Fernsehen und MedienFrauen und andere Katastrophen

“Der Bachelor” ist back – Danke schön RTL!

..oder: die TV-Knatterbörse für mediengeile Hobbynutten geht in die nächste Runde..

Story Highlights

  • es gibt Sendeformate im TV, bei denen bleibt einem vor Ungläubigkeit über soviel Dummheit der Protagonisten der Mund offen stehen - der Bachelor ist eines von denen. Hier meine persönliche Review zur aktuellen Staffel..

..oder: die TV-Knatterbörse für mediengeile Hobbynutten geht in die nächste Runde..

Das Jahr fing im Bereich Glotz-O-Mat (neudeutsch Fernsehen genannt) echt schon kacke an. Erinnern wir uns unter schaudern an die trötenlangweilige Neujahrsansprache mit Tiefschlafgarantie unserer Kanzlerin (es soll Leute gegen, die bei der Ansprache so tief eingeschlafen sind, dass Sie immer noch pennen). um gleich darauf unsere Dosis medialen Schwachsinns von einer früheren Gefängnisinsel namens Australien in das Dichter und Denker Hirn gepusht zu bekommen – auf das es weich wie Pudding werde und man Cannelloni nicht mehr von Cunnilingus unterscheiden kann.  Jaja, die Rede ist vom Dschungel-Camp – dieser menschenfreundlichen Institution, in der C-Promis fast wie Gladiatoren im Colosseum  des alten Roms in der Arena ums überleben kämpfen, bis nur noch einer übrig bleibt, der dann den Titel Dschungelkönig erhält und danach mit Gold aufgewogen wird (damit das für RTL nicht so teuer wird müssen die Probanden 14 Tage im Camp ordentlich hungern).

Wem das nicht an täglicher Dosis Gehirnerweichung reicht, um demnächst beim lesen und schreiben erst mal überlegen zu müssen, was das Wort “Dumm” bedeutet und wie man es wohl aus diesen komischen Schlangenlinien die deine Kumpels als Buchstaben bezeichnen nachbaut, für den hat der Sender RTL gleich den nächste Pfeil im Köcher um deinem Erbsenhirn den Rest zu geben.

Bachelor_2014

“Der Bachelor” ist eine mediale Speed-Dating-Show, die man eher als Knatter-Börse bezeichnen muss und bei denen junge unerfahrene Mädchen in der Pubertät sich fragen, ob Sie sich nicht lieber die Kugel in Form von Alkopops geben und sich dermaßen sediert besser auf eine Karriere in der Systemgastronomie vorbereiten, als im wahren Leben beim Kampf um die große (und vor allem REICHE) Liebe, das Risiko einzugehen, wie eine aufgedonnerte Dorf-Schlampe einen Schlammringkampf mit Silikonimplantat getunten semiprofessionellen Beischlafbetriebswirtinnen auszutragen. Natürlich darf auch diese Show nicht in einem profanen Studio in Castrop-Rauxel produziert werden, sondern muss schon dem hehren Ziel “Partnerschaft für’s Leben” angemessen sein. Standesgemäß darf eine Villa in Südafrika als Kulisse für den Krieg der Zicken-Egos herhalten – vielleicht liegt das daran, dass man Bikinis im Januar eher selten in Deutschland trägt – und eine knackige faltenfreie Haut ist bei einigen extrem unterbelichteten weiblichen Singles das einzig zählbare, was Sie in die Waagschale werfen können, um das Herz des Bachelors zu erkämpfen.

Selbst ich, nicht ganz unerfahren in Sachen Liebe, Beziehung und dem Austausch von Körperflüssigkeiten und dementsprechend hartgesotten gegenüber weiblichen Wahnsinn im Endstadium, sitze zum Teil verschreckt und mit offenem Mund da und kann nicht glauben, was in den hinter Conditioner gepimptem Haar und reichlich Makeup verstecktem Denkapparaten der weiblichen Teilnehmer vorgeht.

