PrivatWerbung & andere Lügen

Wie Doctor Love zum bloggen kam..

.oder: die Geschichte des (wahrscheinlich) besten Blogs der Welt..

Der liebe Stefan von www.geistreich78.info gab mir Anfang der Woche die Info, dass der Blog GECKOweb, Webdesign, Social Media, Kommunikation. eine Blogparade macht. Da wollte ich natürlich mitmachen und meinen Blog ebenfalls in den Ring werfen. Leider wollte man mir den ersten Preis nicht einfach so rausrücken – unverständlich, oder?

Im Rahmen der Parade gab es vorher erst noch folgende Fragen zu beantworten:

Erste Frage: Wie ich zum bloggen kam? Klar, diese Frage an den Anfang zu stellen, macht Sinn – denn würde ich nicht bloggen, würde ich nicht an der Blogparade teilnehmen, wäre infolgedessen nicht existent und in der Blogger-Szene würde ein riesiges schwarzes Loch klaffen….

Dann mal los – frische Tasse Kaffes in Griffnähe? CHECK! Tastatur von den Brötchenkrümeln und Chipsresten der letzten Nacht befreit? CHECK! – kurz ein paar Fingerdehnungsübungen gemacht, und ab geht die Geschichte, wie Doctor Love ans bloggen kam:

Tja, wie bei vielen Dingen im Leben war es der Zufall, der aus einer jahrelang brachliegenden Webseite den weltbesten Blog gebar (dies ist natürlich nur meine persönliche Ansicht, welche nicht der Meinung anderer Blogger, welche wiederum? – na klar, was sonst –  Ihren eigenen Blog als weltbesten ansehen, entsprechen muss. Ich bin aber bereit diese (selbstverständlich irrige) Ansicht für die Zeit der Blog-Parade zu tolerieren. Also keinen Streit darüber, okay?).

Doch zurück zum Thema der Blogparade: Bereits im Jahre 2000 hatte ich mir im Rahmen meiner IT-Ausbildung eine eigene Domain gegönnt, auf der ich meine (immer noch beschränkten) HTML- Kenntnisse auf ahnungslose Besucher losließ.

petersplace 2000

(Wie alles begann – Anno 2000: Petersplace.net in reinem HTML. Nix mit PHP oder CMS. Austausch von gegenseitigen Nettigkeiten war nicht möglich – und auch nicht üblich..)

Jahrelang passierte mit der Domain nichts – Sie wurde von mir auch nicht weiter gepflegt. Die letzte Info auf der Seite war, dass ich auf meinem Pentium 200 Rechner Windows 95 gegen Windows 98SE getauscht habe, jetzt könnt Ihr euch ungefähr von der Aktualität ein Bild machen,…

Es  muss dann so ungefähr im April 2007 gewesen sein, als ich bei den microsoft live Spaces landete, dort für Unruhe und sexuelle Verzückung unter den weiblichen „Spacianerinnen“ sorgte und für meine weiblichen Fans einen “Space” namens “T H E  H A C K E N B U S  T I M E S” eröffnete.

the_hackenbush_times

Der Name “The Hackenbush Times”, zwischenzeitlich auch “D O C T O R  H A C K E N B U S H ‚ S   W O R L D   N E W S” u.a. ist eine “verhohnepiepelung” und kam eigentlich aus dem Film “ Die Marx Brothers beim Rennen”. Dort spielt Groucho Marx einen Pferdedoktor namens Doc. H. Hackenbush, der irrtümlich für einen richtigen Arzt gehalten wird, und in einem Schönheitssanatorium nur Blödsinn anstellt. So sind die News der Hackenbush Times folgerichtig auch keine echten Nachrichten gewesen – und ich bin ja auch kein richtiger Doktor (obwohl ich bestimmt nicht ‚Nein‘ sage, wenn mich eine LAG fragt ob ich Lust auf „Doktorspiele“ habe um den langweiligen Fernseh-Sonntag rumzukriegen)..

Ja, ich weiß, ich bin jetzt ein bisschen zurück zu Adam und Eva, aber vielleicht werdet Ihr beim lesen feststellen, dass ich es hasse Sätze auf Subjekt, Prädikat, Objekt zu beschränken. Meine Sätze sind vielmals Bandwurm-Kunstwerke aus eingeschobenen Nebensätzen, Gedankensprüngen, kreativen Wortschöpfungen (bei der jeder Duden-Kenner schreiend weglaufen würde), öffnenden und schließenden Klammern (und Doppelklammern), gespickt mit Gedankenstrichen – nicht zu vergessen die abenteuerliche Benutzung von Satzzeichen, zur Auflockerung ein paar Rechtschreippfehler und vielem mehr, was das lesen (und vor allem das verstehen) zu einer Herausforderung macht, aber dadurch im Gegenzug das lesen nicht langweilig werden lässt, da die kleinen grauen Zellen des Lesers gefordert sind und auf Vollgas laufen..

