iphone

  • Wenn sich der PC über Nacht in einen MAC verwandelt – dann ist meist von einem “Hackintosh” die Rede..

    ..oder: dank legal käuflicher Hardware kann sich jeder den Traum vom eigenen Mac erfüllen..

    Vor einigen Wochen habe ich euch hier geschrieben, wie ich meinem alten Server eine fast komplett neue Hardware spendierte, um Ihn wieder auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.  Besonderen Wert legte ich auf ein gutes Mainboard und eine CPU mit der Intel VT-X Technology, welche ermöglicht eine virtuelle 64 Bit Maschine unter den gängigen virtuellen Softwareprodukten VMWare und Virtual Box zu betreiben. Meine Wahl fiel auf die leistungsstarke und dazu relativ preiswerte Intel i5-4570 CPU. Das Mainboard kam aus dem Hause Asus – hörte auf den Namen “Z97 Pro (Wi-Fi Ac)” und hatte, wie der Name schon sagte den Intel Z97 Express Chipsatz verbaut.

    Ebenso wurde der Arbeitsspeicher aufgerüstet, da ich keine 32 Bit Betriebssysteme mehr habe (und es auch keinen Sinn mehr macht mit einem Betriebssystem, welches als 32 Bitter nur maximal 3,5 Gigabyte Ram verwalten kann zu arbeiten). Dazu kommt: will man mit einer virtuellen Maschine arbeiten, bekommt auch die virtuelle Maschine realen RAM des Rechners zugewiesen. Dieser Ram fehlt dann natürlich dem Wirtsbetriebssystem. Ist ja klar: Wenn man unter einem 32 Bit Wirtssystem die Hälfte des Arbeitsspeichers, die ja nur knapp 2 Gigaybyte Ram beträgt zuweist, dann hat man 2 Rechner, die – vulgär ausgedrückt – auf der letzten Rille laufen. Und wird bei Windows der Arbeitsspeicher knapp, nutzt es die Swapping-Funktion, das heißt, Daten aus dem Arbeitsspeicher werden auf die Festplatte in eine spezielle Datei geschrieben und bei Bedarf zurück gelesen. (zur Info: Unter Windows 8 heißt diese Datei Swapfile unter Windows 7 Pagefile). Da swapping wesentlich länger (und ich meine wirklich weeeeesentlich länger) dauert als direkt aus dem Arbeitsspeicher zu arbeiten, geht die Performance spürbar in die Knie – im schlimmsten Fall geht sogar gar nichts mehr.

    Mehr zum Thema Virtualisierung hatte ich hier und hier geschrieben.

    Nun ist die Installation in einer virtuellen Umgebung die eine Lösung  (mit dem Vorteil ohne kompliziertes herunterfahren des kompletten Windows Betriebssystems und erneutem hochfahren, was schon mal 2 Minuten dauern kann, das Appple OS “mal eben schnell” auf dem Windows Desktop zu starten – die Installation als “echtes” Betriebssystem auf einer Partition aber eine völlig andere, da Sie zum einen etwas mehr Mut verlangt – im schlimmsten Fall zerstört man sich aus Unwissenheit das Dateisystem des aktiven Systems oder den Bootloader und kann dann mit Tränen in den Augen versuchen sein Produktiv-System zu retten. Zum anderen aber ist das laufen auf der nativen Hardware ein spürbarer Geschwindigkeitsvorteil, denn so müssen die Befehle nicht erst von der VM-Software übersetzt werden. Leider ist Apple ziemlich eigen mit seinen Spielzeugen – die Betriebssysteme aus dem Hause mit dem Apfel-Logo lassen sich nicht so ohne weiteres auf einem handelsüblichem PC installieren – Zum Trost für alle Bastler sei gesagt: allerdings in einer virtuellen Maschine genauso wenig.

    Trotzdem ist es machbar – allerdings setzt es einiges voraus. Kleiner Exkurs: Ich habe während ich diesen Beitrag schreibe, mal eben schnell Suse Linux 13 in einer virtuellen Maschine installiert – das ganze dauerte grade mal 20 Minuten und war mit 3 Mausklicks erledigt..

    Suse Linix 13

    (wenn die Apple OS X Installation auch so einfach wäre, wie das installieren von SUSE Linux 13 – wir könnten alle besser schlafen. DVD einlegen – booten – installieren. Schon an Schritt 2 scheitert’s bei Apple)

    Will man seinen PC mit dem Apple Betriebssystem “veredeln”, dann kommt wahrscheinlich zuerst die Frage des “WARUM?”.  Nun, als Besitzer eines IPhone möchte ich einfach die kompletten Funktionen der Apple Infrastruktur nutzen – und es ist schon ziemlich cool, wenn auf einmal auf einem frisch installiertem Betriebssystem das Fenster hochpoppt, dass man den Tag einen Termin hat – und auch schon alle Kontakte und Notizen auf dem Rechner sind.

    Als nächstes kommt die Frage nach dem “Wie?”. Dazu benötigt man zum ersten eines: GEDULD. Als weitere Zutaten des Rezeptes kommen die richtige Hardware, die richtigen Installationsmedien und viel Recherche im Internet auf speziellen Seiten in den Topf. Wenn man Glück hat, ist das Ergebnis perfekt – wenn man Pech hat, etwas für die Elektroschrott-Tonne.

