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  • der ultimative DIY Medien-Server – Windows 11 PC zum Media Server umbauen..

    Hidiho liebe Community! Dieser Beitrag wird ziemlich technisch, vielleicht sogar langweilig – und sehr, sehr lang! Ich sag es direkt am Anfang. Wer mit den Begriffen NAS, Windows Home Server, Windows XP Media Center, Windows 11 Media-Server nichts anfangen kann, der sollte keine Zeit mit lesen vergeuden – alle anderen, die mit dem Gedanken spielen eine NAS oder einen performanten aber dennoch preiswerten Medien-Server im Heimnetz zu betreiben – dieser Beitrag könnte vielleicht für euch ganz informativ sein. Wer also Lust auf das Do it Yourself Projekt: „DIY Medien-Server“ hat – viel Spaß beim nachmachen.

    Vergangenheitsforschung: Windows und die Medienwiedergabe – eine Geschichte ohne Happy End..

    Microsoft hat sich schon früher eher lieblos an das Thema „Medien im Heimnetz“ versucht. Das Windows XP Media Center war ein Aufsatz für das damalige Betriebssystem XP – konnte aber auch als eigenständiges Produkt gekauft werden. Es war im Jahr 2003 durchaus interessant und brachte so einiges mit – aber richtig durchsetzen konnt es sich nicht, denn dafür war es einfach zu hakelig.

    DIY Medien-Server - der Urvater des Medien Servers: das XP Media Center(Bild rechts: auch eher glücklos fungierte das Windows XP Media Center, obwohl es gute Ansätze hatte. Aber microsoft hat es mal wieder vergeigt.)

    Die Fernsehwiedergabe war auf ein paar wenige USB-Adapter (meistens von Hauppauge) beschränkt und auch die Bibliotheken entwickelten ein ungewolltes Eigenleben.

    Mehr als einmal wurden Fotos, die nicht für die Allgemeinheit bestimmt waren (beispielsweise von Firmenfeiern) bei Dia-Abenden plötzlich gezeigt. Die Scheidungsrate stieg zu der Zeit enorm – ich vermute, dass Microsoft aus diesem Grund das Projekt einstampfte.

    Auch dem Windows Home Server, der 2008 erschien und 2011 in einer verbesserten Version herausgebracht wurde war keine große Zukunft bestimmt. Wie so vieles wurde auch dieses Projekt eher halbherzig umgesetzt, 2013 schnell wieder eingestampft und nach wenigen Jahren krähte kein Hahn mehr danach.

    Das beste aus der Zeit (als microsoft noch so was wie einen Medienserver zu entwickeln versucht hat) übergeblieben ist, war der Media Player (Classic), der, Oh Wunder – auch seit Jahren den Software-Tod gestorben ist und nun als Open Source Projekt einigermaßen dahindümpelt.

    Trotzdem ist das Thema Media-Server unter Windows nicht tot – wenn man sich nicht auf speziell von microsoft entwickelte Server verlässt, sondern etwas mutiger ist und solch einen Server selber baut. Und das machen wir jetzt!

    Bestandsaufnahme: Ist-Zustand

    Das aktuelle Projekt „DIY Medien-Server“ reifte innerhalb weniger Tage in meinem Kopf, denn meine betagte QNAP NAS (Test hier) ist beim Thema Geschwindigkeit leider Grottenschlecht. Das betrifft nicht den Zugriff auf Dateien unter Windows (wo die einzelnen Ordner als Netzlaufwerke eingebunden sind), sondern die Reaktionen des Betriebssystems auf Benutzer-Eingaben dauern ewig – und das trotz 64 GB verbautem RAM.

    DIY Medien-Server - PLEX ist auf allen Plattformen lauffähig(Bild links: Egal was Du für eine Hardware in deinem Netzwerk einsetzt – der PLEX-Media Server kommt darauf klar und steht bereit dir und deinen Kumpels einen unterhaltsamen Video-Abend zu bescheren oder die passende Musik zu deiner Grill-Party beizusteuern)

    Dazu ist die NAS knüppeldickevoll! Auf zwei Raid 5 Plattenbündeln von jeweils 4 HDDs und 4 SSDs – wobei ich die Videos auf den schnellen m.2 SSDs abgespeichert habe, denn dort finden keine großen Dateiverschiebungen statt und der Verschleiß der „Platten“ ist dementsprechend niedrig – tummeln sich Videos, Musik, Software, ISO-Files und alle Dateien, die in fast 30 Jahren IT-Tätigkeit jemals erstellt wurden.

    Streamen der Dateien und des Fernsehprogramms erledigt der Plex-Server, für den ich eine nicht ablaufende Voll-Lizenz habe. Die war zwar einmalig deutlich teurer als das Jahresabo, aber nach ein paar Jahren ist man damit bereits im Plus.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild rechts: Die QNAP TVS 473e – ein etwas angestaubtes NAS Modell mit eigenem angepasstem LINUX-Betriebssystem, welches bisher bei mir erfolgreich als Medienserver fungiert hat, diesen Job aber nun an einen wesentlich schnelleren und leistungsfähigeren Windows Rechner abgeben muss!)

    Ein weiterer Vorteil: Der PLEX-Server ist auf allen Geräten lauffähig. Und die benötigten Apps gibt es ebenfalls für so ziemlich jedes Endgerät. Die sind sowohl auf meinen LG-Fernseher, auf meinem iPad und auch meinem SAMSUNG S24 Ultra installiert und laufen dort problemlos. Dazu ist der Plex einfach zu konfigurieren, hat eine ansprechende Benutzeroberfläche und viele coole Extras, wie eigene Fernseh-Sender. Teilweise sind die zwar in englischer Sprache aber für geschenkt ist das absolut in Ordnung.


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    Als Basis für den NAS/Media-Server-Hybriden fiel mir mein Server ein – ein Selbstbau-PC, in dem ein ASUS Prime Z690 Mainboard zusammen mit einer INTEL I7 CPU und 32 GB RAM 5 Festplatten verwalten. Als Betriebssystem ist dort Windows 11 Pro installiert. Mit 32 GB RAM, einer Soundblaster Z Soundkarte und einer ASUS Strix NVIDIA Grafikkarte ist der Rechner auch für das eine oder andere Spielchen ganz gut in Schuss..

    Es gibt ein oder zwei Problemchen beim Projekt DIY Medien-Server..

    Es gab aber ein paar Probleme zu lösen:

    Das erste war die fehlende LAN-Verbindung zu meinen Fritz-Boxen, das zweite war das ansteuern von 3 weiteren Festplatten, denn der Onboard SATA-Controller hatte keine Ports mehr frei, denn im Server arbeiteten schon insgesamt 5 Festplatten (1x M.2 und 4 x 3’5 Zoll HDD).

    Bisher hatte ich eine WLAN-Karte benutzt um die Verbindung zum heimischen Netzwerk herzustellen. Mal eben einen Film streamen oder ein paar Dateien hin und herschieben klappte auch im 5Ghz WLAN mit den bei mir maximal möglichen 5 – 8 Megabyte pro Sekunde noch ausreichend schnell – aber um etliche Terabyte von Daten hin und her zu schaufeln? Nee – da musste zwingend eine LAN-Verbindung her. Und wer meint, dass WLAN reicht: beim LAN-Kabel sprechen wir von der fast 20fachen Geschwindigkeit in meinem heimischen Datennetz (5 MB/s bis zu >85 MB/s).

