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  • Umluftherd Mikrowelle oder Airfryer? Mit welchem der 3 klappt das Heißluftgaren am besten?..

    Umluftherd, Mikrowelle oder Airfryer? Oder lieber gleich alles zusammen?

    Hidiho liebe Community! Heute begeben wir uns mal zur Abwechslung in die Versuchsküche der Dr. Nerd Labs und wir widmen uns der Frage: Umluftherd, Mikrowelle oder Airfryer – what’s the Best?

    Umluftherd Mikrowelle oder Airfryer - Midea Airfryer mit 2 Garkammern(Bild rechts: Eine Heißluftfritteuse – wie diese von MIDEA – hatte ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm, um sie auch noch in meine Küche zu stellen – muss aber gestehen, dass ich durchaus die Vorzüge dieses Speisenerwärmungsgerätes zu schätzen lerne.)

    Bei mir steht nämlich seit neuestem ein Airfryer (aka Heißluft-Fritteuse) der Firma MIDEA um fettfrei meine Lebensmittel zu garen (und um ein paar neue Rezepte auszuprobieren – Auberginen-Pommes zum Beispiel. Doch dazu später in einem Rezept-Beitrag!) Und falls Ihr euch fragt, warum bisher noch kein Monatsrückblick erschienen ist, sondern dieser Blogbeitrag? Ich sag mal so: aus Gründen – und dabei will ich es erstmal belassen.

    Kommen wir wieder zur Überschrift dieses Beitrags:  „Umluftherd, Mikrowelle oder Airfryer? Womit klappt das Heißluftgaren am besten?“ – und das ist tatsächlich eine interessante Frage, die durchaus berechtigt ist. Denn sowohl moderne Herde (wobei selbst mein 15 Jahre altes Schätzchen schon eine Umluft-Funktion hat), als auch etwas höherpreisige Mikrowellen und Airfryer sowieso – denn das sagt ja schon der Name – garen Lebensmittel mit extrem heißer Luft – dazu fast fettfrei.

    Unterschiede und Gemeinsamkeiten..

    Da jedes dieser Küchengeräte ja immerhin auch ein hübsches Sümmchen kostet (mal ganz davon ab, dass wieder ein Küchengerät die Arbeitsplatte besetzt) – muss auch schon mal die Frage erlaubt sein, ob sich das Ergebnis auch sehen lassen kann und wichtiger: kann nicht ein handelsüblicher Herd das, was ein Airfryer (Heißluft-Fritteuse) kann?

    Schauen wir uns also mal die Unterschiede an, denn da gibt es schon einige: Der Garraum in einem handelsüblichem Herd ist wesentlich größer als der einer Mikrowelle oder das Garkörbchen einer Heißluft-Fritteuse. Der Vorteil: Die Speisemenge, die man zubereiten kann, ist um ein vielfaches größer als bei den beiden anderen Kontrahenten. Eine Blechpizza für die einfallende Fußballmannschaft deines Sohnes? Easy! Da können die anderen beiden Kontrahenten nur traurig den Temperaturregler schütteln.

    Umluftherd Mikrowelle mit Heißluft oder Airfryer(Bild links: Mit der Supreme Chef bietet Bauknecht eine Multifunktions-Mikrowelle an: Mikrowelle, Grill, Dampfgaren, Heißluft und die Kombination der einzelnen Funktionen. Kann Sie als eierlegende Wollmilchsau den Sieg davontragen? Spoiler: Nööö!)

    Auch die Temperaturen schwanken: ein guter Elektro-Herd mit Umluft-Funktion schafft knapp 235° Celsius und ist damit ungefähr gleichauf mit dem Airfryer, der ebenfalls 235° Celsius heiße Luft in den Garkorb pustet. Die Mikrowelle mit Heißluftfunktion (meine Bauknecht Supreme Chief MW 3391 SX) schafft hier mit 200° Celsius nicht ganz so hohe Gartemperaturen, hat aber mit 33 Litern dafür einen Garraum, der sich zwischen dem Airfryer und dem Elektro-Herd einordnet..

    Umluftherd, Mikrowelle oder Airfryer? Energiekosten mal betrachtet..

    Bei den Temperaturen muss man auch erwähnen, dass die maximale Temperatur sowohl bei der Mikrowelle als auch beim Herd nicht sofort verfügbar ist, sondern der Herd, bzw. die Mikrowelle erst vorheizen muss. Das dauert schon so einige Minuten, bis ein Viertelstündchen – Energie, die wirkungslos verpufft, während ein Airfryer innerhalb weniger Sekunden die Luft auf die maximale Temperatur erhitzt.

