SonntagsgedankenWerbung & andere Lügen

Sonntagsgedanken: Warum Blogparaden Zeitverschwendung sind und Blogger in 15 Jahren immer noch nicht gelernt haben, wie Netzwerken geht..

..oder an Blogparaden teilnehmen? Ja, kann man machen – oder Du tust mal was sinnvolles..

Artikel-Höhepunkte
  • Blogparaden sind gut für deine Reputation und machen dich in der Blogosphäre bekannt? Vergiss es. Glaubst Du nicht? Lies hier meinen Bericht - dann stimmst Du mir sicher zu..

..oder an Blogparaden teilnehmen? Ja, kann man machen – oder Du tust mal was sinnvolles..

Willkommen bei meinen (nicht für jedermann) erquicklichen Sonntagsgedanken:

MANNO! DAS WAR JA MAL WAS – Der olle Dr. Nerd (former known as Dr. Love, noch former known as Doc Hackenbush) hat – ach Mann, wann war das letzte Mal, kann mich gar nicht erinnern (jetzt kullern publikumswirksam ein paar Tränchen der Wehmut meine Wangen herunter, so wie bei DSDS, wenn die völlig stimmbefreiten Trällerfuzzies anfangen zu erzählen, dass Sie dieses Lied ihrem leider letzte Woche verstorbenem Opa, Oma, Mutter, Nachbarin, Kater oder der aufblasbaren Gespielin, der plötzlich bei dem Gequicke des angehenden Stars schlagartig die Luft ausging– trage hier: […..] weiter Namen von verstorbenen oder gescheiterten Mensch-Lebewesen-Haustier-Sexspielzeug-Beziehungen ein – widmen, um per Telefon wenigstes ein paar Stimmen für ihr ohrenschmalzverhärtendes Gekreische zu schnappen) – mal wieder an einer Blogparade teilgenommen.

Und es war mal wieder toll!! (Mit ZWEI! Ausrufezeichen). In Echt, was da an der der Parade teilgenommen hat – fast alles was im Internet Rang und Namen hat… Ja leckofanni – ich sag Dir – und ich, der unbekannteste bekannte Blogger mittendrin..

Und wie der geneigte Leser merkt, bin ich immer noch Meister der mindestens drei-vielleicht-auch-mehr-mal-lesen-müssen-um-ihn-zu-verstehen-Bandwurmsätze. Damit bin ich eigentlich, sofern es nach den Coaches geht,  ein Schreib-Anachronismus. Aber wenn ich so schreibe, dann weiß jeder der mich kennt: Oha, in Deckung! Der Pedda hatte zum Frühstück mindesten 3 doppelte Espresso und steht wieder gehörig unter Dampf!!..”

So, es gab also mal wieder eine Blogparade.. Meike hatte 11 Fragen gestellt, die beantwortet werden sollen. Einige Blogger arbeiteten die auch so ab. Andere liessen die mehr oder weniger beantwortet in einen kompletten Artikel einfliessen.

Nun sind Blogparaden ja für mich immer Steilvorlagen, um das Verhalten von Bloggern zu analysieren. Denn schreiben ist ja das eine, aber die Umsetzung? Ja, die Umsetzung… (da ziehen wir jetzt mal ganz tief die Luft durch die Zähne)

Ich wollte also mal testen, wie Blogger reagieren, wenn es darum geht Netzwerke zu bilden – denn dies ist für jeden Blogger eines der relevantesten Themen. Man kann der beste Schreiber sein – was nutzt’s wenn dich kein Arsch kennt?

Und genauso, wie ich bei einem Date eher darauf achte, wie meine Traumfrau in Spe den Kellner:in*euse behandelt (denn dass Sie nett und höflich zu MIR ist, ist ja klar – Sie will schließlich was von mir) um den wahren Charakter herauszufinden, checkte ich mal die Bloggerkollegen unauffällig ab. Ich wünsche gute Unterhaltung…

Bandwurmsätze? Ja bitte, quäl mich..

Jaja, Bandwurmsätze sind eine Todsünde für den Blogger von Welt, die ich aber nun mal aus reiner Bosheit, dem Leser gegenüber, gern benutze. Das ist fast so’n bisschen wie die Fishermans Friend Werbung: “Sind die Sätze für dich zu schwer, ist der Blog für dich zu stark!”

Und vielleicht noch vorneweg: ich habe natürlich vor in Zukunft nur noch politisch korrekt zu formulieren und auch Gendergerecht. Leider gelingt mir das noch nicht so gut. Aber ich habe mein Bestes versucht. Wenn Ihr also falsch gesetzte Gendersternchen, Genderdoppelpunkte und falsche Endungen wie *esse, *euse, o.ä. entdeckt – seht es mir bitte nach..

(Bild Links: DER BLOG – so lange er lebt, wurde er für tot erklärt. Eigentlich jedes Jahr. Zu dumm, dass der Blog scheinbar nicht lesen kann, oder nicht auf das hört, was irgendwelche Zeitgenossen so von sich geben. Ja, der Blog lebt. Bei einigen Bloggern habe ich aber meine Zweifel.. Bildquelle: Unsplash.com – Bildbearbeitung: Photoshop – Idee und Umsetzung: na wer wohl?..)

Grabstein im Wald Beitragsbild 440px

Alter Blogger und junger Coach – kann das gutgehen?

Das hätte mir ja eigentlich bei der Blog-Parade zu denken geben müssen – ist doch das schreiben von kurzen, verständlichen Sätzen das A und O des Blogger-ABCs – jedenfalls, wenn es nach den Coaches geht, die ebenso erfolglos erfolgreich wie zahlreich das Internet mit Ihren Erkenntnissen zu einer besseren Blogger-Welt bekehren möchten.

Ich meine, also jetzt mal ehrlich: das versuchen Sie schon, solange ich blogge und der einzige Unterschied ist, dass “Einstellung” jetzt “Mindset” heißt, dass “Ziel” ist das “Goal” und überhaupt (*sans die damischen Anglizismen ja heuer) das Top-Selbstvermarktungs-Argument, will man als Coach erfolgreich sein – schließlich zeigt man damit, dass man “up to date” und “hipp” ist und nicht seinen Doktor gemacht hat, als noch Pferdekutschen die Straßen bevölkerten.

(*Jo mei, Buam un Madels warum ned gleich in Boarisch sprichn. Vastäd aa koana – hört si aba wengstens na a Gaudi an.)

Schaut man aber mal genauer hinter die Kulisse der Sprachverschwurbelung hat sich Im Vergleich zu den Coaches von vor 15 Jahren eigentlich überhaupt nichts verändert. Die machen immer noch die gleichen gutgemeinten aber relativ nutzlosen Vorschläge, geben die gleichen antiquierten und überholten Tipps wie damals – das einzig Gute ist, man versteht glücklicherweise jetzt nur noch die Hälfte wegen dem blöden “Denglisch” und regt sich deshalb auch nur noch halb so viel auf.

Das ist aber wahrscheinlich auch der “Purpose” (danke Buddy Müller für das supergeile Wort!) – denn wer nicht versteht, was da gesabbelt wird, will sich ja nicht als Depp outen um nachzufragen, sondern schaut erst mal verstohlen um sich – und wenn alle anderen Kursteilnehmer verständig nicken, dann fragt man sicher nicht nach, sondern nickt auch völlig synchron mit den anderen mit.

Und vielleicht ist ja das nichteinhalten der Regeln, warum das Ergebnis der Blogparade so ist, wie es ist. Doch, doch ich bin sicher, dass es an mir liegt – denn es kann ja nicht sein, dass 90% der Blogger einfach Beratungsresistent sind, oder?

Blogger und Steine – es gibt Parallelen..

Tatsächlich ist ein Stein sogar intelligenter als ein Blogger, denn der Stein weiß: “Wenn ich mich nicht selber bewege, liege ich hier noch in tausend Jahren unbemerkt rum!” Gut, dass es einem Stein bekanntermaßen etwas schwer fällt, sich von sich aus zu bewegen konnte man vermuten – das mussten nicht mal erst noch englische Wissenschaftler herausfinden. Okay, die Wanderdüne ist vielleicht ‘ne Ausnahme – aber da ist dann wohl die berüchtigte Steinschwarmintelligenz im Spiel.

