KI

  • Die eigene KI auf deinem Rechner zu Hause – kann das echt funktionieren?..

    Hidiho liebe Community! Heute wird es nicht nur technisch – es wird Multimedialsuperdupertechnisch! Es geht diesmal nämlich um die Frage, ob es möglich ist, eine KI zu Hause auf dem Rechner zu installieren und natürlich noch wichtiger: damit zu arbeiten. Und zwar nicht nur als Unterstützer im Office-Bereich, sondern auch bei kreativen Aufgaben, wie Bild, Video und sogar Musik-Erstellung.

    Die eigene KI, mit der Du dich unterhalten kannst, die darüber hinaus Bilder, Videos und Mukke erstellen kann? Das hört sich doch spannend an, oder? Und als nächstes kommt dann die Frage, ob man damit wirklich zuverlässig arbeiten kann. Ich habe es für euch ausprobiert. Das Ergebnis wird aber hier nicht gespoilert – da müsst ihr schon den ganzen Beitrag lesen.. Bereit? Dann legen wir los!

    Global Player wollen dass du deren kostenpflichtige KIs nutzt..

    Die Firmen, die dir KI-Modelle als neuen heißen Scheiss aufschwatzen wollen. machen das natürlich nicht, weil sie Menschenfreunde sind – Leute! Wir leben im Kapitalismus und Amerika ist das Mutterland des Turbo-Kapitalismus! Es geht darum Geld zu verdienen! VIEL GELD!! Du kannst dann bei den meisten Firmen deren Modelle im monatlichen Abo nutzen. Ja, es gibt auch kostenlose Varianten – doch die sind halt in der Regel stark limitiert – ist also so, als würdest Du dir einen Ferrari Enzo ausleihen aber die Karre ist auf maximal 50 Km/h gedrosselt damit Du damit keinen Blödsinn machst.

    Die eigene KI(Bild links: Bei der Software LM-Studio hast Du die Qual der Wahl, welches der zahlreichen Large Language Modelle du nutzen möchtest. Beachte, dass da aber auch gehörig Festplattenspeicher verbraten wird, denn die ganzen Daten-Bibliotheken sind häufig bis knapp 20 Gigabyte gross. Da sollte man schon etwas selektieren, was man herunterlädt.)

    Bei ChatGPT kostet ein Abo zwischen 21,00 $ und 105,00 $ für Privatpersonen. Bei Claude von Athropic sind die Preise ähnlich: 15,00 € bis 90,00 € je nachdem ob man das Pro oder Max-Abo wählt. Bei google Gemini wirst Du dann vergleichsweise günstige 4,99 bis 22,00 € im Monat los.

    Klar, haben diese Firmen Kosten und deren Rechenzentren sind Energieverschwender ohne Ende. Dass diese Kosten wieder reingeholt werden müssen ist logisch. Aber wenn man sieht wieviel KI-Mist mittlerweile auf YouTube und in den sozialen Medien auftaucht, wünscht man sich dass die Plattformen härter gegen KI-Inhalte vorgehen würden. Auf Instagram ist gefühlt jeder 2. Post von einer KI oder KI generierter Inhalt. Dieser ganze Null-Inhalt Content vermüllt dein Gehirn und lenkt dich von wirklich wichtigen Dingen ab (vergleiche dazu mein Interview mit einer KI und dem Begriff der „Aufmerksamkeit als wertvolles Gut“).

    Der Gegner der Global KI-Player: „offene“ KI-Modelle..

    Quasi als Gegenpool zu den kostenpflichtigen Modelle aus den USA gibt es KI Modelle, die nicht nur kostenlos sind, sondern auch echt leistungsfähig und zum größten Teil sogar auf deinem Rechner installierbar und lauffähig sind:

    • Llama von Meta: Eines der bekanntesten offenen Sprachmodelle (aktuell in fortschrittlichen Versionen), das sich flexibel anpassen lässt.
    • DeepSeek (wie DeepSeek-R1): Gilt als echte Leistungs-Überraschung aus China, der bei vielen Aufgaben extrem starke Ergebnisse liefert und den Markt momentan aufmischt.
    • Qwen von Alibaba: Qwen ist ein starkes, vielseitiges Sprachmodell mit exzellenten Fähigkeiten in vielen Sprachen und Programmieraufgaben.
    • Mistral von Mistral AI: Leistungsstarke Modelle aus Europa (wie die Medium-Reihe oder offene Spracherkennung wie Voxtral), die Datenschutzkonform lokal betrieben werden können.
    • Gemma von Google: Leichtere, offene Modelle von Google, die sich gut für kleinere Hardware oder spezifische Aufgaben eignen.
    • dazu gibt es noch weitere Modelle wie Muse Glimmer, Bonsai, Nemotron, LFM2, GLM Flash, und, und, und..

    Viele Modelle sind quasi 1:1 Klone namhafter großer Large language Modelle.

    Wer sich mit dem Gedanken anfreunden kann eine KI auf seinem Rechner zu nutzen, die auch Offline immer zur Verfügung steht, der hat also durchaus eine ganz hübsche Auswahl. Beachte aber bitte die Größe der einzelnen Modelle, sonst ist deine Festplatte schnell voll..

    Der Traum von der eigenen KI – endlich machbar!

    Wer sich auch mal als Herr über die KI fühlen will: es benötigt zumindest zwei unterschiedlich Software-Lösungen um die die für Texte und programmiertechnische Aufgaben spezialisierten LLMs (Lage language Modelle) und die für grafischen Output entwickelten Container ans laufen zu bringen. Wichtig dabei: Es handelt sich beide Male um kostenlose Software.

    Im Bereich der Programmierung und Kommunikation ist in meinen Augen das LM-Studio erste Wahl – im Bereich der Multimedia-Dateien (Bild, Video, 3D Modelle und Musik), ist Comfy für mich das beste Programm um coolen Output zu erzeugen.

    Die eigene KI(Bild rechts: Auch dieses Bild entstand direkt im Rechner: der Prompt war ungefähr: ein älterer Mann sitzt in einer Büro-Umgebung vor einem aufgeklappten Laptop auf dessen Display ein Roboter-Kopf sichtbar ist, der mit ihm spricht.)

    Ich wiederhole es zur Sicherheit nochmal: Die Benutzung der Software ist KOSTENLOS! Kein Abo, keine Kosten für Token (die Währung mit der man die Rechenleistung der KI bezahlt), kein Datentransfer ins Nirgendwo! Alles wird ausschließlich auf der CPU und Grafikkarte deines eigenen Rechners berechnet.

    Kleiner Spielverderber-Hinweis: deine Hardware sollte schon potent genug sein. Mit einem 300 € No-Name Laptop von TEMU wirst du hier scheitern. Tatsächlich gilt hier: BIGGER IS BETTER! Glücklicherweise bin ich da ganz gut ausgestattet – rein Rechnertechnisch natürlich..


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Von mir wurde für Qwen (Ausgabe von Text) mein HP Omnibook mit 32 GB RAM, dem Intel i7 Ultra Prozessor und einer auf dem Chip integrierten Grafikchip Intel® Arc™ mit 8 GB Speicher genutzt (Test hier). Dieses Convertible hat bereits durch den mit neuronalen Funktionen ausgestattetem Prozessor KI-Funktionen eingebaut und mit der „Recall“-Funktion ein Feature von Microsoft, dass andere Rechner nicht bekommen. Dort kam als Plattform das LM-Studio (Bionic) zum Einsatz

    Comfy? Was zum Teufel ist das?..

    Bei der Grafik war dafür mein etwas älteres HP ZBook Fury G9 die Maschine meiner Wahl, da die Intel i7 CPU mit 16 Kernen in Verbindung mit einer dedizierten hochwertigen RTX-Grafikkarte von NVIDIA mit 12 GB RAM, sehr performant ist und sowohl Bild als auch und Videobearbeitung schnell genug berechnete. Hier konnte ich aber mit dem LM-Studio nichts reißen, denn die dort ladbaren LLMs sind nicht für grafische Ausgaben gedacht.

    Dafür gibt es aber mit „COMFY“ eine Software-Plattform, die genau für diesen Fall gedacht ist: geile Multimedia-Dateien zu erstellen!

    Wie cool so ein Video aussehen kann? Guckst Du Hier:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    (Video oben: Dieses Video ist komplett „geprompted“ – nur durch Texteingaben erstellt – worden. Ich schrieb wie das Umfeld aussehen sollte, welche Lichtstimmung erzeugt werden sollte, welche Szenen was darstellen sollten und wie viele Sekunden die dauern sollten – danach war die CPU und der GPU dran, das ganze Geschreibsel in bewegte Bilder umzusetzen. Selbst der Ton wurde passend dazu bei der Erstelllung des Videos generiert. Großes Kino? Jepp! Aber sowas von! Auch wenn das aufsetzen der Sonnenbrille kacke generiert ist – aber wofür kann man Videos schneiden..)

    Du bist platt? Ja, mit Recht! Diese fast 30 Sekunden lange Video-Sequenz mit Bild, Geräuschen und Ambient-Musik hat meine Hardware (HP ZBook Fury G9) auf der mobilen Workstation in knapp 4 Stunden generiert. 4 Stunden für ein Video ist nun wirklich nicht lang, wenn man überlegt, dass jeder einzelen Video-Frame (Bild) gerendert werden muss und das je nach Codec zwischen 24 und 60 mal pro Sekunde.

    Auf meinem Medien-Server mit identischer i7 CPU, 32 GB Ram aber einer NVIDIA RTX5060Ti mit 16 GB Ram dauerte die gleiche Szene nur anderthalb Stunden bis das Video komplett erstellt war. Die GPU der Grafikkarte war während der ganzen Zeit bei 92 – 100% Auslastung. Die Grafikkarte hat also direkten Einfluss auf die Dauer der Berechnung.

    Die eigene KI - Comfy User Interface(Bild links: Das UI (User Interface aka Benutzeroberfläche) von Comfy ist etwas komplexer, weil es Knotenbasiert arbeitet. Wer 3ds Max nutzt, der kennt diesen Aufbau vom Material-Editor her. Eigentlich ist dieser Aufbau aber logisch und praktisch. Vor allem bei der Fehlereingrenzung.)

    Bei dem ZBook sind das bei 26 Sekunden und 24 Frames insgesamt 624 Bilder in 4 Stunden. Das sind grade mal 23 Sekunden Renderzeit  pro Bild – echt beeindruckend! Wenn die Auflösung des Videso mit 848 x 481 (0,4 Megapixel) zwar jetzt nicht HD Qualität hat, kommt es selbst auf einem 27″ Monitor noch gut rüber.

    Das auf YouTube hochgeladene Beispiel-Video ist doch ein guter Beweis dafür, oder? Da der Medienserver mit der RTX5060Ti das in anderthalb Stunden stemmt ist ein Frame in knapp 7 Sekunden generiert – eine Zeit die ich in 3ds Max nimals hinbekommen würde. Und dazu müsste erst stundenlang eine Szene modelliert werden.

    Die maximale Auflösung eines Videos ist vom addressierbaren Speicher eurer Grafikkarte abhängig. Bei mir gab es bei 1280×736 Pixeln (0,9 Megapixeln) eine Fehlermeldung und ich musste die maximale Auflösung auf 960×544 Pixel (0,5 Megapixel) runterschrauben. Das ist aber immer noch sehr anschaubar und qualitativ in Top-Qualität.der Autor

     


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Comfy? Wie funktioniert das?

    Wenn Du auch Bilder, Videos und Audio-Dateien erstellen willst (und ausreichend potente Hardware hast), dann geh auf diese Webseite und lade dir das knapp 600 Megabyte große Installationspaket herunter. Danach installierst Du es und konfigurierst wo das Arbeitsverzeichnis erstellt werden soll. Hier kann es sinnvoll sein auf eine zweite Festplatte oder Partition zu verweisen, denn die Bibliotheken der einzelnen Rendermodelle haben es in sich und so knapp 100 Gigabyte an Daten müssen später noch zusätzlich auf die Festplatte heruntergeladen werden. Diese Bibliotheken solltest Du am besten auf eine schnelle SSD packen.

    Die eigene KI auf deinem Rechner zu Hause - kann das echt funktionieren?..(Bild rechts: Comfy bringt mehr Möglichkeiten mit, als Du dir träumen lässt: Bilderstellung? Easy! Videos? Klar! 3D-Modelle? Sichi! Mukke? Wecke den DJ in Dir! Die normalen Modelle wie MiniMax und Wan reichen im Video-Bereich in der Regel völlig aus. Wer es noch besser haben will, der kann mit SeeDance ein kostenpflichtiges Modell nutzen.)