    Ihr merkt also schon, dass es hier nicht nur kleine Unterschiede gibt, sondern zum Teil ganz erhebliche Differenzen, was herzustellende maximale Nahrungsmenge, Temperaturen und auch Energiekosten sind – schauen wir uns das mal im Detail an..

    herstellbare maximale Nahrungsmenge pro Durchgang:

    • Bei der maximal herstellbaren Nahrungsmenge ist hier der handelsübliche Herd ganz klar der Sieger. Wer noch ein zweites Gitterrost benutzt, der kann auf einen Schlag das Essen für eine Großfamilie herstellen.
    • auf Platz 2 und 3 fast gleichauf sind AirFryer und Mikrowelle mit Heißluft-Funktion aufgrund der Platz-Beschränkung

    maximal erreichbare Temperaturen:

    • auf Platz 1 sind hier sowohl der Elektroherd als auch der Airfryer mit maximal 235° C
    • Platz 2 geht an die Mikrowelle mit Heißluftfunktion wegen ihrer Beschränkung auf maximal 200° C.

    Energiekosten:

    • auf Platz 1 ist hier der Airfryer, da er sofort die heiße Luft liefert, was die Energiekosten reduziert
    • auf Platz 2 und 3 sind hier sowohl der handelsübliche Herd und die Mikrowelle, da hier vorgeheizt werden muss, was ziemlich viel Energie nutzlos verpuffen lässt.

    Soweit so gut – in diesen 3 Bereichen gibt es einen klaren Verlierer: die Mikrowelle mit Heißluftfunktion kann sich in keiner einzigen Rubrik durchsetzen und landet mit 3 Punkten auf dem letzten Platz. Platz 1 und 2 teilen sich mit jeweils 7 Punkten der handelsübliche Herd und der Airfryer.

    Und wie schmecken die Sachen so?

    Der nächste wichtige Punkt ist das Ergebnis der Speisen – schmeckt das überhaupt, was da zubereitet wird? Auch da gibt es eine erstaunliche Erkenntnis. Ich habe für den Test ein Szenario vorbereitet: eine Aubergine geschält und in Pommes-Frites große Stücke geschnitten, in Ei gewendet und dann in würziger Panade gewälzt.

    Umluftherd Mikrowelle oder Airfryer? Mit welchem der 3 klappt das Heißluftgaren am besten?..(Bild oben: Die Testumgebung – ganz links das Airfryer-Körbchen, in der Mitte das Backblech mit Grillrost des  Elektroherdes mit Umluft und ganz rechts das Knusper-Equipment der Mikrowelle mit Heißluft-Funktion. Hier mussten die 3 Testgeräte zeigen ob die Speisezubereitung das hält, was die Bilder auf den Webseiten der Hersteller versprechen. Soll ich Spoilern? Neee. lest mal lieber bis zum Ende..)

    Ebenso wurden Chicken Wings aufgetaut, von der ekligen Sprühpanade befreit, dafür mit einer richtigen Marinierung versehen und jeweils paniert und unpaniert zubereitet, um gleiche Voraussetzungen für den Geschmackstest zu haben.

    Dann ging der Test los: Mikrowelle und Herd gingen in die Vorwärmphase – der Airfryer konnte sich noch etwas ausruhen. Nach 20 Minuten schaltete ich den Airfryer dazu – und prompt flog die Sicherung für die Küche raus. 3.500 Watt für den Herd,  die 1.700 Watt der Mikrowelle und die 1.800 Watt des Airfryers waren zu viel für den armen Sicherungsautomaten. Ich musste also den Test für jedes Gerät einzeln und nacheinander durchführen.

    Umluftherd Mikrowelle oder Airfryer? Mit welchem der 3 klappt das Heißluftgaren am besten?..(Bild links: rein optisch ist auf dem ersten Blick alles Tutti, aber man erkennt, dass die Mikrowelle sich aufgrund der etwas niedrigeren Temperatur schwer tut, eine schöne braune Crossigkeit zu erzeugen. Die Panade aus Würzpaniermehl ist stellenweise noch Original – der Inhalt der Auberginen-Fritten ist leider ein Desaster: zäh, verschrumpelt = ein Fall für den Bio-Abfall. )

    Das Ergebnis war am Ende ziemlich ausgeglichen – die Mikrowelle fiel aber hier zurück. Besonders die Auberginen-Pommes waren ein Desaster. Die Panade war zwar da und kross, aber der Inhalt der Panade – das Stück Aubergine in Frittenform – war fast komplett verschrumpelt und so zäh, dass man es kaum mit den Zähnen zerkaut bekam. Das Fleisch hingegen war sehr gut  gegart.