Der normale, und bekanntermaßen eher wenig ambitionierte Stein ist in der Regel mit dem ihm, durch irgendwelche Unbillen der Natur, angestammten Platz leidlich zufrieden.

Ja echt jetzt, das wär doch wohl auch voll doof: stellt euch mal vor, Grabsteine würden aus lauter Bosheit in einem unbewachtem Moment, wie in dem Spiel “Reise nach Rom” Nachts die Plätze tauschen und die trauernde Witwe müsste jedes Mal erst wieder mit verheulten Augen, verzweifelt das Grab des durch einen bedauerlichen Stromunfall im Haushalt verblichenen, fremd gegangenen Ehepartners suchen, um den dort von der dankbaren Geliebten gepflanzten Blümchen mit Unkraut-Vernichter das gleiche Schicksal zukommen zu lassen, wie dem Ex.. das wär doch nicht schön.. oder hat denn niemand Mitleid mit der fröhlichen trauernden Witwe?

(Achtung! Noch ein Spoiler: Bis hierhin war’s noch halbwegs lustig – doch jetzt wird’s bierernst. Wenn Du Dir das lächeln in den Mundwinkeln behalten willst, solltest Du jetzt besser aufhören zu lesen – besonders wenn Du vielleicht auch an der Blogparade teilgenommen hast und dich am Ende wieder erkennst..)

Okay, verlassen wir mal für einen Moment die Welt der Steine und ihre Bemühungen uns nicht durch hektische Bewegungen zu verwirren. Denn wie Eingangs beschrieben sind Blogger wie Steine – nämlich unwillig sich mal aus dem gewohnten Habitus – gerne auch Wohlfühlzone des eigenen Blogs genannt – auf andere Blogs zu bewegen.

Netzwerken? Hmm, da war doch mal was…

Dies ist umso verblüffender, weil eigentlich die meisten Blogger, das gleiche bemängeln: es wird nicht mehr kommentiert, Netzwerken funktioniert nicht richtig… das allbekannte Klagen halt..

Und damit haben die Blogger sogar Recht – es ist also anscheinend noch etwas Resthirn vorhanden, denn um solch logische Überlegungen anzustellen, muss man doch schon mindestens so intelligent sein, wie ein Stein (wir reden hier von einem durchschnittlich intelligentem Stein – nicht dem Albert Einstein der Steine.. Hey Mann: “Albert EIN STEIN” – haste den Wortwitz bemerkt?.. Du merkst? Ich bin immer noch in Fahrt..) – eventuell sogar ein oder zwei IQ-Pünktchen besser.

(Da gab’s von Meike sogar 2 Fragen zu in ihrer Aufgabenstellung zur Blogparade.. Hm, schauen wir mal, ob Du die findest. Wenn nicht – am Ende des Beitrags gibt’s die Lösung..)

Nun ist das erkennen eines Problems eigentlich schon die halbe Lösung – aber eben auch leider nur die Halbe..

Krähe(Bild rechts: die Krähe – eines der intelligentesten Tiere. Sogar auf der gleichen Stufe wie ein Menschenaffe angesiedelt. Übertrifft in Punkto Intelligenz sogar den Durchschnittsblogger..)

Also zumindest bei vernunftbegabten Lebewesen wäre das so.. Aber ich glaube, der Blogger liegt intelligenzmäßig so ungefähr zwischen dem besagten Stein und einer Geradschnabelkrähe, die zumindest schon mal ein Stöckchen als Werkzeug benutzt, um Larven aus einem Baum zu picken. Einen höheren IQ zu bescheinigen fände ich nach meinen neuesten Testreihen vermessen..

Denn wie angemerkt: das erkennen ist das eine – aber das lösen eines Problems erfordert Interaktion. Und da sieht’s echt mau aus..

Ja, lieber Leser – jetzt kratzt Du dich am Kopf und fragst Dich, wie ich solch blasphemische Gedanken gegen Blogger-Kolleg:eusen aussprechen kann..
Nun, das liegt daran, dass ich seit dem Jahre 2006 selber blogge und ich das ewige “Mimimi” echt nicht mehr hören kann. Denn immer heißt es:  Man muss mehr Netzwerken – ja mein Gott!

DANN MACHT ES DOCH AUCH ENDLICH!!

Dieses Thema habe ich bereits in den Jahren 2016 in einem Blogbeitrag  und ebenso 2014 angeprangert! Wahrscheinlich sogar noch öfter, aber hat’s was genutzt? Na, rate mal.. wenn dem so wäre – glaubst Du,  ich würde jetzt diesen Blogbeitrag schreiben?

Das Teilnehmerfeld? Riesig!!

Du willst belastbare Zahlen mit denen ich belegen kann, dass ein Blogger mit Netzwerken ungefähr so viel am Hut hat, wie ein Stein mit dem Gang ins Fitness-Studio? Bitte schön – hier die ungeschönten (aber natürlich aus Datenschutzgründen größtenteils anonymisierten) Daten und Zahlen:

An Meikes Blogparde (start-talking.de) nehmen aktuell 72 Blogs Teil. Witzigerweise schreibt Meike selber auf der Startseite der Blogparade: “Der Kommentar ist ein Feature, das übrigens dazu beigetragen hat, Blogs groß zu machen”. Tja, wissen wohl nicht alle Teilnehmer – 5 Blogs haben deshalb erst gar keine Kommentarfunktion aktiviert, 1 ist mein eigener – bleiben 66 kommentarfähige Blogs. Ausführlich kommentiert (inklusive subtilem Hinweis, dass  ich auch bei Meikes Blogparade bin und also quasi ein Kollege) habe ich bei 51 anderen Blogs.

Das heißt ich habe mir bei ca. 80% der Kollegen den kompletten Beitrag durchgelesen und meine Eindrücke dazu geschrieben. Und ich habe da durchaus Bezug auf das geschriebene genommen und nicht Sätze wie: “toller Beitrag, weiter so, Hasi!” hinterlassen.

Der Eingangs erwähnte Hinweis, dass ich ebenfalls Teilnehmer bei der Blog-Parade war, sollte natürlich zweierlei bewirken: zum einen, war damit klar, dass ich nicht zufällig über google auf dem Blog gelandet bin, sondern quasi zu dem gleichen Thema schreibe, wie der Blogbetreiber*in:euse.

Zum anderen sollte dies aus erstgenanntem Grund auch einen Gegenbesuch auslösen, um sich mit meinen Ansichten zu befassen und eventuell seine eigenen – auch durchaus in eine andere Richtung gehende Meinung – zu äußern.

Kleiner Funfact: beim kommentieren ist mir auch aufgefallen, dass es fast immer die gleichen Kommentatoren sind, die Ihre Gedanken bei anderen Teilnehmern dalassen – Und tatsächlich sind 3 von denen nun häufiger auf meinem Blog zu Gast. Und umgekehrt ich auch bei denen. Netzwerken funktioniert also – wenn man es denn macht..

Wenn andere Blogger-Kollegen ähnlich emsig wären, dann müssten ja auf meinem Blogbeitrag zu dem Thema auch so roundabout 50 Kommentare zu finden sein.. Witzig sind dann Statements bei Meike wie “Danke… tolle Beiträge hier…” als wenn der Verfasser bei über 70 Beiträgen in der Timeline auch nur einen einzigen, außer den eigenen gelesen hätte..

Excel Liste des Schreckens 800px(Bild links: Beweisstück B! Dank einer Excel-Liste habe ich genau nachgehalten, wie so das Sozialverhalten diverser Blogger-Kollegen ist. Der Fachbegriff ist KATASTROPHAL. Ich möchte hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen – es ist einfach nur traurig. Und wenn sich jetzt einer der Teilnehmer echauffiert, weil er sich seines Erachtens nach zu Unrecht angesprochen fühlt – tja, wie würde ein anderer “Kolleg:innen” jetzt schreiben: “EGAL” – das ist alles dokumentiert und nachlesbar.)

