Zur Werkzeugleiste springen
Frauen und andere KatastrophenUnterhaltung

Achtung! Alarmstufe Rot!! Heulsusen-Alarm…

..oder: was tun, wenn deine LAG auf die Tränendrüse drückt?

Sie sind die Ultimativen Waffen im Kampf der Geschlechter: die Tränen einer Frau. Wenn sie weint, ist der Kampf entschieden. Und das Weibsvolk weiß das selbstver­ständlich. Und deshalb haben sie das Recht, die Stöpsel aus Ihren Tränendrüsen zu ziehen, wann immer sie wollen, nie hinterfragt..

Frauen wollen alles, was Män­ner haben (selbst wenn sie nicht wissen, was Sie damit anfangen sollen!). Aber sie hatten merk­würdigerweise nie Interesse an unserer Kunst der Selbstbeherr­schung. Wie ihr mütterliches Vorbild, das hinter der Küchen­tür der fünfziger Jahre schluchz­te, besteht die moderne Frau auf ihr Flennen, und nutzt dies konsequent zu allen Gelegenheiten aus.

Selbst ein Womanizer und Fulltime-Frauenkenner wie ich fühlt sich wie ein Tölpel, wenn SIE weint. Selbst wenn ich zur Abwechslung mal wieder völlig unschuldig bin, und ausnahmsweise nicht mit einer anderen rum gemacht habe, hat man ein Gefühl, als würde eine Hand dein Herz umklammern. – Eine mit langen, rot lackierten Fingernägeln!

Was kannst du tun? Du kannst sie nicht bitten, auf­zuhören – das lässt sie nur noch lauter schluchzen. Du kannst sie nicht ärgerlich auffordern, sich zusammenzureißen. Du darfst nicht lachen, dich nicht abwenden, und auf gar keinen Fall darfst du ungerührt bleiben.

(Eine heulende LAG! Ein fürchterlicher Anblick, gegen den sogar ein überfahrener Igel noch aussieht wie ein gerahmtes Stilleben)

Tatsache ist, dass eine weinende Frau ein furchtbarer Anblick ist. Es zerreißt dir das Herz. Dein sonst so zügelloses Sexmonster, auf einmal so sensibel, so verletzlich, so zerbrechlich! Genau darauf spekulieren sie, diese Meisterinnen der Manipulation. Sie kennen den Effekt, den Tränen auf uns haben. Was sie nicht wissen, ist, dass sich dieser Effekt abnutzt. Nach und nach findest du heraus, dass immer wieder das gleiche passiert. Ihre Tränen sind nicht Ausdruck eines echten Gefühls. Sie sind eine Waffe. Sie sind Taktik. Das letzte Mittel wenn es keine rationellen Argumente gibt, Ihren Willen durch zusetzen!

Doch selbst wenn du das weißt, wirst du nie immun dagegen. Eine weinende Frau ist wie ein Tritt in die Familienplanung! Du hast es schon erlebt, aber es tut jedes Mal wieder weh.

Es wäre ja noch okay, wenn sie aus gutem Grund flennten. Aber Frauen, die keine Träne vergießen würden, wenn dein Hund stirbt oder die deutsche Nationalmannschaft in einem Finale verliert, bekommen das heulende Elend bei den trivialsten Anlässen: weil sie gefrustet sind. Weil, du ein Schwein bist. Weil ihnen die Argu­mente ausgehen. – Weil „nichts” ist.

Wenn ein echter Kerl von seinem Job genervt ist, oder seiner Beziehung, wird er sich betrinken oder ein Loch in die Wand schlagen oder versuchen,  die hübsche Bedienung flachzulegen. Eine Frau wird weinen. Denn Tränen gelten als ehrlich und mitleiderregend. Wenn du dagegen ein Loch in die Wand schlägst oder ein Nümmerchen mit der Bedienung schiebst, bist du ein ganz Schlimmer, der es verdient, grausamst bestraft zu werden.

Weinen steckt Frauen im Blut wie die Versuche uns zu domestizieren, Schnäppchenjagd im Schlussverkauf, das stehenbleiben vor jedem Schuhgeschäft-Schaufenster und monatliche Depressionen.

Zu erhoffen deine LAG würde sich dank deiner Partnerschaft mal irgendwann in einen richtigen Menschen verwandeln, sind allerdings ähnlich utopisch, wie “Frieden auf Erden”.

