Smartphone

  • Das HUAWEI P20 Pro Smartphone im Test – ist die Kamera tatsächlich der Überflieger?..

    Vor knapp 2 Wochen bekam ich über SPARHANDY.de das HUAWEI P20 Pro als neues Smartphone im Rahmen eines neuen Mobilfunkvertrags. Mein alter Mobilfunkbetreiber gibt dieses nur Neukunden – Bestandskunden dürfen maximal das Huawei P20 (ohne Pro) bei einer Vertragsverlängerung bestellen.

    Aber das kennt man ja mittlerweile: lieber werden alle möglichen Anstrengungen unternommen Neukunden zu gewinnen, als langjährigen Kunden mal Ihre Treue zu vergüten. Derlei Geschäftsgebaren war dann der Punkt, meine jahrzehntelange Mitgliedschaft bei dem Mobilfunkbetreiber mit dem V im Namen zu beenden und sowohl das gewünschte Handy, wie auch einen wesentlich preiswerteren Vertrag zu ergattern.Huawei P20 Pro Twilight

    (Bild oben: das Huawei P20 Pro mit der schicken „Twilight“ Rückseite)

    Der Wunsch ausgerechnet das HUAWEI P20 Pro zu ergattern waren ganz klar die tollen Bewertungen der in Kooperation mit Leica verbauten Kamera. Eine vernünftige Kamera ist mir bei einem Handy das wichtigste Feature – noch wichtiger als der Hersteller oder das Betriebssystem – egal ob nun Apple, LG, SONY, Motorola, Samsung oder eben Huawei auf dem Gehäuse steht.

    Und Fakt ist: die Kamera ist – zum jetzigen Zeitpunkt – tatsächlich die beste, welche jemals in meinen Smartphones verbaut worden ist. Allerdings gibt es ein “ABER” – doch dazu später

    Das Huawei P20 Pro im Test. Ist das von allen Medien so hochgelobte Smartphone mit der momentan einzigartigen 3 Linsen-Kamera wirklich so überragend? Hier gibt es den Vergleichstest..

    Doch betrachten wir erst mal das komplette HUAWEI P20 Pro: Huawei ist der der drittgrößte Hersteller von Mobiltelefonen – das merkt man dem Handy an. Die Verarbeitung ist hochwertig – der Gehäuserahmen ist aus stabilem Metall und das Finish ist tadellos. Das Display sitzt nahtlos eingebettet im  abgerundeten Rahmen. Knöpfe und Lautstärkewippe haben keine scharfen Kanten und sind leichtgängig – der “Start-Button” (mit integriertem Fingerabdruck-Sensor) am unteren Ende, des fast komplett vom Display ausgefüllten Rahmens, ist kein mechanischer Button wie beim iPhone 6s und 6s Plus, sondern ein unter Glas liegender Sensor – mechanischer Verschleiß ist also ausgeschlossen. Der Slot für die 2 Sim-Karten ist nahtlos integriert – das Handy ist  zum Schutz des tollen Finishs geschützt (ich hatte die Ausführung mit der auffälligen “Twilight”  Rückseite bestellt) denn der Produktverpackung  lag eine klare Silikon-Hülle bei und selbst das Display war ab Werk mit einer Display-Schutzfolie geschützt.

    Diesen Aufwand, das eigene Produkt vor Blessuren im Alltag zu schützen, kenne ich von anderen Herstellern nicht. Wir bewegen uns aber beim Huawei auch im hochpreisige Segment – fast 900,00 € Listenpreis bei Kauf ohne gleichzeitigem Vertragsabschluss sind wahrlich kein Pappenstiel..

    Leica Kamera LogoAls Betriebssystem kommt Android 8.1 mit einigen Anpassungen seitens HUAWEI zum Einsatz. Die stören aber nicht. Im Gegenteil: der eingebaute Launcher überzeugt mich im Vergleich mit anderen zum Teil kostenpflichtigen aus dem google App-Store am meisten. Mittels des Freeware Tools “Theme Editor” kann man die bestehenden Huawei Themes editieren und je nach eigenem Geschmack auch andere Icon-Pakete einbinden.

    (Bild rechts: das Leica-Logo – Indiz für deutsche Kamerabaukunst)

    Beim Antutu Benchmark Ergebnis kommt das Huawei P20 Pro auf passable, aber nicht ganz so berauschende 208.410 Punkte und rangiert damit zwar vor dem älteren Samsung S8 und vergleichbaren Smartphones aber bereits gut 17% hinter dem S9+ von Samsung, und bereits ca. 30% hinter den beiden ganz neu vorgestellten Asus Zenfone 5Z oder dem SONY XPeria XZ2. Huawei hat hier wohl eine Standard CPU verbaut. Trotzdem ist das Huawei deshalb keine lahme Krücke – 8 CPU Kerne, von denen 4 mit 2,36GHz und 4 mit 1,8GHz getaktet sind, zeigen im Alltagsbetrieb keine Schwächen. Da ruckelt nichts und Apps öffnen sich ohne Verzögerung.


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    Dass die Kerne bei voller Leistung ganz ordentlich am Akku saugen merkt man schnell. Trotz 4.000 mAh ist der Akku nach einem Tag fast leergesaugt. Mein iPhone 6s Plus mit einem nur 3.000 mAh fassendem Akku schlägt sich genauso gut. Wahrscheinlich hat Huawei deshalb eine Quickcharge Funktion eingebaut, die den Akku innerhalb von 1,5 Stunden wieder vollständig auflädt. Ebenfalls ein Manko: das HUAWEI P20 Pro lässt sich nicht induktiv laden sondern muss immer an ein USB Kabel angesteckt werden.

    Im Bereich Audio kann das P20 Pro dann wieder punkten: es hat an jedem Gehäuseende jeweils einen Lautsprecher – die dadurch mögliche doppelte Lautstärke ist ein nettes Feature, wenn man mal Musik im Umkreis von 2-3 Metern mit anderen Menschen hören möchte. Inwiefern die Dolby Atmos Funktion in einem Smartphone Sinn Macht – da entzieht sich mir die Logik. Sie ist aber vorhanden – nutzen wird man dieses Feature wohl kaum.

    Das HUAWEI P20 Pro Smartphone im Test – ist die Kamera tatsächlich der Überflieger?..