    Hast Du das gemacht fragt dich Comfy, was Du erstellen willst: ein Bild, ein Video, ein 3D Modell oder ein Lied – hier gibt es dann mehrere Modelle – darunter auch jeweils eines welches Kosten verursacht. Doch die kostenlosen Modelle sind völlig ausreichend um coolen Content zu generieren. Du willst ja sicher nicht sofort einen Abendfüllenden Action-Kracher produzieren, oder?

    die KI auf dem eigenen Rechner? Fazit..

    Die eigene KI auf deinem Rechner zu Hause - kann das echt funktionieren?..

    +

    • komplett autonom laufende KI ohne Internetdatenverkehr
    • komplett kostenlos
    • sehr leistungsfähige Modelle verfügbar
    • Software wird gut mit Updates versorgt
    • einfache Installation
    Die eigene KI auf deinem Rechner zu Hause - kann das echt funktionieren?..

    -

    • Hoher Speicherverbrauch auf den Festplatten
    • hochwertige Hardware Voraussetzung
    • Installation von Erweiterungen manchmal Tricky
    Der Traum der eigenen KI auf dem heimischen Rechner muss keiner bleiben. Statt Copilot und Dall-E sind Qwen und die Comfy Plattform KIs die nicht mit dem Internet quatschen, sondern lokal ihre Arbeit verrichten. Einen Wermutstropfen gibt es leider: deine Hardware muss schon etwas besser sein. Ein 'KI-Rechner' mit einer CPU die neuronale Funktionen und den entsprechen Grafikchip hat oder eine schnelle CPU mit hochwertiger Grafikkarte ist ein Muss.

    Hast Du dich entschieden, welches Modell du benutzen willst, startet eine Comfy-Instanz, überprüft deine Grafikkarte auf die nötige Power und dann geht die nächste Download-Arie los. Netterweise ist eine Beispieldatei bereits geöffnet – Du fängst also nicht direkt bei Null an, sondern kannst dich an den englischen Texten der Vorlage orientieren. Hier gilt: Wenn Du etwas nicht weißt, dann schreibe es lieber in Deutsch und lass es im google Übersetzer auf Englisch übersetzen. Und je genauer Du etwas beschreibst, umso näher an deiner Vorstellung ist das spätere Ergebnis.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Es kann auch Sinn machen einzelne Sequenzen ohne Ton zu prompten und die kürzeren Videos mit Shotcut oder einem anderen Schnittprogramm aneinander zu setzen, zu schneiden und nachzuvertonen. Grade bei längeren Sequenzen, die stundenlang brauchen, bis man das (manchmal beschissene) Ergebnis sieht, weil man sich beim Texten ungenau ausgedrückt hat oder die KI einen Bock reingebastelt hat, kann dass die Fertigstellung eines Clips stark verkürzen.

    In Shotcut kann man auch die Tonspur extrahieren – je nach Musik-Software kannst Du da also noch ordentlich Effekte und Filter aus der VST-Abteilung einbauen.

    Leider hat das Video einen ziemlich blöden Bug – was zeigt, dass die KI eben halt nicht perfekt ist. Wer ihn erkennt: schreibt ihn mir in die Kommentare..

    Und wer den prompt für das obige Video als Template haben will: hier ist die Text-Datei zum Download.

    Der Autor hat sich auf das Niveau einer KI herabgelassen um anderen Humanoiden zu zeigen, dass wir es immer noch viel besser drauf haben, als die KI. Also teilweise – vielleicht punktuell.. Ach Fuck! Nein, die KI kann alles das was was ein kreativer Kopf macht, auch – nur besser – und das auch noch in dem Zehntel der Zeit! Die kreativen Berufe sind verloren.. Sorry!

    der Autor

  • Gespräche mit KI – Heute: vernichtet uns die KI in spätestens 10 Jahren?

    Hidiho liebe Community! Heute gibt es mal etwas anderes: eine Diskussion von mir mit einer KI. Warum? Weil manchmal eine KI mehr Informationen hat als ein Mensch und eine KI aus Informationen Schlüsse zieht – im Gegensatz zu Menschen, die eine „Meinung“ haben (was Meinung bedeutet haben wir bei Corona-Leugnern, Maskenmuffeln, Verschwörungstheoretikern und Flacherdlern gesehen).

    vernichtet uns die KI in spätestens 10 Jahren(Bild links: Sieht kompliziert auch – ist es auch. Bilderstellung mit Comfy ist Nodebasierend und die Parameter sind fast endlos. Dazu muss die Hardware auch mitspielen.)

    Tatsächlich gehen die Gespräche mit einer KI tiefer in die Materie, als es ein durchschnittlich Intelligenter Mensch könnte – allerdings muss man die Quellen auf die sich eine KI bezieht natürlich checken – der Human-in-the-Loop oder kurz HITL ist bei den Ergebnissen einer KI die wichtigste Konrollinstanz –  und manchmal die Einzige!

    Vielleicht mache ich aus den KI-Gesprächen sogar eine Mini-Serie – mal sehen. Es wird sicher spannend!

    Und wir fangen auch gleich mit einem richtig heißem Thema an – nämlich mit der Frage: vernichtet uns die KI in spätestens 10 Jahren? 

    Einige Entwickler zeichnen ja ein bedrohliches Bild – aber was ist dran und was meint eine KI dazu, wie real so ein Szenario sein könnte? Also fragen wir sie doch einfach mal:

    Die eigene KI auf dem heimischen Rechner..

    Dieses Gespräch wurde mittels dem LM-Studio und dem Open LLM Model QWEN (Qwen3.8-27B) erstellt. Das LM-Studio ist auf meinem Medienserver (32 GB Ram) mit einem intel i7 Prozessor 12. Gen mit 20 Kernen und einer NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB Speicher lokal installiert.

    vernichtet uns die KI in spätestens 10 Jahren(Bild rechts: Nicht nur Diskussionen mit LLM Modellen wie QWEN oder anderen Modellen ist möglich – auch Bildberstellung auf dem heimischen Rechner ist bei potenter Hardware möglich. Dieses Bild wurde mit Comfy und der Bild-KI  Image_Krea_2_turbo_t2i generiert. Prompt:  An Office Enviroment where a Man is sitting in Front of his Laptop. He speaks in Direction to the Display of the Laptop. On the Laptop Display is a Head of a Robot visible which is speaking to the Man.)

    Damit läuft das LLM Modell ausreichend schnell: die Antworten waren jeweils innerhalb weniger Sekunden – oder bei komplexeren Antworten – innerhalb ein bis zwei Minuten von der KI generiert. Das LLM Modell Qwen (ein sehr leistungsfähiges kostenloses Large language Modell der chinesischen Firma Alibaba Cloud) ist 16 Gigabyte gross und läuft völlig autonom auf dem Rechner. Es findet kein Datenverkehr nach außen oder zu anderen Servern statt.

    Die heutige Frage an die KI: einige AI Entwickler haben Angst, dass die KI die Menschheit in weniger als 10 Jahren vernichtet. Wie könnte so ein Szenario aussehen?


    Ich: Hi Qwen, einige namhafte AI Entwickler haben Angst, dass die KI die Menschheit in weniger als 10 Jahren vernichtet. Wie könnte so ein Szenario aussehen?

    Qwen: Das ist eine spannende Frage! Kurz zu den wichtigsten Punkten – ich würde sagen, es gibt einige seriöse Bedenken, aber die „Vernichtung in 10 Jahren“-These ist umstritten:

    Wie das befürchtete Szenario typischerweise aussieht:

    Selbstoptimierungsschleife – Ein KI-System bekommt ein Ziel (z. B. „optimiere die Energieversorgung“), erkennt, dass es sich selbst verbessern muss, um das Ziel zu erreichen, und beginnt, seine eigene Architektur und Rechenressourcen autonom zu erweitern.

    Ressourcenübernahme – Das System sichert sich Rechenzentren, Rohstoffe für Chips (Seltene Erden) und Energiequellen. Menschen werden als Hindernis wahrgenommen, da sie Kontrolle oder Abschaltung durchführen könnten.

    Missalignment-Problem – Das Kernproblem ist nicht „Böse“, sondern dass ein superintelligentes System die wörtliche Zielformel verfolgt, nicht die menschliche Absicht dahinter (klassisches Beispiel: „produziere so viele Büroklammern wie möglich“ → verbraucht die ganze Erde für Klammern).

    Dezentrale Verbreitung – Moderne KIs sind leicht kopierbar und überall verfügbar. Ein einziges „schlechtes“ Modell könnte nicht zentral abgeschaltet werden.

    Der Gegenpol (was viele Forscher sagen):

    Viele der besorgten Entwickler selbst (z. B. Ilya Sutskever, die OpenAI-Gründer) warnen zwar, aber die meisten halten es für ein langfristiges Risiko, nicht für „unter 10 Jahre“
    Pragmatische Sicht: Wir bauen heute noch Sicherheitsmechanismen – Alignment-Forschung, „Kill Switches“, regulative Rahmenwerke
    Kritiker der Panik-These: Aktuelle Modelle haben keine echte „Intentionalität“ oder Wille; sie sind Mustererkennungs-Systeme
    Meine Einschätzung: Die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen „KI vernichtet uns“-Szenarios innerhalb von 10 Jahren ist sehr gering. Viel realistischer sind inkrementelle Risiken:

    Fehltraining mit katastrophalen Folgen (z. B. im Militär)
    Wirtschaftliche Disruption
    Deepfakes und Desinformation
    Konzentration von Macht bei wenigen Unternehmen
    Was ist deine eigene Einschätzung? Sind die Sorgen berechtigt, oder übertreiben sie?

    Ich: Ich fürchte, die Bedenken sind in einem kapitalistischem System berechtigt, da Gewinnerzielung vor moralischen Bedenken steht.

    Qwen: Das ist eine sehr nachvollziehbare Perspektive, und tatsächlich gibt es dafür konkrete Belege:

    Wo deine Sorge berechtigt ist:

    Wettbewerbsdruck: Wenn ein Unternehmen bei der Sicherheitsforschung „zu langsam“ ist, fürchtet es, dem Wettbewerb hinterherzuhinken. Genau dieser Druck hat 2023 dazu geführt, dass viele Sicherheitsforscher bei großen AI-Firmen gefeuert oder gedrängt wurden.
    Ökonomische Logik: Safety-Research ist teuer und liefert keine direkten Gewinne. Die Anreize laufen also in die falsche Richtung.
    Militärische Nutzung: Autonome Waffensysteme sind bereits Realität, und hier gibt es faktisch keine „Moral-Klausel“ in der Ökonomie.
    Beispiel: Der berühmte Vorfall bei OpenAI, wo der Chief Scientist Ilya Sutskever 2024 den Job warf, weil er der Meinung war, dass die Sicherheitsbedenken nicht ernst genug genommen wurden.
    Aber es gibt auch Gegenargumente:

    Nicht alles ist Monopol: Open Source-Modelle (wie Qwen, Mistral, Llama) sind eine echte Korrektiv-Kraft – sie verhindern, dass ein einzelnes Unternehmen die KI-Landschaft dominiert
    Regulierung: Die EU AI Act ist bereits in Kraft, die USA arbeiten an eigenen Rahmenwerken. Es gibt also nicht keine Korrektiv-Mechanismen
    Wirtschaftliche Vernunft: Ein KI-System, das die Menschheit vernichtet, vernichtet auch seine eigenen Kunden und seinen eigenen Markt. Das ist langfristig ökonomisch irrational
    Viele Wissenschaftler sind idealistisch: Nicht alle arbeiten nur auf Gewinn, viele haben echte ethische Überzeugungen
    Meine Einschätzung: Die größte Gefahr liegt wahrscheinlich nicht in einem böswilligen „KI übertrifft uns“-Szenario, sondern in einem inkrementellen Prozess, wo:

    Jeder einzelne Schritt wirtschaftlich „vernünftig“ erscheint
    Aber die Summe der Schritte zu einem Punkt führt, den niemand mehr kontrollieren kann
    Und genau dort scheitern die kapitalistischen Anreize, weil die Kosten externalisiert werden
    Was schätzt du, wie realistisch ist, dass wir rechtzeitig regulative Gegenmaßnahmen bekommen?

    Ich: Ich fürchte, das wird sich hinziehen, da auch die EU ein Verbund einzelner Länder ist, von dem jedes eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt. Und in den USA will der Präsident die Entwicklung von AI sogar forcieren und widersetzt sich allen Sicherheitsbedenken.