    Bei dem weit verbreitetem Wi-fi 6 Standard (802.11ax) ist die theoretische  Datenübertragungsrate 1100 – 4800 Mbit/s, was echt schnellen 138 – 600 Mb/s entspricht. Hört sich gut an und würde auch fast auf dem Niveau eines Kabelnetzwerks sein, doch dies sind theoretische Maximalwerte – und die werden im privaten Hausgebrauch nur sehr selten erreicht.
    Auf Grund von baulichen Bedingungen (räumliche Entfernung, dämpfenden Stahlarmierungen in Decken und Wänden) und Anzahl der Geräte im Netzwerk, die sich den Datenstrom teilen, kommt es hier nochmals zu Abschlägen. Realistisch ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von nur 40-70% der maximalen Herstellerangabe (welche in der Regel immer noch ausreichend ist wenn man ein modernes Wlan-Gerät erworben hat) der Autor

     

    Das sind übrigens Megybyte und nicht Megabit – das wird ja gern als Geschwindigkeitsmaßstab genannt, weil es sich besser anhört, wenn eine Datenverbindung 1000 MBit schnell ist. Diesen Wert muss man aber durch 8 teilen, denn ein Byte hat 8 Bit – und schon ist man nur noch 125 Megabyte pro Sekunde unterwegs. 

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild rechts: Dein Netzwerkkabel ist nicht lang genug? Dann sind diese Kupplungen ein absolutes muss!)

    Hört sich zwar schnell an, aber ein Film von anderthalb Stunden hat in guter Qualität so knapp 1,5 bis 3 Gigabyte Größe. Der Download dauert also schon mal so knapp 10 bis 15 Sekunden im LAN (wenn man mit einer der häufig serienmäßig verbauten Gigabit Netzwerk-Karten das volle Tempo schafft) – und jetzt multipliziert das mal mit 20 für die langsame WLAN-Verbindung und schon sind das 300 Sekunden oder 5 Minuten für einen Film.

    Zum Ende nehmt das jetzt noch mal mit knapp zweitausend Filmen, die sich auf meiner NAS tummeln, mal – und das kopieren über WLAN dauert ungefähr 170 Stunden oder sieben Tage im Vergleich zu einem halben Tag über das LAN-Kabel. Da ist es cleverer mal einen Tag Arbeit zu investieren und dauerhaft ein Kabel in der Wohnung zu verlegen.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild links: Der betagte Chieftec Big Tower hat den Vorteil, dass er Platz für jede Menge Lüfter und etliche Festplatten hat. Gute Kühlung tut auch dringend Not – Heiße Festplatten neigen dazu auszufallen. Und das ist dann meistens eine üble Angelegenheit.)

    Das Kabel war schnell verlegt: mit dem Dremel eine kleine Fuge in den von mir selbst verlegten Boden gefräst, ein schwarzes Netzwerkkabel (welches sich farblich nicht zu sehr von dem grauen Vinyl-Parkett abhebt) in die Fuge geklebt – graues Silikon zum egalisieren und fixieren – darüber bis zur Aushärtung Gaffertape – und schon war das Thema durch. Zwei RJ45 Kupplungen und zwei weitere Netzwerk-Kabel  – und die Verbindung zu den beiden Fritz-Boxen in meinem Netzwerk war per Kabel hergestellt.

    Das nächste Problem war technisch ziemlich einfach zu lösen – riss dafür aber finanziell ein echtes Loch in meine Geldbörse. Drei für den Dauerbetrieb in NAS-Geräten ausgelegte Festplatten mit je 12 Terabyte Kapazität, die jeweils ungefähr 250 € kosteten, und dazu ein RAID-Contoller mit 4 SATA-Anschlüssen liessen die Kosten auf so knapp 800 € ansteigen.


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    Natürlich hätte ich das ganze auch mit einer einzigen 12 Terabyte-Platte lösen können, aber ich muss hier mal etwas zu Datensicherheit und RAID-Systemen erklären:

    RAID: eine (fast) sichere Speicherlösung – kurz erklärt..

    Wer eine NAS hat, der wird fast zwangsläufig mit dem Begriff RAID konfrontiert (außer man hat eine Spielzeug-NAS mit nur einer Festplatte – aber sowas würde ich nicht als NAS sondern als externe Festplatte bezeichnen). Ab 2 verbauten Festplatten hat man bereits die Möglichkeit einen Mirror oder einen Stripe zu bauen.

    Was bedeutet das:

    • bei einem Stripe werden 2 Festplatten wie eine einzige behandelt: Der Vorteil: Der komplette Speicherplatz steht zur Verfügung und die Daten werden beim schreiben gleichmäßig auf beide Platten geschrieben. Der Schreibvorgang ist dadurch wesentlich schneller – ebenso wie der Lesezugriff. Der Nachteil: es gibt keine Datensicherheit. Fällt eine der beiden Platten durch Defekt aus, sind ALLE Daten verloren!
    • Bei einem Mirror werden die Festplatten „gespiegelt“ (sagt der Name Mirror ja eigentlich schon). Das bedeutet in der Praxis, dass die Daten sowohl auf die eine Platte, wie auch simultan auf die andere Platte geschrieben werden. Der Vorteil: Fällt eine Platte aus, sind die Daten noch komplett vorhanden. Ersetzt man die defekte Platte, wird der Inhalt der unversehrten Platte auf die neue Platte kopiert. Der Nachteil: Schreibvorgänge dauern wesentlich länger und man hat nur die Hälfte des Speicherplatzes zur Verfügung.

    Das waren die RAID-Möglichkeiten bei 2 Platten. Schon bei einer weiteren Platte mehr, ändern sich die Möglichkeiten der RAID-Konfiguration: ein Stripe steht immer noch zur Verfügung, aber ein Mirror geht nicht, da es dafür eine Platte zu wenig gibt (geht natürlich auch, aber wer spiegelt zweimal die Daten um die auf 3 Festplatten zu haben und hat dabei nur den Speicherplatz einer einzigen zur Verfügung?). Es gibt aber eine andere Möglichkeit – das RAID 5. Dabei werden die Daten beim schreiben gleichmäßig wie bei einem Stripe (RAID 0) auf die Platten verteilt. Wenn drei Festplatten zum Einsatz kommen, werden 2/3 Nutzdaten pro Festplatte gespeichert, 1/3 sind Paritätsdaten.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild rechts: Das BIOS des PCs zeigt es: Hier sieht man unten im Bild die 3 neuen Festplatten, die wie die bestehende Hardware  an einem SATA-Controller hängen.)

    Wenn die Festplatten – wie bei mir – jeweils eine Kapazität von 12 TB besitzen, können also 3 x 2/3 genutzt werden, also 24 TB, 12 TB sind für Paritätsdaten bestimmt. Werden vier Festplatten eingesetzt, können ¾ (36 TB) genutzt werden und ¼ (12 TB) sind Paritätsdaten. In beiden Fällen darf also eine Festplatte ausfallen, da die Daten einer Festplatte dank der Paritätsdaten wieder komplett beim „Rebuild“ (Neuaufbau des RAIDS) hergestellt werden können. 

    Bei 4 Festplatten hat man noch mehr Möglichkeiten, wie man die Daten speichert. Am schnellsten ist es natürlich auf einem einzigen großen Stripe-Set. Dafür ist die Datensicherheit gleich NULL! 


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    Ein Mirror geht auch: dabei bilden Festplatte 1 und 2 sowie Festplatte 3 und 4 jeweils ein logisches Laufwerk im RAID 1. Die beiden RAID 1 Arrays werden anschließend über ein RAID 0 Verbunden. Dadurch kann sowohl die Geschwindigkeit, als auch die Datensicherheit gegenüber einer einzelnen Festplatte erhöht werden. Diese RAID Form (RAID 10) funktioniert nur bei einer graden Anzahl von Laufwerken.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild links: Die wenigsten kennen dieses Symbol in der klassischen Systemsteuerung. Aber genau hier beginnt das Abenteuer RAID-Erstellung. Und ein Abenteuer ist das! Jedenfalls wenn man es an dieser Stelle versucht..)