    Beim Thema Sicherheit setzt HUAWEI sowohl auf die Gesichtserkennung als auch auf den altbewährten Fingerabdruckscanner. Der Fingerabdruckscanner ist – wie bereits oben geschrieben – auf der Vorderseite wie beim iPhone am unteren Ende des Displays angebracht. Ich persönlich finde den Ort dort besser aufgehoben, als auf der Rückseite, wie es andere große Hersteller machen.

    (Bild Rechts: ein echtes „Pixelmonster“ – das Huawei P20 Pro knallt (sofern man will) 40 Megapixel pro Bild in den Speicher des Smartphones.

    Doch widmen wir uns wieder dem eigentlichen in der Überschrift genannten Thema: Der Kamera des Huawei P20 Pro. Und da muss ich ganz klar sagen: Im direkten Vergleich mit 2 anderen Smartphones aus meinem Fundus – dem iPhone 6s Plus mit seiner 12 Megapixel Kamera und dem NOKIA LUMIA 930 mit einer satten 20 Megapixel Kamera und Zeiss-Optik schneidet die Kamera des HUAWEI etwas besser ab. Besser ja, aber nicht so, dass es für die beiden Vergleichshandys peinlich sein müsste.

    Dies liegt sicher an der Kooperation mit dem bekannten Kamerahersteller Leica, der im Hochpreissektor ansässig ist. Wenn ein Hersteller Kameras baut, die preislich erst ab knapp 3000,00 € (ja das ist kein Schreibfehler – die Leica Kameras kosten wirklich ab dreitausend Euro aufwärts und sind damit nichts für Otto Normalverbraucher) beginnen, dann geht man davon aus, dass hier ein gewaltiges Know-How und hohe Qualitätsansprüche miteinander einhergehen.


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    Und in der Tat ist es so. Ist nämlich die Kamera des Huawei bei Tageslicht schon im KI-gesteuerten Modus (hier übernimmt die Kamera alle Einstellungen – man muss nur noch das Objekt anpeilen und auf den Auslöser drücken) Spitze, sind im Pro Modus noch bessere Fotos möglich. Überhaupt: die KI ist eine Nummer für sich – sie erkennt in Sekundenbruchteilen, was man fotografieren möchte und wählt die korrekten Einstellungen – nachjustieren ist fast nie nötig – und die meisten User sind wohl auch ganz froh darüber, wenn Sie sich nicht mit ISO-Werten, Weißabgleich, Blendengrößen und Auslösezeiten herumschlagen müssen.

    Egal, auf was man die Kamera richtet – es dauert nur einen Augenblick und das richtige Programm wird gewählt: Du bist in einem Park und willst einen Baum fotografieren? Schon wird dir das “Pflanzen” Programm angeboten. Du willst einen Sonnenaufgang aufs Bild bannen? Die Kamera erkennt das und lädt die “Sonnenaufgang/Sonnenuntergang” Einstellung. Eine Word-Dokument-Webseite deines Laptops willst Du als Foto verschicken? Die KI merkt es und lädt das “Scanner” Programm – und schon wird der Text wie bei den Programmen Office Lens von Microsoft oder Adobe Scan perspektivisch grade gerückt.

    Diese Diashow benötigt JavaScript.

    (aus dem linken – schräg von der Seite fotografiertem – Text wird dank der KI der Huawei Kamera der rechts dargestellte Text. Damit haben sich Programme wie Office Lens oder Adobe Scan erlrdigt..)

    Bei deinem Restaurantbesuch willst Du die gelungene Vorspeise auf Instagram posten? – kaum anvisiert erscheint die “Essen” Voreinstellung. Selbst eine Einstellung „Katze“ gibt es – falls man seine Haustiere auf „Platte“ bannen möchte – und selbstverständlich gibt es auch ein Selfie-Programm, welches selbst das unansehnlichste Gesicht mittels optischer Retuschen strahlend schön erstrahlen lässt.

    Es hat wirklich schon etwas fast magisches, was die KI draufhat. Dazu kommt, dass bei jedem Bild im Foto-Modus 40 Millionen Farbpunkte gespeichert werden. Beim Anschauen der einzelnen Schnappschüsse auf den jeweiligen Handy-Display mag dies nicht so stark auffallen – aber zieht man die Fotos zum vergrößern auf, dann erkennt man bei den Aufnahmen der P20 Pro noch Details, wo bei den Konkurrenten nur noch Artefakte zu sehen sind.

    Die Bilder sind bei normalem Tageslicht schon gut, doch richtig genial sind Fotos, die bei sehr schlechten Lichtverhältnissen und sogar in der Nacht geschossen werden. Wo Apple und Nokia nur schmieriges Pixelrauschen erzeugen,  schafft es das P20 PRO gut erkennbare Bilder zu fabrizieren – und das sogar ohne Blitz.

    In der der unteren Tabelle habe ich ein abendliches Testbild von meinem Balkon aufgenommen. Bei allen 3 Handy-Kameras wurde kein Blitz eingesetzt und auf Einstelloptionen verzichtet um die Kamera-Qualität in den Händen eines Laien zu kommentieren.

    Lumia-930-Nachtaufnahme-1024px Huawei P20 Pro Nachtaufnahme-1024px iPhone-6s-Plus-Nachtaufnahme-1024px

    Hier das Bild der Lumia 930 (mit Windows 10) – trotz 20 Megapixel und Zeiss Optik: dieses Bild als Foto zu bezeichnen ist schon fast eine Beleidigung. Die LED-Lampen auf den Nachbarbalkonen sind kaum als solche zu erkennen. Die Baumwipfel im Hintergrund grenzen sich  kaum ab und über dem ganzen Bild ist hohes Pixelrauschen

    HUAWEI P20 Pro – im Vergleich zu den beiden Konkurrenten ein Quantensprung in Bezug auf Ausleuchtung und Schärfe. Die LEDs sind gut zu erkennen und die Bäume im Hintergrund zeichnen sich scharf vor dem Himmel ab.

    Und wie gesagt, dies ist nicht mal im Nachtmodus fotografiert..

    iPhone 6S Plus – nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Das Bild ist nicht so verrauscht wie beim Lumia 930, aber die LEDs sind nur als Lichtpunkte erkennbar und die Baumwipfel im Hintergrund sind kaum vom Himmel zu unterscheiden.