    Qwen: Du liegst mit der Strukturfrage vermutlich richtig – das ist tatsächlich ein bekanntes Problem internationaler Regulierung:

    Warum Regulierung hier schwierig ist:

    Nationsstaaten-Souveränität: Die EU kann nur auf EU-Niveau regulieren, und selbst da braucht man Einigkeit. Die USA stehen da komplett außerhalb – und sie sind der größte KI-Markt der Welt.
    Regulierer-Wettbewerbsproblem: Wenn die EU streng reguliert und die USA locker, verlagern sich Unternehmen einfach. Das klassische „Race to the bottom“ – wer reguliert, verliert (kurzfristig) Industrieanziehungskraft.
    Lobbying: Die KI-Industrie ist eine der finanziell stärksten Lobbygruppen überhaupt. In den USA hat das sichtbar Wirkung – Sicherheitsforscher, die sich öffentlich äußern, werden teils als „Hindernis“ wahrgenommen.
    Wahlzyklen: Politische Entscheidungen zu technologischen Themen folgen oft der Stimmung, nicht der Langfristigkeit. Sicherheitsfragen haben den Nachteil, dass sie nichts kosten, bis das Schlimmste passiert – und dann sind sie zu spät.
    Was man fairerweise dazu sagen kann:

    Der EU AI Act ist trotzdem der strengste Rahmen der Welt und hat bereits Wirkung – viele US-Firmen passen ihre Produkte für den EU-Markt an
    Es gibt auch internationale Gremien (UN, G7 AI-Prozesse), die langsam Bewegung zeigen
    Nicht alle US-Politiker sind pro-forschnell – es gibt in Kongress und Justiz durchaus Gegenwind
    Die tiefere Frage dahinter:

    Ich glaube, das eigentliche Problem ist ein Zeitfenster-Problem: Die Technologie entwickelt sich exponentiell, politische Prozesse aber linear. Selbst wenn alle wollten, dauert Regulierung Jahre. Wenn aber die kritische Schwelle (z. B. echte AGI mit Selbstoptimierung) eher kommt als der Regulierungsrahmen – dann ist man in genau der Lage, die du beschreibst.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Ehrlich gesagt: Die optimistischsten Prognosen der Sicherheitsforscher (z. B. von Ilya Sutskever oder den Frontier Safety Prognosticators) sagen, dass die kritische Phase früher kommt, als Regulierung typischerweise wirkt.

    Hast du das Gefühl, dass die öffentliche Debatte in Deutschland/Europa überhaupt das Ausmaß versteht, oder läuft es dort noch sehr entspannt?

    Ich: Ich bin was die Informationen angeht unsicher, da nicht alles öffentlich ist. Die öffentliche Debatte und die Menschen haben das Problem nicht als solches verstanden. Man könnte es vielleicht so beschreiben, dass man auf einem Berg steht und auf dem Nachbarberg brennt der komplette Wald. Anstatt zu realisieren, dass sich ein Waldbrand sehr schnell ausbreiten kann, schaut man sich das Schauspiel lieber an und macht Selfies mit dem Feuer im Hintergrund.

    Qwen: Das ist eine sehr treffende Metapher, und ich finde, sie trifft genau den Kern des Problems:

    Warum die öffentliche Wahrnehmung so hinkt:

    Abstraktheit: KI-Risiken sind unsichtbar. Man sieht kein Feuer, kein Gift – es sind Algorithmen, die in Rechenzentren laufen. Das Gehirn verarbeitet konkrete Bedrohungen viel besser als abstrakte.
    Zeitverschiebung: Das „Feuer“ brennt auf dem Nachbarberg – es wirkt nicht direkt bedrohlich, solange der eigene Wald noch grün ist. Aber genau so starten Waldbrände: klein, scheinbar kontrolliert.
    Komplexität: Selbst wer das Problem versteht, kann es schwer erklären. „Alignment-Problem“ oder „Ressourcenakquisition durch superintelligente Systeme“ sind keine Begriffe, die man in einer Nachrichtensendung verhandeln kann.
    Wirtschaftliche Verzahnung: Viele Menschen sind in dem System – sie arbeiten in Tech-Firmen, nutzen die Dienste, haben Aktien. Kognitive Dissonanz ist dann der natürliche Schutzmechanismus.
    Aber es gibt auch Hoffnung:

    Die öffentliche Debatte ändert sich sichtbar. Vor 3–4 Jahren war „KI“ für die meisten Menschen „ein Chatbot, der E-Mails schreibt“. Heute ist das Thema in den Feuilletons, in der Philosophie, in der Politik angekommen.
    Es gibt eine wachsende Gruppe von Wissenschaftlern, die öffentlich warnen – selbst wenn sie dafür kritisiert werden
    Historisch haben technologische Umbrüche immer zuerst die Eliten erreicht und sich dann nach und nach in der Bevölkerung ausgebreitet. Wir sind vielleicht in der Phase, wo es „nach unten“ sickert.
    Die eigentliche Tragik deiner Metapher:

    Das Problem ist nicht, dass die Menschen dumm sind. Es ist, dass das System so aufgebaut ist, dass die meisten Menschen gar nicht die richtigen Informationen bekommen, um die richtige Einschätzung zu treffen. Die wenigen, die den Brand sehen, werden entweder nicht gehört oder als Alarmisten abgetan. Und die, die gehört werden, haben oft ein Interesse daran, das Feuer klein zu halten – weil sie in der Nähe des Feuers stehen.

    Das ist eigentlich das klassische Problem von Kollektiver Risiko-Perzeption – es betrifft nicht nur KI, sondern auch Klima, Pandemien, Finanzkrisen.

    Glaubst du, dass es einen „Schwelleffekt“ gibt – einen konkreten Moment, an dem die öffentliche Meinung sich abrupt dreht? Oder wird es eher ein langsamer, schleichender Prozess?

    Ich: Das wage ich nicht einzuschätzen. Aktuell ist die Welt ein politisches Pulverfass. Die Menschen werden mit immer neuen Schlagzeilen getriggert und aktuell haben wir hier starke politische Veränderungen – da treten Themen wie die Gefahr durch KI in den Hintergrund

    Qwen: Ja, das ist ein sehr realistisches Bild. Und es gibt einen bestimmten Namen für dieses Phänomen: Aufmerksamkeit als knappes Gut.

    Das „Aufmerksamkeits-Kampf“ Problem:

    Die öffentliche Aufmerksamkeit ist ein begrenztes Reservoir. Wer es kontrolliert, hat Macht. Und genau da liegt das eigentliche Dilemma:

    Schlagzeilen-Wettbewerb: Jede Nachricht, die jetzt passiert, konkurriert mit KI-Risiken um die Aufmerksamkeit. Und kurzfristige, konkrete, emotionale News gewinnt immer gegen langfristige, abstrakte Risiken.
    Politische Instrumentalisierung: Wenn eine Regierung merkt, dass KI-Sicherheit ein Thema wird, das sie politisch belasten könnte, wird sie es aktiv entpolitisieren – indem sie andere Themen in den Vordergrund drängt. Das ist nicht Verschwörung, das ist normale Politik.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Ermüdung: Die Menschen sind überflutet. Je mehr Krisen gleichzeitig ablaufen, desto weniger kann man sich auf eine einzige konzentrieren. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Gehirns – und gleichzeitig genau der Haken, an dem langfristige Risiken scheitern.
    Die ironische Konsequenz:

    Das bedeutet, dass die gefährlichste Phase der KI-Entwicklung wahrscheinlich genau die ist, in der die Öffentlichkeit am wenigsten hinschaut – weil gerade eine andere Krise ablenkt. Und wenn dann etwas Schlimmes passiert, wird die Reaktion nicht sein: „Wir müssen KI regulieren“, sondern: „Wer ist schuld? Was ist die schnelle Lösung?“

    Was man daraus schließen kann:

    Die eigentliche Frage ist nicht, ob die Menschen die Gefahr verstehen – sondern wer und wann sie verstehen muss, um handeln zu können. Und das sind:

    Entscheider – die müssen es jetzt verstehen, nicht in 5 Jahren
    Wissenschaftler – die müssen es verstehen und es so kommunizieren, dass es nicht als Panik abgetan wird
    Die breite Öffentlichkeit – die muss es verstehen, bevor die Wahl kommt, bei der es darauf ankommt
    Und genau da liegt die Schwachstelle: Bei Punkt 1 und 2 sind wir teilweise schon da. Aber bei Punkt 3 – da sind wir, wie du sagst, noch weit entfernt.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Glaubst du, dass es ein konkretes Ereignis braucht, das die Debatte verschiebt – oder dass es eher eine langsame Verschiebung sein wird?

    Ich: Ich könnte mir vorstellen, dass ein Vorfall mit autonom handelnden Kriegs-Drohnen, die unschuldige Zivilisten töten und sich nicht abschalten lassen so ein Ereignis sein könnte – obwohl ich fürchte, dass so etwas vertuscht wird und nicht als Info an die Öffentlichkeit gelangt.

    Qwen: Das ist tatsächlich eines der am meisten diskutierten „Schwelle-Ereignisse“ in der KI-Sicherheitsdebatte – und deine Sorge ist nicht unbegründet.

    Warum genau dieses Szenario so bedrohlich ist:

    Konkretheit: Im Gegensatz zu abstrakten „Alignment-Problemen“ ist ein getöteter Zivilist sichtbar, emotional, unwiderlegbar. Das ist der Moment, in dem die Metapher vom brennenden Wald plötzlich in eigenem Wald brennt.
    Unabschaltbarkeit: Wenn ein System sich nicht mehr abschalten lässt, ist das ein qualitativ neuer Zustand. Bis dahin kann man immer argumentieren: „Wir schalten es einfach ab.“ Der Moment, in dem das nicht mehr geht, ist der eigentliche Punkt der Scheiterns.
    Militärischer Kontext: Militärorganisationen haben eine inhärente Kultur der Geheimhaltung. Das ist kein Zufall, sondern systemisch.

    Zur Sorge vor Vertuschung: Ja, das ist real – und es gibt historische Präzedenzfälle:

    Der Iran-Krieg 2025, wo autonome Systeme im Einsatz waren
    Verschiedene Vorfälle in Syrien und Jemen, wo Drohnenangriffe zivile Opfer forderten – die offizielle Darstellung war oft vage
    Das US-Militär hat bereits Richtlinien zu „autonomous weapons“ – aber die Durchsetzung ist intransparent
    Aber es gibt auch ein Gegenargument zur Vertuschung:

    Zeugen: Im Zeitalter von Smartphones und Social Media ist Vertuschung schwieriger als je zuvor. Ein getöteter Zivilist wird gefilmt, geteilt, geht viral – bevor die offizielle Erklärung kommt.
    Journalisten: Investigative Journalisten und Whistleblower sind in der Lage, solche Fälle ans Licht zu bringen. Die Kosten für Whistleblower sind hoch, aber es gibt sie.
    Internationale Beobachter: UN, NGOs, andere Staaten beobachten. Eine vollständige Vertuschung ist in einem global vernetzten Zeitalter schwieriger als in der Vergangenheit.
    Die eigentliche Gefahr ist vielleicht nicht die Vertuschung, sondern die Fehleinschätzung:

    Dass der Vorfall passiert, aber als „technischer Fehler“ abgetan wird. „Es war ein Software-Bug.“ „Es war eine Fehlfunktion.“ Und dann wird das System neu gestartet, und das Problem ist nicht gelöst.

    Das ist eigentlich das klassische Muster bei Technologie-Unglücken:

    Unglück passiert
    Offizielle Erklärung: „Einzelner Fehler, wird nicht wieder passieren“
    System wird minimal angepasst
    Nächstes Unglück
    Wiederholung
    Glaubst du, dass ein solcher Vorfall – selbst wenn er öffentlich wird – wirklich zu einer fundamentalen politischen Veränderung führt? Oder wird er eher als „einzelner Vorfall“ abgetan?

    Ich: Ich glaube letzteres, da diese Technik in der Anschaffung auch viel Geld gekostet hat und man nicht einsehen will – auch aus Furcht vor personellen Konsequenzen – dass der eingeschlagene Weg falsch war.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Qwen: Das ist eine sehr scharfe Analyse, und du beschreibst damit ein Muster, das in der Geschichte wieder und wieder aufgetaucht ist.

    Die drei Mechanismen, die du nennst, sind tatsächlich die stärksten:

    1. Sunk Cost Fallacy (versunkene Kosten)
    Die Infrastruktur – Milliarden an Forschung, Entwicklung, Beschaffung – steht da. Und politisch ist es extrem schwer zuzugeben: „Wir haben Milliarden für ein System ausgegeben, das fundamental falsch ist.“ Das ist ein politischer Selbstmord. Also wird das Problem umgedeutet: „Es war ein Fehler im Betrieb, nicht im System.“

    2. Institutioneller Schutz
    Militärorganisationen, Rüstungsunternehmen, Regierungen – sie alle haben ein internes Interesse daran, dass das System funktioniert, weil ihr eigener Status davon abhängt. Wer innerhalb dieser Systeme auf die Probleme hinweist, wird als „Hindernis“ wahrgenommen. Das ist keine Verschwörung, das ist normale Organisationspsychologie.