    Ähnlich funktioniert der RAID 01 Modus. Auch hier benötigt man 4 Platten. Technisch funktioniert das RAID 01 genau entgegengesetzt zum RAID 10. Festplatte 1 und 2 sowie Festplatte 3 und 4 bilden jeweils ein logisches Laufwerk im RAID 0 Modus und werden anschließend über ein RAID 1 gespiegelt. Dies erhöht sowohl die Geschwindigkeit, als auch die Datensicherheit gegenüber einer einzelnen Festplatte.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild rechts: Windows kann von Haus aus schon ein RAID erstellen. Das ist zwar Software basierend, doch die aktuellen Rechner sind so schnell, dass es von der Geschwindigkeit keinen Unterschied mehr macht, ob man Hardware oder Software basierend „RAIDed“. Dass der Marktführer Adaptek für klassische PC RAID-Controller tot ist, merkt man spätestens, wenn man einen kaufen will – es gibt sie nämlich kaum noch und wenn, dann sind sie gebraucht, refurbished oder renewed..)

    Ich habe für mich persönlich allerdings mit der RAID 5 Konfiguration die besten Erfahrungen gemacht. Er hat den geringsten Festplatten-„Verschnitt“ bei einer hohen Datensicherheit. Und bei dem Preis von knapp 250 € pro Harddisk war ich ganz froh, dass ich mit 3 großen Festplatten ein sicheres RAID-System für meinen DIY Medien-Server aufbauen konnte und auf eine 4. Platte verzichten konnte. Wen das Thema RAID interessiert: es gibt einen ganz guten Beitrag auf dieser Webseite oder auch auf Wikipedia

    Der Einbau: eher unproblematisch – aber teilweise tricky..

    Die Hardware bestellte ich über AMAZON – meine Anweisung, die Platten erst am Samstag zu liefern (weil das der Tag ist, andem ich zu Hause bin um Lieferungen anzunehmen) wurde erst bestätigt – nur um 2 Tage später umgeschmissen zu werden. In einem Video-Meeting erreichte mich die überraschende Meldung, dass 2 der 3 Festplatten in Zustellung sind – und schon hatte ich 180 Puls, denn der Gedanke, dass ein kleines Päckchen im Wert von 500 € stundenlang vor meiner öffentlich zugänglichen Haustür liegen würde, war alles anderes als ein Blutdrucksenker. 

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(GIF-Animation oben: Der Plex-Server ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Medien-Servern. Er frisst Bilder, Musik, Videos, und holt sich die dazugehörigen Cover der Filme aus den bekannten Film-Datenbanken, listet die Darsteller auf und falls vorhanden eine Inhaltsangabe und bei Musikern die nächsten Auftritte, die Anzahl der Alben und die dann auch noch unterteilt nach Studio und Live-Alben, sowie Band-Infos. Ach ja, Künstler, die ähnliche Musik machen natürlich auch. Du willst noch mehr? Na bitte: Du kannst damit auch diverse TV-Sender schauen – PLEX-PASS vorausgesetzt!)

    Der Fahrer von Amazon hatte aber einen guten Tag. Statt das Paket – wie schon mal erlebt – einfach vor die Haustür zu legen, schellte er bei einem Hausbewohner und legte mir die 2 Pakete vor die Wohnungstür in der 2. Etage. Ist ja auch nicht selbstverständlich und durchaus auch mal ein Lob wert!

    Als ich am Samstag dann die 3. Platte bekam, ging das basteln los. Zuerst das Gehäuse des PCs geöffnet und mal geschaut, welcher Steckplatz im System frei war.  Von den vorhandenen 4 Steckplätzen für Erweiterungskarten war eine natürlich bereits der NVIDIA Grafikkarte vorbestimmt.

    Die verbliebenen 3 PCI-Express Karten wurden nach Geschwindigkeit priorisiert: An erster Stelle der neue SATA-Controller für das neue Festplatten-Raid, als zweites eine Wi-Fi Bluetooth Kombikarte und als letztes die Soundblaster Z. Dafür musste ich 2 Karten ausbauen um den neuen Festplatten-Contoller in den für ihn bestimmten Halter auf dem Mainboard zu platzieren – aber auch um zu erkennen, dass die beiliegenden Kabel  zu kurz waren um bis zu den Festplatten zu reichen.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild links: Ein RAID zu erstellen und zu verwalten geht auch unter Windows selber. Die benötigte Software dazu ist im Betriebssystem vorhanden.)

    Glücklicherweise waren die verbauten SATA-Kabel länger und so reichte ein einfaches umtauschen der Kabel: Die auf dem Mainboard verbauten wanderten in den Controller – und die dem Controller beiliegenden kürzeren Kabel wurden in die SATA-Sockel auf dem Mainboard gesteckt. Tja, manchmal kommt es eben nicht nur auf die Dicke sondern auch auf die Länge an – Sorry, aber die Zote musste ich einfach raushauen..

    So weit also schon mal ganz gut – jetzt fehlte noch der Strom. Mein 1000 Watt Netzteil im Gehäuse hat ein Kabelmanagement. Ich finde so was toll, wenn man nur die Kabel anschließt, die man braucht und nicht alle möglichen ungenützten Anschlüsse im Gehäuse rumbaumeln.. Also eines der in der „Kabelkiste“ gelagerten Stromkabel genommen, in den freien Anschluß-Sockel des Netzteils gesteckt und die zusätzlichen Festplatten mit Saft versorgt. Und Augenblicklich ging der PC aus!

    WTF? Ich zog den Stecker raus – es dauerte 2 Sekunden und der Rechner sprang an. Ich steckte den Stecker wieder rein – der Rechner ging im selben Moment aus. Das Spiel liess sich endlos wiederholen. Das Kabel schien einen Kurzschluss zu haben, denn zu wenig Leistung aus dem Netzteil konnte bei einem teuren 1000 Watt 80 Plus Netzteil nicht der Grund sein, denn nach der Berechnung mit dem BeQuit Konfigurator lief das verbaute Netzteil nur mit 65% Last! Ich versorgte die beiden anderen Festplatten mit zwei Y-Adaptern vom bestehenden Kabel: siehe da – der PC startete ohne Probleme!


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    Die RAID-Erstellung mit Windows Bordmitteln..

    Die Festplatten waren also schon mal alle drin und wurden auch direkt im BIOS erkannt – das durchbooten nach Windows klappte auch. Jetzt musste das RAID noch erstellt werden. Im Suchfeld von Windows 11 gab ich „Fest..“ ein und schon wurde der Menüpunkt „Festplattenpartitionen erstellen und formatieren“ angezeigt. Da wollte ich hin. Da die Festplatten alle noch unformatiert waren formatierte ich die und ging dann zum nächsten Punkt über: Der Erstellung des RAIDs.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild links: immer wieder schön: der fröhliche grüne Blue Screen. Ist zwar nicht mehr Blau aber sagt Dir das gleiche: Irgendwas an deiner Kiste ist Matsche. Lös das verdammte Problem!)

    Dafür gibt es in der Systemsteuerung den Punkt „Speicherplätze“. Den kennen wahrscheinlich die wenigsten, aber genau hier werden Festplatten zu Speicherpools verbunden. Und Windows kann da durchaus mit üppigen Optionen glänzen: je nach Anzahl der Festplatten erkennt Windows die zur Verfügung stehenden RAID-Arten und bietet die Dir an. Dabei kannst Du sogar eine dreifache Parität wählen – benötigst dafür aber auch fünf leere und gleichgroße Festplatten.

    Klar geht es auch mit kleineren Platten, aber ein Raid wird nur auf Basis der kleinsten Platte bemessen. Wenn Du also in einem RAID-Verbund von vier fetten 12 Terabyte Platten noch eine mit 2 Terabyte integrierst, dann wunder dich nicht, dass dein Speicherpool plötzlich winzig klein ist.

