Diät

  • BOAH! Sind die Dick, Mann..

    .oder: Aua! Mir qualmen die Socken!

    Dortmund – Manno! Meine Füße sind echt am qualmen. Und Sie fühlen sich an, als würden Sie grade mal in einen Schuhkarton der Größe 52 passen!

    Das kommt daher, weil ich mir masochistengleich am Sonntag bei dem Unwetter gedacht habe: „Egal wie das Wetter ist – DU LÄUFST!“ Da die Straßen aber nass waren konnte ich da nicht mit meinen Nikes rumlaufen, sondern derberes Schuhzeug war gefragt. Also die Nubuk-Boots rausgekramt. – Leider hatte ich vergessen, dass ich in denen Blasen bekomme, wenn ich nicht auch dicke Socken drin trage. Deshalb verspürte ich auch nach der Hälfte der Strecke das charakteristische Pieken unter den Fußsohlen.

    Egal – Genug geklagt! Mein Ziel, mich von 128 auf 93 Kilos runter zu latschen ist zwar voll im Soll – so habe ich in knapp 3 Wochen 10 Kilo Gewicht verloren (bin momentan auf 116,9) – aber  das ist schon ein hartes Brot. Jeden Tag (und bei jedem Wetter) zwischen 13 –15 Kilometer marschieren (können auch schon mal 20 werden), das geht doch mehr an die Substanz als man glaubt.

    RundtourRomergpark

     

    (Mit dem NOKIA X6 und der neuen Sportstracker-Software in Google Earth exportierte “Wanderstrecke” Die gelbe Linie ist meine Strecke. Über Hombruch in den Romberpark – eine kleine und eine große Seerunde, und wieder Retour, summa summarum 13 Kilometer in 2 Stunden)

    Dazu kommt die komplett andere Ernährung (hauptsächlich Gemüse, wenig Fleisch), der völlige Verzicht auf Alkohol.

    Man merkt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, da die ersten Abende automatisch der suchende Blick im Kühlschrank die Flasche Bier ergriff. Jau, da muss man schon verdammt Willensstark sein, um statt dem leckeren Pils, das Wasser mit Limettenkonzentrat zu süpseln.

    Na gut, heute habe ich mal gesündigt – ich hoffe, ich werde nicht gleich ins Fegefeuer geworfen. Da ich die letzten Wochen täglich zwischen 2.000 und 2.500 Kalorien weniger zu mir genommen habe, als ich verbrannt habe, war so alle 3-4 Tage ein Kilo Fett runter.

    Na gut; “Unternehmen Knackarsch” habe ich nicht bis zum Anfang des Sommers geschafft, aber wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt wieder aussehe wie ein Adonis, und nicht wie ein Buddha, dem die Mädels über den Bauch streicheln wollen, ums sich was zu wünschen, kann es ja vielleicht doch noch klappen zu Weihnachten neben einem kleinen Haserl auf dem Bärenfell vor dem Kamin zu liegen.

    BOAH! Sind die Dick, Mann..

    (Immer wieder schön, ist das Lichterfest im Westfalenpark. Und ich komm sogar umsonst rein mit dem Dortmund Pass, hehe)

    Naja, dieses Wochenende – am 14.8. – ist ja erst mal Lichterfest im Westfalenpark. Da will ich hin. Zur Generalprobe, ob mein Hintern schon wieder “Weibsvolktauglich” ist. Und traditionell ist das letzte Augustwochenende das bekannte Hombrucher Straßenfest, welches natürlich auch nicht ohne mich stattfindet! Bis dahin habe ich ja sicher auch noch mal 3-4 Kilo runter.  Mädels zieht euch warm an…

    letzte Änderung: 11.08.2010 11:47 Uhr

  • Abnehmen mit der Dr. Nerd Diät

    …oder: “Unternehmen – SPECK WEG” für Dummies

    Der Sommer ist da!! Wer den Frühling verpasst hat, um dem Winterspeck zu Leibe zu rücken, damit aus dem Waschbär-Bauch wieder ein Waschbrett-Bauch wird, muss jetzt echt Gas geben, damit er nicht versehentlich im Winter als Stuntdouble für den Nikolaus gecastet wird. Und da ich selber mal wieder ein paar Kilos vor mir her schiebe, die runter müssen (und ich vor 3 jahren knapp 30 Kilo erfolgreich abgespeckt habe), kann ich euch sagen: Mit der richtigen Taktik und Einstellung klappt das!