Das Kommentarverhalten – ein Horrorszenario..

Ja, wenn Sie so emsig wären. Die lieben Kollegen und Kollegeusen sind aber leider so mit sich im reinen, dass Sie völlig abgeschottet von der Außenwelt auf ihrer rosafarbenen Blog-Wolke aus göttlichem Licht, Glück und Seligkeit schweben, dass ich von 11 “Kollegen:innen” nicht mal auf den Kommentar von mir auf IHREM eigenen Blog eine Antwort bekam.

Das entspricht einer Quote von, Na?.. Wer kann’s im Kopf? Nee. lass mal, ich rechne schon für dich: Über 21%, also ungefähr ein Fünftel interessieren sich einen feuchten Dreck für die Gedanken anderer Kollegen. Dazu kommt, dass ich bei der Qualität der Antworten schon froh war, wenn überhaupt etwas halbwegs sinnvolles geschrieben wurde. Selbst die lapidaren Sätze: “Danke für deine Rückmeldung!” oder der auf  ein einziges Wort reduzierte Satz: “Danke! Smiley” (obwohl ich Probleme habe Sätze, die nicht zumindest aus Subjekt, Prädikat, und Objekt bestehen, als solche zu akzeptieren) ging bei mir noch als gezählte Antwort durch.

Obwohl solche Antworten ja wohl schon eher den Tatbestand einer sprachlichen Nötigung entsprechen. Bei mir würden solche Kommentare mit Allerweltsfloskeln direkt als Spam in den Papierkorb fliegen. Was soll der Kommentar sagen? “Danke, für Ihre Beschwerde, wir kümmern uns drum?” – oder: “Hau ab, Du nervst!..”?

Es ging sogar noch schlimmer – bei einem Blogger-Kollegen:in*euse (ich sage hier nicht wer es war – interessierte Leser können gerne die Blogs nach den Kommentaren durchsuchen – vielleicht liest dann ja endlich mal jemand wenigstens die Beiträge und Kommentare), gab es sogar eine patzige Antwort zurück.

Ja, Blogger:innen sind kreativen Vorschlägen gegenüber, nicht sehr empfänglich. Das ist ungefähr so, als würde man einer Mutter erklären wollen, wie Sie ihr Kackblag, das grade aus reiner Boshaftigkeit den Spiegel deines Porsche abgetreten hat, richtig erzieht. Oder es sind alles verbitterte, vom Leben frustrierte Katzen-Tanten (hmm.. wie gendert man Tante? Vielleicht so: Tant:e?), aber was weiß ich denn schon..

Kommentare beantworten ist ja sowas von 1965..

Dass es Kollegen und Kollegeusen gibt, die Beiträge nicht mal freischalten, ist ein weiteres Ding der Unmöglichkeit. Mehrere sachliche Kommentare, die sich auf das Thema bezogen – weder beleidigend noch belehrend geschrieben  – verschwanden unerklärlicherweise spurlos von der Bildfläche.

Ein Blogger trieb es ganz auf die Spitze. Zu seinem Beitrag waren in einem Zeitraum von 6 Wochen 6 Kommentare sichtbar – nicht einer davon wurde beantwortet. Da dieser Blogger fast permanent das Wort “egal” benutzte:

  • Zugriffszahlen: “egal”,
  • Blogsterben: “egal”,
  • Abwanderung der Leser nach Twitter: ”egal”

Selbst sein Beitrag zur Blogparade wurde mit diesem Wort veredelt, wird er sicher nicht böse sein, wenn ich mal nachfrage, wieso solche Blogger eigentlich eine Kommentarfunktion eingeschaltet haben?

Die Antwort – sofern es bei seiner Beantwortungsfreudigkeit überhaupt eine gibt – kann ich mir schon fast denken:  Sie wird sicher einige Male das Wort “egal” enthalten…

Mein kostenloser Profi-Tipp an euch Nicht-Kommentierer*innen:eusen: was man nicht braucht im Blog – einfach deaktivieren. Ist gut für die “Pörformänz”, google freut’s im Speed-Test auch – und Ihr habt Ruhe vor aufsässigem Pack, welches euch abverlangt, sich mal Gedanken über eine einigermaßen sinnvolle Antwort zu machen.

Was man zu Recht vermuten musste: auch was die Zeitnähe der Antworten angeht, hat man es als Blogger von Welt nicht ganz so eilig. Von innerhalb weniger Stunden über 14 Tage bis Nie reicht die Zeitspanne, bis man sich zu einer adäquaten Antwort durchgerungen hat.

Hey, Frage an die Profis hier im Raum: Glaubt tatsächlich jemand, dass ein Besucher nach einigen Wochen wiederkehrt um zu schauen, ob man sich als Blogbetreiber endlich mal bequemt hat, die Play-Station gegen die PC-Tastatur zu tauschen? Und wie war das noch mit dem Unterschied zu den sozialen Netzwerken und deren Vorteile? Gab’s da nicht das Wort: “schnelle 1:1 Interaktion”? Na gut, Ich frag’ ja nur mal so….

Die Gegenbesuche? Quasi nicht existent..

Du glaubst, Du hast das schlimmste überstanden? Nöö, das Trauerspiel ist damit nämlich noch lange nicht beendet. Wie bei Goethes ‘Faust’ war das nur “der Tragödie Erster Teil” – es wird tatsächlich noch schlimmer!

Wie Eingangs erwähnt, hätten so ungefähr 50 Kommentare für meinem Beitrag statistisch bei mir eintrudeln müssen, wenn die andren Blogger-Kollegen (mir fällt es zunehmend schwer, Sie so zu nennen) ähnlich gut Ihre Hausaufgaben gemacht hätten. Doch statt 50 kommentierten grade mal 5. Dabei war ein Kommentar von Meike, in Ihrer Form als Veranstalterin, der sich aber nicht auf den Inhalt meines Beitrags bezog. Ebenso ein anderer, der eher eine Frage war, als ein Kommentar zu meinem Beitrag.

Es wären also eigentlich sogar nur 3 zählbar – aber ich nehme die 2 mal mit dazu – auch wenn es nun fast doppelt so viele sind, es macht für das insgesamt katastrophale Ergebnis keinen großen Unterschied.

Auf das ganze Starterfeld von 72 Blogs bezogen (denn auch wenn andere Blogs die Kommentarfunktion ausgeschaltet haben, sollte es Sie ja nicht daran hindern auf anderen Blogs zu kommentieren) sind das nicht mal 10%.

Selbst wenn ich nur die 51 Blogs nehme, auf denen ich kommentiert habe und quasi meine Blogadresse im Kommentarfooter hinterlassen habe, komme ich kaum über 10%.

Erschreckend, oder? Also tatsächlich nur jeder zehnte Blogger hat wenigstens so einen kleinen Anflug um das Wissen des Netzwerkens und den Begriff “Gegenbesuch” im Kopf. Der Rest ist … naja, ihr ahnt vielleicht, welches Wort ich hier benutzen würde, oder? Es fängt mit “Sch..” an.. NEIN.. nicht Scheisse.. ich meine natürlich SCHWEIGEN! Ich bin doch ein anständiger und wohlerzogener Blogger und immer politisch korrekt! (Wie? Den letzten Satz hast Du jetzt echt geglaubt? Tja, da siehst Du mal, wie gut ich im lügen bin)..

gabriel Rath - twitterDoch zurück zum Thema: Klar, jetzt kann man natürlich argumentieren, dass Unternehmensblogs oder Social-Media-Agenturen es nicht nötig haben, ihre großen und wertvollen Fußabdrücke in Form eines Kommentars auf kleinen Blogs zu hinterlassen? Aber ist das so? Sollten nicht im Gegenteil die großen Blogs die kleinen Blogs etwas Supporten wie es ganz richtig Sabine Haas in Ihrem Beitrag zur Blogparade schreibt?…

Ich glaube eher,  der wahre Grund war nur die Möglichkeit mal wieder kostenlos etwas Werbung für sich machen zu können, und sein Ranking zu verbessern, denn natürlich wurden hier fleißig untereinander Backlinks getauscht – was mich erstaunt, ist, dass bei einigen Blogs die Backlinks quasi im gleichen Moment im Blog erschienen wie Sie veröffentlicht wurden. Da konnte entweder jemand sehr schnell lesen, oder…. ich überlasse es deiner Phantasie diesen Faden weiterzuspinnen..