    Doch fangen wir bei der Hardware an. Die Basis sollte ein Mainboard (In den Foren zeichnet sich ab, dass die Mainboards von Gigabyte am kompatibelsten sind) mit einer INTEL CPU und einem Chipsatz möglichst vom gleichen Hersteller sein. Die AMD CPU wird nicht von Apple unterstützt. Es gibt zwar findige Tüftler, die auch das mit speziellen angepassten Versionen der Apple Distribution geschafft haben, aber es sollte klar sein – je weiter man sich von der originalen Apple Hardware entfernt umso schwieriger wird es – und umso schlechter wird der “Hackintosh” laufen.

    MAC OS X Original DVDDes weiteren benötigt man ein Installationsmedium. Das kann man für kleines Geld im Apple-Store kaufen.  Die letzte erhältliche physische DVD ist die Snow Leopard Version für 18,00 €.  Inklusive Versand ist man für knapp 25 Euro Besitzer der Original-Software.

    Wer jetzt glaubt, man könne die DVD einlegen – booten – und das Apple Betriebssystem installieren, der liegt leider völlig daneben!

    Auch unter Windows ist die DVD eher eine Nullnummer. Im Explorer ist sie größtenteils leer und das einzige was sich öffnet, ist ein Fenster und man kann eine “Entfernt”- Installation starten. Das heißt ein Image der DVD wird auf die Festplatte kopiert, damit man das OS X für seinen Mac übers Netz  installieren kann (Apple baut nämlich seit einiger Zeit keine DVD-Laufwerke mehr in seine Rechner ein).

    Zu glauben, man könne von der DVD booten – wie bereits gesagt – das funktioniert nicht. Es fehlt ein Bootloader. Bereits hier fängt die Sache also schon an für den normalen Anwender unschön zu werden – Du hast also bis hier noch die Chance dich rechtzeitig wieder anderen Hobbys zu zu wenden, bevor Du vor deinen Freunden, die dich bis jetzt für einen PC Profi hielten, das Gesicht verlierst. Machst Du weiter, dann wird schnell klar – Du brauchst Hilfe!

    Dank google wird man relativ schnell fündig und stößt auf einige Webseiten von Profis, die selber Distributionen (vielleicht mal nach ‘iAtkos’ oder ‘Niresh’ googlen) zusammen stellen und auch entsprechende Software entwickeln um Installationen an Hardwareumgebungen anzupassen oder den Boot Kernel an AMD CPU anzupassen. Dazu gibt es eine rührige Community. Vor der Installation ist also erst mal wieder schlau machen angesagt, will man nicht von einer Falle in die nächste tappen. Auf den Webseiten http://www.macbreaker.com/, http://www.niresh.co/, http://www.tonymacx86.com und vielen mehr (einfach bei google mal “Hackintosh” eingeben) wird man fündig und bekommt die Basics mit, worauf man zu achten hat.

    Ich habe erst mal mit der Installation in einer virtuellem Maschine als Test angefangen. Und obwohl die Hardware bei einer virtuellen Maschine ja quasi von der Emulationssoftware übersetzt und zur Verfügung gestellt wird, wollte es erst nicht so richtig laufen. Erst die Tipps aus der Community brachten mich dazu per Kommandozeile einen Parameter in die Oracle Virtual Box einzuschleusen, der eine “Kernel Panic” verhinderte.

    apple Maverick in Virtual Box

    (ALLES WIRD GUT! Es dauerte zwar ein bisschen, aber nun läuft das Apple 10.9 Maverick in einer virtuellen Maschine unter Windows 8.1 – Internetverbindung funktioniert auch, wie man sieht. Nett, dass die Lesezeichen meines IPhone 4S gleich mit aktualisiert worden sind. Oben rechts wird grade eine eintreffende Mail angezeigt.)

    Canon Pixma unter appleNachdem die virtuelle Maschine lief, waren aber noch einige Dinge zu installieren. Dank Internetzugang konnte ich mir den Druckertreiber für den CANON PIXMA IP7250 direkt von der CANON Webseite herunterladen. Die Installation funktionierte ähnlich problemlos wie unter Windows. Auch die Funktionen sind unter Apples OS X vorhanden. Die Tintenstände zeigt er auch dort an. Ein Farbausdruck einer Webseite klappte einwandfrei – nur die Druckgeschwindigkeit ist etwas lahm. Dank Internetzugang lässt sich das Microsoft Office 365 (es enthält ja auch die Mac-Lizenz) natürlich dort auch installieren.

    Vielen mag die virtuelle Maschine als Umfeld für ein Apple OS X reichen.  In der Tat  ist es ein ganz netter Einstieg in die Apple-Welt und man kann sich ein ganz gutes Bild davon machen, ob man sich einen der ja nicht ganz preiswerten Edel-Rechner aus dem kalifornischen Cupertino anschaffen sollte, oder ob es der Windows Rechner nicht doch auch tut. Darüber hinaus ist eine virtuelle Maschine eine sehr praktikable Lösung, wenn man mal eben schnell auf ein Mac System zugreifen will um einen Datenaustausch zu realisieren. Ein wirklich produktives arbeiten kann so eine Maschine aber nicht.  Grade wenn es um die Multimedia-Bearbeitung geht – von jeher die Paradedisziplin eines Mac – merkt man, dass hier die Möglichkeiten einer virtuellen Maschine an Ihren Grenzen angelangt sind. Genauso wie der altbekannte Spruch aus dem Auto-Tuning. “Hubraum ist durch nichts zu ersetzen – außer durch noch mehr Hubraum!”, so gilt auch beim virtuellen MAC: “Hardware ist durch nichts zu ersetzen – außer durch echte Hardware!”.

