Apple

  • Weg mit dem langweiligem IPhone Slider – her mit Jellylock..

    ..oder: ein cleveres Tool aus dem CYDIA Store gibt dem Unlock-Slider neue Funktionen

    S

    eit Jahren das ewig gleiche Spiel – will man sein IPhone entsperren, muss man mit dem Finger einen “Slider” auf dem Bildschirm von links nach rechts bewegen. Apple findet dies auch völlig in Ordnung und hat nie Handlungsbedarf gesehen, dies auch nur im mindesten zu ändern, oder mal über eine Verbesserung diese Funktion nachzudenken.

    Glücklicherweise gibt es kreative Hirne, die immer eben doch noch etwas verbessern können. So bekommt der simple Slider mittels der Software “Jellylock” aus dem CYDIA-Store völlig neue Funktionen.

    IPhone mit JellylockVoraussetzung ist ein IPhone mit installiertem IOS 7 – bis maximal Version 7.0.4 (die aktuelle Version 7.1.1 ist zwar Berichten zufolge auch bereits gejailbreakt worden – aber dieser Jailbreak wird wohl nicht veröffentlicht, da man hofft den beim bald erscheinendem IOS 8 nutzen zu können) und installiertem CYDIA. Die App Jellylock 7 ist dort kostenlos verfügbar.

    (linkes Bild: IPhone 4 mit IOS 7 und installiertem Jellylock. Hier ist das IPhone mit gesperrtem Bildschirm zu sehen – das installierte Theme ist “1One” von Bluemetal (Arthouse))

    Und was macht dieses ominöse Jellylock nun ganz genau?

    Wenn das IPhone gesperrt ist, sieht der Slider noch weitestgehend normal aus, bis darauf, dass er eine kreisrunde Form hat. Seine besonderen Funktionen zeigt er erst wenn man Ihn mit der Fingerkuppe leicht bewegt. Dann werden bis zu 5 frei konfigurierbare Shortcuts halbkreisförmig um den Kreis eingeblendet. Der Kreis kann nun mit dem Finger auf ein Symbol “gedroppt” werden. Dank Einrastfunktion funktioniert dies unkompliziert. Sofort wird dann die App gestartet und das IPhone ist entsperrt.IPhone mit Jellylock




    Damit wird das seit IOS 7 von unten nach oben zu schiebende “Kontrollzentrum” nun sinnvoll erweitert. Da das Kontrollzentrum auch eher dafür geeignet ist selten benutzte Funktionen ein-oder auszuschalten, wie die Taschenlampe, WLAN, Flugmodus, Bluetooth (und die Musikwiedergabe  zu steuern) aber weniger geeignet schnell mal auf eine App zu zu greifen, ist der Jellylock eine tolle Möglichkeit schnell seine Lieblingsapp zu starten.

    (rechtes Bild: aktiviertes Jellylock. Der Unlock-Slider (weisse Kreis) wurde bewegt. Nun sind die Icons mit den von mir belegten Shortcuts sichtbar)

    Ich persönlich finde den Jellylock wirklich sehr praktisch, weil er ermöglicht häufig genutzte Apps schnell zu öffnen und nicht erst das navigieren über die normale Benutzeroberfläche erfordert. Dazu ist Jellylock kostenlos.

    Was kann es also schaden es mal auszuprobieren?

    Meine Review findet Ihr wie immer unten.

    Jellylock 7 im Test

    Preis /Leistungsverhältnis
    Funktionsumfang
    Usability

    eigentlich spricht nichts gegen die Installation des Jellylock. Es ist kostenlos, bietet sinnvolle Funktionen und ist umfangreich zu konfigurieren. Voraussetzung ist ein IPhone mit IOS 7 und einem installiertem Jailbreak.

    User Rating: 4.8 ( 1 votes)

    Datum letzte Änderung: 29.05.2014 09:00 Uhr

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  • schöne Themes fürs IPhone trotz IOS 7? Ja – dank Bluemetal..

    ..oder: Jailbreak und CYDIA = schicke Optik auch für Apples IOS 7.

    S

    eit mehreren Jahren begleitet mich nun mein IPhone 4S durchs telefonische Alltagsleben. Keine Angst – ich bin kein Apple Fanboy (jedenfalls kein Hardliner – ich lasse also auch durchaus andere Mobilfunkhardwarehersteller in mein peripheres IT-NERD Blickfeld eindringen (darf man sowas schreiben? Ich hoffe der Begriff “eindringen” weckt jetzt keine Gedankenassoziationen mit “Deflorieren” und ist jetzt nicht zu sexistisch gewählt? – man muss ja heute so aufpassen was man schreibt..)). Ich muss sogar vorausschicken, dass der Erwerb des 4S damals auf Messers Schneide stand – im Einkaufskorb war damals schon das Nokia N9. Doch da erschien im Ticker die Meldung von Steve Jobs Tod (den ich in der Tat bis dahin nicht kannte – weil ich Apple Produkte nie auf meinem Windows gefärbtem Anwender-Schirm hatte).


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    Mehr durch Neugier getrieben surfte ich auf die Produktseite von Apple – und stellte fest, dass ich zum fast identischen Preis eines Nokia N9 ein IPhone 4S von Apple mit doppelt so guter Hardware bekommen konnte. Eine Minute später war das 4S mit 32 GB bestellt und das N9 Warenkorb-Vergangenheit.

