Hardwaretests
Hardware
Im Bereich Hardwaretests werden in unregelmäßiger Reihenfolge Geräte aus allen möglichen Rubriken unter echten Arbeitsbedingungen getestet. Hier werdet Ihr mit Sicherheit keine abgekupferten und auf positiv getrimmten Presseinformationen finden.
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Die withings Horizon Scanwatch im Test
Preis/Leistungsverhältnis - 80%
Aussehen - 91%
Verarbeitung - 93%
Haptik - 95%
Kompatibilität - 93%
Bedienung - 85%
Zubehör - 100%
Energieverbrauch - 20%
82%
Ergebnis
Die withings Horizon Scanwatch spaltet die Gemüter: Dem einen ist Sie nicht Smartwatch genug - dem anderen nicht genug Chronograph. Recht haben irgendwie beide Lager. Trotzdem schafft die withings Horizon Scanwatch irgendwie den Spagat sowohl das eine, wie auch das andere zu sein: Smartwatch (obwohl withings ihre Uhren "scanwatches" nennen) UND Chronograph. Aber eben leider nicht Beides perfekt. Für einen Top-Chronographen fehlt Ihr der Sekundenzeiger und die schleichende Anzeige - für eine Smartwatch die multimedialen Fähigkeiten. Beim Preis/Leistungsverhältnis schluckt man bei 500 € erst mal - es gibt Smartwatches, die man für ein Fünftel des Preises bekommt. Selbst gute Mittelklasse Chronographen gibt es bereits für die Hälfte des Preises. Im ersten Moment erkennt man am Aussehen der Uhr nicht, dass in der schicken Edelstahluhr die wichtigsten Sensoren zur Körperüberwachung stecken. Dies merkt man erst beim zweiten Mal hinschauen. Withings sieht die Horizon wohl für sportliche Männer, die das Understatement lieben. Das Finish der Uhr passt! Farbe von Ziffernblatt und Lünette sind gut gewählt: es gibt ein dunkles Grün und ein dunkles Blau. Die Lünette ist drehbar - rastet jeweils in 2 Schritten pro Sekunde gegen den Uhrzeigersinn ein. Das Zifferblatt ist schlicht. Es zeigt keine Zahlen, sondern nur die Indices an. Die Zeiger sind ebenfalls sehr einfach - oder minimalistisch - designt. Leider hat man auf einen Sekundenzeiger verzichtet. Für einen Chronographen ist das schon fast ein Affront - wieso heisst die Uhr wohl Chronograph? Das finde ich persönlich schade - und dafür gibt es auch nicht die volle Punktzahl! Das bei Lieferung angebrachte Metallarmband passt harmonisch ans Gehäuse. Wer es etwas leichter am Arm möchte oder flexibler mit der Weitenverstellung des Armbandes sein möchte, der kann das ebenfalls beiliegende Kunststoffarmband aus flexiblem Elastomer anbringen. Auch für das Metallarmband ist Werkzeug vorhanden um es zu kürzen oder zu verlängern. Da hat withings an alles gedacht. So etwas ist bei normalen Uhren nicht üblich. Verarbeitung und Haptik ist auf hohem Niveau. Das gebürstete Edelstahl von Gehäuse und Armband wirkt aus einem Guss. Das Armband fügt sich nahtlos an die Form des Uhrgehäuses an und ist sehr sauber gearbeitet. So ist der Steg verdeckt und keine Lücke sichtbar. Auch die Kanten des Armbandes sind minimal abgeschrägt . Das verhindert das unangenehme einschneiden in die Haut beim tragen und anwinkeln des Handgelenks. Die Kompatibilität der Uhr ist gut. Sie kann über die withings Health Mate App sowohl mit ANDROID als auch mit Apples IOS gekoppelt werden. Die Software ist gut durchdacht und zeigt die Daten übersichtlich an. Über den Account lassen sich die Daten auch in einer übersichtlichem Darstellung in einem Webbrowser auf anderen Endgeräten anzeigen. Die Bedienung der Uhr ist einfach: vieles kann man über die App machen, mit der die Uhr gekoppelt ist - aber auch mittels drücken und drehen der Krone lässt sich die eine oder andere Funktion schnell starten. Beim Zubehör kann withings punkten: Wo andere Hersteller für jedes Extrachen die Hand aufhalten, legt withings bei der Uhr alles dabei, was man braucht - sogar noch mehr. Selbst ein Werkzeug-Set um das Metallarmband zu kürzen ist mit dabei. Leider gibt es beim Energieverbrauch nur eine niedrige Punktzahl: Statt der versprochenen 30 Tage Akku-Laufzeit schaffte die Uhr bei mir grade mal 3-4 Tage. Das liegt an dem Szenario, welches withings als "normalen Gebrauch" definiert, welches aber m.M.n. nicht die realen Bedingungen und Gewohnheiten eines selbst mittelmäßig sportlichen und Technik-affinem Nutzers abbildet. Die 30 Tage sind nur realisierbar, wenn einige Features deaktiviert sind. Einen kleinen Abzug gibt es auch für das aufladen. Hier muss zwingend das withings Ladegerät benutzt werden. Der QI Ladestandard wird nicht unterstützt. Deshalb kann man auch nicht Reverse-Loading betreiben, wie es andere Hersteller können.
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