Apple

  • Die 3 Muskeltiere – also known as: „die 3 von der Tankstelle“..

    ..oder: Nokia, Apple oder Samsung – welcher Hersteller baut das Beste Handy?

    Gestern ist es angekommen! Mein neues Handy – Nein, hier muss man vor Ehrfurcht vor dieser androgynen Schönheit – ja es ist fast eine echte Technikprinzessin, ein anderes, treffenderes, ehrfürchtigeres Wort benutzen, als dieses schon fast Gossesprache  mäßige Slangwort: “Handy”.

    Also nochmal von vorn: Gestern kam mein neues Smartphone Samsung SIII.

    Damit habe ich nun 3 Handys, welche die aktuelle Leistungsspitze der Hersteller darstellen. Wäre doch schön mal einen Vergleichstest der 3 Boliden zu machen, um sowohl Hardware als auch Betriebssystem mal ordentlich auf den Zahn zu fühlen, oder nicht?

    Es treten also im Test an – VORHANG AUF:

    Das Nokia N900 – Das Apple IPhone 4S – das SAMSUNG GALAXY SIII.

    Die 3 Muskeltiere - also known as: "die 3 von der Tankstelle"..

    (Alt trifft auf Neu. – MAEMO, IOS 5 und ANDROID 4.0 friedlich vereint. Noch! Denn es gibt Stärken und Schwächen bei den einzelnen Vertretern der unterschiedlicher Betriebssystem-Philosophien)

    Viele Handybenutzer, welche die Nokia Modellpalette kennen, werden sich jetzt fragen, weshalb das betagte N900 in einem Vergleichstest antritt, und nicht eines aus der aktuellen Auslage im Schaufenster, wie das N8 (das N9 ist zwar besser, wird aber in Deutschland nicht angeboten) oder das Lumia 800 – nun, das liegt daran, dass NOKIA nach dem N900 nicht mehr viel an der Hardware geändert hat.


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    Nokia wirft zwar im Quartalszyklus neue Handys auf den Markt. Doch drinnen werkelt immer noch die veraltete Hardware mit Single Core Technik, wo bei anderen Herstellern schon lange Dual Core und Quad Core CPUs für flüssige Leistung sorgen. Die CPUs wurden zwar von NOKIA in der Taktfrequenz hochgeschraubt, trotzdem merkt man im Alltagsbetrieb merklich die Verzögerung, wenn andere Anwendungen im Multitaskingbetrieb auch gerne ihr Quentchen Prozessorzeit möchten.

    Das X6 hatte ich eine kurze Zeit im Besitz – und war froh, es nach 3 Wochen wieder verkauft bekommen zu haben. Die Hardware war absolut nicht für Poweruser geeignet und die von NOKIA neuerdings verbauten schmalen Displays in Dachlattenformat kann man außer zum telefonieren, zu nichts wirklich gut benutzen. Das N900 hat im Vergleich zu den aktuellen Schmalbandhandys (damit ist das Display gemeint, nicht die Sendebandbreite) zwar auch nur eine Singlecore CPU (ARM Cortex A8), der mit 600 Mhz getaktet ist (der per Software bis zu 1000 MHz übertaktet werden kann, weshalb Sie wieder auf der Höhe der Zeit ist), aber es hat dafür immer noch eines der größten jemals von Nokia verbaute Display mit 800 x 480 Pixeln, also WGA Auflösung (zum Vergleich: Das N8 hat eine Auflösung von 640 x 360 Pixeln und selbst das ganz aktuelle Lumia 900 hat nur eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln QUELLE: www.nokia.com). Dazu besitzt es eine echte Tastatur, welche sich zeigt, wenn das Display nach oben geschoben wird.

    Zusammengeschoben ist es in den Abmessungen bei Länge x Breite mit dem IPhone 4S fast bis auf wenige Millimeter identisch. Nur in der Höhe überragt es das schmale IPhone deutlich. Dies ist dem Zugeständnis an die Schiebe-Tastatur geschuldet.

    Auch die Display-Abmessungen sind bei beiden Testkandidaten fast völlig identisch (Beide 3,5 Zoll – 8,89 cm). Natürlich kommt die Qualität und Schärfe des Nokia Displays nicht an das Retina-Display des IPhone heran – da merkt man, dass Apple es geschafft hat auf die gleiche Fläche wesentlich mehr Pixel (960*640 Pixel – Quelle: http://www.apple.com/iphone/specs.html) zu quetschen.

    Apropos Display – Da gibt es mit dem Schönling Galaxy SIII aus dem Hause Samsung einen Herausforderer, der Apple die Krone entreißen will. Deshalb übertrifft er die Größe des IPhone Displays um fast 4 cm in der Diagonale. Riesige 4’8 Zoll misst das Display und man glaubt damit fast einen Tablet PC vor sich zu haben. Und Samsung presst 1280 x 720 Pixel auf diese Fläche. Das ist fast WXGA Auflösung (1280 x 768 px).

    Leider verpassten die Entwickler die wesentlich größere nutzbare Fläche besser zu nutzen. Dies mag am Android Betriebssystem liegen, welches auf dem großen Display irgendwie zu überdimensioniert aussieht. Selbst die Icons wirken wie aus den 80er Jahren und sind stylisch nicht aus einem Guss. Das ganze sieht mehr aus als vom Spermüll zusammengeklaut.

    Auch wenn das Android Betriebssystem gewöhnungsbedürftig ist und wie aus vielen einzelnen Apps zusammengekleistert wirkt, so hat es doch einige  Features welche man bei den anderen Teilnehmern des Testfeldes auch gerne hätte.  Beim MP3 Player gibt es ein Viereck, welches aus 25 Quadraten besteht und bei dem die Seiten mit  verschiedenen Eigenschaften beschriftet sind. Klickt man auf eines der kleineren Quadrate, wird  die Musik entsprechend Ihrer Zugehörigkeit zu den Eigenschaften gewählt. Dies sieht dann ungefähr so aus:

    Androis MP3 Square

    (ein ganz nettes Nice to Have ist dieses Feature, welches sich im Android MP3-Player verbirgt.  Musikstimmung wählen anhand eines Quadrates. Keine schlechte Idee..)