Blogbeitrag zur Parade? Thema verfehlt..

Auch was einige große Agenturen da als Beitrag zugesteuert haben, hatte meiner bescheidenen und unbedeutenden Meinung nach, nichts mit den 11 vorgegebenen Fragen der Aufgabenstellung zu tun.

Es war eine reine Werbeveranstaltung, denn dass die Kunden von Agentur-Blogs selber Blogs haben ist ja klar – und deren Kunden werden auch sicher einen Grund haben, warum Sie einen Blog betreiben, denn sonst würden Sie es ja sicherlich nicht tun..

Das interessiert mich vielleicht als eventueller Kunde. Aber interessiert mich das als Blogger mit einen Mini-Blog? Nöö. Ich will wissen, warum die Agentur bloggt. Und das war ja unter anderem auch eine der Fragen von Meike: “Welche Vorteile bringt euch das Bloggen?” – und nicht “Welche Vorteile bringt meinen Kunden das Bloggen?”

Dass die mit so viel Liebe in Powerpoint erstellten Statistiken und Aussagen zu Unternehmensblogs für einen Nischenblog nicht anwendbar sind ist auch klar, oder? Wenn ich tatsächlich über ROI sinnieren würde, könnte ich als kleiner Blogger meinen Blog gleich wieder einstampfen.

Und habt Ihr’s gemerkt? “Jeder Gedanke in einem eigenen Absatz!” – “Ja, hömma”, wie man hier im Pott sagt – wenn Du’s bis jetzt nicht geglaubt hast: ich habe tatsächlich die Blogbeiträge gelesen und halte mich dran.. Naja… das mit den Bandwurmsätzen, das brauch ich einfach um dich etwas zu piesacken, damit Du beim lesen nicht einschläfst und um deine grauen Zellen zu fordern…

Ähh, wo waren wir? Genau, hier:

Jetzt mal ehrlich? Was interessiert mich das Sammelsurium der besten Unternehmensblogs Deutschlands? Oder ein Beitrag, der schon auf zig anderen Blog-Paraden eingereicht wurde und jetzt mit neuen Backlinks verlängert und neuen Kommentaren neu aufgewärmt wird. Jeder BWLer würde jetzt wohl erkennend nickend “das Minimal-Prinzip” murmeln..

Damit man mich Recht versteht: ich bettele hier nicht um Backlinks für mich selber, die für das google Wertesystem ja wertvoller sind als Kommentare – aber zumindest das Zeichen, dass man als Kollege sich mit den Gedanken des anderen auseinander gesetzt hat, sollte doch wenigstens im Ansatz vorhanden sein. Denn wozu macht eine Blogparade sonst Sinn?

Das ist doch grade das Ziel: Auch mal über den Tellerrand schauen, wie andere Blogger, die zwar über ganz verschiedene Bereiche schreiben, aber mit den für alle Blogger gleichen Problemen umgehen  – um deren Lösungsansätze eventuell für sich selber umsetzen zu können. Aber nein, solch eine komplexe geistige Transferleistung konnte man ja auch nicht erwarten.

Fazit: es reicht!

Ist es wirklich so, wie Gabriel Rath auf Twitter schreibt: “Kann es sein, dass alle nur noch posten?” Ja, das kann man zu 100% bestätigen! – Zugegeben, dies Zitat ist etwas aus dem Zusammenhang gerissen, aber es trifft den Kern des Problems: es wird einfach nur immer neuer Content in die Runde geworfen nach dem Motto: “jeder Scheiss gibt Likes!”– aber niemand macht sich die Mühe mal selber anderen Content zu lesen, und zu bewerten. Netzwerken kann aber nur funktionieren wenn man mitmacht – ja, und manchmal muss man sogar dafür mal den ersten Schritt machen.

Jura und Siemens 800px(Käffchen? Oder brauchst Du den nach dem lesen dieses Beitrags nicht mehr, weil dein Herzschlag auf 180 Puls ist? Guuut. Dann habe ich dich ja genau da gepackt, wo’s weh tut – an deinen Eier.. ähh, deinem Ego. Jetzt hast Du 2 Möglichkeiten: entweder Du läufst nach Mutti und weinst, dass der böse Peter so gemein war – oooder, Du denkst mal etwas über das Geschriebene nach und kommst dann – hoffentlich – darauf, dass Du eventuell in Zukunft andere Blogger als gleichwertig ansiehst..)

Scheinbar glaubt jeder, er hätte den megageilen Blog, und ist so dolle im Geschäft, dass man es nicht nötig hat, mal etwas den eigenen Horizont zu erweitern? Nee, liebe andere Blogger – die Blogosphäre ist ein sich ständig änderndes Medium und darin lernt man das ganze Leben. Wer das nicht erkennt, oder bereit für Änderungen ist, der kann einpacken und wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden..

Und an die lieben Bloggerkollegen*innen:eusen die sich hier (hoffentlich) selbst wieder erkennen: Ihr solltet mal schleunigst das Netzwerken lernen – vielleicht in meiner nächsten offenen NERD-HAUS-Diskussion jetzt Sonntag. Das Thema: “Warum bin ich zu dumm zum Netzwerken?”

Vielleicht beantworten wir aber auch 2 der Fragen von Meike? Nämlich:

  • Wie schaut es aus mit dem Dialog auf eurem Blog? Bekommt ihr Kommentare und wie stellt ihr das an?
  • Wie können wir Blogger*innen uns noch besser untereinander vernetzen?

Die Lösung ist nämlich ganz einfach: selbst mal aktiv werden!

Ich habe jedenfalls auch was gelernt: der Blogger ist heute noch genauso Netzwerkunfähig wie vor 15 Jahren – und Kommentare auf andern Blogs zu hinterlassen ist scheinbar in den Köpfen der anderen Blogger völlige Zeitverschwendung. Ja – aber dann musst Du dich nicht wundern, wenn bei Dir auch niemand kommentiert.

Irgendwann muss man sich deshalb auch eingestehen, dass es nach 15 Jahren endgültig reicht. Die Blogparade von Meike – aus einem guten Gedanken entstanden, ist am Ende doch wieder nur zu einer Werbeveranstaltung entartet. Aber sorry – Wie soll ich einen Coach für voll nehmen, der sich selber nicht an das hält, was er dir als Lösung für deine Probleme rät?

Das Netzwerken funktioniert – wenn man es denn macht, sieht man an folgenden Blogs, denen ich seit Beginn der Blogparade folge und umgekehrt. Und es begann wie so vieles im Leben mit einem winzigen Kommentärchen..

Danke an euch großartige Blogger

So, das war’s mal wieder für Heute. Jetzt dürft Ihr mich gerne alle hassen – oder mal über das hier geschriebene nachdenken und mal reflektieren. Und während Ihr damit beschäftigt seid, zieh ich mir jetzt erst mal noch’n doppelten Espresso..

CU (or not)

Peter

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Doktor Nerd

Peter (aka Doktor Nerd) hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er ist in Netzwerken aktiv - schreibt aber hier über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein Eisen zu heiß..)

