QNAP

  • QNAP QTS endlich mit Passwort Reset für User..

    ..oder: Endlich Ende mit dem Passwortgefummel beim QTS

    Hidiho, liebe Community. Heute als Beitrag mal nur ein „Quickie“ – aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen, denn ich hatte vor Monaten beim QNAP – Support angemäkelt, dass es für User nicht möglich war, bei den NAS von QNAP mit dem QTS ein Passwort Reset per email durchzuführen.

    Die Administratoren, die das QTS 4 kennen, wissen es: Named User muss man per Hand anlegen und die Berechtigungen für das System und die Erlaubnis einzelne Ordner zu sehen, zuweisen. Es ist also für Besucher nicht möglich – und auch nicht gewünscht (wie man es bei WordPress, Webshops, o.ä. kennt) sich zu registrieren und ein Passwort zu erstellen.

    QNAP QTS Passwort Reset(Bild links: QNAP hat auf meinen Hinweis – ich denke aber, dass ich nicht der einzige war, der dies vorgeschlagen hat – reagiert und eine automatische Passwortanforderung per mail implementiert. Ich finde das Feature sehr sinnvoll, weil es die Arbeit des Administrators entlastet)

    Es ist zwar in den Einstellungen möglich, den User nach einer definierten Anzahl von Tagen zu zwingen sein Passwort zu ändern – aber dafür muss er natürlich zuerst sein altes Passwort eingeben um sich anzumelden. Dumm, wenn man es vergessen hat, denn dann musste immer der Admin im entsprechenden Account des Users rumfummeln und zeitaufwändig ein neues Passweort versenden.

    Das ist Vergangenheit, denn QNAP hat im QTS in dem Bereich ordentlich nachgebessert und dies automatisiert (und ebenfalls sinnvoll ist, dass zusätzlich die 2-Faktor Authentifizierung mittels mehrstelligem Code und alternativ durch eine Sicherheitsfrage aktiviert werden kann).


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    QNAP QTS Passwort Reset für User (und Admins)..

    QNAP QTS Passwort Reset(Bild rechts: Um dem User zu ermöglichen, sich ein Passwort zuschicken zu lassen, muss man in der Systemsteuerung der QNAP in den bereich „Rechte“ und dort auf „Benutzer/User“ klicken)

    So war das leider auch bei mir: Ständig musste ich neue Passwörter vergeben, weil die User ihres vergessen hatten, wenn Sie sich nach Monaten Inaktivität auf der NAS anmelden wollten um auf freigegebene Dateien zugreifen zu können.

    Ich kenne keine Webseite, bei der so etwas nicht möglich ist. WordPress hat dies ja auch by Design – kennt man ja schon lange. Auch im Betriebssystem der härtesten Konkurrenz von QNAP, den SYNOLOGY NAS ist es implementiert. Nur bei meiner NAS, der QNAP  TVS-473e (mein Test hier) musste jedesmal der Administrator (also ich) bemüht werden, wenn ein User sein Passwort nicht mehr wusste  (was relativ häufig vorkommt, wie man sehr schnell bemerkt!) um es dann neu zu generieren.

    Bei QNAP fand man die Idee gut..

    QNAP QTS Passwort Reset - Kontoprofil bearbeiten(Bild links: Hier sind wir nun in den Benutzerprofilen. Und interessiert der 2. – rot umrandete – Eintrag: Kontoprofil bearbeiten. Dort vergeben wir das Passwort)

    Man fand meine Idee beim QNAP-Support ganz reizvoll und wollte über einen QNAP QTS Passwort Reset nachdenken und es in eines der nächsten Updates einbauen. Und tatsächlich ist in einem der letzten Updates eher unbemerkt in das QTS implementiert worden (vielleicht ist es sogar schon länger umgesetzt worden und ich habe es erst jetzt bemerkt..).

    Wenn ein User eine email-Adresse angegeben hat (die muss natürlich gültig sein und stimmen) kann er sich selber ein neues Passwort anfordern. Dies setzt nur voraus, dass man bei Anlage des Users diese Option aktiviert hat. In dem Bild habe ich für euch den entsprechend zu setzenden Haken markiert.


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    QNAP QTS Passwort Reset(Bild rechts: Hier müssen wir im Feld „email-Adresse“ eine gültige email-Adresse eintragen. Ist die vergeben, wird automatisch bei einer Falscheingabe des Passwortes die Möglichkeit angeboten, sich das Passwort zusenden zu lassen.  Auf die 2-Faktor Authorisierung will ich hier nicht eingehen. Ich habe Sie bei mir aktiviert, da ich dieses Sicherheits-Feature als sinnvoll erachte.)

    Dazu macht es nur bei “Named Usern” Sinn und nicht bei Gast-Accounts. Da würde eine Passwort-Anforderung wahrscheinlich an die falsche email-Adresse gehen (sofern bei diesen Accounts überhaupt eine Mail-Adresse hinterlegt ist).

    QNAP QTS Passwort Reset - Passwortlink(Bild links: Das Passwort wurde falsch eingegeben. Kein Problem – die QNAP bietet nun an, dem User das vergessene Passwort zu zusenden, bzw. sich ein neues anzulegen. Nach Klick auf den unterstrichenen Text „Passwort vergessen?“ versendet die QNAP den Link für ein neues Passwort an die hinterlegte Mail-Adresse und quittiert den Vorgang mit einem Hinweis)

    Ich finde das Feature jedenfalls längst überfällig und freue mich, dass es endlich auch im QTS vorhanden ist.

    Im folgenden erkläre ich noch kurz das vorgehen: Anmelden an seiner NAS als User mit Admin-Rechten (ich habe den Standard-Admin deaktiviert, um Einbruchsversuche zu verhindern) und aufrufen der Systemsteuerung > als nächstes dort im Bereich „Rechte“ auf den Eintrag „Benutzer“ klicken > man wechselt nun in die Benutzerverwaltung. Dort sucht man nun in der Liste den entsprechenden User und geht in der entsprechenden Spalte auf den Eintrag „Kontoprofil bearbeiten“ (die Beschreibung wird angezeigt, wenn man etwas länger mit der Maus auf dem Icon bleibt > nun werden die Sicherheitseinstellungen des Kontos angezeigt. In das Feld „email (optional)“ kann nun die entsprechende Mail-Adresse eingetragen werden. Das war es schon > Wenn der User nun ein falsches Passwort bei der Anmeldung eintippt wird sofort der entsprechende Hinweis mit dem Link zur Passwort-Rücksetzung angezeigt.

    Ist man angemeldet, kann man die Option ob ein Passwort zugeschickt werden soll, kontrollieren und bei Bedarf aktivieren oder deaktivieren. Dazu einfach oben Rechts auf sein Profil klicken und auf Optionen gehen. Dort kann man auf dem Reiter „Passworteinstellungen“ sehen, ob der Haken gesetzt ist oder nicht. Ebenso kann man noch auf diversen anderen Reitern weitere email-Adressen vergeben,  um Benachrichtigungen der QNAP zu empfangen, uvm..

    Und wie steht es bei euch? Hattet Ihr das auch gewusst oder bemerkt?

  • QNAP TVS-473e, Fritz WLAN Repeater DVB-C und PLEX Media-Server – ein starkes Trio!..

    oder: Home-Entertainment mit einer NAS und PLEX – einfach umgesetzt und perfekt im Handling..

    Seit einigen Wochen habe ich nun meine Neuerwerbung, die QNAP TVS-473e bei mir zu Hause im Einsatz. Nachdem ich anfänglich alles mögliche an Programmen installiert und getestet habe, haben sich nun die Anwendungen auf diejenigen beschränkt, die ich hauptsächlich mit der QNAP nutze. QMail, QContacts QKalender, die zusammen ein Microsoft Outlook ersetzen können sowie einige andere Programme wurden wieder deinstalliert, da ich über meinen Arbeitgeber mit dem HUP (Home Use Program) ein Microsoft Office Professional Paket für knapp 20 € erwerben konnte – billiger geht legal nicht…

    avm_fritzwlan_repeater_dvb-c-2Bei mir hat die QNAP nun zum einen die Aufgabe, meinen Datenbestand der Rechner zu sichern und mir andererseits die Daten – wobei es sich hauptsächlich um Musik und Videos handelt – Online zur Verfügung zu stellen. Ebenso sollen die Medien im heimischen Netzwerk gestreamt werden können. Und als Sahnehäubchen wäre es schön, wenn ich meine zahlreichen Mediadaten auch überall auf der Welt auf portablen Geräten empfangen könnte.

    Ein weiterer Grund, warum ich die TV-Programme nicht direkt auf einer an einem TV angeschlossener Festplatte speichere, sondern auf einer NAS ist simpel: die Fernsehgeräte verschlüsseln die aufgenommenen Sendungen. Deshalb kann man nicht mal eben die Festplatte mitnehmen und an einem anderen TV anschließen um vielleicht bei Freunden eine lange Filmnacht zu machen. Die Medien könnten nicht wieder gegeben werden.

    (Bild links: der AVM DVB-C Repeater schlägt 2 Fliegen mit einer Klappe. Zum einen ist er ein reinrassiger Repeater, der das heimische WLAN-Netz erweitert – zum anderen lässt er sich mittels T-Adapter am Antennenanschluss zwischen Buchse und Endgerät zwischenschalten und streamt das TV-Signal auf alle Endgeräte. Es lassen sich ebenfalls Senderlisten exportieren, die aus dem VLC-PLayer importiert werden können)

    In meinem Fall besorgt die Aufnahme des TV-Programms der PLEX Media Server, der dazu auch noch in der Lage ist, das heimische Fernsehprogramm übersichtlich bereit zu stellen. Voraussetzung für die Aufnahmen von Fernseh-Programmen ist ein DVR-Recorder. Dank dem in meinem heimischen Netzwerk eingesetztem AVM Fritz WLAN Repeater DVB-C, der zwischen Smart-TV und Antennenbuchse angeschlossen wird, kann der Plex-Server TV-Programme aufnehmen, die man ganz bequem mittels EPG auswählt.


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    Das besondere daran: der PLEX erkennt mittels der Infos des EPG sowohl die einzelnen Folgen der Staffeln als auch die einzelnen Staffeln selber und bereitet die optisch ansprechend mit den jeweiligen Covern auf (selbst die Titelmelodie spielt er dezent im Hintergrund . Ebenfalls ein nettes Goodie: mittels der Plex-App kann man von überall auf der Welt mittels Internet das heimische TV-Programm genießen.

    Die Einrichtung verlangt beim ersten Mal etwas Handarbeit – ist das erledigt, wird man aber schnell merken, wie toll das ist, überall auf diesem Planeten das heimische TV-Programm schauen zu können – natürlich ausreichend schnelle Verbindung vorausgesetzt..

    PLEX EPG AufnahmeplanungMein Router ist die FritzBox 7590, welche im heimischen WLAN mit 2,4 GHz und 5 GHz mit meinen Endgeräten kommunizieren kann. 5GHz können nicht alle Geräte – aber nach und nach tausche ich ältere gegen neue Modelle aus, die den schnelleren Standard unterstützen. Router und Repeater sind so angeordnet, dass die Wohnung komplett mit 5 GHz “ausgeleuchtet” ist. Das schnelle, aber nicht so weit reichende Netz ist also für alle schnellen Endgeräte verfügbar. Auch die NAS hat zusätzlich zu den 4 serienmäßigen Gigabit – Ethernet Anschlüssen, noch einen 5 GHz WLAN Adapter, so dass die Datengeschwindigkeit unter allen Bedingungen gegeben ist.

    (Bild rechts: der PLEX DVR = Digitaler Video Recorder. Obwohl offiziell nicht unterstützt, erkennt und unterstützt er den Fritz Repeater. Bei der Einrichtung werden die Signale des Repeaters korrekt interpretiert. Das fummeligste ist die Auswahl des korrekten EPGs und die Zuordnung der richtigen Kanäle. Im Bild sieht man, dass ich die PSYCH-Serie aufnehmen möchte)

    Darüber hinaus ist die NAS Hardwaremäßig voll aufgerödelt worden: neben 4 x 3 TB Red Dot WD HDDs als Massenspeicher, werkeln 4 x 16 GB RAM als Arbeitsspeicher, 4 x 1 TB NVMe M.2 SSDs als schneller Datenpool in einer zusätzlich verbauten PCIe-Steckkarte für Videos und 2 x 1 TB M.2 SSD als schneller Tiering-Speicher – Mehr geht nicht! Dieses “tunen” hat seinen Preis. Aktuell repräsentiert die QNAP TVS-473e einen Gegenwert von 2.500,00 € – da bekommt man schon einen flotten Gaming-PC für.

    TVS-473e mit wlan modul

    Neben der Hardware braucht man dann noch etwas Software – glücklicherweise bietet QNAP die im Download-Center direkt an. Der Plex-Server schafft die Voraussetzungen, dass man die Multimedia-Dateien von überall nutzen kann. Da die Entwickler durchaus rege sind, wird der Plex (den es nun schon 10 Jahre gibt) ständig verbessert.

    Im QNAP – Club gibt es auch noch die bekannte KODI-Lösung. Die ist aber wie alles dort nicht offiziell von QNAP zertifiziert. Mir persönlich gefällt auch die Einfachheit, mit der man den Plex-Server konfiguriert, besser – Kodis Konfiguration ist mehr “Tüddelkram”..

    (Bild links: die QNAP TVS-473e – ein echtes Arbeitstier im Bereich Multimedia. Befeuert wird sie von einem AMD R-Serie-Quadcore-Prozessor mit integrierter Grafikeinheit. Dazu hat Sie trotz kompakter Form alle Features, die auch die wesentlich teureren High-End NAS haben. Statt 1 oder 2 Speicherbänken hat Sie derer 4 und kann opulente 64 Gigabyte RAM verwalten. Ebenso können 2 zusätzliche PCI Express Steckkarten in das Gehäuse eingebaut werden und für zwei M.2 SSD Festplatten ist im Gehäuse tatsächlich auch noch PLatz.)

    Etwas Vorarbeit auf der NAS ist natürlich von Nöten – das fängt bei der Ordnerstruktur und bei der Dateibenennung an, denn PLEX kann anhand des Dateinamens schon wichtige Dinge erkennen und liefert beim abspielen das gewünschte Ergebnis.


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    Dass die TVS-473e ganz besonders auf Medienstreaming abzielt, sieht man auch, wenn man Filme abspielen will – man bekommt gleich die Option, jeden Film in verschiedenen Auflösungen zu transkodieren – und das sowohl in Echtzeit, als auch als Hintergrundaufgabe. Dabei sollte man aber aufpassen. Je nach Anzahl der Filme, kann die Transkodierung den Speicherplatz der NAS schnell füllen, denn wenn ein Film in 4 verschiedenen Auflösungen abgespeichert wird, sind schnell mal 5 GB futsch. Bei meinen über 1200 Filmen, wäre die NAS schon wieder Pickepackevoll und würde auf der letzten Rille rödeln. Man sollte dann lieber weniger Ordner zum transkodieren wählen oder die Anzahl der möglichen Auflösungen reduzieren.

    (Bild rechts: Da geht was – wer möchte kann die Medien passend für jedes Endgerät bereitstellen (genügend Festplattenspeicher vorausgesetzt). 5 verschiedene Streaming-Auflösungen stehen zur Verfügung – damit ist vom Smartphone bis zum TV-Ungetüm alles abgedeckt.)

    Videotranskodierung

    Generell sollte es dabei pro Film einen eigenen benamten Ordner geben (am besten mit dem Erscheinungsjahr des Filmes in Klammern). Der große Vorteil besteht darin, das „Local Media Assets“ (also z.B. Untertitel, individuelle Filmplakate, usw.) zusammen mit dem Film immer ordentlich in einem Verzeichnis liegen. Selbst wenn der Film nicht am Stück, sondern in mehreren Schnipseln vorliegt, kann Plex ihn zusammenhängend abspielen, wenn man sich an folgende Richtlinie (der Text ist ein Auszug von der PLEX-Webseite) hält:

    Wenn ein Film in mehreren Teilen vorliegt (z.B. DVD1 und DVD2), kann Plex durch die richtige Dateibenennung diesen Film in der Web App trotzdem als ein einzelnes Medium darstellen. Einzige Einschränkung: Es werden maximal acht einzelne Teile pro Film erkannt.

    Für die korrekte Indexierung der einzelnen Teile einer Medien-Datei muss man sich bei der Benennung also nach einem bestimmten Schema richten:

    • Film-Name (Erscheinungsjahr) – Aufteilung.mkv

    Der Abschnitt „Aufteilung“ muss dann einer der folgenden Möglichkeiten entsprechen, wobei # für den jeweiligen Teil steht (DVD 1, DVD 2, usw..):

    dvd#, cd#, disc#, disk#, part#, pt#

    Nero-Disc_to_DeviceDadurch, dass die QNAP TVS-473e auch noch 2 HDMI-Ausgänge hat, musste Sie ihren bisherigen Standort auf dem Schreibtisch, direkt neben dem Router, räumen und wurde stattdessen in die TV-Bank zu meinem 55” Smart-TV verpflanzt. Dort kann man dann die auf der NAS liegenden Medien über ein HDMI-Kabel streaminglos im ganz großen Format betrachten.


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    Wie TV-Filme und Serien auf der NAS gespeichert werden, ist also schon mal geklärt – sicher kommt bei euch aber auch die Frage auf: “wie ist es aber mit dem heimischen DVD und Bluray-Fundus?”

    (Bild links: Nero Disc to Device ist ein nettes Tool um DVD Inhalte auf den heimischen Rechner zu speichern. Das Videoformat und die Auflösung lässt sich anpassen. Einziges Manko: Die DVDs dürfen nicht kopiergeschützt sein und dürfen nicht das DTS-Soundformat haben. Dann brauchen wir die Programme AnyDVD bzw. MakeMKV)

    Hier kommt einiges an Software ins Spiel: zum ersten mal das NERO Brennprogramm (oder genauer die Komponente “Disc to Device”, sowie AnyDVD um den Kopierschutz der DVDs auszuhebeln. Auch das Programm “makeMKV” kommt bei den DVDs/BluRays zum Einsatz, bei denen der Sound im DTS-Format auf der Disc vorliegt – hier scheitert Nero nämlich leider. Da bei vielen DVDs die einzelnen Episoden nicht einzeln, sondern am Stück vorliegen muss man mit Nero Video schneiden. Das ganze Prozedere ist nicht ganz trivial und würde hier zu lange dauern. Ich werde dem Thema demnächst deshalb einen eigenen Blogbeitrag widmen.

    Und wie steht es bei euch? Streamt Ihr auch eure eigenen Mediendateien im eigenen Netz – oder nutzt ihr lieber Abos von Netflix, Spotify und Co.?

    Home Entertainment mit der QNAP TVS-473e

    Preis/Leistungsverhältnis - 86%
    Bedienung - 84%
    Geschwindigkeit - 90%
    Kompatibilität - 92%
    Installation - 86%
    Funktionsumfang - 89%
    Energieverbrauch - 54%

    83%

    Ergebnis

    Will man Home-Entertainment betreiben ist die QNAP TVS-473e und die dafür erhältliche Software PLEX die erste Wahl. Die QNAP stellt die Dateien zur Verfügung und hat tolle Multimedia-Qualitäten - die Plex-Software bringt eine tolles GUI mit um auf alle Dateien zuzugreifen. Auch das aufnehmen von Fernseh-Sendungen ist möglich. In meinem Fall wird dies über den Fritz Repeater realisiert. Zu beachten ist, dass die QNAP genügend Ram hat und der Stromverbrauch sich bei 24 Stundenbetrieb auf der Jahresabrechnung bemerkbar macht.

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  • Die TurboNAS QNAP TVS-473e im Test– eine NAS die ihrem Namen alle Ehre macht..

    ..oder: schnell, schneller, QNAP TVS-473e  – die NAS, die nie außer Atem ist!

