Hidiho liebe Community! Heute gibt es mal außerplanmäßig meine Sonntagsgedanken. Diesmal zur aktuellen politischen Lage in Amerika, dessen Präsidenten Donald J. Trump und insbesondere die Zeit nach Trump.
Also, reden wir doch mal über die Zeit nach Trump – denn die Midterm Wahlen wird er – so Gott will – politisch nicht überleben, bzw. die Machtverteilung in der USA wird sich ganz sicher in Richtung der Demokraten verschieben – auch wenn er alles daran setzen wird, die Wahlen zu beeinflussen!
Doch selbst in der eigenen republikanischen Partei rührt sich dagegen Widerstand. Nicht so sehr, weil seine Speichellecker plötzlich herausgefunden haben, dass Sie ihrem Gewissen und der Verfassung den Vereinigten Staaten verpflichtet ist und man keinen Tyrannen als Präsidenten haben will – nee, der Zug ist längst abgefahren – sondern weil sie merken, dass Donalds Ansehen in der Bevölkerung Richtung Null geht und man sein eigenes politisches Ende vor Augen hat, wenn man ihm weiter den Steigbügel hält.
Wenn die Machtverhälnisse sich wieder in Richtung der Demokraten verschieben, dann werden die Blauschlipsträger alles daran setzen nicht nur ein Amtsenthebungsverfahren nach dem 25. Verfassungszusatzes anzustreben, sondern darüber hinaus diesen Kriegsverbrecher, Vergewaltiger, Steuerbetrüger und etliche andere schwerste andere Delikte auf der schmutzigen Weste habenden Ex-Präsidenten, auch in den Knast zu bringen, und die während der Amtszeit unrechtmäßig erworbenen Millionen zurück zu bekommen.
Das hoffe ich zumindest. Sollte das nicht passieren, dann ist das alles nur eine Posse wie ein abgesprochener Wrestling-Kampf und ich nehme amerikanische Politik nur noch als Seifenoper wahr. der Autor
(Bild links: der Verfasser dieses Artikels hat sich schon mal pro Forma von Donny-Boy begnadigen lassen. Mann weiss ja nie. Aber so sieht ein präsidentialrer Gnadenerlass in den USA aus. Kriegt man dort easy als Massenmörder solange die Millionen auf dem Konto stimmen.)
Leider gestaltet sich das Amtsenthebungsverfahren schwierig, weil rund um Trump alle Dreck am Stecken haben. Wie zum Beweis dafür, hat er bereits jetzt (12.4.2026) allen seinen Kabinettmitgliedern den „Executive Grant of Clemency“ versprochen: eine Begnadigung für alle Tätigkeiten und Entscheidungen – selbst die, welche den geltenden Gesetzen wiedersprechen – die in seinem Namen ausgeführt worden sind.
Erschwerend ist der Umstand, dass sein Vizepräsident Vance (der noch vor wenigen Jahren Trump als unfähigsten Präsidenschaftsanwärter ever bezeichnet hat) und bei einer Entmachtung Trumps das Amt weiterführen würde, ein politischer Wendehals ist, der sein Fähnchen immer in den Wind dreht und ebensowenig moralischen Skrupel wie das Original hat.
Und deshalb meine Frage: Was glaubt Ihr? Werden wir zu einer Normalität zurückkehren? Und wenn – wäre das richtig?
Auf gar keinen Fall, denn der Fall Trump hat gezeigt wie politisch Vulnerabel dieses Land ist und wie leicht es war fast eine Diktatur zu installieren. Dies ist in der Psyche der Amerikaner begründet, die größtenteils weder besonders gebildet, noch in irgendeiner Form an Politik interessiert sind und dazu besonders in den erzkonservativen und relativ schwach besiedelten Red States und dem sogenannten „Bible Belt“ – eine Region von frömmelnden Idioten, die ungefähr dem deutschen Bayern entspricht – einen Verstand, kurz vor dem Gütesiegel „Vollidiot“ haben.