22 Kommentare

  1. Lieber Peter,
    wahrscheinlich warst Du in einem früheren Leben ein zorniger Prediger, wahrscheinlich aus einer sehr weltlichen und sprachgewaltigen Richtung. Im Hier und Jetzt hast Du die Kanzel mit dem Internet getauscht, mit Deinem einzigartigen Blog, und zeigst mit direkten Worten eine klare Kante: “Hier stehe ich … und ich kann noch ganz anders!”
    Wie einige hier und wie Du höchstpersönlich schätze ich Bandwurmsätze, sei es als Wörterreihen gewordenes retardierendes Moment, sei es als Möglichkeit, alternierende Anlautreime anzubringen, also, ich schätze Bandwurmsätze schon sehr, auch um zu testen, wie lange eine Pointe hinausgezögert werden kann, bevor sie einschlägt. Dem folgt in der Regel ein etwas kürzerer Satz.
    Und dann ein kurzer.
    Weil er wirkt.
    Dein Beitrag hier, Respekt, das ist kein Eintrag in das Stammbuch eines jeden Bloggers, das ist ein Manifest. Denen, die bloggen, zur Anregung, und jenen, die Bloggen ins Reich der Toten verweisen, zur ewigen Mahnung.
    PS: Danke fürs Verlinken. Auch von Brad MacCloud vom Clan der MacCloud. Er sagt, er hat so eine ganze Menge neuer Serverinnen kennengelernt.

  2. Hallo Peter,

    der Blogparade sei dank bist Du mit Deinem Blog in meinem Feedreader gelandet. Ich bewundere Deinen lockeren und ehrlichen Schreibstil und würde gerne noch viel mehr kommentieren. Doch ich arbeite derzeit noch an anderen Baustellen, wenn auch – im Gegensatz zu Dir – eher im übertragenen Sinne. Trotzdem lese ich mit Freude Deine Beiträge und werde immer wieder mal reinschauen. In diesem Sinne:

    Möge es Dir wohlergehen.
    Patrick

    PS: Blöd, dass es sowas wie OZEMPIC nicht als orales Supplement für so Otto-Normal-Fettis gibt wie mich. 😉

    1. Hi Patrick,
      schön, dass Du mal vorbeischaust. Danke für die Blumen – aber das Schreib-Kompliment kann ich euch beiden ja nur zurück geben… 😉
      Ich habe gesehen, dass Ihr eine etwas niedrigere Schlagzahl beim veröffentlichen von Beiträgen habt. Das ist sicher auch dem Familienleben geschuldet, was ja auch völlig in Ordnung ist. Aber ich finde euer Konzept mit dem Familienblog cool.
      Und zum Thema OZEMPIC – da ist man tatsächlich dran es als Pille zu entwickeln, die man morgens bequem schlucken kann. Wenn dann die Krankenkassen sich nicht länger streuben, dieses Mittel zu verschreiben, kann es für Übergewichtige eine echte Lösung sein endlich die Kilos runter zu bekommen (Von einer Magenverkleinerungs-OP halte ich gar nichts!! Die armen Kalorienvernichtungs-Sünder müssen ihr Leben lang Vitamine spritzen).
      Mich als Ex-Diabetiker – denn tatsächlich brauche ich seit knapp 3 Wochen kein Insulin mehr zu spritzen – stört die wöchentliche Injektion in den Bauch aber nicht – im Gegenteil. Die Nadel ist grad mal 4mm lang und hat 0,23 mm Durchmesser. Im Ernst? Den Pieks merkt man gar nicht.. Aber die Erfolge können sich sehen lassen – in 5 Monaten von 136 Kilo (BMI > 44) auf 109 Kilo (BMI 36,1) – ich denke, dass ich im Juni vom Gewicht her 2stellig bin..
      Bleibt gesund Ihr alle!
      CU
      Peter

  3. Lieber Peter,
    ich muss gestehen, dass Du mich mit Deinem Beitrag zum Nachdenken gebracht hast. Ich blogge noch nicht so lange, fühlte mich aber von Dir ertappt dabei, relativ wenige Kommentare auf anderen Blogs zu hinterlassen. Und das obwohl ich selbst an dieser Blogparade teilgenommen habe! Dabei freue ich mich selbst immer sehr über Feedback und brauche es auch, um mich weiterzuentwickeln. So geht es sicherlich jedem von uns. Jedenfalls hat Dein Beitrag bei mir etwas bewirkt und dazu beigetragen, dass ich mittlerweile häufiger kommentiere oder auf andere Weise Feedback gebe. Und zwar herzlich gerne 😉
    Weiterhin alles Liebe für Dich
    Rebecca

    1. Hallo Rebecca,
      ich habe deinen Blog durchaus im Blick. Du stellst dein Licht etwas unter den Scheffel scheint mir, denn obwohl relativ kurz dabei scheinst Du durchaus erfolgreich zu sein.. 😉
      Aber es gibt ja immer etwas zu verbessern. Wenn es etwas bei Dir bewirkt hat, dann war die Arbeit für den Beitrag ja nicht vergebens.. 🙂
      CU
      Peter

  4. Junge, Junge, mit diesem Rant hast Du Dir ja richtig viel Arbeit gemacht… Wenig Eleganz, viel Wahrheit – grins. Und im Großen und Ganzen gebe ich Dir recht, viele Blogger und Innen beherrschen das Netzwerken nicht – was ich als Betreiberin von blogs50plus.de auch dort immer wieder erlebe. Da hilft aber nach meiner bescheidenen Erfahrung alles Ranten nichts, deshalb sollte man einfach mit gutem Beispiel vorangehen, beharrlich und unverdrossen.

    1. Hi Uschi!
      Haha.. Ich und beharrlich und unverdrossen.. das geeeht dooch gaaar niiiicht.. (so würde das wohl “Kevin in allein in New York” sagen)..
      Nee, grundsätzlich hast Du ja recht – was mich nur verwundert, dass selbst erfahrene Blogger das Netzwerken vernachlässigen. Bei Blogger-Neulingen würde ich das ja noch verstehen – aber Profis sollten doch wissen wie der Hase läuft.
      Aber ich freu mich, dass der Beitrag dann letztlich doch für etwas Bewegung gesorgt hat. Dann war er ja doch zu etwas gut.
      Ich wünsch Dir ein entspanntes und gesundes Osterwochenende.
      CU
      Peter

  5. Hi Peter Pedda Blogdingsbumsmachenderinnende*r,

    was ist denn nun mit de/r/m* Kellner:in*euse? Hat deine Gegenübende nun bestanden oder nicht? Fragen über Fragen. Und ich bin ganz verwirrt.

    Au ja, Blogbesserwisser, wat’n Thema! Ich könnte Vorträge halten, was ich da alles schon erlebt habe. Die meisten dieser Scharlatane tun ja nur so, als wüssten sie irgendwas. Dabei wollen sie dir nur einen “Email-Kurs” andrehen, in welchem sie dir erzählen, wie du anderen einen “Email-Kurs” andrehst. Und alles schön mit “Bulletpoints” im “richtigen Mindset Shift”.

    Du hast natürlich vollkommen Recht. Man muss tatsächlich mehr netzwerken. Oder wenigstens damit anfangen. So wie die Ameisen. Die kriegen ihren Bau auch nicht allein hergerichtet. Das machen die immer im ganzen Rudel. Ja, ich hab da jetzt ein paar Begriffe durcheinander gehauen. Such dir doch die richtigen dazu zusammen.

    Es ist komplett richtig, dass du immer Bezug auf das nimmst, was du im Artikel zu lesen bekommst. Das unterscheidet dich von anderen. Die wissen manchmal nicht, woher ich meine Informationen habe. Dabei sind die alle verlinkt. Man müsste halt wissen, wie ein Link funktioniert, näch?

    Ich hab das aber auch mitbekommen, dass bei mir immer die gleichen kommentieren. Wie kommt das? Jaja, ich muss mal wieder Kommentare beantworten. Aber ich kam ehrlich in letzter Zeit nicht dazu. Aber das kann doch nicht der Grund dafür sein, dass immer nur die gleichen Hanseln irgendwas zum Thema beitragen können.

    Kommentare wurden mal als Salz in der Suppe bezeichnet. Wenn dann sogar patzig beantwortet wurde, hat jemand das Würzen von Essen nicht verstanden. Na, bei desmr möchte ich nicht eingeladen sein. Auch das mit dem unbleibenden Freischalten habe ich oft genug erlebt. Ich notiere mir das und ignoriere diese Blogeusen dann künftig.