    Seltsam ist aber der Umstand, dass bei der Einstellung 40 Megapixel keine Zoomfunktion zur Verfügung steht. Umso mehr, da die Kamera einen echten 3fachen optischen Zoom hat und mit digitaler Unterstützung Bilder bis zu 10facher Vergrößerung „schießen“ kann. Diese Funktion ist aber nur bis zur Auflösung 10 Megapixel verfügbar – bei 40 Megapixel sind derlei Hilfen nicht verfügbar. In der Praxis bedeutet dies, dass Bilder mit 10 Megapixel und aktiviertem 3fach-Zoom mehr Details liefern als die 40 Megapixel Monsterbilder.

    Und wie sieht das ganze bei Videos aus? Tja, damit sind wir beim obengenannten “ABER”: Auch die Videos sind natürlich von hoher Qualität – aber hier gibt es einige Dinge, die für Konfusion sorgen: ja, man kann mit dem Huawei P20 Pro natürlich 4K Videos aufnehmen – aber nur mit 30 FPS – das aktuelle iPhone X kann aber 4K Videos mit 60 Frames pro Sekunde aufnehmen. Damit geht der Punkt klar an Apple. Dazu kommt erschwerend, dass man bei dieser Auflösung beim P20 PRO auf eine Bildstabilisierung verzichten muss. Wieso Huawei hier schwächelt? Keine Ahnung..

    Es ist fast schon logisch, dass man so eine Kamera mit professionellem Equipment verbessern möchte. Besonders ein Gimbal (Handgriff mit kardanischer Aufhängung zur Bildstabilisierung) kann hier für eine Verbesserung der Videos sorgen und für Hollywood-Reife Kamerafahrten sorgen.

    Wie ist es mit euch? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit dem Huawei P20 Pro gemacht, oder habt Ihr gar ein besseres Kamerahandy?

    das Huawei P20 Pro im Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Aussehen
    Verarbeitung
    Haptik
    Kompatibilität
    Zubehör
    Energieverbrauch

    Ergebnis

    Ein Smartphone gekreuzt mit einer Leica Kamera - kann das funktionieren? Ja, das geht. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Huawei P20 Pro jedenfalls noch das beste Kamerahandy. Trotzdem gibt es ein ABER, denn die aufgenommenen Fotos sind von erstklassiger Qualität, doch dass man es bei diesem Handy nicht schafft 4K Videos mit 60 FPS aufzunehmen ist schon ein Wermutstropfen. Ansonsten kann das Huawei überzeugen: die Optik ist je nach Geschmack dezent schwarz oder midnight stylisch und die Haptik ist dank der Hochglanzrückseite sehr gefällig. Auch dass der Fingerabdrucksensor nicht auf der Rückseite angebracht ist, sondern auf der Voderseite ist ein Plus.

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  • Das WINDOWS Update DENIM ist da – und macht das LUMIA 930 richtig gut!..

    ..oder: wie ein Software Update ein völlig neues Smartphone-Gefühl vermitteln kann.

    Es ist nur ein paar Monate her, als ich eine Review zu dem NOKIA LUMIA 930 geschrieben habe. Das Windows Phone schnitt dabei nicht besonders gut ab.  Mein Fazit damals: schickes Smartphone, Betriebssystem Windows 8.1 so lala und App-Situation katastrophal. Eigentlich hatte ich es danach wieder eingemottet und versucht es bei EBAY wieder zu verkaufen. Doch bei Angeboten in gebrochenem Deutsch a la “gebe dich 250 Euro” lehne ich bei einem Gerät was mal 549 € gekostet hat und neu nun immer noch 399,95 € kostet auch schon mal dankend ab. Irgendwann vorletzte Woche habe ich es einfach mal wieder aus der Schachtel genommen und die Sim-Karte von meinem IPhone in das Lumia 930 gesteckt.

    Lumia Denim updateUnd letztes Wochenende informierte mich das LUMIA, dass es eine aktualisierte Version des Betriebssystem geben würde.

    Obwohl es 01:00 Uhr Morgens war, war ich neugierig und ließ die Installation durchlaufen. Dies ging kabellos über WLAN und dauerte knapp eine halbe Stunde.Während der Zeit war das Handy nicht zu benutzen – auf dem Display drehten sich ein paar Zahnräder zum Zeichen, dass die Installation in Gange war.

    Nach dem Reboot sah erst mal alles aus wie sonst. Doch bei genauem hinschauen merkte man die Unterschiede. CORTANA, das microsoft Pendant zu Siri war nun auf dem Smartphone. Es ist zwar noch im Alpha Stadium, doch es funktioniert bereits durchaus zufriedenstellend. Ich hatte Cortana gebeten mir eine Erinnerung an die Einkaufsliste zu geben, wenn ich in der Nähe von Kaufland bin. Cortana erkannte was ich wollte, fragte noch mal nach, ob ich den Kaufland in Hombruch Luisenglück meinen würde, und als ich ein paar Tage später auf dem Weg zum Wochenendeinkauf war, meldete sich Cortana und sagte mir, dass ich in der Nähe wäre und ich an die Einkaufsliste erinnert werden wollte. Das klappte gut –Siri hätte es auch nicht besser gemacht.

    Auch andere Programme wirken merklich aufpoliert. Die Microsoft Health-App, die mir aufgrund der Kombination von Ernährung, Lifestyle und Workouts ganz gut gefällt, wirkt nun merklich stabiler und leistungsfähiger. Auf dem Sperrbildschirm kann man nun seine täglich getätigte Laufleistung sehen.  Das finde ich ganz praktisch.  Schön sind die Live Kacheln, die sich auf 3 Größen auf dem “Desktop” anzeigen lassen, und dann in Intervallen die Inhalte aktualisieren.

    Auch die Karten scheinen verbessert worden zu sein. Die Navigation kommt mit Sprachausgabe daher und steht von der Benutzerführung und den Funktion Kaufversionen in nichts nach.

    Lumia Navigation

    (NOKIA HERE Maps: Navigation in 3D auf 1920 x 1080 Pixel. Pixelige Maps sind Schnee von gestern. Optisch erinnert die Navigation an aktuelle Versionen der Marktführer.)

    Die Kamera – ein 20 Megapixel „Ungeheuer“ mit Zeiss Optik, war schon immer ein Glanzstück. Auch hier wurde bei der Software noch mal nachgebessert. Vor allem die Geschwindigkeit wurde stark verbessert.

