Fingerspitzen berührten etwas und er versuchte zu ahnen was es war – ja, den Formen nach konnte es nur der Wakener sein.

Während er sich weiter bemühte mit geschlossenen Augen das verdammte Teil zum Schweigen zu bringen, musste er grimmig grinsen: ‚Wakener‘ – auch so eine völlig bescheuerte Bezeichnung für das damals übliche Wort “Wecker”. Aber die weltweite Phobie des Anglizismus machte vor nichts halt, und als ein großes Elektrowarenhaus in den 30er Jahren das Wort ‚Wakener‘ für einen simplen Wecker benutzte, hatte sich der Begriff im täglichen Sprachgebrauch schnell eingebürgert.

awakener

Während er dies dachte, hatten seine tapsigen Bemühungen den Taster auf dem Wakener zu finden, um Ihn endlich Mundtot zu machen immer noch keinen Erfolg. Verdammt. Er musste tatsächlich die Augen auf machen, und wusste, wenn er dies tun würde, könnte er auch gleich aufstehen – der erotische Traum, in dem er vor dem blöden Gepiepse mitspielte, würde ohne Ihn weiter gehen müssen. Er seufzte – sowohl diese körperliche Betätigung, wie auch das nachdenken über den Wecker hatten sein Gehirn vom Standby auf Standgas geschaltet.

Er überlegte – was gab es heute zu erledigen? Momentan hatte er keinen Fall – er konnte also mal ein paar wichtige Dinge erledigen.

Seine monatliche Einkommensübersicht für die Agentur für Finanzen war überfällig. Wollte er nicht wieder eine saftige Strafe zahlen, wäre dies der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung, die es zu erledigen galt, wie Geld bzw. Geldknappheit eigentlich immer ein Thema für Ihn war. Doch Geldknappheit war für jeden Bewohner in seinem Wohnbezirk ein Thema. Hier kämpfte jeder irgendwie um sein Auskommen, denn nach dem Wegfall der Mittelschicht gegen Anfang des zweiten Jahrtausends gab es fast nur noch Arme und Reiche. Und niemand mit Geld würde freiwillig in seinem Stadtteil wohnen wollen.

Er musste an die Geschichten denken, die sein Vater ihm über die “goldenen Zeiten” erzählt hatte. Damals gab es Bereiche in den Städten, die man Parks oder Grünanlagen nannte, und der Allgemeinheit zur Verfügung standen, es gab den ganzen Tag Strom, Leitungswasser war fast kostenlos, und es gab Millionen von Autos auf den Straßen und je höher man in einem Wolkenkratzer wohnen wollte, umso teurer war die Miete.

Er musste fast schmunzeln wegen der traurigen Ironie – Heute war alles umgekehrt.

Nach der neuerlichen Verschärfung der Energiespargesetze vor knapp 10 Jahren, war das wohnen in den oberen Etagen der Hochhäuser fast kostenlos, denn alles was Energie verbraucht kostete Geld, weshalb man auch für eine Fahrstuhlfahrt gnadenlos zur Kasse gebeten wurde. 5 Neuro kostete aktuell eine Fahrt. Der Neuro war seit über 30 Jahren die Währung der EU, denn nach dem wirtschaftlichem Zusammenbruch der selbigen wurde der ‘Euro’ durch den ‘neuen Euro’ kurz Neuro genannt ersetzt. Da Geld knapp war, wurden Fahrstühle kaum noch genutzt, und wenn die teuren Wartungen nicht durch die Gebühren eingespielt wurden, ließ man die Aufzüge einfach verrotten. Wohnungen über das 10. Stockwerk hinaus waren quasi unvermietbar, und die Eigentümer waren froh, wenn sich ein dummer und sportbegeisterter Treppensteigjunkie fand, der die Wohnung zu einer Minimalmiete nahm.

Es hatte natürlich auch seinen Vorteil im 19. Stockwerk zu wohnen. Kein Gerichtsvollzieher der Welt würde freiwillig diese Strapaze auf sich nehmen, um bei Ihm etwas zu pfänden, weshalb die oberen Etagen meistens von Leuten der Unterschicht und zwielichtigen Gestalten bewohnt wurden.

Klingelbrett

Der Nachteil war aber auch offensichtlich – die Klienten mussten verzweifelt sein oder selber kurz vor dem finanziellen Bankrott, wenn Sie erst über 200 Treppenstufen hochmarschierten um Ihn um seine Hilfe zu bitten.

Überhaupt war Energieknappheit immer ein Thema und trieb bisweilen seltsame Auswüchse. Noch vor 30 Jahren wurden Batterien in alles gesteckt, was irgendwie mit Strom betrieben wurde. Das war zwar sehr bequem, aber eine riesige Rohstoff-Verschwendung. Batterien waren deshalb vor 20 Jahren komplett verboten worden.

City bei Nacht

Straßenlaternen spendeten nur Licht, wenn sich jemand im Kreis der Bewegungsmelder aufhielt. Dies sah Abends beim Blick aus dem Fenster auf die weit unten liegende Straße aus wie ein Tanz von Glühwürmchen. Auch die Innenstädte waren Abends dunkel, denn es war seit Jahren bei den immensen Strompreisen unrentabel und deshalb verpönt, das Licht in den Schaufenstern der Geschäfte für ein paar Nachtschwärmer brennen zu lassen, weshalb auch hier nur bei Annäherung von Kunden eine spärliche Beleuchtung aufflammte..

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Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein Eisen zu heiß..)

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19 Kommentare

        1. genau – war auf der anderen Seite. Hier ist nicht viel erlaubt. Der Wikio ist eigentlich auch eher witzig gemeint. Platz 486? Da gibts wohl nicht viele die schlechter sind. Ausserdem schreibe ich eher über andere Themen..

    1. Bei den auf WordPress gehosteten Blogs wird das Script nicht zugelassen.
      Eigentlich ist es eine Textbox mit dem text: . Das wars schon. Allerdings muss man vorher den google Code in den Header Bereich der seite einbauen.

  1. Haha, ja, die Geschichte ist noch am Anfang – Sie verlinkt deshalb auf eine Seite, die in der Zukunft liegt – wie ja auch die gesamte Geschichte.. 😉
    Ja, den Button habe ich auf petersplace.net eingebaut. Ist nur ein Script, was ich in eine Textbox gepackt hab.. Funktioniert aber… ich weiss nur nicht, was der +1 Button macht.. ^^

    1. auf google+ bookmarken – damit andere sehen können, welche Links einem gefallen, die Liste findet der interessierte Besucher dort rechts im Profil des +1-Vergebenden; leider kann man es nicht sortieren, aber für ein Psychogramm könnte es, wenn man unvorsichtig ist, allemal reichen 😀

      1. Hmm, das macht mir ja Sorgen dieses erstellen von Bewegungsprofilen, Psychogrammen und angepasster Werbung..
        Oh, ich seh‘ ich bin auch noch gestumbled worden – Pfui, wer macht denn sowas.. ^^

Geistesblitz da lassen..

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