    Der 5.Oktober 2011 war also quasi mein Einstieg ins Apple Universum. Über zweieinhalb Jahre begleitet es mich seitdem ohne Probleme. Etwas was mich allerdings von Beginn an störte, war die “No Changes Allowed!”-Politik von Apple. Alles was man von anderen Mobiltelefon Herstellern kannte, wie das ändern der Benutzeroberfläche durch Themes wurde von Apple rigoros geblockt. Wollte man wirklich etwas tiefer ins Apple Betriebssystem, dann kam man um einen (von Apple als ultimativ Böse abqualifizierten) Jailbreak nicht herum. Seit dem IOS 5 wurde der von mir auf dem IPhone installiert. Natürlich gab es auch mal Inkompatibilitäten – aber das deaktivieren des entsprechenden Themes löste meist die Probleme.

    Mit erscheinen des IOS 7 änderte sich einiges – vor allem im grafischen Bereich des IOS 7. Holzregale und optisch real wirkende Schieber und Knöpfe wurden durch Transparenz  und Reduzierung der Gui auf wenige grafische Grund-Elemente ersetzt. Dazu kam ein Parallax–Effekt, der die Icons einige Millimeter über dem Hintergrund schweben ließ. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn man das Handy-Display neigt.

    THEME 1ONE complete small (dank Photoshop Mockup – ich berichtete HIER darüber – kann man Screenshots wesentlich besser und publikumswirksamer präsentieren. Hier ist das Theme 1ONE von Bluemetal abgebildet. Etwas weiter unten habe ich Screenshos vom Theme 77, die ebenfalls von Bluemetal (Arthouse) sind. Erhältlich sind beide im CYDIA Shop. Besonderheiten sind: Transparente Badges, IWidgets für Datum, Wetter, Twitter, RSS-Feeds )

    Für die Themer Garde also eine ziemliche Herausforderung die von Apple hoch angelegte Messlatte zu toppen. Das Ergebnis ist deshalb selbst Monate nach erscheinen des ersten funktionierenden Jailbreaks für das IOS 7 sehr bescheiden. Mehr wie ein anderes Hintergrundbild und ein paar geänderte Icons bieten die wenigsten.


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    in deutscher  Designer aus Bayern namens Bluemetal sticht glücklicherweise positiv aus der Masse des Einheitsbreis hervor. Die Themes von Bluemetal haben dynamische Hintergründe – diese erstmalig in IOS 7 verfügbare neue Art des Hintergrundbildes, indem grafische Objekte je nach Neigung des Displays wie Flüssigkeiten in die dem Erdboden zugeneigte Richtung “flossen”. Dabei sind die im normalen IOS von Apple definierten Kreise gegen die Theme Logos ausgetauscht. Das sieht richtig klasse aus, vor allem, weil sich die Icons auch noch um die eigenen Achse drehen..

    Auch Widgets bringt das Theme mit – wie fast alles unter Apple heißen die dann natürlich iWidgets. Wettervorschau, RSS-Feeds oder eine Twitter-Timeline.

    Lockscreen Wetterwidget 2

    (Der 77(seventyseven) Lockscreen mit 5 Tages-Wettervohersage und animiertem Mond und Sonnenstand)

    (beim normalen Screen ist die Wettervorhersage auf Wunsch durch ein IWidget ständig verfügbar)

    Auch die Icons sehen wesentlich schicker aus, als das was die meisten anderen Theme-Designer anbieten. Zum Teil erkennt man bei denen tatsächlich erst nach 2-3maligem hinsehen, dass dort etwas geändert wurde. Bei den Themes von Bluemetal ist das wohltuend anders – es wirkt alles sehr liebevoll designt und aus einem Guß. Gütesiegel ZahnradDas Theme selber ist mit 2,99$ preislich im Rahmen. Allerdings benötigt es zum funktionieren und zum anpassen noch zusätzliche und zum Teil kostenpflichtige Software aus dem CYDIA Shop.  Da wären als erstes Winterboard zu nennen – ohne das ein ändern von Themes gar nicht möglich ist, dazu IFile – ein sehr leistungsfähiger Datei-Manager (der es ermöglicht über den Web-Browser eines Windows PC direkt in das Datei-System der Apple Hardware zu schreiben 4,99$), iWidgets – für die Anzeige der Widgets, Zeppelin – für die Anzeige der Icons in der Statusbar, IconoMatic – für die Darstellung der Icons in verschiedenen Variationen.

    Wer also seinem iPhone mal ein paar neue Kleider schenken möchte – und sich vielleicht auch am neuen Standard-Design satt gesehen hat, der sollte mal über einen jailbrak und den Kauf der Thems nachdenken. Was denkt Ihr: lohnt sich der Kauf – oder wie steht Ihr generell zum Thema Jailbreak?

    1One u. 77 Theme im Test

    Preis/Leistungsverhältnis
    Installation
    Customizing
    Funktionsumfang

    Ergebnis

    Die Thems 1One und 77 seventyseven stechen positiv aus dem Einheitsbrei andere Themer hervor. Alle Bestandteile des Themes sind durchgestylt und zum Teil innovativ - häufig sogar einmalig. Die dynamischen Wallpaper habe ich bisher bei keinem anderen Designer gesehen. Das einzige Mango ist das anpassen an die eigenen Bedürfnisse. Es gibt zwar eine Installationsanleitung - trotzdem muss man im Quellcode rumwuseln - sicher nicht jedermanns Sache.

    User Rating: Be the first one !