    Und nochmal: Ich muss selbst an mir arbeiten. Das weiß ich. Ich muss schneller meine Kommentare beantworten. Keine Frage. Aber ich bin immer wieder dabei, Besserung zu geloben. schwör

    Übrigens: Danke für’s Verlinken. Aber: Hast du mich kauzig genannt?

    HAST
    DU
    MICH
    KAUZIG
    GENANNT?

    1. Hi Henning,
      Kauzig..Jaaa. aber im positiven Sinne… Wenn Du Texte und Hintergrundwissen von Gruppen wie Wildecker Herzbuben auf deinem Blog verbreiten würdest… Tss.. dann seh das vielleicht etwas anders aus.. 🙂

      Ja, das mit dem Netzwerken – das ist (für viele – ich schließe mich da bis vor kurzem gar nicht aus) so eine lästige Pflicht (oder wird so angesehen).. aber hilft ja nix. Wenn man mal über den Tellerrand sieht, dann erkennt man – oder sollte man wenigstens erkennen, dass es da draußen auch noch andere Blogger gibt – bei denen es sogar Spaß macht mal was zu lesen. Aber Naja, was wissen wir alte Blogger denn schon..
      Ich gebe auch offen zu, dass ich seit Jahren gar kein Netzwerken mehr betrieben habe, weil ich den Zeitaufwand – gemessen am Erfolg – als unverhältnismäßig ansah.
      Dazu kammen 99% meiner Besucher über google auf meine Seite – von daher sah ich keine Not das zu ändern. Ich bin jetzt auch dabei dies zu ändern und mehr auf andere Blogs zu gehen – was nicht immer einfach ist. Kommentare bei einem Reiseblog zu hinterlassen – Ich, der selber auf Reisen gar keinen Bock hat und keine Sehnsucht nach der Ferne sondern im Gegenteil nach einem bequemen Ohrensessel, einer plüschigen Decke über den Knien und einen heißen Kakao mit Rum begehrt – das ist schon schwer..
      UND ich vergess fast immer die Likes zu geben (auch bei Twitter) – das ist nicht böse gemeint, ärgert mich aber hinterher, wenn ich sehe, dass meine Antwort geliket wurde und ich dann sehe, dass ich den ursprünglichen Beitrag nicht gelikt hatte. Wenn ich das sehe, dann hol ich das natürlich nach – auf Ehre..

      Tja und das mit den Coaches..Ist ja kein geschützter Begriff – jeder darf sich Coach nennen und Geld dafür nehmen, andere Leute zu beraten.
      Aber hier beginnt ja das Problem: der Blogger als Person soll sein Bloglayout ändern, seine Themen fokussieren, eventuell auch noch ein gefälligeres Theme nutzen und zu guter letzt seinen Schreibstil ändern. Wieviel von dem alten Blogger ist dann noch vorhanden? Und ist er dann nicht genauso austauschbar wie alle anderen, die nach diesem Schema vorgehen? Die Person als Marke – und die auch mit Ihren Macken – das muss im Vordergrund stehen und nicht ein weichgespülter Blog mit Beiträgen wie: “10 geniale Tipps, die Du noch nicht kennst”
      So – aber jetzt haben wir erst mal Ostern.. ich wünsche fröhliches Eiersuchen. Natürlich mit Maske!
      CU
      Peter

      1. Bandwurmalarm! Schön sind ja auch immer diese Besserwisser-Listen “100 ABC (+1 ultimativer gratis)”.

        Ja, nee, ist schon richtig. Wir müssen uns das Kauzige bewahren. So! Du bist auch ein Kauz. Auch positiv gemeint. Denn mal ehrlich: Ohne die Art, wie wir schreiben, würden uns die Leute nicht lesen. Denn viele Dinge hast du schon woanders gelesen. Nur nicht auf diese eine verschrobene Art und Weise.

        Danke deshalb für den Artikel. Ich hoffe, dass die Leute zuhauf hierher strömen. Es ist einfach schade um jede noch so dämliche Geschichte, wenn sie niemand zu lesen bekommt.

  6. Hallo Peter,

    ich fand’s gut, so lernt man doch den/die ein{e] oder andere[n] Blogger*innen kennen. Alleine die herrlich politisch unkorrekten, aber humorvollen Abhandlungen über die Damenwelt auf deinem Blog lohnen das Wiederkommen.

    Gruß aus dem Sauerland

    1. Hi Peter,
      Danke Dir für das schöne Lob.
      Saualand? Hömma, da kommse ja hier ausse Ecke (wie wir hier im Pott sagen).. 😉
      Ja, das Thema Frauen und andere Katastrophen ist die letzten Jahre etwas ins hintertreffen geraten. Aber ich arbeite dran.. 😉
      Bleib gesund Peter

      der andere Peter.. 🙂

  7. Lieber Peter,

    danke, danke, danke für die schönen Worte! Ich hab mich gefreut wie ein kleiner Keks und habe jetzt noch ein dickes Grinsen im Gesicht… DANKESCHÖÖÖN!

    So, und jetzt zum Beitrag. Ich habe so gelacht. Tränen habe ich gelacht. Zumindest die erste Hälfte des Beitrages über.
    STEIN-SCHWARM-INTELLIGENZ? You made my day…

    Der zweite Teil war ein bisschen ernster. Hm, machen Blogparaden Sinn? Ich muss sagen, ohne das Netzwerken im Nachhinein – nicht viel, wenn man davon ausgeht, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Doch das geht auch einfacher. Man suche sich einfach mal auf WordPress ein paar Blogs, die einen interessieren und denen man folgt. Da sie einen interessieren und man ihnen folgt, kommentiert man auch (hin und wieder). Gerade über wordpress.com geht das unglaublich schnell und einfach, da sollte es eigentlich keine Ausreden mehr geben…

    Vielleicht ist es nicht der richtige Weg, etwas dafür zu erwarten. Natürlich gibt es immer mal wieder Kandidaten, die kaum reagieren, doch von den meisten kann ich das nicht sagen. Wobei… hier kristallisieren sich Unterschiede raus. Gerade die “großen” Blogs, diejenigen, die auf Bekanntheit, Kooperationen, Gutes SEO-Ranking usw. aus sind, kommentieren kaum zurück (aber auch hier gibt es prominente Ausnahmen). Nun, wenn es ein spannender Blog ist, den ich gerne lese und nicht “aus der Hand” legen kann, bin ich sogar bereit, das zu verzeihen. Ich finde, man sollte nichts erwarten. Oder anders: man sollte nicht bei jemandem kommentieren, weil man was dafür erwartet. Ist das jetzt zu altruistisch? Egal… diese Einstellung erspart mir Enttäuschungen…

    Es gibt, wie du schreibst, auch Blogs, die selbst auf ihrem eigenen Blog keine Kommentare beantworten. Und zwar grundsätzlich. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich kann es mir nicht erklären. Die Kommentare werden lediglich freigeschaltet. Jetzt habe ich das leider auch bei dem einen oder anderen Blog beobachtet, den ich sehr gerne lese… ach verdammt, vielleicht ist es einfach ein Vorrecht der “Großen”.