Na? Schon Angst bekommen, was auf dich zukommt?

EXKURS: Der Satzbau kommt von meinem großen Vorbild in Sachen Schreibstil, dem Science-Fiction Autor Stanley G. Weinbaum, der mit der Geschichte “eine Mars-Odyssee” zeigte, wie lebendig man schreiben kann und man mit einiger Phantasie fast an der Geschichte teilhaben kann. Ich versuche diesen Stil so weit es geht zu adaptieren – habe aber auch manchmal Mitleid mit den Besuchern meines Blogs und schreibe Konsumentenkonform.

Doch jetzt wacker zurück zur Geschichte:…

Die microsoft Live Spaces waren eine Mischung aus Social Network und Blog – und leider war microsoft technisch damit völlig überfordert. Die Quelltexte waren so lang, dass man – wenn man Sie ausdruckte – genug Material hatte um damit ein Osterfeuer einige Stunden befeuern zu können. Microsoft bastelte immer wieder an der Technik, bekam es aber nie wirklich in den Griff.

hackenbushTimes2008.png

(So sahen die Microsoft Live Spaces aus. Sie bestanden hauptsächlich aus Modulen, welche man aktivierte oder deaktivierte und dann an die gewünschte Stelle zog – vergleichbar mit den Widgets bei WordPress)

Ende 2008 “gab” microsoft zweierlei. Nämlich zum einen den Kampf gegen die eigenen krude und nicht in den Griff zu bekommende Technik “auf” und die Live Spaces an Wordpress “ab”. Dank eines Migrationstools klappte dies eigentlich auch bei den meisten Umsteigern – natürlich gab es auch ein paar Kollateralschäden..

Ich hatte aber bereits Anfang 2008 von den ewigen Basteleien an den Spaces den “Kaffee auf”, erinnerte mich an meine brachliegende Domain und installierte eine freie Version von Wordpress auf www.petersplace.net, die ich selber wartete.

magazine.png

Ich hatte also zeitgleich plötzlich 2 WordPress Blogs, die ich mit identischem Inhalt füllte.

Aufgrund der Beschränkungen bei den direkt bei WordPress.com gehosteten Blogs (unter anderem konnte man nur aus bestimmten Themes wählen – Plugins zu installieren, war komplett unmöglich, das Antispam-Tool Askimet war kein wirklicher Schutz vor Spammern) und dem damit verbundenem Ärger und Mehraufwand wurde ‘The Hackenbush Times’ letztes Jahr eingemottet und eine Weiterleitung eingerichtet.

Der Name www.petersplace.net als Domain erschien mir aber nach 12 Jahren nicht mehr passend. Ich suchte etwas weniger braves und dafür etwas schrilleres, was auch besser zu mir als Person passte. Gesucht – gefunden, und mit www.NERD-O-MANIA.de erblickte Anfang 2013 eine neue Domain das Licht des World Wide Web. Dank WordPress Im-und Export-Tool ohne Datenverlust aus den früheren Jahren.

Dazu kam, dass ich meinen Besuchern zum gegenseitigen Austausch ein Forum zur Verfügung stellen wollte. Bei meinem alten Provider ließ sich dies wegen fehlendem Speicher nicht realisieren. Ich wechselte also beides: Domain und Hoster. Nun konnte ich auch endlich das BuddyPress Plugin nutzen.

Soweit also bisher die Entstehungsgeschichte meines Blogs. Da wir nun nach etwas über einer Dekade in der Jetztzeit angekommen sind, widme ich mich gleich der nächsten Frage: “Womit beschäftigt sich Ihr Blog?”

Tja, mein Blog ist eher so der Ausreißer, denn im Gegensatz zu den ganzen professionellen Themen-Blogs, ist mein Blog zum einen ein rein privater Blog ohne kommerziellen Anspruch und zum anderen “ein Kessel Buntes“ – was nichts anderes heißt, dass ich über ALLES schreibe. Das setzt manchmal nicht mal voraus, dass ich davon Ahnung habe – neee, war’n Witz – KLAR weiß ich IMMER worüber ich schreibe – die anderen sind nur häufig anderer Meinung. Paah! Alles verdammte Ignoranten – irgendwann wird mir eine Firma das Patent für die NSIMLUDEMKDMMR-Uhr abkaufen, dann gucken DIE blöd aus der Wäsche, haa..