    Aufgrund der Verbesserungen möchte ich Abbitte für meine erste schlechte Review leisten und mein Urteil in einigen Punkten revidieren. Allerdings ist die App-Situation unter Windows Phone immer noch übel – leider! Wird hier seitens Microsoft noch nachgebessert ist das LUMIA 930 durchaus als preiswerte IPhone 6 Alternative interessant.

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  • Ein neuer Sheriff ist in der Stadt! Sein Name NOKIA LUMIA 930..

    ..oder: statt teurem IPhone 6 ein preiswertes NOKIA Winphone – die bessere Entscheidung?

    Wie alles begann:

    Vor fast genau 3 Jahren saß ich Abends vor meinem heimischen PC. Und 2 Umstände traten den Abend ein, die daraufhin auf Jahre meine Smartphone-Welt zutiefst veränderten.

        1. Ich hatte knapp 800 € in meiner Kleingeldschublade rumfliegen, die dort langsam ein Loch reinbrannten.
        2. Ich besaß bereits seit einiger Zeit ein NOKIA Handy namens N900 und wollte ein neues haben.

    Das NOKIA N900 war ein Exot unter den Handys, weil es ein einmaliges Betriebssystem mit Namen MAEMO hatte. MAEMO basierte auf Linux – und NOKIA hatte das System sehr offen gestaltet, so dass für das Gerät sowohl über den Nokia Store, wie auch über die Seite maemo.org mehr als genug Software zur Verfügung stand. Leider wurde das Betriebssystem von Nokia sehr stiefmütterlich behandelt – eigentlich eine Fehlentscheidung, denn obwohl NOKIA wusste, dass das Symbian Betriebssystem (welches bis dahin auf den Nokia Handys installiert war) nicht konkurrenzfähig mit den Smartphone  Betriebssystemen IOS und Android war, klammerte es sich daran fest. n900-om-wetterDies und die Verfehlung bessere Hardware (vornehmlich leistungsfähigere Prozessoren) in deren Handy zu verbauen, führte dazu, dass Sie vom 1. Platz unter den Herstellern auf ferner liefen zurückfielen – und nicht viel später von MICROSOFT übernommen wurden.

    (Foto links: NOKIA N900 – Besonderheiten: Schiebetastatur, Kunststoffdisplay, MEAMO Betriebssystem) Es gab einen N900 Nachfolger, der die Bezeichnung N9 hatte und statt MAEMO das aufgepeppte MeeGoo Betriebssystem (welches ebenfalls auf Linux basierte und von NOKIA als bereits obsolet erklärt wurde) installiert hatte. Dieses Handy wurde in Deutschland nicht angeboten – es war aber möglich diesen interessanten Exoten über Österreich zu reimportieren.

    Das war also vor 3 Jahren Stand der Dinge – und ich hatte das N9 bereits im Einkaufswagen (denn ich mag Exoten) – als auf meinem Desktop ein Popup erschien, dass Steve Jobs verstorben war. Ich muss gestehen, dass mir Steve Jobs nicht viel sagte: ich war zu sehr im Microsoft Imperium verwurzelt – Apple sagte mir nichts. Außer dass die Sachen unverschämt teuer waren..

    Trotzdem war ich neugierig und folgte dem Link, der mich auf die Apple Seite führte. Doch außer dass ich die traurige Nachricht von Steve Jobs Tod erfuhr, gab es dort auch die Meldung über ein neues Handy, welches kurz danach erscheinen sollte. Es war von Apples IPhone 4S die Rede. Mehr durch Neugierde als durch echte Kaufinteresse verglich ich die beiden Handys und stellte fest, dass das IPhone ungefähr gleich so teuer wie das Nokia N9 war – es aber in allen technischen Werten übertraf. Kamera, Display, Prozessor, Speicher: das NOKIA hinkte 2 Jahre in der Entwicklung hinterher. Dazu kam das edle Design, und Werkstoffe aus Glas und Edelstahl, welches sich völlig von Mobiltelefonen anderer Anbieter unterschied. Es dauerte nur eine Minute des Nachdenkens und das N9 flog im hohen Bogen aus dem Einkaufswagen bei AMAZON – dafür kaufte ich auf der Apple Seite das IPhone 4s.

    Das war in der Tat der Tag der mich von einem NOKIA Fan zu einem IPhone-Jünger werden ließ.

    Der Wechsel zu dem ungewohnten Konzept eines völlig abgeschottetem Betriebssystem – welches zu dem Zeitpunkt noch IOS 5 war – fiel mir nicht leicht.  Für jemanden, der es gewohnt ist tief in die Funktionen seines Rechners eingreifen zu können, war dieses Betriebssystem ein schlechter Witz. Das einzig kreative, was man machen konnte, war das Hintergrundbild zu ändern. Schon das freie anordnen von Icons ging nicht. Was ich von Nokia kannte, die Verwendung von Themes, um das Handy etwas persönlicher zu gestalten wurde von Apple nicht mal teilweise unterstützt. Trotzdem arrangierte ich mich damit – denn es hatte natürlich auch viele gute Seiten. Meine lieb gewonnene Freundin “SIRI”, bei der ich immer das Gefühl habe, dass Sie mich nicht wirklich ernst nimmt – die aber eine tolle Spracherkennungssoftware ist – dazu muss man sich nicht mal an starre Sätze klammern, denn Siri erkennt Texte auch aus dem Kontext und Schlüsselwörtern. Dazu eine für die Zeit sehr gute Kamera – und natürlich die ganzen Apps, die es im App-Store gab, gaben dem IPhone mehr Funktionen, und Programme, die man nicht mehr missen wollte.

    THEME1ONEcompletesmall_thumb.jpgIrgendwann führte ich dann meinen ersten Jailbreak durch – eigentlich nur, um die Oberfläche des IPhones an meine Vorstellungen anzupassen. Von da an wurde ich vom normalen Nutzer eigentlich zu einem echten Fan. Mittels ‘iFile’ (einem Programm aus Cydia) ließen sich endlich Dateien bearbeiten und über den Webbrowser aufs IPhone verschieben. Es gab tolle Themes, die sogar das Wetter direkt mittels Widgets anzeigten – und die Icons ließen sich dank einiger CYDIA Tools auch endlich frei anordnen.