    Richtig rund wird die Sache also erst wenn man einen voll funktionsfähigen Rechner hat, der eigenständig bootet und die komplette Hardware nutzen kann. Erst dann wird aus dem schnurrenden Kätzchen die ein einer virtuellen Maschine gefangen ist ein brüllender Löwe oder Schnee-Leopard.

    Apple 10.9 native hardware

    (und so sieht es dann nach etlichen Stunden tüfteln und probieren aus: Der Windows PC bootet als Mac Pro 3.1 – Vorteil: wesentlich höherer Geschwindigkeit in den Anwendungen und natürlich inklusive Dualmonitorumgebung.) 

    Für alle Tüftler: ich kann allen IPhone Usern, die bisher nur einen Windows PC und dessen Software-Mikrokosmos kannten, nur empfehlen sich mit der Plattform OS X zu befassen. Schon mit dem nächsten großen Release 10.10 „Yosemite“ wird Apple die beiden Betriebssysteme mehr kommunizieren lassen. Die Grundlagen hat Apple bereits jetzt im IOS 8 mit der Health Applikation eingeführt. Dort kommunizieren Programme untereinander. Auch die Oberflächen werden sich weiter annähern. Es steht zu erwarten, dass der minimalistische Style nicht nur auf den Mobilgeräten sondern auch auf den Rechnern von Apple Einzug hält.

    Datum letzte Änderung: 19.09.2014 18:51 Uhr

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  • Das IPhone 6 Plus – echter Apple-Innovations-Cocktail oder nur ein abgekupfertes Oversize Smartphone mit Sushi Geschmack? Der Test.

    ..oder: das IPhone 6 ist veröffentlicht – doch leider ist es asiatischer Styling-Einheitsbrei geworden..

    Gestern Abend war es so weit! Das jährlich bestgehütetste Geheimnis – nämlich wie das neue IPhone aussehen wird – ist in Gods own Country gelüftet worden. Nun ist es offiziell, wie die neuen Spielerchen von Apple aussehen werden. Außer dem IPhone 6 wurde auch noch die Apple Watch vorgestellt. Richtig, das ist eine Uhr – im Nerd-Universum auch “Wearable” genannt. Da Sie aber erst nächstes Jahr verfügbar ist, brauchen wir kein weiteres Wort über Sie verlieren.

    Beschränken wir uns auf den wichtigsten Star des Abends: DAS NEUE IPHONE 6!

    Apple schafft es ja immer in der Werbung neue Superlative zu finden, weshalb das jeweils neue IPhone besser ist als das Vorgängermodell und schnellstmöglich im Apple-Store gekauft werden muss – will man nicht den Anschluss an die digitale Welt verlieren.

    Also schauen wir mal, was es Neues aus dem Apple-Land gibt. Zuerst mal: das IPhone 6 gibt es in 2 Größen. Wer sich noch zurück erinnert: letztes Jahr wurde uns das IPhone 5 als „genau richtig in der Größe“ von der Apple Marketing-Abteilung verkauft. Die Amis haben wohl jetzt etwas größere Hände, denn was letztes Jahr noch richtig dimensioniert war, ist jetzt zu klein. Selbst das „Kleine“ überragt das 5er-Modell (welches ja auch schon – zumindest in der Höhe – das Vorgängermodell übertroffen hatte) mit 1, 5 Zentimeter in der Höhe und einem Zentimeter in der Breite deutlich.  Das „Große“ orientiert sich an den aktuellen Top-Modellen mit 5,5 “ Display aus dem Hause Samsung, HTC, LG, SONY und Co und übertrifft das 5S um 3,5 Zentimeter in der Höhe und um etwas über 2 Zentimeter in der Breite.

    Maße IPhone 6

    Doch was bietet das neue IPhone mit IOS 8 an opulenten Neuigkeiten?

    Tja, leider muss man sagen: erschreckend wenig! Die Kamera wird zwar wieder in den höchsten Tönen selbst beweihräuchert – aber mit 8 Megapixeln ist Sie bei der Auflösung immer noch auf IPhone 4S Niveau – und damit auf dem Stand von vor 3 Jahren stehen geblieben. Da bieten die Mitbewerber schon 16 Megapixel.

    Es gibt einen neuen Sensor – ein Barometer – welches über den Luftdruck die Höhe des Smartphones errechnet.  Nett – aber das macht das GPS auch. Ich kann mir auch nicht wirklich viele Situationen vorstellen, bei denen ich im täglichen Leben einen Höhenmesser benötige – außer es gibt mal wieder einen Black Friday an der Börse und die ganzen Hippster-Broker springen von den Dächern – die Augen verzückt auf die nach unten rasende Meteranzeige gerichtet.