    Doch auch bei den panierten Fleisch-Stücken war die Panade stellenweise nicht gebräunt – ein Zeichen, dass die 200° hier nicht reichen den gewünschten Effekt zu erzielen. Ein verlängern der Garzeit im Ofen führt nur dazu, dass die Lebensmittel austrocknen und der Geschmack leidet.

    Auch wenn die Mikrowelle im Gesamttest hier schlecht abschneidet. Ich muss eine Lanze für das Gerät brechen:  Was die Funktionsvielfalt und die Bedienung angeht, da ist das Teil ungeschlagen. Sie hat nicht umsonst im ausführlichen Test des ETM Testmagazins ein sehr gut erhalten.

    Dass die Mikrowelle in dieser einen speziellen Disziplin schlechter abschneidet ist zwar etwas blöd – in Gesamtsumme der Funktionen mit Mikrowelle, Grill, Heißluft, Dual Crisp, schnell erwärmen, schnell auftauen, Kombi-Funktion (mehrere der genannten Funktionen zusammen), Dual Dampfgaren und der automatischen Reinigung ist das schon ein ziemlich cooles Stück Küchentechnik – wenn man auch ehrlicherweise erwähnen muss, dass die meisten Zusatz-Funktionen nur mit den ziemlich kleinen speziellen Plastikschüsseln funktionieren..

    Kommen wir auch hier zur Punkteverteilung:

    Garzeitdauer:

    • Der Airfryer siegt hier mit Abstand, da er keine Vorheizzeit braucht. In der Zeit, die sowohl Herd als auch Mikrowelle benötigen auf die Gartemperatur zu kommen, kann man im Airfryer ein 2. Gericht zubereiten.
    • auf Platz 2 und 3 sind hier der Elektroherd und die Mikrowelle

    Kochergebnis:

    • Das Kochergebnis war sowohl im Elektroherd, wie auch im Airfyer perfekt. Da man bei beiden auch durch die Sichtfenster den Garprozess kontrollieren kann, sind angekokelte Speisen kaum zu erwarten
    • Die Mikrowelle fällt hier etwas ab – das Fleisch war zwar in Ordnung, aber aufgrund der niedrigeren Temperatur bräunte die Panade nicht richtig

    Reinigung:

    • Bei der Reinigung gewinnt ganz klar der Airfryer: meistens reicht ein durchwischen mit einem Zewa-Tuch um Feuchtigkeit und Fett aus dem antihaftbeschichtetem Garkorb zu entfernen. Der Einsatz ist dazu Spülmaschinengeeignet.
    • Auf Platz 2 ist hier die Mikrowelle, da sich der kleinere Garraum bequem reinigen lässt und auch eine Selbstreinigungsfunktion hat
    • Der Elektroherd ist hier Schlusslicht – die Innenreinigung eines Herdes ist aufgrund der großen Flächen zeitaufwändiger und bei Herden, die auf dem Boden stehen nur beschwerlich im Knien möglich. Auch das schrubben des Grillrostes ist zeitaufwendig denn da er nicht Antihaftbeschichtet ist brennen sich hier gerne Lebensmittel fest.

    Kommen wir zur finalen Punkteverteilung:

    Eletroherd Mikrowelle Airfryer
    maximale Nahrungsmenge
    per Durchgang
    3 1 1
    maximal erreichbare
    Temperaturen
    3 1 3
    Energiekosten 1 1 3
    7 3 7
    Garzeitdauer 1 1 3
    Kochergebnis 3 1 3
    Reinigung 1 2 3
    5 4 9
    Gesamt 12 7 16

    Mann sollte es nicht glauben, aber der altehrwürdige Grill holt sich mit nur 4 Punkten Abstand auf den Airfryer einen guten 2. Platz. Die aufwendige Reinigung und das energieverschwendende und zeitaufwendige Vorheizen kosteten letztlich den Sieg. Was das Ergebnis bei der Speisenzubereitung angeht, da gibt es keinen Unterschied zum Airfryer.

    Der Airfryer kann bei der Geschwindigkeit punkten ist aber eher für Single Haushalte oder kleinere Portionen ideal.

    Die Mikrowelle konnte in keiner Rubrik wirklich überzeugen und landet deshalb auf dem letzten Platz. Trotzdem ist sie in der Küche unerlässlich: Ihre Werte liegen aber ganz klar in anderen Disziplinen. Das auftauen von gefroren Lebensmitteln, das schonende erwärmen von flüssigen Speisen oder Eintöpfen, das schnelle erhitzen von Flüssigkeiten – das sind die Kernkompetenzen einer Mikrowelle. Ebenso ist die Kombination verschiedener Funktionen ein Pluspunkt: Grill + Mikrowelle beispielsweise – die Mikrowelle taut ein gefrorenes Stück Fleisch von innen auf und gart es und der Grill macht es kross und appetitlich.