    Doch auch hier klappte nichts, wie es eigentlich sollte. Beim aufrufen des Menüpunktes Speicherplätze zeigte mir das Programm meine 3 neuen Platten an und ich konnte das RAID 5 konfigurieren – doch bei Übernahme der Änderungen gab es einen „unbekannten Fehler“ und nur eine einzige Platte wurde ins Raid eingebunden. Ich versuchte es noch zweimal – mit dem selben Ergebnis. „Googlen“ nach dem Fehler? Keine Chance. Alle Troubleshootings waren nicht hilfreich, bzw. beleuchteten das Problem von der falschen Seite.

    Mehr durch Zufall fand ich die Lösung. Statt in der klassischen Systemsteuerung über den Eintrag „Speicherplätze“ zu gehen, versuchte ich es unter Windows 11 über den Menüpunkt „Einstellungen“ > „System“ > „Speicher“ > „Erweiterte Speichereinstellungen“. Auch hier konnte man die 3 Festplatten zu einem RAID 5 zusammen als einen Speicherpool erstellen – und hier klappte das sofort. Verstehst Du nicht wirklich? Neee, ich auch nicht..

    Hardware ist drin – und wie geht’s weiter?..

    Die Hardware war verbaut – ich hatte auch gleich noch ein BIOS Update des Rechners durchgeführt und den „Green Screen“ nach dem Einbau der Hardware eliminiert. Jetzt ging es darum unter Windows die Einstellungen so anzupassen, dass der Medien-Server auch im Netzwerk läuft. Dafür muss man unter Windows unter dem Menüpunkt „Programme und Features“ auf „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ klicken und im Auswahlmenü den Eintrag „SMB Direct“ aktivieren. Dieser Eintrag  ist nötig für das File Sharing Protokoll, denn andere Rechner sollen ja auf die Dateien dieses Servers im Netzwerk zugreifen können.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild rechts: Der Rechner, der nun als NAS und/oder Medienserver dienen soll, muss an einigen Stellen nachjustiert werden, damit im Netzwerk von anderen Benutzern auf die Ordner zugegriffen werden kann.  Beispielsweise müssen die entsprechenden Ordner für die User freigegeben werden. Wer es einfach haben will, der nimmt einfach „jeder“ und gibt dem nur Leserechte.)

    Als nächstes muss der Rechner natürlich im Netzwerk sichtbar sein. Dazu entweder durch starten der klassischen Systemsteuerung über das Netzwerk- und Freigabecenter und dem Punkt „Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“ – oder direkt in Windows 11 über „Einstellungen“ > Netzwerk und Internet > auf Erweiterte Freigabeeinstellungen gehen. Dort gibt es sowohl ein Ziehharmonika-Menü für Private Netzwerke, wie auch für die Öffentlichen Netzwerke. Hier muss der Schieberegler beim Punkt „Netzwerkerkennung“ auf „Ein“ gestellt werden!

    Wer will kann dort auch „Kennwortgeschütztes Freigeben“ ein-oder ausschalten. Das kommt drauf an, wen Du in dein Netzwerk lassen willst. Willst Du den Medien-Server auch als NAS benutzen, damit der als zentraler Datenspeicher genutzt werden kann, musst Du bei der Ordnerstruktur die gewünschten Anpassungen machen und auch die Berechtigungen entsprechend anpassen.

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild links: Medienstreaming funktioniert nur, wenn die in der Systemsteuerung auch aktiviert ist – sonst sieht’s schlecht aus – also wacker die Haken gesetzt.)

    Nicht zuletzt müssen die entsprechenden Ordner freigegeben werden. Dazu die entsprechenden Ordner anklicken und über den Eintrag „Eigenschaften“ auf dem Reiter „Freigabe“ auf den Button mit der Aufschrift Freigabe klicken. Hier können die entsprechenden User hinzugefügt werden. Hast Du Kennwortgeschützte Freigabe aktiviert, dann muss jeder User auch auf diesem PC ein Konto haben. Wem das zu aufwändig ist, der kann auch „Jeder“ wählen. Dann hat tatsächlich jeder, der Zugriff auf den Rechner hat, auch Zugriff auf die Daten. Aber keine Angst – man kann dort auch einstellen, dass jeder User nur lesende Berechtigungen hat. Dateimanipulationen wie verändern oder löschen sind dann unmöglich..

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..(Bild rechts: Du willst dich nicht lange mit Netzwerktechnik und Freigaben rumquälen um deine Mediendateien auch außerhalb deines heimischen Netzwerks konsumieren zu können? Dann ist der PLEX die erste Wahl. Hier sieht man, dass meine Medienbibliotheken – die man je nach Ordnerinhalt auch noch weiter aufdröseln kann – auch außerhalb des heimischen Netzwerks erreichbar sind. Ganz praktisch, wenn man irgendwo im Ausland unterwegs ist, die Sprache des angebotenen TV-Inhalts nicht versteht, aber Internet im Zimmer hat.)

    Über den Button „Erweiterte Freigabe“ kann man den entsprechenden Usern auch ganz gezielt Rechte verbieten. Vollzugriff sollte nur der Administartor – also Du! – haben, alle anderen nur den Lesezugriff. Wenn Du den Medien-Server auch als NAS nutzen willst, dann musst Du aber wie oben bereits geschrieben weitere Anpassungen bei den Ordnern und den User-Berechtigungen einplanen..

    DIY Medien-Server mit PLEX

    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..

    Positiv

    • kostenlos bei Nutzung im eigenen Netzwerk
    • sehr viele Funktionen
    • Möglichkeit der Userverwaltung
    • Nutzung auch außerhalb des heimischen Netzwerks möglich
    • Pro Jahre-Abo relativ preiswert
    der ultimative DIY Medien-Server - Windows 11 PC zum Media Server umbauen..

    Negativ

    • bei Nutzung als redundanter Datenspeicher, evtl. weitere Hardware erforderlich
    • Life-Time Plex Pass ziemlich teuer
    Bei der Benutzung des PLEX Servers ist die Kompatibilität auf jeder Plattform sichergestellt. Im heimischen Netzwerk ist die Benutzung des PLEX kostenlos - wer ihn aber auch übergreifend von außerhalb des heimischen Netzwerks nutzen will, der kann Monats oder Jahresabos abschließen. Aktuell kostet das Jahresabo 19,99 €. Wer den vollen Luxus will, der zahlt einmalig etwas über 200 € für den PLEX-PASS und ist damit alle Sorgen los.

    Wenn Du aber nur einen geilen Media-Server aufbauen willst, dann rate ich Dir dazu den PLEX zu installieren. Mit Netzwerkfreigaben hast Du nichts mehr an der Backe – das erledigt alles das Setup für dich. Auch die Freigaben in der Firewall und das erreichen des PLEX-Servers von außerhalb deines privaten Netzwerks läuft automatisch ab und ist auch für Menschen, die sich nicht viel mit Technik auskennen machbar.

    Das war es dann auch schon. Ich hoffe der Beitrag hat euch etwas Appetit gemacht auch das Thema NAS, Datensicherheit und Medien-Server ins Auge zu fassen. Falls nicht – auch nicht schlimm..