    Oben findet Ihr meine Review

  • Die seltsame Eigendynamik von Internet-Diskussionen – ein (fast) wissenschaftliches Fallbeispiel der Doctor Nerd Labs

    oder: warum Diskussionen in sozialen Netzwerken ein Treffpunkt von Schimpansen Primaten sind..

    Anmerkung: Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag zu meinen Erlebnissen bei Diskussionen in sozialen Netzwerken.

    In letzter Zeit bin ich wieder mehr in sozialen Netzwerken unterwegs. Neugewonnene Langzeitfreizeit und das bemühen um Gefolgsleute für die einzig wahre Religion der großen Schupfnudel, führen dazu, dass ich sowohl Beiträge in den Netzwerken veröffentliche, als auch wieder mehr kommentiere. Dabei ist mir aufgefallen, dass ca. 90% der Beitragsleser etwas völlig anderes verstehen, als das, was man eigentlich durch relativ klar verständlich formulierte Sätze schreibt. Um diesem Phänomen auf die Spur zu kommen, haben die formidablen Doctor Nerd Labs (die seit mehreren Jahren fester Bestandteil von NERD-O-MANIA sind) eine Ursachenforschung durchgeführt. Das Ergebnis im Anschluss:

    Diskussionen im Internet? Da muss man sich von Gesprächskultur, Empathie-Vermögen und gesundem Menschenverstand anderer Diskussionsteilnehmer ganz schnell verabschieden. Wie sich eine typische Diskussion entwickelt zeigt dieser – nicht ganz ernst gemeinte – Beitrag.. Doctor Love

    Vorab das traurige Fazit: Die Bundesbürger – besonders die Jüngeren – sind der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Die Dr. Nerd Labs haben in Studien herausgefunden, dass der Sprachschatz eines Deutschen Durchschnitts-Teenagers tatsächlich nur 3 Worte umfasst, mit denen er im täglichen Miteinander mit anderen Geosphären-Mitbewohnern kommuniziert. Mit den 3 Kurzlauten “cool”, “geil” (je nach Bildungs-Niveau auch fälschlicherweise “goil” ausgesprochen und geschrieben) und “lol” ist der Neumensch scheinbar ausreichend Vokabularumfangsmäßig gerüstet, und in der Lage alle Sätze zu bilden, um an tiefsinnigen Diskussionen über Weltpolitik, Philosophie oder Kultur teilzunehmen.Gütesiegel Zahnrad

    (Bild links: Das wurde mal Zeit – ein Bloggersiegel der Dr. Love Labs für 100% genialen Bloginhalt. Es gibt nichts besseres!)

    Die Reduzierung des Wortschatzes ist natürlich auch für Deutschlehrer von Vorteil. Denn je weniger Worte die deutsche Sprache umfasst, umso weniger müssen die Lehrer den Schülern beibringen. Nach Rückfragen der Doctor Nerd Labs haben die Kultusministerien bereits Pläne in der Schublade, wonach Deutsch nur noch 3 Jahre in den Schulen gelehrt werden soll. Die Begründung von dort: “Der deutsche Sprachschatz enthält viele Wörter, die im täglichen Leben niemals benutzt werden. Wir sehen die Entwicklung der Sprache auf einen überschaubaren komprimierten Sprachschatz als den Weg in die richtige Richtung – wir müssen schließlich überall sparen.. ”

    Die Reduzierung des Sprachschatzes bringt aber auch Nachteile mit sich. Die durch Umwelteinflüsse, wie ständig auf neue Nachrichten von Twitter, Facebook o.ä. Netzwerken auf sich aufmerksam machende Smartphones, die dabei blinken und zwitschernde oder andere nervtötende Töne von sich geben, stark abgelenkten Jungbürger,  verstehen viele längere Wörter  “der alten Sprache” nicht (Dieser Beispielsatz wurde von keinem einzigen pubertierenden, jugendlichem Heranwachsendem verstanden – P.S. Dieser auch nicht). Dadurch kommt es häufig zu inhaltlichen Fehlinterpretationen von Sätzen.


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    Dies tritt nicht nur bei aus Wörtern zusammengesetzten Inhalten auf, sondern erschreckenderweise auch bei Bildern. Die Doctor Love Labs haben ein Experiment in mehreren sozialen Netzwerken durchgeführt – mit fatalem Ergebnis!

    Selbstredend war uns für dieses Experiment nichts zu teuer. Wir haben also eine Investition in ein für das Experiment dringend benötigtes Testobjekt getätigt, um ein angepasstes und für alle Netzwerke gleiches Testumfeld zu schaffen.

    Die seltsame Eigendynamik von Internet-Diskussionen - ein (fast) wissenschaftliches Fallbeispiel der Doctor Nerd Labs

    Wir denken, dass es die Investition von 21 Eurocent wert war. Wir spielten zwar erst mit dem Gedanken die Kosten durch Crowd Funding vorzufinanzieren – entschieden uns aber aus Zeitgründen dagegen. Trotzdem sind wir natürlich für Spenden die eine baldige Refinanzierung ermöglichen – und um Kapital für weitere Forschungen zu ergattern – dankbar!

    Nach längerer Beratung kamen wir überein: Das Testobjekt sollte technisch nicht zu kompliziert sein, und auch für minderintelligente Social Network-User (Achtung Anglizismus! Die korrekte Bezeichnung ist natürlich: ‘Zusammenrottung von schwer resozialisierbaren Menschen mit Schreib-und Leseschwäche’) noch einwandfrei identifizierbar.