    Und? Was meint ihr? Nutzt ihr einen Airfryer oder tut es bei euch auch der gute alte Küchenherd? Und würde euch so eine Mikrowelle mit Zusatzfunktionen reizen?

  • Life Hack zum Thema kochen: Eiklar und Eigelb trennen – the smart way..

    ..oder: Work Koch smart – nicht hart. Eier trennen nach der Dr. Nerd Methode.

    Hidiho liebe Community! Heute geht’s weiter mit einem kleinen Beitrag zum Thema kochen. Aber keine Angst – es geht nicht um das zubereiten eines 3 Gänge Menüs, sondern um ein wichtiges Basic: in vielen Rezepten (hauptsächlich, wenn es um Kuchen backen geht) geht es um das trennen von Eiern. Damit ist das Eiklar und Eigelb trennen gemeint. Und beim Kuchen dazu auch noch in großen Mengen.

    Meistens sagt man bei Eiern zum Dotter “Eigelb” und fälschlicherweise zum Eiklar (denn so heißt der durchsichtige Glibber wirklich) “Eiweiß”. Das Wort „Eiweiß“ bezeichnet aber jedes Protein im biochemischen Sinn. Und tatsächlich enthält das Eigelb (der Dotter) sogar mehr Eiweiß als das Eiklar – ja, hättet Ihr auch nicht gedacht, oder?

    Im Internet kursieren die wildesten Life Hacks dazu: Klassisch ist ja die Eier in der Mitte aufschlagen und dann minutenlang von einer Seite auf die andere Seite der Schalen das Eigelb und Eiklar abkippen. Auch eine Plastikflasche, die als Sauger umfunktioniert wird, um Eigelb aufzusaugen sind eher zum Kopf schütteln als praktikabel.

    Life Hack zum Thema kochen: Eiklar und Eigelb trennen – the smart way..(Animation links: Eier trennen – die Dr. Nerd Methode. Nix mit allem möglichem Unfug, den man nicht im Haus hat. 2 Schalen und Eier – mehr braucht man nicht, um Eier ganz einfach zu trennen.)

    Naja, die Youtuber und Blogger, die sich dem Thema Life Hacks gewidmet haben müssen halt jeden Tag das Rad neu erfinden. So kreativ manche Sachen sind, so umständlich sind die auch. Und vieles ist auch einfach ziemlich dämlich..

    Vieles was die Leute vom kochen abhält, ist sicher die vermeintlich schwierigen handwerklichen Fähigkeiten oder komplizierte Techniken. Ganz ehrlich? Je länger man etwas macht, umso mehr fallen einem Tricks ein um Handgriffe überflüssig zu machen. So war es auch bei mir.

    Das Eiklar und Eigelb trennen ist so eine Technik. Die dauert bei mir pro Ei nur ein paar Sekunden. Aber wie geht’s?

    Hier gibt es das Video..

    Anmerkung: Im Video nehme ich dummerweise Eier, die sehr dünne Schalen haben und etwas länger im Kühlschrank waren. Deshalb sieht das zerbröseln der Eierschalen etwas martialisch und zerstörerisch aus und das Eiklar ist etwas dickflüssig und fließt nicht so schön, wie es soll. Tja, Vorführeffekt. Ich wollte aber für das Video nicht etliche Eier zerschlagen. Auch mein Appetit auf frisches Rührei ist mal gestillt..

    Also lieber Nachwuchskoch und Nahrungszubereitungsspezialist in Spe, aufgemerkt: Man braucht nur 3 Dinge: 2 Schalen mit harten Rändern, also Metall, Glas oder Keramik – Plastikschalen sind manchmal nicht hart genug um daran Eierschalen aufbrechen zu können (Plastikschalen sind auch häufig sehr leicht. Schön zum transportieren – schlecht für’s Eier aufschlagen: haut man auf der einen Kante ein Ei kaputt, kippt die Schale mangels Gewicht und verteilt das bereits enthaltene Eiklar in der Küche – für euch getetet!), Eier – fertig, das war’s schon.