    Dieser Beitrag ist keine Auskopplung des bald erscheinenden – hoffe ich wenigstens – Monatsrückblick für den Juni, denn mit einer Viertelstunde Lesezeit kann ich so ein Monster nicht auch noch in den Monatsrückblick packen. Der Autor

    DIY Medien-Server - Fazit:

    Preis/Leistungsverhältnis - 73%
    Aussehen/Verarbeitung/Haptik - 62%
    Kompatibilität - 84%
    Installation und Bedienung PLEX - 90%
    Festures - 65%
    Energieverbrauch - 50%

    71%

    Gesamtergebnis:

    Wer sich mit dem gednaken trägt einen heimischen Media-Server zu betreiben oder sich selbst einen zu bauen, der sollte auch gleich das Thema "Datensicherheit" mit ins Kalkül ziehen. Eine Renundanz ist Pflicht. Dies kann durch eine weiter Festplatte gegeben sein auf der die daten gespiegelt werden - oder anspruchsvoller ein RAID-Verbund, der je nach Größe und Anzahl der Platten entsprechend teuer wird. Wer sich nicht mit technischem Klein-klein auseinandersetzen will, für den ist der PLEX Media Server die erste Wahl. Er zeigt dir deine Fotos, spielt Musik und Videos, hat tolle Funktionen und setzt automatisch die Freigaben in deinem Netzwerk, so dass Du auch von unterwegs jederzeit Zugriff auf deine medien hast. Das Aussehen des Media-Servers entscheidest Du: nutzt Du ein altes Gehäuse, das noch bei Dir im Keller rumgammelt oder kaufst ein High-End Gehäuse für etliche Hunderte Euro. Letztlich ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks und des Geldbeutels. Bei der Benutzung des PLEX Servers ist die Kompatibilität auf jeder Plattform sichergestellt. Wer es lieber puristisch mag und etwas für den schmalen Geldbeutel sucht, der kann mit dem VLC Media Player auch Medien streamen. Es setzt aber auch voraus, dass man das Netzwerk entsprechend konfiguriert. die Freigaben auf dem Router einrichtet, die Ausnahmen in der Firewall konfiguriert und die IP-Adressen kennt. Hier kann man eigentlich nur mehr falsch als richtig machen und hat doch nicht die Funktionsvielfalt und die gut gemachte Benutzeroberfläche des Plex.

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  • ULINK DA Drive Analyzer für QNAP ist Online..

    ..oder: mit QTS 5.0 versprochenes Key Feature ist nun verfügbar..

    Hidiho liebe Community! Seit Heute Morgen (jedenfalls war es bei mir so) ist es da: das von QNAP angekündigte Key-Feature des ULINK DA Drive Analyzers ist online und funktionsfähig.

    ULINK Drive Analyzer online(Bild links: Seit dem 4.12. ist es bereits im App-Center der QNAP. Jetzt sogar mit dem richtigen Icon. Das installieren gelang – das nötige anmelden an das Portal nicht. Das ist seit dem letzten QNAP QTS Firmware Update auf QTS 5.0.0.1870 build 20211201 anders. Ob es ursächlich an einem Bug im QTS 5.0 lag, oder der Anmelde-Server zu ULINK noch nicht Online – was soll’s. Jetzt funktioniert es.)

    Zu der neuen Betriebssystemversion der QNAP – dem QTS 5.0 hatte ich bereits HIER einen Beitrag geschrieben. Dort fiel mir schon auf, dass dieses beworbene Tool gar nicht verfügbar war. Nach meiner Anfrage beim QNAP Support, sollte das Release-Datum am 6.12.2021 sein. Ich schrieb HIER kurz darüber.

    Bereits am 4.12. war es im App-Center der QNAP verfügbar und ließ sich auch installieren. Das nutzte nur nicht viel, denn wenn man sich anmelden wollte, erschien zwar ein Fenster um sich mit dem QNAP-Konto anzumelden – doch der Anmeldeversuch wurde mit einer Fehlermeldung beendet.

    Da isser! Der ULINK DA Drive Analyzer für QNAP ist Online

    Ich schrieb nochmal eine Anfrage an den Support. Seit heute morgen ist das Problem mit der Anmeldung gefixt. Der ULINK Drive Analyzer ist nun online.

    ULINK Drive Analyzer online(Bild rechts: Der Drive Analyzer auf meiner TVS-473e in Aktion. Jedes überwachte Laufwerk benötigt zuerst mal eine Lizenz. Eine Lizenz ist “FREE”. Wer mehr Festplatten hat – was in einer NAS wohl wahrscheinlich ist – der muss im Lizenz-Center welche Ordern)

    Wenn man die App startet, kommt wie gewohnt der Anmelde-Bildschirm zum QNAP-Account – doch nun funktioniert die Anmeldung und die Benutzeroberfläche des Drive Analyzers wird angezeigt und die im System verbauten Festplatten werden grafisch übersichtlich aufgelistet.


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    Der Drive Analyzer – die Benutzeroberfläche

    Zuerst fällt auf, dass eine Festplatte blau markiert ist. Diese hat eine freie Lizenz des Drive Analyzers. Und nur lizenzierte Festplatten werden in die Überprüfung aufgenommen. Das ist durchaus sinnvoll, denn je nach Konfiguration des NAS braucht man nicht jede Festplatte zu überwachen. Meine in der QM2-Zusatzkarte verbauten 4 M.2 NVMe – SSDs zum Beispiel, können zum aktuellen Zeitpunkt nicht überwacht werden. Die für das Tiering benutzten SATA SSDs im M.2 Format aber schon.

    In der App gibt es dazu folgenden Hinweis: Die Unterstützung für SAS- und NVMe-Laufwerke ist für eine zukünftige Version der App geplant. Es scheint also noch ein bisschen zu dauern, bis bei mir alle Laufwerke überwacht werden können.

    ULINK Drive Analyzer online(Bild links: Der Drive Analyzer startet! Das wichtigste zuerst: der Erwerb von Lizenzen, denn ohne die wird nur ein mickriges Laufwerk überwacht. Das ist bei Raid-Systemen natürlich etwas unzweckmäßig und nicht besonders intelligent.)

    Das Ordern von neuen Lizenzen ist kein Problem: In der Software ist ein Link der automatisch zum Lizenz-Fenster führt. Aktuell sind die Lizenzen kostenlos, da es sich um zeitlich begrenzte Trial-Versionen handelt. Nachdem die Lizenzen gekauft sind werden Sie im Lizenz-Center aktiviert. Da Sie kostenlos sind, sind keine Zahlungsinformationen nötig.


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    Die Lizenzen werden dann Laufwerken zuweisen oder von Festplatten, welche nicht mehr überwacht werden sollen auf andere verschoben. Hat man die Lizenzen zugewiesen, fängt das Datensammeln an. Mindestens 15 Tage benötigt die App beziehungsweise die Datenbank von ULINK bis aus Millionen von Festplattendaten eine zuverlässige Vorhersage getroffen werden kann. Seitdem der ULINK Drive Analyzer online ist, sollte das ja klappen. Na, schauen wir mal in 15 Tagen wieder rein. Ich bleib an dem Thema dran.

    Wie ist es bei euch? Nutzt Ihr auch eine QNAP? War der Drive Analyzer bei euch direkt verfügbar – und nutzt Ihr ihn überhaupt?

  • QTS 5.0 Feature ULINK Drive Analyzer bald verfügbar..

    ..oder: wenn die Tech-Blogger patzen, muss es Dr. Nerd wieder richten..

    Hidiho liebe Community! Bereits vor kurzem (LINK HIER) hatte ich einen Beitrag zur neuen Betriebssystemversion QTS 5.0 für die QNAP Produkte aus dem NAS-Bereich geschrieben. In diesem Beitrag erwähnte ich auch die für das QTS 5.0 verfügbare ULINK Drive Analyzer App.

    Nun, da war ich nicht der einzige Tech-Blogger – aber so wie es aussieht, war ich von allen der einzige, dem aufgefallen war, dass das in der Pressemitteilung groß als Key-Feature beworbene Software-Paket namens ULINK Drive Analyzer im App-Center gar nicht vorhanden ist. Warum ist dies niemandem aufgefallen? Dafür gibt es im Kästchen unten eine einfache Antwort:


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    Tja, Ihr lieben zahllosen anderen Tech-Blogger-Kollegen, das kommt dabei raus, wenn man selber nicht richtig recherchiert und nur die Pressemitteilungen der Hersteller etwas umformuliert. Bei allen Kollegen stand mehr oder weniger das gleiche. Und man fragt sich bei fast gleich formulierten Beiträgen auch: „wer hat nun bei wem abgeschrieben?“

    QTS 5.0 und ULINK Drive Analyzer(Bild links: Der ULINK DA Drive Analyzer. Diese Software wurde als Key-Feature für das QTS 5.0 beworben – nur dumm, dass es diese Software im App-Center gar nicht gibt.)

