Hidiho liebe Community! Der April ist vergangen – es wird also Zeit für den Monatsrückblick April 2026 – und wie Du als treuer Leser festgestellt hast, gab es am 1. April keinen meiner üblichen Aprilscherze. Tja, für einen Scherz muss man in Stimmung sein – aber wenn ich höre, was unser „ich scheisse auf die Arbeiterklasse und Rentner“-Kanzler Merz schon wieder in Bezug auf Rente raushaut, dann frage ich mich, wann er die Spitting Image Maske abnimmt und darunter das Gesicht vom US Donny-Boy zum Vorschein kommt.
Ähnlich rigoros den ärmeren Menschen, das bisschen was sie zum Leben brauchen zu streichen, um es denen zu geben, die mehr als genug haben, war man ja eigentlich nur aus Gods own Country von dem orangefarbenen Spinner gewohnt.
Aber verlassen wir das Thema Politik erstmal – es gibt wirklich schönere Dinge im Leben als sich über altersstarrsinnige Narzisten in Regierungspositionen aufzuregen, oder? Genau – dafür ist später in diesem Monatsrückblick noch Zeit..
Monatsrückblick April 2026 – es wird mal wieder gereist..
(Bild links: Achtung! Alter Mann auf Tour. Das Wetter war herrlich – mein Kumpel hat einen Audi TT Cabrio und damit kann man ganz entspannt nach Bochum düsen. Bei über 2 € für einen Liter Sprit eine schon fast verschwenderisch teure Reise.)
Ich war mal wieder auf einer Reise – naja, was heißt Reise.. ich war in Bochum im Bergbaumuseum und wollte das erste mal den Bonus meines Rentnerausweises ziehen: „ermäßigten Eintritt“ – ja von wegen.
Nicht nur, dass der Eintrittspreis mit 15,00 € ziemlich happig war (damit ist dann nur das überirdische Museum mit seinen Ausstellungen abgedeckt) für die Führung unter Tage – die eigentlich der spannendere Teil an dem Besuch ist, waren nochmals 3,00 € fällig. Und Ermäßigung für Rentner? Nix da!
Ich konnte mich dunkel daran erinnern, dass ich als Schulkind mal in dem Bergbaumuseum war – war aber nicht sicher, ob es das gleiche Gebäude war, denn das Museum wirkt technisch ziemlich neu. Nachdem ich auf der Webseite des Museums war, löste sich das Rätsel: der Gebäudekomplex wurde in den Jahren 2014 bis 2019 komplett umgebaut und ich muss sagen – das haben die gut gemacht!
Kleiner Spoiler: der Zutritt zum Cafe „Kumpels“ im Museum ist frei und kostet nichts. Und auf dem Weg dorthin kann man auch kostenlos durch das ganze Museum latschen und das ist wirklich ziemlich groß und bietet nicht nur informationen zur Kohle und Bergbau. Spart euch also den Eintritt, denn die Karten werden nicht kontrolliert. Wer genug kriminelle Energie hat, der verzichtet auch auf die Karte für die Führung, stellt sich einfach zur vollen Stunde an den Sammelpunkt und latscht mit der Truppe mit.
Ich bin sicher 99% der Besucher haben nur ein einziges Mal Eintritt gezahlt und gehen seitdem Tagein-Tagaus dort kostenlos hin um den horrenden Eintrittspreis wieder einzuspielen.
Die Führung durch die unteren Gefilden des Bergwerks, bzw. des Bergbaumuseums ist interessant gemacht, obwohl mir der Rundgang wesentlich kürzer erschien als damals. Lt. Webseite soll das unterirdische Stollensystem 2,5 Kilometer lang sein – wir sind maximal eine halb so lange Strecke gelatscht, wenn überhaupt.
(Bild rechts: Wer kann mir sagen, wie man diese dicken Maschinen dort runter bekommen hat? Die Gänge dorthin waren allesamt schmäler (schmaler?) als dieses Fahrzeug breit ist, dazu wäre abbiegen unmöglich. Hat man in Bochum das „Beamen“ erfunden?)
Der simulierte „Fall“ mit einem Fahrkorb, der die Bergleute mehrere hundert Meter tief unter Tage bringt, war recht nett – wenn auch entschärft, um allzu magenempfindlichen Besuchern und Menschen mit Schließmuskelproblemen nicht dazu zu verleiten deren Kleidung ebenso wie die Outfits anderer Besucher (denn man steht sehr eng in dem Fahrstuhl) mit Magen- und anderen Säften zu besudeln. So etwas wirft dann schlechte Erinnerungen auf den Besuch.