    Jetzt nimmst  Du ein Ei und schlägst es so hart auf die Kante einer Schale, dass die die Schale aufbricht. Dafür braucht es etwas Gefühl – aber das hat man nach dem 3. oder 4. Ei raus. Wenn Du Glück hast, bricht das Oberteil der Schale schon so ab, dass es einfach abgenommen werden kann – im anderen Fall musst Du entweder nochmal klopfen oder mit den Fingern das Oberteil abhebeln. Wer sich nicht die Fingernägel abbrechen will, der kann auch einen Teelöffel nehmen, Speisemesser o.ä. um im Spalt unterzuhebeln.

    Das Oberteil der Schale legst Du beiseite. Manchmal ist da noch Eiklar drin – das kannst Du schon in die dafür vorgesehene Schale kippen.

    Jetzt kommt auch schon das ganze Geheimnis vom Eiklar und Eigelb trennen: lege den Finger mittig über das Ei, so dass auf beiden Seiten genug Platz ist, dass das Eiklar rauslaufen kann, der Dotter aber nicht genug Platz hat um sich auch am Finger vorbei zu mogeln. Jetzt kippst Du das über die Schale aus, in die Du das Eiklar haben willst. Sollte sich im Ei hinter dem Dotter noch Eiklar befinden – dazu solltest Du einmal ins Ei hineinschauen – wiederhol das einfach.

    Den Dotter kippst Du jetzt aus der Eierschale in die andere Schale, die Du für die Eidotter bereit gestellt hast.

    Sollte doch mal ein Dotter durchflutschen – die Dinger sind manchmal sehr freiheitsliebend und lieben es angehende Köche zu ärgern – kein Problem: mit einem Esslöffel vorsichtig in der Schüssel unter das Eigelb gehen und es vorsichtig dort heraushebeln.

    So easy ist das. Ich wette diesen Trick haben nicht mal Sterneköche auf der “Pfanne”..

  • Dr. Nerds Kochschule – Teil 1: what the Fuck sind Lebensmittel?..

    ..oder: jeder kann kochen – man muss es nur machen..

    Hidiho liebe Community! Hier ist nun mein erster Beitrag zu der neuen Rubrik Kochen. Aber wie es sich für einen richtigen Doktor des Nerdismus gehört wäre es ja dumm, wenn ich hier einfach nur Rezepte poste, ohne auch etwas auf die Grundlagen der Nahrungszubereitung im allgemeinen und der Ernährung im besonderen einzugehen.

    Deshalb fangen wir quasi bei 0 an, denn ich fürchte, dass es auch junge Menschen gibt, die gar nicht wissen, dass es möglich ist, sein Essen nicht bereits fertig zubereitet beim Pizza-Service, Lieferando oder den 2 namhaften amerikanischen Fasst-Food-Ketten zu bestellen, sondern dass es diese Zutaten für wesentlich weniger Geld und in besserer Qualität in Supermärkten zu kaufen gibt.

    OK, man(n) muss die Brocken dann noch zu Essen in Form einer schmeckenden Mahlzeit zusammenklöppeln – aber das ist kein Hexenwerk. “Hömma”, wie man bei uns im Pott sacht – “ich bin ein echter Kerl ohne ein einziges weibliches Genom und selbst mir gelingt es schmackhaftes auf die Teller zu zaubern. Dann schaffst Du Herzepümpsken das doch wohl auch, wonnich?”

    Du willst kochen? Dann braucht es ein paar Grundkenntnisse..

    Dr. Nerds Kochschule – Teil 1: what the Fuck sind Lebensmittel?..(Bild links. Eine Kohlrabi zweifelsfrei. Gibt es einen Grund warum “Spezialisten” in den O+G Abteilungen der Warenhäuser dies als Sellerie verkaufen wollen? Gibt es eine weltweite Sellerie Verschwörung? Bildlizenz: Von Rasbak – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=854987)

    Also lasst uns starten. Ich bemühe mich nicht allzu technisch zu werden – aber ein paar Basics muss man wissen. Dabei kommt mir zugute, dass ich damals auf der Schule tatsächlich das Fach Hauswirtschaft hatte (wahrscheinlich wusste die Schulbehörde damals schon, dass ich als Single, der sich selbst ernähren muss enden würde – und nicht von einer mich vergötternden und liebenden Frau bekochend – und knallte dieses anfangs dulle Fach in meinen Stundenplan).


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    Und ich machte darüber hinaus später eine Ausbildung im Lebensmitteleinzelhandel. Ja, damals war das ein Beruf, den man erlernen musste und kein 400 Euro-Job den jeder machen konnte, der aufrecht gehen kann. Ich musste damals noch 3 Jahre lang Warenkunde und Warenverkaufskunde lernen. Gönnt euch mal den Spaß und fragt heute einen der “Verkäufer” im Laden, wo der Sellerie liegt. Ihr werdet erstaunt sein wie viele euch da eine Kohlrabi in die Hand drücken wollen..