    Und was macht diese DA Drive Analyzer nun? Das Tool wurde von der Softwarefirma ULINK entwickelt.

    Anhand einer Datenbank, die mit vielen Daten anderer Festplattenherstellern gefüttert wurde, kann diese Software bereits kritische Parameter erkennen. Es warnt dann rechtzeitig bereits vor Ausfall einer Festplatte, dass sich dieses Drive bald in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.

    Es ähnelt im Prinzip der S.M.A.R.T. Technologie, welche die Festplatten seit Jahren in der Firmware verbaut haben.

    S.M.A.R.T. ist nicht gleich Smart – etwas Technik..

    S.M.A.R.T. ist die Abkürzung für (S)elf (M)onitoring (a)nd (R)eporting (T)ool. Diese Technologie erfasst über Sensoren die Temperatur an kritischen Punkten, erfasst Schreib und Lesefehler und kennzeichnet defekte Sektoren. Stellt eine Festplatte fest, dass Sie kurz davor ist den Geist aufzugeben, dann gibt es beim booten des PC einen Stop-Fehler.

    Das ist auch der Nachteil von S.M.A.R.T. – die Abfrage der Parameter durch das BIOS geschieht nicht fortlaufend während des Betriebs, sondern nur beim booten des Rechners. “Stirbt” eine Festplatte also während des Betriebs (bei einer Systemplatte wird man es wohl relativ fix durch einen Blue Screen bemerken), merkt man dies auf Backup-Platten bis zum nächsten Systemstart unter Umständen gar nicht..

    Dazu kommt, dass die S.M.A.R.T. Technik in NAS Umgebungen oder Servern mit RAID-Systemen nicht optimal ist. Diese Systeme werden – wenn Sie laufen – kaum noch mal neu gestartet. Denn grade die ständige Datenverfügbarkeit ist bei diesen Komponenten wichtig. Jedes neustarten kostet Zeit und wird möglichst vermieden. Wird aber nicht neu gebootet läuft der S.M.A.R.T. Hinweis ins leere.

    S.M.A.R.T. und Linux? Auch das ist möglich

    Im Windows Umfeld gibt es aber auch Software-Tools, die im laufenden Betrieb die S.M.A.R.T.-Daten der Festplatten auslesen.  Unter anderem diese hier (alphabetisch sortiert ohne Wertung der Funktionalität):

    • Acronis Drive Monitor
    • CrystalDiskInfo
    • HDDScan
    • HD Tune
    • SpeedFan

    Diese Programme sind aber eben für Windows und nicht für Linux. Da die QNAP NAS aber mit einem angepassten Linux als Betriebssystem arbeiten funktionieren diese Programme dort nicht. Für Ubuntu gibt es einen interessanten Artikel dazu: Beitrag. Inwiefern sich das speziell auf der QNAP nutzen lässt, kann ich aber nicht sagen. Es ist zwar möglich mittels „Container-Station“ ein UBUNTU auf der NAS zu installieren, ob diese aber so Hardwarenah ist, dass Sie die Festplattendaten anzeigen kann, habe ich nicht getestet.


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    S.M.A.R.T. mittels smartctl oder Drive Analyzer?

    Der ULINK Drive Analyzer reagiert (wahrscheinlich) in Echtzeit. Über die in der QNAP integrierten Nachrichten-App wird man dann auf mögliche Ausfälle vorbereitet. Um korrekt zu funktionieren, muss die Hardware aber ständig mit dem Internet verbunden sein. Dies ist nötig, da ständig Daten der Festplatte für den Lernalgorhytmus zwischen ULink und der Hardware hin und her gesandt werden.

    Also ist dieses Tool durchaus sinnvoll. Warum aber ist es nicht da, obwohl es groß angekündigt wurde? Das wusste ehrlich gesagt niemand beim QNAP-Support..

    Nun, meine Anfrage an den QNAP Support bezüglich dem Problem mit QTS 5.0 und ULINK Drive Analyzer, wurde gestern beantwortet. Mein Ticket musste dazu erst an die Software-Entwicklung weiter geroutet werden. Nach dem heutigen Stand wird die Software DA Drive Analyzer dann am 6.12.2021 im App-Center zur Verfügung stehen.

    Bitte schön. Gern geschehen..

  • QNAP QTS 5.0 ist da! Was ist neu? Ein kurzer Überblick..

    ..oder: Neuer = Besser? Das QNAP QTS 5.0 wirft zumindest Fragen auf..

    Hidiho liebe Community! Gestern begrüßte mich meine QNAP TVS-473e NAS (Test hier: Link) mit der Info, dass eine neue Firmware-Version zur Installation zur Verfügung steht. Das ist nicht mal besonders spektakulär – das  aktuelle Betriebssystem der QNAP NAS, das QTS 4.6 wurde die letzten Monate generell zuverlässig mit Updates versorgt.

    QNAP QTS 5.0 ist da! Was ist neu? Ein kurzer Überblick..(Bild links: betagt, doch noch voll im Saft! Die NAS TVS-473e ist ein ziemlich geiles Teil. Hier in der “kleinsten” Version mit nur 4 sichtbaren HDD-Einschüben. Die TVS- Serie gibt es jedoch mit bis zu 8 Einschüben. Nutzt man dann noch die internen Steckplätze und Erweiterungskarten, kann man 18 Festplatten zu 4 oder mehr Raids ansprechen.)

    Von 4 auf 5 – ein ganzer Versionssprung.

    Doch hier wurde ein ganzer Versionssprung – nämlich von 4 auf das komplett neue QNAP QTS 5.0 Betriebssystem angekündigt. Die Version 4 ist auch bereits mehrere Jahre alt. Ich war gar nicht sicher, ob die TVS-473e überhaupt noch unterstützt wird, denn obwohl ich mich in das Beta-Test Programm eingetragen hatte, wurde es für meine NAS nicht frei gegeben. Das wunderte mich, denn leistungsmäßig ist diese NAS auf hohem Niveau.

    QNAP QTS 5.0 ist da! Was ist neu? Ein kurzer Überblick..(Bild rechts: der aktuelle Nachfolger der TVS ist die TS. Dezent in schwarz gehalten – ebenfalls mit einem AMD Prozessor und fast baugleich)

    Da die TVS-473e auch 2 interne Erweiterungsplätze für Steckkarten hat – die ich mit einer WLAN-Karte und einer Speichererweiterung für eine weiteres RAID-System mit 4 SSDs gefüllt habe, sowie 2 interne SSDs und 4 HDDs, ebenso wie 64 GB RAM, repräsentiert Sie einen Gegenwert von 2.500,00 €. Der AMD RYZEN Prozessor mit eigener Grafik-Einheit ist ebenfalls in besseren NAS-System verbaut und unterstützt 2 HDMI-Ausgänge. So ist die NAS mit direkt angeschlossenem Monitor sogar als PC nutzbar. Das Nachfolgemodell TS-473 wurde jedenfalls unterstützt.

    Ich war jedenfalls gespannt. Und da ich ein neugieriger Mensch bin, wollte ich mal gucken, was es da neues in Sachen QNAP QTS 5.0 gibt.

    Also auf bestätigen geklickt und gespannt, was mich erwartete…

    Das neue GUI: Hübsch – aber Gewöhnungsbedürftig

    QNAP QTS 5.0 ist da! Was ist neu? Ein kurzer Überblick..(Bild links: das neue QNAP QTS 5.0. Ja, ganz hübsch – aber ein paar Details stören.)