Ich bin jetzt etwas abgeschweift.. Wo war’n wir noch gleich stehen geblieben? Ach ja, hier:

Ich versuche dabei immer ziemlich kreativ zu sein und auch die Leser mit einzubinden.

 komplettDresstoolgame.jpg(durchaus nicht üblich – einbeziehen der Leser zum aktiven mitmachen. Netter Versuch. Aber wie bei allem was man macht um Leute mal aus Ihrer Lethargie zu scheuchen: verschwendete Zeit.)

Die Themen haben sich aber im Laufe der Jahre immer wieder mal geändert oder anteilmäßig verändert – das liegt daran, dass sich auch der Mensch hinter dem Blog weiter entwickelt und der persönliche Fokus auf andere Dinge wandert. Diesen Luxus kann ich mir bei meinem “All-you-can-write-Blog” gönnen, da ich mich eben nicht auf ein Thema fixiert habe.

“Was motiviert mich, bzw. was treibt mich an?”

Die Frage ist einfach mit: “Kommentare auf Blogbeiträge bekommen” zu beantworten. Dies ist für mich als Blogger quasi das Entgelt, welches ich einfahre, wenn ich andere Menschen gut unterhalten oder zu wichtigen Dingen informiert habe. Und es ist schön, wenn man merkt, dass der Beitrag beim Leser was im Hirn ausgelöst hat, um seine Meinung bei mir zu hinterlassen.

Da sehe ich leider auch das größte Problem in der Selbstmotivation bei mir. Es gibt gegenwärtig kaum noch Kommentare – das ist das traurige – und dieser Umstand lässt mich auch so langsam den Sinn weiter zu bloggen in Frage stellen.

EXKURS: Es gab Zeiten, da habe ich locker über 100 Kommentare zu einem Beitrag bekommen. Die Diskussion war häufig witziger und interessanter als der Blogbeitrag selber. Heute stellen die Blogger die Links zu Ihren Beiträgen in die sozialen Netzwerke und bekommen dann von den Lesern, die früher kommentiert haben ein Like oder thumbs up. Dies bringt m.M. nach den Blog nicht weiter. Dafür platzt die Freundschaftsliste bei allen Beteiligten aus allen Nähten – über tausend “Freunde” und abonnierte Feeds sind keine Seltenheit – und mit jedem weiteren Zugang nimmt der Wert einer Freundschaft und die Zeit sich einer Person als ‘Freund’ zu widmen ab, ober glaubt wirklich jemand, der als 1496er in einem Netzwerk geadded wird, dass er demjenigen mehr wert ist als die 1495 vor Ihm?

Es ist auch nicht so, dass mein Blog einen Dornröschenschlaf hält. Meine Beiträge genießen bei google ein hohes Ranking und sind regelmäßig unter den Top Scorern zu finden (aktuelles Beispiel: “Windows XP Mode” auf Seite 2 bei über 52 Millionen Treffern) – mein Blog ist durchaus stark frequentiert (bisheriger Rekord: 1540 eindeutige Besucher am Tag). Die über die Suchmaschine kommenden Besucher sind aber i.d.R. reine Content-Klauer: holen sich die Info, die Sie benötigen und verschwinden sofort wieder. Bei 100.000 über Google kommende Besucher konnte weder ein Kommentar noch ein einziges Community-Mitglied generiert werden

Damit haben sich eigentlich die anderen Fragen: “Welchen Stellenwert hat Ihr Blog für Kollegen?” und  “Wie reagieren Ihre Leser?” von selbst beantwortet.

Meine Kollegen lesen meinen Blog sehr gerne, lachen sich häufig schlapp über meine satirischen Beiträge und ausdrucksstarke Formulierungen – aber selbst wenn ich Sie mal persönlich in der Pause anspreche und bitte, sich doch einen Account einzurichten, werde ich nur mit großen Kinderaugen und offenem Mund angeguckt, grade so, als wolle der böse Onkel einem den Lutscher wegnehmen. Da würde ich dann dem faulen Kollegen-Pack den imaginären Lolli am liebsten bis hinter die Mandeln rammen..

Als passendes Schlusswort dazu:

Ich hoffe, dass irgendwann die Leser die oberflächliche Konsumenz der Blogs wieder gegen ein aktives mitmachen eintauschen, und statt Katzenbildchen bei Facebook hochzuladen, die grauen Zellen endlich mal wieder anwerfen – sonst sehe ich ehrlich gesagt zappendüstere Zeiten auf Blogger und Blogs zukommen..

Doch jetzt mal zurück zur Blogparade..

Wo ist denn jetzt mein verdammter Preis??

Datum letzte Änderung: 20.07.2013 11:46 Uhr

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Schlagworte

Doctor Love

Peter (aka Doctor Love) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist im kein Eisen zu heiß..)

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