    Bild rechts: so soll das hinterher aussehen. Wenn Du jetzt im Kopf Xavier Naisdoos Lied: „DIESER WEG WIRD KEIN LEICHTER SEIN“ hörst, bist Du auf der richtigen Spur..)

    Abnehmen mit der Dr. Nerd DiätEinige werden jetzt vor Angst schweißnasse Finger bekommen. Zu Recht, denn die Rede ist vom DIÄTEN!! (Huuuh..Teufelswerk!!)

    Aber keine Angst! Ich bin ja nicht umsonst dafür bekannt, euch dieses komplexe Thema auf meine unnachahmliche, und selbst für ADS-Kranke verständliche Art näher bringen zu können.

    Grundsätzliches zu Diäten:

    Zuerst mal:

    Egal welche Diät man macht. In den Frauenzeitschriften werden ja immer wieder die tollsten Wunderdiäten publiziert. Ananas-Diät, FDH (Friss die Hälfte), Atkins, Weight-Watchers, Trennkost, oder, oder…

    Völlig wurscht für was Du dich entscheidest! Grundsätzlich gilt: Wenn man nicht diese Zauber-Diäten benutzt, welche darauf abzielen in kürzester Zeit 4-5 Kilo runter zu bekommen (die übrigens in kürzester Zeit auch wieder drauf sind), setzt jede Diät darauf auf, seine Ernährungs- und Ess-Gewohnheiten bewusst zu kontrollieren. Aber eigentlich ist es nichts weiter als simple Mathematik. Man muss es nur schaffen, dass der Körper mehr Energie verbrennt, als ihm zugeführt werden.

    Damit Diäten funktionieren, musst Du wissen wie der menschliche Körper funktioniert.

    Keine Angst, ich werde jetzt hier nicht in die Tiefe gehen. Es ist auch eigentlich nicht nötig.

    Der Mensch: eine (Kalorien) Verbrennungsmaschine

    Was wir wissen sollten ist folgendes:

    Unser Körper ist mit einer Maschine zu vergleichen. Stellen wir uns mal vor, dass unser übergewichtiger Körper ein Auto ist. Damit er funktioniert, braucht er Treibstoff. Diesen bekommt er aber nicht von der Zapfsäule, sondern über die Nahrung. Ist kein Treibstoff mehr da, funktioniert er nicht mehr. Garnelen mit BrotEin Auto hat als Vorratsspeicher für den Brennstoff den Tank. Unser Körper den Magen. Will man eine längere Reise starten, was macht man dann? Man packt noch ein paar Reservekanister voll Benzin in den Kofferraum. Und wie wir wissen, werden die, wenn Sie erst einmal im Kofferraum liegen, dort nie wieder vorgekramt. Ganz ähnliche Reservekanister haben wir. Dies sind die ekligen kleinen Fettröllchen, die sich so vorwitzig über deinen Hosenbund kräuseln. Die Fettspeicher hat die Natur mit Absicht vorgesehen. Man konnte bei der Planung des Menschen ja nicht  davon ausgehen, dass er irgendwann mal einen “Open round the Clock”-Supermarkt vor der Tür hat, wo man sich mal schnell sein Mammut- Steak besorgen kann.

    Das nächste was wir uns vor Augen halten sollten, ist der “Spritverbrauch”. Beim Auto wird dies in Liter auf 100 Kilometer angegeben. Je nach Motorisierung und Fahrweise variiert der Benzinverbrauch. Jetzt sind wir auch schon wieder beim menschlichen Körper. Unser Körper verbrennt eine bestimmte Kalorienanzahl am Tag. Jetzt sind wir bei der anfangs angesprochenen Mathematik:

    Der Grundumsatz (sozusagen das Standgas beim Auto) berechnet sich folgendermaßen:

    Körpergewicht in Kilogramm mal 24 Stunden mal 1 Kalorie.

    Wieso? Da kommen wir mal zur Definition der Kalorie. Unser Physiklehrer sagt: „Eine Kalorie, ist die Menge Energie, welche benötigt wird, einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen.“ Aha!