    Die Installation verlief genauso, wie bei den Updates gewohnt: die Firmware wurde direkt von den QNAP-Servern herunter geladen und die Installation begann. Nach der Installation der bekannte Neustart – und schon begrüßte mich die QNAP in einem neuen – aber gewöhnungsbedürftigem – neuen Gewand.

    Das neue QNAP QTS 5.0 bringt ein paar andere Hintergrundgrafiken mit. Na gut – das macht Apple ja auch, ist also nichts, was einen vom Hocker haut. Aber ein paar Dinge fallen dann doch direkt auf:

    Zum einen ist die oberste Leiste nun transparent, was zwar ganz schick aussieht, aber funktional keine Verbesserung ist. Eher nachteilig empfinde ich die Optik der Icons – die wirken nun auf dem Desktop völlig überdimensioniert und auch die Schrift ist so groß, dass die zum Teil bei längeren Ordnernamen unschön umbricht.


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    Leider gibt es keine Möglichkeit, die Größe der Icons oder der Schrift anzupassen. Da das QTS auf dem LINUX Kernel 5.10 basiert, wäre es sicher möglich die GUI anzupassen. Dies ist ja bei allen Linux-Distributionen so, dass man zwischen verschiedenen Desktops wählen kann. Über dieses Detail hat man bei QNAP wohl nicht nachgedacht. Es ist jedenfalls gut, dass es so etwas wie ein Start-Menü gibt. Hier sind die Icons kleiner dargestellt und übersichtlicher angeordnet.

    Langsamkeit hat einen Namen: QNAP QTS 5.0

    QNAP QTS 5.0 ist da! Was ist neu? Ein kurzer Überblick..(Bild rechts: Nicht nur das Betriebssystem ist neu – etliche Programme müssen ebenfalls gegen aktuelle Versionen ausgetauscht werden. Leider funktionierte der Batch-Update nicht. Deshalb musste ich jedes Programm einzeln updaten. Das war schon etwas zeitintensiv)

    Etwas fiel aber auch nach dem Neustart auf: das System reagierte langsam wie eine Schnecke mit Rollator. Es dauerte wirklich ewig, bis sich Fenster aufbauten. Das lag wohl an einigen alten Programmen, die das neue System einbremsten. Diese Programme wurden auch als aktualisierungsfällig angezeigt. Einige davon sogar zwingend.

    Die Batch-Installation (Auswahl aller Programme zwecks Aktualisierung – bekannt bei den WordPress Plugins) schlug aber leider fehl. Ich musste jedes Programm einzeln aktualisieren. Das war schon etwas nervig, denn das waren so ungefähr ein Dutzend Programme, die upgedated werden mussten.

    Nach dem Neustart war die NAS wieder schneller – und eine bis Dato unbekannte Software namens MariaDB 5 war installiert und hatte eine Verknüpfung auf dem Desktop erhalten.

    QNAP QTS 5.0 ist da! Was ist neu? Ein kurzer Überblick..(Bild links: Ein Problem nach dem Update hat mich Stunden gekostet und liess mich durch die Foren stöbern wie ein Hund auf der Suche nach einer leckeren Wurst. Letztlich wurde ich zufällig bei einem älteren Beitrag fündig)

    Nach meiner Recherche ist die MariaDB eine Open Source basierte relationale Datenbank. QNAP stellt Sie in der App-Liste als Voraussetzung für einen vorhandenen Web-Server bereit. Nun, einen Webserver betreibe ich nicht und Angriffe auf meine NAS von außen habe ich schon genug. Wir wollen den Script-Kiddies ja nicht noch mehr Futter an die Hand geben, gelle? Also wurde die MariaDB wieder gelöscht.

    Pannen nach dem Update

    Nach dem Neustart funktionierte aber auch das Programm QSync nicht mehr, welches dafür sorgt, dass Dateien in bestimmten Ordnern auf meinen Rechnern immer die aktuelle Version haben. Immer bekam ich die Meldung “QSync ist deaktiviert”. Es hat mich mehrere Stunden gekostet den Fehler zu finden: Der Startseiten-Ordner war während der Installation deaktiviert worden, bzw. existierte nicht mehr.

    Es gab aber noch mehr Ungereimtheiten. Das QVR Pro Programm wollte nicht starten, weil es keine Zugriffsrechte gab.  Jetzt gibt es (wie man es ja auch von WordPress kennt einen Standard-Admin der auch so heißt. Einer der ersten einfachen Sicherheits-Tipps sagt: „BENUTZT NICHT DEN FUCKING STANDARD-ADMIN NAMEN!“ Warum? Weil man damit schon den halben Zugang zum System hat, denn nun braucht nur noch das Passwort erraten werden. Eine Kombination von unbekanntem Admin-Namen und unbekanntem (möglichst sicherem) Passwort ist wesentlich schwieriger. Bei einigen Programmen klammert sich QNAP krampfhaft am Standard-Namen fest obwohl man den im System deaktiviert hat und einen anderen Super-Admin mit anderem Namen erstellt hat. Sicherheitstechnisch ist das eher ein Rückschritt. Da muss QNAP also noch etwas Feinarbeit leisten.

    Die Neuigkeiten sind unter der Haube!

    Nun ist Optik das eine – die wirklich wichtigen Dinge sind für den User nicht zu sehen, denn die verstecken sich unter der Haube und sind wirklich wichtige und sinnvolle Technik- und Sicherheitsfeatures. Dazu ein paar Stichpunkte, denn das ist auf der QNAP-Webseite ganz gut beschrieben und kann dort nachgelesen werden:

      • Verbesserte NVMe SSD-Cache-Leistung
      • exFAT-Unterstützung (kostenlos)
      • WireGuard VPN für eine sichere Internetverbindung
      • Unterstützung für ULINK DA Drive Analyzer (für Festplatten-Überwachung und Ausfall-Vorhersage)
      • zentrale Verwaltung Ihres QNAP NAS mit TeamViewer
      • Erhöhtes Sicherheitsniveau:
        • QTS 5.0 unterstützt TLS 1.3
        • SSH-Schlüssel zur Authentifizierung

    QNAP QTS 5.0 ist da! Was ist neu? Ein kurzer Überblick..(Bild links: Leider nichts im App-Center zu sehen, von dieser Software. Obwohl es auf der Webseite des QTS 5.0 groß beworben wird und es lt. dem Original-Text „NAS: Alle QNAP NAS mit QTS 5.0 / QuTS hero h4.5.2 (oder höher) werden unterstützt.“ eigentlich installierbar sein sollte, fehlt davon im App-Center jede Spur)

    Ansonsten läuft das QNAP QTS 5 wie zu erwarten stabil. Enttäuschend (aber das ist mehr optischer Natur) ist für mich, dass das Design nicht übergreifend geändert wurde. Alle anderen Fenster und Bedienelemente sind 1:1 von der Vorgängerversion 4.6 übernommen worden.

    Etwas was mir ebenfalls aufgefallen ist: das groß beworbene Tool von ULINK, welches in der Version 5 die Ausfallzeit der Festplatten vorhersagen sollte ist unauffindbar. Es gibt in der Beta einen Hinweis auf die Anmeldung als Tester – doch diese Zeit ist längst abgelaufen.

    So hat das QTS 5 das Geschmäckle nichts halbes und nichts ganzes zu sein. Es bleibt abzuwarten, was zukünftige Updates bringen.

    das neue QTS 5.0 im Überblick

    Preis/Leistungsverhältnis - 90%
    Funktionsumfang - 89%
    Kompatibilität - 86%
    Bedienung - 78%
    Installation - 89%
    Support - 89%

    87%

    Gesamtpunkte

    Das neue OS der QNAP ist da. Von 4.6 gabe es einen Versionssprung auf 5.0. Was ist neu? Die Optik ist aufgehübscht, doch das meiste verbirgt sich unter der Haube - hier haben die Entwickler von QNAP hauptsächlich im Ausfallsicherheitsbereich und bei der Sicherheit stark nachgebessert. Die Optik ist etwas luftiger, aber nicht durchgängig durchgesetzt. Viele bekannte Bereiche sehen aus wie vorher - das irritiert etwas und stört das Gesamtbild. Auch die Icons sind nun wesentlich größer auf dem Desktop dargestellt. Grundsätzlich ist das "neue" QTS aber nicht erklärungsbedürftig: wer die 4er Version kennt, der wird die 5er Version auch sofort bedienen können. Die Installation war schnell erledigt - einzig die Aktualisierungen von Systemprogrammen dauerte relativ lange. Mehrere Neustartes verbesserten die Geschwindigkeit. Richtig flott ist meine QNAP mit 64 GB und einem AMD RYZEN Quadcore Prozessor aber trotzdem nicht geworden.