Nach der unterirdischen Führung konnte man noch auf den Förderturm. Auf die Spitze kommt man aber nur über mehrere Stahltreppen, deren Gitterstufen den offenen Blick nach unten gestatten, was den meisten Besuchern Schwindelgefühle bereitete.
(Bild links: Dieses Bild täuscht. Es ist mit 50facher Vergrößerung aufgenommen worden. Der Dortmunder Fernsehturm war in Wahrheit nur zu erahnen – dank der Superkamera meines S24 Ultra (Test) kann man die charakteristische Gondelform aber gut erkennen..)
Aber egal – wenn man schon mal da ist, dann nimmt man das noch mit und schaut mal in die Runde. Den Dortmunder Fernsehturm „Florian“ konnte man in der Ferne erahnen. Mit meinem S24 Ultra und 50facher Vergrößerung konnte man ihn aber einigermaßen scharf erkennen.
Am meisten hat mich gewundert, wie man diese riesigen Maschinen in die engen Katakomben bekommen hat. Dies, und dass das Leben der Bergleute den reichen Minenbesitzern jahrhundertelang völlig Humpe war. Denen waren nur die teuren Investitionen in ihre Maschinen wichtig. Die Arbeitsbedingungen der Bergleute? Nebensache. Kennt man aber irgendwie, dass die Menschen, die dafür sorgen, dass andere Menschen reich werden am wenigsten geschätzt werden.
(Bild rechts: aktuelle Fördertechnik schont die Gesundheit des Menschen – ist aber sündhaft teuer. Kleiner Funfact: Lt. dem Führer der Besichtigung liegt noch für über 300 Jahre Kohle Untertage, die abgebaut werden könnte – und die wäre aufgrund der aktuellen Preise auf dem Kohlenmarkt sogar rentabel beim Abbau. Klar, das CO2 bliebe ein Problem. Aber immerhin – Gut zu wissen, dass es da ist. Schlecht, wenn es Donald Trump auch erfährt – also Psst. nicht weitersagen.. )
Irgendwie ist das schon ein seltsames Phänomen auf diesem Planeten, welches seit Jahrhunderten aufrecht erhalten werden konnte. Auch seltsam, dass sich die Menschen das gefallen lassen. Aber ich muss vorsichtig sein – mit solch kritischen und schon fast umstürzlerischen Ansichten ist man in Deutschland schnell als Linker eingestuft. Und das ist für die aktuelle Regierung in diesem Land, scheinbar schlimmer als ein Nazi zu sein.
Die SPD der Vergangenheit klopft an – die wollen Helmut Schmidt zurück..
Politik? Ja, bei dem Thema ist Deutschland aktuell ein Problembär. Vielleicht sollten wir es mit der aktuellen Regierung halten wie seinerzeit mit Bruno? Peng, Peng – heute Abend gibt es lecker Bärensteak auf der Grillparty!..
Ein Kanzler, der sein Volk hasst und seinen Mitgliedsantrag bei der AfD schon in den Briefumschlag geschickt hat und eine Wirtschaftsministerin, die ganz unverhohlen Berichte zum Thema erfolgreichem Ausbau der erneuerbaren Energien verschwinden lässt, falsche Fakten in Gas(t)-Beiträgen der FAZ verbreitet und Deutschland im Bereich Energie um 30 Jahre zurückwerfen will, um ihrer Energielobby zu dienen. Und der Koalitionspartner SPD? Quasi nicht existent. Wo sind die Politiker mit Weitsicht und Charisma wie Helmut Schmidt? Welcher seelenlose Konkursverwalter der früheren Arbeiter-Partei SPD kommt als nächstes?
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Meine Großeltern waren Zeit ihres Lebens sowohl Atheisten als auch Sozialdemokraten. Das bedeutet, dass sie obwohl nicht an Gott glaubend an ein soziales miteinander der Menschen glaubten. Witzigerweise bekommen es ja die überzeugten Christen, die so stolz darauf sind, welche zu sein es nicht mal hin sich an die 10 Gebote zu halten – was für einen Atheisten schon aufgrund seiner Weltsicht ganz selbstverständlich ist. Und ich bin auch atheistisch erzogen worden: ich wurde nicht getauft und gehöre keiner Kirche an. Dass ich auch nicht an Gott glaube habe ich glaube ich schon satirisch genug in diesem Beitrag bewiesen..