Dort hasst man alles was anders ist: andersfarbige Menschen, anders sprechende Menschen, Jungen mit langen Haaren, Mädchen mit kurzen Haaren (ohne Scheiss: es gibt in Arkansas einen Gesetzentwurf, das nicht nur Frisören verbietet „asexuelle Frisuren“ zu schneiden – Nord-Korea lässt grüßen und will seine Frisuren zurück – sondern auch den Verkauf von geschlechtsneutraler Kleidung!), Schwule und Lesben sowieso, und da die Nachwuchsfrage im Wort Gottes auf Inzucht fusst und schon Adam mit Eva, deren Kinder untereinander und auch alle nächsten Generationen munter kreuz und quer gegangbangt haben, wird diese Form der Fortpflanzung zur Arterhaltung innerhalb der Familie Bibelgerecht fortgeführt, was der Intelligenz der Nachkommenschaft nicht besonders förderlich ist.
In Deutschland wären das im übertragenen Sinne die bekennenden Hardcore AfD-Wähler aus Soxn und Soxn-Onholt- oder die CDU wählenden Bayern.
Den Amerikaner interessieren eigentlich nur 2 Dinge: die Lebensmittelpreise und der Benzinpreis. Ach ja: und dass er riesige Wummen in der Bude haben darf und möglichst wenig Steuern zahlen muss.
Doch nicht nur das amerikanische Stimmvieh wurde mit „AMERIKA FIRST“ böse über den Tisch gezogen denn kleingedruckt unter „Amerika First“ stand „Me Firster“ und das hatte der Präsident vergessen zu erwähnen. Dass Wahlversprechen – nach ehelichen Treueschwüren – die am schnellsten gebrochenen Versprechen sind, kennt man auch aus Deutschland. Schlimmer und damit meine ich wirklich wesentlich schlimmer war das Verhalten der republikanischen Vertreter im weißen Haus.
Obwohl ziemlich schnell klar war, dass Donny-Boy voll einen an der Klatsche hat, wurden selbst die wildesten Eingebungen von ihm umgesetzt ohne auch nur in Zweifel gezogen zu werden: angefangen bei völlig sinnfreien Aussetzern, wie die Umbenennung des Golfs von Mexico, in Golf von Amerika, der Abriss eines ganzen Flügels des weißen Hauses um einen Ballsaal dorthin zu bauen, den niemand braucht oder der Umbenennung diverser namhafter Gebäude unter Einbeziehung seines Namens.
Donny ist wie ein unartiges kleines Kind, dass jedes Spielzeug was ihm nicht gehört, zerstört oder zumindest einen ekligen Popel dranschmiert um es zu besudeln. Nichts von dem, was er angefangen hat, wurde bis jetzt bis zu Ende durchgeführt – Tendenz steigend.
Um alle seinen kostspieligen und ausschließlich das eigene kranke Ego pudernden Idiotien umzusetzen, wurden dringend benötigte soziale Projekte beendet, das Medicare-Programm eingeschränkt und etliche tausend Staatsangestellte – am Anfang noch unter der Regie des ebenso bekloppten Elon Musk und seiner „Behörde“ DOGE – rausgeworfen.
Schon am Anfang seiner Amtszeit, war schon nach wenigen Wochen klar, dass der Mann nicht mehr klar denken kann. Seine Pressesprecherin Karoline Leavitt erfindet die tollsten Ausreden für seine ständigen Lügen und ist eine Meisterin darin die Wahrheit so zu verdrehen, dass man glaubt, dass diese Frau obwohl noch keine 30 Jahre alt, auch schon Bewusstseinstrübung im Endstadium hat.
(Bild rechts: einer der überflüssigsten und teuersten – mit über 75 Millionen $ Gesamtkosten – Dokumentarfilme im Jahr 2026 war sicher der Film „MELANIA“ – eine zähe fast zweistündige Doku einer Frau, die ihren Kleiderschrank mit Luxus-Klamotten präsentiert.)