    Vor knapp einem halben Jahr hatte ich für euch hier den Test der QNAP TS-431P2 veröffentlicht und mit Gut bewertet. Diese Note bekommt Sie auch immer noch – Sie ist eine ideale Einsteiger-NAS, die dank sicherem RAID 5, ausreichendem Speicher und Quadcore-Prozessor sowohl die Standard-Aufgaben (Datensicherung) als auch zusätzliche Aufgaben (Mail-Server, Terminplanung, DLNA-Server), schnell und sicher erledigt.

    Doch leider ist Sie in einem Punkt leider nicht so leistungsfähig gewesen, wie gewünscht: Das streamen von Videos über das heimische Netzwerk wurde leider zu oft mit der Meldung “Dieser Server ist nicht leistungsfähig genug um Videos konvertieren zu können” quittiert. Dies lag wahrscheinlich an dem 32 BIT ARM Prozessor der Annapurna Labs. Bei allen anderen Anwendungen lief er Top – aber Multimedia? Das war nicht seine Kernkompetenz (das war jetzt mal ein echter Flachwitz – Kernkompetenz.. kapiert?) Was also tun?

    Die TS-431P2 sollte gegen ein anderes Modell eingetauscht werden, welches insbesondere im Multimedia-Bereich genügend Power bieten sollte. Es sollte auch eine NAS von QNAP sein, denn dort kann man die Festplatteninhalte – sofern sie slotidentisch wieder eingesetzt werden – übernehmen.

    Die Suche auf der QNAP Webseite führte mich dann zur TVS-473e – im oberen KMU Bereich angesiedelt, mit schnellem AMD Quad-Core Prozessor, einem integriertem Grafikchip und der Möglichkeit 64 Gigabyte RAM zu verwalten. Das war für mich das Kaufargument. So viel RAM kann sonst kaum eine ansprechen.

    QNAP TVS-473e Vollausstattung(Bild Links: Die QNAP TVS-473e – schon keine NAS mehr sondern ein leistungsfähiger PC mit Datenspeicher. Gut erkennbar ist das LED-Punktmatrix-Display, welches verschiedene Infos anzeigt. Oben auf der NAS sichtbar ist der magnetische Kranz mit den 4 Stabantennen der QWA-AC2600 WLAN Steckkarte, die es als Zubehör für ca. 130,00 € zu kaufen gibt. Nur für den Fall, dass die 4 Gigabit-Ethernet-Anschlüsse nicht reichen)

    Überdies bietet Sie noch die Möglichkeit  2 x M.2 SSDs zusätzlich einzubauen und 2 Erweiterungskarten (hier kann man wählen zwischen Karten mit Platz für 2 oder 4 x M.2 SSDs, Karten mit schnellem WLAN im 2,4 und 5 Ghz Bereich oder mit Netzwerkkarten, die Daten mit 40Gbps durchs Netzwerk schießen) .

    Dass diese NAS den Preis der TS-431P2  bei weitem übersteigt ist klar. Die “kleine” NAS kostete komplett knapp 900,00 €, wobei der Preis sich ungefähr 50:50 für Gehäuse und Festplatten aufteilte.

    Die “große” kostet in meiner Ausstattung fast 2500,00 €, deren Preis sich wie folgt aufteilt:

    • 1 x QNAP TVS-473e Leergehäuse = 800,00 €,
    • 4 x WD RED 4 TB HDD Festplatten = 500,00 €,
    • 4 x 16 GB RAM = 320,00 €,
    • 2 x 512 GB M.2 SSDs = 200,00 €,
    • 1 x QNAP WLAN Steckkarte = 120,00 €,
    • 1 x QNAP QM2 4P-342 Erweiterungskarte = 200,00 €
    • 4 x 1TB M.2 SSDs = 450,00 €.

    NAS und Tiering

    Damit, und mit dem neuen Betriebssystem QTS 4.4.1, welches Auto-Tiering beherrscht, stellt die QNAP in Sachen Geschwindigkeit so ziemlich alles in den Schatten.

    QNAP Tiering(Bild Rechts: schematische Darstellung von Tiering – häufig aufgerufene Dateien werden auf die schnellsten Datenträger verschoben. Daten die selten aufgerufen werden landen auf den langsameren Datenträgern. Ändern sich die Zugriffe, werden die Dateien automatisch angepasst – das sogenannte Auto Tiering.)

    Wer wissen möchte, was Auto-Tiering bedeutet, dann hier eine kurze Erklärung: Auto-Tiering sortiert die gespeicherten Festplatten-Daten Blockweise so, dass die am meisten benutzten Daten auf den schnellsten Speichermedien sind und zwar unabhängig vom Speichertyp – also SSD oder HDD. Wenn Du also Beispielsweise sehr oft Helene Fischer von deinen auf der NAS gespeicherten Alben hörst, wird die Tiering-Intelligenz die von den HDDs auf die SSDs verschieben, während die weniger oft gespielten Alben auf den HDDs bleiben. Da dieser Vorgang sowohl dynamisch als auch vom Betriebssystem verwaltet und gesteuert ist, muss man sich um nichts weiteres kümmern.

    QWA-AC2600 WLAN Adapter(Bild Links: Erweiterung wird bei der TVS-473e groß geschrieben – hier im Bild die WLAN Erweiterungskarte QWA-AC2600, die sowohl im 2,4 GHz, wie auch im 5 GHz Bereich funkt.)

     

    Die Hardware

    Der wesentlich höhere Preis macht sich aber auch in vielen anderen Bereichen bemerkbar. Während das Gehäuse der TS-431P2 komplett aus Kunststoff ist, und nur die Bodenplatte und Rückseite aus Metall, ist das Gehäuse der QNAP TVS-473e komplett aus champagnerfarbenem Metall – die Farbe ist sicher Geschmackssache –  und wirkt schon deshalb robuster. Auch die Festplatten-Trays sind besser verarbeitet und luxuriöser ausgestattet. Die Festplatten müssen im Gegensatz zur ‘431’ nicht geschraubt werden sondern werden mit Klick-Schienen befestigt. Durch Gummilager sind Sie überdies akustisch entkoppelt und das Tray lässt sich durch einen Schieber verriegeln.

    Ebenso wird bei der TVS-473e das Thema Erweiterungen groß geschrieben. Neben den mindestens 4 Laufwerktrays, in die wahlweise HDDs oder SSDs eingesetzt werden können (die TVS x73e Serie gibt es auch mit 6 und 8 Laufwerkstrays) – kann man auch noch zwei M.2 SSDs ins Gehäuse verbauen. Darüber hinaus stehen noch 2 PCIe Stecklätze für Erweiterungskarten zur Verfügung.

    Auch bei der Anzahl der möglichen RAM-Steckplätze wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Statt einer Bank mit maximal 8 GB RAM, wie bei der TS-431-P2, stehen 4 Bänke mit jeweils maximal 16 GB verwaltungsfähigem Speicher zur Verfügung – dadurch warten in der höchsten Ausbaustufe üppige 64 GB RAM darauf gefüllt zu werden.

    Ein Novum: die TVS-473e kann aufgrund der verbauten CPU und des Grafikprozessors mittels einer der 2 HDMI-Anschlüsse wie ein normaler PC genutzt werden. Mit der Anwendung QvPC kann die Turbo NAS durch Anschluss eines HDMI-Displays und mit Hilfe der „HybridDesk Station (HD Station)“ für mehrere Anwendungen mit verschiedenen Desktops als PC verwendet werden.

    TVS-473e Hybrid Desk Station(Bild Rechts: mittels HDMI Kabel und einem Monitor kann man direkt auf die QNAP TVS-473e zugreifen. Ein externer Rechner mit Browser ist dann überflüssig)

    Selbst Visualisierungen mit virtuellen Maschinen sind möglich. Bei 64 GB installiertem RAM kann man locker 8-16 GB für eine virtuelle Windows 10 Installation entbehren. Bei der Performance merkt man kaum einen Unterschied zu einem normalen PC.

    Erworben habe ich die QNAP Online und ein paar Tage später wurde ein großer Karton angeliefert. Dort drin – geschützt durch Luftpolster – war der Verkaufskarton der QNAP.

    Was bekommt man?

    Wie üblich war der Karton durch geformten Schaumstoff exakt auf das Gehäuse der NAS abgestimmt. Die NAS selber war nochmal izum Schutz vor Nässe in einen stabilen Kunststoff-Beutel eingepackt. Da klapperte nichts und der Karton hätte auch ein paar Stöße ausgehalten ohne dass der NAS etwas passeirt wäre. Im Karton war neben der NAS ein weiterer Karton, der das Zubehör enthielt: 2 Netzwerk-Kabel zum Anschluß an einen Router und ein Beutel Kleinteile, der sowohl Schrauben für HDDs als auch SSDs enthielt, 2 Kühlkörper, Befestigungsschrauben und Abstandsschraube für die M.2 Festplatten und natürlich einen der üblichen Quick Installation Guides.

    Und wie klappt die Integration ins heimische Netzwerk? Schlicht und einfach supereinfach.

    Anschließen, einschalten – dies dauerte bei dem Gerät etwas länger, bis es bereit ist, da es erst die Hardware initialisiert, den Speicher checkt und das Betriebssystem lädt. Das Display zeigt dann die IP-Adresse an, die die NAS vom Router bekommen hat und schon kann man mit einem Browser auf die NAS zugreifen.


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    Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die QNAP trotz der nun wirklich reichlich im Hintergrund laufenden und nicht grade ressourcenschonenden Programme ihren Dienst versieht. Allerdings liegt dies auch am großzügig bemessenem RAM. Mit den ab Werk verbauten 4 GB Ram (gibt es auch mit 8 GB Ram) kommt leider gar kein Spaß auf. Selbst die Einstellungen in der Systemsteuerung laufen nur in Zeitlupe ab – viele Anwendungen lassen sich erst gar nicht installieren, wie QSirch oder QuMagie. Aber grade diese Programme machen bei einer NAS Sinn.

    Qsirch ist ein sehr leistungsfähiges Suchtool, – ähnlich wie die kostenpflichtige Copernic Desktop-Search – welches die Dateien auf der NAS indiziert und auch Vorschaubilder anzeigt. Fotos lassen sich über eine Weltkarte anzeigen – praktisch für Weltenbummler..

    QSIRCH - Landkartensuche(Bild links: das Programm Qsirch im Einsatz = Indizierte Bilder lassen sich praktisch entweder über eine Landkarte suchen, oder durch Texteingabe. Ebenfalls möglich ist das setzen von Filtern, wie Datum, Dateigröße oder Datentyp. Office Dokumente sind ebenfalls indizier- und filterbar)

    Video-Überwachung mit der TVS-473e

    Ebenfalls ein Highlight ist die Surveillance-Station und das QVR Pro. Beide dienen zur Einrichtung und Ansteuerung von Überwachungskameras. Waren es bei der ‘431’ noch “nur” 4, sind es bei der ‘473’ schon 8 Kameras, die angeschlossen werden können. Damit kann man schon fast ein ganzes Einkaufs-Center überwachen. Selbst weitere Kameras lassen sich über ein Lizenzupgrade hinzufügen.

    QVR Pro

    (Bild oben: Bis zu 8 Kameras lassen sich bei der TVS-473e  verwalten und deren Aufnahmen auf der NAS speichern. Da man auch selber einen Grundriss erstellen kann und dort die Position der Kameras und den Aufnahmewinkel anzeigen, ist das schon ganz großes Überwachungs- Kino.)

    Doch genug von den Standard-Programmen – die liefen unter der TS-432P2 auch schon gut und wurden auch als gut getestet. Für mich ist der PLEX Media-Server das absolute Highlight, für das es sich schon alleine gelohnt hat, sich diese NAS zu holen!


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    Der Plex Media-Server ist eine Anwendung, die man entweder kostenlos (mit reduziertem Umfang), monatlich für 4,99€ oder einmalig für 119,99€ (lebenslang) erhalten kann. Darüber hinaus ist auch eine jährliche Zahlung von 39,99€ möglich um auf die Premium-Features zugreifen zu können. Über den Plex Server werde ich in Kürze einen eigenen Blogbeitrag schreiben.

    Beim Strom kein Kostverächter

    Beim Stromverbrauch ist die NAS mit ca. 60 Watt kein Kostverächter. Beim 24-Stunden Dauerbetrieb sind am Tag 1,3 KWh verbrannt. Bei den aktuellen Strompreisen sind knapp 130 € Stromkosten pro Jahr einzuplanen. Aber selbst bei nur 18 Stunden Betrieb am Tag ist ein Hundert €-Schein für die NAS einzukalkulieren. Dies sollte man bedenken, wenn man sich für eine NAS interessiert.

    Negatives gibt es auch..

    Einen Nachteil, der in meiner Konfiguration auftritt, muss ich noch erwähnen: Der Einbau von 2 x M.2 SSDs führt zwar zu einem Geschwindigkeitsplus – ist aber mit einer übermäßigen Geräuschentwicklung verbunden. Werden die SSDs zu heiß (was leider sehr häufig auftritt), veranstalten die insgesamt 3 Gehäuselüfter ein Höllenkonzert. Das Überhitzungsproblem tritt sogar bei Installation von aufwendigen Kühlkörpern auf den Controllern der SSDs auf. Da die SSDs sich dann auf über 70° Celsius erhitzen leidet auch deren Lebensdauer darunter. Wenn aber bereits nach 33 Tagen die Lebensdauer einer SSD auf 88% herunter gesunken ist, dann ist der ziemlich teure Speicherbaustein nach nicht mal 10 Monaten schrottreif und muss ersetzt werden. Dies widerspricht eigentlich dem Tiering-Gedanken, der ja auch darauf abzielt kostengünstig zu sein.