    Die CPU wurde ordentlich aufgepeppt. Auch der Coprozessor bekam mehr Dampf. Apple verspricht ein bis zu 60x schnelleres Smartphone. Damit dürfte es ja keine Verzögerungen in Anwendungen geben – man muss sehen ob dieser Geschwindigkeitsschub im Alltag aber auch so spürbar ist. Beim Retina-Display wurde auch nachgelegt. Das 6 Plus hat eine beeindruckende Auflösung von 1920 *1080 Pixeln – das haben viele Heimanwender nicht mal an Ihren PC-Monitoren (allerdings die anderen Mobiltelefonhersteller auch). Anzeige und Grafik dürften also wieder zum Besten gehören, was man im Smartphone-Bereich erwerben kann. Auch als Spieleplattform ist das IPhone damit gut nutzbar. Apple hat dafür eine eigene Technologie namens „Metal“ entwickelt.

    Der Akku, beziehungsweise die Laufzeit des Energiewürfels – war immer Kritikpunkt. Auch hier verspricht Apple nun durchaus fröhlich stimmende Standy-Zeiten.  Apple gibt 16 Tage an. Schaut man die ganze Zeit Videos, dann kann man sich den Gang zur Ladestation immer noch entspannte 14 Stunden lang sparen.

    Der Home-Button ist gleichzeitig ein Fingerabdruck-Scanner – doch das war im iPhone 5S schon integriert, ist also nicht wirklich etwas Neues.

    Und damit ist der Geschenkkarton der Goodies auch schon fast leer, denn viele andere Verbesserungen sind aufgrund von Software-Verbesserungen im IOS 8 begründet. Davon werden aber auch Besitzer vom Iphone 4S (das älteste Modell, welches das IOS 8 noch bekommt – die normalen 4er Modelle bleiben auf IOS 7 sitzen) oder 5 profitieren.

    IPhone 6 Plus vs Galaxy S5Das Gehäuse des IPhone ist ergonomisch rund und steht in 3 Farben zur Verfügung. Silber, Gold und Spacegrau. Der Farbunterschied zwischen Silber und Spacegrau fällt allerdings eher klein aus. Bei den 5er Modellen war der Farbunterschied deutlicher. Statt gebürstetem Edelstahl kommt Aluminium zum Einsatz. Auf der Webseite von Apple sieht die Rückseite eben aus – doch die Linse der Kamera ragt ein kleines Stück heraus. Dadurch dürfte das IPhone etwas kippeln, wenn man es flach auf die Rückseite legen will. Ob dies der Linse zuträglich ist? Apple gibt an, dass Sie aus kratzfestem Mineralglas ist, trotzdem sollte man sein Glück nicht auf die Probe stellen. Apropos Kamera: wollte man bis gestern Selbstporträts, die beliebten „Selfies“ machen, und dabei das IPhone nicht in der Hand halten, konnte man es auf seinen stabilen Edelstahlrahmen stellen. Die eingebaute Kamera des IPhone unterstützt zwar keine zeitverzögerte Aufnahme per Selbstauslöser  – doch fast jede gute Kamera-App tut das. (Edit: das IOS 8 bietet nun die Möglichkeit von Zeitverzögerten Aufnahmen und auch Zeitraffer-Videos). Das „Neue“ muss man irgendwo anlehnen, damit es nicht umkippt, doch durch die runde Form wird es wahrscheinlich wegrutschen. Das meistgekaufte Zubehör der Selfie-Junkies wird also wohl ein vernünftiges Kamera-Stativ sein.

    Kommen wir zur Optik des neuen IPhone 6. Und genau hier patzt Apple – denn das neue IPhone sieht nicht viel anders aus als jedes andere Oversize Smartphone aus fernöstlicher Produktion. Eines der Dinge, für die Apple immer stand und der ein bedeutender Kauffaktor ist, fehlt völlig: der Apple Style. Es gibt zwar im Metallrahmen wieder die Unterteilungen, die man von den Vorgängern kennt, doch Sie sind seitlich kaum sichtbar, wenn das IPhone auf der Rückseite liegt.

    Legt man die aktuellen Modelle aus den verschiedenen Lagern mit abgedunkeltem Display nebeneinander, dann kann man nicht auf den ersten Blick erkennen, welches der Handys aus dem Hause der  Innovationsschmiede mit dem Apfel im Logo kommt. Ein No-Go! Aber vielleicht verkauft Apple das ja als optischen Diebstahlschutz.

    Ein Hersteller, der eine Hardware als innovativ verkauft, die teilweise knapp 2 Jahre hinter dem Stand der Technik hinterher hinkt – und das zu Preisen, die einem Schnappatmung beschert, denn das Top-Modell des IPhone 6 Plus mit 128 GB kostet knackige 999,00 € – so etwas kann sich nur Apple erlauben.