Zu allen Dingen, die er in seinem eigenen Land anstellt, und die eher das Problem der Amerikaner ist, kommt seine Gier sich die Rohstoffe anderer Länder einzuverleiben – alles unter der fadenscheinigen Begründung der nationalen Sicherheit. Doch damit bergründet er auch, dass zu viele ausländische Filme in amerikanischen Kinos gezeigt werden und Hollywood mehr Filme drehen müsste. Sollten dabei aber solche Machwerke wie „MELANIA“ rauskommen, dann sollten sich amerikanische Filmliebhaber schon mal warm anziehen..
Aber.. und jetzt kommen wir zum wahren Problem und der alles entscheidenden Frage: ist der Versuch die absolute Macht über die Rohstoffe dieser Erde nur ein Problem dass in der Person von Donald Trump aufgetreten ist – oder ist er nur der, der die Teufelsfratze eines Welteneroberers sichtbar getragen hat, während alle vorigen Präsidenten die hinter dem Rücken verborgen gehalten haben?
Die USA war nun die letzten Jahrzehnte nicht grade zimperlich, wenn es darum ging demokratisch gewählte Landesoberhäupter unter Mithilfe ihrer Geheimdienste zu stürzen um im Gegenzug Regierungen mit handverlesenen Diktatoren einzusetzen, die den US-Boys deren Bodenschätze zu Dumping-Preisen verhökerten. Was das angeht, sind die USA da auf Weltmeisterschaftskurs:
- Iran (1953): Sturz von Premierminister Mohammad Mossadegh (Operation Ajax), um den Schah zu festigen.
- Guatemala (1954): Sturz des Präsidenten Jacobo Árbenz durch einen CIA-gestützten Putsch.
- Chile (1973): Unterstützung des Militärputsches gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende.
- Vietnam (1963): Beteiligung am Sturz von Ngo Dinh Diem.
- Irak (2003): Militärische Invasion und Sturz von Saddam Hussein.
- Afghanistan (2001): Sturz des Taliban-Regimes.
- Panama (1989): Sturz von Manuel Noriega.
- Grenada (1983): Militärintervention zur Absetzung der Regierung.
- Libyen (2011): Beteiligung am Sturz von Muammar al-Gaddafi
Klar, jetzt könnte man ja denken, das waren immer die bösen Republikaner. Weit gefehlt: Die netten Demokraten waren auch recht rührig darin, Politiker anderer Länder, die ihnen die Bodenschätze vorenthalten wollten, aus dem Amt zu bugsieren. Und wie es in den USA üblicher Tonfall ist: „DEAD OR ALIVE“ – wobei ein Toter Gegner sicherlich nicht wiederkommt, weshalb Variante A die weitaus beliebtere bei den US-Boys ist.
Und mit der Rückgabe von unrechtmäßig oder gewaltsam angeeignetem Eigentum ist man auch eher sparsam. Oder glaubst Du Grönland wäre von einer nach Trump folgenden neuen demokratisch regierten Regierung mit Entschuldigungsbezeugungen zurück gegeben worden, wenn Trump sich das Land angeeignet hätte?
(Bild links: es geht um das letzte große verteilen der Rohstoffe dieses Planeten. Diese Karte ist leider verdammt nahe an der Realität! Quelle: Internet)
Da warten die wenigen noch lebenden Ureinwohner Amerikas schon ein paar hundert Jahre drauf. Die gängige Methode sich in den USA fremden Besitz anzueignen ist doch hinlänglich bekannt: erst mal alle rechtlich relevanten Eigentümer abknallen und der letzte verbliebene reguläre Eigentümer kriegt einen Dollar in die Hand gedrückt – dann ist es kein Diebstahl sondern ein „Deal“.
Hey Leute, die USA leistet sich eine der größten Armeen und gibt auf diesem Planeten die meisten Dollar für deren Verteidigungshaushalt aus – und das von einem Land, das an der oberen Grenze mit Kanada einen der engsten Verbündeten hat (bzw. hatte, denn Trump hat selbst seinem besten Verbündeten und Wirtschaftspartner den Stinkefinger gezeigt – ALSO DAS MUSS MAN AUCH ERST MAL SCHAFFEN!) – unten mit Mexiko einen eher schwach bewaffneten Nachbarn und ansonsten nur hunderte Kilometer Wasser an beiden Seiten.