    Blogparaden. Sie sind für mich nicht so sehr zum Netzwerken da. Ich finde die Idee einfach reizvoll, dass ein Blogger ein Thema oder einen Gedanken in den Raum wirft und ich diesen “einfangen” und interpretieren kann. Es macht mir Spaß, aus einer vorgegebenen Aufgabenstellung etwas völlig eigenes zu machen. Es ist auch interessant zu sehen, wie andere Blogger ein und dasselbe Thema unterschiedlich interpretieren. Ich nehme gerne an Blogparaden teil, und zwar aus Spaß an der Freude. Aber das weißt du, du hast schon so einige sinnvolle und sinnbefreite Teilnahmen bei mir gesehen 😉 Manches ist so simpel, wie die Aufgabe einer englischsprachigen Bloggerin: Hey, Leute, diesen Monat suchen wir grün. Also werden alle Bilder durchstöbert und die grünen rausgesucht. Doch um es spannender zu machen, nimmt Streberin Kasia natürlich keine Naturaufnahmen – pah, das wäre ja zu einfach. Kasia nimmt alles andere (Beitrag kommt demnächst…)

    Ja, jetzt habe ich aber sehr viel Text bei dir hinterlassen… Nur eins noch, ich liebe deine verschachtelten Sätze (ich überfliege sie einfach, der Kontext erschließt sich… 😉 ), ich mag das jegliche Fehlen von Gendersternchen (des lernst du schon noch…:-) ) und die spitze Schreibart, die mich dazu bringt, mich vor Lachen auf der Couch auszuschütteln. Wer das nicht zu schätzen weiß, der ist selber schuld…

    Liebe Grüße
    Kasia

    1. Hi Kasia,

      Du hast natürlich Recht. Ich habe mit Absicht etwas – hmm, ich denke, das Wort was am ehesten passt, ist “überzogen” – geschrieben. Aber das ist nun mal mein Schreibstil. Wäre ich politisch korrekt, dann hätte ich geschrieben: “das Kommentarverhalten war, wie zu erwarten, eher mäßig”. Gut, dann wäre der Blogbeitrag nach 2 Sätzen beendet gewesen Du hättest einmal kurz gegähnt und 70 andere Blogger würden jetzt nicht Ihre Fackeln und Mistgabeln aus dem Keller holen um mich aus dem Dorf zu treiben.. 🙂
      Und es stimmt natürlich, dass niemand kommentieren muss, empfinde es aber persönlich als Ausdruck der Höflichkeit JEDEN Kommentar bei mir zu beantworten.
      Grade weil Kommentare Mangelware sind und bei vielen eine echte Schwellenangst herrscht, auf einem unbekannten Blog etwas zu hinterlassen, sollte man das nicht als Selbstläufer abtun.
      Und wenn fremde Blogger bei mir etwas hinterlassen, dann gehe ich schon aus reiner Höflichkeit auf deren Blog und kommentier da auch – selbst wenn ich Ihnen dann nicht folge, weil die Themen halt für mich nicht relevant sind. Und bei einigen Blogs, die so gar nichts haben, was für mich von Interesse ist, muss ich da auch schon mal länger suchen. Trotzdem will ich – schon aus Respekt – das zurückgeben, was man mir gegeben hat.
      Und Du hast natürlich recht, dass man Blogparaden unterschiedlich interpretieren kann. Bei deinen Foto-Challenges wird wahrscheinlich auch nicht jeder zu jedem Foto etwas schreiben – aber eine grundsätzliche Tendenz ist da – grade wenn es wie der Name schon sagt, ja um eine Herausforderung oder einen Wettbewerb geht. Was wäre ein Wettbewerb ohne Wertung?
      Klar, Anna Koschinski hatte im Vorfeld etwas provokant geschrieben, man klatscht nicht mehr für die hundertste DIY Anleitung. Ja, das stimmt – es gibt nicht mal Likes oder Bewertungen. Sehe ich bei mir. Das liegt bei mir aber an der Leserschaft. Google spült zwar tausende von Menschen auf meinem Blog, aber die suchen schnelle Informationen und wenn Sie die haben sind Sie wieder weg. Die Welt ist schnelllebig (das Wort undankbar und respektlos will ich vermeiden) geworden.
      Unter normalen Umständen könnte mir das egal sein. Meine Zugriffszahlen steigen und steigen. Fast jeder Blog-Beitrag über Technik landet auf Seite 1 bei google. Mein Kenwood Cooking Chef Beitrag seit Monaten auf Platz 1. Affiliate Agenturen rennen mir die Hütte ein. Ich könnte mich auch ganz entspannt zurücklehnen und einfach nur weiter relativ unbekannt fette Kohle machen. Deutschlands unbekanntester bekannter Blogger eben.. 😉
      Aber nochmal zurück zu dieser Blog-Parade: Bei dieser war die Gewichtung ja etwas anders. Es ging ja grade darum, ob Blogs noch zeitgemäß sind, wie wird kommentiert und wie generiert man Kommentare. Hätten die Blogger etwas weniger geschrieben, wie man das macht sondern lieber mal selber kommentiert wäre allen mehr geholfen gewesen. Kommentare kann man nun mal nicht herbei zaubern. Das ist auch mal echtes Klinkenputzen..
      Grundsätzlich könnte ich ja sogar zufrieden sein: an einer Blogparde teilgenommen und 4 coole neue Leute kennen gelernt. Noch 10 Blogparden und ich habe wahrscheinlich ein größeres Netzwerk als Sascha Pallenberg und Marie von den Benken zusammen – und dann werde ich reich und berühmt, ein Rasierwasser wird nach mir benannt und auf meiner Jacht in St. Tropez süpseln die hübschesten Mädchen der Welt Champagner.. soweit der Plan.. 🙂
      CU
      Peter

      1. Lieber Peter, ich hoffe, du hast die Nacht mit Fackeln und Heugabeln überlebt? 😉

        Undankbar und respektlos, schreib das ruhig, denn es ist so. Den Beitrag von Anna Koschinski fand ich zugegebenermaßen sehr provokant. Und er hat mir die Augen geöffnet. Denn wenn hilfreiche Inhalte es nicht wert sind, einmal “danke” zu sagen, wozu schreibe ich sie denn? Eben, ich schreibe sie nicht.

        Die Welt denkt, dass alles, was es umsonst im Internet gibt, ihnen gehört und selbstverständlich ist, mehr noch: Leute denken, sie hätten da ein Anrecht darauf. Ein “danke”? Nö, wozu. Steht doch da, kann ich nutzen. Und die Blogger machen diesen Unsinn auch noch mit, mit ihren “besten Tipps” und “nützlicher Hilfestellung” und spielen Reiseführer (ich gehe jetzt mal von meinem Genre, dem Reiseblogger, aus…). Der zufriedene Leser spart sich zehn Euro für einen echten, gut recherchierten Reiseführer und meint noch, das alles ohne Gegenleistung in Form von Anerkennung bekommen zu können.

        Deshalb vermeide ich Artikel wie “Kasias beste Tipps für…”, stattdessen gibt es “Kasias lustige Reiseabenteuer”, und so in die Richtung ist mein Blog auch gehalten. Reine Unterhaltung für den, der sich unterhalten lassen möchte, aber vor allem ein Forum für mich, um meinen Gehirnschmalz abzulassen.

        Die Kommentare der Blogger untereinander. Ja, schwierig, schwierig. Du hast Recht. Und deshalb halte ich mich an diejenigen, die aus Spaß an der Freude bloggen (das erkennt man, meiner Meinung nach…), denn die freuen sich über den Austausch genauso wie ich.