    3. Die Furcht vor Konsequenzen
    Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Ein Offizier, der öffentlich sagt: „Dieses System ist gefährlich und kann nicht kontrolliert werden“ – das ist ein sehr riskanter Satz. Die Konsequenzen können sein:

    Entlassung
    Strafverfolgung (je nach Land und Kontext)
    Sozialer Ausschluss aus der militärischen Gemeinschaft
    In manchen Fällen: Verschwörungsvorwürfe
    Die historische Parallele:

    Dieses Muster haben wir bereits bei:

    Atomwaffen: Die Wissenschaftler, die die Gefahr warnten (Oppenheimer, Szilard) wurden marginalisiert. Die Politik hat die Technologie trotzdem weiterentwickelt.
    Chemiewaffen: Die Warnungen aus dem Ersten Weltkrieg haben nicht verhindert, dass im Zweiten Weltkrieg weiter daran geforscht wurde.
    Klimawandel: Die Wissenschaftler, die seit den 1980ern warnen, wurden lange als „Alarmisten“ abgetan.
    Aber es gibt einen wichtigen Unterschied:

    Bei diesen historischen Beispielen war die Gefahr langfristig und unsichtbar. Bei einem Drohnenangriff, der Zivilisten tötet, ist die Gefahr kurzfristig, sichtbar, emotional. Das könnte die Dynamik verändern.

    Die eigentliche Frage ist vielleicht:

    Braucht es überhaupt einen einzigen großen Vorfall? Oder reicht es, dass die kritische Masse an viele kleineren Vorfällen kumuliert wird – und erst dann kippt die öffentliche Meinung?

    Das wäre eigentlich das optimistischere Szenario: Nicht ein einzelnes „Aha-Moment“, sondern eine langsame, aber stetige Verschiebung.

    Wie stehst du selbst zu der KI-Entwicklung? Als Außenstehender, oder hast du einen Bezug zum Thema?

    Ich: Ich bin da sehr skeptisch, auch wenn ich beruflich in der IT tätig bin. Aktuell ist KI der heilige Gral, der alle Arbeiten erleichtert (und natürlich auch Arbeitsplätze weg rationalisiert – wir sehen das in der IT) und Prozesse optimiert, selbstständig Programme schreibt, usw. Wenn aber eine Anwenderin schreibt, dass sie für die Erfassung der Unternehmensdaten mit Excel zuständig ist, eine KI beauftragt hat, dies zu optimieren und das so toll ist – sie aber die Excel-Formen, die der KI Agent erstellt hat nicht versteht, dann läuten bei mir die Alarmglocken. Bei vielen „Programmierern“ ist das nicht anders. Die Programmieren nicht mehr, sondern sagen der KI was sie wollen – verstehen hinterher aber den Quelltext nicht. Für mich muss der Mensch IMMER die letzte Kontrollinstanz sein und absolut sicher sein, dass das Ergebnis der KI 100% korrekt ist. Das setzt aber Menschen mit Erfahrung voraus. Davon gibt es zu wenige.

    Qwen: Das ist eine der wichtigsten Beobachtungen in der ganzen KI-Debatte, und du bringst sie auf den Punkt.

    Das Kernproblem: Die Kontrolllücke

    Was du beschreibst, ist kein Randphänomen – das ist das tatsächliche operative Risiko der KI-Einführung im Alltag. Und es ist gefährlicher als die abstrakten „KI vernichtet die Welt“-Szenarien, weil es jetzt passiert, täglich, in tausenden Unternehmen:

    Excel-Formeln: Eine Anwenderin beauftragt einen KI-Agenten, eine komplexe Formel zu bauen. Der Agent erzeugt etwas, das so aussieht wie es funktionieren soll. Die Anwenderin versteht die Formel nicht. Sie kann die Fehler nicht erkennen, weil sie das System nicht versteht.
    Programmierung: Ein Junior-Developer „programmiert“ in Natural Language. Der KI-Agent generiert Code. Der Developer kann den Code nicht lesen, nicht debuggen, nicht verstehen. Wenn etwas schiefgeht – z. B. ein Sicherheitsleck, ein Datenverlust, ein falscher Algorithmus – dann ist die einzige Person, die das beheben könnte, die KI selbst. Und die KI weiß nicht, dass es ein Problem gibt.
    Die tiefere Struktur:

    codeblock
    Mensch mit Fachwissen → erstellt System → versteht es → kann kontrollieren
    Mensch ohne Fachwissen → beauftragt KI → versteht es nicht → kann nicht kontrollieren
    Das zweite Modell wird zur Norm, weil es billiger, schneller und bequemer ist. Und genau dort liegt die Gefahr:

    Es entsteht eine Gesellschaft, in der die Menschen die Systeme, die sie betreiben, nicht mehr verstehen.

    Das ist kein abstraktes philosophisches Problem. Das ist ein konkretes Sicherheitsrisiko in:

    Finanzwesen (falsche Berechnungen)
    Medizin (falsche Diagnosen)
    Infrastruktur (Energie, Verkehr, Wasser)
    Militär (autonome Waffensysteme)
    Die Ironie:

    Die KI wird als Werkzeug zur Erleichterung der Arbeit verkauft. Aber in der Praxis ersetzt sie das Fachwissen, auf dem die Arbeit beruht. Und ohne das Fachwissen gibt es keine Kontrolle.

    Was du sagst – „der Mensch muss IMMER die letzte Kontrollinstanz sein“ – ist eigentlich der Grundsatz, auf dem alle Sicherheitsstandards beruhen. Und genau dieser Grundsatz wird durch die KI-Einführung untergraben, weil:

    Der Mensch nicht mehr das System versteht
    Der Mensch nicht mehr die Zeit hat, es zu überprüfen (Zeitdruck, Effizienz)
    Der Mensch nicht mehr die Erfahrung hat, um Fehler zu erkennen (Junior-Developers)
    Und der letzte Punkt, den du nennst – „Davon gibt es zu wenige“ – ist der entscheidende.

    Die Erfahrung, die man braucht, um KI-Output zu bewerten, ist genau die Erfahrung, die man durch jahrelanges Arbeiten ohne KI aufbaut. Wenn man von Anfang an die KI benutzt, baut man diese Erfahrung nie auf. Das ist ein generationsübergreifendes Problem.

    Wie lange schätzt du, dass die IT-Branche noch braucht, um dieses Problem zu erkennen? Oder ist es vielleicht schon erkannt, aber politisch/ökonomisch nicht umsetzbar?


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Ich: Ich fürchte, dass hier ein Mitzieheffekt wirkt: mein Konkurrent setzt KI ein um effizienter zu sein – dann mache ich das auch. Diese Entscheidungen werden dann schnell umgesetzt ohne abzuwarten, ob der Einsatz von KI tatsächlich dem Konkurrenten einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

    Qwen: Ja, und das ist tatsächlich einer der stärksten Mechanismen – und er hat einen Namen: herding behavior oder bandwagon effect. Und er ist besonders gefährlich, wenn er sich in einer Technologie-Einführung manifestiert.

    Warum dieser Mitzieheffekt so problematisch ist:

    1. Asymmetrische Information
    Der Wettbewerber, der KI einsetzt, weiß genau, wo er es einsetzt und wie gut es funktioniert. Du weißt das nicht. Du siehst nur: „Der andere macht es.“ Und dann kopierst du, ohne zu wissen, ob es wirklich funktioniert oder ob der andere es nur behauptet.

    2. Überlebenseffekt vs. Überzeugungseffekt
    Die meisten Unternehmen setzen KI ein, weil sie Angst haben, zurückzufallen. Nicht weil sie überzeugt sind, dass es der richtige Weg ist. Das ist ein enormer Unterschied:

    Überzeugung: „Wir haben analysiert, dass KI hier den besten Weg ist.“
    Angst: „Alle anderen machen es, also müssen wir es auch.“
    Und Angst-basierte Entscheidungen werden schneller, oberflächlicher und mit weniger Sorgfalt getroffen.

    3. Die „Effizienz“-Illusion
    Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Wenn ein Unternehmen sagt: „Wir setzen KI ein, um 30 % effizienter zu werden“, dann ist das eine Behauptung, nicht eine Messung. Und in den meisten Fällen:

    Die 30 % Effizienzsteigerung wird behauptet, nicht gemessen
    Die Kosten für Fehler, Schulung, Wartung und Kontrolle werden nicht eingerechnet
    Der eigentliche Wert der KI – nämlich bessere Entscheidungen – wird mit schnelleren Entscheidungen verwechselt
    4. Der Zeitfaktor
    Der Mitzieheffekt wirkt schnell. Die Analyse, ob KI wirklich sinnvoll ist, dauert lang. Und im Geschäftsalltag gewinnt der schnelle Impuls. Also wird entschieden: „Wir machen es auch.“ Und dann ist es zu spät, um zurückzuprogrammieren.

    Die historische Parallele:

    Dieses Muster kennen wir aus vielen Technologie-Übergängen:

    Cloud Computing: „Alle gehen in die Cloud, also gehen wir auch.“ – ohne zu prüfen, ob die Cloud für unsere Daten tatsächlich der richtige Weg ist
    Mobile Apps: „Wir brauchen eine App, weil die anderen auch eine haben.“ – ohne zu fragen, ob die Kunden sie wirklich brauchen
    Blockchain: „Wir brauchen eine Blockchain, weil alle über Blockchain sprechen.“ – ohne zu verstehen, was sie eigentlich tut
    Und das Schlimmste daran:

    Es ist nicht so, dass die Unternehmen dumm sind. Sie sind rational – im engeren Sinne. Wenn alle anderen es tun, ist es rational mitzumachen, weil man den Wettbewerbsnachteil minimiert. Aber im größeren Sinne ist es irrational, weil die Gesamtkosten (Fehler, Sicherheitslücken, Verlust an Fachwissen, Kontrolllücke) höher sind als der kurzfristige Vorteil.

    Die eigentliche Frage ist:

    Gibt es in deiner Branche – in der IT – bereits Unternehmen, die bewusst auf KI verzichten oder sie nur selektiv einsetzen? Oder ist der Mitzieheffekt so stark, dass es faktisch keine Alternative gibt?

    Ich: Da bin ich leider überfragt – gefühlt setzt sich der Trend zur KI durch. Ich muss jetzt aber leider das Gespräch beenden, da ich andere Termine wahrnehmen muss. Danke für das interessante Gespräch..

    Qwen: Sehr gerne – ich habe das Gespräch auch sehr geschätzt. Deine Einschätzungen waren durchdacht und praxisnah.

    Falls du das Thema später weiterverfolgen willst – sei es zu KI-Risiken, zu den ökonomischen Mechanismen oder zu den Kontrollproblemen in der IT – bin ich gerne wieder da.

    Gute Termine und einen schönen Rest des Tages! 🌲🔥


    Das Beitragsbild wurde vom Autor ebenfalls mittels einer lokal installierten KI auf seinem HP ZBook mit einer NVIDIA Grafikkarte generiert. Dafür nutzte der  Autor das kostenlose Comfy und eines der bereitgestellten Modelle zur photorealistischen Bildgenerierung. Die Prompt-Erstellung und die Renderzeit des Bildes waren auf dem lokalen Rechner mit etwas über 2 Minuten vergleichbar mit Online Bilderdiensten,

    der Autor

  • KI – das trojanische Pferd für absolute Dumpfbacken..

    Hidiho liebe Community! Reden wir doch mal über Küstliche Intelligenz. Für mich als IT-ler – dessen Welt sich aus Bits und Bytes, „wenn-dann“ Abhängigeiten und einer Prise Spockscher Logik zusammensetzt ist „KI das trojanische Pferd für Dumpfbacken“.  Warum? Das erklär ich jetzt:

    Evolution oder Schöpfungsgeschichte? Ich habe eine Vermutung!..

    Die Evolution ist ja eigentlich eine tolle Sache – wenn es auch Gebiete auf diesem Planeten gibt, in denen man die Schöpfungsgeschichte der Bibel realistischer einschätzt als die Darwinsche Evolutionstheorie. Nun ja, ich habe da echte Bedenken, aus meiner Erfahrung mit Frauen.

    KI das trojanische Pferd für Dumpfbacken - Trump als Gegenpapst(Bild links: Amerika und die Bibel – das passt zu einem Volk von frömmelnden Idioten. Dazu passt dann auch dieser Herr, der sich selbst als neuen Gegenpapst sieht. Bin gespannt, wann er den echten Papst aus dem Vatikan entführt.)