    Dr. Nerds Kochschule – Teil 1: what the Fuck sind Lebensmittel?..(Bild rechts: Knollensellerie. Ja, ist auch rund und oben wächst grünes Zeug. Aber während die Kohlrabi ein echter Nestflüchter und Freigeist ist und oberirdisch seinem Leben fröhnt ist die Sellerie mehr der Grinch und zieht es vor unterirdisch aufzuwachsen. Das ist aber nicht der einzige Unterschied.. Von Rasbak – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1338319)

    Hey Leute! Hauswirtschaft und ganz besonders das Kochen wurde für mich später ein Fach, an dem sogar McGyver Spaß hätte. Umfasst es doch sowohl die wissenschaftlichen Bereiche Chemie, Physik, Biologie und sogar Kultur. Oder glaubst Du wirklich, die Italiener hätten die Nudel erfunden? Böööp! Nöö, das waren die Chinesen schon vor 4000 Jahren. Ja, da guckste überrascht, woll?..

    Alle noch da? Okay..

    Lebensmittel? ein ziemlich komplexes Thema..

    Also, grundsätzlich kann man Lebensmittel in mehrere Gruppen aufteilen. Zum einen natürlich die reinen Rohstoffe wie Fleisch, Wasser, Fette, Obst, Gemüse, usw. dann weiter die vergleichsweise unbelasteten Nähr- und Lebensmittel wie Mehl, Nudeln, Butter, Haferflocken, Milch und zum anderen die Fertiggerichte aus industrieller Produktion.


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    Fertiggerichte lassen wir mal ganz raus aus unserem Vorratsschrank, denn dieses industrielle Futterdesaster kann man nicht mal seinen Feinden vorsetzen – ABC-Waffen verbietet die Haager Landkriegsordnung. Und wer einmal Sebastian Leges Sendung “besseresser” bei den öffentlich rechtlichen Programmanstalten gesehen hat, der macht freiwillig einen großen Bogen um das Fertiggericht-Regal. Was da so alles drin verklappt wird ist ein Angriff auf eure Geschmacksnerven und im schlimmsten Fall sogar auf eure Gesundheit.

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    Es gibt aber noch mehr Unterscheidungsmerkmale, denn Lebensmittel ist nicht gleich Lebensmittel..

    Dr. Nerds Kochschule – Teil 1: what the Fuck sind Lebensmittel?..(Bild links: selbstgebackenes Landbrot – knusprig, würzig  und frisch aus dem Ofen. Lecker belegt mit Camembert – als Garnitur Oregano (dazu mehr in der Folge über unser Geschmacksempfinden und welche Geschmäcker miteinander harmonieren) und Salami. Und ja, das habe ich selbst gebacken. Das kannst Du auch – aber leider nicht schon in Folge 1. Da musst Du diesem Blog und der Kochschule schon etwas länger folgen. Na jetzt heul nicht..)

    Es gibt leicht verderbliche Lebensmittel und Fressalien die lange haltbar sind. Dabei kann man sagen, dass ein Lebensmittel umso schneller verdirbt, je höher sein Wasseranteil ist, denn dort fühlt sich der allgegenwärtige Schimmelpilz wohl und beginnt ziemlich schnell sein zerstörerisches Werk. Dazu kommt, dass der Schimmelprozess umso schneller startet, je höher die Angriffsfläche auf dem Lebensmittel ist. Deshalb sollte man beispielsweise Brot und auch Käse lieber am Stück kaufen und nicht bereits geschnitten – außer man will es direkt innerhalb weniger Tage verbrauchen. Die geschnittene Variante ist zwar praktischer aber durch das schneiden wird die schützende Rinde, bzw. Kruste zerstört und Sporen des Schimmels können sich bereits beim schneiden auf den feuchteren Innenflächen der Scheiben absetzen. Ab dann tickt die Bombe – ticktock ticktock..

    Kochen beginnt bei der Lagerhaltung und Planung

    In diesem Zusammenhang kommt das Thema intelligente Lagerhaltung ins Spiel. Ich benutze dafür das Programm Grocy – es ist genial und kostenlos. Weil es so toll ist habe ich darüber auch bereits 2 Beiträge geschrieben – lest doch einfach mal HIER und HIER – vielleicht wäre das auch was für euch..