    Jetzt fragst Du dich sicher: „Was soll das bitteschön mit unserem Körper zu tun haben?“ Jaja, Antwort kommt ja schon: Ja, auch unser Körper muss “auf Temperatur gehalten” werden, sozusagen.

    Denn auch unser Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Damit die Temperatur gehalten wird, verbrennen wir pro Kilogramm Körpergewicht eine Kalorie pro Stunde.

    Ein bisschen Kalorienrechnen..

    Als Rechenbeispiel würde also ein 100 Kilo schwerer Mensch am Tag 2400 Kalorien (100 Kg Körpergewicht * 24 Stunden * 1 Kalorie) verbrennen. Dies ist der sogenannte Grundumsatz. Theoretisch könnte man also selbst beim schlafen abnehmen, da man während des Pennens kaum zum Kühlschrank eiert. Wieviel würde man aber abnehmen, wenn unser Testobjekt eine Woche das Bett nicht verlassen würde.

    Dazu muss man jetzt wissen, das 1 Kilo Fett 7000 Kalorien hat. OK?.. Und wie weiter?

    Um ein Kilo Körperfett loszuwerden, müssen wir also 7000 Kalorien verbrennen. Unser Beispielmensch von 100 Kilo müsste also 3 Tage am Stück im Bett liegen, damit er ein Kilo Gewicht verliert. Theoretisch ganz schön, funktioniert so aber nicht, deshalb spuck die Schlaftabletten mal wacker wieder aus!

    Wie Eingangs erwähnt, gibt es einen Grundumsatz (das Standgas beim Auto). Wer steht aber schon 24 Stunden mit seiner Karre an der Zapfsäule, lässt den Motor laufen, um dann wieder zu tanken? Eben! Niemand!

    Kalorienverbrauch = Grundumsatz + Arbeitsumsatz

    Es gibt deshalb den Arbeitsumsatz. Dieser wird zum Grundumsatz dazu addiert. Grob über den Daumen kann man folgendes on Top dazurechnen:

    sehr leichte körperliche Arbeit 20%
    leichte körperliche Arbeit 30%
    mittlere körperliche Arbeit 50%
    schwere körperliche Arbeit 75%
    sehr schwere körperliche Arbeit 100%

    Jajaja, und schon wieder in der Mathematik! Keine Angst! Selbst wenn Du in der Schule bei den Binomischen Formeln oder der Differentialgleichung den Schlaf der Gerechten gehalten hast. Den ganzen Rotz brauchst Du im späteren Leben sowieso nie wieder! Das wird in der Schule nur gelehrt, um dich zu quälen. Oder glaubst Du, in deinem späteren Traum-Job als Hamburger-Einpacker in  der Systemgastronomie brauchst Du jemals lineare Algebra? Aber EINES ist wichtig zu wissen: Mit dem Dreisatz lassen sich alle Probleme dieser Welt lösen. Wenigstens den solltest Du können!!

    Unsere Formel zur Berechnung desselben lautet: Grundumsatz durch 100 mal gewünschtem Arbeitsumsatz.

    Beispiel gefällig? Es soll der Arbeitsumsatz bei mittlerer körperlicher Arbeit errechnet werden. Bei unserem Beispielmensch von 100 Kilo schaffen wir das locker im Kopf (also ich jedenfalls. Bei Dir bin ich mir nicht sicher): 2400 geteilt durch 100 sind 24. Das mal 50 sind 1200. Das ist der errechnete Arbeitsumsatz.

    Und 2400 Grundumsatz plus 1200 Arbeitsumsatz sind 3600 Kalorien Gesamtumsatz. Feddisch!!

    Würde dieser Mensch den ganzen Tag keine Nahrung zu sich nehmen, hätte er ein halbes Kilo Fett runter (Du erinnerst dich? Ein Kilo Fett 7000 Kalorien?)

    Eigentlich wissen wir jetzt schon alles wichtige.

    Wir können unseren täglichen Kalorienumsatz berechnen, und wir wissen, dass wir weniger Kalorien zu uns nehmen müssen als wir verbrennen, damit unsere Fettpölsterchen sich auflösen.

    Was uns fehlt ist ein bisschen Wissen über die Nahrung, die wir zu uns nehmen. Es macht ja keinen Zweck 30 Kilometer am Tag zu marschieren, um seinen Hintern wieder in die Jeans gezwängt zu bekommen, wenn wir Abends die verbrannten Kalorien in Form von Pizza u. Bier wieder zu uns nehmen. Deshalb gibt’s jetzt hier noch ein bisschen Lebensmittelkunde.