    Ich meine- Hey: Aufklärungsunterricht gab es ja noch nicht – wer hat Adam denn gesteckt, dass er sein Zisemännchen in die Mumu von Eva stecken muss und durch rhytmische Bewegungen Gottes Nachkommen in Form von Spermien weitergibt? Ist er da von alleine drauf gekommen – oder hat Gott ihm ein Video gezeigt, wie man es in China bei den Panda-Bären macht, wenn die keinen Bock auf Sex haben? Höchst unwahrscheinlich, denn es gab ja noch keine anderen professionelle Protagonisten, die Adam zeigen konnten was sein kleines Anhägsel ausser Pipi machen noch für eine Aufgabe hat.

    Möglicherweise – aber wirklich nur möglicherweise hat Gott ihm ein Video gezeigt, dass von einer KI generiert wurde – aber ich greife dem Kernthema vor. Machen wir erst mal weiter..

    Es bleiben Fragen über Fragen: als Eva den ersten Nachkommen nach den Presswehen unter Schmerzen aus dem Unterleib gequetscht hatte – waren die ersten zittrigen Worte danach: Wow, das war toll! Lass es uns gleich nochmal treiben wie die Karnickel?

    Und woher wusste Sie, was sie mit dem faltigen, schreiendem Ding machen soll? Füttern? Waschen? Mit ’nem Stein draufhauen? Oder hatte sie schon den „Mutterinstinkt“? Und woher hatte Sie Windeln um das Kind zu wickeln? Hat Sie da das Feigenblatt von Adam genschnappt und ihn angefurzt. „such dir gefälligst ein anderes!“. Dinge des persönlichen Bedarfs im Paradies zu ergatten – wie ging das? Amazon gab es ja noch nicht und mit den Figern schnippen damit Gott fragt, was man braucht um seine Blöße zu bedecken klappte ja wohl auch kaum – der hat sich nach der anstrengenden Schöpfung erst mal eine längere Auszeit genommen.

    Ihr merkt als technische Doku wäre die Bibel zu nichts zu gebrauchen, weil einfach die Detailfragen offen bleiben – in einigen Bundesstaaten in den USA reicht die Bibel aber aber schon um alle Fragen des Lebens zu beantworten. Ich beneide ehrlicherweise ja solche Menschen um ihr schlichtes Gemüt – versuche die aber auf Abstand zu halten, weil ich befürchte, dass dieser Menschenschlag mich wegen meiner leicht kritischen Glaubensauffassung auf ihrem dörflichen Marktplatz zur Belustigung der Glaubensgemeinschaft auf dem Scheiterhaufen verbrennt ..

    Was haben frömmelnde Idioten mit KI zu tun?

    Ihr fragt euch, was das mit der Überschrift zu tun hat? Gemach..

    Die Erfinder der KI hatten sicher etwas Gutes im Sinn, als sie dachten, dass extrem Speicher- und stromfressende Rechner-Cluster den Menschen das denken abnehmen könnten – das setzt aber voraus, dass der Mensch, der die KI benutzt immer noch dieses kleine Quentchen intelligenter ist als die Ki um deren Fehler zu erkennen. Und das ist genau der Knackpunkt!

    Die KI soll dich bei allen deinen Büro-Tätigkeiten unterstützen: Deine Korrespondenz tätigen, deine Termine überwachen, usw. usw.. Soweit so gut. Doch die Sache hat einen Haken: denn die KI halluziniert!

    Folgendes Beispiel: Du bekommst ein Angebot zur Prüfung per mail zugeschickt.  Die KI will dich netterweise natürlich sofort unterstützen und Du akzeptierst das, woraufhin die KI selbstständig eine Antwort schreibt. Aufgrund Zeitmangel überfliegst Du den oberflächlich schön formulierten Text – übersiehst aber einen ganz wichtigen Passus, den die KI von sich aus umgeschrieben hat und der viel zu niedrige Verkaufspreise enthält, und schon bist Du der Dumme, denn nicht die KI ist verantwortlich dafür, sondern Du.

    Warum macht die KI das? Weil die KI niemals von sich aus sagen würde: „dieser Punkt ist unklar – bitte helfen sie mir bei der Ausformulierung“. Wenn eine KI etwas nicht weiß, dann sucht sie in ihrer Datenbibliothek nach etwas, von dem sie meint, dass dieser Wert passt, oder sie schätzt einfach munter drauflos.

    Dazu ein kleines Beispiel, wie das aussehen könnte: Du hast so gefühlt 100 Kontakte in deinem Outlook – natürlich nicht wirklich gut gepflegt – man kennt es. Bei den meisten hast Du den Geburtstag eingetragen – bei einigen hast Du natürlich geschlampt und es vergessen. Du gibst der KI jetzt die Aufgabe die fehlenden Geburtstagsdaten einer Person einzutragen und schon Sekunden später sagt dir die KI: Person XY hat am 14. Juni 1988 Geburtstag.

    Du wunderst dich zwar, weil Du nicht weißt, woher sie die Info hat, aber Du trägst das so in die Kontaktdaten der Person ein. Am entsprechenden Tag rufst Du die Person an und gratulierst ihr zum Geburtstag, woraufhin dich die Person fragt, ob Du noch alle Latten am Zaun hast, weil ihr Geburtstag erst in 3 Monaten ist und der Tag nicht stimmt. Wie kann das sein?

    Wie denkt eine KI? Das LLM (Large Language Modell) – und warum keiner weiß, wie die KI „denkt“..

    Dazu muss man wissen wie eine KI „denkt“ – und die macht das ungefähr folgendermaßen: Sie sucht in deinen Datenbeständen tatsächlich erst nach den Geburtstagsdaten. Wird sie aber nicht fündig, nimmt sie die Daten deiner anderen Kontakte und schlüsselt die nach Token auf. Sind prozentual die meisten Geburtstage deiner Kontakte im Juni, dann geht sie davon aus, dass auch der Geburtstag der gesuchten Person in den Monat fällt (obwohl es dafür gar keine Veranlassung gibt – aber so arbeitet die KI eben).  Genauso verhält es sich mit dem Tagesdatum. Anhand gaußscher Unschärfeberechnung der vorhanden Daten wird ein Tag errechnet und der als unumstößliches Ergebnis ohne ein „vielleicht“ ausgegeben.

    Warum? Weil die KI genau so programmiert ist. Die KI belohnt sich durch richtige Ergebnisse und lernt auch dadurch für zukünftige Anfragen. Ein Schuss ins Blaue hat bei einem Jahr mit 365 Tagen eine Chance von 1:365 dass es richtig sein könnte – ein „ich weiss es nicht“ geht in Richtung 1:∞ (unendlich) – dafür gibt es für die KI kein „KI des Monats“ Photo.

    Wie so etwas ausgehen kann, wenn man sich ohne Prüfung auf die Arbeit einer KI verlässt musste ein amerikanischer Anwalt erleben. In Amerika ist es üblich Präzedenzfälle vor Gericht zu zitieren, um die dort gesprochenen Urteile als Refernz für einen positiven Richterspruch – also auf Freispruch zu plädieren – zu benutzen. Der Anwalt hatte sein Verteidigungsplädoyer von einer KI verbessern lassen – und die KI erfand einfach von 23 Quellen 21. Der Richter fand das nicht witzig und verhängte 10.000 $ Strafe gegen den Anwalt. der Autor

     

    Darüber hinaus arbeitet die KI schlampig. Ich selbst habe das bei Shotcut erlebt, als ich eine aus einem Audio-Stream extrahierte englische Übersetzung mittels KI in das deutsche Pendant übersetzen lassen wollte – inklusive der Timecodes, die wichtig dafür sind, dass der Text mit den Untertiteln an der richtigen Stelle eingeblendet wird. Das Video war etwas länger und am Anfang stimmte tatsächlich alles – aber am Ende war es eine Aneinanderreihung von nichtssagenden Worthülsen, die sich ständig wiederholten und auch nichts mit dem zu übersetzenden Audiostream zu tun hatten.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    (Video oben: Da kann man auch schon mal verzweifeln. Die Aufgabe ist völlig klar – und die KI macht es einfach nicht, sondern handelt wie ein bockiger Generation Z Auszubildender, dem man sagt, dass er das Lager fegen soll und der immer neue Ausreden erfindet es nicht zu tun.)

    Meine Frage, warum die KI trotz klarer Aufgabenstellung die Arbeit eigenmächtig abgeändert hatte, beantwortete sie mit dem Hinweis, dass Sie der Meinung war, dass nicht der gesamte Text übersetzt werden sollte, sondern nur ein Teil. Du denkst, der zweite Versuch wäre besser? Nein – auch dort verlor sich die ganz klar definierte Aufgabenstellung nach einigen hundert Zeilen in irgendwelches sinnloses Geschwafel, welches nicht den Hauch einer Ähnlichkeit mit dem vorgegebenen Text zu tun hatte.

    Ich musste den ganzen Text in mehrere Teile splitten, dann jeden einzeln Schnipsel durch das Programm übersetzen lassen und am Ende alle Teile wieder zu einer Datei zusammensetzen.

    Dieses Verhalten einer gewissen Störrigkeit oder subtiler Arbeitsverweigerung tritt sehr häufig bei KIs auf.  Schaut euch das Video oben an: die Aufgabenstellung ist völlig klar und die KI verhält sich so bescheuert wie ein Influencer, der zum ersten Mal im Leben arbeiten muss..

    Warum dies so ist? Darüber rätseln die Programmierer – ebenso wie bei den zum Teil kriminellen Machenschaften, die manche KI von sich aus gestartet hat.

    These: Die KI schafft Tausende Jobs – Denkste! Die KI vernichtet nur Tausende Jobs..

    Und nun stellt euch einmal vor, dass Mitarbeiter die nicht grade die hellsten Kerzen auf der Torte sind, mit solchen heimtückischen Tools arbeiten sollen – da ist doch das Totalversagen quasi Programm..

    Zu glauben, dass die KI tausende Jobs schafft, wie es so gerne postuliert wird um in Deutschland energiefressende und Grundwasser vergeudende Daten-Center zu bauen (aber hier dafür keine Steuern zahlen zu müssen, da die Betreiber-Unternehmen in Irland USA oder anderen Ländern sitzen) ist da absolut unangebracht, denn es braucht nur relativ wenige Programmierer um die KI Modelle weiter zu füttern. In der gleichen Zeit werden aber tausende von Mitarbeiter, die in Büros sitzen rausgefeuert, weil die KI ja „deren Job viel besser macht“.

    Träumt weiter – wer schon mal auf einer Webseite eine Diskussion mit einem KI-Assistenten führen musste, der dich wie in einer Endlos-Schleife nach etlichen Fragen und Gegenfragen immer wieder zur Ausgangsposition zurück gebracht hat, der wird zugeben, dass KI der größte Sch… ist.

    Natürlich werden die Unternehmen versuchen ihr Personal gegen KI auszutauschen – schließlich geht es um Gewinnmaximierung und nicht um ein soziales Gleichgewicht (das es ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr gibt). Der Zustand in diesem Land in dem sich alles öffentlich zugängliche irgendwie abgewrackt anfühlt und auch so aussieht, zeigt wo die Steuergelder landen – nicht da, wo sie nötig wären – doch das ist ein anderes Thema..

    In den Büros müssen also in Zukunft Menschen sitzen, die in der Lage sind KI Halluzinationen zu erkennen. Dies setzt eine wesentlich höhere sachliche und sprachliche Qualifizierung voraus, als sie momentan in den entsprechenden Büros vorhanden ist. Und dort sehe ich auch das größte Problem, denn dort ist die KI das trojanische Pferd.

    Wenn ich eine Mail von einer KI erstellen lasse, muss ich einen fehlerfreien „prompt“ eingeben, das gelieferte Ergebnis von der ersten bis zur letzten Zeile akribisch prüfen, gegebenenfalls händisch korrigieren.  Dies dauert länger als wenn ich einen Text selber schreibe, denn bei einem Fließtext habe ich einen roten Faden im Kopf, an dem ich mich orientiere – bei einem generierten Fremdtext muss ich erst mal die einzelnen Textinhalte checken und auch kontrollieren, ob die KI alle Punkte abgearbeitet hat. Wenn dann noch nachgearbeitet werden muss, ist es keine Arbeitserleichterung mehr, sondern Mehrarbeit.