(Bild rechts: auch im Bergbaumuseum sieht man den größten Hühnerfuss der Welt. Er gehörte einem urzeitlichem Hühner-Vogel – wahrscheinlich ein Weibchen. Die Eier des Vogels waren so groß und schwer wie ein VW Golf (Modell 1: 1974 – 1983) und um den Vogel zu grillen brauchte man einen Metallspieß von 20 Metern Länge. Aufgrund überall tätiger Vulkane war die Feuerbeschaffung zum Glück das kleinste Problem.)
Mein Großvater war in der SPD bis zu seinem Tod in den frühen 90ern, meine Großmutter verliess die Partei jedoch schon in den 80ern, weil sie dort schon einen Verfall der Partei gesehen hat. Der Auflösungsprozess der SPD hatte also anscheinend schon vor Jahrzehnten schleichend begonnen. Wenn ich mir anschaue, was die SPD heute noch darstellt, dann dauert es nicht mehr lange und wir haben ein Zwei-Parteien-System wie in den USA: Rechts und Ultrarechts – nämlich CDU und AfD.
Ich bin also etwas vorbelastet durch meine Erziehung nicht an Dinge glauben zu können, solange man sie nicht beweisen kann oder der Verdacht besteht, dass andere Menschen davon einen Vorteil haben – was fast immer der Fall ist. Oder glaubst Du wirklich, dass ein schmieriger selbsternannter „Money-Coach“ auf TikTok dich in kürzester Zeit so reich machen kann, dass Du Dir ein 150 Quadratmeter Penthouse mitten in Paris leisten kannst? Dann träum weiter und gehe bitte wieder von meinem Blog – Du gehörst hier nicht hin..
Soziale Medien? Die tuen meiner (und deiner?) Seele nicht gut..
Dazu passt auch meine über Jahre gesammelten Beobachtungen des miteinanders der Menschen untereinander: der Homo Sapiens ist in knapp 30 Jahren zu einem oberflächlichen, agressiven, dummen, rechthaberischen, egoistischen Subjekt verkommen. Nenne einfach irgendeine negative Eigenschaft und sie stimmt. Hass ist die neue Währung in den sozialen Medien, die von den Algorithmen auch gezielt in die Timeline der User gepusht wird – denn Hass triggert die Menschen und lässt sie interagieren und länger auf den Seelenverbrenner-Portalen bleiben. Ganz ehrlich – ich bin seit knapp zwei Monat wieder auf Instagram und werde es wieder verlassen, denn ich fühle mich dort nicht wohl.
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Die ständigen Null-Informationen die hochpoppen, dass ich irgendeinem völlig fremden Furz kennen könnte, der in der Watchlist eines Bekannten ist und mich das „vielleicht interessieren könnte“, die Only Fans Hobbynutten, die sich an einen anhängen, wenn man woanders Beiträge kommentiert. Dazu die zum Teil aus KI-Schwachsinn bestehenden Inhalte. Sprechende Tiere (natürlich KI), ebenfalls von KI generierte Gegenstände, die es schon wegen physikalischer Unmöglichkeit nie geben wird, subtile Beeinflussungen in Richtung rechten Gedankenguts und immer wieder billigstes Schrott-Werkzeug aus dem Reich der Mitte.
Mit Instagram kommt auch noch das noch sinnlosere „Threads“: ein Portal wie früher Twitter, wo jeder seine kruden Gedankenschnipsel absondern kann – und das leider auch tut. Frauen, die sich über jeden Mann beschweren, mit denen sie sich getroffen haben, und nur darauf gewartet haben, dass sie eine „Red Flag“ ziehen können, selbst wenn er sonst alles richtig gemacht hat – aber keinen Blumenstrauß mit mindestens 50 Rosen beim Date zu überreichen – das geht gar nicht.