    So gingen die Jahre ins Land. Das IOS 5 wurde gegen die 6er, 7er und 8er Version getauscht. Mein 4S sieht immer noch fast so aus, als hätte man es grade aus der Verpackung geholt. Dank einem schützendem Silikon-Überzieher haben kaum mechanische Einflüsse auf das Gerät einwirken können. Sowohl die beiden Glasflächen aus speziellem Glas und der edel wirkende Edelstahlrahmen sind Kratzerfrei. Selbst der Akku ist immer noch der Erste – und hat noch die gleiche Ladeleistung wie am ersten Tag. Ein wirklich hochwertiges Stück Hardware kann man also mit Fug und Recht sagen. Die Apps, die auf meinem 4s sind, sind Top – allen voran “Runmeter” von Abvio, ein Fitness-Tool, welches schier unendliche Funktionen bietet, oder “QRafter” – ein Programm um QR Codes zu erkennen. Das soweit zu den guten Nachrichten..


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    Wenn man schreibt: “soweit die guten Nachrichten” ist klar, da müssen leider auch Schlechte kommen. In der Tat ist das leider so. Das neue IOS 8 saugt den Akku schneller leer, als die Vorgänger-Version. Scheinbar ist das neue IOS nicht mehr für die Hardware des 4s optimiert – die momentan im Apple-Store erhältlichen Modelle 5, 6 und 6 Plus haben neuere und leistungsfähigere Prozessoren.  Die Akkulaufzeit, die schon immer ein Kritikpunkt war, weil der Energiespeicher grade mal einen Tag durchhielt, ist damit nochmals drastisch verkürzt worden. (INFO: Das IPhone 4s hat einen Akku mit 1430 Milliampere Stunden mAh – das NOKIA LUMIA 930 einen Akku mit 2400 mAh). Dazu haben in den letzten Jahren ein paar Hardware-Neuerungen Einzug in die Handywelt gehalten: ein Fingerabdrucksensor ist nicht wirklich nötig, aber die schnelle Datenverbindung LTE und das NFC (Near Field Communication) hat das 4s leider nicht – und diese Dinge lassen sich auch nicht mal eben nachrüsten. Man(n) muss sich also eingestehen, dass das wunderschöne IPhone 4s langsam zu einem Exponat des deutschen Technikmuseums in München mutiert und diese Ding-Beziehung keine Zukunft mehr hat.

    Das “Neue” wird bestellt

    Nun hat mich mein Mobilfunkprovider bereits seit etlichen Wochen darauf hingewiesen, dass ich mir endlich ein neues Handy aussuchen soll, da im Rahmen meines Vertrages die Option für ein subventioniertes Handy vorhanden ist. Man bot mir verschiedene Handys zur Auswahl an – unter anderem das IPhone 5S für 1,00 €. Jetzt wollte ich aber eigentlich nicht ein “altes” Handy kaufen, wenn das neue 6er quasi kurz vor dem Verkaufsstart steht.

    Ich wartetet also bis zum Erscheinungstermin des “Neuen” und bestellte sogar eines vor – doch das hätte ich mir schenken können – das neue IPhone 6 und auch das 6 Plus sehen aus wie jedes x-beliebige Smartphone aus asiatischer Fertigung. Man kann sich meine Enttäuschung vorstellen – statt Innovation pure Frustration..Lumia 930 und IPhone 4S Größenvergleich

    Als sich dann auch noch Meldungen häuften, dass das IPhone aufgrund seiner filigranen Bauart und einem Gehäuse aus Aluminium dazu neigt, sich relativ leicht zu verbiegen (es gibt mittlerweile den Namen “#Bentgate” oder “#Bendgate” für diesen “Bug”), war klar: dass IPhone 6 ist dieses Jahr nicht auf meiner Einkaufsliste. Dazu kam noch der unschöne Umstand, dass Vodafone nur Neukunden ein gutes Angebot für die neuen IPhones machte. Kunden mit bestehenden Verträgen hatten grade mal eine Ersparnis von knapp 20,00 € im Vergleich zum Apple-Store.  Und 20 € sparen um ein gebrandetes Handy zu bekommen? Das war nun wirklich kein attraktiver Deal für mich.

    (Foto Rechts: NOKIA LUMIA 930 und IPhone 4S im direkten Größenvergleich. Das IPhone wirkt fast Zwergenhaft – Das Nokia hat ein 5” Display mit 1920 x 1080 Auflösung und gewaltigen 441 Ppi– das IPhone mit dem Retina Display hat dagegen ein 3,5” Display mit fast mageren 960 x 640 Pixel Auflösung und 326 ppi. Damit ist das Display vom Nokia der Hammer – leider macht Microsoft mit dem Betriebssystem Windows 8.1 nichts daraus)

    Trotzdem wollte ich die Option auf ein neues Handy nicht verfallen lassen. Meistens habe ich die sofort wieder bei ebay für gutes Geld verkauft – so konnten teilweise die Handygebühren für ein Jahr amortisiert werden. Deshalb schaute ich mir ein bisschen die Hardware des Iphones an und verglich Sie mit anderen Handys, die ich bei Vodaphone im Rahmen der Vertragsverlängerung auswählen konnte. Da ich kein Handy mit Android Betriebssystem wollte (ich hatte für ein paar Tage aus einer früheren Vertragsverlängerung das Samsung Galaxy S4 zur „Pflege“ und fand sowohl das Handy als auch das Android Betriebssystem nicht besonders attraktiv), blieb nicht viel: Meine Wahl fiel auf das NOKIA Lumia 930 – das aktuelle Top-Modell aus dem Hause NOKIA, welches aber bereits über die Microsoft Webseite angeboten wird und das Windows 8.1 Betriebssystem hat. Für 1,00 € (plus der aktuell üblichen Nutzungsgebühr von 10,00 € im Monat) bestellte ich es online auf der Vodafone Webseite.