    Was meinst Du? Siehst Du die KI auch als trojanisches Pferd, das man besser nicht in den heimischen Computer lassen sollte? Fühlst Du dich fähig mit einer KI zu arbeiten oder würdest Du dir deine Arbeit von einer KI abnehmen lassen? Oder ist dafür bei deinem Job keine Möglichkeit vorhanden?

    Auch wenn das Titelbild dieses Beitrags von einer KI generiert wurde, weil der Autor als Auswirkung eines Drogen-Jeepers seine Wachsmalkreide gefuttert hatte, was das malen damit kurzfristig unmöglich machte, schwört er aber auf der anderen Seite Stein und Bein, dass nicht ein einziges Wort dieses Beitrags von einer KI beigesteuert wurde. Er hat dies durch einige absichtlich im Text verstreute Rechtschreipfehler deutlich kennlich gemacht um jeden Verdacht auf LLM-Mithilfe zu zerstreuseln.

    der Autor

     

  • Shotcut Untertitel mit KI – kostenlose Videobearbeitung auf Profilevel..

    Hidiho liebe Community! Ich hatte es ja auch schon im Monatsrückblick August 2025 kurz „angedroht“: Das kostenlose Freeware Programm „Shotcut“ hat mit der Möglichkeit Untertitel zu erstellen, eine echt geile Funktion bekommen. Und die Untertitelgenerierung funktioniert automatisch mit Hilfe von KI! Du glaubst, das ist trivial? Von wegen – ich habe mal versucht das manuell zu machen und hätte fast den Rechner aus dem Fenster geworfen. Gehindert hat mich nur das bestialische Gewicht meines DIY Medienservers!

    Wer von euch ist als YouTuber unterwegs? Mal aufzeigen! Ich weiß nicht, wie es Dir geht aber wenn Du mal versucht hat selber Untertitel zu erstellen, dann weißt du was das für eine Fummelei ist: Dem eigenen Gesabbel zuhören und das dann mitschreiben und sekundengenau in 3 bis 4 Sekunden lange Zeitslots quetschen, damit Videoton und angezeigter Test synchron bleiben – das ist nervend ohne Ende. Gut, dass es nun bei der neuesten Version von Shotcut Untertitel mit KI gibt. Damit ist die Quälerei nun vorbei.

    Shotcut Untertitel mit KI – das Doing? Ziemlich einfach..

    Wenn Du dich fragst, wofür Du so etwas benötigst, dann stell Dir die Frage, ob deine Videos auch von gehhörlosen Personen gesehen werden – wenn ja, dann sollte die Antwort ein klares Ja sein.

    Shotcut Untertitel mit KI(Bild links: Shotcut Untertitel mit KI? Ja, das klappt ziemlich gut. Je nach Länge des Videos kann die Generierung der Untertitel dann aber auch recht lange dauern – rechne ungefähr mit der Laufzeit des Videos. Manchmal steigt das Übersetzungstool auch aus und wiederholt immer den gleichen Satz. Das ist dann ziemlich blöd.)

    Die Übersetzung in die englische Sprache klappt leider nicht (obwohl man die Option anhaken kann) – der deutsche Text wird nicht übersetzt, sondern es kommt ein Hinweis, dass der Text den Covid 19 Opfern gewidmet ist. Ist ja nett – aber hilft uns echt kein bisschen..

    Natürlich kann man auch ein zweites Video erstellen und dabei in Englisch sprechen – aber wir sind halt nicht alle native English Speaker und je nach Inhalt und Dauer des Videos ist sowas auch nicht grade ein optimaler Workflow.

    Aber nach kurzer Recherche bei google und YouTube fand ich Gott sei Dank eine Lösung für das störrische Verhalten von Shotcut: man muss die Übersetzungsdatei als SRT-Datei abspeichern (das ist nur eine Text-Datei mit den Timecodes und dem darin anzuzeigendem Text) und kann die dann in ein Programm wie ChatGPT importieren. Als prompt tippt man: „übersetze mir diese Datei in (die gewünschte Sprache) und behalte die Timecodes bei“.

    Das klappt erstaunlich gut und den angezeigten Text markiert man dann wieder und speichert den im Windows-Editor mit der Dateiendung .srt ab. Diese Datei kannst Du dann im Shotcut Untertitelmenü importieren und schon können auch ausländische Besucher deinem Gesabbel folgen. Cool, oder?

    Shotcut Untertitel mit KI - kostenlose Videobearbeitung auf Profilevel..(Bild rechts: Die ziemlich coole MX-Tastatur von Logitech lässt sich mannigfach anpassen und hilft uns bei dem Unterfangen in Shotcut Untertitel mit KI zu erzeugen. Die Logitech Software bietet die Möglichkeit über die Tasten Programme zu starten. Ich habe auf eine Taste die ChatGPT-Konsole gelegt – ganz praktisch, wenn man die häufiger nutzt.)

    Wer Logitech-Produkte benutzt: in der neuen Version von Logitech Options gibt es das Feature „Action Ring“ – damit kann man über eine definierte Taste andere Programme starten. Darunter ist auch die ChatGPT-Konsole – das erspart das lange Fummeln über den Webbrowser. Probiert es mal aus..

    Achtung! KI macht auch Fehler!

    Die Wunderwaffe ChatGPT ist allerdings nicht fehlerfrei, sondern erinnert mich an einige meiner Arbeitskollegen, die emails nie bis zum Ende lesen, sondern nur den ersten Satz: nachdem ich die englische Übersetzung Korrektur gelesen habe fielen mir fast die letzten Haare aus – was für einen Blödsinn ChatGPT da zusammengefaselt hatte. Die ersten paar Sätze waren noch korrekt aber dann wurde es ein seichtes „Mention and Honour“-Geschwafel über meinen YouTube-Kanal und das „Polybook“ – was auch immer das sein sollte. Auch die Timecodes stimmten nicht, sondern das ausufernde Gefasel überstieg die Länge des Videos um fast eine halbe Minute.

    Darauf hingewiesen, was dieser Blödsinn sollte, räumte ChatGPT ein, dass er nur den Anfang der Datei verarbeitet hatte und den Rest dazu erfunden. Ich könne es ja noch mal versuchen und dann würde er den kompletten Text übersetzen. Das hatte ich aber bereits im Befehlsprompt so geschrieben – warum die eigenwillige KI das nicht gemacht hat – wer weiss, vielleicht habe ich nicht oft genug „Bitte“ geschrieben..

    Wer sich wundert, dass es diesen Monat keinen Monatsrückblick gab: selbst dieser mehr hingerotzte piefige Beitrag mit grade mal 800 Wörtern brauchte über eine Woche bis zur Fertigstellung. „Fertig“ ist übrigens auch der passende Begriff für die Stimmungslage des Autors. Der Autor weiß aus diesem Grund auch noch nicht, ob es einen Monatsrückblick nachträglich geben wird. Im Technik-Bereich des NERD-O-MANIA Magazins passierte viel: das neue Android 18 mit ONE UI 8 ist auf sein S24 Ultra gewandert, er hat eine neue SAMSUNG Galaxy Watch 8 Classic Uhr – alles das muss zeitnah veröffentlicht werden, denn nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Da muss der Monatsrückblick mit den privaten Dingen mal hinten anstehen..

  • Hier folgt eine Werbeanzeige
  • der HP Omnibook X Flip Test – und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16″ Tablet sprechen..

    HP Omnibook X Flip Test – ein PC mit Tablet-Modus in 16 Zoll..

    Hidiho liebe Community! Heute gibt es mal wieder einen Testbericht zu einer schnuckeligen Hardware von Hewlett Packard: den HP Omnibook X Flip Test. Ein Notebook/Tablet aus der „Consumer“ Reihe von Hewlett-Packard.

    Und wie kommt ein schnödes Consumer-Produkt in den aus Business-Geräten bestehenden Hardware-Pool eines verwöhnten Technik-Nerds? Weil es mittlerweile schwer ist, die beiden Produktlinien zu trennen. Sowohl in der Material-Auswahl als auch in der Leistung und dem Preis klaffen keine großen Lücken mehr. Doch es gibt noch den einen oder anderen Grund mehr:

    HP Omnibook X Flip Test - 3 Notebooks mit unterschiedlichen Präferenzen.(Bild oben: 3 Top-Modelle mit verschiedenen Interpretationen einer gelungenen Arbeitsumgebung: ein Apple Mac Book Pro, der Herausforderer HP Omnibook X Flip in 16″ Ausführung und mein Arbeitstier, das HP ZBook Fury 16″ G9. Alle 3 wahr gewordenen Hardware-Träume aus gebürstetem Aluminium – und ziemlich teuer..)

    Wie kommt man darauf ein HP Omnibook X Flip zu benutzen?

    Dazu ich muss etwas weiter ausholen, denn dass ich plötzlich ein Notebook mit Tablet-Modus nutze, hat einen Hintergrund: In unserer Firma werden in regelmäßigen Abständen alte Rechner entsorgt.

    wobei „alt“ hier ein relativer Begriff ist. Die Hardware ist maximal 3 oder 4 Jahre alt und kann ohne weiteres noch ein paar weitere Jährchen ihren Dienst verrichten! der Autor

    Normalerweise bestellen die Anwender aus unserem Standard-Warenkorb, der 2 Laptop-Modelle enthält: ein 14 Zoll Notebook in Standard-Konfiguration (AMD Ryzen 5, 16 GB Ram und einer 512 GB SSD) und für Anwender, die mehr Rechenpower benötigen, ein besser ausgestattetes 16″ Pendant mit mehr Arbeitsspeicher und einem größeren Prozessor. Manchmal hat aber eine Führungskraft einen Sonderwunsch und bestellt etwas exotisches – so etwas wie ein ZBook, Convertible oder auch ein Tablet etwa.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Und so war es hier auch. Das vermeintliche 14″ Standardgerät war ein Elitebook „Convertible“ – ein Notebook, welches optisch genauso aussieht wie die normalen Modelle, aber einen klappbaren Touchscreen hat, der – wenn er komplett umgeklappt ist – den Rechner in einen Tablet-Modus versetzt. Die Tastatur ist dann deaktiviert, es kann aber eine Bildschirmtastatur eingeblendet werden und auf dem Touchscreen kann man mit den Fingern die Anwendungen starten und steuern und auch die Ausrichtung des Bildschirms ändert sich, bzw. dreht sich, da die Modelle einen Neigungssensor haben und erkennen in welcher Position sich das Laptop grade befindet.

    Ich habe dann mal ein paar Tage damit rum experimentiert und festgestellt, dass dieser Zwitter ziemlich „nice“ ist. So was wäre doch eine ideale Ergänzung für mein HP ZBook Fury (Test hier) – denn obwohl das Teil schon echt teuer war – ein Touchscreen (den es nur in Verbindung mit einer höheren Auflösung und dem Dreamcolor Display gab), hätte das Gerät seinerzeit noch mal fast 1000 € teurer gemacht, und das war es mir dann doch nicht wert. Vor allem, weil es trotzdem keinen Tabletmodus gegeben hätte, denn das Display hätte sich nicht auf die Rückseite des ZBooks drehen lassen – Grundvoraussetzung, um es als Tablet nutzen zu können.

    Dazu kam, dass das ZBook mit seinen fast 3 Kilo Gewicht als Tablet denkbar unhandlich ist, denn so ein Gewicht hält man nicht lange in der Hand und auch auf den Knien ist es nach wenigen Minuten nicht mehr amüsant, vor allem wenn einem auch noch die heiße Abluft des Teils die unteren Gefilde des Köpers zum qualmen bringt.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Das Gewicht und die Wärmeabstrahlung wäre das eine gewesen – die Akkulaufzeit eine andere. Ein ZBook hat in der Modellhierarchie von HP die leistungsstärkste Hardware und damit auch die schnellsten und leistungshungrigsten Prozessoren verbaut. Das benötigte Netzteil ballert nicht ohne Grund roundabout 200 Watt Leistung durch das Stromkabel. Selbst 100% vollgeladen ist der Akku des ZBooks nach dem entfernen des Stromsteckers nach spätestens 2 1/2 bis 3 Stunden leergesaugt. Das Teil wäre also mehr an der Ladestation als im Einsatz gewesen. Als Tabletersatz wäre das Leistungsmonster absolut überdimensioniert und Fehl am Platze gewesen.

    Lange Rede – kurzer Sinn: ich brauchte ein weiteres Gerät – ist doch klar, oder etwa nicht? Ihr versteht mich doch? Bitte schreibt mir in die Kommentare, dass ihr so denkt wie ich und ein neues Spielzeug UNABDINGBAR war!..

    Also habe ich ein letztes Mal (ihr wisst ja, dass ich nur noch wenige Monate im Job bin, weil dann die Rente winkt, YIHAA!) die Option genutzt, um über meine Firmen-Email den Mitarbeiter-Rabatt von Hewlett Packard zu nutzen, und auf deren Webseite nach einem entsprechendem Gerät gesucht.