    Natürlich wird sich das IPhone trotzdem gut verkaufen. Natürlich habe ich auch eines vorbestellt (offiziell kann man das ab dem 12.9.2014) – jetzt muss ich nur noch die 1000 Euro irgendwie aufbringen..

    das IPhone 6 im ersten Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Aussehen
    Verarbeitung
    Kompatibilität
    Funktionsumfang
    Zubehör
    Akkulaufzeit
    Apps

    Ergebnis

    leider hat das iPhone 6 meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Design lehnt sich an die Smartphones anderer Hersteller an. Das Gehäuse ist aus Aluminium anstatt aus Edelstahl. Die Technik hinkt den anderen großen Herstellern hinterher. Weder berührungsloses aufladen, noch eine Kamera mit zeitgemäßer Pixeldichte wollte Apple spendieren. Dazu kommt die immer noch schlechte Akkulaufzeit.

    mehr Info:
    User Rating: 4.65 ( 1 votes)
  • Weg mit dem langweiligem IPhone Slider – her mit Jellylock..

    ..oder: ein cleveres Tool aus dem CYDIA Store gibt dem Unlock-Slider neue Funktionen

    S

    eit Jahren das ewig gleiche Spiel – will man sein IPhone entsperren, muss man mit dem Finger einen “Slider” auf dem Bildschirm von links nach rechts bewegen. Apple findet dies auch völlig in Ordnung und hat nie Handlungsbedarf gesehen, dies auch nur im mindesten zu ändern, oder mal über eine Verbesserung diese Funktion nachzudenken.

    Glücklicherweise gibt es kreative Hirne, die immer eben doch noch etwas verbessern können. So bekommt der simple Slider mittels der Software “Jellylock” aus dem CYDIA-Store völlig neue Funktionen.

    IPhone mit JellylockVoraussetzung ist ein IPhone mit installiertem IOS 7 – bis maximal Version 7.0.4 (die aktuelle Version 7.1.1 ist zwar Berichten zufolge auch bereits gejailbreakt worden – aber dieser Jailbreak wird wohl nicht veröffentlicht, da man hofft den beim bald erscheinendem IOS 8 nutzen zu können) und installiertem CYDIA. Die App Jellylock 7 ist dort kostenlos verfügbar.

    (linkes Bild: IPhone 4 mit IOS 7 und installiertem Jellylock. Hier ist das IPhone mit gesperrtem Bildschirm zu sehen – das installierte Theme ist “1One” von Bluemetal (Arthouse))

    Und was macht dieses ominöse Jellylock nun ganz genau?

    Wenn das IPhone gesperrt ist, sieht der Slider noch weitestgehend normal aus, bis darauf, dass er eine kreisrunde Form hat. Seine besonderen Funktionen zeigt er erst wenn man Ihn mit der Fingerkuppe leicht bewegt. Dann werden bis zu 5 frei konfigurierbare Shortcuts halbkreisförmig um den Kreis eingeblendet. Der Kreis kann nun mit dem Finger auf ein Symbol “gedroppt” werden. Dank Einrastfunktion funktioniert dies unkompliziert. Sofort wird dann die App gestartet und das IPhone ist entsperrt.IPhone mit Jellylock




    Damit wird das seit IOS 7 von unten nach oben zu schiebende “Kontrollzentrum” nun sinnvoll erweitert. Da das Kontrollzentrum auch eher dafür geeignet ist selten benutzte Funktionen ein-oder auszuschalten, wie die Taschenlampe, WLAN, Flugmodus, Bluetooth (und die Musikwiedergabe  zu steuern) aber weniger geeignet schnell mal auf eine App zu zu greifen, ist der Jellylock eine tolle Möglichkeit schnell seine Lieblingsapp zu starten.

    (rechtes Bild: aktiviertes Jellylock. Der Unlock-Slider (weisse Kreis) wurde bewegt. Nun sind die Icons mit den von mir belegten Shortcuts sichtbar)

    Ich persönlich finde den Jellylock wirklich sehr praktisch, weil er ermöglicht häufig genutzte Apps schnell zu öffnen und nicht erst das navigieren über die normale Benutzeroberfläche erfordert. Dazu ist Jellylock kostenlos.

    Was kann es also schaden es mal auszuprobieren?

    Meine Review findet Ihr wie immer unten.

    Jellylock 7 im Test

    Preis /Leistungsverhältnis
    Funktionsumfang
    Usability

    eigentlich spricht nichts gegen die Installation des Jellylock. Es ist kostenlos, bietet sinnvolle Funktionen und ist umfangreich zu konfigurieren. Voraussetzung ist ein IPhone mit IOS 7 und einem installiertem Jailbreak.

    User Rating: 4.8 ( 1 votes)

    Datum letzte Änderung: 29.05.2014 09:00 Uhr

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  • schöne Themes fürs IPhone trotz IOS 7? Ja – dank Bluemetal..

    ..oder: Jailbreak und CYDIA = schicke Optik auch für Apples IOS 7.

    S

    eit mehreren Jahren begleitet mich nun mein IPhone 4S durchs telefonische Alltagsleben. Keine Angst – ich bin kein Apple Fanboy (jedenfalls kein Hardliner – ich lasse also auch durchaus andere Mobilfunkhardwarehersteller in mein peripheres IT-NERD Blickfeld eindringen (darf man sowas schreiben? Ich hoffe der Begriff “eindringen” weckt jetzt keine Gedankenassoziationen mit “Deflorieren” und ist jetzt nicht zu sexistisch gewählt? – man muss ja heute so aufpassen was man schreibt..)). Ich muss sogar vorausschicken, dass der Erwerb des 4S damals auf Messers Schneide stand – im Einkaufskorb war damals schon das Nokia N9. Doch da erschien im Ticker die Meldung von Steve Jobs Tod (den ich in der Tat bis dahin nicht kannte – weil ich Apple Produkte nie auf meinem Windows gefärbtem Anwender-Schirm hatte).