    (Foto Links: noch steril eingepackt Das von den Doctor Nerd Labs erworbene Testobjekt für den großen ‘Social Network Mental Transfer-Test’ Bild Copyright Doctor Love Labs)

    Trotz Bedenkens einiger Dr. Nerd Labs Wissenschaftlern, dass viele Kinder und Jugendliche das von uns ausgesuchte Objekt nicht erkennen würden, da es in seiner Urform quasi nicht in Fastfood vorkommt, entschieden wir uns für ein Nahrungsmittel welches zumindest älteren Test-Teilnehmern noch bekannt sein sollte und Jugendlichen wenigstens in ähnlicher Form, wie dem Logo eines bekannten Computer Herstellers oder als Luftballon auf einem Kindergeburtstag schon mal untergekommen sein müsste. Wir waren gespannt inwieweit diese anspruchsvolle geistige Transferleistung von den Probanden erbracht werden könnte.

    Nach behutsamen Transport aus einer sterilen Frischeabteilung in der Nähe der Dr. Nerd Labs und nach vorsichtigem öffnen der Schutz-Verpackung unter Reinraumbedingungen, um das Testunikat nicht zu beschädigen wurde es für den anschließenden Test behandelt. Mittels eines geeichten Testzahnersatzes (ein großer Dank hier an dieser Stelle an den Großvater von Doctor Nerd für die Überlassung dafür notwendiger Hardware) wurde ein genau definierter Biss bei dem Test-Apfel durchgeführt und danach – noch bevor der zerstörerische Luftsauerstoff den Apfel verfärben und damit das Testergebnis verfremden könnte – sofort unter besonders geschützten klimatischen Bedingungen fotografiert.


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    Das Foto des Testapfels, den wir intern Malus Vulgaris 01 nannten, veröffentlichten wir dann kommentarlos in den sozialen Netzwerken und warteten was für Kommentare zu dem Apfelbild geschrieben werden würden. Selbstverständlich ließen wir die Fotodaten des Bildes mit den Kameradaten unangetastet.

    Testapfel (Foto Rechts: Das Testbild des Apfels – veröffentlicht in den sozialen Netzwerken. Was dann passiert ist Krieg!)

    Es dauerte ungefähr eine halbe Stunde, in der nichts passierte. Doch plötzlich durchbrach ein gewisser Heinz B. aus Bad L. (aus Datenschutzgründen und um die Privatsphäre der Mitwirkenden zu schützen werden im folgenden die Namen anonymisiert) die Leere des bis dahin textmäßig kahlem Monitor-Bildschirms: “wass’n dass für’n Scheiss?” schrieb er. Freudig nahmen wir zur Kenntnis, dass Herr B. einen erweiterten Sprachschatz hatte, der über die am Anfang angesprochenen 3 Wörter hinausging, auch wenn er bei einigen Worten noch unsicher in der Schreibweise war. Doch dieses vorpreschen des Testprobanden kennen wir auch aus der Familie der Primaten, wenn zum Beispiel Schimpansen unbekannte Gegenstände mit Stöcken bewerfen um heraus zu finden, ob der Störenfried Freund oder Feind ist.

    Heinz B. war ohne Frage ein Alpha-Tier.

    Der Kommentar war auch eine Initialzündung bei den anderen Netzwerkern – Um beim Beispiel der Schimpansen zu bleiben, schlichen nun vorsichtig auch andere Primaten, bzw. Netzwerk-Teilnehmer aus dem schützenden Dickicht des Internet-Dschungels um sich mit dem fremden Objekt zu befassen.

    Es dauerte deshalb nicht lange, und weitere Trockennasenaffen (Haplorrhini) begannen Buchstaben in die heimische Tastatur zu tapsen. Der Fotoamateur Egon W. aus S. fand die Tiefenunschärfe völlig übertrieben und die Farben zu verwaschen. Ca. 10 Sekunden nachdem der Kommentar veröffentlich wurde widersprach eine Frau Gerda N. aus D. energisch und fand “das Bild ist doch schön..”

    Nochmals 10 Sekunden später beschimpfte Egon W. die seiner Meinung nach blinde Gerda N. aufs übelste wegen Ihrer unqualifizierten Sichtweise von Fotos. Was Egon W. nicht wusste: Gerda N. mochte was Fotokunst anging, Amateurin sein – was Ihr Schimpfwort Vokabular anging war Sie ein absoluter Profi. In der Folge besorgte Sie es Egon W. deshalb Verbaloral – allerdings ohne Happyend.

    Während sich zunehmend weitere Kommentatoren auf beiden Seiten dieser beiden Netzwerker formierten und sich gegenseitig mit Nettigkeiten bedachten, die eigentlich unter das FSK18 Verbot fielen, fand ein NOKIA Lumia Besitzer anhand der Bild-Daten heraus, dass das Bild “nur” mit einem IPhone aufgenommen worden war. Er stänkerte, dass das Stillleben nur Schnappschussqualität hätte, der Lichtsensor des Iphones aus der Steinzeit wäre und pries natürlich sehr angeberisch im Gegenzug die überragende Kameraqualität des Nokia Smartphones an.

    Das hätte er besser nicht tun sollen, denn andere IPhone Benutzer lasen seine blasphemischen Kommentare und überschütteten nun Ihrerseits den Nokia User mit technischen Finessen, die das IPhone besser zu können in der Lage sein sollte, als das “schwule Nokia Kackteil” (Originalzitat).   Nach einer halben Stunde war die Diskussions-Runde von anfänglich 4 Kommentatoren auf 50 angewachsen und deshalb gut gefüllt.