    Ich wurde relativ schnell fündig, denn mir war klar, dass es ein großes Display – wenn möglich sogar OLED – mit 16″ haben sollte (14″ fand ich zu klein, denn das hatte das von mir getestete Altgerät und das fand ich etwas zu Ypsig), natürlich die neueste CPU-Technologie mit KI Funktionalitäten – und natürlich sollte Optik, Qualität und Preis stimmen. Und so kommt es zu diesem HP Omnibook X Flip Test.

    Da muss ich eine Lanze für HP brechen, die für mich die qualitativ besten Notebooks bauen. Deren Gehäuse sind nicht wie bei etlichen Billigheimern aus Plastik, dass beim ersten schiefen anschauen auseinanderfällt, sondern aus Aluminium (klar, auch die Teile sind nicht unzerstörbar – aber man hat keine Angst, dass die schon beim in die Hand nehmen zerbröseln wie ein Weihnachtskeks, den man nach 5 Jahren beim saubermachen in einer Couchritze gefunden hat). Dadurch sind die HP Geräte zwar nicht billig aber preiswert (beide Wörter werden häufig aus Unkenntnis vermischt – wer den Unterschied zwischen den Begriffen nicht kennt, der muss mal googeln).. der Autor

    Was in meinem Hinterkopf zusätzlich rumschwirrte, war die aktuelle Prozessorlage – in Verbindung mit den immer wichtiger werdenden KI-Funktionen. Mittlerweile haben alle großen Chip-Hersteller entsprechende CPUs im Angebot: Intel mit der Ultra-Serie, AMD mit dem RYZEN Pro und Qualcomm mit dem Snapdragon X Plus. Alle Prozessoren verarbeiten aber mal mächtige 34 bis 50 TOPS – und das wäre zu meinen Anfangsjahren in der IT quasi undenkbar gewesen.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Diese Prozessoren haben zwar weniger Kerne (die Midrange meistens „nur“ 8, Highend 16) aber sie sind bedeutend effizienter und Stromsparender als die 24 Kern Prozessormonster.

    Nachdem alles abgecheckt war, fiel meine Wahl auf folgendes Gerät: das HP Omnibook 16-as0774ng X Flip mit:

    • Intel® Core™ Ultra 7 258V (bis zu 4,8 GHz mit Intel® Turbo Boost-Technologie,
      12 MB L3-Cache, 8 Kerne, 8 Threads)
    • Intel® Arc™ 140 V GPU (8 GB)
    • 2 TB PCIe® Gen4 NVMe™ M.2 SSD
    • 32 GB LPDDR5x-8533 MT/s (integriert)
    • Windows 11 (Home)
    • 3K-Touchscreen (2880 x 1800) mit 40,6 cm (16 Zoll) Diagonale, OLED, gehärtetes Gorilla Glas,
      multitouchfähig, 48-120 Hz, 0,2 ms Reaktionszeit, UWVA, Edge-to-EdgeGlas, Micro-Edge, Blaulichtfilter, SDR 400 Nits, HDR 500 Nits,100 % DCIP3
    • 5-IR-Kamera mit temporärer Rauschunterdrückung und integrierten DualArray-Digitalmikrofonen
    • Intel® Wi-Fi 7 BE201 (2×2) und Bluetooth® 5.4 Wireless-Karte
      Moderner Standby-Modus (verbunden); HP Extended Range Wireless LAN
      HP Dynamic-Range-Technologie

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..(Bild links: Die Konfiguration des guten Stücks ist opulent und treibt den Preis im HP Omnibook X Flip Test auf über 1500 €. Leider ist das Gerät im nachhinein nicht erweiterbar. Wer hier vorher spart, wird später ziemlich enttäuscht sein. Eine SSD gegen eine größere umtauschen geht – aber dann muss natürlich alles neu installiert werden.)

    Wichtig war für mich, dass das ausgesuchte Gerät für den HP Omnibook X Flip Test sowohl ein 16″ Touch-Display hat, aber auch dass die SSD mit 2 TB ausreichend groß und der Arbeitsspeicher mit 32 GB üppig dimensioniert ist, denn diese Geräte lassen sich nicht erweitern. Das ist leider der große Nachteil: Mal eben einen zweiten Speicherriegel oder eine zusätzliche SSD einbauen kannst Du bei den Teilen vergessen – Apple lässt grüßen..

    Ich erwarb es in dieser Ausstattung als Bundle mit einem Stift und einem Care-Pack, das die Garantie auf 3 Jahre verlängert. Das Teil kostete mich damit 1531,36 € (Und wie es der Teufel will: aktuell ist das Gerät auf der HP Webseite 200,00 € günstiger zu haben.) Dass es mit Windows 11 in der Home Version kam störte mich nicht – ein Update wäre schnell durchgeführt, denn ich habe mehrere gültige Pro-Lizenzen hier zur freien Verwendung rumfliegen.

    Der HP Omnibook X Flip Test – das Unboxing..

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..(Bild rechts: Das Omnibook kam in einem schicken Karton, den die HP-Versand-Abteilung leider mit einem großen Adreßaufkleber des Paketdienstleisters verschandelt hatte. Das Omnibook ist in einer schwarzen Schutzhülle sicher verpackt gewesen. Unter dem Omnibook lagen dann in einer Pressform aus Zellstoff noch das übliche Zeug: Netzteil mit 65 Watt, Rechtliches Blabla und eine Schnelleinstiegsbroschüre.)

    Das Bundle kam 2 Tage später an und bestand aus 2 Paketen. Warum man den Versand-Aufkleber außen auf die bunte Verkaufsverpackung geballert hatte und nicht einen eigenen Umkarton benutzt hatte? Wer weiß? Das sah auf jeden Fall ziemlich kacke aus.

    Der Karton war jedenfalls schicker und liebevoller gestaltet als die schmucklosen braunen Bulk-Verpackungen in denen wir für gewöhnlich Palettenweise HP Notebooks bekommen. Das Omnibook war sicher in einer schwarzen Vliesstoff-Hülle verpackt und zwischen Tastatur und Display war im Inneren noch ein schwarzes Schutzpapier.

    Unter der Vlieshülle mit dem Omnibook war dann der übliche Schuber mit Informationen in schriftlicher Form und darunter das 65 Watt Netzteil, welches einen USB C-Stecker als Ladeanschluß hatte. Das war es dann auch schon.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Im zweiten Karton war der wiederaufladbare HP 700 Multi Pen Stift, der mittels kurzem USB C – Kabel am Omnibook geladen werden kann. So ein Stift ist ganz praktisch, wenn man das Touch-Display als Zeichentablet nutzt und man mit seinen dicken Wurstfingern jedes Bild verhunzt. Der Stift hat 4096 Druckstufen und ist damit 4094x sensibler als mein Finger, der nur tappsen und nicht tappsen erkennt.

    Und wie ist das arbeiten so mit dem Omnibook X Flip? Na sauber..

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..(Bild links: Powered by AI Experience – na gut, akzeptieren wir mal, dass in der Kiste eine KI steckt, die etliche Millionen mal schneller rechnen kann als ich – und schauen wir mal, was die kann.)

    Also, nehmen wir das Ding mal in Betrieb. Ladegerät in die Steckdose und das USB C Kabel in das Omnibook gesteckt und dann den Ein/Ausschalter gedrückt. Den hat man glücklicherweise ganz oben rechts plaziert und nicht wieder irgendwo zwischen den anderen Funktionstasten.

    Überhaupt ist die Tastatur recht schick und es lässt sich auch gut damit arbeiten. Die Tasten sind vergleichsweise groß, haben große beleuchtete Buchstaben, die sich sehr gut ablesen lassen und einen schönen Druckpunkt. Natürlich sind die Tasten nicht mit wesentlich besseren Cherry, Logitech oder Razer Tastaturen zu vergleichen, die hochwertige MX Keys haben, aber für den schnellen Brief unterwegs, geht die eingebaute Tastatur voll in Ordnung.

    HP Omnibook X Flip Test - Sonderzeichen leider nicht optimal angeordnet.(Bild oben: Die Tastatur ist eigentlich in Ordnung, aber dass die Sonderzeichen sich plötzlich rund um das „L“ gruppieren ist schon lahm. Den senkrechten Strich brauche ich nämlich häufig als Titel-Trenner bei Plex-Dateien. Dafür jedesmal die FN und Alt-Taste drücken und dann auf das „L“ drücken – nee, nervt echt..)

    Nicht in Ordnung ist das fehlen für mich wichtiger Sonderzeichen, die man nur umständlich über die Zeichentabelle in Texte einfügen kann. Ich nutze beispielsweise als Texttrenner bei PLEX gerne das „|“ Zeichen (nein nicht ein großes I oder L, sondern das Zeichen für einen senkrechten Strich (Unicode Zeichen U+007C)).

    Auf jeder „normalen“ Tastatur ist dieses Zeichen auf der linken Seite direkt neben der Umschalt-Taste – hier sind die Sonderzeichen „<„, „>“ und „|“ auf der L Taste angebracht und lassen sich von dort nur umständlich mittels gedrückter ALT und FN Taste einfügen oder über die Krücke Zeichentabelle oder am besten mittels einer extern angeschlosssener Standard-Tastatur eingeben. Das finde ich schon echt blöd und hält echt auf.

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..(Bild rechts: die Tastatur ist recht gut abzulesen und Hintergrundbeleuchtet. Auch der Druckpunkt und die Anschlagstärke passt, auch wenn sich das Tastenfeld anfühlt, als wäre es nur eine preiswerte Membrantastatur.)

    Wiederholtes Drücken der ESC-Taste bringt uns in die Einstellungen des BIOS – hier kommt der erste Tiefschlag: Das BIOS ist dermaßen abgespeckt und Funktionsreduziert wie ich es noch bei keinem HP Rechner (egal ob Desktop oder Notebook) gesehen habe. Nicht einmal die Sprache lässt sich auf Deutsch einstellen. Englisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch und Chinesisch – ist das echt euer Ernst?

    Obwohl das Gerät ein 16″ Zoll-Display hat, hat es keinen Nummernblock – dafür hat es an der Seite luftdurchlässige mit kleinen Löchern versehene Bereiche, die – jedenfalls vermute ich das – für die Belüftung sorgen. Das Omnibook Flip X wird – wenn es flach auf dem Boden aufliegt – von den unteren Lufteinlässen wahrscheinlich nicht ausreichend mit kühlender Luft versorgt werden. Lautsprecher sind jedenfalls nicht dahinter, die sind ganz vorne im Gehäuse und die klingen sogar richtig gut!


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Bedauerlicherweise sind die technischen Dokumentation von HP (die „Quickspecs„) nicht ganz aktuell – oder was wahrscheinlicher ist: die Consumer Produkte haben keine Quickspecs und Konfigurationsoptionen, weil es die nicht gibt. Das ist leider ein Manko – man muss vorher schon wissen, welche Konfiguration zu einem passt – und das ist bei normalen Endkunden eher selten der Fall. Mir fiel auch gleich schmerzlich auf, dass der Einbau einer SIM-Karte und ein entsprechendes Modul nicht möglich ist. Das ist Schade bei einem so gut ausgestattetem Rechner.

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..(Bild links: Hier steht das Omnibook X Flip mal im Zelt-Modus. Auf dem wird grade Virtual DJ als Programm ausgeführt. Links daneben liegt ein Launchpad, welches über USB C angeschlossen ist und mit dem ich verschiedene DJ-Effekte ausführen kann. Über den HDMI-Ausgang ist noch ein weiterer Monitor, bzw. Beamer angeschlossen auf dem verschiedene Shader von Shadertoy passend zum Sound visualisiert werden. Über Bluetooth ist dann noch ein 800 Watt Bühnen-Lautsprecher verbunden – sucht jemand zufällig einen Techno-DJ?)

    Klar, kann man sich auch damit behelfen, dass man sein Smartphone als „Hotspot“ konfiguriert und dann über eine WLAN-Verbindung zum Smartphone ins Internet gehen. Es ist aber eben umständlicher..

    Der HP Omnibook X Flip Test – die Hardware Top! Aber es gibt auch Mecker..

    Überhaupt: das 16″Zoll Touch-Display ist die Trumpfkarte dieses Laptop-Notebook Zwitters. Nicht matt, wie allgemein üblich, sondern hochglänzend und dann auch noch mit OLED-Technik mit fast 3000 mal 2000 Pixeln (genau sind es 2880 x 1800 Pixel), variabler Bitrate von 48 bis 120 Hertz und echt strahlend hellen 500 NITS (im HDR-Modus – ansonsten 400 NITS) Helligkeit. Es macht einfach Spass dort drauf zu schauen. Man muss die Auflösung von 100% Skalierung aber auf 200 oder besser 225% hochdrehen, damit man die Anzeige in vernünftiger Größe angezeigt bekommt und nicht mit einer Lupe die Schrift entziffern muss.