Warum müssen die ganzen kaputten Spinnerinnen mit ihren völlig abgedrehten Vorstellungen, wie ein Mann sich ihnen gegenüber zu verhalten hat, ihren Gedankenmüll auf andere Menschen ablassen? Darf ein Mann nicht einfach nur nett und normal sein? Ich mache echt drei Kreuze, dass meine Dating-Phase sein 20 Jahren vorbei ist und ich glücklicher Single bin – wobei die Betonung auf „Glücklich“ liegt!
Dazu gesellen sich dann in den Bubbles ebenfalls Rudelweise männerhassende Feministinnen, die wie Claquere Beifall klatschen und sie auf ihrem Ego-Trip gegen die Männerwelt voranpeitschen. Auch der Versuch der Plattform einen immer wieder neu mit anderen Inhalten zu triggern, nervt mich einfach nur noch. Im Sekundentakt wird das Hirn mit den sinnlosesten Infos des bekannten Universums zugemüllt.
In der einen Sekunde wird ein sprechender Pudel (natürlich KI generiert) interviewt, in der nächsten will dir eine Frau erzählen, dass Natron und Honig dein bestes Stück wieder hart wie Kruppstahl macht, gleich danach will dich ein Money-Coach reich machen, wobei er sich falsch ausgedrückt hat, denn eigentlich will er nicht dich sondern sich reich machen – dazwischen immer wieder kleine Selbstdarstellerinnen, die zwar dumm sind wie ein Meter Feldweg, und ihre etlichen tausende Likes ausschließlich durch fast im freien baumelnde Hupen mit Körbchengröße H ergattert haben und die dir die Welt erklären wollen, von der Sie nicht den Hauch einer Ahnung haben. What a Fuck! Wer kriegt denn da bitte nicht Hirnaufweichung?
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Da meine Präsenz auf den sozialen Medien die Zugriffszahlen auf meinem Blog nicht verbessert haben, kann ich mir die Zeit sparen und lieber mein Augenmerk wieder auf meinen Blog lenken. Nur auf Mastodon werde ich noch aktiv sein, denn dort gibt es keine dich triggernden Algorithmen – alle anderen auf puren Kommerz ausgerichteten Social Media Plattformen, die auf Dauer die Seelen der Menschen vernichten oder sie verdummen lassen, werde ich wieder verlassen. Das tut mir zwar für die paar wenigen Menschen, die ich dort kenne leid, aber meine Nerven und mein Seelenheil gehen mir vor.
Die paar Menschen, die ich dort kenne, können gerne einen Account auf meinem Blog erstellen und in einer Werbe- und Algorithmenfreien Zone Beiträge verfassen. Klar lesen diese Beiträge nicht tausende andere Menschen – aber es lesen die Menschen, die sie damit berühren wollen. Ob ich Likes in den sozialen Medien bekomme ist mir ebenfalls Humpe und FOMO? Echt? Glaubst Du ich hätte Angst was zu verpassen? Das fragst Du einen fast 70jährigen, der in seinem Leben schon fast alles erlebt hat – außer einen Krieg?
Aber wenn die Welt so weitermacht, dann kann das ja noch kommen und dann wäre mein „Life fucks you“ Bingo-Kärtchen endlich voll. Und wenn die Irren, die auf diesem Planeten die größte Macht haben so weitermachen werde ich mit Sicherheit „Fuck You“-Bingo Sieger..
Apropos Sieger: Mein Französisch-Kurs läuft..
(Bild rechts: wer kennt noch dieses überflüssigste Buch der ganzen Schulzeit? Ich weiß bis heute nicht, was ich damit machen soll – außer es direkt nach dem aufklappen wieder zu zuklappen. Dieses Antiquariat- sowie etliche andere noch in meinem Bücherregal stehende Zeugen eines quälenden langweiligen Schülerlebens – wurden bei einer der letzten Entrümpelungsaktionen dem Altpapier-Container übergeben. )
Schon letzten Monat hatte ich ja erwähnt, dass ich – um meine durch Alkohol, Drogen und Weibsvolk verklebten Synapsen wieder frei zu bekommen – die französische Sprache lernen will. Ich hatte die zwar vor knapp 50 Jahren in der Schule – aber im Ernst: wer weiss denn noch, was er damals in der Schule gelernt hat? Drück mir das Buch „Siebers mathematische Tafeln“ in die Hand und ich werde dich damit augenblicklich verprügeln..