Diese Grenzen zur See könnte wahrscheinlich die US-Küstenwache alleine verteidigen – dafür braucht es nun wirklich keine Flugzeugträger wie die USS Gerald R. Ford, die mit 13 Milliarden US-Dollar Baukosten einen ordentlichen Schluck aus der Steuerkasse genommen hat.
Da die USA auch unzählige Standorte in anderen Ländern hat (alleine in Deutschland fünf größere und knapp 20 kleinere Standorte) kann man kaum glauben, dass es sich um eine reine Verteidigungsarmee handelt. „G.I. Drunk“ aka Pete Hegseth hat nicht ohne Grund das Verteidigungsministerium in Kriegsministerium umbenannt.
Die verbliebenen EU Staaten in der NATO schlafen derweil den Schlaf der Gerechten, klatschen Beifall wenn Sie vom Vize-Präsidenten J.D. Vance auf Podiums-Diskussionen als unverlässlich beschimpft werden und haben mit Mark Rutte statt einem gewieften militärischen Strategen, der für den Job benötigt würde, einen Politiker an der Spitze, der ebenfalls keine Stärke gegenüber Trump zeigt, sondern versucht möglichst ohne anzuecken seine Amtszeit rum zu kriegen. Alles in allem eine eher unbefriedigende Situation in einer Zeit in der die Großmächte versuchen die Erde unter sich aufzuteilen.
James Carney, der Premierminister von Kanada, sagte es auf einer Sicherheitskonferenz ganz klar: Mittelmächte müssen gemeinsam handeln, denn wenn du nicht mit am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte..
In der Rede ist auch klar, dass es kein „Business as Usual“ gibt und ein zurück zu der Zeit vor Donald Trump. Schon in der kurzen Zeit in der Trump im Amt ist, ist soviel Porzellan zerschlagen worden, dass man nicht in Jahren zusammen kehren kann: Freunde wurden plötzlich zu Feinden, und es haben sich notgedrungen neue Koalitionen gegründet. Kanada ist wirtschaftlich kaum noch mit den USA verbunden sondern hat nun Handelsabkommen mit China und EU-Staaten, rüstet aus Eigenschutz auch massiv auf und bietet sich als starker Bündnispartner an.
Was sind deine Gedanken dazu? Sollte man nach Trump wieder ein Vertrauen zu den USA aufbauen? Wäre es möglich – und wenn, wäre es überhaupt sinnvoll und gewollt? Jetzt ist mit Orban auch einer der größten Blockierer der EU entmachtet. Was bedeutet das jetzt für die EU? Sind wir endlich handlungsfähig? Lass mir deine Gedanken da..






Wenn Trump tatsächlich in den Knast kommt, sollte Mark Rutte gleich mit, wegen Schleimerei. Trump fordert die Mitglieder der Nato auf, mit ihm gemeinsam das Völkerrecht zu brechen und der Nato-Generalsekretär klatscht noch Beifall dazu.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-krieg-nato-chef-rutte-geraet-wegen-trump-lob-zu-iran-krieg-unter-druck/100210829.html
Wir sind schon weit gekommen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Trump tatsächlich verrückt ist, oder ob er nur so tut. Mich hat mal ein Ami sprachlos stehen lassen. Ich war in meinen jungen Jahren Panzerkommandant bei der Bundeswehr. Bei einer Übung mit den Amerikanern sah ich, wie ein anderer US- Panzerkommandant im Basiscamp Öl vom Panzer in den Boden abließ. Darauf angesprochen meinte der, ob ich nicht wüsste, das ihnen ein Großteil Deutschland gehöre und ich mich somit auf US-Gebiet befinde. Da war ich tatsächlich baff, der meinet es ernst. Wir können nur hoffen, das den meisten US-Bürgern langsam klar wird, wen sie da gewählt haben. Sicher bin ich mir nicht.