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    Die Lärmbelästigung tritt aber nur beim Betrieb mit zusätzlichen SSDs auf. Beim konventionellen Betrieb mit 4 HDDs ist die QNAP angenehm flüsterleise.

    Für mich ist die TVS-473e aufgrund des schnellen Prozessors, dem leistungsfähigem Grafikchip und der Möglichkeit 64 GB Ram zu verwalten die beste Multimedia-NAS.

    Was meint Ihr?  Gibt es für den Bereich eine bessere NAS (gerne auch von Synology)? Mit welcher streamt Ihr eure Videos im heimischen Netzwerk?

    Die TVS-473e im Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Aussehen
    Verarbeitung
    Haptik
    Kompatibilität
    Installation
    Zubehör
    Energieverbrauch

    Gesamtergebnis

    Die TVS-473e ist eine hervorragende Multimedia-NAS. Sie streamt Videos in allen Auflösungen durchs Netzwerk, transkodiert auf Wunsch die Filme dabei sogar in verschiedenen Auflösungen und speichert Sie auf den Datenträgern ab. Optik und Haptik machen einen guten Eindruck und die Verarbeitung ist gut. Über das LED-Display mit Punktmatrix-Anzeige können Infos angezeigt werden - bei Fehlern werden die Störungen ebenfalls dort eingeblendet. Das Gehäuseinnere könnte etwas besser designt sein - beim Einbau der zusätzlichen Steckkarten muss leider das Netzteil ausgebaut werden. Beim Stromverbrauch ist die NAS mit ca. 60 Watt kein Kostverächter. Beim 24-Stunden Dauerbetrieb sind am Tag 1,3 KWh verbrannt. Bei den aktuellen Strompreisen sind knapp 130 € Stromkosten einzuplanen. Aber selbst bei nur 18 Stunden Betrieb am Tag ist ein Hundert €-Schein für die NAS einzukalkulieren. Die Integration ins heimische Netzwerk ist einfach. Das Display zeigt die IP-Adresse an und über den Webbrowser kann man auf die NAS zugreifen. Die NAS kann auch als Backup-Medium für APPLE genunutzt werden. Die Macs erkennen die QNAP und fragen ob es als Time-Machine genutzt werden soll. In der höchsten Ausbaustufe mit 64 GB Ram ist die NAS der Hammer - man hat das Gefühl, dass alles in Echtzeit geht. Schliesst man einen Monitor an einen der 2 vorhandene HDMI Ausgänge an, sowie eine Maus und Tastatur über USB, arbeitet man auch quasi direkt auf der NAS.

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  • Die QNAP TS-431P2 im Test..

    ..oder: macht ein NAS-Laufwerk für Heimanwender Sinn?

    Vorab zur INFO: Dieser Beitrag ist nicht fremdfinanziert oder vom Hardwarehersteller gesponsort worden. Ich habe die QNAP von meinem eigenen Geld gekauft – der Test spiegelt also die Realität aus Sicht eines Käufers und Anwenders wieder.

    Die QNAP TS-431P2 im Test..Bisher diente mir jahrelang eine DriveStation Quad von BUFFALO als zuverlässiges Sicherungsmedium. Als Netzlaufwerk freigegeben und mittels schnellem USB 3.0 an ein Notebook angeschlossen, diente es meinem kompletten Rechnerbestand (immerhin 3 Notebooks und 1 PC) im Heimnetz als Backup-Medium. Da die DriveStation auch RAID 5 unterstützt war Sie sowohl sicher als auch effizient beim Festplattenspeicher.

    Als Sicherungssoftware wurde das von der deutschen Software-Firma Novastore entwickelte “NovaBACKUP” eingesetzt. Diese war seinerzeit (die Quadstore ist bereits seit 2012 bei mir im Einsatz) als kostenlose Vollversion bei der Buffalo Quadstore beigelegt. Da mich die Leistungsfähigkeit der Software überzeugte setze ich Sie auch heute noch ein.


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    Der Ausschlag für den Kauf der lokalen USB-Lösung war seinerzeit ganz klar der Preis – reine NAS-Gehäuse waren im Vergleich mindestens doppelt so teuer. Doch mittlerweile hat die, mit 4 x 1Terabyte fassenden Festplatten ausgestattete, Quadstore (wovon dank RAID 5 tatsächlich nur 3 TB nutzbar sind) Ihr Datenlimit erreicht. Der Austausch der 1 TB HDD-Drives gegen größere von 2 oder 3 TB schien mir nicht zielführend – und da der Wunsch nach einer ständigen Verfügbarkeit der Daten von überall auf der Welt aufkam, auch nicht mehr zeitgemäß.

    QNAP ProgrammeEs war damit klar: die Quadstore von Buffalo bekam Ihr Gnadenbrot in meiner IT-Landschaft und eine NAS musste jetzt her – aber welche? Anbieter gibt es mittlerweile viele – und doch gibt es Unterschiede im Funktionsumfang. Einige haben die wichtigsten Grundfunktionen; andere wiederum sind so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau, die mehr Funktionen bieten als selbst der verwöhnteste User braucht. Auch in der Größe – bzw. in der Anzahl der verbauten Datenspeicher gibt es riesige Unterschiede. Von der nur mit einer Festplatte betriebenen Einsteigermodellen (die damit natürlich keine Sicherung bei Festplattenausfall bieten), bis zu Rackmodulen für Serverfarmen, wie beispielsweise die QNAP TES-3085U welche Platz für 30 HDDs hat und bei der bereits das Leergehäuse über 8.000,00 € kostet, reicht die Auswahl.

    Ich entschied mich mit einem hauchdünnem Vorsprung für eine NAS des Herstellers QNAP anstatt für die ebenfalls von mir in die engere Wahl gezogene SYNOLOGY. Bei beiden fiel positiv auf, dass die Webseiten sehr gut gestaltet sind – die Infos sind übersichtlich, dazu sehr umfangreich und auch die deutsche Übersetzung ist fehlerfrei; dies ist leider nicht bei jedem Hersteller selbstverständlich.

    Die von mir gewählte NAS war genauer gesagt, die TS-431P2 mit einem Annapurna Quadcore Prozessor.

    Kleiner Exkurs: Die Annapurna Labs sind ein israelisches Startup-Unternehmen, welches im Jahr 2015 von Amazon geschluckt wurde. Infos über die Annapurna Chips sind quasi nicht existent, bzw. öffentlich. Bekannt ist nur, dass die CPUs speziell für Server entwickelt wurden. Die in der TS-431P2 verbaute CPU hat zeitgemäße 4 Kerne – ist aber leider nur eine 32Bit ARM CPU-Architektur.