        Ja, das beantworten der Kommentare auf eigenem Blog gehört für mich dazu. Wie gesagt, ich verstehe nicht, warum man das nicht macht… Einige Blogger sind sogar der Meinung, Kommentare würden ihnen schaden bzw. dass sich der Kommentierende einfach nur auf ihrem Blog präsentieren will. Aus diesem Grund werden stellenweise auch keine Backlinks freigegeben. Da lang ich mir an den Kopf…

        Bei deinem Blog habe ich vor dem ersten Kommentar echt gezögert. Ich weiß nicht mehr, welcher Beitrag das war… ich glaube, es war der mit den TikTokern, der war so witzig und bissig, dass ich dachte: oookay, schreib jetzt nix falsches, der Blogger hier frisst dich sonst mit Haut und Haaren 😉

        Und wenn du mal reich bist: vergiss die Jacht, kauf dir ein Motorrad. Macht mehr Spaß, glaub mir…

        Liebe Grüße
        Kasia

        1. Hi Kasia,

          ja, wie Du bemerkt hast, hab ich dich nicht gefressen.. eher zum Fressen gern.. Hrrr.. 😉
          Aber das ist ja diese Schwellenangst von der ich spreche. Und wenn Du mal schaust, dann ziehen Kommentare auf Beiträgen andere kommentierwillige an. Ist vielleicht auch so ein psychologisches Ding.. umso weniger verstehe ich ja, dass sich gestandene Blogger damit so schwer tun.
          Anna K. hat in einem Punkt Recht: Dein Blogbeitrag ist ein Angebot und der Leser kann es annehmen oder nicht. Es gibt natürlich ein Problem wie Du es erkannt hast: alles im Internet ist umsonst (so wird es auch suggeriert).
          Ich denke der Leser/Besucher unterscheidet nicht, ob er auf der Webseite des Herstellers, bzw. Händlers ist (der Infos natürlich im Rahmen seines Supports kostenlos zur Verfügung stellt) oder auf der Seite eines Bloggers, der die getestete Hardware im schlimmsten Fall selber gekauft hat.
          Das interessiert den Leser auch nicht – der will nur seine Infos. Ich kann das ein gutes Stück weit auch verstehen. Und zurückdrehen lässt sich das Rad jett auch nicht mehr. Versuche mal deine Blogbeiträge für Geld feilzubieten.. das wird nix..
          Es gab mal ein Micropaymentsystem – vielleicht gibts das sogar noch? – namens Flattr. Da konnte man ein Guthaben bei Flattr kaufen und konnte Bloggern, die den Flattr-Button auf der Webseite hatte, ein paar Cents spenden. Ich glaube die sind alle elendig verhungert.. 🙂
          CU
          Peter

          1. Ja, das glaube ich auch 😉 keiner zahlt mehr dafür, wenn er was umsonst haben kann. Ich glaube, als ich das letzte mal für Wikipedia gespendet habe, das war auch schon eins-, zwei Jahre her schäm

            Diejenigen, die sich tatsächlich das Geldverdienen auf die Fahnen geschrieben haben, machen es meiner Meinung nach genau richtig. Sie lassen sich von einer Firma bezahlen und preisen die Waren an wie sauer Bier. Hat zwar für mich mit Bloggen nicht mehr viel zu tun, aber wer will es ihnen verdenken in einer Welt, in der vermeintlich alles umsonst ist.

            Deshalb, um zum Wesentlichen zurück zu kommen: bloggen aus Spaß ist für mich das wichtigste. Ich würde nie auf die Idee kommen, das hauptberuflich machen zu wollen. Da bräuchte ich ja ein neues Hobby… Solange es Freude macht, mache ich weiter (und netzwerke auch ein bisschen hier und da). Entscheidend ist, dass man nix muss. Das macht weitestgehend frei. Mein Blog ist mein Herzensprojekt, so eine Mischung aus Reiseberichtsammlung und interaktivem Tagebuch. Ich muss nicht erste sein. Je mehr dich kennen, umso mehr Trolle ziehst du auch an, umso angreifbarer wirst du. Nö, danke. So wie es ist, ist es prima 😉

            Und du. Bleib wie du bist. Und wenn dir noch so viele Mistgabeln um die Ohren fliegen. Politisch korrekte Blogs gibt es viele. Manchmal sprichst du aus, was ich mich nicht traue, wg Shitstorm und so. Schwierige Themen, die anecken. Weiter so.

            Liebe Grüße
            Kasia

      2. Ach übrigens, ich habe gesehen, dass du mich verlinkt hast (dankeee!), aber ich habe keinen Backlink bei mir… nicht dass du meinst, ich hätte ihn nicht freigegeben…

  8. Mannomann. (Frauofrau) – Ich fühle mich sehr erwischt! Ich habe Deinen Beitrag auf der Blogparade auch nicht besucht. Schande über mich. Soll nie wieder vorkommen, weil Du hast natürlich Recht! Allerdings war ich sehr auf Deinen Gegen-Beitrag gespannt, den ich sehr gelungen (und vergnüglich biestig) finde.

    1. Hallo Sabine,

      Ich habe da schon Angst gehabt, dass mich die komplette Meute der Teilnehmer teert und federt..
      einiges ist schon ziemlich … hmmm .. sagen wir mal nicht politisch korrekt formuliert.. 😉
      Ich freue mich aber, dass Du dir deine Neugierde bewahrt hast und mal vorbeigeschaut hast. Scheint Dir ja sogar bei mir gefallen zu haben..
      Es ist nicht schlimm, dass Du meinen Beitrag nicht gelesen hast. Seien wir ehrlich – grade für die letzten Teilnehmer war ja das Feld schon so unübersichtlich, dass wahrscheinlich niemand alle 70 Beiträge gelesen hat. Was ja auch eine ziemliche Ochsentour gewesen wäre. Da ich mit einer der ersten war und auf Meikes Liste sehr weit unten, war mir schon klar, dass die zuletzt hinzu gekommenen, sich eher an den letzten 5-10 über oder unter einem in der Liste orientieren und nur die lesen. Deshalb habe ich ja auf den anderen Blogs kommentiert. Klinkenputzen halt.. Hat eben nur nicht viel genutzt.. 🙂
      Es gab auch für mich Blogs, bei denen mich nichts animiert hat, dort länger zu verweilen. Manchmal sind es aber eben auch nur Kleinigkeiten, die einen abhalten länger dort zu bleiben: Optik, Text, das berühmte “je ne sais quoi”.
      Ohh. ich sehe grade, Du hast sogar meinen Beitrag auf deinem Blog in den Kommentaren verlinkt..
      Das finde ich aber extrem nett. Und da ich dich ja scheinbar auf “die gute Seite der Macht” gezogen habe, verlinke ich dich natürlich auch.
      Tja, Netzwerken kann so einfach sein… 😉

      CU
      Peter

  9. Danke für Deine ausführliche Auswertung der Blogparade, Peter. Ich habe ja bis zum Ende des Beitrages etwas gebangt. Immerhin brauche ich manchmal schon ein paar Tage, bis ich auf Kommentare antworte. (Meistens schaffe ich es am selben Tag.) Und manchmal bin ich auch etwas nordisch, will sagen: knapp, bei meinen Antworten.
    Aber ich weiß Bandwurmsätze, sofern sie denn grammatisch korrekt sind, was bei weitem nicht immer der Fall ist, obwohl das eigentlich nicht so schwer sein sollte, wenn man Thomas Mann oder Cicero gelesen hat, immer zu schätzen, auch wenn ich beim Bloggen darauf achte, kurz und prägnant so schreiben, soweit das eben bei philosophischen Themen möglich ist. So, das musste gesagt werden.
    Schönen Sonntag noch!

    1. Hi Magnus,
      Achja.. Philosophen.. da muss man mal Fünfe grade sein lassen.. die sind ja mit Ihren Gedanken meist weit weg und verlieren die Zeit aus den Augen.. 🙂
      Aber hier bist Du fix! Manno!! Die Farbe ist ja noch feucht bei dem Beitrag und Du hast schon kommentiert..
      Naja, es gibt da natürlich schon Unterschiede beim kommentieren oder dem generellen Kommentarverhalten.
      Ich erwarte nun auch nicht, dass jeder Beitrag von mir immer kommentiert wird. Es ist ja kein Muss dahinter oder bin angezickt, wenn jemand zu einem Beitrag nichts schreibt. Aber es sollte sich abbilden lassen, dass man zu den veröffentlichten Beiträgen, die einen interessieren – bei meinem Multi-Themen-Blog gibt es eben Themen, die einen nicht interessieren – auch eine Meinung hat. Also eine Tendenz zum kommentieren sollte erkennbar sein.
      Wenn man sich die Kommentardichte bei den anderen Bloggern auf deren Beiträgen zu dem Thema anschaut, dann sieht es dort im Durchschnitt ja nicht anders aus. Es scheint also eine generelle Abneigung gegen das kommentieren zu geben.
      Aber so beginnt Netzwerken nunmal..
      Und danke nochmal für deinen Kommentar!
      CU
      Peter

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