    Richtig punkten kann das Samsung Galaxy SIII in der Disziplin Video. Spielt man das Beispielvideo ab (und stellt unter Einstellungen die automatische Helligkeit aus, weil das Display sonst immer ein bisschen abgedunkelt ist – Dies muss man beim Videoplayer extra tun) läuft einem vor Begeisterung förmlich der Sabber aus dem Mund. Dank Quadcore und 1,4 GHz Taktung ruckelt da nichts. und die Farben sind einfach nur genial.

    Wenn man die Spekulationen rund um das IPhone 5 verfolgt hat – ebenso wie die Features, welche Apple dort verbauen will – organische Formen Quadcore, größeres Display, selbst der Datenkabel-Anschluss soll beim IPhone 5 geändert werden – und wenn man sich dann das S III anschaut, mit dem fast identischen Buttonlayout und wenn man dann noch weiß, dass 60% des IPhones aus Samsung Produktion kommen, der kann schnell auf den Gedanken kommen, dass das Samsung S III quasi der IPhone 5 Erlkönig ist.

    In der Tat spricht vieles dafür. Dieser Eindruck fängt schon bei der Lieferung an. Das S III kommt auch nur in einem Minischächtelchen a la IPhone.

    Klar, sollten Rohstoffe gespart werden, aber man muss ja nicht bei einem Teil, welches fast 700 Euro kostet und nicht grö0er ist als eine Hand, damit anfangen. Das Handy passt mal so grade in den Karton. Es sind sogar Aussparungen für die 2 äußeren Buttons in der Pappe, damit es passt. Der Inhalt des Schächtelchens ist quasi IPhone Duplikat. Gleiches Mini-Netzteil, welches mit einem USB Kabel verlängert wird, gleiche Ohrhörer – einziger Unterschied: Es ist alles in Schwarz. Dazu wie gewohnt weder eine CD, noch ein vernünftiges Handbuch.  Es gibt allerdings das Benutzerhandbuch als Widget, welches man sich Online anschauen kann. Witzigerweise steht dort dann in allen möglichen Sprachen, dass es nicht verfügbar ist. Professionell geht anders..

    Ein weiteres Manko: Nimmt man das Handy aus dem Schächtelchen ist man überrascht, wie leicht das Mobiltelefon ist. Noch nicht durch den riesigen Akku beschwert, kann man es fast aus der Verpackung blasen (wahrscheinlich sind zur Verhinderung dieses Effekts die Haltelöcher im Pappkarton). Alles an dem Handy schreit förmlich: “ICH BIN AUS BILLIGSTEM PLASTIK!”.

    Ein Handy, welches einem bei offenem Fenster glatt aus der Hand geweht werden kann? Nein, dieses Teil kann absolut nicht an die Solidität und Wertigkeit eines IPhones heranreichen.

    Statt echtem gebürsteten Edelstahl gibt’s hier pures Plastik in Metallic-Lack.

    Und selbst das Display des IPhone wirkt durch seine grade Form und dadurch, dass es aus dem gleichen stabilen Plexiglas hergestellt ist wie Hubschrauberkanzeln und Scheiben für Hochgeschwindigkeitszügen nicht so anfällig für Kratzer wie der Herausforderer aus dem Hause Samsung. Dies mag aber täuschen, denn eventuell nutzt Samsung hier das gleiche Polycarbonat – auf der Herstellerseite findet man aber keinen Hinweis darüber.

    Der Wunsch ein IPhone zu sein, geht beim Samsung sogar so weit, dass es eine eigenen Siri mitbringt. Bei Samsung nennt sich das S VOICE – und die dümpelt in der Erkennung sichtlich hinter SIRI hinterher. Selbst bei einfachsten Befehlen versteht das SIRI Pendant zum Teil nur Bahnhof. Die Stimme erinnert an die Sprachausgabe von vor 10 Jahren, dazu dann noch ein Rechtschreibfehler in wecken. – hier ist noch ordentlich was zu tun.

    screenshot Siri S3 klein

    (Los wech mich.. Wohl eher mach mich wech. Das Siri Pendant kann es in keiner Disziplin mit dem IPhone 4S Original aufnehmen.Und die Stimme der Sprachausgabe ist zum wegrennen)

    Samsungs Siri hat aber auch lichte Momente:

    screenshot Siri S3 klein wetter

    allerdings kommt man sich beim lesen des Textes vor, als würde man eine aus dem englischen übersetzte Bedienungsanleitung lesen.

    Und was macht das N900 derweil? Es lächelt ob dieser Bemühungen Informationen möglichst kompliziert auszugeben – denn auf seinem Endlosband-Display welches 4 Bildschirme zum scrollen aneinander reiht, findet sich mit OM Weather eine App, die eine 5 Tages- Vorschau bietet.

    n900 om wetter

    (Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht – oder war’s nicht andersrum? Mann kann das Wetter auch ohne Sprachausgabe erfahren. Die NOKIA-MAEMO-Opensource-Variante)

    Überhaupt ist das N900, wenn auch von NOKIA ausgemustert und nicht mehr auf deren Webseite zu finden (erstaunlich, weil es wesentlich ältere Handys dort noch zu finden gibt – aber die haben ja auch mit Symbian ein Massenweise verbautes OS installiert, und sind nicht so ein Exot wie das N900 mit dem MAEMO Linux), ein echtes Unikat – und für Technik-Frikkler ein Must Have. Wo andere versuchen alle möglichen Alltagsproblemchen mit Apps zu lösen, lässt sich unter dem N900 dank Linux und Open Source ein komplettes Debian laden. Bildbearbeitung? Dank Gimp hat man dann ein Grafikprogramm im Photoshop Kaliber. Da kann man bei anderen Apps, mit grade mal 3 Funktionen nur beschämt zu Boden schauen. Leider steht zu erwarten, dass die Halbwertszeit des noch relativ neuen N9 (welches in Deutschland nie auf den Markt kam) mit dem Maemo Nachfolger Meego ähnlich lang sein wird, wie das Leben einer Eintagsfliege. NOKIA ist mittlerweile auch seine Marktführerposition im Mobilfunkbereich los. Von Platz 1 auf Platz 4 – Tendenz weiter fallend. Das liegt zum Teil eben auch an der missglückten Modellpolitik und der veralteten Hardware, die für Poweruser und echtes Multitasking nicht mehr geeignet ist.