Ich habe mal geschrieben – und dazu stehe ich immer noch: „das wichtigste was Du immer wieder im Leben brauchst, ist der Dreisatz“ – alles andere wirst Du im Leben höchstwahrscheinlich niemals brauchen. Zu blöd, dass Gen Z nicht mal den drauf hat. Was ich von der Intelligenz – insbesondere von Menschen in der USA halte, lässt sich ungefähr mit diesem Video treffend beschreiben:
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Nee, nicht voller Schadenfreude mit dem Finger drauf zeigen – in Deutschland geht der Trend ganz klar auch dahin. Es gibt Studien, dass die jungen Leuten trotz unveränderten Bedingungen in der Schule bezüglich, Klassengröße, Unterrichtsstoff, zu vermittelnden Inhalten in den letzten 20 Jahren ständig dümmer geworden sind. Und das liegt – ja, wer hätte das gedacht an den Smartphones, die durch deren Inhalte die Gehirne der Kinder in den Pausen und auf dem Weg zur Schule schon so stressen, dass wichtige Inhalte keinen Platz mehr finden und die dadurch antrainierte Aufmerksamkeitsspanne nicht länger als wenige Minuten andauert.
(Bild links: Bis ins Finale gekämpft und gewonnen – da kann man ja auch mal ein bißchen stolz auf sich sein obwohl ich etwas gehandicapt bin, was meine Hirnleistung angeht. Französisch läuft also. Das nächste Projekt steht auch schon fest: Wozu habe ich einen Roland Fantom EX 6 Synthesizer und ein Yamaha Keyboard? Du ahnst es Thomas Forschbachs Kurse auf „werde Musiker“ liegen schon bereit und warten darauf dass ich anhand der Anleitungen meinen Tasteninstrumenten sinnvolle Töne entlocke.)
Heutige Lehrer sollten also die wichtigen Kerninformationen direkt in den ersten 5 Minuten der Stunde vermitteln – danach hören die Kiddies nur noch rosa Rauschen aus dem Mund des Lehrers.
Waren wir früher als Kinder intelligenter? Nein, wir hatten nur mehr Biss. Den Begriff Depressionen gab es nicht: wenn du als Kind schlechte Noten nach Hause brachtest, dann war nicht der Lehrer Schuld oder deine angeknackste Psyche, sondern Du einfach nur faul. Und zu 90% traf das auch zu. Ich habe selber mehr als einmal die Hausaufgaben bei der Fahrt in der Straßenbahn zur Schule in das Schulheft hingerotzt, denn ich war in der Schule auch nicht der Strebsamste. Die Noten spiegelten das dann auch eindrucksvoll wieder.
Ich vertrat schon damals den Leitspruch: „ein cleveres Pferd springt nur so hoch, wie es muss!“ – Noten von 3 bis 4 reichen ja auch für eine Versetzung. Damit habe ich schon als Schulkind Leistungstechnisch nach dem „Pareto-Prinzip“ gearbeitet. Und später mein ganzes Berufsleben – wobei ich selbst damit noch besser war als jeder Kollege..
Apropos früher…
(Bild rechts: Die Karl-Wenk-Straße in Dortmund-Barop vor knapp 70 Jahren. Die Häuser waren grade mit öffentlichen Mitteln frisch gebaut worden und man musste einen Wohnberechtigungsschein haben um eine der Wohnungen zu bekommen – aber dort bin ich aufgewachen, und dort wohne ich auch seit 1997 wieder. Schaut euch mal an wie klein die grade gepflanzten Bäume da sind und wie wenige Autos es gibt – und vor allem, was für welche!)
Bei früher muss ich an einige Dokumente denken, die mir letztens mal wieder in die Hände fielen. Zum einen war da ein Blatt aus einer Werks-Zeitung, der DHHU (Dortmund-Hörde Hüttenwerke Union). Dort hatte damals (also vor fast 70 Jahren!) meine Großmutter eine Seite aus der Zeitschrift für Werkstätige gerissen.
(Bild links: und so sieht die Karl-Wenk-Straße 2026 aus: Die Häuser haben Dämmfassaden bekommen, statt Kohleöfen gibt es Zentralheizung, die meisten Wohnungen haben große Vorbaubalkone erhalten – und die Miete ist um den Faktor 40 gestiegen: von 40 D-Mark auf 800 €. )
Diese Siedlung hatte es ihr wohl so angetan, dass sie meinen Großvater auch für den Ort begeistern konnte. Die Wohnung in Dortmund Oespel mit eigenem Garten mussten die Großeltern aufgeben, denn das dort tätige Röhrenwerk brauchte das Gelände. Dafür wurden die Häuser von dem Unternehmen zurück gekauft.