    Dr. Nerds Kochschule – Teil 1: what the Fuck sind Lebensmittel?..(Bild rechts: Kalorien vs Kohlehydrate – die beiden Begriffe haben nichts miteinander zu tun, werden aber häufig gleichgesetzt. Für mich als Ex-Diabetiker war es aber im wahrsten Sinne Überlebenswichtig den Unterschied zu kennen. Kohlehydrate lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Da bei Diabetikern das Insulin nicht mehr wirkt, steigt der Blutzuckerspiegel wenn nicht gegengesteuert wird so stark an, dass der Diabetiker im schlimmsten Fall in ein Zuckerkoma fällt. Kalorien sind dagegen vergleichsweise harmlos. Reichlich genossen machen die nur Fett..)

    Spricht man über Lagerung, dann spricht man auch über Haltbarkeitsmachung. Doch dieser Punkt kommt später. Ich kann ja nicht alles in einem Beitrag abhandeln – das sind mehrere Seiten – und solche Mengen Text liest doch heutzutage keine Sau mehr..

    Ein paar andere Dinge gibt es aber noch, die hier in den ersten Teil sollten. Es gibt natürlich noch mehr, was man über Lebensmittel im allgemeinen wissen sollte. Nämlich was ist drin? Und was ist für unseren Körper wichtig? Das sind die Nährstoffe.

    Nährwert, Nährstoffe und Nährmittel – Du verstehst nur Bahnhof?

    Die Begriffe Nährwert, Nährstoffe und Nährmittel werden häufig verwechselt – genauso wie Kalorien und Kohlehydrate. Kalorien und Kohlehydrate – das wissen Diabetiker leider zur Genüge – haben nichts miteinander zu tun, denn Kohlehydrate sind Zucker und Stärke. Natürlich sind in Zucker auch Kalorien. Fett hat dagegen sogar noch mehr Kalorien – dafür hat es keine oder kaum Kohlehydrate. Satt macht allerdings beides..

    Im Prinzip ist Stärke auch Zucker, denn es ist ein Polysaccharid (gebildet aus vielen Molekülen Einfachzucker (Traubenzucker)). Kalorien dagegen ist die Maßeinheit der Energie, die wir zu uns nehmen. Stärkereiche Kartoffeln haben natürlich viele Kohlehydrate (15 Gramm pro 100 Gramm) und  73 Kalorien pro 100 Gramm, jedoch hat Salami dagegen nur etwas über 2  Gramm Kohlehydrate – dafür aber über 300 Kalorien.

    Nährstoffe sind Kohlehydrate, Eiweißstoffe, Wasser und auch die Fette und Öle. Dazu kommen die Hilfsstoffe wie die Ballaststoffe und Geschmacks – und Geruchsstoffe. Last but not least die Ergänzungsstoffe wie die wichtigen Vitamine.

    Schwirrt euch schon der Kopf? Dann wollen wir es für heute erst mal sein lassen. Lest mehr im 2. Teil..

  • Schneiden wie ein Profi – mit Messern aus dem Hause WMF..

    ..oder: tolle, preiswerte Messer mit rasiermesserscharfen Klingen für die asiatische Küche – WMF macht’s möglich

    Wer’s noch nicht wusste: ich liebe internationale Küche – besonders die asiatische. Was nicht bedeutet, dass ich einen Bogen um eine leckere Pizza machen würde – oder um einen Sauerbraten mit Klößen und Apelrotkohl. Jaja, ich gebe es zu:  man sieht mir die kulinarischen Exkursionen rund um den Globus und die Produkttests der einheimischen Lieferservicebetreiber an. Mein früherer athletischer Körper ist momentan deshalb eher dazu geeignet Menschen kreischend in die nächste Weight Watchers Rekrutierungsstelle zu treiben, als bewundernd mit der Zunge zu schnalzen. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder “the sexiest Man alive” zu sein (Hey! Man(n) wird ja noch träumen dürfen, oder?).

    WokDoch kommen wir zurück zur asiatischen Küche. Was Töpfe und Zubehör angeht, vertraue ich seit längerem auf die Produkte aus dem Hause WMF. Die sind zwar nicht günstig – aber überzeugen durch Qualität und Optik. Als Wok nutze ich den WOK Macao – bisher der einzige WOK mit Dämpfereinsatz – dazu mit 36 cm Durchmesser geeignet eine Großfamilie satt zu bekommen.

    Gute Töpfe sind beim kochen nun für ein perfektes Speisenergebnis das eine – gute Messer sind das andere. Denn bei schlechten Messern sehen die Zutaten im schlimmsten Fall so aus als wären Sie Nachts von einem LKW auf der Landstraße erlegt worden. Ein Superschnittergebnis setzt eben gute Schnittwerkzeuge voraus. Auch deshalb haben jetzt 2 Messer aus dem Hause WMF in meiner Küche Einzug gehalten.