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    Mehr durch Neugier getrieben surfte ich auf die Produktseite von Apple – und stellte fest, dass ich zum fast identischen Preis eines Nokia N9 ein IPhone 4S von Apple mit doppelt so guter Hardware bekommen konnte. Eine Minute später war das 4S mit 32 GB bestellt und das N9 Warenkorb-Vergangenheit.

    Der 5.Oktober 2011 war also quasi mein Einstieg ins Apple Universum. Über zweieinhalb Jahre begleitet es mich seitdem ohne Probleme. Etwas was mich allerdings von Beginn an störte, war die “No Changes Allowed!”-Politik von Apple. Alles was man von anderen Mobiltelefon Herstellern kannte, wie das ändern der Benutzeroberfläche durch Themes wurde von Apple rigoros geblockt. Wollte man wirklich etwas tiefer ins Apple Betriebssystem, dann kam man um einen (von Apple als ultimativ Böse abqualifizierten) Jailbreak nicht herum. Seit dem IOS 5 wurde der von mir auf dem IPhone installiert. Natürlich gab es auch mal Inkompatibilitäten – aber das deaktivieren des entsprechenden Themes löste meist die Probleme.

    Mit erscheinen des IOS 7 änderte sich einiges – vor allem im grafischen Bereich des IOS 7. Holzregale und optisch real wirkende Schieber und Knöpfe wurden durch Transparenz  und Reduzierung der Gui auf wenige grafische Grund-Elemente ersetzt. Dazu kam ein Parallax–Effekt, der die Icons einige Millimeter über dem Hintergrund schweben ließ. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn man das Handy-Display neigt.

    THEME 1ONE complete small (dank Photoshop Mockup – ich berichtete HIER darüber – kann man Screenshots wesentlich besser und publikumswirksamer präsentieren. Hier ist das Theme 1ONE von Bluemetal abgebildet. Etwas weiter unten habe ich Screenshos vom Theme 77, die ebenfalls von Bluemetal (Arthouse) sind. Erhältlich sind beide im CYDIA Shop. Besonderheiten sind: Transparente Badges, IWidgets für Datum, Wetter, Twitter, RSS-Feeds )

    Für die Themer Garde also eine ziemliche Herausforderung die von Apple hoch angelegte Messlatte zu toppen. Das Ergebnis ist deshalb selbst Monate nach erscheinen des ersten funktionierenden Jailbreaks für das IOS 7 sehr bescheiden. Mehr wie ein anderes Hintergrundbild und ein paar geänderte Icons bieten die wenigsten.


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    in deutscher  Designer aus Bayern namens Bluemetal sticht glücklicherweise positiv aus der Masse des Einheitsbreis hervor. Die Themes von Bluemetal haben dynamische Hintergründe – diese erstmalig in IOS 7 verfügbare neue Art des Hintergrundbildes, indem grafische Objekte je nach Neigung des Displays wie Flüssigkeiten in die dem Erdboden zugeneigte Richtung “flossen”. Dabei sind die im normalen IOS von Apple definierten Kreise gegen die Theme Logos ausgetauscht. Das sieht richtig klasse aus, vor allem, weil sich die Icons auch noch um die eigenen Achse drehen..

    Auch Widgets bringt das Theme mit – wie fast alles unter Apple heißen die dann natürlich iWidgets. Wettervorschau, RSS-Feeds oder eine Twitter-Timeline.

    Lockscreen Wetterwidget 2

    (Der 77(seventyseven) Lockscreen mit 5 Tages-Wettervohersage und animiertem Mond und Sonnenstand)

    (beim normalen Screen ist die Wettervorhersage auf Wunsch durch ein IWidget ständig verfügbar)

    Auch die Icons sehen wesentlich schicker aus, als das was die meisten anderen Theme-Designer anbieten. Zum Teil erkennt man bei denen tatsächlich erst nach 2-3maligem hinsehen, dass dort etwas geändert wurde. Bei den Themes von Bluemetal ist das wohltuend anders – es wirkt alles sehr liebevoll designt und aus einem Guß. Gütesiegel ZahnradDas Theme selber ist mit 2,99$ preislich im Rahmen. Allerdings benötigt es zum funktionieren und zum anpassen noch zusätzliche und zum Teil kostenpflichtige Software aus dem CYDIA Shop.  Da wären als erstes Winterboard zu nennen – ohne das ein ändern von Themes gar nicht möglich ist, dazu IFile – ein sehr leistungsfähiger Datei-Manager (der es ermöglicht über den Web-Browser eines Windows PC direkt in das Datei-System der Apple Hardware zu schreiben 4,99$), iWidgets – für die Anzeige der Widgets, Zeppelin – für die Anzeige der Icons in der Statusbar, IconoMatic – für die Darstellung der Icons in verschiedenen Variationen.

    Wer also seinem iPhone mal ein paar neue Kleider schenken möchte – und sich vielleicht auch am neuen Standard-Design satt gesehen hat, der sollte mal über einen jailbrak und den Kauf der Thems nachdenken. Was denkt Ihr: lohnt sich der Kauf – oder wie steht Ihr generell zum Thema Jailbreak?