    Ein bisschen Lebensmittelkunde

    Obst u. Gemüse ist nicht nur gesund wegen den Vitaminen, diese Sachen sind auch echte Schlankmacher, weil Sie kaum Kalorien enthalten.

    (Bild rechts: Superlecker und Gesund: Ein grüner Salat mit Putenfilet-Streifen)

    Superlecker und Gesund: Ein grüner Salat mit Putenfilet-Streifen

    Und was folgern wir als nächstes? Lebensmittel die Fett enthalten, sind nicht gut für unsere Figur. Wir wollen das Fett schließlich loswerden, und nicht noch neues hinzufügen. Nun, völlig fettfrei ernähren geht kaum. Fett ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, und Fett ist darüber hinaus Geschmacksträger. Du solltest jetzt aber nicht prinzipiell auf die leckere Salamipizza verzichten, wenn Dir danach ist. Sie sollte aber auch nicht zur Dauerernährung für dich werden. Was man aber machen sollte, und da sind wir wieder ganz am Anfang aller Diätgrundsätze (bewusstes Essen), ist die Kalorienaufnahme zu überwachen. Ich habe dies anhand einer selbsterstellten EXCEL-Tabelle bewerkstelligt.

    Falls es Mitmachwütige gibt: Für den einfachen Start habe ich die EXCEL-Tabelle unter folgendem Link gepappt. Die ist im Format Office 2007. Ältere Versionen können die nicht öffnen. Wer kein Office 2007 hat, das gibt’s auf der Microsoft Seite als Trial Version für 60 Tage. Das sollte erst mal reichen. Die Tabelle hat folgenden Zweck:

    Zum einen kann man für jeden Tag eintragen, wie viel Kalorien man zu sich genommen hat. Darüber hinaus zeigt die Tabelle farbig an, on man im grünen Bereich ist, oder ob Du kleiner Schleckerfürst wieder ein Softeis zu viel in deinen Gierschlund gestopft hast! Zum anderen enthält die Tabelle mehrere Registerkarten, auf denen die Kalorienanzahl der meisten Lebensmittel aufgeführt sind. Sollte etwas nicht aufgeführt sein, dann schätze anhand eines ähnlichen Lebensmittels. Übrigens: Dass die Tabelle funktioniert hat mir ein Blogger-Freund Ende 2013 eindrucksvoll bestätigt: Er hat in anderthalb Jahren damit 40 Kilo (von 157 auf 117 Körpergewicht) abnehmen können!

    Ich habe im Internet aber auch ein Freeware Tool auf http://www.diet-daybook.de/ gefunden. Es ist zwar optisch etwas angestaubt, funzt aber ganz gut. Falls es dort nicht mehr existiert: Ihr findet es auch hier. (kleines Update: Dieses Tool funktionierte leider nur bis Ende des jahres 2012 – warum? KEINE AHNUNG! Entweder nutzt Ihr also nur die Excel-Tabelle von mir – ich überlege ob ich da noch bei den Lebensmitteln Spalten für Kalorien, Fett, Eiweiß und Kohlehydrate einbaue, damit das Ding rund ist – für die Apple Gemeinde gibt es eine App namens Calory Guard Pro, die das alles schon vereint.)

    Abnehmen mit der Dr. Nerd Diät

    (mit angestaubtem Windows 3.1 Charme, aber wirkungsvoll: Das Diät-Tagebuch)

    Genug der schnöden Theorie!

    JETZT WIRD’S MATHEMATISCH!

    Kommen wir zum praktischen Teil:

    Lebensmittel gibt’s abgepackt im Supermarkt. Auf den Verpackungen steht meistens drauf, wieviel Kalorien 100 Gramm des Lebensmittels haben. Und wie kannst Du jetzt zum Beispiel ausrechnen wieviel Kalorien eine Scheibe Brot hat? Dreisatz!! Ich sagte doch, damit lassen sich alle Probleme dieser Welt lösen.

    Beispiel: Eine Packung Brot hat 500 Gramm. Auf der Verpackung steht dass 100 Gramm 170 Kalorien enthalten. Die Packung enthält 11 Scheiben Brot.. Und wie hilft Dir das weiter?