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Es gab aber auch Dokumente, die Zeitzeugen einer ganz anderen und schlimmeren Zeit waren:
Unter anderem diverse Dokumente von meinem verstorbenem Großvater aus seiner Zeit nach seiner Gefangennahme im 2. Weltkrieg. Er war als Sanitätsunteroffizier in Deveter Holland am 12.4.1945 mit einigen verletzten deutschen Soldaten, die er betreute gefangen genommen worden und wurde dann in ein amerikanisches Kriegsgefangenen-Lager gebracht. 1946 wurde er wegen Krankheit in ein Krankenhaus nach England überführt und Ende 1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.
(Bild links: Nur mal so für den Fall, falls jemand glaubt, Krieg wäre ein Kinderspiel – Nein, Krieg ist grausam. Mein Großvater hat nie viel über den Krieg erzählt, aber als Sanitätsunteroffizier musste er viel menschliches Leid sehen. Er hat sich gegen Ende des Krieges mit den verwundeten Soldaten, die er betreute, in Holland gefangen nehmen lassen und wurde dann noch ungefähr 2 Jahre in amerikanischer Kriegsgefangenschaft inhaftiert. Und damit hat er es noch vergleichsweise gut getroffen, denn das Schicksal für einen deutschen Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft war fast gleichbedeutend mit dem Tod. )
Nur für den Fall, weil ja so Sätze wie „Deutschland muss kriegstüchtig werden“ und ähnliches durch die Medien rauschen und das Wort Kriegstreiberei fällt: Krieg ist nur für den witzig, der ihn gewinnt und da liegen wir trotz einer damaligen guten Mannschaft und aller Bemühungen 0:2 hinten.
Zu glauben, dass wir irgendwann mal auf der Siegerstraße wären und die Bedingungen diktieren – vergiss es. Selbst ein vereintes Europa – sofern es denn endlich mal Anstrengungen unternimmt, dass die Bezeichnung „vereintes Europa“ verdient – wäre eine reine Verteidigungs – und Abschreckungsarmee – wenn sie denn mal endlich da wäre, denn eines haben die letzten 5 Jahre gezeigt: Auf diesem Planeten hat der letzte große Kampf um die Ressourcen begonnen – und der ist gnadenlos. Wer sich nicht verteidigen kann, der kommt unter die Räder – das hat schon der Premierminister von Kanada Mark Carney auf einer Sicherheitskonferenz in Deutschland gesagt.
(Bild rechts: Dazu fiel mir auch folgendes Foto in die Hände. Auf der Rückseite steht: „Pfingsten 1930 Jugendherberge Menden“ und dort sitzen fast 30 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren aus Marten und Kirchlinde (beides Ortsteile von Dortmund) auf der Treppe der Jugendherberge. Das Foto ist fast 100 Jahre alt – ich frage mich, ob diese jungen Menschen ahnten, dass knapp 10 Jahre später jeder zehnte von Ihnen durch den 2. Weltkrieg sterben würde? )
Wenn ich sehe, wie schnell die Herrscher dieses Planeten sich entscheiden, zigtausende unschuldige Menschen in einem Krieg, der nur den eigenen Interessen dient, zu töten, deren Lebensgrundlage weg zu bomben, deren Kinder und Freunde zu Krüppeln zu verunstalten, die später nie mehr ein normales Leben führen können, muss ich an einen Satz aus dem Trailer „The Expanse“ denken: „das Universum wäre ohne die Menschen besser dran“. Das kann ich echt nur unterschreiben.
Der Autor ist sich im klaren darüber, dass besonders der letzte Teil des Monatsrückblicks für Stirnrunzeln sorgen könnte. Der Autor denkt aber, dass wir in einer Zeit leben, in der Nichts – und damit meint er wirklich Nichts – unmöglich ist. Der Leser sollte nichts als gegeben hinnehmen und glauben, dass das zumeist gesicherte und vergleichsweise angenehme Leben sich nicht in wenigen Wochen verändern kann. Oder wie der bekannter YouTuber „Father Richard“ am Ende seiner Online-Predigt sagt: „May God bless us all!“..
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