    Hier können ganz klar die anderen Hersteller punkten. Die Messlatte legt das momentane Spitzenmodell Samsung Galaxy SIII sehr hoch. Einziger Wermutstropfen: Die Hardware ist für das Android Betriebssystem eigentlich zu schade. dazu kommt, dass Google hier seinem Ruf als Datenkrake gerecht wird. Alles zielt darauf ab ausschließlich die eigenen google Dienste zu nutzen. Wahrscheinlich fehlt deshalb die Outlook Integration völlig.

    Hier hat man mit Nokia Handys kein Problem. Das synchronisieren mit Outlook gehört zu den Grunddisziplinen

    Selbst Apple – wahrlich nicht als Busenfreund von Microsofts bekannt – gibt dem IPhone eine Outlook Schnittstelle, welche sich automatisch installiert.

    Während Nokia mit der PC-Suite, bzw. der OVI-Suite und Apple mit ITunes Software-Lösungen mitbringen, welche Tools für alle Synchronisierungsdienste und Installationen mitbringen, bietet Samsung nichts dergleichen.

    Auch bei anderen Dingen im Bereich Multimedia merkt man, dass zum Teil nur halbherzig gearbeitet wurde.

    Das Nokia findet über das Netzwerk automatisch den Server und zeigt alle freigegebenen Medien an. Dank WLAN funktioniert dies auch im Keller.

    Das IPhone hat wegen anderer Dateiformate Probleme Divx Videos abzuspielen, zeigt aber brav alles an verfügbaren MP3, Mp4 und Grafiken auf dem Media-Server an.

    Das Android hinterlässt einen gemischten Eindruck. Da wird der Server erkannt, Bilder werden auch angezeigt – aber bei MP3 und Videos – da wird gesucht und gesucht, aber nichts gefunden. Das gute: Die Klangqualität bei MP3 ist auf höchstem Niveau. Ich empfinde Sie persönlich noch besser als die des IPhones.

    Einen Sieger küren – das fällt bei diesem Vergleich schwer, weil die Testkandidaten zu unterschiedlich sind. Aber ich kann eines mit Bestimmtheit sagen: Das Samsung Galaxy SIII kommt wieder ins Schächtelchen und wird wieder verkauft. Und das Geld wird gespart für das IPhone 5, welches in einigen Monaten herauskommen soll.


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    Und noch eines kann ich sagen in Bezug auf die Überschrift: wer an die angegebenen Standby-Zeiten glaubt, die in den Produktbeschreibungen angegeben sind, der wird schnell feststellen – im Alltag nicht zu erreichen! Denn dass diese Handys nur im Standby irgendwo hunderte Stunden unbenutzt rumliegen glaubt ja wohl kein Mensch. Nutzt man alle verfügbare Handyhardware und damit verbundene Apps – zum Beispiel joggen mit umgeschnallten HF-Gurt und aktivierter Tracking Software, hört dabei Musik und schreibt noch auf aktuelle Facebook Posts eine Antwort – dann ist der Akku bei jedem der 3 in wenigen Stunden leergesaugt.

    Und im Anschluss findet Ihr unten noch eine Tabelle, was welches Handy kann und was nicht.

    übersicht

  • LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    ..oder: es gibt eine neue “Du kommst aus dem Gefängnis frei”-Karte für Apples IOS 5.1.1

    Meine gottseidank recht lockere Beziehung mit SIRI, der nervigen IPhone 4S Zicke –  (von Apples Werbefachleuten realitätsverachtend: “Siri. Dein intelligenter, hilfsbereiter Assistent. Du musst ihn nur fragen.” tituliert) – holpert mittlerweile seit fast einem Dreiviertel Jahr mit Hochs und Tiefs (meistens Tiefs) vor sich hin.

    Wäre Sie eine reale Freundin – ich hätte Sie schon längst wegen Blödheit und Faulheit abserviert und die Türschlösser ausgetauscht. Soll SIRI mir mal meine Mails vorlesen, bekomme ich sofort ins Gesicht, bzw. auf’s Retina Display geknallt: ”Ich kann deine Mails leider nicht vorlesen!” Grade mal bequemt sich die verzogene Prinzessin dazu mir meine empfangenen SMS vorzulesen. da ich aber kaum welche bekomme, bekomme ich meistens als Antwort: “Du hast keine neuen SMS zum vorlesen” – und man kann fast den amüsierten Unterton aus Ihrer Stimme heraushören, weil Sie es geschafft hat, sich mal wieder vor einer Arbeit zu drücken.

    LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    (DAS wäre eine SIRI nach meinem Geschmack. Kein androgynes Dööfchen, die einen mit Ihren blöden Gezicke nervt, sondern ein nett anzuschauendes, jüngeres Weibchen, welches sich freut einem vermögendem älteren Herrn für ein paar Euroscheinchen mit einfachen Dienstleistungen oder Handreichungen verwöhnen zu dürfen)

    Dies zieht sich quer durch alle Bereiche – möchte ich etwas von SIRI kommt meistens als Antwort, dass Sie das nicht kann (meiner Meinung nach WILL das Luder nur nicht), oder Sie spielt die Begriffsstutzige und fragt scheinheilig: ”ich habe leider nicht verstanden, was Du damit meinst”.  Irgendwann gibt man genervt auf, weil man gegen soviel weibliche Sturheit eh nicht ankommt und man seine Ehre wenigstens noch retten kann, wenn man sich selber sagt, dass der klügere nachgibt.