    1One u. 77 Theme im Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Installation
    Customizing
    Funktionsumfang

    Ergebnis

    Die Thems 1One und 77 seventyseven stechen positiv aus dem Einheitsbrei andere Themer hervor. Alle Bestandteile des Themes sind durchgestylt und zum Teil innovativ - häufig sogar einmalig. Die dynamischen Wallpaper habe ich bisher bei keinem anderen Designer gesehen. Das einzige Mango ist das anpassen an die eigenen Bedürfnisse. Es gibt zwar eine Installationsanleitung - trotzdem muss man im Quellcode rumwuseln - sicher nicht jedermanns Sache.

    User Rating: Be the first one !

    Oben findet Ihr meine Review

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  • In First Touch mit dem IOS 7 von Apple

     

    ..oder: transparent, schwebend, simpel so ist das neue schicke Design des ios 7 für das IPHone (Teil 1)

    ios-7-logo.jpgDonnerstag Abend habe ich es getan! Jawohl! Nachdem ich seit über einem Jahr mit einem Jailbreak auf meinem IPhone 4S ausgestattet war und Themes und Tools aus dem alternativem CYDIA Shop benutzte, um dem IPhone mehr Funktionen zu bescheren und mich an schickeren Designs zu erfreuen – mit dem Makel die letzten Softwareaktualisierungen nicht durchführen zu können, habe ich dies für das neue IOS 7 über Bord geworfen und ich muss sagen – ich bereue es nicht!

    Die gesamte coole und stylische Optik des IPhones hat mit dem leichten, klaren und sehr transparentem Design des neuen mobilen Betriebssystems noch mal ordentlich zugelegt.

    IPhone-4S-u-IOS-7.jpg

    (Eine Optik, die passt! Obwohl das IPhone 4S auch schon seit fast 2 Jahren bei mir im Einsatz ist – und damit schon fast ein Oldtimer, gemessen an meinen anderen Handys, gefällt es mir mit seiner wertigen Edelstahl und Glasoptik immer noch besser als die aktuellen Modelle aus der fernöstlichen Plastik-Liga)

    Doch fangen wir bei der Installation auf dem IPhone an – die wird einem seit erscheinen der Version 7 beim Start von ITunes und angeschlossenem IPhone auf dem PC angeboten. Ich benutze die Kabelgestützte Variante, auch wenn dank WLAN die  “over the Air”-Methode (OTA) möglich wäre. Also Backup erstellen und los.

    Leider musste ich einiges an Zeit mitbringen, denn offensichtlich wollten etliche weitere Hunderttausend User die aktuelle Version des Betriebssystems installieren. Standen beim Download am Anfang noch 15 Minuten, wurde die Zeitspanne immer länger und pendelte sich bei mehreren Stunden ein. Da hieß es Geduld haben und sich die Zeit mit anderen Dingen vertreiben. Irgendwann hatte ITunes dann aber das Image geladen und installiert. Beim Neustart dann die Frage, ob man das IPhone als neues Telefon behandeln soll, oder ob es aus dem vorher angelegtem Backup wieder hergestellt werden soll..

    Diese Frage hatte mich beim ersten Update verwirrt – weshalb ich natürlich zielsicher die falsche Option wählte und alle Einstellungen neu eingeben musste. Diesmal war ich schlauer – verwies auf das vorher erstelle Backup und knapp 1 Stunde später war das IPhone einsatzbereit.

    Das erste was einem auffällt, ist das fehlen der Buttons. Dies fängt schon beim Entsperren -Vorgang an:

    lockscreen ios 7.jpgStatt der gewohnten Optik eines grafischen Elements welches einen Schieber darstellt, steht nur auf dem Display “zum entsperren streichen”. Dazu der Richtungspfeil, wohin die Streichbewegung geführt werden soll. Das ist minimalistisch, aber die ganze Philosophie des IOS 7 ist auf Minimalismus ausgerichtet – doch dazu später mehr.

    Das nächste was auffällt: alles ist rund! Dies wirkt organisch und nicht mehr wie High-Tech. Spätestens beim eintippen des Unlock-Codes für die Sim-Karte merkt man, dass Apple das alte Design komplett über Bord geworfen hat. Von Buttons zu sprechen ist eigentlich auch falsch. Es sind optisch keine Buttons mehr, sondern nur farbig gekennzeichnete Flächen.

    Denkt man die aktuelle Apple Philosophie weiter, macht dies ja auch Sinn. Unsere Fingerkuppen sind rund – warum sollen dann die Schaltflächen eckig sein?

    IOS-7-Nummernfeld.png

    Ein Augenschmankerl ist die räumliche Tiefe, die Apple seinem Display mit einem geschickten Trick verschafft. Die Menüelemente scheinen einige Millimeter über dem Hintergrund zu schweben – neigt man das Display, verschiebt sich der Hintergrund um die Icons, als wären Sie voneinander losgelöst.