Schon das eintreffen der Kandidatinnen war eine Gala der Eitelkeiten. Für diese fickwilligen Dumpfbacken hätte ein Viehwaggon gereicht. Nix da – natürlich wurden die Knatteraspirantinnen in Edel-Karossen, in denen man scheinbar schon ordentlich Champagner geleert hatte zur Villa gekarrt – was für einen Mann, der an das gute im Menschen, bzw. der Frau glaubt eine herbe Enttäuschung war. Da kamen einige Damen vorgefahren, wurden dem – in der Tat gut aussehenden Bachelor – ansichtig und keiften schon los: “ach du Scheisse, der Typ hat ja keine Haare! Das geht ja gar nicht..“ – doch nach der ersten Schrecksekunde und dem natürlich völlig inakzeptablem Gedanken daran dass Feld kampflos den anderen zu überlassen, und dass dies ja auch beim besten Willen nicht weiblich wäre, wurden die um 2 Nummern aufgebohrten Hupen im Dekolleté noch mal zurechtgerückt und mit dem zuckersüßestem lächeln wurde der knapp 5 Sekunden vorher noch als Kotzbrocken titulierte Typ angelächelt, als wäre er der einzige Mann auf der Welt.

Solche Stutenbissigkeit gibt es nur unter Frauen. Ein Typ mit Eiern würde, wenn er bei einem Blind Date feststellt, dass die sich in den endlosen langen Mails selbst als attraktive schlanke Mittzwanzigerin beschriebene Kopulationspartnerin in Spe, sich als fette Qualle mit einem Überbiss entpuppt dem Chauffeur sagen: “Hey Bro, fahr bloß schnell weiter – gibt’s hier ne coole Table Dance Bar? Ich lad dich ein”.  aber Frauen ist solch ehrliches gradliniges denken und handeln völlig fremd.

Also ich meine – jetzt mal ganz im Ernst: wer “shoppen” als Hobby bezeichnet, hat ja wohl irgendwo ‘ne kalte Lötstelle im Hirn, oder? Töpfern ist ein Hobby, Gärtnern, Stricken – meinetwegen auch das Essen in der Armenküche verteilen – aber ganz sicher nicht das Geld von anderen (vornehmlich Männern mit gut gefülltem Bankkonto) für unsinnigen Krampf verschleudern..

Auch die Auswahl an Gespielinnen für den Bachelor hat’s in sich. Er selbst ist 38,  doch das jüngste – und noch mitten in der Pubertät steckende Küken, grade mal 21 Jahre alt. Und genauso zickig und unberechenbar wie Blagen in dem Alter halt sind, agiert sie auch. Natürlich ist sie supersüüüüüss – was  Neudeutsch als “so cute” bezeichnet wird, doch falsche aufgeklebte Fingernägel und ein bisschen Schminke im Gesicht lassen leider noch kein Hirn wachsen. Zum Trost für deren Fans: auch andere angereiste Beischlafartistinnen könnten locker die Tochter des Bachelors sein. Bei diesen Generationskonflikten regt sich die Fernsehnation nicht auf – ach Gott, was wurde ich geprügelt, als ich vor Jahren auch mal einen Flirt mit so einem jungen verpeiltem Ding hatte, dass sich – na logisch –  in allen Lebensdingen als völlig Beratungsresistent outete. Wer sich als Mann sowas freiwillig antut, der muss in seinem früheren Leben ganz böse Dinge gemacht haben, denn das Fegefeuer ist nix gegen eine jeden Morgen mit einer anderen Macke aufwachenden Zicke mit Selbstverwirklichungsproblem. ..

Bizarr ist da noch das harmloseste Wort, welches mir einfällt. Schwachsinnig und grenzdebil trifft es weitaus besser, wenn die aufgedonnerten Schönheiten auf High Heels durch die Designer-Küche staksen und man(n) als Zuschauer jeden Moment darauf wartet, dass der silikongetunte Busen aus dem 3 Nummern zu kleinem Bikini flutscht.

Dass die Wörter: “Frauen”, “Denken” und “Logik” zusammen in einem Satz schon ein Paradoxon in sich sind, ist uns Männern ja schon seit Tausenden von Jahren klar. Und Frau hat seit der Steinzeit gebraucht, um sich einen Platz im Leben des Mannes zu erkämpfen (und andere zu verdrängen).