    Im Alltagsbetrieb merkt man von der Einschränkung, dass es sich nur um eine 32 Bit CPU handelt, fast nichts. Die CPU ist wie bereits beschrieben speziell für Server und NAS entwickelt und beinhaltet auch eine Hardwareverschlüsselung, die so schnell ist, dass es quasi keine Leistungseinbußen während der Verschlüsselung gibt.

    (Bild links: weit mehr als nur ein Datenspeicher – eine NAS kann sowohl als Webserver, Multimediaserver, MySQL Server, Überwachungskamera-Zentrale, Kontaktdatenbank, Email-Server oder vieles andere mehr benutzt werden)

    QNAP Systemsteuerung

    Dass es sich um intelligente Hardware handelt merkt man schon daran, dass die NAS-Gehäuse Hardware wie ein PC beinhalten: Mainboard, CPU, Speicherbausteine sind ebenso vorhanden wie ein Betriebssystem (überwiegend ein Linux Derivat, welches von Haus aus Case-sensitive Dateinamen mit Groß-und Kleinschreibung unterscheidet, was auf einem Speichermedium durchaus gewollt sein kann).

    (Bild links: die Systemsteuerung der QNAP TS-431P2 in der Web-Darstellung. Übersichtlich und umfangreich – hier kann man den Entwicklern ein fettes Like für gelungenes Design ins Pflichtenheft tackern)

    QNAP 431-P2Wenn man die Festplatten im RAID 5 betreiben will, benötigt man ein Gehäuse mit mindestens 3 Einschüben (in der Regel bieten Hersteller aber Gehäuse mit graden Zahlen an, womit dann zumindest ein Gehäuse mit 4 Einschüben benötigt wird). Datensicherung durch RAID 1 (dem sogenannten Mirroring, bei denen die Daten simultan auf 2 Festplatten geschrieben werden) sollte man aus Speicherplatzgründen nicht betreiben.  Immerhin sind dann 50% der Festplattenkapazität für die Sicherung vergeudet. Bei RAID 5 wird der Festplattenverschnitt umso niedriger, je mehr Platten im Verbund sind.

    Wenn Ihr mehr Info über die RAID-Technik wissen wollt, dann empfehle ich euch diesen Link auf Wikipedia – dort wird dieses doch sehr komplexe Thema umfassend behandelt. Hier im Testbericht würde eine detaillierte Erklärung die Länge des Beitrags sprengen.

    (Bild Rechts: die QNAP TS-431-P2 = Annapurna Labs Alpine AL-314 Quad-Core 1,7 GHz Cortex-A15 Prozessor, 8 GB Ram, 2x Gigabit Ethernet, 3x USB 3.0, Linux Betriebssystem – das macht sich im Preis bemerkbar. Obwohl es ein “Einsteigermodell” ist, kostet das Leergehäuse fast 400,00 € – mit 4 HDDs bestückt sind 800,00 Ocken weg; nicht grade ein Pappenstiel)


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    Die Hardware kaufte ich über die Amazon Plattform bei einem mit zahlreichen guten Bewertungen als vertrauenserweckend bestätigtem Onlinehändler. Ein paar Tage nach dem Kauf kam die Hardware in einem großen Umkarton an. Im Umkarton lag der mit Gaspolstern geschützte Verkaufskarton. Die Verkaufsverpackung war stabil und das NAS-Gehäuse war sicher in 2 großen Schaumstoff-Trägern fixiert. In einem weiteren Karton befanden sich die benötigten Kabel und Schrauben zur Befestigung der Festplatten in den Bays. Dabei waren löblicherweise sowohl eine ausreichende Anzahl Schrauben für 4 SSDs, als auch für 4 HDDs beigefügt. Das QNAP Gehäuse selber ist aus weißem Kunststoff gefertigt und entspricht sowohl von der Beschaffenheit des Kunststoffs wie auch den bei den Fertigungstoleranzen der Spaltmaße gängigen Qualitätsstandards.

    Die Haptik ist angenehm – einzig die 4 Festplattentrays wirken etwas billig – da eine NAS aber eher zu den Produkten gehört, die man einmal irgendwo platziert und danach nicht mehr in die Finger nimmt (es sei denn eine Festplatte muss getauscht werden), ist dies Thema eher zweitrangig.

    music station GUIBevor ich die Festplatten einbaute bekam die QNAP erst mal ein üppiges Speicherupdate. Der verbaute 4GB Riegel wurde gegen einen 8GB Riegel getauscht. Damit ist die NAS ausreichend schnell, selbst wenn mehrere Applikationen gleichzeitig auf der Hardware laufen.

    (Bild links: Die App MusicStation im normalen  – also “Spotlight-Modus”. Der User muss eigentlich nicht viel machen. Die QNAP bereitet ihm automatisch verschiedene Playlisten vor und streamt die dann auf das Endgerät)

    Das ist überhaupt der Mehrwert der QNAP-NAS gegenüber einer reinen “dummen” USB-Storage Lösung: will man Daten online zur Verfügung stellen, reicht es über die QNAP-Webseite einen Namen für seine QNAP zu vergeben und schon ist die NAS für jedermann über die URL “BELIEBIGER NAS-NAME.myqnapcloud.com” zu erreichen. Da man auch mehrere User anlegen kann und denen nur bestimmte Ordner freigeben, habe ich z. Bsp. meine zahlreichen Musik-MP3s für einen von mir definierten User namens “Musicuser” freigegeben. Dieser User kann nur auf die Musik zugreifen – aber dies kann er über die Benutzeroberfläche des Programms “Music Station” sehr komfortabel.

    Diese Feature ist ganz nett, wenn man seine umfangreiche Musikbibliothek anderen Usern für eine Party zur Verfügung stellen will.

    Standardmäßig bietet ihm das Programm im sogenannten “Spotlight-Modus” mehrere automatisch von der QNAP erstellte Playlisten an:

    • zufällig 100
    • kürzlich hinzugefügt
    • häufig wiedergegeben
    • am Besten bewertet
    • noch nie wiedergegeben

    Wenn der User selbst eine Playliste erstellt (diese Funktion lässt sich vom Administrator deaktivieren), kann er die sich dort auch anzeigen lassen.

    Im “verwalten” Modus kann der User dann direkt auf die Ordnerstruktur zugreifen und die umfangreiche Suche nutzen.Music-Station Verwaltungsmodus

    Da alle Befehle über das Netzwerk zur QNAP übermittelt werden, muss man leider immer mit einer kleinen Zeitverzögerung rechnen – auch das anzeigen von Dateien (grade wenn es etliche tausend sind) kann schon mal den Donut zum kreisen bringen. Trotzdem hält sich der Delay in überschaubaren Grenzen..