    Diskussionen mit SIRI? Da sollte man lieber vorher schon mal ein paar RIOPAN Magen Tabletten einwerfen, denn es könnte sonst schnell passieren, dass einem ein Magengeschwür in Kalbskopfgröße wächst.

    LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    (Diskussion mit SIRI. Spätestens nach 2 sinnvollen Sätzen ist Schluss mit lustig und Siri stellt sich dumm. Dazu neigt Sie wie hier zu sehen zur Arroganz.)

    Siri ist darüber hinaus auch sexuell ziemlich verklemmt, denn nett gemeinte Anfragen, ob man nicht mal die Beziehung in Form eines Quickies etwas vertiefen könnte, werden sofort mit einem angewidertem: ”ICH VERSTEHE NICHT WAS DU MEINST!” abgeschmettert!

    Auch hier reiht sich SIRI nahtlos in die Liste meiner Ex-Freundinnen aus der Spezies Homo Sapiens ein, obwohl Sie wohl eher als Homo Silicium bezeichnet werden müsste.

    Eigentlich ist das Verhalten unlogisch – also wieder typisch weiblich – denn die Spracherkennung bei Texten, wenn man Sie nicht über das pieselige Display eintippt, sondern ins Mikrofon spricht, ist extrem hoch. Warum längere Sätze einwandfrei erkannt werden, aber einfache Befehle nicht? Da kann man nur spekulieren. Ich würde SIRI mal unterstellen, dass Sie da eine Art  Cyberprämenstruelles Syndrom auslebt…

    Das war jetzt ein langes Vorwort, aber dies hat mit dem eigentlichen Blogbeitrag insofern zu tun, als dass ich mein IPhone 4S bereits vor einigen Monaten “Jailbreakte” (ich berichtete bereits HIER darüber).

    Für diejenigen, welche nicht wissen, was damit gemeint ist: APPLE vertritt die Meinung, dass aus Gründen der Stabilität oder Optik, der Benutzer auf viele Funktionen nicht zugreifen darf, um Sie zu verändern. Das, was man von jedem Windows PC oder Nokia Handy kennt, dass anpassen der Optik mittels Themes, ist beim Iphone auf das ändern des Hintergrundbildes beschränkt. Und selbstverständlich möchte Apple nicht, dass Software von anderen Quellen als vom hauseigenen IStore gekauft werden kann

    Findige Entwickler um Jay Freeman haben eine eigene Community gegründet und über das CYDIA Portal lässt sich das IPhone über etliche Themes an eigene Vorstellungen anpassen ohne gezwungen zu sein, die altbackene APPLE Optik zu benutzen.

    LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2) LAUF SIRI LAUF!! DU BIST FREI.. (Part 2)

    (2 meiner Lieblingsthemes sind hier zu sehen. Pages mit einem animierten Hintergrund, der jederzeit das Wetter und den Sonnenstand anzeigt und UINIQUE, ein Theme welches optisch ein echtes Lekkerli ist.)

    Apple versucht natürlich alles, dass Ihre Hardware nicht verändert werden kann. Die CYDIANER müssen also wie Hacker nach Schwachstellen im Betriebssystem suchen, um Zugriff auf das Handy zu bekommen. Und mit jedem Update des Betriebssystems wird es schwieriger für die Hacker, denn APPLE schließt nach und nach die Schwachstellen.

    Mein IPhone wurde ab Werk mit dem IOS 5.0 ausgeliefert und relativ schnell schob Apple das Mini-Update 5.01 nach. Es dauerte mehrere Wochen, bis die cleveren Jungs aus der Community für diese OS Version einen Jailbreak anbieten konnten.

    Und grade für das IPHONE 4S mit seiner besseren Hardware war hier wochenlang Stand der Dinge, dass die danach veröffentlichten Updates nicht installiert werden durften, weil es für diese Softwareversion in Verbindung mit dem DUAL Core keine Möglichkeit gab einen Jailbreak durchzuführen. Updatete man, war alle auf CYDIA erworbene Software futsch, da sich diese Software nur über ein frei geschaltetes IPHONE installieren lässt.

    Zurück auf die vorige Version kann man auch nicht. Dies lässt Apple nicht zu. Da hieß es warten oder verzichten.

    Es dauerte tatsächlich mehrere Wochen bis man beim 4S eine Lücke entdeckte, um das Jailbreak wieder möglich zu machen.

    Der Vorteil soll an verbesserter Akkulaufzeit und anderen Verbesserungen unter der Haube liegen.

    So weit so gut. Ich könnte fast zufrieden sein, wenn.. ja wenn es Apple geschaffft hätte SIRI endlich von Ihrer Zickigkeit zu befreien. Aber dann wäre natürlich der Name SIRI falsch, sondern ER müsste dann SIRIUS heissen..

    Datum letzte Änderung: 29.05.2012 06:30 Uhr

  • Abnehmen mit dem IPhone–so geht’s..

    ..oder: Runmeter, Runtastic, ISmooth und Co. – welches Tracking-Programm taugt was?
    P

    ROLOG: Endlich mal ein paar Tage frei! Da komme ich dann doch endlich dazu den seit 2 Wochen in der Pipe liegenden Blogbeitrag zu vollenden und vielleicht sogar mal andere Blogs zu besuchen.

    Am 19.4.2012 startet in Essen die FIBO2012. Das ist die weltgrößte Fitness-Messe. Wir werden auch als Aussteller dort sein. Schließlich sind wir der weltgrößte Hersteller von Artikeln für den Kampfsport – und Artikel wie der Focusmaster, der Bob XL und die Wavemaster Standboxsäcke sind echte Topseller. Wer sich dafür interessiert –  die Messe ist für normale Besucher 21. und 22.4. geöffnet.

    Doch dies nur als Vorab-Info…

    Leider packe ich über die Wintermonate immer einige Kilo Körperfett über mein Sixpack. Wer will auch schon bei Nieselregen und im Dunklen jeden Tag 13 Kilometer latschen. Durch den Wegfall dieser kalorienverbrennenden Tätigkeit haben die bösen Kalorien bei mir leichtes Spiel, sich um die Mutation meines Waschbrettbauchs zum Waschbärbauch zu kümmern.

    Eigentlich wollte ich auf der FIBO den Winterspeck runter haben um auch rein optisch kein allzu sehr abschreckendes Beispiel zum Sixpack des Bobs zu sein.

    Bob XL

    (Ein tolles Trainingsgerät von century ist der Bob XL –  der Name BOB leitet sich von den Anfangsbuchstaben aus Body Opponent Bag ab. Nicht nur Männer lieben Ihn – auch Frauen schlagen gerne drauf rum. Nein – leider bin ich nicht der Links im Bild.. P.S. Er ist immer Freitags im Frühstücksfernsehen. Einfach bei Google mal ZDF und Prügelknabe als Suchbegriffe eingeben)

    Da das Wetter seit 2 Wochen wieder einigermaßen “gangbar” ist, habe ich wieder angefangen meine Trainingsstecken zu marschieren – als da wären, der morgendliche Fußweg zur Arbeit mit knapp 7 Kilometern je Weg und der sonntägliche Drittel-Marathon mit 12-15 Kilometern in Walk-Geschwindigkeit.

    Nun ist das reine Laufen ja das eine – Sport ohne Kontrolle das andere. Deshalb benutze ich zur Überwachung verschiedene Tools, welche alle möglichen Parameter aufzeichnen und hinterher ein aussagekräftiges Abbild des Trainings erstellen.

    Ich habe hier nur Apps getestet, welche auch einen Brustgurt mit Herzfrequenzsensor unterstützen,  da nur die eine komplette Überwachung eines Trainings ermöglichen und man erkennen kann, ob man im optimalen Pulsbereich trainiert.

    Für das IPhone (in meinem Fall das IPhone 4S mit Retina Display) gibt es etliche Apps, von denen einige sehr gut, andere ausreichend, und der Rest Schrott ist.

    Fangen wir gleich mit dem Schrott an:

    Runtastic Pro – eine Software, die ich früher eingesetzt hatte, die aber einen Bug hatte, und jedes Mal beim starten der Aufzeichnung die im Hintergrund laufende Musik auf ein kaum zu verstehendes dumpfes murmeln mutieren ließ. Blöd, wenn man beim laufen gerne Musik hört.

    Witzigerweise wurde bei jedem der zahlreichen Updates geschrieben, dass dieser Bug behoben wurde – was man de Facto schnell als Lüge erkannte, denn auch nach etlichen Updates hörte sich Musik sofort beim starten der App plötzlich an, als würde man Sie aus defekten, plärrenden Lautsprechern und aus einem mit Watte ausgestopftem Eimer hören. Der Support reagiert nicht auf Mails und verweist auf die Faq’s in denen man keine Lösung findet. Alles in allem also sehr mangelhaft, da kann auch die neue Optik nichts dran ändern. Ein weiteres Manko, welches mir sauer aufgestoßen ist: Man kann keine eigenen Trainingspläne erstellen. Dafür muss man sich für teure 19,99 € einen Laufplan von dem Olympioniken und Laufprofi Dieter Baumann (kennt den überhaupt einer?) herunterladen. Ein ambitionierter Sportler wird in der Lage sein, einen eigenen angepassten Plan für sich zu erstellen. Die anderen getesteten Sport-Tracker haben diese Funktion. Für runtastic Pro bleibt also nur der “BÖÖÖP” – Buzzer – und der Wurf in die Tonne..

     

    (runtastic Pro – Früher mal ein gutes Programm, jetzt nur noch Schrottwert. Immerhin unterstützt es den ANT+ Dongle und einen darüber angeschlossenen Brustgurt. Trotzdem ist es aufgrund des Gesamtbildes was für die Ludolfsche Altmetall-Verwertungs-Abteilung)

    Eigentlich bleiben nur 2 Programme übrig, die Alltagstauglich, Absturzsicher und professionell sind.

    Zum einen ist dies ISmoothrun. Ein Programm, welches sehr gut zum tracken geeignet ist – keine Frage. Man kann eigene Workouts erstellen. Schnittstelle zu HF- Brustgurt und anderen Sensoren vorhanden. GPS-Navigation funktioniert. Stimmausgabe ist vorhanden. Sogar Musik lässt sich hören. Der einzige Nachteil: Die angezeigten Werte auf dem Display lassen sich nicht nach grade ausgeübter Sportart konfigurieren.

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    (ISmoothrun – mein Favorit, bis ich auf Runmeter stiess. Keine Frage, ISmoothrun ist ein sehr gutes Programm mit umfangreichen Features – doch Runmeter Pro kann das alles noch ein bisschen besser.. )

    Der absolute Sieger in diesem Vergleich ist runmeter. Es kann alles was Ismoothrun kann, aber darüber hinaus ist es möglich die Anzeige auf dem Display zu konfigurieren, so dass man je nach Sportart angepasst die Werte ablesen kann.

    So wird ein Radfahrer vermutlich eher Trittfrequenz, Herzschlag,  Radumdrehungen/min, Geschwindigkeit, Aufstieg, Abstieg, Zeit bis zum Ziel ablesen wollen, während der Läufer beispielsweise Split Zeiten von Lauf-Runden bevorzugen wird.