Sagen wir offen wie’s ist: “Der beste Freund des Mannes ist sein Hund. Aber das knattern macht mit einer Frau nun mal immer noch mehr Spaß!”  Deshalb – UND NUR DESHALB – muss “Wotan” draußen im Garten in der Hundehütte pennen und nicht diese knackige Studentin mit Ihren wunderschönen rehbraunen Augen und den geilen Titten..

So, das musste mal gesagt werden! Und jetzt guck ich weiter Bachelor..

Und Morgen früh kauf ich mir ‘nen Hund…

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Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

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2 Geistesblitze

  1. ja, da sagst Du was, was ich noch gar nicht bedacht habe. Wir gehören ja zu einem Publikum welches für Werbeeinnahmen kaum noch relevant ist. Ein Deo was die Frauen zum rasen bringt? Mir würd’s schon reichen, wenn es den Tattergreis Geruch einige Stunden übertüncht. Handy oder Technik-Schnickschnack? Solange es mein alter Röhren Fernseher es noch tut – no way for Change a running System.
    Also ist das Fernseh-Programm für eine Klientel im Alter zwischen 20 und 35. Das macht Hoffnung, dass nicht alle dumm sind.. ^^

  2. „Kritiker sind wie Eunuchen, die wissen, wie’s geht, können’s aber nicht.“ Das ist ein Zitat von Siegfried Lowitz.
    Und dennoch, ich reihe mich ein, insbesondere das Fernsehangebot der Privatfernsehsender zu kritisieren. Unvergessen bleibt für mich der Augenblick, als vor diesem Hintergrund Marcel Reich-Ranicki mit dem Hinweis auf diesen „Blödsinn, den wir hier heute Abend zu sehen bekommen haben“, 2008 den „Deutschen Fernsehpreis“ abgelehnt hat: „Ich nehme diesen Preis nicht an!“.
    Jetzt aktuell, bei „Dschungelcamp“ usw. frage ich mich, was sind das für Menschen, die sich so etwas anschauen? Welchen intellektuellen Hintergrund haben diese Menschen, die sich solch einen „Blödsinn“ anschauen? Aber es gibt sie, die, die über die Einschaltquoten dafür sorgen, dass solche Sendungen über unsere Bildschirme flimmern. Nur gut, dass es genügend Alternativen, meist im Öffentlich-Rechtlichen gibt. Nur was nützt es, wenn dort wenig geschaut wird. Da kommt dann so etwas bei raus, wie ich gestern in der Schule mitverfolgt habe, ein Gespräch zwischen zwei pubertierenden Mädchen, mögen so 14, 15 sein, 8. Klasse, aber genau weiß man das ja heute nicht mehr. „Hast du gehört, der Maximilian Scheel ist auch gestorben?“ Ja, habe ich, war der nicht mal Außenminister?“ Ups. „Na toll“ denke ich mir, die eine weiß zumindest, dass wir mal einen Außenminister Scheel hatten, dass der Walter mit Vornamen heißt, muss man ja nicht unbedingt wissen, die andere hat zumindest Kenntnis davon genommen, dass einer der größten deutschen Schauspieler verstorben ist, auch wenn der Schell und nicht Scheel heißt. Und solche Mädels wollen mal Abitur machen …. Nur am Rande erwähnt: über das Dschungelcamp, wer wie wann wo und warum ausgeschieden ist, wussten sie alles.
    Ich weiß nicht. Persönlich könnte ich auf das Privatfernsehen gut und gerne verzichten. Zumindest bei dem Niveau und den vielen Wiederholungen. Und dabei fällt mir wieder der Sketch von Jochen Busse und Henning Venske ein, gesehen vor 2, 3 Jahren in „Neues aus der Anstalt“: Hintergrund war das Privatfernsehen. „Da machen Blöde Fernsehen“. – „Nee du, ich glaube, die machen Fernsehen für Blöde!“ Und da sind wir wieder bei den Einschaltquoten: Solange die stimmen, solange sich damit Werbung platzieren lässt und die einnahmen stimmen, solange wird es auch „Fernsehen für Blöde“ geben.
    Punkt und aus!
    Viele Grüße, bis demnächst!

Geistesblitz da lassen..

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