    Fangt jetzt aber nicht an, das Display auseinander zu rupfen – das Display ist nicht wirklich 3 Millimeter tief. Der Effekt wird – dies ist jedenfalls meine Vermutung – dank des eingebauten Neigungsmessers (eine der neuen Funktionen des IOS 7, welche sich beim Kompass versteckt) berechnet und wird je nach Bewegung des Handys von der Grafikeinheit dargestellt. Trotzdem sieht es toll aus.

    Dazu kommt ein weiteres Feature, welches Microsoft mit seiner Interpretation des Windows 8 Betriebssystems sehr alt aussehen lässt. Das IOS 7 arbeitet mit Transparenz-Effekten.

    Das fängt beim Dock an und zieht sich durch alle Anwendungen des Screens. Startet man Spotlight (die Suche des IOS 7 ist jetzt einfacher aufzurufen, denn Sie lässt sich von jedem Screen starten, indem man von der Screenmitte mit dem Finger langsam nach unten wischt), und gibt dort Text ein, hat man einen Milchglaseffekt, der den Hintergrund schemenhaft durchscheinen lässt.  Apple zeigt microsofts Windows 8 damit eine lange Nase, denn wo microsoft behauptet, der Kunde möchte dies nicht (was de Facto Blödsinn ist), aktiviert Apple diese nun und zeigt wo der Bartel den Most holt.

    Warum die Entwickler von Microsoft, die nun wirklich bei Hardware-Anforderungen immer sehr stark nach unten korrigiert haben, jetzt ausgerechnet bei Windows 8 auf einmal einen Rückzieher machen und solche Hingucker-Effekte gar nicht mehr implementieren, liegt meiner Meinung nach an der Bindung an NOKIA Smartphones. Deren Hardware hinkt gegenüber der bereits mit Quadcore ausgestatteten Konkurrenten  immer noch hinterher. Erst die LUMIA-Serie hat von NOKIA einen Dualcore Prozessor bekommen – knapp anderthalb Jahre zu spät und ungefähr 4 Modelle später als die marktbeherrschenden Mitbewerber. Damit Windows 8 auf dieser Plattform flüssig läuft, muss scheinbar aller ressourcenfressende Schickimicki deaktiviert sein – warum microsoft dies auf dem heimischen PC auch macht – das weiß dann aber nur die Führungsriege von microsoft allein. Bei den Vorgänger-Betriebssystemen konnte man Effekte einfach deaktivieren, wenn Sie einen nervten. Diese Entscheidung hat microsoft uns wenigstens schon mal abgenommen.

    Doch lassen wir microsoft in Ruhe – die Jungs haben wirklich momentan genug Probleme – kommen wir zum IOS 7 zurück.

    Wie ich schon vorhin kurz andeutete, ist einiges im IOS 7 neu. Apple spricht von 200 neuen Features. Viele fallen einem sofort ins Auge, einige findet man beiläufig – andere nicht.

    Manchmal muss man schon genau hingucken, um festzustellen – Upps! Da geht’s ja noch weiter…

    Eine dieser neuen Features ist der bereits erwähnte Neigungsmesser. Man könnte ihn auch als elektronische Wasserwaage bezeichnen. Diese nützliche Funktion befindet sich beim Kompass. Ruft man die App auf, verwundert einen zunächst zweierlei. Der Kompass muss nicht nur wie man es von den Vorgänger-Versionen kannte, mittels einer roten Anzeige horizontal kalibriert werden, sondern auch um die Gier Achsen. Auch hier läuft eine rote Markierung je nach Neigungswinkel die Kompassrose entlang, was ein bisschen an ein Geschicklichkeitsspiel erinnert, bei dem man eine Kugel durch behutsames neigen eines Spielbretts durch ein Labyrinth rollt. Was sich dahinter verbirgt erkennt man erst später.

    Auf den unteren Grafiken sieht man den nun sehr funktionellen Kompass. Ganz unten ist ein kleiner weißer Punkt. Durch wischen mit der Hand kommt man zum Neigungsmesser. Mit diesem Tool sind schiefe Regale Geschichte! Diese “Wasserwaage” zeigt Dir genau Winkel und Richtung der Schieflage an und wird grün, wenn Du es schaffst, das IPhone absolut grade auszurichten!

    In First Touch mit dem IOS 7 von Apple In First Touch mit dem IOS 7 von Apple In First Touch mit dem IOS 7 von Apple

    (wo einen User früher ein Kompass in der Optik eines nautischen Instruments aus Messing und Glas das Auge erfreute, erblickt das Auge nun Design in Bauhaus Funktionalität. Kein ablenkender Schnickschnack. Die Infos sind auf das wesentliche reduziert. Nur durch Zufall sah ich den kleinen weißen Punkt unten, der signalisiert: “Da ist noch ein Menü!”. )

    Auch meine Lieblingszicke SIRI wurde “refurbished”. Doch statt mehr Hirn und Silikon-Implantaten bekam Sie eine neue Stimme verpasst. Leider hört sich die neue Stimme absolut nicht sexy an – man könnte sogar sagen, Sie ist teilnahmslos. Dazu kommt, dass man Ihr deutlich die Abstammung von einem PC anhört. Die Betonungen sind teilweise auf den falschen Silben. Da war mir die alte Siri lieber.

    Dabei wollen wir es für heute im 1. Teil zum neuen IOS 7 belassen. Mehr Infos in den nächsten Tagen..

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