    Das erste ist ein klassisches Santoku-Messer.  Santoku? Hä? Noch nie gehört? Na gut – die Wikipedia sagt dazu folgendes:

    Das Santoku oder Santoku bōchō (jap. 三徳包丁; dt. ‚Messer der drei Tugenden‘) ist ursprünglich eine japanische Klingenform für ein Allzweckküchenmesser. Charakteristisch für Santoku ist, dass die stumpfe Oberkante des Messers eine Linie mit dem Griff bildet und die breite Klinge weit unter den Griff hinaussteht und somit ausreichend Platz für die Finger unter dem Griff bietet. Heute werden Santokus überall in der Welt hergestellt.

    Der Ursprung des Santoku liegt in den veränderten Essgewohnheiten im Zuge der Meiji-Restauration. Seit dem Wirtschaftswunder nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehört neben Fisch und Gemüse auch Fleisch zu den häufig verwendeten Nahrungsmitteln. So wurde die Klingenform eines westlichen Fleischmessers mit der eines traditionellen Hōchō kombiniert. Das Messer ist in der Regel etwas leichter als ein Fleischermesser und wird überwiegend für den Druckschnitt ausgelegt.

    Der japanische Begriff „Santoku“ (San = drei, Toku = Tugenden), der diesem Messer seinen Namen gibt, deutet auf seine guten Eigenschaften beim Schneiden von Fleisch, Fisch und Gemüse hin.

    Alles klar bis hierhin?

    WMF-MesserDas andere Stück Schmiedekunst ist ein chinesisches Kochmesser, welches schon allein durch sein Gewicht beeindruckt. Wie schon der Name vermuten lässt, ist ein chinesisches Kochmesser für die Zubereitung asiatischer Gerichte konzipiert. Doch das ist längst nicht alles. Denn aufgrund seiner Vielseitigkeit und seiner guten Handhabung schwören weltweit immer mehr Hobby- und Profiköche auf das exotische Modell. Die Form des chinesischen Kochmessers gleicht einem Beil, allerdings kommt es beim Hacken fester Lebensmittel nicht zum Einsatz. Seine Schneide ist zu dünn, um Knochen zu zertrümmern, dafür jedoch prädestiniert für das exakte Zerkleinern von Gemüse und Fleisch sowie zum Hacken von Kräutern. Anders als das europäische Kochmesser ist die Klingenfläche der asiatischen Variante extrem breit.

    Die beiden Messer aus der Grand Gourmet Kollektion sind ein Hingucker. Komplett aus Edelstahl gefertigt, überzeugen sie durch schickes Aussehen mit exklusiven Extras: So liegen die Cromargan® Griffe sicher in der Hand, und ihre fugenlose Verarbeitung garantiert optimale Hygiene. Beim Schneiden sorgt der Kropf für die nötige Balance zwischen Griff und Klinge, die dem Ausdruck „messerscharf“ mehr als gerecht wird: Dafür wird in der Schmiede hochwertiger Spezialklingenstahl über die gesamte Klingenlänge traditionell bearbeitet und anschließend mit der Performance Cut Technologie veredelt.

    Beide Messer wurden von Makio Hasuke designt und sind in der deutschen WMF-Schmiede hergestellt worden. Preislich liegen die Messer jeweils bei knapp 100,00 € – wer ein bisserl im Internet sucht, findet aber die beiden Schneidwerkzeuge auch schon mal zum halben Preis. Ich habe für beide Messer inklusive einem Wasserschleifstein 120,00 € bezahlt.

    So ein Schleifstein macht bei solch hochwertigen Messern Sinn, denn die handelsüblichen Schärfinstrumente, durch die man die Klingen zieht, sind für diese Klingen mit Ihrem besonderen  Klingenschliff nicht geeignet und zerstören sogar die Klinge. Wasserschleifsteine werden mindestens 10 Minuten in Wasser gelegt – erst dann sind Sie zum schleifen geeignet und die Klingen werden dann vorsichtig im korrekten Winkel nachgeschärft. Die Schleifsteine haben dafür in der Regel 2  Seiten – jeweils eine für die Schärfung und eine für das polieren.

    Wer sich selbst mal was Gutes gönnen möchte, der sollte sich diese tollen messer gönnen – vor allem wenn er wie ich der asiatischen Küche zugetan ist. Die Messer sind aber auch ein tolles Geschenk!

    Und wie ist es um eure Küche bestellt? Habt Ihr auch richtige Messer oder benutzt Ihr Messer aus dem Discounterregal?

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