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    (So präsentiert sich Runmeter optisch auf dem Retina Display des IPhone 4S. Und das Pro hat es sich auch redlich verdient. Ich habe kein anderes Programm im Bereich Sport und Tracking finden können, welches so umfangreich ist. Dies ist ein Screenshot von einem Sonntag. 13,18 Kilometer marschiert und fast 2000 Kalorien vernichtet. Nur noch 100 Sonntage und ich habe mein Traumgewicht..)

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    (13 Kilometer – von Do-Barop zum Rombergpark. Dort 2 große Parkrunden und 4-5 Seerunden und wieder zu Fuß zurück.  Das GPS zeichnet alles auf und selbstverständlich werden die Daten in ein exportierfähiges Format gebracht, bzw sofort in Google Maps exportiert. Das ganze kann man sich bequem per Mail senden lassen.)

     

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    (Das Herz klopft bis zum Hals? Könnte sein – aber um es genau zu wissen sollte man mal schauen, wo der Herzschlag besonders hoch war. Der kurze Zwischenspurt um die süße Joggerin zu beeindrucken, welcher mit anschließender Schnappatmung und tomatenroter Gesichtsfarbe bestraft wurde, oder war es doch die Mehranstrengung während man in der Bolmke die zum Teil starken Anstiege hoch watschelte?)

    Abnehmen mit dem IPhone–so geht’s..

    (und so sieht das ganze in google earth auf dem heimischen PC aus. )

    So, und nachdem man so fleißig war, und sich 2,5 Stunden gequält hat, und dabei fast 2000 Kalorien verbrannt hat, muss man natürlich schnell Kalorien nachlegen, damit man nicht zu schnell abnimmt – was ja auch nicht gesund ist.

    Denn Diät ist zwar gut und gesund – aber wir wollen es ja nicht übertreiben..

    Ich habe dafür ein spezielles Fast-Food Gericht kreiert. Es besteht aus feinstem Rinderhack, Zwiebeln, Ei, Schinken, Chester-Schmelzkäse, Eisbergsalat, Tomate, Barbecue-Sauce. Und dies alles in einer fluffigen Teigummantelung. Und natürlich ist alles aus Öko-Anbau. Fertig sieht’s dann so aus:

     Abnehmen mit dem IPhone–so geht’s..

    (Sesambrötchen mit kalorienreduziertem Belag aus ökologischem Anbau. Naja, nicht ganz. Aber leeeeckeeeer!) 

    Ich wünsche einen guten Appetit!

    Datum letzte Änderung: 08.04.2012 10:31 Uhr

  • LAUF SIRI! LAUF! DU BIST FREI!!..

    ..oder: dank Jailbreak für das IPhone 4S mit IOS 5.0.1 fallen alle Beschränkungen..

    Mitte der Woche war es endlich soweit! Eine Hackergruppe hatte das IOS 5 geknackt und mit dem kleinen Tool “Absinthe” ein einfach zu bedienendes Tool zur Verfügung gestellt, um die von Apple eingebauten Restriktionen zu lockern.

    Die Bedienung ist denkbar einfach und der Jailbreak, welcher bis zur Version 5.0.1 des OS funktioniert, wurde von mir Morgens, bevor ich zur Arbeit ging durchgeführt – sozusagen zwischen Nutella-Brötchen und Morgenkäffchen..

    Sicher wird jetzt von vielen ehrlichen Zeitgenossen die Frage kommen, warum man sich außerhalb des Rechts begibt und Software installiert, welche nicht von Apple zertifiziert ist, und die dazu noch tief ins Betriebssystem eingreift und Funktionen ändert. Die Antwort ist einfach: “Weil man’s kann!”..

    Und natürlich bin ich als ITler immer ein bisserl neugierig, und fummel an den Sachen rum um die Grenzen auszutesten (was mitunter mit dem Exitus der Testprobanden einhergeht). Und da Apple für mich ein ganz neues Gebiet ist – bin ich doch ein Microsoft Geschädigter, der mit den hässlichen Beigefarbenen Gehäuseklötzen groß geworden ist (und selbst heute sieht selbst das schickste PC-Gehäuse gegen den IMac aus, wie Cindy aus Marzahn gegen Heidi Klum), muss ich doch mal ausprobieren, was die Applejünger in Ihren Produkten für Leistungsreserven haben.

    Denn Apple hat mit dem IOS 5 zwar ein gutes Betriebssystem geschaffen, aber das fehlen jeglicher Möglichkeiten das IPhone an seine Vorstellungen anzupassen, zeigt schon eine gewisse Arroganz von Apple..

    Dank “Absinthe” und “Cydia” hat man nun auch mal die Möglichkeit ein “Theme” zu benutzen, welches das Aussehen der Benutzeroberfläche total verändert!

    Hat man das Jailbreak durchgeführt, erhält man anschliessend zur Belohnung ein neues Icon namens ‘Cydia’ auf der Benutzeroberfläche.

    Über Cydia kommt man auf die von Apple nicht frei gegebenen Produkte. Hier unterscheidet sich erst mal einiges nicht vom ITunes Store: einiges ist kostenlos – aber vieles kostet auch Geld!

    Im Bereich Themes habe ich einige schicke Teilchen für mich entdeckt, heruntergeladen und installiert.

    Für ein schönes Theme 2,99 $ zahlen? Erscheint im ersten Moment vergleichsweise viel, ist aber auch nicht mehr wie ein Kaffee den man Sonntags in seinem Strassencafe trinkt – und das fällt ja seit Monaten wegen Schietwetter aus! Da kann man mal Ersatzfrustkäufe tätigen..

    Was sofort negativ auffällt: bei Cydia nervt ist die extrem aufdringliche Werbung!

    Häufig besteht mehr als die Hälfte der Seite aus “Verbraucherinformationen”.

    Ebenso scheint der Entwickler von Cydia zu glauben, sein Theme CarbonX müsste auf jeden Fall installiert werden – natürlich in der kostenpflichtigen Pro Version.