    Applefanboys beschimpften Nokia Nerds, und alle zusammen waren gegen die, irgendwann fast unbemerkt ebenfalls in den Ring der Handyphone-Nutzer gestiegenen, Android Phone User. Keine 10 Minuten später waren bereits 647 Kommentare, welche hauptsächlich aus Schimpfworten bestanden, in der Kommentar-Historie.

    Auch die Silhouette des angebissenen Apfels erregte nun Aufmerksamkeit, bei einigen zufällig in die Streiterei geratenen SNUs (Social Network Usern) und Sie beschwerten sich vehement über die Schleichwerbung für einen Hersteller, der seine Produkte zu überteuerten Preisen verkauft, obwohl er die verhassten IPhones in Billiglohnländern fertigen lässt.

    Damit stießen Sie natürlich bei den von den Nokia Usern verächtlich genannten “Apple Fanboys” auf wenig Gegenliebe – worauf sich die Appleianer auf einen aufreibenden Zweifrontenkrieg einließen und in der Folge alle Anwesenden der anderen Interessengruppen aufs übelste beschimpften.

    Fast schien es so, als könnten die, seit einigen Minuten eingeigelten, und immer die gleichen Phrasen abfeuernden Anhänger der Apple Produkte – aus Ihrer Deckung heraus – gegen die beiden unnachgiebigen Gegner bestehen, doch dann tauchten wie aus dem Nichts einige Linux-Administratoren auf, die den Appleianern wegen Ihrem „abgeschottetem Betriebssystem“ gemein in den Rücken fielen und eine Lanze für Open Source Software brachen. Bei dieser Übermacht erwarteten wir quasi jede Sekunde die Kapitulation der Apple-Fanboys, doch dann posteten im buchstäblich letzten Moment einige Windows-Admins versehentlich zynische Sätze über das „Kindergarten-Betriebssystem Ubuntu“ und kamen damit ungewollt den Apple-Usern zu Hilfe, denn damit lenkten Sie folgerichtig den Hass der Linux Befürworter auf sich.

    So ging es stundenlang munter weiter – der Kampf wogte hin und her – es zeichnete sich kein klarer Sieger ab.

    Betty A. aus D.Ein weiterer Nebenkriegsschauplatz wurde während der Zeit noch eröffnet, als Mareike F. aus S. die Doctor Nerd Labs mit mahnendem Unterton darauf hinwies, dass es ja wohl eine Ungeheuerlichkeit wäre, einen angebissenen Apfel nur für ein Aufmerksamkeit haschendes Foto zu präsentieren, wo es doch Menschen auf der Welt gibt, die bitteren Hunger leiden und froh wären einen Apfel zu haben – selbst wenn er angebissen wäre. Nicht ganz einen Wimpernschlag später schrieb Ihr ein neu hinzu geeilter Kommentator, dass Sie “eine blöde Öko-Tusse ist, die besser wieder in Ihrem BIO-Laden das Personal nerven sollte”. Auch hier zeigte sich binnen Sekunden, dass die den Welthunger bekämpfende und aus tiefster Überzeugung alle Menschen liebende (so stand es jedenfalls in Ihrem Profil), harmoniebedürftige Dame ein umfangreiches Repertoire an Schimpfworten kannte.  Nach 2 –3 Wortwechseln füllten sich auf beiden Seiten die Reihen der Social Media Schützengräben, um den Gegner mit unschönen und sehr vulgären Worten zu bombardieren.

    (Foto Links: Die Kommentatorin Betty A. aus D.)

    Während quasi im Sekundentakt neue Beschimpfungen von allen Gruppen aufpoppten, und alle Kommentartoren gnadenlos für sich und Ihre Lebens-Überzeugung kämpften, betrat unbemerkt Betty A. aus D. die Community.

    Betty wunderte sich über die ganze Aufregung, fand aber, dass der Apfel eine geschickte zweideutige Symbolik auf die Vertreibung aus dem Paradies sei. Betty schrieb in Ihrem Profil auch, dass Sie seit kurzem Single ist und leider etwas leichtgläubig. Nachdem ich Ihre Fotos gesehen hatte, schrieb ich Ihr, dass die Visualisierung des Themas “Versuchung” auch genau der Sinn des Fotos war – und ob ich Ihr nicht die Forschungen der Doctor Love Labs im Allgemeinen und die Kirchenlehre der großen Schupfnudel im Besonderen in einem persönlichen kostenlosen Workshop näher erklären könnte.


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    Betty willigte erfreut ein, weil Sie den Abend nichts vorhatte. Sie hatte eigentlich für 2 Personen zu Abend gekocht, aber Ihre Freundin hatte plötzlich absagen müssen.

    Nicht ganz 1 Minute später war ich auf der Autobahn Richtung Betty.

    Ich habe keine Ahnung wie die Diskussion ausging – ehrlich gesagt: es interessierte mich auch nicht mehr. Hey Mann – mal im Ernst: glaubt Ihr, ich bleibe am PC sitzen, wenn ich so eine Hammerfrau treffen kann?

    Und was kannst Du nun aus der Geschichte für Lehren für’s Leben mitnehmen?

    1. Jeder sieht nur das, was er sehen will
    2. Kommentatoren schreiben mit Vorliebe etwas zu Dingen, von denen Sie keine Ahnung haben
    3. Egal, was Du für eine Meinung hast – es wird immer mindestens Einen geben, der Dir widerspricht
    4. wenn auf einem Foto ein Apfel ist – dann ist es ein Foto von einem Apfel – und nichts, aber auch wirklich NICHTS anderes!
    5. Wenn Du die Möglichkeit hast dich mit realen Menschen zu treffen, Du aber stattdessen lieber deine Zeit in sozialen Netzwerken verplemperst um dich mit Idioten rumzustreiten, bist Du selbst der größte Idiot!

    Datum letzte Änderung: 02.05.2014 06:13 Uhr

  • Neuer Look für’s IOS 7–die ersten Themes für das IPhone sind da..

    ..oder: weg mit der Uniformität – Jailbreak und CYDIA sei Dank!

    Wer auf seinem IPhone mit dem IOS 7 einen Jailbreak  installiert hat, um dem IPhone mehr Funktionen einzuhauchen, der hat bisher auf der CYDIA Plattform nicht allzuviel Auswahl. Dadurch, dass sich das IOS 7 in vielen Bereichen völlig vom Vorgänger unterscheidet, und wesentlich mehr Funktionen bietet, sind viele früher eingesetzte Apps, wie Intelliscreen X, SBSettings, Auxo  u.a. quasi im neuen IOS 7 implementiert. Die Entwickler arbeiten zum Teil daran die Kompatibilität zu gewährleisten – oder am Einbau von Funktionen, die das IPhone noch nicht bietet. Dies kann aber noch ein bisschen dauern. Bisher heißt es bei den meisten früher benutzten Tools immer noch: „Diese Programm ist nicht mit Ihrer IOS Version kompatibel“.


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    Auch bei den früher zahlreichen Themes herrscht immer noch Ebbe. Cydia hat in seinem Bereich Themes am 10. Oktober letzten Jahres das letzte Mal neue Themes zur Verfügung gestellt.  das bedeutet aber nicht, dass es keine Themes für das neue IOS 7 gibt. Über den Menüpunkt suchen in Cydia hat man die Möglichkeit ein Theme zu suchen, anzeigen zu lassen –  eventuell zu kaufen – und zu installieren. Bisher habe ich 2 Themes von Designern gefunden, die bereits bei den alten IOS Versionen herausragende Themes zur Verfügung gestellt haben. Der eine ist “IHaz3” – der andere “Bluemetal”. Es gibt natürlich noch mehr – doch ein Theme sollte schon etwas mehr bieten, als nur ein paar geänderte Icons. Viele unbekannte Autoren bieten dort ziemlichen Murks an, welche die 1,00 bis 3,50 $ nicht wert sind. Aber es gibt eben auch die genannten Designer, die sich schnell dem IOS 7 angenommen haben und passable Themes zur Verfügung stellen.

    Mein Lieblingsdesigner ist ganz klar “Bluemetal” – ein Designer aus Deutschland – dessen Themes “Notebook”, “Analog”, “Equix”, “Pages” auf meinem IPhone installiert waren. Da jedes Themes sowohl optisch als auch von den Funktionen unterschiedlich war, wurde es nie langweilig.

    Er hat als einer der ersten überhaupt ein Theme für das IPhone mit intalliertem IOS 7 entwickelt. Der Name des Themes ist “77 (seventyseven)”.

    77 (seventyseven) Theme 004 77 (seventyseven) Theme 003

    Der Lockscreen von 77 – wie man es von Bluemetal gewöhnt ist, mit einer animierten Wetter-Vorschau – die sowohl den Sonnenstand, wie auch eine 5Tage-Vorschau bereit hält.

    Dank vielen IWidgets kann man viele Funktionen auf seinen Screen ziehen. Uhr Wetter, RSS-Feeds und anderes.

    77 (seventyseven) Theme 002 77 (seventyseven) Theme 001

    dank RSS-Feed immer im Bilde. Dazu passen die neuen Icon-Maskierungen, die es sowohl in Rund, halbrund und eckig gibt. Auch eine Tiefenwirkung durch Schatten ist wieder vorhanden.

    Trotzdem sind die Neuerungen des IOS 7  noch vorhanden. Der Blur und Parallax-Effekt ist immer noch Bestandteil des GUI

    Wer also mal dem IOS 7 einen frischen Look verpassen will, der kann mit etwas Suche durchaus fündig werden.  Um auf dem Lockscreen die Wetter-Vorschau anzeigen zu lassen, braucht man noch das Programm Groovylock, welches ebenfalls auf CYDIA zu finden ist. Für Groovylock gibt es bereits einige ganz schicke Wetter Animationen. Damit man sich das korrekte Wetter anzeigen lassen kann, muss man in der regel in einer Konfigurations-Datei den aktuellen Standort anpassen. Je nach genutztem Wetterdienst, ist das ein Buchstaben, bzw. Zahlen-Code. Dortmund ist z.Bsp.: GMXX0024, 2935517 oder 645458 – je nachdem ob man Yahoo, Accuweather oder openweathermap als Datenlieferant nutzt .

    (seventyseven) Theme 001 (seventyseven) Theme 002

    In der Systemsteuerung finden sich die installierten CYDIA Apps wieder.

    Die config.js ist in der Regel der Ort, in dem die Einstellungen der Plug-Ins hinterlegt sind.

    (seventyseven) Theme 003 (seventyseven) Theme 005
    dank IFile ist das bearbeiten der Dateien kein Problem.

    dank eingebautem Web Server ist die Verbindung mit dem heimischen PC in Sekunden hergestellt.

    ifile ftp Server

    Um an der Datei diese Änderungen durchzuführen benötigt man noch IFile – ein tolles Programm, mit dem man die Dateien des IOS direkt auf dem Iphone bearbeiten kann. Nettes Gimmick: Das Tool stellt bei Bedarf per http eine Verbindung mit dem PC und dem Browser her.