    Ein paar Tage später kam das Handy an. Das Paket war etwas größer, denn Vodafone hatte in den Karton nicht nur das Lumia 930 im Original-Karton gepackt, sondern auch noch ein Ladekissen von “fatboy” im Wert von ca. 50 €. So ein Ladekissen ist eine wirklich tolle Idee.  Vorbei die Zeiten des Suchens nach dem Adapterstecker für den Stromanschluss. Das Ladekissen kann man irgendwo auf dem Schreibtisch platzieren – und das Handy legt man einfach drauf – nach 1 bis2 Sekunden gibt das LUMIA ein kurzes akustisches Feedback und der Sperrbildschirm wird für ein paar Augenblicke erhellt – und schon wird das NOKIA Handy induktiv aufgeladen. Daten werden über das WLAN ausgetauscht – der Kabelanschluss wird also vor mechanischem Verschleiß geschützt. Grade bei Iphones, die man ja täglich anstöpseln muss, weil die Akkulaufzeit so bescheiden ist, wäre so etwas ein echter Pluspunkt – doch dieses intelligente Feature haben selbst die neuen 6er Modelle nicht.


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    Leider hat sich über die letzten Jahre das „Unboxing“ – Erlebnis bei Mobil-Telefonen stark relativiert. Früher gab es Handbücher,  CDs mit Software, sogar spezielle Video-Kabel um die Ausgabe von Videos auf dem heimischen TV vor einem größeren Publikum realisieren zu können. Tja, gute alte Zeit..

    In der Schachtel des NOKIA LUMIA 930 ist das Handy, ein Stecker für die Steckdose und ein USB auf Micro-USB Kabel – selbst wenn man eine nicht mal Handydisplaygroße mehrseitige Kurzanleitung noch mitzählt, kann man den Inhalt an den Fingern einer Hand abzählen – und hat immer noch einen übrig. Nicht mal popelige Ohrhörer gibt es dazu. Das ist klar ein Nachteil, denn das eingebaute UKW Radio benötigt die Kabel des Ohrhörers als Empfangsantenne. Man kann also bei einem Handy zum Preis von fast 500,00 € eine eingebaute Funktion nicht nutzen, weil man zu geizig ist ein Zubehör für 2 Euro mit beizupacken.  Das ist schon ziemlich peinlich.

    LUMIA 930 Hardware vs. IPhone 4s Hardware

    War das Unboxing eher durchwachsen, kann das Smartphone selber punkten. Das LUMIA will sich nicht verstecken – und das zeigt es auch. Es ist ein echter „Klopper“ in der Größe. Von den Abmessungen entspricht es fast genau dem neuen IPhone 6 (nicht 6Plus!) und stellt klar dass es sich als dessen Konkurrent sieht. Das NOKIA Smartphone, das aktuell (Stand Okt. 2014) das Top-Modell ist, sieht auch sehr hochwertig aus. und wirkt durch die verwendeten Materialien sehr gediegen.

    Sind die beiden Kontrahenten dort noch gleichauf, fangen schon bald die Unterschiede auf. Anders als beim Iphone gibt es keinen Button auf der Frontseite, der für den Sprung zum Startbildschirm genutzt wird – meiner Ansicht nach ein echter Pluspunkt: verhindert diese Lösung doch wirkungsvoll, dass sich Dreck über Jahre ins Handy mogeln kann – ein mechanisches Bauteil oder Schalter hat eben nur eine begrenzte Lebensdauer. Die vordere Oberfläche des Lumia 930 besteht komplett aus dem sehr kratzfestem Gorilla-Glas – einer Entwicklung von Corning. Es ist im Gehäuse bündig eingelassen und an den Kanten leicht abgerundet. Das fühlt sich beim bedienen sehr gut an. Die Seite wird von einem Metallrahmen umfasst. Er ist bei den Modellen mit farbigen Rückseiten unlackiert – beim schwarzen Modell (für das ich mich auch entschlossen hatte, weil ich schwarz einfach dezent und klassisch finde) ist er schwarz lackiert. Dieser Rahmen gibt dem Handy ein ähnlich massives Auftreten, wie das alte IPhone Modell – und da das Handy zwar schmal ist, aber nicht so extrem dünn und abgerundet wie die IPhones der 6ten Generation, kann man es sogar auf den Rahmen stellen – sinnvoll für Fotos mit Selbstauslöser, wenn grade kein Stativ zur Hand ist. Dieser Rahmen ist aber kein schmückendes Beiwerk – in Wirklichkeit ist es das äußere des Bodys, der als Trägerplatte für alle anderen Komponenten dient.

    Die Rückseite ist zwar aus Kunststoff (genauer aus Polycarbonat) – wirkt aber nicht billig. An den Rändern ist Sie leicht gebogen. Dadurch, dass die Linse des Kameraobjektivs bündig eingelassen ist und nicht wie beim neuen IPhone etwas übersteht, liegt das Nokia auch glatt auf. Da kippelt nichts – auch dies wurde ja beim neuen IPhone 6 als Kritikpunkt bemängelt.

    IPhone Kamera vs. Lumia Kamera

    Wo wir grade beim Thema Kamera sind – da ist die 20 Megapixel-Kamera des NOKIA/MIcrosoft Modells mit seiner hochwertigen ZEISS Optik der 8 Megapixel ‘iSight’ Kamera des IPhone ganz klar überlegen. Das soll nicht heißen, dass die Kamera des IPhones schlecht ist – mit dem Release des IOS 8 sind einige gute Funktionen implementiert worden, wie die Möglichkeit Zeitraffer-Videos zu erstellen oder Selbstauslöser Fotos zu knipsen. Aber nennen wir es beim Namen: die Iphone Kamera ist eine Schönwetter-Kamera. Bei Dunkelheit ist die Bildqualität grottenschlecht, weil völlig verrauscht.  Solche Lichtverhältnisse lassen die NOKIA Kamera kalt. Sie knipst selbst in dunkler Umgebung ohne Blitz wesentlich bessere Bilder als das IPhone. Die Bilder sind zwar auch verrauscht – aber es lässt sich wenigstens erkennen, was dort aufgenommen wurde – beim IPhone ist es durchweg unkenntlicher Pixelbrei..

    Nachtfoto-IPhone-4s-small.jpg Nachtfoto-LUMIA-930-Small.jpg

    So sieht ein Nachtfoto aus, wenn es mit der Kamera des IPhone 4s geschossen wird – eigentlich ist nichts zu erkennen.  Das Licht der Straßenlaterne (auf dem rechten Bild erhellt Sie die Szene noch ausreichend) hat hier so gut wie keine Wirkung.