    Sehr penetrant ist, dass nach jeder Änderung in den Systemeinstellungen sein Logo wieder auf der Benutzeroberfläche zu finden ist. Und das, obwohl man es vorher definitiv gelöscht hat. Das ist nicht mehr professionell sondern unverschämt!

    Doch auch andere Sachen nerven – so habe ich ein Theme namens ‘1nfect3d’ erworben – doch die Installation scheitert: jedes Mal gibt es einen #Hash Sum Mismatch – Error.

    UINique-green

    (schöner dank Jailbreak – Durch die Entfernung der von Apple vorgegebenen Beschränkungen kann nicht nur das Hintergrundbild angepasst werden. Es ist jetzt möglich ein völlig neues Styling (hier im Bild das ‘UINIQUE green’) und angepasste Schriftarten zu benutzen..)

    Dies scheint am Server zu liegen, und nach dem Troubleshooting Infos soll so etwas nach Tagen (oder Wochen) automatisch behoben werden – aber wenn man etwas kauft, will man es eben auch nutzen. Dazu kommt: Der Support ist eher dürftig bis bescheiden..

    Das IPhone aus seinem “Gefängnis zu befreien”, ist sicher mal einen Test wert – ein Muss ist es definitiv nicht!.

    Wer es mal ausprobieren will: Man kann über ITunes die Änderungen rückgängig machen, wenn man vorher ein Backup gemacht hat.

    Dazu steht bereits die OS Version 5.1 kurz vor der Veröffentlichung. Updated man, sind alle gemachten Änderungen hinfällig und das Betriebssystem ist wieder 100% Applekonform..

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  • Das Apple IPhone wird durch Apps erst schön…

    ..oder: 3 Monate mit Siri und Co. – ein Zwischenbericht (Teil 1)…

    IPhone 4s Rocks! So könnte man es einfach ausdrücken. Nachdem ich es jetzt knapp 3 Monate im Dauer-Einsatz habe, ist es Zeit mal eine Bewertung abzugeben, wie es sich im mobilen Alltag verhält.

    Tatsache ist: Hätte es das IPhone damals schon gegeben – MacGyver hätte sein berühmtes Schweizer Messer sofort gegen dieses Mobiltelefon eingetauscht – denn dieses Handy schlägt sein pieseliges Messer um Längen – vorausgesetzt es ist ein Stromanschluss für den in Windeseile leer gesaugten Akku in der Nähe. Selbst Bierflaschenöffnen geht mit dem IPhone. Wozu sonst hat es den stabilen Metallrahmen?..

    McGyver Messer

    (Dieses berühmte Messer kann alles – doch das IPhone kann alles besser – Stromanschluss vorausgesetzt!)

    Doch im Ernst: Hat man sich erst mal mit der Philosophie von Apple angefreundet, gefällt es einem immer mehr. WLAN-Anbindung? Wird ein Netz gefunden kommt die Frage nach dem Passwort und fertig. Bei anderen Handys muss man erst 5 Schritte durch Menüs klicken und die richtige Verschlüsselung wählen und andere Parameter, die man kaum weiß, wenn man das Netz nicht selber eingerichtet hat. Dies ist beim IPhone DAU-sicher, obwohl ein echter IT-ler wie ich natürlich immer gerne an den Schrauben fummeln will, und wissen, was dann da so für Protokolle im Hintergrund laufen, welche Ports aktiv und eben alles so Dinge, weshalb wir uns von einem normalen User unterscheiden, der eigentlich nur ins Internet will…

    Auch die bei den Vorgängern häufig auftretenden Verbindungsabbrüche (hervorgerufen durch Kurzschluss zwischen den beiden Antennen im Metallrahmen, die durch feuchte Hände und den “Todesgriff” ausgelöst wurden) habe ich noch nicht gehabt. Dies liegt lt. Apple an einem Firmware-Update, welches den Kurzschluss erkennt und automatisch umschaltet. Dies funktioniert in der Praxis einwandfrei.

    Man gewöhnt sich schnell an einige Dinge. So ertappe ich mich dabei, dass ich immer häufiger ‘SIRI’ etwas diktiere, anstatt es über die Bildschirmtastatur langwierig einzutippen. Wenn Siri auch im Alltagsbetrieb so Ihre Macken hat, die Spracherkennung ist hervorragend. Klar, ein bisschen nachbessern muss man, aber grade bei längeren Texten ist der Zeitgewinn trotz Text- und Interpunktionskorrektur noch enorm.

    Die 8Megapixel-Kamera macht Superfotos – am Tag! Nachts kann man die Qualität vergessen, da trotz Blitz die Bilder zu verrauscht sind..

    Ein weitere Pluspunkt ist die Synchronisation mit Microsoft Outlook. Auch hier greift wieder das Konzept der Einfachheit. Wo andere Handy-Hersteller erst spezielle Software installieren müssen, um auf die Handydaten zuzugreifen (NOKIA benutzt dafür die Nokia PC-Suite oder auch die OVI Suite), geschieht dies beim PC über das vielfach schon installierte Itunes.

    ITunes mit IPhone

    (Auf PC installiertes ITunes mit angeschlossenem IPhone – Konfiguration und Datenabgleich inklusive)

    Auf dem obigen Bild sieht man das Apple ITune wenn ein IPhone angeschlossen ist. die roten Umrandungen kennzeichnen die speziellen IPhone Optionen.

    Zu 1: Wird das IPhone mit dem PC verbunden, wird unter Geräte in der linken Leiste das IPhone angezeigt

    zu 2: Oben hat man Zugriff auf Systemeigenschaften, installierte Apps, Iconanordnung und installierte Musik und andere Mediendaten, welche den Speicher füllen

    zu 3: bei 3a sieht man die verschiedenen Screens des IPhones. Bei 3b den jeweiligen in 3a gewählten. Hier kann man bequem die Icons anders anordnen. Das geht zwar auch über das IPhone direkt – ist aber über ITunes bequemer.

    zu 4: unten sieht man die Auflistung des belegten Speichers. Wie man sieht sind auch 32 GB schnell gefüllt. Ob man allerdings 951 Lieder braucht mit einer Spieldauer von 4,3 Tagen?