    Man kann bei Kopplung also direkt mit dem Internet-Explorer oder anderen Browsern Dateien zum IPhone hoch – oder runterladen.

    im Anschluss findet Ihr den Test:

     

    das IPhone Theme 77 (seventyseven) im Test

    Preis/Leistung - 73%
    Usability - 82%
    Optik - 83%
    Funktionsumfang - 90%

    82%

    Endergebnis

    das Theme 77 (seventyseven) von Bluemetal ist eines der ersten für das IOS 7. Da das neue IOS von Apple viele Funktionen eingebaut hat, die man nicht einfach aushebeln kann, ist es nicht leicht, die neue mit Transparenz, Blur und Parallax Effekten versehene Oberfläche zu verändern. Trotzdem gelang Bluemetal ein gelungenes Theme - welches auch noch eine Menge zusätzlicher Optionen mitbringt. Es wird schwer für andere Designer, dies zu toppen. Bei der Preis/Leistung wurden aufgrund des gleichen Preises, aber aufgrund der durch das Betriebssystem reduzierten Möglichkeiten des Theming 10% abgezogen.

    User Rating: 4.58 ( 2 votes)
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  • In First Touch mit dem IOS 7 von Apple

     

    ..oder: transparent, schwebend, simpel so ist das neue schicke Design des ios 7 für das IPHone (Teil 1)

    ios-7-logo.jpgDonnerstag Abend habe ich es getan! Jawohl! Nachdem ich seit über einem Jahr mit einem Jailbreak auf meinem IPhone 4S ausgestattet war und Themes und Tools aus dem alternativem CYDIA Shop benutzte, um dem IPhone mehr Funktionen zu bescheren und mich an schickeren Designs zu erfreuen – mit dem Makel die letzten Softwareaktualisierungen nicht durchführen zu können, habe ich dies für das neue IOS 7 über Bord geworfen und ich muss sagen – ich bereue es nicht!

    Die gesamte coole und stylische Optik des IPhones hat mit dem leichten, klaren und sehr transparentem Design des neuen mobilen Betriebssystems noch mal ordentlich zugelegt.

    IPhone-4S-u-IOS-7.jpg

    (Eine Optik, die passt! Obwohl das IPhone 4S auch schon seit fast 2 Jahren bei mir im Einsatz ist – und damit schon fast ein Oldtimer, gemessen an meinen anderen Handys, gefällt es mir mit seiner wertigen Edelstahl und Glasoptik immer noch besser als die aktuellen Modelle aus der fernöstlichen Plastik-Liga)

    Doch fangen wir bei der Installation auf dem IPhone an – die wird einem seit erscheinen der Version 7 beim Start von ITunes und angeschlossenem IPhone auf dem PC angeboten. Ich benutze die Kabelgestützte Variante, auch wenn dank WLAN die  “over the Air”-Methode (OTA) möglich wäre. Also Backup erstellen und los.

    Leider musste ich einiges an Zeit mitbringen, denn offensichtlich wollten etliche weitere Hunderttausend User die aktuelle Version des Betriebssystems installieren. Standen beim Download am Anfang noch 15 Minuten, wurde die Zeitspanne immer länger und pendelte sich bei mehreren Stunden ein. Da hieß es Geduld haben und sich die Zeit mit anderen Dingen vertreiben. Irgendwann hatte ITunes dann aber das Image geladen und installiert. Beim Neustart dann die Frage, ob man das IPhone als neues Telefon behandeln soll, oder ob es aus dem vorher angelegtem Backup wieder hergestellt werden soll..

    Diese Frage hatte mich beim ersten Update verwirrt – weshalb ich natürlich zielsicher die falsche Option wählte und alle Einstellungen neu eingeben musste. Diesmal war ich schlauer – verwies auf das vorher erstelle Backup und knapp 1 Stunde später war das IPhone einsatzbereit.

    Das erste was einem auffällt, ist das fehlen der Buttons. Dies fängt schon beim Entsperren -Vorgang an:

    lockscreen ios 7.jpgStatt der gewohnten Optik eines grafischen Elements welches einen Schieber darstellt, steht nur auf dem Display “zum entsperren streichen”. Dazu der Richtungspfeil, wohin die Streichbewegung geführt werden soll. Das ist minimalistisch, aber die ganze Philosophie des IOS 7 ist auf Minimalismus ausgerichtet – doch dazu später mehr.

    Das nächste was auffällt: alles ist rund! Dies wirkt organisch und nicht mehr wie High-Tech. Spätestens beim eintippen des Unlock-Codes für die Sim-Karte merkt man, dass Apple das alte Design komplett über Bord geworfen hat. Von Buttons zu sprechen ist eigentlich auch falsch. Es sind optisch keine Buttons mehr, sondern nur farbig gekennzeichnete Flächen.

    Denkt man die aktuelle Apple Philosophie weiter, macht dies ja auch Sinn. Unsere Fingerkuppen sind rund – warum sollen dann die Schaltflächen eckig sein?

    IOS-7-Nummernfeld.png

    Ein Augenschmankerl ist die räumliche Tiefe, die Apple seinem Display mit einem geschickten Trick verschafft. Die Menüelemente scheinen einige Millimeter über dem Hintergrund zu schweben – neigt man das Display, verschiebt sich der Hintergrund um die Icons, als wären Sie voneinander losgelöst.