    Und so sieht das gleiche Motiv aus, wenn man die lichtstärkere Kamera des NOKIA Smartphones nutzt.  Bei beiden Fotos wurde um ein vergleichbares Ergebnis zu bekommen, die Automatik der Kameras genutzt – nur der Blitz wurde bei beiden Kameras deaktiviert.

    Microsoft App-Store vs. Apple App-Store

    Kann die Kamera des NOKIA Lumia noch punkten, sieht es an anderer Stelle schlecht aus. Und damit meine ich RICHTIG SCHLECHT! Und das liegt an der Interpretation der Begrifflichkeit Smartphone seitens Microsoft. Ein Smartphone wird ja, wie der Name schon sagt, nicht mehr nur zum telefonieren genutzt. Die tägliche Büroarbeit, Terminplanung und Erinnerungen werden natürlich zunehmend damit gemanagt, aber es wird zum großen Teil eben darüber hinaus auch im Freizeitbereich für das tracken von sportlicher Aktivität mittels GPS-Empfänger und Herzfrequenzgurt oder für das knipsen von Selfies und der Kommunikation in sozialen Netzwerken genutzt. Ebenso kann es als Lesegerät für Kindle-Bücher oder Multimediagerät auf Partys zweckentfremdet werden. Es gibt noch etliche andere Möglichkeiten – da wird jeder seine Vorlieben haben.

    MSN Health

    Und hier ist Apple ganz klar 2 Nasenlängen voraus! Das liegt eben auch im IOS begründet. Nehmen wir als Beispiel einmal die Allerweltsfunktion ‚Uhr‘. Klickt man beim IPhone auf das Uhren-Symbol dann hat man gleich 4 nützliche Funktionen unter einem Dach: Weltuhr, Wecker, Stoppuhr und Timer. Das NOKIA hat einen Wecker – und das war’s auch schon.  Glaubt es oder nicht: Die anderen 3 Funktionen gibt es im Handy gar nicht werksseitig. Klar, kann man versuchen sich diese Funktionen über Apps zu besorgen – doch genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn während es bei Apple im App-Store nur so von Apps wimmelt – zum Teil Dutzende für die gleiche Problemstellung – kommt man sich beim Windows Phone vor wie bei “Rudis Resterampe”.

    Viele Apps sind einfach nur Grottenschlecht – oder gibt es erst gar nicht. Eine App für Google +? Die gibt es nicht wirklich – jedenfalls nicht von google. Google Maps? Ja, gibt es – heißt auch so – doch der Entwickler ist irgendein Hinterhof-ITler, der alle gefühlten 10 Sekunden nach einer Geldspende fragt. Genauso armselig kommt man sich vor, wenn man einen vernünftigen Kalender möchte, oder eine brauchbare Wetter-App.  Häufig sehen die Apps zusammengeschustert aus – haben nur rudimentäre Funktionen und blenden dazu noch andauernd Werbung ein – das nervt wirklich total und wirkt unprofessionell. Gut und seriös ist anders! Ich habe bestimmt eine Stunde damit verbracht, die fehlenden 3 Uhr-Funktionen zu finden. Trotzdem gelang es mir nicht alle Versionen in Deutsch zu bekommen – dafür sind Sie wenigstens werbefrei. Für die Taschenlampenfunktion – etwas was Apple schon seit IOS 7 von Haus aus mitbringt (und es auch zum schnellen Zugriff ins Control-Center gepackt hat), brauchte ich 6 Anläufe um eine App zu finden, die nicht irgendwelche Werbeeinblendungen anzeigte. In der Zeit hätte ich diese blöde Funktion mit meinen beschränkten C – Kenntnissen fast selber programmieren können.


    HIER FOLGT EINE WERBEANZEIGE


    Schön, dass es eine Kindle App gibt – doch bezeichnend für die schlechte App-Infrastruktur ist, dass das erste angezeigte Buch Johann Wolfgang von Goethes “Faust – der Tragödie erster Teil” war..

    Cortana vs. Siri – Flow vs. Swype

    Das Windows 8.1 Betriebssystem tut ein übriges um einem die Lust an dem eigentlich tollem Gerät zu vermiesen. Das Update auf die Version 8.1 bringt zwar eine Verbesserung – doch trotzdem ist das Betriebssystem eine Baustelle. Microsoft hat mit 3 Jahren Verspätung auch einen intelligenten Sprachassistenten mit Namen Cortana in Petto – doch der ist für Deutschland nicht verfügbar. In englischsprachigen Werbevideos wird er zwar als SIRI-Killer dargestellt – doch was Werbung mit der Wahrheit zu tun hat, wissen wir ja. Nicht viel! Momentan ist ersatzweise eine Spracherkennung aktiv, die in Anwendungen mit Texteingabe den gesprochene Text mit einer überraschend guten (weil niedrigen) Fehlerquote übersetzt. Texteingaben über den Homescreen werden aber ohne Umschweife auf eine Bing-Suche im Internet durchgeschleift. Ebenso gibt es die Apple Swype Tastatur – nur heißt Sie bei Microsoft Flow. Die Funktion ist einfach erklärt: Tippen belastet die Fingergelenke durch das ewige auf und ab der Fingerkuppen beim schreiben. Beim „swypen“ oder „flowen“ werden die Wörter durch wischen über die Tastatur eingegeben ohne den Finger wieder von der Tastatur zu heben. Ich war erst skeptisch – stellte aber überrascht fest, dass die Texterkennung nahe bei 100% lag. Beim tippen hätte ich sogar mehr Fehler gemacht.

    Das ist nicht das einzige was beim Umgang mit dem Handy stört. Genauso, wie man es von der Windows 8 Desktop Version kennt, wird eine Auflösung von 1920 x 1080 dazu verschwendet maximal 3 Infos anzuzeigen.  Die Folge ist, dass man mehr durch die Bildschirme scrollt, als benötigte Infos zu sehen.  Alles in allem ist das sehr unbefriedigend. Man merkt Microsoft an, dass Sie zwar Desktop-Betriebssysteme entwickeln können – die Bedürfnisse eines Smartphone Benutzers gehen aber völlig an Ihnen vorbei. Hier zeigt Apple mit der fast identischen Optik der eigenen Anwendungen von OS X und IOS 8, wie man es wesentlich schicker machen kann. Grade wenn PC und Smartphone Arbeitsgerät sind, sollte man sich freuen, wenn man es benutzt.