    (Bild rechts: die App Music Station im verwalten-Modus. Hier ist das Suchfenster zu sehen – damit sollte man eigentlich alles finden können)

    Einen nicht zu vernachlässigenden Nachteil habe ich leider auch gefunden: es ist nicht möglich, dem User, der lesenden Zugriff auf die Dateien hat, den Download der Musik-Dateien zu verbieten. Dies ist ein – leider auch rechtlich relevanter – Lapsus, der unter Umständen für den Betreiber sehr teuer werden kann.

    Dies ist ein genereller Nachteil im Betriebssystem der QNAP: man kann zwar Usern den Zugriff auf Ordner und deren Berechtigungen (lesen, schreiben, löschen, Zugriff verboten) konfigurieren, aber nicht bestimmte Tätigkeiten unterbinden. Hier wäre meiner Meinung nach, durchaus Handlungsbedarf, da es schließlich rechtlich relevant sein kann, ob ich nur das streamen von Dateien ermögliche, oder auch gleichzeitig den kompletten Download der Dateien erlaube.


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    Ansonsten sind die Programme und Apps so zahlreich, dass man fast nicht glauben kann, was für Aufgaben die NAS für einen Anwender alles erledigen kann:

    • Outlook war gestern – dank QMail-Agent, QKalender und QContacts kann man alle relevanten Termine, Kontakte und Mails zentral verwalten..
    • Torrents herunterladen? Dank dem Programm “Download Station” kein Problem. .
    • Seine Webseite selber hosten? Dank Joomla und WordPress Paketen ist man auf keinen Hoster mehr angewiesen..
    • Familienmitgliedern oder Freunden das anhören oder ansehen von Fotos, Musik oder Multimedia-Dateien ermöglichen? Music Station, Photo Station und Video Station machen’s möglich..
    • alle Dateien indizieren und bequem durchsuchen? QSirch kommt von den Funktionen an ‘Copernic Desktop-Search’ heran, weil es Dateien und deren Inhalt indiziert..
    • Überwachungskameras von überall auf der Welt steuern? Surveillance Station macht auch das (2 Kameras sind in der Lizenz enthalten – wer mehr ansteuern will, muss die Lizenz erweitern)..
    • eine eigene Wikipedia betreiben? die App “MediaWiki” ermöglicht es..
    • seine Mediendateien auf High End HiFi-Geräten abspielen? Das Media Streaming Add-on bringt deine Boxen ordentlich zum schwingen..
    • und, und, und…

    QNAP DashboardHier will ich mal mit dem aufzählen der Möglichkeiten aufhören – es gibt etliche mehr, die dann aber schon in den Business Bereich gehören.

    Ich kann jedenfalls sagen, dass der Wechsel zu der QNAP TS-431P2 NAS eine gute Entscheidung war, auch wenn sich im ersten Moment 800,00€ nach verdammt viel Geld anhört (und de facto auch ist).

    (Bild links: das Dashboard oder Info-Center der QNAP TS-431P2. Durch klick auf einen Eintrag wird der gewählte Bereich detailliert dargestellt)

    Als Resümee kann ich der QNAP TS-431P2 attestieren, dass Sie – obwohl im unteren Bereich der QNAP Produktfamilie beheimatet – alles andere als ein billiges Stück Ramschware mit abgespeckten Funktionen ist.

    Der Speicherumbau von 4GB auf 8GB brachte ein deutliches Plus an Leistung. 2 Gigabit Netzwerk-Anschlüsse bringen ebenfalls Speed. 3 x USB 3,0-Anschlüsse lassen noch ordentlich Spielraum für den Anschluss von anderer Hardware (USB-Kamera, USB-Festplatte, usw..). Der Funktionsumfang ist riesig und wird von den meisten Anwendern sicher niemals ausgereizt. Der Lüfter der QNAP ist hörbar – aber nicht störend, solange die CPU nicht allzu sehr gefordert wird. Die mechanischen Geräusche der HDDs wenn die Lese-und Schreibköpfe von den Motoren gesteuert werden, sind da lauter. Der Einbau von SSDs kann hier helfen – ist aber auch eine Frage des Geldes. Wenn aber mehrere Tasks laufen kann aus dem sanften säuseln ein heftiges Brausen werden. Empfindliche Ohren könnten dies auf Dauer doch als nervend empfinden.

    Die Benutzeroberfläche ist durchdacht und gut designet – Informationen werden sehr umfassend und übersichtlich präsentiert. Die deutsche Übersetzung ist sehr gut und bei Problemen ist der Support und das deutschsprachige QNAP-Forum nicht weit.

    Ein Kritikpunkt ist das fehlen einer Möglichkeit um bestimmte Funktionen, die ein User nicht ausführen soll zu verhindern. Nicht verschweigen darf ich allerdings ein für Media-Streamer wichtiges Manko: In Verbindung mit dem Plex Media Server gibt es häufig Warnungen, beim streamen von Filmen, dass der Server – damit ist die NAS gemeint – nicht leistungsfähig genug ist, um Videos zu konvertieren. Wahrscheinlich wäre man mit einer NAS wie der TS-451+ mit Intel CPU dann auf der sicheren Seite – allerdings ist die auch wesentlich teurer.

    Ich kann die QNAP jedenfalls trotz der hier beschriebenen Einschränkungen sehr empfehlen – wie sieht es bei Dir mit der Datensicherung aus? QNapst Du auch schon oder USBst Du noch..Zwinkerndes Smiley

    Die QNAP TS-431P2 im Test..

    Preis/Leistungsverhältnis
    Aussehen
    Verarbeitung
    Haptik
    Kompatibilität
    Installation
    Zubehör
    Geräuschentwicklung

    Ergebnis

    Die TS-431P2 ist ein NAS Einsteigermodell des bekannten Herstellers QNAP. Die Hardware macht einen relativ robusten Eindruck, obwohl das Gehäuse aus Kunststoff ist. Einen Fall vom Schreibtisch dürfte Sie wohl kaum überleben - man soll aber ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Statt einer der überwiegend verbauten Intel Quadcore CPUs hat die TS-431P2 eine Annapurna Labs CPU (ebenfalls mit 4 Kernen) - seit 2015 gehört dieses israelische Startup Unternehmen zu Amazon. Infos über den Prozessor und zu den Annapurna Labs sind sehr rar. Dies sehe ich als Nachteil an auch wenn die CPU durchaus leistungsfähig ist. Die Kompatibilität ist gut - sowohl im Windows Umfeld kann Sie als Sicherungsmedium dienen, wie auch in der Apple Welt als Time Machine Backup. Der Stromverbrauch ist im Rahmen - bei 24 Stunden Dauerbetrieb aber summiert es sich auch. Hier sollte man vielleicht die Wake on Lan Funktion nutzen. Auch der Lüfter ist nicht ganz leise, wenn die CPU auf Volllast ist - da möchte man die NAS schon mal gern in einen anderen Raum stellen, weil es auf Dauer nervt.

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