    Fangt jetzt aber nicht an, das Display auseinander zu rupfen – das Display ist nicht wirklich 3 Millimeter tief. Der Effekt wird – dies ist jedenfalls meine Vermutung – dank des eingebauten Neigungsmessers (eine der neuen Funktionen des IOS 7, welche sich beim Kompass versteckt) berechnet und wird je nach Bewegung des Handys von der Grafikeinheit dargestellt. Trotzdem sieht es toll aus.

    Dazu kommt ein weiteres Feature, welches Microsoft mit seiner Interpretation des Windows 8 Betriebssystems sehr alt aussehen lässt. Das IOS 7 arbeitet mit Transparenz-Effekten.

    Das fängt beim Dock an und zieht sich durch alle Anwendungen des Screens. Startet man Spotlight (die Suche des IOS 7 ist jetzt einfacher aufzurufen, denn Sie lässt sich von jedem Screen starten, indem man von der Screenmitte mit dem Finger langsam nach unten wischt), und gibt dort Text ein, hat man einen Milchglaseffekt, der den Hintergrund schemenhaft durchscheinen lässt.  Apple zeigt microsofts Windows 8 damit eine lange Nase, denn wo microsoft behauptet, der Kunde möchte dies nicht (was de Facto Blödsinn ist), aktiviert Apple diese nun und zeigt wo der Bartel den Most holt.

    Warum die Entwickler von Microsoft, die nun wirklich bei Hardware-Anforderungen immer sehr stark nach unten korrigiert haben, jetzt ausgerechnet bei Windows 8 auf einmal einen Rückzieher machen und solche Hingucker-Effekte gar nicht mehr implementieren, liegt meiner Meinung nach an der Bindung an NOKIA Smartphones. Deren Hardware hinkt gegenüber der bereits mit Quadcore ausgestatteten Konkurrenten  immer noch hinterher. Erst die LUMIA-Serie hat von NOKIA einen Dualcore Prozessor bekommen – knapp anderthalb Jahre zu spät und ungefähr 4 Modelle später als die marktbeherrschenden Mitbewerber. Damit Windows 8 auf dieser Plattform flüssig läuft, muss scheinbar aller ressourcenfressende Schickimicki deaktiviert sein – warum microsoft dies auf dem heimischen PC auch macht – das weiß dann aber nur die Führungsriege von microsoft allein. Bei den Vorgänger-Betriebssystemen konnte man Effekte einfach deaktivieren, wenn Sie einen nervten. Diese Entscheidung hat microsoft uns wenigstens schon mal abgenommen.

    Doch lassen wir microsoft in Ruhe – die Jungs haben wirklich momentan genug Probleme – kommen wir zum IOS 7 zurück.

    Wie ich schon vorhin kurz andeutete, ist einiges im IOS 7 neu. Apple spricht von 200 neuen Features. Viele fallen einem sofort ins Auge, einige findet man beiläufig – andere nicht.

    Manchmal muss man schon genau hingucken, um festzustellen – Upps! Da geht’s ja noch weiter…

    Eine dieser neuen Features ist der bereits erwähnte Neigungsmesser. Man könnte ihn auch als elektronische Wasserwaage bezeichnen. Diese nützliche Funktion befindet sich beim Kompass. Ruft man die App auf, verwundert einen zunächst zweierlei. Der Kompass muss nicht nur wie man es von den Vorgänger-Versionen kannte, mittels einer roten Anzeige horizontal kalibriert werden, sondern auch um die Gier Achsen. Auch hier läuft eine rote Markierung je nach Neigungswinkel die Kompassrose entlang, was ein bisschen an ein Geschicklichkeitsspiel erinnert, bei dem man eine Kugel durch behutsames neigen eines Spielbretts durch ein Labyrinth rollt. Was sich dahinter verbirgt erkennt man erst später.

    Auf den unteren Grafiken sieht man den nun sehr funktionellen Kompass. Ganz unten ist ein kleiner weißer Punkt. Durch wischen mit der Hand kommt man zum Neigungsmesser. Mit diesem Tool sind schiefe Regale Geschichte! Diese “Wasserwaage” zeigt Dir genau Winkel und Richtung der Schieflage an und wird grün, wenn Du es schaffst, das IPhone absolut grade auszurichten!

    In First Touch mit dem IOS 7 von Apple In First Touch mit dem IOS 7 von Apple In First Touch mit dem IOS 7 von Apple

    (wo einen User früher ein Kompass in der Optik eines nautischen Instruments aus Messing und Glas das Auge erfreute, erblickt das Auge nun Design in Bauhaus Funktionalität. Kein ablenkender Schnickschnack. Die Infos sind auf das wesentliche reduziert. Nur durch Zufall sah ich den kleinen weißen Punkt unten, der signalisiert: “Da ist noch ein Menü!”. )

    Auch meine Lieblingszicke SIRI wurde “refurbished”. Doch statt mehr Hirn und Silikon-Implantaten bekam Sie eine neue Stimme verpasst. Leider hört sich die neue Stimme absolut nicht sexy an – man könnte sogar sagen, Sie ist teilnahmslos. Dazu kommt, dass man Ihr deutlich die Abstammung von einem PC anhört. Die Betonungen sind teilweise auf den falschen Silben. Da war mir die alte Siri lieber.

    Dabei wollen wir es für heute im 1. Teil zum neuen IOS 7 belassen. Mehr Infos in den nächsten Tagen..

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