    Lumia Hardware vs. Apple Hardware

    Wenn man sich die Datenblätter der beiden Handys anschaut, dann sollte man eigentlich meinen, dass das LUMIA 930 mit dem verbauten Qualcomm 800 Snapdragon Quadcore Prozessor, und dem zusätzlichem grafischem Coprozessor  leichtes Spiel gegen das ältere IPhone 4 S mit dem nur 2 Kern starkem A5 Prozessor und dem PowerVR SGX 543 Grafikchip hat. Dazu muss das IPhone mit 512 MB Ram auskommen – das LUMIA darf mit 2 GB Ram im Betrieb um sich werfen. Doch fällt dies überraschenderweise kaum auf. Im Gegenteil – was mir unangenehm aufgefallen ist,  ist die Hitzeentwicklung des Rahmens beim LUMIA Smartphone – von Wärme kann man schon nicht mehr sprechen. Ähnliches habe ich beim IPhone nicht erlebt. Es gab Spiele, wie „the Door, The Door 2“ und Hardwarehungrige Kamera-Apps, die schon mal die Rückseite des IPhones erwärmten (und auch den Akku in Windeseile leerten) – doch das aufrufen von einer simplen Kartenapplikation, wie beim Lumia 930, die nach 5 Minuten den Rahmen so erwärmt, dass man ihn am liebsten zum Grill anzünden benutzen möchte – dass ist neu, und ganz sicher nicht normal. Da dies auch beim simplen Solitär Spielen auftritt, vermute ich, dass der Grafik Coprozessor nicht der leistungsfähigste ist. Möglicherweise kann man aber auch über ein Update dieses unschöne Verhalten in den Griff bekommen.

    IOS 8 vs. Windows 8.1 mobile

    Ich möchte das Windows Phone nicht schlechtmachen – es gibt auch Dinge, die mir durchaus gefallen auch wenn Sie einen völlig anderen Ansatz haben. Microsoft bemüht sich den Vorsprung von Apple aufzuholen. Mit der Version 8.1 wurde das „Action-Center“ eingeführt – im Prinzip das Microsoft-Pendant zu Apple „Mitteilungs-Zentrale“. Bei Microsoft lassen sich die dort für den Schnellzugriff versteckten Anwendungen sogar frei wählen. Das würde ich mir auch bei Apple wünschen.

    Das IOS 8 von Apple bringt dafür neuerdings die „Health“ – App mit. Dies ist eine Schnittstelle, die von Apps genutzt werden kann Sensordaten zu übermitteln. Dabei ist fast nichts vergessen worden – manche klinischen Berichte sind nicht so umfangreich – oder sagt jemandem der Begriff „Forcierte Vitalkapazität“ etwas? Die Idee dahinter ist, dass alle Fitness -und Gesundheitsanwendungen in diese Datenbank schreiben können und man alle relevanten Daten an einem Ort hat – dazu grafisch hübsch aufbereitet in Form von Diagrammen.

    Microsoft hat eine ähnliche Funktion auf seinem Smartphone. Sie ist wesentlich übersichtlicher und Benutzerfreundlicher – sammelt aber auch natürlich nicht so viele Daten. Eigentlich sogar nur 2: Bewegungsdaten über den Schrittzähler (dazu wird der Lage und Neigungssensor benutzt) und das GPS Modul, sowie – falls vorhanden – einen Herzfrequenzgurt. Für Technik-Freaks sicher nicht erste Wahl – aber für den Freizeit-Sportler supereinfach zu benutzen.

    Fazit:

    Mein Fazit: Die Hardware des Windows Phone NOKIA LUMIA 930 übertrifft die Software bei weitem. Vieles was beim IPhone schon seit Jahren Standard ist, hält Microsoft scheinbar nicht für nötig.  Apple zeigt da, wie man es wesentlich besser macht. Witzigerweise ist selbst die Synchronisation von Terminen und Kontakten aus Outlook zwischen heimischem PC und Smartphone von Apple besser umgesetzt worden. In der aktuellen Version mit Windows 8.1 ist das LUMIA 930 für einen Poweruser wegen der fehlenden Apps nicht zu gebrauchen. Dazu sind die meisten Apps mit nervigen Werbeeinblendungen ‘verseucht’ und häufig nicht mal in Deutsch verfügbar. Für jeden normalen Anwender, der nur telefonieren möchte und ab und zu ein paar Schnappschüsse schießen will, dafür wieder völlig überdimensioniert. Die ideale Lösung wäre die Hardware von NOKIA mit dem IOS 8 Betriebssystem von Apple.

    Doch das gibt es ja leider nicht. Die Lösung für das Dilemma: Ich werde mein ans Herz gewachsenes 4s und die Neuanschaffung Lumia 930 bei ebay verkaufen, das Geld ein IPhone 7 sparen und solange weiter mein Nokia N900 nutzen.

    Datum letzte Änderung: 04.10.2014 14:39 Uhr

    NOKIA LUMIA 930 vs. IPhone 4s - der Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Aussehen
    Verarbeitung
    Kompatibilität
    App-Infrastruktur
    Zubehörumfang

    Ergebnis

    Das NOKIA LUMIA 930 ist zum aktuellen Zeitpunkt (Okt. 2014) das Top-Modell unter den Windows Phones. Es wird nach Übernahme von NOKIA durch Microsoft direkt über die Microsoft Webseite angeboten und dort enthusiastisch gelobt. Doch wie schlägt sich das aktuelle Top-Modell gegen das betagte IPhone 4s? Man sollte glauben, dass der Sieg aufgrund der besseren Hardware klar an das NOKIA/Microsoft-Flaggschiff geht. Doch dem ist nicht so. Aufgrund des nicht wirklich optimal umgesetzten Windows 8.1 Betriebssystems und der nur als katastrophal zu bezeichnenden App-Situation wird das LUMIA 930 nur 2. Sieger. Punkten kann das NOKIA in Sachen Kamera - doch ein Smartphone sollte wesentlich mehr bieten als die Option tolle Katzenbilder auf soziale Netzwerke zu posten. Aktuell ist bei den Vodafone Handys noch ein Ladekissen dabei - dies hätte die Punkte beim Zubehör erhöht - dafür fehlen aber Ohrhörer. Da die zwingend gebraucht werden um als Antenne für das eingebaute Radio zu fungieren gab es aber Punktabzug.

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