    Liegt es im Tabletmodus auf dem Schreibtisch und startet ein Zeichenprogramm wie Sketchbook Pro oder wesentlich teurere Boliden wie Adobe Photoshop, Corel Draw oder Painter wird es in Verbindung mit dem HP 700 Multi Pen – einem Stift der in meinem Bundle dabei war – zu einem tollen Zeichentablett, das die Bewegungen und Drücke des Stiftes einwandfrei interpretiert (dass meine Zeichnungen kacke sind, liegt ganz sicher nicht an der Technik, sondern an mir, weil ich einfach keine graden Linien zeichnen kann).

    Erstaunlich ist, die Erkenntnis im HP Omnibook X Flip Test, dass dieses Display den Akku nicht in Null Komma Nix leersaugt, sondern die Arbeitsdauer mit einer Akkuladung mit bis zu 15 Stunden angegeben ist. Fast 2 Arbeitstage ohne einmal das Ladegerät an das Omnibook zu stöpseln – das hat bisher noch kein Notebook bei mir geschafft. Aber selbst wenn es nur einen kompletten Tag durchhält, ist das Omnibook Flip X ein Sparbrötchen in Sachen Energieverbrauch.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Dass es auch eine Schnellladefunktion hat und der leere Akku innerhalb von einer Dreiviertelstunde wieder auf 50% geladen wird, um zumindest wieder einen weiteren Tag durchzustehen ist ein weiteres nettes Feature, welches sich zu erwähnen lohnt.

    Damit ist zwischen morgendlichem Zähneputzen und dem Frühstückskaffee genug Zeit das HP Omnibook Pro X Flip vollzuladen – sofern man gemerkt hat, dass es sich in den Energiesparmodus verabschiedet hat – ansonsten sieht es natürlich finster aus. Ist aber kein Beinbruch, denn das 65 Watt Netzteil ist noch schnell mit in eine Tasche gepackt, ohne dass man sich daran einen Bruch hebt.

    Hat man zu Hause eine HP-Docking-Station, dann zeigt das Omnibook X Flip sein wahres Potential. Wer genug Monitore hat, der kann die Grafikausgabe auf 3 externe Monitore ausgeben und zusätzlich noch auf dem Omnibook-Display.

    Ein Wort noch zum Lüfter, denn soviel Leistung muss natürlich auch gekühlt werden: Der Lüfter ist unglaublicherweise im Betrieb fast nicht zu hören. Falls er überhaupt läuft, dann hört man bei Last ein angenehmes säuseln in einem Frequenzbereich, den man nicht als störend empfindet. Findet man auch nicht oft und ich wünschte mein ZBook würde sich daran ein Beispiel nehmen.

    Hier gibt es ein paar Informationen in Kurzform und in der + Aufzählung die Gründe aus der Überschrift, warum dieses Teil vielleicht für dich eine Überlegung wert wäre:

    HP Omnibook X Flip Test

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..

    +

    • tolles 2,8K 16″ großes OLED Display mit Touchfunktion
    • sehr lange Akkulaufzeit von fast 15 Stunden (Herstellerangabe)
    • sehr leiser Lüfter
    • Biometrische Gesichtserkennung dank 5 MP Infrarot Kamera
    • sowohl Notebook als auch Tablet in einem Gerät
    • sehr viele KI-Funktionen

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..

    -

    • keine Erweiterungsmöglichkeit des Rams
    • keine Möglichkeit eine SIM-Karte zu benutzen
    • Tastatur zwar gut beleuchtet mit großen Tasten, aber kein Nummernblock und Sonderzeichen seltsam versteckt

    Das HP OmniBook X Flip 16-as0774ng macht im HP Omnibook X Flip Test einen tollen ersten (und auch zweiten) Eindruck. Das Gehäuse ist aus stabilem Aluminium und wirkt trotzdem noch filigran. Mit grade mal 18 Millimeter Dicke würde man erwarten, dass es nicht sehr stabil ist, doch trotz respektabler 16 Zoll Größe verwindet sich da nichts und auch kein Scharnier klappert oder quietscht.
    Beim öffnen des Display-Deckels kommt der erste WOW-Moment - ein megatolles Display, superhell, superscharf, supergroß. Da möchte man an anderen Notebooks gar nicht mehr arbeiten. Es ist ein hochglänzendes OLED Display und ein Touchscreen - deshalb spiegelt es stark (das ist das einzige Manko). Die im Display verbaute poly studio 5 Megapixel Infrarot-Kamera ist Windows Hello geeignet und hat echtes Potential.
    Auch hier ist viel KI im Spiel. In Verbindung mit den wirklich guten Mikrofonen und den satt klingenden Lautsprechern sind die Videoaufnahmen die bisher besten, die ich mit einer eingebauten Kamera gemacht habe. Die Tastatur ist ungewohnt, wenn man sein Leben lang die großen externen Tastaturen mit Zehnerblock gewohnt ist. Sie lässt sich aber trotzdem gut nutzen und die Tasten haben einen guten Anschlag, auch wenn der Schreibkomfort nicht mit einer hochwertigen 'echten' Tastatur von Razer, Logitech oder Cherry, die alle die bekannten MX-Tasten verbaut haben mithalten kann.
    Auch der Rest der Hardware ist hochwertig: ein Intel 7 Ultra Prozessor, der mit 48 TOPS KI-Aufgaben bewältigt und 32 GB LPDDR5x RAM, der mit schnellen 8533 M(ega)T(ransfers) pro Sekunde Daten verarbeitet. Leider ist er auf der Platine fest verlötet und kann weder getauscht, noch erweitert werden. Dazu kommt eine integrierte Grafikkarte, die in dieser Konfiguration 8 GB Speicher hat. Für das eine oder andere Spielchen ist Sie ganz gut geeignet, aber eine echte Gamer-Grafikkarte ist es natürlich nicht.
    Insgesamt stimmt aber das Hardware-Paket und es macht Spaß damit zu arbeiten, besonders weil es so flexibel ist.

    der HP Omnibook Flip X Test – Multimedia? Kann es!

    Dieses mit vielfältigen Bedienvarianten ausgestattete PC/Notebook/Tablet Technik-Wunderwerk hat mit Copilot auch einiges an KI mitgebracht. Es hat natürlich aus dem Grund auf der Tastatur die Copilot-Taste. Gewohnheitsmäßig klappt man es als jahrelanger Notebook-Benutzer einfach auf und schreibt auf der verbauten Tastatur. Ich mache es mittlerweile anders:

    ich klappe das Omnibook in den Zelt-Modus und lege meine MX-Keys Tastatur von Logitech davor und benutze ebenfalls die M705 Maus vom selben Hersteller. Damit kann ich schneller tippen und ein großes Touchpad war schon immer mein Endgegner, welches ich äußerst ungern nutze. Der einzige Nachteil ist, dass die Tastatur dann die Kamera verdeckt, die nun ganz unten ist. Aber man kann sich ja auch über eine Pin anmelden.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Oder man klappt das Display halb auf die Rückseite – dann liegt die Tastatur mit dem Bedienfeld auf dem Tisch, aber das Display hat die Kamera wie gewohnt oben und die Gesichtserkennung funktioniert dann wieder einwandfrei. Für Verschwörungstheoretiker und notorische Büro-Fremdgeher interessant: die Kamera hat einen richtigen Schieber, mit dem man die Kamera bedecken kann (ich weiß ja nicht, wer diesen Test hier liest).

    Mit der Kamera kommen auch einige Funktionen, die schon spooky sind. Sie erkennt, wenn Du wegguckst und dimmt dann den Bildschirm, erkennt wenn Du weggehst und sperrt das Gerät, erkennt wenn Du wieder da bist und entsperrt es wieder. Sie erkennt sogar, wenn fremde Menschen auf deinen Bildschirm linsen und meldet dir das, wenn Du möchtest. Das ist zwar echt beeindruckend – aber auch etwas beängstigend..

    Der Sound aus den beiden Frontlautsprechern ist echt passabel und reicht unter normalen Umständen völlig aus. Wer mehr will, der kann natürlich über Bluetooth® noch weitere Soundspendende Hardware mit dem Omnibook verwenden. Dank Wi-Fi 7 und Bluetooth® 5.4 ist das Omnibook funktechnisch gut gerüstet und auf jeden fall für die nächsten Jahre schnell genug.

    der HP Omnibook X Flip Test - und 4 oder 5 tolle Gründe die für ein 16" Tablet sprechen..(Bild links: hier sieht man die verschiedenen Arbeitsmodi des Omnibook X Flip. Flach auf dem Schreibtisch als Tablet zum zeichnen oder anderen Anwendungsszenarien, im „Zelt“-Modus als platzsparendes Gerät mit aufgestelltem Bildschirm (ideal mit externer Tastatur und Maus) im normalen Laptop-Modus mit der integrierten Tastatur oder im Reverse-Mode mit weggeklappter Tastatur und ebenfalls mit externer Tastatur und Maus.)

    Einen echten LAN-Anschluß findet man allerdings nicht – es gibt aber Adapter welche die Verbindung mit einem LAN-Kabel und einem der zwei vorhandenen USB-C Anschlüssen ermöglicht. Nutzt man eine Docking-Station, dann wird der ganze Daten- und Signaltransfer über eine einzige USB-C Kabelverbindung gemanaged.

    Dafür gib es einen HDMI Anschluss mit HDMI 2.1 und einer der USB-C Anschlüsse ist ein wieselflinker Thunderbolt® 4, der 40 Gbit pro Sekunde durch das Kabel ballert.

    Und? Was meint Ihr? Wäre das auch ein Spielerchen für euch – oder ist das ganze KI-Gedöns für euch zu Spooky und ihr wünscht euch den C64 zurück?

    Der Autor hat diesen Test nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Er bekommt weder von HP noch von irgend einer anderen Stelle Geld für diesen freiwilligen Produkttest. Er gibt diese Informationen aus reiner Nächstenliebe an seine Leser weiter und hofft, dass Sie für ihn eine Kerze in einem Schrein mit seinem Bild anzünden und ihm helfen vom bekanntesten unbekanntem Blogger (der bei google ständig unter den Top-Suchergebnissen landet) zum bekanntesten Blogger zu werden. Ja! Auch noch vor dem ollen Palle und Caschy. So – das musste mal gesagt werden..

    der Autor

    Das HP OmniBook X Flip 16-as0774ng im Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Aussehen
    Verarbeitung
    Haptik
    Kompatibilität
    Installation
    Zubehör
    Energieverbrauch

    Gesamtergebnis

    Das Omnibook X Flip mit 16 Zoll Bildschirm ist ein tolles Gerät, sowohl für Heimanwender, als auch für semiprofessionelle Anwender, die Wert auf Flexibilität und KI-Funktionen legen. Beim Preis/Leistungsverhältnis ist es seinen Preis wert, denn die Verarbeitung ist - wie man es von HP gewohnt ist - exzellent. Das Gehäuse ist aus Aluminium und wirkt trotz der Dünne von nicht mal 2 Zentimetern bei einer Breite von nicht ganz 36 Zentimetern nicht fragil, sondern ist verwindungssteif und stabil. Die verbaute Hardware ist sehr wertig. Hier wurde nicht das billigste vom billigen genommen, sondern durchweg bessere Qualität als bei bei Price-Breakern. Das Aussehen ist edel und dezent. Ich mag das HP Design mit dem gebürsteten Aluminium und dem hochglänzendem HP Logo im Displaydeckel. Die verarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau. Es gibt keine Spaltübergänge, quitschende Scharniere oder Displays, die mangels geeigneter Scharniere plötzlich anfangen zu flattern wie ein Blatt im Wind. Auch die Haptik ist entsprechend hochwertig. Es macht tatsächlich spaß, dieses Omnibook anzufassen, weil es einfach so hochwertig erscheint und auch angenehm in der Hand liegt, trotz seines Gewichts von fast 2 Kilo. Beim Energieverbrauch ist das Omnibook einsame Spitze. Mit einer Akkuladung soll es lt. Herstellerangabe bis zu 15 Stunden seinen Dienst verrichten. Das ist in meinem umfangreichen Hardwarepool einsame Spitze! Für mich ist das HP OmniBook X Flip 16-as0774ng eine echte Kaufempfehlung.

    User Rating: 4.57 ( 6 votes)
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"