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  • QNAP QTS endlich mit Passwort Reset für User..

    ..oder: Endlich Ende mit dem Passwortgefummel beim QTS

    Hidiho, liebe Community. Heute als Beitrag mal nur ein „Quickie“ – aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen, denn ich hatte vor Monaten beim QNAP – Support angemäkelt, dass es für User nicht möglich war, bei den NAS von QNAP mit dem QTS ein Passwort Reset per email durchzuführen.

    Die Administratoren, die das QTS 4 kennen, wissen es: Named User muss man per Hand anlegen und die Berechtigungen für das System und die Erlaubnis einzelne Ordner zu sehen, zuweisen. Es ist also für Besucher nicht möglich – und auch nicht gewünscht (wie man es bei WordPress, Webshops, o.ä. kennt) sich zu registrieren und ein Passwort zu erstellen.

    QNAP QTS Passwort Reset(Bild links: QNAP hat auf meinen Hinweis – ich denke aber, dass ich nicht der einzige war, der dies vorgeschlagen hat – reagiert und eine automatische Passwortanforderung per mail implementiert. Ich finde das Feature sehr sinnvoll, weil es die Arbeit des Administrators entlastet)

    Es ist zwar in den Einstellungen möglich, den User nach einer definierten Anzahl von Tagen zu zwingen sein Passwort zu ändern – aber dafür muss er natürlich zuerst sein altes Passwort eingeben um sich anzumelden. Dumm, wenn man es vergessen hat, denn dann musste immer der Admin im entsprechenden Account des Users rumfummeln und zeitaufwändig ein neues Passweort versenden.

    Das ist Vergangenheit, denn QNAP hat im QTS in dem Bereich ordentlich nachgebessert und dies automatisiert (und ebenfalls sinnvoll ist, dass zusätzlich die 2-Faktor Authentifizierung mittels mehrstelligem Code und alternativ durch eine Sicherheitsfrage aktiviert werden kann).


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    QNAP QTS Passwort Reset für User (und Admins)..

    QNAP QTS Passwort Reset(Bild rechts: Um dem User zu ermöglichen, sich ein Passwort zuschicken zu lassen, muss man in der Systemsteuerung der QNAP in den bereich „Rechte“ und dort auf „Benutzer/User“ klicken)

    So war das leider auch bei mir: Ständig musste ich neue Passwörter vergeben, weil die User ihres vergessen hatten, wenn Sie sich nach Monaten Inaktivität auf der NAS anmelden wollten um auf freigegebene Dateien zugreifen zu können.

    Ich kenne keine Webseite, bei der so etwas nicht möglich ist. WordPress hat dies ja auch by Design – kennt man ja schon lange. Auch im Betriebssystem der härtesten Konkurrenz von QNAP, den SYNOLOGY NAS ist es implementiert. Nur bei meiner NAS, der QNAP  TVS-473e (mein Test hier) musste jedesmal der Administrator (also ich) bemüht werden, wenn ein User sein Passwort nicht mehr wusste  (was relativ häufig vorkommt, wie man sehr schnell bemerkt!) um es dann neu zu generieren.

    Bei QNAP fand man die Idee gut..

    QNAP QTS Passwort Reset - Kontoprofil bearbeiten(Bild links: Hier sind wir nun in den Benutzerprofilen. Und interessiert der 2. – rot umrandete – Eintrag: Kontoprofil bearbeiten. Dort vergeben wir das Passwort)

    Man fand meine Idee beim QNAP-Support ganz reizvoll und wollte über einen QNAP QTS Passwort Reset nachdenken und es in eines der nächsten Updates einbauen. Und tatsächlich ist in einem der letzten Updates eher unbemerkt in das QTS implementiert worden (vielleicht ist es sogar schon länger umgesetzt worden und ich habe es erst jetzt bemerkt..).

    Wenn ein User eine email-Adresse angegeben hat (die muss natürlich gültig sein und stimmen) kann er sich selber ein neues Passwort anfordern. Dies setzt nur voraus, dass man bei Anlage des Users diese Option aktiviert hat. In dem Bild habe ich für euch den entsprechend zu setzenden Haken markiert.


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    QNAP QTS Passwort Reset(Bild rechts: Hier müssen wir im Feld „email-Adresse“ eine gültige email-Adresse eintragen. Ist die vergeben, wird automatisch bei einer Falscheingabe des Passwortes die Möglichkeit angeboten, sich das Passwort zusenden zu lassen.  Auf die 2-Faktor Authorisierung will ich hier nicht eingehen. Ich habe Sie bei mir aktiviert, da ich dieses Sicherheits-Feature als sinnvoll erachte.)

    Dazu macht es nur bei “Named Usern” Sinn und nicht bei Gast-Accounts. Da würde eine Passwort-Anforderung wahrscheinlich an die falsche email-Adresse gehen (sofern bei diesen Accounts überhaupt eine Mail-Adresse hinterlegt ist).

    QNAP QTS Passwort Reset - Passwortlink(Bild links: Das Passwort wurde falsch eingegeben. Kein Problem – die QNAP bietet nun an, dem User das vergessene Passwort zu zusenden, bzw. sich ein neues anzulegen. Nach Klick auf den unterstrichenen Text „Passwort vergessen?“ versendet die QNAP den Link für ein neues Passwort an die hinterlegte Mail-Adresse und quittiert den Vorgang mit einem Hinweis)

    Ich finde das Feature jedenfalls längst überfällig und freue mich, dass es endlich auch im QTS vorhanden ist.

    Im folgenden erkläre ich noch kurz das vorgehen: Anmelden an seiner NAS als User mit Admin-Rechten (ich habe den Standard-Admin deaktiviert, um Einbruchsversuche zu verhindern) und aufrufen der Systemsteuerung > als nächstes dort im Bereich „Rechte“ auf den Eintrag „Benutzer“ klicken > man wechselt nun in die Benutzerverwaltung. Dort sucht man nun in der Liste den entsprechenden User und geht in der entsprechenden Spalte auf den Eintrag „Kontoprofil bearbeiten“ (die Beschreibung wird angezeigt, wenn man etwas länger mit der Maus auf dem Icon bleibt > nun werden die Sicherheitseinstellungen des Kontos angezeigt. In das Feld „email (optional)“ kann nun die entsprechende Mail-Adresse eingetragen werden. Das war es schon > Wenn der User nun ein falsches Passwort bei der Anmeldung eintippt wird sofort der entsprechende Hinweis mit dem Link zur Passwort-Rücksetzung angezeigt.

    Ist man angemeldet, kann man die Option ob ein Passwort zugeschickt werden soll, kontrollieren und bei Bedarf aktivieren oder deaktivieren. Dazu einfach oben Rechts auf sein Profil klicken und auf Optionen gehen. Dort kann man auf dem Reiter „Passworteinstellungen“ sehen, ob der Haken gesetzt ist oder nicht. Ebenso kann man noch auf diversen anderen Reitern weitere email-Adressen vergeben,  um Benachrichtigungen der QNAP zu empfangen, uvm..

    Und wie steht es bei euch? Hattet Ihr das auch gewusst oder bemerkt?

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