    Wenn 500 Gramm Brot 11 Scheiben sind, wie viel Gramm hat dann 1 Scheibe Brot?

    Lösung: 500 multipliziert mit 1 (was wir streichen können). Ergebnis dividiert durch 11 und: ‚TADAA!..‘ Das Ergebnis ist 45. Eine Scheibe Brot hat 45 Gramm.

    Weiter!

    Wenn 100 Gramm 170 Kalorien haben, wie viel Kalorien haben dann 45 Gramm?

    Lösung:  170 mal 45. Ergebnis dividiert durch 100. Macht? 45 Gramm (eine Scheibe Brot) haben 76 Kalorien.

    Ziemlich viel Rechnerei? Joo, aber es funktioniert. Nach einer gewissen Zeit ist das umrechnen zum Kinderspiel geworden. Und ab dem Zeitpunkt wird man sich mehr bewusst was man zu sich nimmt…

    Und zum Schluss werde ich Dir jetzt noch eine ganz simple Methode zeigen, wie man mit dem Dreisatz rechnet. Das ist nämlich völlig easy!

    Zuerst muss man sich ein paar Gedanken machen, was man hat, und was man ausrechnen will. Das wird in 2 Sätze gepackt.  Nehmen wir mal unser zweites Beispiel:

    Satz 1:  100 Gramm haben 170 Kalorien. OK?

    darunter pinnen wir

    Satz 2: 45 Gramm haben X Kalorien

    Fast Fertig! Glaubst Du nicht? Wart’s ab!Der Clou kommt!

    Jetzt ziehen wir eine Linie. X suchen wir. Die Zahl ÜBER dem X (hier 170) kommt IMMER als erstes oben auf die Linie. Dann müssen wir eigentlich nur noch überlegen: Wird das Ergebnis was wir suchen grösser oder kleiner als die erste Zahl sein? Ist es kleiner, kommt die kleinere der beiden Zahlen auf der anderen Seite oben auf den Strich. Die größere unter den Strich. Ist die gesuchte Zahl größer, muss der höhere Wert nach oben, und der kleinere nach unten.

    Jetzt müssen wir die Bruchrechnung nur noch ausrechnen, denn nichts anderes ist das, was wir gebastelt haben. Also die Zahlen über der Linie miteinander multiplizieren, und dann durch die Zahl unter dem Strich teilen.…

    Jaja, selbst Mathe macht mit dem alten Doctor Love Spaß – und Gehirntätigkeit verbrennt auch Kalorien..

    letzte Änderung: 08.11.2013 20:10 Uhr

  • SPINAT, SPINAT, SPINAT!!..

    ..oder: “Ich bin Popeye der Seeheemann, Tüü-tüüü!”

    Es gibt ein paar Dinge in meinem Leben, die ich hasse wie die Pest. Dazu gehören: nervende Freundinnen (die dann ganz schnell zu Ex-Freundinnen mutieren), TV-Einwahlshows, Menschen die sich selber “Freunde” nennen, sich aber nur an meine Telefonnummer erinnern, wenn ihr PC mal wieder streikt, und nicht zu vergessen: Verschwendung von Lebensmitteln.

    Wenn ich daran denke, dass es ganze Landstriche auf dieser Welt gibt, auf der Menschen Hunger leiden (und sogar in diesem Land – denn sonst bräuchten wir Institutionen wie Bahnhofsmission und ‘die Tafel’ wohl kaum), bekomme ich schon mal schlechte Laune, wenn Lebensmittel nicht verbraucht werden, sondern einfach vergammeln, um dann ein Fall für den Kompost zu werden..

    Ich schicke dies mal voraus, damit du diesen Artikel verstehst. Diesen Monat bin ich finanziell fast “auf Rosen gebettet”. Ich habe am 30. April nur 50,00 Euro abgehoben, von denen ich noch 20,00 Euro in der Börse habe. Trotzdem habe ich durch “Zuwendungen in Sachleistungen und Verbrauchsartikeln” von einigen Gönnern einen SONY SATA-Brenner inklusive Adapterkabel, einen nagelneuen und noch verpackten BW Rucksack, fünf paar dünne Sommer-Socken, einen stabilen Ledergürtel, zwei Bundeswehr-Cargo-Hosen, ein paar Wildleder-Nike Sportschuhe und einen rappelvollen Kühlschrank abstauben können.

    So ein voller Kühlschrank hat aber nicht nur Vorteile – vor allem, wenn er nur ein mittelprächtiges Fassungsvermögen hat, wie meiner. Denn bei meinem Großeinkauf am Anfang des Monats, bei dem ich die Lebensmittel-Bestände wieder auf Sollstärke auffüllte, widerfuhr mir ein Missgeschick. Ich übersah, dass mein Tiefkühlfach noch reichlich mit tierischem Protein – auch als Fleisch bekannt – gefüllt war. Nun hatte ich allerdings einiges an Tiefkühlgemüse eingekauft, da ich dies immer ganz gerne benutze, um Suppen zu kochen. Außerdem war deutscher Spargel im Angebot gewesen, den ich mir statt dem wässrigen Stangenspargel im Glas, mal gegönnt hatte, und den ich auch schon Suppenfertig geschält und geschnitten ins ***-Fach des Kühlschranks gepackt hatte. Mit anderen Worten: Das Tiefkühlfach des Kühlschranks war zu klein für das käuflich erworbene Tiefkühl-Gemüse.

    Was also tun?

    Also mal überlegen – das gecrushte Eis für die Caipis kostet nix, da ich es selber mache, nimmt aber viel Platz weg – also raus damit. Die 500 Gramm Rinderhack, die ich eigentlich auf Vorrat legen wollte, kamen zum schnellen Verzehr in den normalen Kühlschrank, da noch ein ganzes Kilo im Tiefkühlfach auf den Einsatz wartete. Das sollte erst mal reichen. Die restlichen Gemüsepackungen wurden kurz angepiekst, damit ich die Luft aus den Tüten quetschen konnte, und die nun wesentlich kleineren Gebinde ins Fach stopfen konnte. Doch ich konnte schieben, zerren, drücken, quetschen – es half nix. Eine Gemüsetüte blieb immer über. Hmm… was nun?

    Ich entschied mich dazu eine “Spinatwoche” einzulegen.

    Auflauf

    (ein Auflauf.. Jaja. Mit Hirtenkäse, Gehacktem und- Na was? Genau! Spinat!!)

    Gut dass ich einen Tag später Besuch erwartete. Also wurde ein Kartoffelauflauf mit Spinat, Broccoli und Gehacktem gezaubert.

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    Doch damit war erst ein Bruchteil der Popeyeschen Geheimzutat verbraucht. Es mussten also noch mehr Spinatkompatible Speisen her..

    Einen Tag später kam deshalb eine Spinat-Thunfisch-Zwiebel Pizza in den Backofen.

    Spinat-Pizza

    (Spinat-Thunfisch-Zwiebel-Pizza. Da Spinat kaum Eigengeschmack hat, muss als Geschmacksverstärker was drauf, was etwas “Foffo” hat. Da eignen sich herzhafte Auflagen am besten)

    So weit so gut. Auch die Mafiatorte war sehr lecker. Gut dass ich momentan wieder wie ein Wilder meine Kilos runtermarschiere, sonst hätte das Essen der vergangenen Tage mein Gewicht wieder nach oben katapultiert. Doch trotz allem futtern: Es war immer noch reichlich Spinat vorhanden.

    Das sonntägliche Frühstück sollte endlich die Erlösung bringen – der restliche Spinat wurde in etwas Olivenöl, reichlich Knoblauch, Zwiebeln und Speck angeschmurgelt, mit Pfeffer, Salz und Chilisauce gewürzt, und kam dann als Belag auf ein Kingsize Giabatta zwischen einige Schinkenscheiben, Tomaten und Mozzarella..

    spinat-baguette

    (Spinat in Olivenöl mit Knoblauch, Zwiebeln und Speck angeschwitzt. Schmeckt kalt als Salat, oder überbacken als Belag auf einem lecker Giabatta)

    Auch das war total lecker. Und ich kann richtig zusehen, wie meine Oberarme sich wie bei Popeye in muskelbepackte Stahlträger verwandeln.

    popeye

    In diesem Sinne: “Ich bin Popeye der Seehemann.. Tüüü-tüü”…

    letzte Änderung: 11.05.2010 07:21 Uhr

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