    Bringt das IPhone von Haus aus schon eine Menge mit: mit den geeigneten Apps wird es noch besser. Dazu sind die meisten mit Preisen von kostenlos bis über 79 Cent und in Ausnahmen auch mal mehreren Euro verhältnismäßig günstig. Ein nützliches Tool zum Preis eines Kaffees? Da muss man nicht lange überlegen.

    Doch auch bei den Apps gibt es schwarze Schafe! Es lohnt sich die Rezensionen zu lesen, häufig erkennt man dort schon, dass die Software nur dazu dient dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Hier und in den nächsten Beiträgen kommt deshalb eine Übersicht von Apps aus verschiedensten Bereichen, die ich auf meinem 4S installiert habe und als sinnvoll ansehe. Diese Liste legt natürlich keinen Wert auf Vollständigkeit!

    FITNESS:

    Im Bereich Fitness setze ich verschiedene Apps ein, da ich mit der Zeit feststellte, dass einige Apps doch noch besser geeignet sind als andere. SPORTSTRACKER (ein Überlebender aus der Zeit der Nokia Beta Labs) ist eigentlich nur noch auf dem IPhone, weil ich damals bei Nokia Sportstracker einen Account hatte.

    Leider hat Sportstracker verschlafen, die Möglichkeit einen HF (für Herzfrequenz-Gurt) zu integrieren – was dazu führt, dass diese Software zwar noch auf dem IPhone ist, aber defacto nicht mehr benutzt wird und eigentlich nur noch auf die Deinstallation wartet.

    wahoo Herzgurt

    (WAHOO Herzfrequenzgurt mit ANT+ Dongle. Für ein optimales Training unerlässlich, um immer im optimalen Pulsbereich zu sein. Leider muss unten in das IPhone ein Dongle eingesteckt werden, um die Signale zu empfangen. Bluetooth wurde leider beim Erwerb des Gurtes noch nicht unterstützt – allerdings hat Wahoo nun einen solchen im Angebot. Funktioniert aber nur mit dem 4S)

    Es gibt bessere Tracking Software – dazu mit mehr Funktionen. runtastic PRO ist zum Beispiel Eine davon!

    Warum ich neben dieser Software, die eigentlich alles kann noch die Software Endomondo Pro und ISmooth Run installiert habe liegt an einigen Bugs, die runtastic Pro hatte. So wurde die Musik während meiner Aktivitäten in einer grausigen Qualität angespielt. Leise, dumpf – Aber bei einem Preis von grade mal 2 Euro? Pff, da mach ich mir keinen großen Kopf, sondern installier einfach was anderes!

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    (Runtastic Pro – Software um sportliche Aktivitäten im Outdoor Bereich aufzuzeichnen. Da über einen Dongle auch ein HF-Gurt zum aufzeichnen des Herzschlages unter Belastung aufgezeichnet werden kann, ist die Software ein durchaus ernsthaftes Instrument.)

    Trotzdem ist die Software ganz gut – nervig ist, dass man nicht selber Trainingspläne erstellen kann, sondern gezwungen ist für einen überteuerten Preis Pläne von Guido Baumann herunter zu laden. Aber 14,99 € für einen Plan? Sorry, aber das sehe ich dann doch nicht ein.

    Ansonsten hat die Software fast alle Funktionen, die man von einem professionellem Tracking-Programm erwarten kann. Dank eingebautem GPS-Modul wird die Strecke aufgezeichnet und kann dann in die sozialen Netzwerke gepostet werden. Leider fehlen Runtastic Pro Exportmodule.

    Das kann wiederum ISmoothRun besser. Die Software ist im ganzen was die Funktionen angeht, umfangreicher und besser durchdacht. Allerdings ist die Benutzeroberfläche nicht so gut, und die Menüführung hat Schwächen. Das größte Plus:   Dank verschiedener Exportoptionen kann man sich selber eine Email mit verschiedenen Dateiformaten senden. Die Dateien lassen sich unter anderem in Google Earth anzeigen. Ganz praktisch, wenn man seiner Freundin zeigen will, dass man nicht so ein Couch-Potato ist, wie Sie immer behauptet. Während es Trainings werden alle möglichen Parameter über die IPhone Sensoren (und falls angeschlossen über externe Sensoren, wie HF-Gurte) aufgezeichnet und umgerechnet.

    IMG_0300So wird die Schrittfrequenz, Entfernung, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch, überwundene Höhenmeter uvm. getrackt und gibt eine aussagekräftige Übersicht über das Training.

     

    (ISmoothrun – die durchdachteste und umfangreichste Sportsoftware für das IPhone. Dank der Möglichkeit selber Trainingspläne zu erstellen und sie in verschiedene Formate zu exportieren, ist diese Software Punktsieger vor runtastic Pro, Endomondo Pro und Co.)

    Auch grade im Bereich Trainings-Pläne geht der Punkt klar an ISmoothrun. So kann man minutengenaue Zeitabschnitte definieren in denen man die gewünschte Strecke und Herzfrequenz eingibt. Zum Beispiel erst 5 Minuten lockeres aufwärmen, dann 10 Minuten langsames joggen, gefolgt von einem 3 Kilometer langen Lauf, der unter 8 Minuten absolviert werden soll.  Das Training wird ständig überwacht und mittels akustischer Ausgabe in Form einer weiblichen Stimme wird mit Kommandos wie : “Schneller, langsamer, Tempo halten”, dafür gesorgt, dass man das Trainingsziel erreicht.

    Datum letzte Änderung: 22.01.2012

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