In langen, an der Seite dieser menschlichen Wasserwerfer, verbrachten Jahren habe ich festgestellt, dass es immer dieselben Banalitäten sind, die Frauen zum Heulen finden:

  • weil du sie nicht mehr liebst.
  • Weil du früher nicht im Bett gepupst hast.
  • weil du zum Besuch bei den doofen Schwiegereltern deine Cordhose und dein Lieblingshemd anziehst, welches Sie so hasst.
  • Weil Du ihr nicht minutiös erzählst, was du und deine Kumpels an ihrem freien Abend gemacht haben.
  • Weil du dich nach dem Sex um­drehst und in den Schlaf fällst, anstatt noch stundenlang über den Sinn des Seins zu diskutieren.

Wenn Männer aus solch nichti­gen Anlässen weinen würden, wäre die Welt ein schrecklicher, tränenüberfluteter Ort, gegen den sogar eine wegen der jährlichen Rheinüberflutung  abgesoffene Kölner Altstadt nichts weiter wäre, wie das ausgetrocknete Kinderplanschbecken in deinem Garten. Was wäre wohl an Tränen geflossen, wenn Robert Enke sich nicht quasi “nach Feierabend” vor den Zug geworfen hätte, sondern sich im Finale der WM beim Elfmeterschießen entleibt hätte? Und das beim Stand von 4:4?

Die letzten 50 Jahre hat man uns versucht einzureden, es sei die weib­liche Sensibilität, die die Welt regiert. Das ist natürlich Blödsinn. Tatsache ist, dass die Zivilisation auf Männern ba­siert, Männern, die ihre Lippen zusammenpressten, ihre Ge­fühle unterdrückten und nicht weinten, obwohl die ollen Niederländer Weltmeister wurden!

Also, wie sollten wir harten Kerle mit weiblichen Tränen umgehen? Wir haben Angst, dass sie nie mehr versiegen. Darum versuchen wir alles, den Fluss zu dämmen. Was wir einer weinenden Frau erzählen, ist oft so bedeutungslos wie ihre Tränen. Wir lügen das Blaue vom Himmel, wenn wir die Liebe einer Frau gewin­nen wollen – oder Sie flachlegen. Aber keine unserer Versprechungen ist so erlogen wie die, die wir machen, wenn eine Frau ins Kissen flennt, und dabei sowohl ihr Makeup, als auch das teure Kissen ruiniert!

Das wirklich Erschreckende an den Tränen einer Frau ist, dass wir sie nicht einordnen können. Wenn sie weint, weil du im Bad einen Pups lässt, dann nicht, weil sie deine Unterwasser-Blähungen wirklich traurig findet. Sie weint, weil sie eure Liebe schwinden sieht. Weil eure Herzen sich entfremden und die Leidenschaft schwinden wird. Dein püpsen hat nur peripher damit zu tun.

pupsbecken

(Achtung! Sei vorsichtig was du hier tust. Nein! Nicht mit dem Mädchen! Du sollst nicht ins Wasser püpen. – Und wenn tu es so, dass Sie’s nicht merkt!)

Wie oft habe ich Weibsvolk flennen gesehen? Mindestens genauso viele Male, wie ich eine ernsthafte Beziehung mit einer Frau hatte. Sie heulten alle. Manchmal waren Ihre Tränen gerechtfertigt – aber meistens waren sie völlig irrationell. Was ihre Heulanfälle gemeinsam hatten, war, dass ich am liebsten vor Ihnen davon gelaufen wäre. Und dass sie absolut überflüssig waren. Ich gestehe! Diese manipulierenden Tränenströme zwangen mich dazu, schreckliche Dinge zu tun. Sie ließen mich in Beziehungen verharren, die ich eigentlich beenden wollte. Sie machten einen guten Jungen aus mir, wenn ich eigentlich böse sein wollte. Sie verhinderten, dass ich mich in meiner Badewanne wie in einem Whirlpool fühlen konnte.

Aber es gibt etwas, was eine weinende Frau nie bei mir ausgelöst hat, und ich schätze, das gilt für alle Männer: Wegen ihres “taktischen Heulens” habe ich sie sicher nicht geliebt!

letzte Änderung: 16.02.2010 10:24 Uhr

Schlagworte

Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein Eisen zu heiß..)

verwandte Artikel

Geistesblitz da lassen..

Back to top button
Close
Close
%d Bloggern gefällt das: